Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVII (1916)
- Issue
- Heft 19 (2.11.1916)
- Date
- 1916-11-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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7 9tr* 10. jüdische Bsttsstimme" GtiU 9. tcr in russischer Spruche, der auch vom breiten Volke gekannt und geliebt wurde. Er wurde in den achtziger Jahren der Dichter der ersten mofronten Palästina-Bewegung, des Chotvelvc-Zio- Ausdruck. Es wurde auch die Agitationsfcmids angeregt. Nach Erteilung der Docharge für den abtretenden Vorstand, beschloß die Ge-neralvorsaimmnisttttts. Frug dichtete auch jiddische Lieder, die lung einstimmig folgende von Herrin Tr. badisch zu richtitgeit Volkliedern geworden sind. i tmterbreitebe Resolution: Getrett den: Krakauer Programme erklärt chaffung eines^ Kolonisationswerk am Herzen liegt. (Die Büros ' der zionistischen Landestx'rbände: und das Kopeuhogetter Büro der zionistischen Organisation, Hyskenstr. 10, sind zur Amtohme und Ueberwest suug von Hilfsgeldern gern bereit). einige tausend Inden. Erst vor 3 Jahren, als Rumänien noch dem zlveiten Balkan krieg eilten Teil der Tobrudscha sich als Lohn für nie verrichtete Arbeit ein heimste ist eilte große Aüzahl bulgarischer Judmt׳ zu deren höchsteint Bedauerit über Rocht zu rumänischett Bürgern geworden. Es ist noch in sehr frischer Erinuer-llug, wie heftig Sil i st ras Juden dagegen ^Protestierten, rnmänische Bürger zu werden und dieser Protest war auch nicht ohne Einfluß aittf die Entschlie!ßtml>ge>n Volt Ettglattd und Frankreich bezii,glich der Abtretung dieses Teiles mt Rumänien. Katntt ober Hot es Itußlaitd für richtig gefunden, die gesinnungsgeuösfischen Ruiilönon! als seine Freunde zu behandeln und ihnen bei ihrem Naubzttg behilflich zu sein, da hobelt auch die Freunde des Zaren in Paris u. London rasch ei,wen Frotttwechsel vorgenont.melt Ulld der flnilänischeit Schakalpolitik ihre Justimnumg erteilt. Ohnmächtig! mußten es die Juden der Dobrndscha erdulden, wie sie von der Freiheit in die Knechtschost ge langte it. Drei volle! Jahre hobelt sie vergebens gewartet, daß Ohuututkm sein feierliches Versprechen einlösen und mindestens diesen seinen jüdischett UlttertaNMt das Bürgerrecht verleihen wurde. Honte, aber siitd sie scholl wieder frei׳. Nicht b׳t׳e Einlösung des Versprechens, nicht der Schutz der Westmächte, sondern das siegeirche Schwert der Mittelmächte hat ihnen die Freiheit wiedergegebelt. Hoffentlich werden! auch bald die übrigen Jttdeit Rnmäniens du ähnliches Glück erlebten. Zirka 5 Millionen Dollar betrug bis ztutt 15. Angnst lOl O die Gesamtsltilliile der Unterst,ütz-ungsgelder, -die die amerikanischen J-ttden nach Ettropa, Palästima, Türkei und Marokko ^.׳schickt haben. Abraham I. Elkns. In einem längeren Artikel, den der ״Atiterican Jeüvish Chronicle" dem neueit amerikanischert Botschafter in Konstantinopel Herrn Abratlt I. Elkus widmet, heißt cs zunt Schluß: ״Es ist kein: Zufall, daß die Amerikanische RVgierttng einen Juden noch Konstantinopel entseitdet. Die Rogierling deutet bauti׳t ein, daß ihr Vertreter sich der jüdischett Interessen anneh>m׳eu möge und solle, und wir wissen, daß Herr Elktts diese Tatsache anerkennt tmd demgemäß Handeln lvird". Die Generalversammlung des Jüdischen Rationalvereincs in Oesterreich. tmerschütterlich festzuhalten. Sie erklärt Wüters unter Festhalttmg der Fordertmg der Anerkenltttltg der Jndett als gleichberechtigte Nation alle Bestrebungeu zu unterstützen, welche auf Herstelltmg des Völkerfriedens und eine großzügige Wirtschaftspolitik gerichtet siitd. Die Gelteralversailllilltmg schloß mit der einstimmigen Wahl folgender Herren für deit Vorstand und für die sonstigen Fullktionen: Adolf Böhnt, Börsenrat Adolf Brecher, Tr. S. Feldblum, S. A. Häusler, Meter Hönisch, Dr. Herlltalt Kadisch, Dr. Salomon^ Kaßner, Jitg. Oskar Krauter, Adolf Stand, Leopold Sitzmann, Ing. Robert Stricker, Dr. H. Sußmann, Löbl Taubes ttltd Neichsratsrevisor