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Jüdische Volksstimme · 1916-11-02 · Heft 19 (2.11.1916) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 19 (2.11.1916)
Date
1916-11-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Sk. 19. ״Jüdische Bolksstimme" Seit» 7 lichen Chilul S-chabbos mit sich bringen. Nicht nur oiiwm'al haben wir uns an die Vorsteher diesir Vereine gewendet und sie gebeten, nicht fer-!:er solche öffentliche Sabbathentlveihung! zu ver- Ursachen, welche den Hauptgrund unserer Thora und unseres Glaubens untergräbt. Leider haben unsere Worte keinen vollen Erfolg gehabt. Traurig ist die Ausrede solcher Vereinsvorsteher, daltz sie gerade deshalb den Sabbath zu ihren Veranstaltungen wählen, um mehr Best!- cher und dadurch einen größeren Erfolg zu haben. Wir halten es für unsere Pflicht, offen nnd scharf gegen die Handlungen dieser Volksverführer zu protestieren und warnen alle Juden, bei denen der letzte Funke von Jüdischkeit!noch nicht erloschen i!st, solche Versammlungen und Veram!- staltaugen zu nici.ben und auch auf ihre Kinder und Angehörigen in: gleichen Sinne zu wirken. Wir wende!: uns auch an die Verwaltungen der bi'llijgien Küche!:, von welchen einige sich erlauben an: Sabbath zu kochen. Wir warnen sie vor weitever Sabbathentweihung und ersuchen diejenigen, welche nicht andere zur Sünde bringen wollen, zun! Nabbinat zu kommen, wo!!!an sie anweisen wird, wie die Bedürfnisse der Volksküche auf erlaubte Weise für Sabbath zu beschaffen sind. Wir hoffen, daß unsere Worte i!m Herzen unserer Brüder, denen der Sabbath noch heilig und teuer ist, ein Echo finden werden. Saul Mosel) Silber inanen!, Mordecha: Meu׳ache>!u Goldin, Mosel) David Don!b, Pinchas Meinsaft, Nathan Lipschitz, Mosel) Menachem Sega!, Josef L. Nosenbevg, Herzel Hmzstark, Mordechaii Nissan! Krol. In Warschau ist es nicht besser. Jede Num-!!!er der jüdischen Blätter enthält Ankündigungen von Theatervorstellungen u. der gl. ״Schabbos bei Tog." — Es ist zu wünschen, daß der Aufruf des Lodzer Rabbi,nats Erfolg hat. Warschau. Der Vorstand der Israel. Genreinde Warschau hat sich den Verband der deutschen Juden zun: Muster genommen und angeordnet, daß das Nabbinat keine E!!nig!äben u. dergl. mache ohne Genehmigung des Vorstandes. Trotz der Erbitterung, die darüber bei den Rabbinern und orthodoxen Juden herrscht, scheinen die Rabbiner doch den eigentümlichen ״Befehl" zu beachten, denn wir lesen in einen: Bericht über die letzte Nabbinatssitzung, es sei beschlossen worden, die Gemeindeverwaltung zu ersuchen, sie möge sich an den Milizchef wenden, damit die jüdischen Mitglieder dev Miliz während der Feiertage von ihrer Arbeit befreit würden. Das wäre doch Sache des Rabbi,nats und nicht der Gememdeverwal? tung; außerdem besteht jetzt der NaMnatsausschuß für den Kreis Warschau, dessen Vorsitzender Rabbiner Perlmutter!ist. Warschau. Daß die jiddische Bühne dem deutschen Theater in Rudolf Schildkraut einen ihrer ,größten Darsteller geschenkt hat, ist bekannt. Die stärkere Annäherung, diie sich mit der Besetzung Polens zwischen dem deutschen :lind den! jiddischen Theater vollzogen hat, scheint nun eine gegentetliige Entwicklung zu fördern : die jiddische Bühne beginnt frischen schauspielerischen Zuwachs auf der deutschsprachlichen Bühne zu suchen. Die Di?