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Jüdische Volksstimme · 1916-06-28 · Heft 10 (28.6.1916) · page 4

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 10 (28.6.1916)
Date
1916-06-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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*He 4. ׳ WMteMManltitlMM aff DjAMMLfWk «IlVipiMw Rr. 10 nritees Kiolce K. 9.000, für den Fürsorgespreneinsleitung i.n diesen schweren Zeiten hervor. Er gel Piotrkow K. 9.000 zusammen K, 79.400 I konstatiert, daß dieselbe i!n hohen: Maße den ge Diese Beiträge wurden jedoch für den Mo-, stellten Anforderungen entsprochen hat. Der mit April mH Rücksicht auf die Pessachfeiertage -Dank gebäre ebenso den: Vertreter des amerikaerhöht. Insgesamt lMen wir bis jetzt mit Ein-' Nischen Hilfskomi-Hs Herrn M. Paul-Schiff. Er schlnß der nach eiingol-n-en Orten, insbesondere ml kommt fevuer auf seine in der vorjährigen Ge Wolhynien direkt «durch ׳die k. u. k. Etappenkomneralversammlung bereits gagebonen An!ve,Am rnandos gesandten Unterstützungen für die nvtlei denden Juden in den ockistnerten Gebieten K. 305.950, verwendet, rvelche Sun: nie sich, wie folgt, erteilt: 1. durch das Hilfskomitee in Lublin« K. 147.650 2. ״ ״ ״ ״ Piotrkow 21.500 ״ 3. ״ ״ ״ ״ Radom« ., 82 320 4. ,, ״ ״ ״ Kielce 37.700 ״ 5. direkt überwiesen ::ach Dnbno, Gorodiezcze, Rapziwillow, Zelow u. a. Orten in den ockupieir ten Gebieten K 16.780, Sünnne K 305.950 Die ,gesamten füo die verschiedenen Hilfszwecke bis jetzt verwetteten Beträge haben die stattliche Summe von 3,000.000 K erreicht und nr-onatlich gelangen in Galizien 1m!d in- Russisch Polen inca!MO jüdischen Gemeinden insgesamt durchschnittsich je 200.000 K zur Auszahlung. Die eigenen von der Israelitischen Allianz im vorigen Jahre veranstalteten Spendensammlu׳ugen, welche rund 3i>0.000 K ergeben haben, (wozu noch eine Sammlung -des Verbandes der Humauitätsveveine B'uai- B'rith in der Höhe von K 160.000 and ein Betrag des Gal!zischen Hilfsverein?׳ für die ,gen1ein-sa!n:e Aktion inr Betrage von- K 50.000 österr. Reute hinMkam), hätten, wi!e ׳bc«r Bericht hervorhebt, nicht im Entferntasten ausgereicht, um auch nur eilnisgermaßen die nrmnentaae Not zu lindem, wenn!nicht das Hilfskonritee in Amerika inganz hervorragender Weise milt seiner großzügigen Spendensanrmlung den -enropäisch-jildi schien Organisationen einen Bei stand gewährt hätte. Ans Amlerika sind der Jsyaeili tischen Allianz zu Wie!: allein bis zum Jahresschlüsse 1915 fast 1,500.000 K und seither noch tvei'teve bedeutende Beiträge zuWnsten der n-o Heidenden Juden -in Oializicn und Russisch Poteil zugegangen, wofür in: Berichte dem Relief Komitee ודו■ warmen Werten der Dank ansge sprachen wird. General-Versammlung der Israel. Allianz in Wien. ׳Die 43. ordentliche Geneva!l-Versa:n!11 lnng der Israelitischen Allianz zu Men fand am 5. d. nur 6 Uhr abends im Saale der Israelitischen Knlt-usgemeinde Wien, ׳statt. Ätnwes-end waren fast!alle in! Wien weitenden Mitgliederder Vereinsleitnng: Der 1. Vize- Präsident Dr. Arthur Knranda als Vorsitzender, der 2. Vize-P-räsidcnt Dr. Felix Katzau, die Herren Wilhelm Pappenhei׳:!:, Dr. Jakob Nirenstein, Dr. Josef Breuer, Richard Bettelheim, Prof. Dr. S. Ehrmjana, Moritz Eißl-er, Hofra-t Dr. Josef Löwner, Un!iv.-Prof. Dr. Josef Pollak, kcnserl. Rat L. Sachs Edler von Sachs-enhalt, Alieix-ander Weiner, Direktor ׳der Bodenkredit-Anstalt, u-nd Sekretär Rabbiner Dr. Arinand Kamin ka. Ferner die Geineinderabbinier Dr. Grün Wald, Dr. Taglicht und Dr. Nosenmann, von: Wiener K!nl׳tusvorsta::׳de die Herren Salomon Bvod, .Heinrich Mendl -und Dr. H. Schrei׳be!r, Sekretär Dr. Adler, die!Redakteure Dr. I. S. Bloch und Dr. Löwy (״Wahrheit"), Schri-ftsteller Albert Löw, Neg.