Rudolf Tanssig. Anschluß der Bne Brith Logen an die Kongreßbewegung. Der ״Jndepent Order Bne Brith" in Anterika, der i’tt, der Kong resst rage bisher eine ablvartende! Haltung einnahttt, hat nach der Eittignttgs- Konferenz int Hotel Astor folgendes Schreiben an beit Vorsitzenden der vereinigten Snbkomites gerichtet: ״Der Plan, der uns von Ihnen lntterbrcitet wurde, ist nicht national sondern international uild ist Wohl imstande Frieden int!amerikanischen Judentum in eitler so wichtigen Epoche! unserer Geschichte herztlstellen uttb so das Werk zu vollendett, wofür die ״V'lte Brith" stets!gestritten haben: ״Einigkeit in Israel. Wir wollen Sie hierdurch davon ■im: Kenntllis setzen, daß das Advisory Kontite einstimmig Ihren Vorschlag gebilligt hat und ihit dem Executive-Kontite! zur Bestätigung vorlegen wird. Das Advisory Kontite wünscht di!ese Gelegenheit zu bettutzen, um seine Anerkennnilg auszusprachen wcgett der Geduld, des Taktes tmd des richtigen Urteiles der Mitglieder der Sub-Komites der Kongreß tmd Konfeirenz-Komites. gez. Adolph Kraus". Ponle-Zton-Konferenz in Rußland. Kürzlich traten Delegierte der rufsischett Poale-Zionisten zu einer Konferenz zusammen» der erstell seit Ausbruch des Krieges. Folgende Resolutiotten wurden angenommen: 1. In beit jüdischen Massen die Erkenntnis zu verbreiten, daß die ׳einzige Lösung des Jüdischen Problems die Schaffung einer jüdischett Heimstätte in Palästina ist. 2. Alles zu tun, um die Ei.ltkün-fte des Palästina-Fonds zu erhöhen. 3. (Veröffentlichmtg vott der Zensur nicht zugelassen). 4. Die Idee eines interterritorialen Jüdi>schen Koiitgresses ztt propagieren, 5. Daß die Repräsentanten dev Jüdischett Arbeiter Orgalt isatiotten a׳tt jeder Bewegttilg teilnehmetl sollen, welche die Verbessernng der ökoniontischen Bedingungen der Juden in Rltßland und ihre Eiltwicklltng in kultureller Hinsicht zunt Ziele hat. 0. Daß die Konstrenz die Nesolutilonen der Wiener Koiltferenz von 100!) genehmigt, wonach die Ulttervichtsprachen in den jüdischmationalcn Schulen .Hebräischs u. Jiddisch fein soll. Ein Hebräisches Lehrer-Seminar in Odessa. tag, den 17. v. M. fand in den Räumen des Wiener Zionistischen Büros die diesjährige ordentliche Gen,eralversa«m׳n!׳llmg des ״Jüdischen Nationalvereiiiles in Oesterreich" statt, mit der eine an sehnliche Anzahl von Mitgliedern sich beteiligte. Detl Vorsitz führte der Obmann Herr Ing. stöbert Stricker, der auch den Rechenschaftsbericht erstattete. Unter Hinweis auf die Zensur- und Pvess!eschwi׳erigteiten, sowie auf die sonstigen, mit bem Kriege zusammenhängenden Umstände, die einer Vereinstätigkeit auf breiter Basis hittderlich sind, besprach der Refereilt die Wirksantkeit des Vereines in der abg,elaust>n!en Periode. Er hob schließlich die eminente Wichtigkeit einer ltotiomal-politischell Organ! ja time für die Jtidenheit Oesterreichs hervor und betonte, daß für die Arbeit des Vereines ״.!ach Beendigung des Krieges schon jetzt gerüstet werden mtlß. Jetzt gilt es Mitglieder zu werbeil und für den Verein, fotvi-e für dessert Ziele zu aeitierett. Dieser Bericht, der voll Herrn Sekretär .He- ,!lisch ergänzt wurde, rief eine lebhafte, ntehrltündige Aussprache hervor. Hiebei kaut der Mutsch fast säintlicher Teil׳.!׳״Himer nach häufigett Disknssionsabenden, mich einer regeren schriftlichett Palästina-Hilss-Aktivn. Das Zentralkolllite der hebräischen «pmverein!e in Rußland ״Cholvewe Sfath Euer" erhielt die Erlaubnis, im Odessa eint jüdisthes Lehver-Sentinar mit hebräischer lknterrichtsspvache für die tu,eisten Lehrfächer zu eröffnen. Damit den Seminaristen die Möglichkeit gegebett wird, sich dem StndiuMi vollkommen zu widmen, hat die Gesellschaft für jeden Schüler eilte jährliche Unterstützung von 500 Rubeln festgesetzt. Zum Direktor des Lehrersetningrs ist der frühere Rabbiner von Bialystok, Dr. Mohilever, erna״tnt Worden. Die Eröffnung findet Anfang Dezientder statt. Sendung eines Vertreters des NewHorker