Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVII (1916)
- Issue
- Heft 20 (23.11.1916)
- Date
- 1916-11-23
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 20. ״jüdische NottSstknme" Bette 1 Aber nmn tut b:זוז Verfasser unrecht, wenn nmn i.n ilfin, «mr de!n Epigvimn und den Gymnasialdramatiker sieht. Ganz unbegründet, ja geva.dczu unverz-eihlich jedoch ist das Totschweigen dieses sympathischen, be>gjabte.n>, echtdeutschen Dichters. Dr. M. Scherlag. Nienkamp, Fürsten ohne Krone, Vita, Berlin, Eharlottenburg. ״Fasst d׳u Roman," so iNMiut der Verfasser sein Buch im Untertitel. Aber wir hätten ihm .eine bessere» Bezeichnung raten kön,nen: ״Mehr als ׳ein Romain.!" De!n׳n es -wäre Unrecht, dieses grandiose Md, -welches N. hier vor uns aufrollt, als ei!NM Romain oder als etwas Romasw ähnliches zu bezeichnen. Wie! er hier Richard Fry, den amerikanische Milliardär zeichnet, welcher von Alinostn n-ichts wissen will, sondern einqn über Amerika und Europa verzweigten Kulturverband gründet, der die Aufgabe hat und die Aufgabe erfaßt und läßt, einen■ großqn Teil feiet Manschen aus ihe!r Stumpfheit wachzurüttel'U ׳und sie auf das Niveau einer ein׳fachn, natürlichen, menschenwürdigen Moral zu stellen, und wie durch diese Moral das Leben der Manschen-, welch sie angenommM haben viel schöner, viel leichter u!nd viel i»nhal-tsv-oller wird, dieses große Zukunftsbi-ld als eiinion .Ro-nmn zu bezeichnen, wäre ein Unrecht, wenn nicht die trilbe Gegenwart mit ihn! so stark kontrastieren würde». Wir kön-lUN di>e Lektüre dieses schönen-, eiiA'inartigen lebensbejahenden Werkes Jedem bestens einpfehlen. L. G. Paul: ״Die Tänzerin Barberina" Historischer Roman aus der Zeit Friedrich des Großen Verlag Albert Langen, München. gelungene Illustrationen zieren, b-eigilnnt mit einem von Herrn Rabbilniür Dr. I. Günzig, Loschitz, aufs genaueste ausgearbai'tete Kalendarlusrn» mi!t den für das Judenturn wichtigsten Gedenktagen. Dann, folgen folgende Beiträge: Bernhard Tag, ״Das Iu.de«tum nach dein Weltkriege," -ei,n 'schr geWtvolles Essay׳, einmi't sehr gelansgeineu Auszügen verselMwr Aufsatz über NaM J-ehuda Hachossiid, von Professor Kurrein; ein Bericht über di׳e Hi-lfskovunissiou 15)15, von Rabbtnxr Dr. Gri'mwald; -eiin Eriin!nlc!ru׳n!gsbl,att an Da.vi,d Wolfsohn, von Adolf Stand; ei,ne wchmiltige Elegie auf den frühen Tod des Sohnes Herrn Hickls; -e-vn Bericht des Vorstamdsm-itgl jedes der Wiicn-er ist. Kultusgeimieinde, Dr. Schreiber, über die Fürsorge! der Kultusgemciinde für diie! galizischen Flüchtling; mit »dein: gleichen Thema befaßt sich die allst i!ts bekannte und boliieibte Fva-u Anni-te Müller, und ist -es zn staunen, was eine Fm-u leisten und helfen kann, wonu sic» uur den festen und «guten Willen hat zu helfen; Dr. Frankfurter schreibt über die Wohltaten der. isr. Militärstielsorge; es folgt icii!« gehaltvoller Aufsatz ״Die Frau und der Krieg" von C. Benedikt. Dr. Feuchtwang schreibt eine ernste Studie! über ״Judenschicksal." Dann! folgen drei beletristitsche Beiträge, die sämtlich dem traurigen Gebiete des Krieges entnommen sind: ״Sinkende Sou»n.e", v. Fvisdrich Porges; ״Flüchtlinge" von Marek Scherlag und die ergreifende Novelle ״Waisen," von Cäcilie Kuhm-erker. Eine Ehrentafel, von. i׳m Kriegs gefallenen «jüdischen Kämpfern, beschließt die, ernste, aber gehaltvolle rmid iw ihvqny Ernste zuversichtliche Sammlung von Bsi-träg-e-n, die sämtlich Autoren von Namen, zu Verfassern haben. Wir wünschen dem Kalender die/ ihm gebühvende weit-e Verbreitung und hoffen, daß der nächste! du׳ Friedenskalender Wird. Adolf Paul, ein gebürtiger Schwede, der iirt Deutschland seine zweite und dichterische vielleicht seine erste und einzige Heimat fand, ist allen Berlinern noch vom Jahve 1912 in Er-,' innerung. De»n»u