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Jüdische Volksstimme · 1916-07-27 · Heft 12 (27.7.1916) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 12 (27.7.1916)
Date
1916-07-27
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Ctte«. JNfe itÜijhiAi" Nr. 12 Tel Dvohobycz", biic Anvegang gegeben, während Hoew und Flotte und erteilte den Segen. Die der Knegsdguer wonitzstens jede Untovscheidirng Militärkapelle Nr. 2 spielte die Volkshymne". de!r Kanleli-m fallen zu lassen und alle,gesantniel- Dan״it batte die osfiziellL Feier, von der alle tOit Ltzenden Heine infam an notleidende östervei-'Anwesenden auf tiefste erwilffen wurden, ihr ihisch imh ün-garische Inden in Palästiiim nach, Ende erreicht.׳ Dar Feier wohniett.beir in Pertre- MasMl^ lMglich^der Mürftigteit zur VE-,tung des Militärronunandanten ÄM. NaÜiduitz/ uni^ ixrnii^tt. ^׳lewr Ltntrag wuM. von. den! fernler Major Urban und Obi. Nosenbaum, gettannteu ileiLen Gemeinden unter den t>ersckM-, Statthaltereiviwpräsident Tr. Riltter von Herget, bAlDti V.orwaüden atWiehüt: > Overstalbsarzt Dr. Berküvi-es, Ma^or ^^nk^Offi- . Die .sogenannte -,Galizische GenwiE" .One faßt dirrchans NÜcht sämtlich^ Galizinnor ritt LM de der Väter, sondeMr nur einen Te.il und wird kieshalb auch iNosficiell als-der ״Drohobyczev KattlÄ" peWitchnpt. E!!n>.gxoßer Teil der gali/1scheu Äolmmen in Palästina gehört zu den Kalllotiuxi Kossow, Wiznitz itttb Ottynia, die von der ״Galizischen Gemeinde" niemals Unterstützung erhielten -und gegenwärtig, da ja gowde ihre HoiNiatgebiete itn östlichen Galizien stirter dein Krieg am schwersten zu leiden haben, auch von ihren AüNehöriigeu keine Unterstützung erhalten, deswegen der Hilfe von anderer Seite vor allen übrigen bedürfen. Diese )Notleidenden vor dem Hllngevtode zu retten, hat sich die Hi'lfskonnmsfion zunächst verpflichtet erachtet. Aehnlich vorhält es sich mit der ״Oesterr-Uug--Böhm׳-Mähr. Asraelltengemeiude", die sich selbst auf ihren LAegratntnsonntilaren nur als ״Ungarischer Kainlel" bezeichnet. Allein auch die Bezeichnung ״Ungarischer Kaulel" entspricht nicht vollständig der Wirklichkeit, denn eine Reihe ungarischer Ko» mitate, wir Marmaros,- Siebenbürgen, Berg sind in -diesem ״Ungarischen Kautel" nicht vortreten und die Ei-ngewanderten aus diesen Gegenden Ungarns werden von ihm nicht unterstützt. Dieso schütz- und hilflosen ungarischen Staatsgngchörigen aus Marmaros und Berg sind also auch ausschließlich aus Unterstützung der ,HilfskvinmWon" angewiesen. Wie die Kuratoren jener sogenannten ״Galizischen Gemeinde" in Oesterreich das Anerbieten der ״Hilfskommissi- .. , . oil" zu gemeinsamer Arbeit abgslehnt haben, sojauiierkennend über die! -wurde auch von der LKtnng dieser Genaei'Nde -iin׳ Ierusaletn selbst nach eluem. ds:n. hohen k. 11. k. Ministerium des Aenßer.n» in Wien erstatte ten Bericht des Oesierr.