Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XVII (1916)
- Issue
- Heft 12 (27.7.1916)
- Date
- 1916-07-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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9h. 12 •ifflf hmw*. 6tta i das nächste Aahr «inen Sohn schenkest, der hun- Nnn'rikr in Verschiedenen Stadien hat sich du!« 5v'1־t glückliche Jahre leben möge; so weise N>ie der monatliche Abgabe von 10 Cents Mgnnstcn ichwr König Salomo, gut und fromm wie Sarnml, der notleidenden׳ Brüder mxb Schvestevu m Palä- 11(301׳ Chan1׳W׳s, vollkoiumen Mund und schön^ stiifg auferlcrA wie Joses, ^ohu Jakobs, reich )nie unser Erzva-'?Nistachi-Kvnferenz in Chikago. Vom 2«׳. bis :10. Mai fa!ud in Ehikago die ter 2lbral>am, als er reich war, stark wie )unser . Pater Jakob, als er Stachel ix׳u Weg! öffnete, so das׳» alle seine 21achko,unven gut Mit Dir und. _ _ . , ״ . ,., ... ... glücklich kiicn, das; ihre Nachkommen nie zu,'dritte Iahreskouserenz der a nie rikaui scheu Mts׳ lstrnmdo gehen, und das; sie nach ihre״) Tode jenes. rgchiste״ statt, die aus allen Teilen -des׳ Landes Glückes teil Haft werden, das die! Ofottcn und Ge-! beschickt war. Dem Misrachi in Amerika sind rechten geniesten. A)ne)). Und so bitte ich DichPFtzt 10:1 Pareine und 2 t LtzuagogeN angeschlos- 2h,!k' und Glück,der Seele meines heistgeliebten 2k!netto zu geben, mir n!n-d meiner (tzeuossin nttd bin Dehn! treuer Diner Ezechia, Sohn des seligen Panelto Lnzatto Interessant ist es, das; seine Bitte ersüllt )nnrde. dalst ihn, ein Solm geboren wurde, der eine liter-orische. Graste Italiens )rar und bleibe)) )vird ,!׳Nid aiuer der grössten jüdischen Philologen dieses Iahrhnnderls: Saiunel David Luzzatto, der am 10. Tischri •r>(!20 (t. Oktober 1805) dein Irdischen entrissen )vuvde. Malw. Grünwald. Boin hebräischen Gymnasium in Jaffa. Obwohl eine Anzahl Schüler und Lehrer des Gymnasiums in Jaffa, Palästina se.il Ans׳ brnch des Kriogeo verlassen haben, lourde der Unter rieht i׳,n Gynrnasium ungestört fortgesetzt. An Stelle der Ansgeschie.de.nen sind folgende ne!ne Lehrer angestellt worden, Rechtsauwatt Wiener für Türkisch, Schriftsteller I. CH. Brenner für hebräische Sprache und Literatur, I. Feldmanu für deutsche Sprache mib Literatur u»-.jd Jacobsohn für Talnuld. Das Lehrprpersoual besteht gegenwärtig ans 27 Personen, die 448 Stunden wöchentlich unterrichten: die Zahl der Schüler! beträgt -1,10. Auch in diesem Jahre wurden Parallelklaffen für die beiden obersten Stufen eiugerichtet. Jeden Samstag wurden vom Lehrerpersomal Vorträge iin Gymnasium veranstaltet.! Besondere)) Erfolges erfreuten sich die Vorlesnngen, die der gegenwärtige Direktor und Gründer des Gymnasiums Dr. I. L. Metman, über die Anfklärunysepoche in Europa, Dr. Zifroni über Shakespeare, Wald steinüber Erkenntuistheorie, I. Feldm-o״m über M. I. Berditschewsky, I. Eh. Brenner über Bialik u׳!O Tschern-ichowsky, Dr. Gnretvitsch über Ethik und Aesthetik hielt. Eifrigen Zuspruch fanden auch die Vorträge von Roseusteiu, Wiuik und Ladazinski. Die Lehrer! des Gymnasimns b-egiuuen ihre Lsufzeichuunigeu über Viathematik, Naturwissenschaft, Litevalurgeschichte etc. tu Buch fern, zu veröffentlichen. Der VeNvalter der :Negierungsschulen, Djemal