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Jüdische Volksstimme · 1916-11-23 · Heft 20 (23.11.1916) · page 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 20 (23.11.1916)
Date
1916-11-23
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 20. ״Jüdische Bottsstimme" kette S. di^ arme Bevottorimg der Stadt kostenlos^ gkgen sanißnjlnngeu vom. Eltern zu veranstalten mH dielsellschaft Herr B. Z. Ru!bünst?-i-n und der m«r- ' E lln,rd. ^iBse Stationen sind s?-i,t BAdung vom Schulen anzuregen, Ae von Elternmndli'ch?! Samnilor jüdischer Klmstschütze Echriift- ^rnn eröffnet. , Vereinen betrieben, von!der Federation überwacht steller S. A.?)iappaport (An-Sky) standen. dein 25 _ m r’ hststeur-^nstitut, dessen Leiter Herr und durch besonldere Bei'träga unterhalten werden Tr. Beham!st. gibt besondere Beo schüren;!:־, vorsollen, schk'drnen Sprachen heraus, die über r ic Cholera! innb ihre Bekämpfung Airfschl-uß geben. Die Boris Goldbcrq über den Zionismus in Amerika Imps- .und Injektions-Station stellte im Ans-!!der Refti׳.Mmg für BO.OOO Persoimi In-! Herr Boris Goldberg, Mitglied des Jiomler-twusstoff her. L!-esc! Sektion richtete eine lv-, stischen Aktwuskoniltecs, der jetzt mehr׳r? 4)0׳ sondere Abteilung, fitr Injektionen g.?gen Eho-> nate iu. Amerika eMail t Hot, sprach auf einem tena eln. Ein besonider-es indisches Kra!llke11i׳l1ails, j-lifm, zu Ehren veranstalteten Begriihnngsabend snr Ehole.rakr.anke soll m Ieriisaleim, <!r richtet wer seine Eindrücke in Amerika, ivobei er etwa wenden^ und zlvar im Eeban.de ^?s sefarGschen folgende.ausführt;: Das ProvisiomM Ereku.ti.ve- Alterheimis .dein ״Schaare-Zedek"- Zionist Commitee ist zu eijuem jüdischen Zein- -VospiM. Todesfalles In Ie.ru,alem ):orb r•-1 tuum geworden, dos di? große Arbeit .der Orga- Flecktyphus der angefehrne Kaufmanni- Abrabum Aba,di im Alter von 47 I-ahren. An Cholera starben gm) 10. Juli in. Jerusalem di? F-. m dm Herrn P. Schapi׳ro. Am 2l). Juli starb an Cho lera Fränlei.n׳ SnUauam׳i PanUil. ferner d? Naibbimer der marokkanischen Genie linde Schl-omoh Adurbie an Flecktyphus und an der gleiich.en Knankhoit der frühere Vorstand dc:r sefachischer Gemeinde, Herr Iizhak Tagir. — Am Ab׳,-.' des 27. Juli, starb in Jerusalem der bekannte Bechar Michael, der ein vorzüglichenr Kowner der türkischen Sprache )rar, und sowohl am der Tal!und Thorasschnle Tifereth I.eruscholeim, alc auch an dem Be.th Ham-iidrasch ״Toresch Zion/ sowie sthr viel Privat unter richtete. In der leb ten Zeit lehrte er diese Sprach?! auch im 1׳ bräi scheu Le.hrerseminair in Jerusalem!!, am gelbau Fieber in! Alter van! 1!) Fuhren, die Xinner gärtnerin, Fräulein Lea Kamingr, fernor starb vor kurzem der Rabbiner S. M. Broi'do in Jaffa. Die hebräische Bewegung inAmerika. Die hebräiische! Bewegung in. Amerika befindet sich zur Zgit in einem ׳außerordentlich rascheu Aufschwung, obwohl die ganze Bewegung sehr neu. ja eigrnilich?ist irr! N'erden begriffen ist. Denn -obwohl hebräische! Gesellschaften seit den achtziger Jahren׳ in׳ Amerika existieren, umfaßten sie bisher nnr klein? Kreise. — Vor Ansbruch .des Krieges stamn.iien diio hebräischen Schriften die von den hebräischen Vereinen