Hilfskontitees Die Wiener ״Allianz" teilte den HUfskomitees int österreichischen Okkupationsgebiet gelggentlich de׳r letzten Zusendung der Unterstützmtgsbeiträge mit, daß von nun an die Komitees die Gelder direkt aus Aitnierika zugesandt erhalten werden. Zu diesem Zwecke wird ein spezieller Vertre- ^Nachrichten aus Palästina zeigen, wie notter des New-Vorker jüdischen Hilfskomitees Hernwendig ׳eine ttoch wirksamere Durchführung! der berkommen, der die Lage der Kriegsbetroffenen Palästina-Hi'lfs-Aktioit in allen Ländern ist. Oban Ort ltnd Stelle keltnen lernen und die Jttstigleich die ans Einzelspenden aufgebrachten Sunttutionen ins L-ebett rufen wird, die mit Anteriba utett für die Hilfsgelder relativ bedeutend sind,' in direkte Verbindung treten sollen, ntüssen sie doch bei der Menge der zu unterstützen- Zurückgehaltene Atedikamente für Palästina, den Jltstitutionen mtd Personett als mtzuläng- Eine Seltdtmg vott Medikamenten int Werte lich bezeichltet werden. Das Verteilungskvntite von 15.000 Dollar, die-vom! amerikanisch-jüdischen in Patästina bestrebt sich, allett denen, die auf .Kreisen ׳nach Palästitm gesandt worden waren, Hilfe Anspruch habett, gerecht ztt werden. Doch! sind vott den eltglischen Zollbehörden in Alexanwirkliche Hilfe kann nur gebracht werden, wenn die Mittel attsreichen, eine Wieiterarbeit zu sichern tmd nicht nur augenblickliche Lücken auszufüllett. Das hebräische Schttlwerk sowohl wie die ökoitomische Lage der Kolonistett waren, wenig stens für die erste Zeit, durch die Hilfsgelder wirksaul gosichert׳, nun gilt es die Pflanzer in den Stand zu setzen, ihre Arbeit weiter fvrtzuführett. Die kommendett Ntonate soltett die Ernte bringen (November, Dezetttber) und bis dahin ntüssen die Kvloltisten ihre: Pflanzungen weiterpflegen köntten. Besonders kritisch ist die Lage der Orangerie-Besitzer. Ihnen ntuß jetzt geholfett werden, dann ist ztt erwarten, daß sie später durch die Erttte in den Stand gesetzt werden, sich aillein. weiter zu helfen. Denn׳ obwohl man tttfolge ׳der Houschreckett ׳nur mit 30 bis 40 Prozent einer Normalernte rechnen ka-ttn und auch der inländische Berkauf sehr eingeschränkt fein wird, werden sich die Orangeltpflailtzer dtirch die zu erwartenden Eittnahtnett aus dem Verkauf der Früchte doch bedeuteud kräftigen kön-nen. Auch die Weinbaner kötttten ttach der Ernte auf einige Eiitltahntett rechneit. Bei dett Mandelpflanzern sind diese Aussichten schlechter. In st de nt Fall ist ׳eine sofortige Unterstützuttg der?Pflanztlugskoloiiien durch Einleitung einer Irenen Hilfsaktion dringend geboten und vor- Propaigcmda und nach einer jüdischen Presse znnt ׳nehmste Pflicht aller Juden, denen das ,jüdische drien zurückgehalten worden. Die atnerikanische Itegiernng bemüht sich um die Freigabe dieser Medikamente. Ob ihre Bemühungen von׳ Erfolg gekrönt sein werden, ist mit so lvisseusloert-er als freut zionistischen Franenoerein ״Hlmdassah" 25.000 Dollar zur Verfügung gestellt wurden, um eilte Erpedition von Aerzten und Schwestertt tmd eine weitere Settdunig vott Ntedikamentelt tmch Palästi״.la abgehelt zu lassen, bereu Abreise nur noch von der Einwilligung der englischen Behörden abhäitgt. Bon den Juden in Persien. In Persiett kämpfen die Türken tapfer gegen die 9tttsse>n׳. Die .Russen, nanlentlich die Kosaken, hatten schott früher die schönsten ן üb. Gemeinden des Landes dtirch Pogrome nach echt rufsischem Stil igezimiert. In Busch!r, einem der tvichtigstett Hadelsplätze, leben ettva 500 jüdische Seelen. Sie sind religiös unb sprechen unter sich hebräisch. In K a s i r a ׳>! sind von der früher bestehenden großen jüdischen Gemeilnde n.nr 75 Seielen übrig geibliebe,u. Eine große Geilteinde besteht noch in S ch i r a s. Die Geliieinde zälstt 5000 Seelen tmd besitzt tuehrere Synagogen tlnd Schulen. In I späh an ist .-ine starke jüdische Gemeinde. Es gibt'dort auch jüdisi-e Staatsbeeamte. In Kaswin Iteisteht eine sehr alle Synagoge, von׳ der Sr׳ge geht, daß