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Jüdische Volksstimme · 1916-06-09 · Heft 9 (9.6.1916) · page 4

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XVII (1916)
Issue
Heft 9 (9.6.1916)
Date
1916-06-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Vffil *. ׳ aiynL M .. ip9WVV>9* VNfipiKHI Rr. S Aufruf. Wir werden u»n!s in; schwerer Zeit m! alle Ziauliften miit devMalMMg, durch Erfttll!mg her zionistischen Pflichten für den Fortbestand der Organtfation zu sorgen. Dcir Krieg lMt die Ziopiistische Organi׳sa11io!n1 nicht erschüttern können 'i׳hve Kraft liegt in den Willen, dpm lMinatlosen jüdi'schen Volke Heima-t nnjd nationale Zukunft Au schaffen. Der Zionismus, der in Hunderttau senden Valks,Nenossen lebendig ist, kann durch ׳kein Ereignis entWurMt werden, darunr nutf; auch die ZianWfche Orgauisatiou!, das große Werk Theodor Herzls, alle Gefahren überdaiuem. Gssinmmgsgenossen! Eure! Aufgabe ist es, die Orgapi-satiop ׳als das Instrument zu orl)alten, durch das sich das jüdische Volk seine nationale Zukunft erringt. Damm! fordpW wir von einen 1 Jaden,!dlalß er seine irrste zionistische Pflicht erfüllt ׳up den Schekel entrichtet. Auf dein Schekel ist rm.seve Organisation a>nfge!ba,ut. Gerade zieht, i־n einer Zeit, da ibr Aufgaben von weltgeschichtlichev Bcddutnug gestellt sind, muß jeder «ei-nzelne Ziopist dafür soMen,!daß die Zahl der Schekal, die vonder Größe unserer Organisation, ZaiWris ׳ablegt, auch unter noch so schwierigen äujßeren Vevhältinifsen wächst und eine der Beidentung dies Zi׳on!isn1ns für das Jndentchni entsprechende Größe! erreicht. Zionlisten, hört auf unsere Malinamg: Sammelt den Schekel! Das Actions-Komitä der Zioinistischeu Organisation. Hilfsaktion für Palästina. Der Vorsitzende!des ״Amerikanischen Htlfsfonds für die palästinischen Juden" teilt mit: ״Nach wie vor ׳iist die FortMuug des Palästina- Hilfswsvkps dringend geboten. Nach einer neuen Aufstellung sind!nonatlich 100.000 Frcs. zur Ulnltevstütznng der städtischen Bevölkerung und wettere 100.000 Frcs. zur Förderung der Kolo- Njiieu, zusannuen ׳also 200.000 Frcs. erforderlich. Vou'deir 100.000 Frcs. für die Städte müssen vier fülufteil rein als Un!terstütz׳upg gegeben werden. Dies gilt insbesondere für Zahlungen in. Jerusa!l-e׳!n, Saffed und Tilhorias. In, Jaffa dagegen . ׳behandelt. Dm Letter der Klinik ist Herr Dr. > Tycho. Da infolge der schwierigen pekrmlären Verhältnisse, unter deinen die Augenklinik ebenfalls leidet, das Aerzte und Pflegepersonal vvrringert werden mußte, so hat Djomal Pafcha der Kliniik 4 Absolventen der Hochschulen von Da moskns und Beyvuth zur Vorfügunjg gestellt. Der Jüdische Kongreß in Amerika. Auf der Ende März in Philadelphia abgehaltenen Vorkonferenz wurde beschlossen, den Jiidischen Kongreß noch in diesen! Jahre in Washington einzuberufen. Das Programm des Kongresses wurde in seinen Grundlinien wie folgt festgesetzt: 1. a) Der Kongreß beschäftigt sich mit der Frage, den Juden volle bürgerliche, politische und religiöse Gleichberechtigung in allen den Ländern zu sichern, wo ihnen diese Rechte׳ vorenthalten werden, b) Er beschäftigt sich mit der Frage, den Inden nationale Rechte in den Ländern zu verschaffen, in denen solche Rechte über- Haupt aiKrfcmnit sind oder anerkannt sein sollten. Es stehen ferner auf der Tagesordnung: 2. Die jüdische Entwicklung in Palästina in allen ihren Phasen. 3. Zusammenarbeit mit den Juden ip allen anderen Ländern betr. der Förderung des Kongreß-Programms. ^.Schaffung einer Kommission, welche die Beratungen des Kongresses d.״r Friedens-Kon ferenz nnterbreiten soll. ״Ein Kukuk, der brühst und nicht gelegt hat, ist, Wer Reichtum erwirbt und nlicht mit Recht;!in׳ djeir Mitte seiner Tage wird er ihn veirlassen und an׳ seingmi Ende ist er ein Verachteter". ' Jeremia Kap. 17. Bors 11. Landplage. und -Mi Haifa ift ein großer Teil der jüdischen jüdischen Frau zu einer lokalen jüdischen Orga- Bavölkevupg nur momentan iin Not geraten, weil nis,ation verleiht ihm beziehungsweise ihr das 1 Wer gleicht dem grauenvollen Vampir? ... Me Frag« der ZweckmWgM. eine» Z« rasft MsWiimeii mit endloser Gier? Kongreß als «ine pernNmente Institution ein,«.'