benutzt und ver breitet wurden, beinahe ansschließlich ans den! Auslande, vor allem aus Palästina. Aber der Krieg hat sowohl die Menge׳!, wi-.? die Erreichbarbeit dieser Li.teratnr von Amerika!! aus bedeutend beeinträchtigt, was die Tätigkeit der Vereine sehr!erschwert. Der Veveii!!. ״Achiber" in New?)ork bat freilich ׳auch manches in Amerika selbst hem.ns g.geben, darunter die ursprünglich monatlich erscheinende Zeitschrift ״Hatoren". Dies!?4be )mirde nach zwei Jahren einer Gesellschaft überlassen, die fk! wöchentlich erscheinen!, läßt. Dabei besteht fortlvährend ein enges Verhältnis zwischen ״Achiber״ und ״Hatoren". Es befkiiden sich zur Zeit in- New Park fünf hebräische- Sprachverei.ne für Erlvachseue und gegen zlr!?,uzüg für Kinder. Die letzteren arbeiten mit Einverständnis mit den׳ hebräischen Schulen. Die׳ Vereine ״Achileber" und ״J-wrmh" bestehen überiviegeud ans EiNgewanderten. Die eigentlieben hebräischen Fa.chl?u>te, die hebräischen Lehrer, sind inder ״Agndath Hamorim" vereinigt. Tab größte Interesse vom zionistischen Standpunkt bzanfprucht aber der Hebräer vom wwi Typus: der junge Monn oder das jung? Mädchen, die keine besei'der-? h?bräl.sche Bildung besitzen aber gelernt haben hebräisch zu sprechen und diiese Sprach? bei allen Gel egen h?!Een benützen. Diese sind vor allem Zianisten n!׳.׳d als solch? tätiger als alle andere ״Hobräer"-Tppen. Dieser Typus loird durch dil?! ״Agndath Bnei-Am-Ehai" Z/?rtreten, esu Verein, der seit einem Jahre! besteht, schon eine beträchtliche Mi.Wied?rzahl auftm'isen kann! ni'.H die jungen G?miüter weit mehr anzn/stelieii vermag, als jede andere Forin des hebräischen Vereines, unter amderem,!veil hebräische Lieder und Spiele zu c!iu?m sehr großen Teile! den Platz der trockenen Diskussion bei den Versammlungen ei-ngenommen haben. Auch ein Verein von Palästinensern ist gebildet worden: die ״Agndath Ere.z-Israel", welche! di? Verbinduug der Palästinenser unter sich mud mit der jüdischen Bevölkerung Poäästitngs aufrecht erhält. Auch die Poalo Zion bereiten die Gründnug einer hebräischen Abteilung oor. Ein wuhiiger Schritt Mts oustunisatoriselMn׳ Gebiete ist bk nisiovung ׳der anglikanischen Iudenheik mit Erfolg unternommen hat. Ihm, in erster?)leihe, ist -auch die Erhaltung niuserer Iiistitntionen in Palästina zn verdanken. Für das hebräische Schullverk, den alten n«n.d den!muie.1l׳ Iischmv hat des PEE Miktel aufgebracht, die Anleihen. fü.r di? Ora׳n!genpfla1!׳,zer und die Wein- und. Mandelbesitzer sind durch seiin.e Cueggi'? zustandegekommen. Die Zion-isttsch? Orsj?!nisati>ou in Kuusischätze von 2l» G-enreindcn^ zu samnwlm, und nach Petrograd abzutransportieren. Auch di!e kunstvolles! Synagogen-Btöbel der alten Ge»m«i1nide Luck, der ״Kobrin-er Schul" in! Brest Litowsk, ebenso eiuige w-ertvolle Privatbibliotl)eken von?)tabbiuern und Privatgelehrten wurden von! der Erpedition zur A׳ufbewahrun!g n׳ach. Petrograd gebracht. Ter Ausbau der Deutsch-Israelitisch Osmanischen Nilioit, Dir auf Grund des Beschlusses der Tagung de-utscher Juden am 12. Dezember 1015 zu Berlin ins Leben gerufen^/ D. I. O. U. hat sich bekann,tlich die Pflege fr?nndschaftlich׳er BezivhniiMN zwischen