- rektion des jiddischen Zentraltheaters im Warschauer Ghetto hat vor kurzem die!deutsche Schauslpielerin Pinna Serbe vom Deutschen Kurtheater in Liechocinek engagiert und sie soeben in den! Volksstück ״Das Glücksmädel" im Nahmen eines rein jiddischen EinsMhles ihrem Publikum vorgestellt. Daß die Direktion beabsichtigt, düeses Experiment fortzusetzen, beweist die Berufung einer deutschen zweiten ׳ Soubrette Fräulein Rosen, angeblich von: Residenztheater in Berlin, an:׳ die Ghetto-Bühne. Ueberdies schweben zurzeit Verhandlungen mit dem Schauspieler Walter Wassermann, dem ausgezeichneten deutschen Boavivant, der seit Jahresfrist als Direktor des Deutscheu Theaters in Lodz die Fahne der deutsche!: Kunst!iw Polen hochgehalten hat. Herr Wassermann hat sich zu einem Gastspiel als Gescmgskomiker an der jiddischen Bühne erbeten. '11. In: Verlag ״Jüdische Zeitung" Men ist ein "Jüdischer Nationalkalender auf das Jahr 6677! (1916—1917)" -erschienen, herausFe geben von Otto Abeies und Ludwig Bato. Der Kalender ist gut ausgestattet, bri,nigt Bilder ans Palästina u. PhotogMchiei: jüdischer Dichter und Gelehrte!: sowie das Facsnnile des seinerzeit von Dr. Herz! an de!: Kultusvorstand der Münchener Jüdischen Genwinde gerichteten Briefes. Aus der Fülle der Beiträge seien erwähnt: Ludwig Bato: ״Das Kriegsjahr 6676", Dr. Otto Abeles: Zwanzig Jahre politischer Zionismus", Martin Bube:: ״Von jüdischen Dichtern und Erzählern", Scholen: Aleichem: ״Der verfrühte Pessiach". K. k. Staatsbahn-Direktion Wien. Lieferungs-Ausschreibung. Bei den k. k. Staatsbahudirettionen Wien, Linz, Innsbruck, Villach, Pilsen, Prag, Olmütz, Krakau, Lemberg, der k. k. Nordbahn-Direktion, der k. k. Rwrdwestbahn-Diirektjo!:, der k. k. Direktion für die Linien! der Staatseisenbahn-Gesellschaft, der k. k. Direktion für die bölunische Nordbahn gelangen für das erste Halbjahr, resp. für das ganze Fahr 1917 die Lieferungen von derschiedenen Materialien und Werkzeuge!: in! Konkurrenzwege zur Vergebung. Die näheren Bedi!!gnisse sinh in! Amtsblatt der ״Wiener Zeitung" verlautbart unb auch bei den betreffenden k. k. Direktianen zu erlagen. K. u. k. Hoflieferant ♦ ♦ Hickls Jüdischer Solfö ־ Mettüer 15. Jahrg. Preis K 2*50. Aus dem Inhalte. Benedikt Clothilde: Die jüd. Frau im Kriege. Feuchtwang D. Judenschicksal. Dr. Max Grunwald: Die Hilfskommission 1916 für Palästina. Frankfurter Dr. A. Die k. u. k. isr. Militärseelsorge in Wien. Grünwald Malwine: Elegie Gedicht. Günzig Dr. I.: Kalendarium Kohn David: Krieg — Kultur — Sabbath. Kurrein, Dr.Ad. Prof. Rabbi Jehuda hachassid. Kuhmerker Ciicilie: Waisen. Müller Anitta Wien. Mein Beistand für die Flüchtlinge. I Porges Friedr. Sinkende Sonne. Scherlag Marek: Flüchtlinge. Schreiber, Dr. Heinr. Die Wiener Kultusgemeinde u. die Fürsorge für die Flüchtlinge. Stand Adolf: David Wiolffsohn. Tag Bernard: Das Judentum u. der Weltkrieg Illustrationen. fioMiM, Mm11 ׳. :hi. Whükill für Garderoben, Uniformen, Vorhänge und Stoffe aller Art. Spezialität: Chemische Trockenreinigung und Färberei feinster Seidenkleider und Straussfedern. Billige Preise u. vorzügliche Arbeit. Provinzaufträge prompt. Größte Fabrik dieser Spezialbranche in Galizien, Böhm?n, Mähren u. Schlesien טיכטיגע סופרים בתים מאכער פארמעוט מאכער אונד מזחות-בתים האלע אונד מעטאל ערצייגער finden lohnende Beschäftigung. Jüd. Buch-u. Kunstverlag, Brünn. 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