-ungar. Konsulates ii Jerusalem die Angabe ׳ihrer Seelen zahl über Schützlinge verweigert, ohne die naturgemäß jede. Beteil muh unmöglich ist. Wenn trotzdem von! den Beteiligten gegen die! ״Hilfskommission lOlft" Beschwerden anZgestreut worden, so überlassen wir dieses Verfahren der öffentlichen Ben-rteilung. Die ״.Hilftzkommissiou" hat viele Hunderte imd Hunderte Familien osterr. und Ujilgar. Staatsangchöriger in Palästina buchstäbl'ich vor dem HmMrtode -gerettet und der kräftigste und schönste Belveis ihres segensreichen Wirkens bildet die Tatsache, daß unser hohes Ministeriuin des Auswärtigen auf Grund der SUmjtulatvbcridjtc das Rettnngswerk der ״HilfskomMission" tatkräftig, auch durch einen u-nn haften Betrag zu fördern unternommen hat. Jtorrefponden3 en. Prag. (Sol-datengodenkfeier auf dem israel. Friedhofe bei Prag). Am 18. Juni l. I. um IO1/. ziersabordmmgen aller Prager jrttppengattimgen,- für das Bürgerkorps HaUptmaNn Dondh und Lt. Jelinek, die. Rabbiner Prof. Dr, R. Deutsch u. Dr. S. Arje, ferner der Vorstand des Perchiu.es, Schwarzes Kreuz: Statthalte re trat- Dvorak mit bc'ii Ausfchustmitgl iedern Feil dku rat Tylinek, Hauptmaum Lenz, Fiuänzhezirkskonb missär Dr. Bartl, Verwalter der Wolschauer, Fchdhöfe Janda, in Vertretung -der Kultusge-jlator für Arabica 1 -meinde Repräsentanz Sekretär Dr. Zemanek, Der Rei-trertwig wi sowie ׳die Damen Geschmah und Kraus, ferner!wendet, starke Abordnunigen der Kultusg!emei.uderepräfentanz, der Beerdi gungsbrüde-rschaft und der Humani.tätsvereine ,^Bohemia" und ״Praga", B'niar B'rith, sowie eine rmübersehbave Menge Oückerk»efprecl,ungen. Neu eingcgangene Bücher. Gegessek v. Btnn-- neck. Kei-n llobeawtuder auster Gott. VeMg b- Pierfon Loipzig.. Nngnste Groner: Die alte Spieluhr, Verlag Jakob Phillip Wieu-Leiipztg O.fiO Maria. Ia!m!tschek: Der rare Teufel M. N gcb. M. i Verlag B. Elischer Nachf., Berger Emil: Das Problem der Erkemstnis i-n der Nelistionsphi-losophie Jehuda Halleiro, M. 2/80 Verlag Maver und Müller Berlin. Soeben erschien und durch den Jüd. Blich- und Krmst-PaAqg, Brirmr erhältlich: Weltkrieg wird der Kriegsfürsorge zage- Hebrä ische K i nde rlitkratur. , Untier der ))tedaktion von, CH. N. Vialik lvurde Andächtiger,'darunter zahlveicho Änaehörtae! ae-! '^ Dhessa e!i,n nvu-er hobräischpr Verlag ״Siffvi-." . ./gegrun'dpt, der Kinderliteratur falloner Krieger. Bei den Ehrengräbernbildete unter Kommando ׳des Lt.^ Köhler eine NekonvakszentenkompagNiW Spalier. Den polizeilichen Dienst leitete Bezirksin-spektor KuLera. Prag. Getegentl-ich seines hiesigen Aufent- Haltes besuchte _! Erzherzog Leopold Salvator auch die Altniou-Synagogg mild den alten jüd'v scheu Friedhof. - Wiiir lesen hiorübeir im ״Montagsblatt": ״Sodann begab ׳er sich in die Altnen-Synagoge wo -er lä11!gem Zeit verweilte! und großes Interesse für dieses Altertunisdenkmal an: den Tag legte. Von. Hi׳er1 -begab sich der Erzherzog auf den alten jüdischen Friedhof, den ׳er über eine halbe! Stunde in Augenschein nahm und sich besonders enierkennend ü-ber die! stilgemäße Anordnung der alten, von dem abgetrennten Friedhofstetle staimnend-en Grabsteine äußerte." / Die ״Bohemia" schreibt: ״Erhelgog Leopold Salvator hat gestern, 10ie -auigiekiiludigt, De Sehenswürdigkeiten Prags in Augenschein^ genamsmen. .Kurz mch 10 Uhr vormittags hiielt dev erzherzo!gliche Wagen vor dein alten Jndenfriiedhofe in der Hanibasgasse, an dessen Eingan!ge Herr David Lieben, d!er Obman!n der Israelitischen Beevdignngsbrüdelrschuft und sein- Stellvertreter Herr Mar Hirsch den' Emhevzog begrüßten. Dieser ließ sich darauf Äe Herren Vorsteher vorstellen, und unter Führuiiig -des Herrn David Lieben traten der׳ Erzherzog und seine Suite den Nundgaug an. Seine besondere. Aufmerksanikeit erregten die Grabinäler Meisls, Baschewis, des N-abibi Löw, Äwig-!