Juden und Osmanen, di!e Verbreitung des Verständnisses für die Türkei, sonne die Erleichterung der Ak'derlassmig von Juden auf.türkischem Gebiet im Anschluß an di? Landesbevölkernuig und i-m )Itahm-en her osmanischeu Staatsidev zum Zweck gestl't. Amerika hat jetzt n׳.ehr als 70.000 zahlende?Nitbeveiks iim; ersten Halbjahre! ihres Bestehens ln glieder und für׳ -das nächste Jahr rechnet man. eineiii Verkaufe von 200.000 Schekotim. Ein glinklicher Zufall für die?'lnsbreitnug uud Verliesnmgder zion!!!st!schen Idee in Amerika war der sta!n!d, dcH Dr. Schinarja LeNn!n )vahrend de?- Krieges dort bleiben nutzte. Dr. Lewiu hat währen-d dieser zwe-Ü Jahre eim׳e großzügige Pro- -paga-ndatätigkeit in. Wort n»n!d Schrift entwickelt nndnals Miglied des EAC deinernnden ZusamlnentMig! zwischen der Zionistischeu Lcljtnnig und dem Provisi!ional Erekntive Zionist Comikee hergestellt. Der stärkste Gewi-n-n für den am.?rika.nischen ZiomistHuns )rar di׳ verschiedenen Gegenden Dentschlands Ortsgrup- Pen der D. I. 0.11. entstanden waren, macht der Ausbau der Organisation n!n.lrilr?hr seit He > > am 10. Oktober im Saale der Riepräsonkanken- Versammlimg der jüdischen Gemeinde zu Breslau mrter dem Vorsitze des Präsidenken der Breslauer St.adkverordneten - Versammlung Justizvat Dr. Heilberg, ei!n;c Äonf׳er!c,nz von Vertretern der jüdischen Ge'm>ei!1rde׳n! Schl-e!sicn-s statt, welche biß Bildung von Ortsgruppen, sowie eines schlesischen Landeskomi׳te!?s der D. I. O. 11« beschloß. Diesem Komi,wo siiad die Gemeinde׳- Vorsitzenden und?)tabbiner, sowie die übriigen ange!s?henstcn Mikgliedgr der schlesischen Ge- Persönlichkeil von Louis D. Brandeis, dessen׳ führend?. ״ . Stellnnig iin amerikanischen Judentum ' auch nwmdcstv be,getreten. Es wurde zunächst eine durch die gegen ihn. gerichteten Angriffe nicht?r- Worbeaktio!״. durch, Berseiddung eines Aufschüttert werden wird. Owi'lndung eines Misrachi-Bcrbandcs in Warschau. Am 0. September hat in׳ Wia!rscha!u die Grnndnzirgsversammliing des Warschauer Mis vu-fes i!us Auge gefaßt. Am 29. Oktober wurde, in Stuttgart von dem dortigen Ortskomiitee der T. I. O. 11. unite-r dem Vorsitze des Ob>erki-rchenrats Dr. Krower ׳?!ineVersa>mmlnn׳g veralnstaltet, der auch Vertreter anderer württembe׳rgi!sch.en Gpuzeinden beiwohn!te.n. 9öa-ch An׳l)örn!ng vom. Referaten wurde ein Landeskom.i׳tee oe!r D. I. Farbstei'n, die Versammelten begrüßt undi!» warmen Worten!die -große Bedenkimg hervorgehoben hatte, die die Arbeit religiöser Zionisten für die Gesamtbewegirmg in Polen haben kann-, hielt der bekam!n!te?Ihedner und Schriftsteller Herr?)Zssenbiainm eine begeisterte Ansprache!. In׳ seiu/?im ztveistijudigeln Vortrage schildert? Herr?ktissenbanm die Lag? der Zionistischen Bew?>zu!״g n!nd Orgajuisation, sprach ausführlich i'1b?> Lage der Inden in. den kriegführg.'.den Ländern und beleuchtete di-? gegenwärtigen und znkünftigen Aufgaben der zi-on!istischen Orgenisakion. Ip״! Namen dpr Vereine ״Bne Zion," und des Zionistischen Fvanen-Verein-es ״Bnoth Zion" begrüßte Dr. T. Hindes die Versammlung, namens des Ingendvereines ״Chalnze Zion" sprach Herr Silbertröst. 