Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVII (1916)
- Issue
- Heft 13 (23.8.1916)
- Date
- 1916-08-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Poetisch fein gestaltet ist.die KiinderbefeP Das, vom Obmann des Hilfskomitee, Herrn nerrvugen an ben grössten Führer. In. der überrnng ״Mrs isidjeSeele". mv schlnhter nrärchen- ,yritz Buchsbaum geleitete Hilfskomkitee bestreifüllten grasten Synagoge in Warschau sprach Hafter Meise wird oa denn« Kindersinn Lkrs Wesen tot alle unumgänglich -nötigen Ausgaben, führt Rabbiner Dr. S. Posnansky, im Niesensaal des der Seele beigebracht und ״Mnhe Eigenschaft des ein ständiges Verwaltungs-Büro mit Buchbal-"״Palais de Glace" sprachen in einer grasten Menschen erklärt: die Liebe zu den Künsten, das Gewissen, der Sinn für das Gute mb das Böse Jeder Vater und jode Mutter sollten dieses an- .gen, ge.zaylt alle .Kosten für Wöchneri,11.neü UN-S' abends hielten alle zionistischen _____ rnntsvolle Märchen van der Seele ihren Kindern .Kurbehelfe gedeckt; ganz VerürmtiN werben die' versanuillu-ngen ab, m denen die .Herren H.^Färb- ^t׳zn.hlel> .. WMnilngelt gezahlt, Wäsche und Kleidung ge-'stein, Rechtsanwalt?,Seidenmn.!^ Dr.^Dottlie^ ^n'fert. - - . .,.. ׳.jRechtsanwalt Olschwanger, I. Auch das letzte Stück dieser Sammllinsg ״Aus V^tiincm Andachtsbuch des Ellaubenslosen" hat bedeutenden ErziehuNgslvert. Es behandelt das MMM'l der religiösen und glänlugeu Weltanschau uNg. Voll erhebender Feinfühligkeit und glühender Natürliche. Wie der religiös Gläubige ill sei'uer Religion Trost und Erhebung findet, so spendet das Wundertiefe Walten der N-aitur dem Nichtgläubigen das Eiupsi.nden heiliger Andacht. Und so vermag anch der Nichtgläubige, ohne vorgeschriiebene Gebete zu stannueln uttd fern allen voir Meitscheu orbaittou Gotteshäusern fromm und andächtig iliid Ungläubig gläubig zu sein״ ... . . ...... '. ...׳,. Bon! den änderen.Beiträgen dieses Buches sti noch, die.hmiM'dürchsomite Erzählung ״Der JiMfernpreis" erwähnt, die in vielem aut• Gottfrieid Kellers Erzählnngskrmst heraiireicht. Viel erhabenes Menschentum ist in bicfcnt Buche uilid geläutertes Bekennen von erlesener Schönheit. Ein gefuudes Buch voll Genüitstiefe, das wir dankbar entgegennehmen wie ein kostbares Gescheirk. Und wir wünschen, das; dieser Gottbegnadete Dichter .a-uch in dcr.zlveiteip Jahrhun-!derthälfte seines Lebens uns oft it. reich beschenkt. <Stv Pölten 1, August, 1010. Lorenz Scherlag Aufruf! Fast tausend Flüchtlinge ans- Galizien und der Bukowina wurden über behördlichen Auftrag in bcn letzten Wochen in. unserer Stadt untergebracht. Die weitgehendste Opferwilligkeit der Mitglieder .uiiserer KulnisgemeiNdevoll denen eilt großer Teil zur militärischen Dienstleistung eingerückt, ist nicht imstande, ohiie auswärtge Hilfe däs.näineulose Elend dieser hedauernswerteil Kriegsopfer zu lindern und ihr Los nur halb- Wegs erträglich zu gestalten. Der staatliche Unterstützungsbeitrag von K 1. per Kopf und Tag reicht infolge der horrenden Teuerung kaum zur Beschaffung der wichtigsten Lebensmittel Brot und Milch hin. Daher ist es ein Gebot der wahren Mid echten Nächstenliebe, die keinen Unterschied des Glaubens und der Nationalität kennt, diesen unglücklichen Geschöpfen rascheste Hilfe zu gewähren. Es ergeht hiemit an alle edlen Menschen, die ein Herz für freindes Leid sich bewahrten, msbesondere an jene Wohltäter, denen unsere Stadt Unermüdlich ist,datz hiesitze-. KoMstE äüch Kirschenüanm, Dr. Klumel, Winkler, Dsjalodafür tätig, daß die Flüchtlingskürder Unterricht schinsky, Dawidowitsch, Eisenbera, Freid und erhalten. Die Schulen werden von erstklassigen Lehrern geleitet, sind stark besucht. Während des Winters wurde in den Näh- und Strickschnlen fleißig für das .Heer gearbei!