«dar Karos, dite Aufstellnn׳g der Fragmente aus dem Iudengarten usw. Vor dem Verlassen des Friedhofes trug der Erzherzog seinen Namen i׳n das Ehrenbuch ein, in! welchem die U.u-tersch׳riften Kaiser Franz Josefs, woilaud Kronprinz Rridolf, Kaiser Wiilhehms usw. eingetragen sind. Der Vorstand iiberveichte dem Erzherzog und seiner Sniite Photographien und Broschüren und geteitete dannden Erzherzog zur AltneusynaWge. Uhr vormittags fand die erste Gedenkfeier auf Hier üblerluahm aberiuals Herr Lieben das Fühden Soldatengräbern des ind׳!ä׳en Friedhofes, remmt und schilderte in kurzen Zügen dir ״" ' ‘ ‘ CY\ ״ f v. a ' rt t » CH P X CI' C* ' . .. > verunstaltet vom Verein ״schwarzes Kreuz", statt. Die Soldatengräber waren i׳n einen blühenden Blumengarten umgewandelt, in der Mitte desselben ein>e schwarz ausgeschlaMie Kanzel stehend. Eineschwarz-gelbe und rotwei/ße Fahne har den ))tauin begrenzt. Die Feier begann mit dem Clioral: ״Da nuten ist Frieden": den ein Männerchor des Tompe-ls (Geistgasse) sang und wurde vom Dirigenten Richard Taußig geleitet. Hierauf liielt Herr Dr. Arpad Hirschbergar k. k. Feldrabbi!״er au'knüpfend an den Satz der hl. Schrift ״Der Herr tötet und belebt", die Gedenkrede Ivelche auf die AiNvefeuden einen tiefen Eindruck machte. Oberkantor D. Czernowsky vo-ni! Prager Kaiser Franz Jososs Jubilämnstempel sang mit Entfaltung seiner prachtvollen Stimmittel, das Elmone rachamim, welches in Folge der vortrefflichen Vortrargsnx׳-ise die vielen Zuhörer zu Tränen rührte. Hiernach hielt Dr. Alexander Kitsch k. k. Feldrabbiner a. D. auf Grund des Prophetensatzes: ״Ich hauche mjejiinen OK ist ihnen ein u. sie werden leben, eine Rode. Zum Schlüsse verrichtete Feldrabbimr Dr. .Hirschberger ein! Oleschichto dieser, ei!uer der ältesten Synagogen der Welt. Mit Dankeswo-rteu au: jaden einzelnen Herrn des Porstuuldes verabschiedet!e sich der Erzherzog, der mehr als 1I, Stunde den Sehenswüvdigkeiten ividniete." Budapest. Nabbiluer Dr. Simon- Hevesi fordert zur Gründuiug eines ״Ungar.-Jüd. Kulturverei.us" auf, Nxüchor VesMijn den durch die Landes ge ^etze gelvähr leiste ten Rechten der ungarischen Juden Geltll-ng verschaiffen, dieselben verteidigen, innere! MäiMl beheben und idlie durch die Zeitverhältniste verursachten Schäden smOeren soll. Als erste A,usgabe soll der Verein die Erhaltnng der durch das Gesetz über den unentgeltlichen Volksschulunterricht in ihrer Existenz bedrohten jüd. Volksschnlen, sowie die Erteilung -von Neli<gi0jujsun!terricht i!n jüdischen Zlverggemeinden beüvirken. ... in hebräischer Sprache herasnsgibt. Bisher sind 10 schön ausgestattete und gut illn.strierte Hefte erschienen, die Kindermärchen von M. Ben-Eliezer, Jakob 3Wi:uow!i>t.sch, Sch. Kripez und Eli-scheiva Na-Li- -nowitsch enthalten.