Bey, besuchte das Gymnasinin und drückte seine Bewniideriing über all das Aeu!anges-chafsene aus. sen. Tie Zolü der eingetragenen Mitglieder des Misrachi in den Vereinigten Staaten beträgt 0000. An -der Konferenz nahmen die leitenden 2labbiner, sowie, eine graste Reihe e i n s ln s;reiche r Persönlichkeiten des ortbodoren Iudentnins teil und der glänzende Verlauf der .Konferenz berech ' ti!g»t zu der Am!uahme, das; der Misrachi i׳,n kom- ,״enden Jahr eiine graste Anzahl neuer Acitglieder gotvinnen und Positive jüdische Arbeit i!n| g röste reu Maststabe als bisher leisten Wirde Die Iah re s ko 11 seren z hat einen Etat von 21.000 Dol׳ lar ausgestellt, wovo!n 5000 Dollar für den Notfonds des Provisorischen Erekntiv ,Komitees bestimmt stnid. Es tvnrde beschlossen, eine Lehranstakt gesetzestrener natianal-jüdischer Lehrer 31t gründen und das kür,׳stich reorganisierte 2tabbiner College zu unterstützen. Dieses ist ׳die einzige! orthodore Institution dieser Art im Ainerika. 01,1 ihrer Spitze steht Dr. B. :Nebel, .der eist, eifriger Ziouist ist. Einen breiten Nmnn iim den Er-, örterungen nahmen die Fragen der jüdischen Jugenderziehung ein. ein Gebiet, dem der Misrachiie di>e grösste Aufmerksamkeit zvDvendet. ^ve] Konferenz beschlos; ferner, das Projekt des ameriikaikiisch-jndischcn .Kongresses mit aller Energie n unterstützen und Schritte zu seiner Verwirk-! lichuiU zu nnternehmen. Ein besonderes Erezstsvael-Bnriean tvnrde unter dem Vorsitz des b>e kannten 2tabbi I. L. Fisch mann geschaffen 1mP den, Zweck, den Jüdischen National fonds, die Tachkeinoivi-Schnle und den Misracht.-Kolon!iakfonds Ml fördern. Unter dem Namen ״Ach! Sa )))!ach" )vnrde e׳iue ,vom'. Organisation ins Leben gerufen, die den Verkauf der Palästinensischen Produkte des alten Iischnb (Geb-etmäntel, Gebet-! bücher, Bibeln vistv.) fördern will. Die Jahres-! konforenz tvählke ei-n engeres und ein tveiteres Erekntiv .stointtee, deren Vorsitzender Herr' Meier Berlin, Redakteur des ״Haibri",!ist. Au der .Konferenz nahmen anch sieben Delegierte der kanadischen Vhsrachtsteu statt. Kongreß oder Konferenz? nehmlich i<n der Frage: ״(M)ei>me Beratungen" oder ״Erörterung der jüdischen Sache in voller Oeffentlichkeit"? Es ist sehr ztoeifelhaft, ob die vom American Jetvish Komitee ge.plicmte Ko>r>- ferenz zustande kommen wird- Pom Pasteur-Institut in Jerusalem. Di׳e Grüdnng diches Instituts hat i׳m Lande ungemein stgensrcich gewirkt. Ans allen Teilen des Lander׳, von) Libanon bis z.),r stWüste, koim׳- men bk Kranken noch Jertlsalom. In der WutschittzabkeUnng finverk Personen, die von tollwüt!!a!en Tieren Wbissctt sind, diie zur Heiluvig not- )vendistv Behandlung. Seit der kurzen Zeit des Bestehens dieser Abteilung wurden bis )׳etzt bereits etu>a 000 Personen behandelt. Es wllrden ferner 28 Gchiivnnutiersnchungen auf Tollwut lbe!i Tieren) ansgeführt. Bis zur Gründung, dieses Instjitntes nulssten d'ile Gebissenen nach .Kairo oder nach Konstantilniopel reisen und >n!folge der lroigen Danhr diaser 2tet.se hatte man ihn Lande, auch unter den jüdischen Kolonisten, viele Opfer der Tolluuit zu lveklagen. Das VertraNerr und die Achtuiiilg׳ die ׳das Institut Mi'ieisst, ist ansterordeutlich nind trägt viel zvim Prestijge d!er jüdischen Bc>strebun!g>cn bei. Der Leiter des Institutes, Dr. Bcham, tst fortgesetzt bemüht, durch Publikationeu in den hritzräischen, deutschen und arabischen etc. die Bevölkening über die Tollwut und ihre Behan'dlnjng auf.zuklärcn ׳,ynid leistet daniit namentlich jetzt während djes K׳r!i!eg!es besonders wertvolle Dienste. D1!