- tet, Socken, .Hemden, Pulswärmer gefertigt, die dankbarst von den anderen Hilfskomitees entgegengenommen wurden. 1 Auf Anregung des Obmannes wurde ein Approvisioniernngs-Magazin ..errichtet^ das M Sorten, von Hülsen früasten, Wt, Bütter den Flüchtlingen zu sehr!!Mstigen Preisen zur Derfngiuig stellt nnd sich bei fetziger Teuerung glänzend bewährt. Helit z. B. gelangten 700 Kilo Fisolen zur Verteilung. Es higst, daß letztere unr 2 Uhr stattfinden sollte, aber schon lange zil vor, hatten sich viele Hunderte angesammelt, die in langen Reihen Spalier bildeten. Mit ihren 6 Kilo Packeten traten sie dann die Heimreise an, froh, wenigstens für einige Tage versorgt zu sein-.,penn Brot ist jetzt in Märienbad., schtver erhältlich. Das Approvifioilskümitee leistet viel; ist unentwegt, benlüht, den Flüchtlingen Wie Und billige.Nahrung zur Verfügung zu stellen.׳ Eisenberg, Freid andere Ansprachen hielten. Eine im Verlag des ״Merkas" erschienene Sammelschri.ft, deren Reinertrag den: Herzlwald zufliesten soll, enthält Aufsätze von, Sch. Frug, Mar Nordau, Franz Oppenheimer, 9k. Sokolow, M. S!m!ilia>nsky, David Frischnmnn, Dr. Gottlieb u. a. sowie Herzl-s Antobiographie und aus seinen Werken gesammelte Aphorismen: Dr. Schmarja Levin als Redakteur d. ״Hatören". ׳ Der Ameriaan Jewi!sh Chronicle teilt mit, daß Herrr Dv. Schmarja Levin die politische Redaktion der hebräischen Zeitschrift ״Hatoren" übernonunen hat. Der literarische Teil wird auch weiterhin von I. Berkowitz!redigiert. Nationalfonds-Einkünfte im Juli 1010. Im Monat,,Jüli erreichte, die Gesanftsüllune ,der dem.NF überwiesenen Spendengelber boit ׳F, 844.03. Es habenheigetragen: Nördawevika M. 47.905, .Oesterreich M. 120.64, Deutschland ,(einschließlich besetzter Gebiete) M. 8851, Nußland M. 6681, Südafrika M. 3173, Kanada M. 2125, England M. 1387, Griechenland (Saloniki) M. 830, Schweiz M. 601, Belgien M. 362, Ein Akt echter. Menschenfreundlichkeit ist auch die Errichtung eines Waisenheims für Kinder gefallener Krieger. In: Hanse Luxenbnrg hat man einstweilen 7 Zimmer gemietet, in, Holland M. 246 nnd Aegypten M. 178. ,denen die Kinder untergebracht sind. Den Grund- Der oben erwähnte Betrag aus Amerika stein zu diesem! Heime legte ein edler Menschen-! rührt z. T. vom letzten Vlumentag her, der, wie freund, Herr Türkl, aus Lemberg, der 2000 K\ bei dieser Gelegenheit bemerkt sei, einen Reinerfür die ersten Anschaffungen zur Verfügung trag von 17.000 Dollars ergeben hat. stellte. ־ " ־.' Die Seele des Komitees bleibt aber Bankier Sowohl Nationalfondsals auch! private Farmen in Palästina! haben sich während der Kriegszeit, indem sie die große Bedeutung! der Gemüsekulturen für die Ernährung der Bevölkerung erkannten, in steigenden Maste dem Anzu sein. Uunltfc^ au. Auszeichnung. (Wien) Herr Guido Fuchs-!gelb, Sekretärstellivertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, derzeit Oberleutnant in einen! Landlvehrin fa u terieregiment, ging zum zweitenmal an die russische Fron׳t ab, erhielt be- . 0 als ihr Gebnrts- und Heimatsort lieb und teueH reits die belobende Anerkennung durch das ist, all alle verehr!ichen .Korporationen, die innigsie Bitte um Gewährung.eines Beitrages zu unserem .Hilfswerke. Möge ein jeder helfen, die Not.dieser Aermsten der Armen zu lindern, möge ein jeder tun, was in feinen Kräften steht. Lundenburg, im August 1910. Auszeichnung. (Men). Se. k. u. k. Hoheit Herr Erzherzog Franz Salvator hat in! Na!neu Für das Fürsorgekomiitee der jüdisch-galizi- Sr. Majestät des Kaisers dem Präsidenten des Oesterr.ung-ar. Kantoren Vereines Herrn Jakob Bmier, Oberkaiiitor der türkischen Geineinde m Wiell, das Ehrenzeichen 2. Klasse voll: Noten Kreuz verliehen. scheu Fliichtlinge ill Lundenburg (Mährell). Der Oblilann: Mori-z Holländer, Bürgermeister d. Politischen Jsr. Genl. Lundenburg. Dr. Heinrich