9kach Verlesung und Annähme, des Statutes, ivelches iiwhrstümldige T!emit?liechtMMvialt Dr. Gumbel als Referenten alnberaumt, zum Zweck der Gründung einer Ortsgruppe der T. I. O. U. Auch i.u. den übrigen Gemoiudeu Württembergs wird Äiv.Bildung von! Ortsgruppen vorbereitet. In Essen wurde unter ix/... Vorsitz? dos Rechtauwaltes Dr. Abel am 91. Oktober eiluo besonders zahlreich besuchte Vorsauunlung abK'halten, di׳? eilne Ortsgruppe -ins Lebenri-ef. Des tWei-terem! fanden am 1. N-o-vembje-r i.m Sitzu.ugssa.al der Syu-agogengem׳e!i!nde uuk-e-r dem Vorsitze des kgl. Schul I nspektors RAM. Tr. Jaulns, am 5. Nolwmbe-r in der Rheinland- Loge zu Köln a.?Ith. un׳te!r dem Vorsitz dos Instjzraks Dr. Calliiiamn, K'onferdnzen der niam- Hastesten?Nitglieder der betreffeitden Gemeinden stakt, weläA׳! die Billdnng von- Ortsgruppen und die baldige Veranstaltung von, öffentlichen Werbeversaji'.nilrin gen beschlossen. Ei׳n׳e solche fand am 0.?)tovem-ber unter den! Vorsitz von. batten hervorge rufen hakte, wurde der Verba n-d,, als konstituiert erklärt. Der Misrachi' gedenkt hen odr in--ein-?׳m He.use ihr Hauvt u eilne großzügige Propaganda in Polen zn entfal-l Jnstizrat Wallach in Duisburg statt. In ten. In den',menen Verband haben sich bereits oben anigesührten Gen!ei׳nden -wi>vd ük Bi<ld!ung mehr?!re Hirndert frommer Inden als Mitglieder eiines?)cheimländischen Pravinzilal-Ve.rbandes der eingieschrieben. Allfbeivahrltiig Jüdischer Knnstgegenstände Altertümer der Kriegszoue. und T. I. O. U. vorbereitet. Ueberall wi-rd auch die Werbung von?Ni׳tgli׳ed!e>rn und bk Zeichnung von Spenden für den Fonds der D. I. O. U. i׳n ldii? Wege geleitet. Als Vlor-trer der Zentral״? der D. I. O. U. n!n-d Referenten beteiligten sich an Die Evpediitiom. der ״Jüdischen historisch-! den letzten Versammlungen, teils gemeinsam, ethnogra.phischeil Gesellschaft in Petroarad" .M' teils oingeln, Komm׳?rzi.enra׳t Gerson Simon, den Städtg-.r des Kriegsgebietes, zwecks Samm-'Dr. Alfred Nossig und Banmeister Martin lnng und Abtransport der jüdischen Knust- und Flakoiv. Dil?, leitenden Ideen׳ der D. I. O. 11. Alt-ertnmsgegenstämd'?, di ׳ im Dezv 1׳,ber entsandt fanden überall Verstänidnis und Boilfall.^ In wn.rde, erstattet jetzt über ihre! Tätiiajkeit in derj einer?)leihe von Gemeinden sind die früheren Umgebung der Stadt Minsk Bericht. In einer Ortsgruppen d?׳r denschen KonP׳-r?l1zge).iDinschaft?)Leihe von Städten kam die, Expedition zu spät,!und ein.? große Anzahl von- Thora-?)tollen und KunsNverken ist -währ-end der Schlachten oder Evaknationen völlig, vernichtet lvorden. Die meisten Gemeinden baten die E^peditiion, nicht nur Kunstgegenstände rrnd historische Quellen, kürzlich erfolgte Schaffung der ״HebreM Feldesomd?!rn auch Tlwra-?1tollen und Geme׳!n׳de׳-Birationos America". Diese Federation beabbliotheken zu retten. Bis jetzt gelang es der Exsichtigt, Unterrichtsmaterial zu beschaffen, Verpedition, ani deren Spitze der Vertreter der Geder ״Allitznze getreten. I. U." der D. I. O. U. bei- Ist das noch jüdische Religion?. Ein׳ Harr D?. W tl l y Si o l) 11 (zur Zeit itn Felde), behandelt i-m Oktoberheft der Zeitschrift ״Liberales Judentum" das Thema ״Wie werden

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