׳e Serelogische AbteiilvNig des PastViur- Institutes Wird /namentlich von Krankenhänsern ll.n!d Lazaretten in Anspruch genoimünen. Es wurden bis jetzt über 1t70 serel0)gischlej Uutersuchvvngen ajusgeführt. In der Bacoino-thempontischen Abteilung bis zum Herbst 1015 Pocken in,pfnngen Die jüdische Spitzenschule in Jerusalem. Die jädischeii F׳rar!enoere!ine in׳ stc-r ganzen ׳Weit sollten sich die eifrigste Förderung der,Jernsalem-er Spitzeniudnstrie angelegen sein lassen 'Alle jüdischen Frauen sollten die?Nitarboilt an der sozialen Hebung der jüdiischon Fraueubcivölkernng von Jerusalem als ihre heiligste Pflicht betrachten und dafür Sor!ge tragen, das; den arbeiteuden jüdischen Frauen in Palästina, die durch den Krieg in materielle 2 tot läge geraten sind, das Dnrchhalten über diese schlvere Zc,it hinaus erinöglicht wird. 'Arbeitszentren, )vie die Spitzenschnle i׳n Jernsalem beivahren die heran-, wachsenden jüdischen Mädchc)! vor ,der grössten 2!ot und deren traurigen Kouseqnenzen. In )veiten jüdischen Kreisen werden die jüdischen Frauen für ׳diie Spitzenarbeiten und Goldstickereien ס!":• Jemi-salein Jutereste erwecke)) n׳.ud diesen! Produkten Absatz perschassen können. (Geldsendningen, die für die jüdischen Arbeite rinnen bestimmt siud, sind an die 'Adresse von Fra») Sara Cl>o!n Jaffa, ״Für die Jerusalemer Spitzen-! schule" zu richten.) Das ainerikanische Hilfswerk für die Kinder in Palästina. Das von Mis; Leon iu 21e.)v'chork iin Anftrage des Provisorischen Zionistischen Erekutivko-! 1!l!tees ins Leben gernsene Hilssiverk für die jüdisthen Kinder in Palästina enveckt bei der aiiverikaiii-stchen Inidenheit das grösste Interesse.! Eim-e groste 'A.uza!>! von jüdischen Kiudern il)j 21achdeui die meisten jüdischen Organ.isatio׳ uen in Amerika iu einer Vorkonferenz am 20. März iu Philadelphia, beschlossen hiuben, ׳noch vor! Ablauf des Jahres 1010 einen ainerikantsch^jü-j di-s-cheu KolM'est ans breiter, deinokratisther Grundlage eiuzubernfen, hat jetzt das?lmtzricam Ihr!sh Komitee, das die Kougr ,ff-Idee bekämpft, auf seiner Sitzung vom 1t. Mat iu New?)0141 ...... __ . .. ... . . eine 2,'e.solution augeuommen, durch welche dasstnis der ״Hilfskonnirisston 1915". für r^v'chstvna a!))sgeführt. Dr. Behaiu hatte 1u!!t Hilfe der rM-i« litävbehörden, dih die erfordgglichen Mittel lieferten, זוזו Auschlus; au die. beistehenden 'Abteilungen eine Pocke,)lyinpfgustalt -ins Leben gerufen, nachdein di׳e Einifuhr frischen, noch )oirksamor Lyinphe immer sch)v!itz!ri«ge-r geworden Wa!r. Für mehr als 55.000 Pockenstnipfnug-en wurde bereits Lhmjphe a!n die Behöiiden geliefert und über 0000 Personen der Bblvölkernug aller Kvelse ko-nnten schon mit der sehr! Wiirksiannen Lymphe geimpft Werden. De!m Institut!ist es!gelungen, sich ituinitten unglaublicher Schwierigkeiten durchzukämpsen njnh der Ntchstenn.ng und der Pevöikeruug Achtung vor jüdischer Arbest e!iln׳z,nflöste,). Es ist euv-e Ehreupflicht znuiächst für alle MUgliaden des .Vereins für die sauHtären Interessen iin Paläftiina", das Justitllt mit allen zn!r! Berfügnug stehenden?Niittelu zu ׳ninterstützen. Hilsskommissiou 1915 öftere. Landeskvmitee für Palästina.. 