damals wurde die Aufführung' e'in.es seiner stärksten Stücke ״Drohnen," die anläßlich feiines 60. Geburtstages hatte stattfinden sollen, von! »der dortigen Zensur wegen der darin. enthaltenen religiösen Tendenzen verboten. Aber' oas ist nur ein äußerliches Zeichen für die starke' Art Pauls, welche sich durch alle feine Werke (es! sind deren über zwanzig») zieht. Auch indiesem n׳euen Werke Pauls (seine meisten Merke haben einen geschichtlichen Hiintergvuinid) geht der Zug' kräftigen Schaums und Erfassens, dev fern, Dichter -eignet, wie derselbe überharcht in Vielem' witt Strindberg einen hohen Grad von geistiger Ve rwand schuft besitzt. L.G. Malter Netto: Die Augen der Angeline Perza. (Paul Cass ierer, Berlin.) Zeichnet 5. Kriegsanleihe! Spedition!- und Lagerhaus Berthold Wolf Erz erzog-Frledrlch-Straße 17 Lagerhaus: Czechiterg. 4, empfiehlt sich für Speditionsarbeiten und Einlagerungen zu solidesten Preisen. — Telephon 1753 a, b, c. Wenn« man sich a׳n Oskar Wilds und D,Annunzio satt gelesen n-nid lit-svaturischs Freunde hat, denen manimponi-eren oder gl-eichtun möchte, so setzt mcm sich an den Schreibtisch. Hier beginnt die Schwierigkeit. Was soll man schreiben, da alles schon! dagewese-n? Ja, wenn lncm!Noch etwas zu sogen hätte! Nun heiißts: vsrblüfffenl. Also müssen die Augen! einer Parze—Pardon, Perza horhalten und einen« hoffnungsvollen italienischen Jüngling ruiniereil-. Aber ganz klar wie ein Strom darf die Geschichte vor uns nicht dahinrollen, sondern sich chaotisch verwi-rren und dunkel bleiben. Trotz allenl ,darf man b־cm Autor Kultur und Talent nicht absprechen. Er schreibt eine kultivierte Sprache, verfügt über einen ge- Wissen Reichtum -an effektvollen Bildernu. Gleichnisten. Und auch sonst finden sich in seinem Büchlein allerhand Psychologische Feinheiten und Finessen! verstreut, die bedauern lassen, daß soviiel Mühe an eine einseitige dünne Geschichte verwendet wurde. Ins wirkliche Leben hineingreifen׳ (möchte man« dem gewiß gelehrigen Vertaffer zurufen) dort gibt es Dinge, die interstsanier find als die Augen einer Hetäre. Dr. M. Scherlag. _Anerkannt verlässliche koscher Weine liefert billigst Weingrosshandlung JOSEF VAMBERA — Ung.-Brod■ Apotheke zu goldenen Krone Telephon 211 des Telephon 211י August Schmidt, Brünn Erzherzog Friedrich Nr. 2, Ecke Dornlehgaeee Franz Jos. Ramert, Ferdinandsgasse 14. Husten-Katarrhpastillen 60 h, Ramert’s AntTcorin Hühneraugen Tinktur K 120׳, Hamburger Blutreinigungstee 80 h. Brünner Qliede reeist 1 50. TELEPHON 29t. QEORÜNDET 1547. K K. u. k. Hoflieferant für Garderoben, Uniformen, Vorhänge und Stoffe aller Art Spezialität: Chemische Trockenreinigung und Färberei feinster Seidenkleider und Straussfedern. Billige Preise 11. vorzügliche Arbeit. Provinzaufträge prompt. Größte Fabrik dieser Spezialbranche in Galizien! Böhmen! Mähren u. 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Stand Adolf: David Wjolffsohn. Tag Beruard: Das Judentum! u. der Weltkrieg Illustrationen. Hickls ״Jüdischer Bolkskalender" 5677 — 1916 17, Preis K 2.50, 14. Jahrgang. Trotz des Kvijejg-rs ist to nmsichtMn Energie! des Herausgehers ber-״Jüdischen Volksstimme," Herw Redakteur Hickl gelungen, den di-esjähri!gen ״Jüdischen VolksLal-snder"' als reichhaltiges Sammelwerk heöauszugjchen. Der Kalender, Welcher über 100 Seitm zählt und dein, mchretre sseräinanä'sgasss dir. 1 ^Ue- und Homöopathie. Inländische und ausländische pharmazeutische Speziailtätea. Natürliche AinerslvLsser trischer büUung. (^ueüenprodukte, VerbsndstoKe, chirurgisehe vtsnsMeo. viLtetlsche?räparate, LindernLhrmittel, kranröslscheu Lognae, Ldala^a, Lhina-Msen, Pepsin, Londurango, Oascara-^eine. Versand gegen Postnaehnahme. ^ßentafel für gefallene jüd. Soldaten.!■■■■■■■■■■■■UM ' 8677