-Rat Dr. Frankfurt׳!.׳-. R.6-H rats-Mgeordneter Dr. Steinhaus, der Präsident der Leinberger Israelitischen Kultusgemeinde Dr. S. Schass, der Präsident der Harrdel stamm er in Brody Lazar Bloch, der Verwalter dar I. E. A.- Kassen in! Galizien David Natter, Oberinspektor Josef Ste-ger, Prof. Moritz Aut schert nnd zahlreiche andere angesehene« Mitglieder. Der Vorsitzende eröffnet die Versammlung, indem er die Beschlußfähigkeit derselben konstatiert und des iim verflossenen Jahre dahin,geschie-;denen Vorstandsmitgliedes General ra te?׳ Adolf Klein sowie der verstorbenen Mitglieder der Fitialleitungen gedenkt. U-eber Antrag des Herrn Rotier wird von -der Verlesung des bereits seit mehreren Tagen in Händen der Mitglieder befindlichen nmfangreichen Jahresberichtes abgesehen. Zun: Inhalte desselben ergreift Herr I. Baum das Wort u!nd l)ebt nrit besonderem Danke die weitverzweigte segensreiche Tätigkeit der Vergen» zurück, ׳daß den« seit!einigen! Jahrenbeobachtoten Rückgang der Mitgliedsbeiträge durch eine energische Propaganda in g!a>nz Oesterreich entgagengewirkt werden müsse. Die« Beiträge der Kultnsgemeinden z. B. der Grotzgemeinde Wien, welche einen Mitgliedsbcitrag inr ganzen von K 400.— leiste, seien׳ gegenüber dem Millionenbndget viel zu!ge׳ring. Vor allem nrüsse endlich eimrral »der vorr den Statrrten vorgeschriebone Beirat in der Anzahl von 20 Personen gewählt Werdau-, worüber er von Vorstarrda im Narrren der Mitgliedor nur eine endgi-ltige nrrd eirtschiedeire Erklärung bittet. Dr. Schreiben schließt sich in Bezug auf die An-erkarrirrinirrg ,der -ersprießli-cherr Tätigkeit des Veroines dem Vorredner an nrrd meint, daß »der Verein über sein Programm liirrarrsgehen sollte, um nicht rrur den!notleidender: Glaubensgenossen zrr helfen, sonderrr auch die Führung aller jüdischen Organisation er: zu nbe׳vn!ehmen Kultnspräsident Dr. Schaff dankt der Vereinslei tung rrarrrens der Lemberger Gemoin'de sowi!el der Marrrten galizischen Jrrderrschaft fr'rr die zrrr Liirlderung «der Not nrrter der: Juden ,gewährte rmrfassende Hilfe. Der Dorsitzerrdc be!an,twortet die gestellter: A!rr frage!: und verliest einaus Zloczow eingolansen«c!s Telegrarrrrrr. ׳des dortigen jüdischen Hilfskoin Hees: ״Der geehrten Geilrevalvorsamrir-lrurg und dem verehrten Vorstanide überimiittle ich im Na men 3000 notleiderrdar Glaubensgenossen in Zloczow -iirinigsterr Dank und -ergebenste Ehrer bietnng wi!e auch di!a Bitte um woiteve Hilfe, Dr. Mitteln:an,n". Prof. Antscherl rühmt die 43 jähriige Wirksamkeit des Vereines, über dessen Beidmtnng >1 :-?׳besondere die Schuljugend seitens aller jüdischeu Religivnslehvar •tu Oesterreich belehrt werden sollte. Dar Sarnstag vor jeder Generalver samnrlung sollte in der ganzen Monarchie zur Voraiiistaltu-ng feierlicher Ansprachen über die hohe Bedeutung der Alli!anz dien,en. Der Jahresbericht und die N'etchn-uingsabschlüsse werden hierarvf einstimmig genehmigt. In den i-m Bericht -angeführten Zahlen über die Hi-lfsaktion:! be/mierkt Sekretär Dr. Kaminka, daß seit Abschluß des Berichtes anfangs Mai d. I. bereits weiieire Un'tierstütznngcn nach Galizien und Russisch- Polen in der Gesamtsumme von nahezu K 200.000 gesandt wurden. Beiden hieranf folgenden Mahlen lverdcn die tnrn-nsmäßig ausscheidcnden Vorstaiidsrnitgli-eder: Dr. Josef Bwuer, Richard- Bettelhein:, Hofrat Dr. Josef LÄvncr, Direktor Alexander Wein:,er und Moriz Eißler Per Akklamation!viedevgewählt. Die Versammlnn!g lvird hieranf vom Vorsitzenden geschlossen. Zur Frage der jüd. Kriegswaisen