Schwenger, Nabbiiler. Regine Bauer, Präs. d. isr. Frailenwohltätigkeitsvereiiles. Josef Holländer, Obmarln der Kultnsgelneinde. Das Marienbader Hilfskomitee für galizische Flüchtlinge, entfaltet seit Oktober 1914 eine rege Tätigkeit. Schon im Nowember gleich nach Kriegsbegilln, wurden ivl Marienbader Bezirke 1400 Flüchlinge verschiedener Konfession und Nationalität untergebvacht. Jln'vovrigenMonate ׳hätte indem infolge der letzten Kriegsereignisse lviederum 307 Kriegsfliichtlinge nach Marienbad beordert. Dieselben sind in der Uillgebnng der Teplstaidt, in Auschowi-tz, Klemensdorf, Rauschenbach, Einsiedl, Konigswart, San^dan und Altwasser untergeibracht Worden. Kriegsministeriunl und wurde für taperes Verbalten vor denl Feinde -neuerlich durch das Signulll laudis anl Bande des Militärverdienstkrellzes allsgezeichilet und gleichzeitig zllm Negimentsadjutailten ernannt.' Bnchsbaanl. Das erkennen sie alle all, die durch seinen Einfluß hier ilnterkMlft, Nahrung, jegliche Forderullg erhielten. Er und seine schönejunge Frau, (man sieht sie stets mit einem ׳Lbau von Gemüse gewidmet. Zur Förderung Kriegswaisenkind . an der Hand, daß sie an dieser Bestrebungen hat kürzlich der National- Sohilesstatt adoptiert hah) kennen kein anderes j fonds 0300 Mark zur Verfügung gestellt, wovon Streben, als den armen Flüchtli!ngen hilfreich!ein Teil kür Prämien für besonders gut gepflegte Jda Barber. Geinüsegarten bestimmit ist. Es wurde dafür gesorgt, daß verschiedenartige bewährte Saurensorten nach Palästina gelangen. In den verflossenen beiden Kriegsiahren sind vom Jüdischen Nationalfonds für die Zwecke der rrngestörten Aufrechterhaltnng seiner Farmbetriebe!rmd sonstigen Unternehnrrrngerr sowie für verschiedene Nvtstandszlvecke über 700.000 Mark nach Palästina überwieserr worden. Im Warschauer Stadtrat. ~ Der 26. Juli, der Tag der Eröffnung des ״Stadtrates der Residenzstadt Warscharr", wurde von der gesäurten Polnischen Oeffentlichkeit ebenso wie von der^idischen Bevölkerung Warschaus und der!jüdischen Presse auf das wärnrste begrüßt. Vor der Eröffnung!des Stadtrates besuchten die neuen Stadtführer die Gotteshärrser Warschaus. Stadtpräsident Fürst Lnbomirsky, der Chef der Miliz, Fürst Nadziwill, der Vorsitzende des Stadtrates Dr. Brndzinskv rnrd sänritliche neugjewähltein Mitglieder des Stadtrates betraten 9*/.j Uhr die große Synagoge an der Tloinatzkastraße, wo auch die Vertreter der jüdischen Gemeindeverwaltung und des Nabbinats und die führen!den Persönlichkeiten der Warschauer Indenheit dem Gottesdienst beiwohnten. Rabbiner Dr. S. Posnansky, selbst Mitglied des Stadtrates, begrüßte in feierlichen Worten die Erschienen en. Um 12 Uhr wurde die erste Sitzung des Sladtrates durch den Stadtpräsidenten. Fürst Lllbornirsky für eröffnet erklärt. Nach den Begrüßrmgsreden wurde eine gemeinsanve Deklaration von. 15 im Stadtrat vertretenen politischen Parteien vorgelesen, die von den Politischen Hoffnungen der Polnischen Nation׳ Kunde gibt. Da oiese Deklaration mit feinem Wort die Juden erwähnt, mußten die Juden diese Lücke durch besondere Erklärungen ausfüllen. Die Zionistischen Ratsmäli'Uer überreichten im Namen der zionistischen Auf dem Felde der Ehre gefallen. Nach Nedaktionsschlnß fommt uns die traurige Mitteilung zu, daß unser gewesener Mitarbeiter I. U. C. Moritz Grzyb Leutnant d. N. infolge einer schweren Verwundung in Leinberg am 10. Anqnst verschieden ist. Der Verstorbene war ein aufrechter Jude, der jederzeit mit allen feinen Kräften für's Judentum kämpfte. Ehre seinen! Andenken! Herzlfeiern in Pulen. Der Todestag Ttieodor Herzls wurde in- Polen noch nie in so großem Stile gefeiert, wie in diesem Jahve. Alle jüdischen Tageszeitungen brachten an diesem Tage Hufsätze, Gedichte und Erin- Organisation in Warschau dem Vorsitzenden des