!**i4״״*!* •»« fio^tocrttoScii setzen. Drwch Eilnkgufe Welche das Volkswohl schwachen? 0. All« Probleni« wirksamer HAsieleistung Me hat den Gipset Les,Frevels «lmigt? ׳,» den Ländern, die vom Kriege betroffen sind.-We»' M .*״? **Sf ®״$ *4״י"?« 7. Die jüdische Wandcrmig tun allen iljtcn ™c״I'1! 4e,״?'<l'ucn(^K'r ״!0®־״. Foeinen.! Wer findet den sicheren Mg zum Arrest? 8. Die Frage der finanziellen Verpflichtun- «fit Äitz cchMnlichshs^chi'lvderei? gen, welche aus der Kongreß-Bewegung entstehen? Mdechtefte Strafe herbei Jnbezug auf die Wahl der Delegierten ak- Dw feilen Knechte der Pipistreiberei! zeptiert die Konferenz das Prinzip eines denwkratischeu und allgemeinen Stiimmrechtes. Die Zugehörigkeit eines jüdischen Mannes oder einer Wien. M. Grünwald. diese Leute ihr Vermögen im Auslände haben vdpr weil fie es in׳ Gr!u!nd u>nd Boden angelegt -oder bei Dvi'tten deponiert haben ,sodaß sie. das Geld zur Zei!t >n!icht flüssig rnachen können. Diese Leute, ebenso vigle Handwerker und Arbeiter, brauchen ׳nur Darlehen. Etwg 20.000 Frcs. Pro Mopat brauchen daher narr vorschußweise gegeben zu'werden. J,n den Kolonien sind Upterstützuu׳- gen un>r anAriahmsweise zu geben. Die Kolonien haben aber jetzt sehr .große allgerneine Lasten infolge vojni erhöhten Stou!ern un«d Arbeitsleiftungen aller 3Irt zu tragen. Hierzu kommen die Ausgaben für konimuniale Einrichtungen (Schnlen, Belpärvser, Arzt, Apotheke, Wächter, Koloniobelamte etc.). Diese Zlusgaben Ibetwgen iw Momal etwa 100 bis 15,0.000 Frcs. Die Verwaltun>gskoim!i׳tees >d!ev Kolonien bringen dese Beträge, unterstützt dflrch di!e wirkliche Opferfreudigkeit der Kolouiisten, zum großen Teil selbst aatf, jedoch i<st ׳ein mon>atlichor Zuschuß von20.000 ׳ Frcs. niotzvenditg, rmn die Konritees ilnl ihrer Arbeiitsfähiigkeit zu erhalten und e,iu!e Auflösung der Ko louliievevbände zu varnneiden. Die so,n>st für die Kolonien erforderlichen 80.000 Frcs. werden als Darlehen für lapdwi'rtschaftlilche Arbeiten Wgpben werden. Die Kolonisten bekouvnnu hw׳ etwa eipdrittel der mou׳atlichen Ausgaben als Darlvhen zur Vorfüglmg gestellt. Sie können damit im erster Linie sämtliche Löhne bezahlen, sodaß Melder die askenasischen, noch die yejnuu'itischen Arbeiterfamilien auf Alnmfen angewiesen sind. Die Sichustulnugen für die Palästina-Hilfsaktion inüssen init größter Energie dhrchgpfühvt werden. Dringend empfohlen sgi innner w׳i׳eder die mo- »uatliche Selbstbesteuergug zu gunsten Palästinas, die ׳in einer. Reihe von St Wen bereits durchgeführt ist. (GÄdselMliniugen ap die LandeBsammelstelten oder ap das Kopenhagener Bureau!der Zionistischen OrMNsatiou, Hyskeustmede 10, Kopenhagen.) Jerusalemer Augenklinik. Dis Augenklinik ׳des Bereiules Lenman׳ Zion >M Jerusalem ist während des Krieges sehr stark .in Anspmlch MwiNluen worden. In ׳der Poliklim׳k wurde!: während der Wi-ldtoriuoinlate an manchen Tagen mehr als 800 Kra!uke unentgeltlich Wahlrecht. Inssksts für ״Hickl’s Jüdischer Volkskalender.‘* werden entgegengenommen. in alllen Städten (gegen hohe Provision) gesucht. Jüdischer Buch- und Kunstverlag Brünn, Adlergasse Nr. 9. Notiz. Polizeiliches. Polizeiliche AnambJpmcI־!düngen in Brünn und den Vororten sink^innen 21 StulN'den nach jeder Wohnungs- oder Unter- ^standsverändorung zu Mtatten. Außprachtlassuugen dieser Meldspflicht werden teils von der Polizeidirektioin mit 10 bis 200 Kronen Geldstrafe oder mit Arrgft von eineim bis 14 Tagen, teils von! Stvalfggrichte bestraft. Ueber Erlaß des Arnneoberkonnnandos wird der genauesten "Eiinhaltung der Mgldevorsichriftei! eiin befondeves Augemnerk zuigslvendjst ׳und werden Uebertretungen strengstens bsstmft werden. 06493^^585

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