'A,nf zahlreiche Anfragen über das Verhält- Ui;.,.״ INI 9(;ד״ו1.;זז;-;,״-״ Er-ecutide Komitee des A- I. E. erinüchkigk )viirdim Ilüiiides laufenden Jahres giue Konferenz der jüdischen Orga>׳.׳ti-sa,tionen Ainerikas zu veraustalten. Di׳e Konferenz soll über die Mastnah׳ men beraten, die zur Sicherung der volle» Gleichberechtigmvg der Inden in allen Ländern und zur Abschaffung alltzr gegen sie bestehenden Sou dergesetze!geeignet sind, lli'.ter ״vollständiger Gloichberechtiguug" ist zu verstehen: d.׳,r Besitz aller bürgerliichen, nellgiösen n־ub Politischen Rechte, sowie in deujanigen Ländern, iu welchen Sonderrechte für Bevölkerungsgrnppen aner׳ Lac»!kt sind, die Ausdehunng dieser 2leckste ans die Inden, sofern diese sie wünschen, (slaichzeitiip befchlvs; das Ainerieou Ie)v!sh Äo,nit!׳e, die 'Auzahl seiner regulären Mitglieder auf 200 a׳nszn dehnen. Ein Teil der Mitglieder soll vom! der jüdischen 2N׳!vvlkevungi der Bewi.uistteii Staaten ghväblt, e!u a״!demr Teil vom 2linerie.au Ieloish Komitee auf seiner Iah res versa, um lnug designilort UH'vbcn; den 2hist bilden die Bevtreter -der jüdischen Orgaivisationen, die -im Vgvbältnis zu! ihrer 'Uhtalieberzalst gewählt werden. Das?1 urc־| riooüti Jetvish KomUtee hat sich also unter den) Druck der öffentlichen M-eiu»)ng i!n,n.erhalb der! amerik!e«!!tischeu Indenheit zu ciiimr׳ )reitgehenden Dstmokratisieruttg entschlossen. Die Frage! Kongrest oder Ko,»ferenz ist setzt im )vesentlichen nicht mehr eine Frage der Detegiertenzaihl oder der Wiahlinothodg. Die Differenz bystebt jetzt vor-! zu -der Oostevr. Itug. Böhm. Mälirischen Jsnael׳!!tenge,meijn!de und die ״Galizische Geme-iude" iu Palästina sehen )vir uns zu folgender Erklärung vamulastt. Die ״Hilfskoumvissioiv 1915" für Palästiua ge,)vä.hrt jeideiu österreichische)) und umgar i'ische)) Staatsamgjehö riger) ohne lluter׳schied der Partgi lln>terstütz-nug, sobald er zuverlässige kbinekunft darüber erteilt, i-uwieweit ih,n bereits vonanderer Seitje eine Beüstelkgr zuteil geüvorden. Ohne diese vor dom k. u. k. Konsulate in Ievusjalem a!b?MA'!ben1de. Lknskunft nud von diesem zu übende 2tufsicht lah!n!t sie jede SpendenzuSvei-suttg ab. Die ״Hillfs kom Mission 1915" hat aber auch ansterhalb des Kreises der Oestervciicher und U-ngo-rn sowohl 2lustalten als wie bedürftige Private mit Zuwendungen bc,dacht. Sie hat bisher )vöit über K, Million Krauen a-nsgebracht und erst jüngst m!i!t tatkräftiger lluterstütznu,g des hoben k. n. t Miuisteriums des 'Ae.uste.ru tme Melilvors0rgu1״gs-2lktion für Palästina iu groston, Stil dllrchgeführt. Das Verlangen nach einer genau en Kontrolle ist )viederholt von Spenden, ausdrücklich A'wüuscht worden, ,nag das arrch hie und da n»muge!nehm berühren. Bei Mstjing! ihrer 2lktiou hat die Hilsskomiistissio), iihor Llntrag d-os Herrn BevnlMvd Hofbauer der sogonanmiten ״ Oesterr-Unoar-Böhm- Mährischen Israelitenge-meisnde" in Palästiua, d. h. ׳den! ^ungarischen Kaulel" ,!mH dar söge-