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Jüdische Volksstimme · 1917-01-10 · Heft 1 (10.1.1917) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVIII (1917)
Issue
Heft 1 (10.1.1917)
Date
1917-01-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Rr. 1. ״Jüdische.BolkSstimme" Lebens. Nicht wie andere Autoren nimmt e»in seinem neuesten No,nan nur das, was typisch auf der Oberfläche schimmert, sondern geht mit wachem Verstandnis tief in die Mitte des Volkes selbst hinein, das eigenartiger und interessanter ist, weil es — aus Gegensätzcn gemischt — beinahe eine Welt für sich bildet, llnd er läßt, was wiederum ein besonderer Vorzug ist, diese eigenartige Welt vor dem Leser entstehen! In jene Zeit greift er zurück, wo das nimmermüde Wachsen der Neichshanptstadt die wenig ertragreichen Aeckcr ringsherum auffraß, und ihren Besitzern einen ungeheuren Erlös als ״goldene Frucht" in den Schoß warf. Die beiden Brüder, die in Bodemers Roman so mühelosen Gewinn einheimscn, sind noch vom alten Schlage. Der eine bleibt seiner Lebensart treu. Er zieht sich in die Provinz zurück, um weiter zu schaffen und zu arbeiten, wie seine Vorfahren es getan. Den anderen, den schwächeren, aber hält die Riesenstadt fest. Sein Wunsch ist, seine beiden Kinder über ihre Abstammung hinauswachsen, sie später einmal ״als etwas Besseres" zu sehen. Natürlch gehen da die Wege ein wenig in die Irre, aber in diesen beiden Kindern gibt Bodcmer doch sein Bestes. Mit ganz außerordentlicher Feinheit schildert er in ihnen das ״neue Berlin", das leichtlebige und ungezügelte, das immer nach erneuten Genüssen strebt und sich immer dort zusammendrängt, wo leuchtendes Feuer lockt — und das erst erwacht, wenn es die ersten, schmerzenden Wunden spürt. Bodemer schildert das ungeschminkt mit vornehmen und künstlerischen Mitteln, und erweckt dadurch eine Spannung, die das Buch bis zur letzten Zeile begleitet, weil cs echt ist und beinahe so wie ein kleines Kulturbild wirkt. Berichtigung. Der Autor des in der letzten Nr. unseres Blattes erschienenen Artikels ״Der Lhanukaengel" ist Jenny Grünwald, Wien. Eingesendet. Löbliche Redaktion! יי Von einer hochgeschätzten und mir teueren zionistischen Persönlichkeit werde ich auf ein unliebsames Versehen aufmerksam gemacht, daß sich in meinen Artikel in Hickls Volkskalender: ״Die jüdische Frau und der Krieg" eingeschlichen hat, und welches mir um so peinlicher ist, da ich als Nichtzionistin gewiß bestrebt bin, die Verdienste Andersdenkender anzuerkennen. Da sich Ihr Leserkreis mit dem des Kalenders zum Teil decken dürfte, gestatten Sie mir an dieser Stelle, mein Bedauern darüber auszusprechen, daß ich ich in der Eile des Schreibens der verdienstvollen unentgellichen Kartoffelverteilung zu Pessach 1915 von Seiten des Wiener zionistischen FrauenvereineK vergessen habe. Die andere Reklamation der verehrten Damen kann ich leider nicht berücksichtigen, da ich nur von Leistungen jüdischer Frauen im Kriege, nicht von noch so hervorragenden Verdiensten aus früherer Zeit schrieb. 1 ׳; ,״.VLL -Ji 1 Ül Wien, 22. Dezember 1916. ( In ganz vorzüglicher Hochachtung ז Klottlde Benedikt. k ©A©A@A©A©A®A©A@A@ תפילק * מזוזות רצועות ספרי תורות מגילות פרשיות טליתים ציצית זא וייא אללע ספריכש ליע6ערט Jüdischer Bush- und Kunstverlag Brünn, Adiergasse Nr. S. Wien, VIII., 1wd>—w 6»). ®V@V@'7@V@V@V@V®V@ F. Kallina, Brunn Erzherzog Friedrichstrasse 39 Fabrik für Feiamkaffee, Malzs«W^ kaffee, Kaffeesnroga e und in eleganten Kasetten, enthaltend: feinste Parfüms, Toilette-Seifen, Manicure in reichster Auswahl zu haben in der Parfümerie Convalleria Brünn, Rudolfsgasse 28 (Palais d, Barone 0. BIWOI!.) Selegenbeiirgercbenite Willkommene Erzbierzog-Frledrlch-Straße 17 Lagerhaus: Czechnerg. 4, empfiehlt sich für Speditionsarbeiten und Einlagerungen zu solidesten Preisen. — Telephon 1753 a, b, c. Berthold Wolf Speditions- und Lagerhaus Brünn, Stadthofplatz 2. Am 15• Jänner beginnt ein neuer Abendkurs für Handelsfächer, Stenographie und Maschinschreiben. Näheres durch die Direktionskanzlef. 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