Der Aufsatz, richtiger djew Enüvnrf unserer lvackeren Frau Nos-a Melzer (Siohe Wiachenschrift Nr. 23 vom 0./6. als Grundlage für die speziell in Galizien ins Leben zu rnfenden Wjaisenheime ist so erschöpfend niedergel-egt, dasi derselbe, selbst in Gegenwart des ׳gewiegten Fachm-an-nes beinahe lückenlos erschein-en muß, insbesonidere als es der Autorin gelang die Frage, ׳::״ach alten Seiten hi׳n" in Diskussion zu ziehen und sachlich zu beiMlnden. Die erdachte Erziehungslveise un-serer Plötzlich verwaisten Kindjr'ir׳ umfaßt sowohl den religiös-niationalen als den praktisch-bürgerlichen taiiüdpunkt und macht ciuie Anslveitn!11»g desselden fast überslnssig. Ich möchte indes; dennoch eine kleine Ergänzm:.g des angebahnten Projektes nicht unversucht lassen. a) Punkto Beschaffung der materiellen Mittel: Es wären sämtliche in O^terreich-lbngarii ׳beste-- hen-den Knltusgeinoinden sowie Wohlsahrtsverbände, für die Ausschüttung eines stabilen Iahvesbeitrages bei direkter UebMrx'isnnjg air das leitende Komitee zu gewinnen. Zun: Zwecke der vollständigen Erreichung dies-es Zieles, soweit es nicht mittelst Ei!rkulären zu bewi-rken wäre, wären gutgesimrte jüdische Bürger zu gewinnen, die als Vertrauensmänner des Komitees in ihren: Lande (Provinz) bei den Ortsrabbi:::1e!rn- ׳bezw. VorMievn! diesbezüglich Fürspmche lMten u. sich dafür einsetzen müßten. b) Zum Punkte Erziehrmig -der hemugereiften Jungen zu Praktischen Geworben etc. erscheine es :!::bedindt e>rforderlich dieselben beirr: Verlassen, ihrer Heime bei jüdischen Gutsbesitzern- 'bczws. Pächtern zur Ausbildung in der Landwirtschaft, Brennereien, Mühlen nsw. zu unterbringen, woselbst sic nebst der Schulung in -den einschlägigen Fächern, noch überdies ihren Brotgebern treue nützliche Dienste leisten könnten. c) Endlich sei seitens -des Komitees auf verläßlicho gutbemittelte kiniderlose! Ehepaare einznwi-rken, daß dieselben -Wirz verwaiste wciibliche Kinder in ihre Obhut und Verpflegung bis zur Erreichung ihrer Selbständiglliit übernehmen. Wien II Josef Perlberger. Inserate für ״Hickl’s Jüdischer Volkskalender.“ werden entgegengenommen. in 31lien Städten (gegen hohe Provision) gesucht. Jüdischer Bush- und Kunstverlag Brünn, Adlergasse Nr. 9. Aufruf! Gedenket der kranken Brüder im heiligen Lande! .Herzzereißende Klagen aus dem: Lande per Väter schildern uns das dortige Spitatselend als nicht mehr zu überbieten. Tausende von Kmnken drängen sich an die Pforten «der Krankenhäuser nnd Kliniken, insbesondere die Augeneidenden haben -erschreckend üiberhandgenommen. Die Spitäler iNilld sonstigen jüdischen Heilanstalten sehen sich jedoch, anistatt den ansteiigenden AnfordevU'Nigen entsprechen zu können, ans Main׳- gel an Medikamente::, Verbandzeug, u. a!n sonst Allernotlvendigsten geradezu gezw., ..... Seit ׳die.::: Eintritt der Türkei in den Weitkrieg wurden nrrd werden auch mohammedan-i sche Soldaten, soweit nröglich, in Spitalspflege nnd ainbulatovl-sche Behanidln-nig anfgeno,:m::en. Durch diese! Hilfe leisten wi-'r auch unseren Verbünideten große Dienste, die von! der ka-iserl. ottolnanische:! Regierung!gewiß nicht -nnb-cachhet bleibei: :venden. Das nnterzeichirete PräsidAm: wen'det sich deslMb an alle Geme'»:rden nnd Privaten :nit der Bitte -um gütige Spenden. Insbesondere richten wir an alle ElMvoa-Kadischas und anderen j üdi'schen Kran ken-tlnterstütznngsr>ereine das herzliche Ersuchen, einen entsprechenden Betrag von ihren Jahresoin!1:a!hmen der Krankenpflege in: l^üigen Laiüx׳ zuzuwenden m:d, da Gefahr im Verzage ist, ehestens die Subventionen eillsenden zu wollen.

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