- Eine zweite Serie w:i׳vd demnächst erschejineii. Jüdisch-traditionelle Äantor-Nezitative. Herr Jacob Pvdolsky, Solobassist am Leopoldstädter-Tempel in Wien, überreichte uns zwei Hefte, enthaltend Rezitativs, für Gainstag und hohe Feiertage. (Manuskript), die ihrer Trefflichkeit wegen die Beachtung weiterer Kreise verdienen. Diese Arbeiten bekunden sowohl die relcho vielseitige Erfahrung, die der Herausgeber iui Dienste seiner einstigen heitmatlichen (russischen) Meistercha-sani-m gosam-mest, als auch die geläuterte rationelle Selbstbetätigung di-e er in späteren Jahren, fern von! der Heimat gleichsain in. fremder Atmosphäre sich zu eigen machte. Die ■afktu Meisterchasauim trugen keine Bedenken, die Textsilben, sowie die Worte durch ihrer Töne .Kunst ve-rge.waltigen zulassen — und das Schwergewicht ihrer Vorführungen in einem Willkürlichen Hereuzanber von Koloraturen, Nonladcu, S-taccati usw. zu erblicken, obwohl sie mit dein Inhalt ihrer. Textesworte hinlänglich v-erirauc waren. Herr Podolsky verwertet all die angeführten Behälfe npivor'kürzt, ohne jedoch dem Textes- Worte irgendwie! Ohewalt anzutna, ist vielmehr bemüht, durch die bekannten und vielen!׳och nnbekannten gesanglichen Behelfe den! vorzntraaenden Worte eine inhaltliche! Stütze zu verleihen, so daß die gesanglichen Ideale veralten Meisterchasanin! gle-ichsan! auch zur bedeutsamen Qulitat unseres traditionell - - modernen Synagogen RVzit-ativs gestiüt-et erscheinen. Diese Betätigung verdient volle Anerkeuuiiing. die wir den vorliegendeu Arbaiten uuverkürzl angedeihen lassen. Die Sabbath- Rezit-ativ'e! יהי רצון׳ מי שברך׳ והגן בעדנו sowohl als auch die NM fang reichen Darbietungen von שופרות׳ זכרונות׳ מ^ביוה tragen allesamt das lWpräge sachgemäßen Zielbewußtseins, sind allesamt steigerein gebaut und fremden Stei'garl1!!״d Modulationsgebi.'ten und zeigen gerade durch!!nteressante Ablenkung nach endlich ,mühelose Nückehr zmn Ilrsprungs-Ste'iger und zur Ursprnngstoiaart eine solch' w!׳r möchten sagen — liebenwürdige Struktur, welche leider zu künstlerischen Ausschreitungen Veranlastnng geben dürste.׳ Künstlerische Ansschreitungen nen.nen wir die bedenkloso Aneignung fremder Geistespr-lldnkte und!Hw Verwertung unter eigener Devise. Es gibt nämlich geist- und phantaslelose Indidlduen jeden Standes, welche nach dem Ausspruche Schov-?nha:uers d׳e selbst zu geuioßeudlen Speisen, ״sich erst von anderen vorkauen lassen" — d. h. in diesem Falle, die von einen! Anderen ersnndenen Rezit-ltive öffentlich vortragen und daher als Ergebn'sse ihres eigenen Könnens hinstellen. Ein solcher Vorgang muß zuinindest als verwerflich gekeu-nzeichnei werden. Die vorliegenden persönlichen ׳Darbiietungen Podalskys, die in ihrer fachmännisch orschopf' uden und trotzdem seichtfaßlichen. Mi!!׳).׳losen -v.*w v.״; Leib Dobes, aus Zaloczia, der<zeit in M׳ün!!^ . ._ ... . ,־; .Kaisergebet und ein Gebet für den Sieg unsewr: .Kafk-agasse TI sucht seiine Dtnitter Sarah Frimed! Form Päid'agcWische Hilfsuuttol für das Smdr-

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