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Jüdische Volksstimme · 1913-07-24 · Heft 30 (24.7.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XIV (1913)
Issue
Heft 30 (24.7.1913)
Date
1913-07-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 ״Jüdische Bolksstimme". Nr. 30 Israelitische deutsche Volksschule in Czernowitz. In dieser Schule ist das Schuljahr 1912—13 am 1. Juli geschlossen worden. Die Anstalt besteht aus einer gesonderten Knaben- und einer gesonderten Mädchenschule, welche beide einer Leitung unterstellt sind. Im abgclauscncn Schuljahre waren in die Knabenschule 296 und in die Mädchenschule 192 Kinder cingcschrieben. Bis zum Schlüsse des Schuljahres sind an der Knabenschule 267 und an der Mädchcnchulc 185 Binder verblieben. Klassifiziert wurden 257 Knaben und 182 Mädchen. Von den Knaben erhielten 241 und von den Mädchen 167 einen günstigen Fortgang, ivährcnd 16 .Knaben und 15 Mädchen ungünstig tlassisizicrt wurden. Von den Eleven aller 482 i» beiden Anstalten eingeschulten Kinder wohnen 468 innerhalb und 14 außerhalb des Ezcrnowitzcr Stadtgebietes. vr. Rudolf Katbolicky fttw. Zmtt der ר 1.edikg.Hvtei1»»g der t«Kdeekr«nkenanttilt W|)K: €che yer<Una»d$fla$$t und 30banne$ga$$e <.»«<» «»»,.> ordiniert tlflllcb von r »it 4 0»r nacbnt. Fernrpreeder vr 803. ג feindlichen Politik gerichtet hat, während die englische Presse tagtäglich über neue grausame Judenverfolgungen im Zarenreiche berichtet und das vereinigte Komitee der jüdischen Gemeinde- und Wohltätigkeitsvcrbäude wegen der Zurücksetzuug englischer Juden in Rußland wiederholt bei der Negierung vorstellig geworden ist, scheuten sich diese gesellschaftlich hochgestellten Vertrcter des Judentums nicht, als Gäste des russischen Botschafters an seiner Tafel zu speisen! Ter ״Jewish Chronicle" und andere englischjüdische Zeitungen wenden sich in schärfster Weise gegen diese empörende Takt- und Würdelosigkeit, die geeignet sei, das Ansehen der jüdischen Gesamtheit aufs schwerste zu schädigen und dem Rechtskampf um die Gleichstellung der Juden in Rußland alle Sympathien aufrechter Christen zu entziehen. werden diese aufgefordert, sich in recht großer Zahl zur Teilnahnie an dem Jaffaer Sprachkursus zu melden. 1913 Wochenkalender 5673. Gummistrümpfe für Krampfaderfüße in allen Qualitäten und zu konkurrenzlosen Preisen nur im GUMMIGESCHÄFT JOS. FIaLA sen., ErQnn, Krfina 3-5. — Maßkarten postwendend Jüdische Opfer des neuen Balkankriegcs. Konstantinopel. Ter hiesige französische Botschastcr erhielt ein Telegramm aus Tcdcagatsch, wonach dort bulgarische Soldaten die jüdische, griechische und mohammedanische Bevölkerung angegriffen und ein Blutbad unter ihnen angerichtet haben. Ernste Besorgnisse erweckt hier auch das Schicksal der jüdischen Bevölkerung von Cavalla, wo die Juden seit dem Einzug der Bulgaren viel zu leiden hatten. Tie Stadt Serres wurde von den fliehende! Bulgaren in Brand gesteckt. Das jüdische Viertel samt der großen Synagoge wurde ein Raub der Flammen. lieber 100 jüdische Familien sind obdachlos. Ter Großrabbiner von Saloniki, Rabbi Jakob Mcir, berief eine außerordentliche Sitzung der dortigen Gemeinde ein, um sie zur Entsendüng einer Kommission nach Serres, Toiran und Strumitza zu veranlassen: die Kommission soll u. a. die Höhe des Schadens feststcllcu. den die Inden dieser Städte infolge des neuen Krieges erlitten haben. Aus London wird ferner berichtet: Nach einer Tcpcsche des Großrabbincrs von Bulgaricn. Tr. Ehrenpreis, die dieser Tage hier eintraf, sind mehrere tausend jüdische Familien Bulgariens infolge der neuen Mobilisierung dem größten Elend Preisgegeben. Ter Großrabbiner appelliert an die jüdischen Hilfsgcsellschaftcn Westeuropas, die begonnene Hilfsaktion fortzusetzen. Josef Hanus, Brünn Rudolfsgasse Nr. 25. Sämtliche Damen-Modewaren. Bänder, Spitzen, Seiden, Stoffe, Posamenterie, und Zugehör für Damenschneider und Schneiderinnen. Masscnauswandcrung -er Juden aus Saloniki. Ta es nunmehr feftfteht, daß Saloniki griechisch bleibt, und weite Kreise der hiesigen jüdischen Bewohnerschaft zu den neuen Herren der Stadt kein Vertrauen fassen können, haben zablrcichc jüdische Familien, namentlich aus dem Kaufmannsstandc, beschlossen, nach Konstantiuopel, Smyrna, Kleiuasieu und Palästina aus zuwandern, lieber 200 jüdische Familien haben sich bereits nach Konstantinopel begeben. Ter Auszug so vieler wohlhabender Bewohner bedeutet eine schwere Schädigung für das Wirtfchafrsleben der Stadt. Würdelosigkeit jüdischer Notabel« in England Großen Unwillen erregt in der diesigen jübischen Gesellschaft das Vorgehen des jüdischen Parlamentsmitgliedes Sir Philipp Sassoon und einer dem Vorstände der Anglo-Jewish Assoliation angehörendcu Tarne, Mrs. Bischofssheim, die der Einladung des russischen Botschafters Graf Benkendorsf zu einem Tiner in der Botschaft Folge geleistet haben. Während der Oberrabbiuer von England erst vor kurzem auf dem Kongreß zur Bekämpfung des Mädchen- Handels eine heftige Anklagerede gegen die russischc Negierung wegen ihrer barbarischen juden- תמוז Juli Festtage הפטרה M יח 23 D יט 24 F 2 25 8 בא 26 פרק ראשון׳ מטות דברי ירמיהו S 27 M כ: 28 D כד 29 M בה 30 T :2 31 F כד שמעו בח 52־- פרק שני׳ סברכין החדש■ מבעי דבר ה׳ Gewährung der Staatsbürgerrechte für die jüdischen Soldaten Rumäniens. Wie die rumänischen Blätter melden, richtete in der letzten Senatssitzuug Senator Emil L a h o v a r y an die Regierung folgende Anfrage: Nahezu 15.000 Soldaten jüdischen Glaubcns haben dem au sie ergangenen Rufe Folge geleistet und sind gleich am ersten Tage nach der Veröffentlichung des Mobilisierungsdekrets zu ihren Truppenkörpern geeilt. In Erwägung des Umstandes, daßuntcr den rumänischen Fahnen sich ein so starkes Kontingent Soldaten jüdischen Glaubens befindet, die dem Lande jederzeit mit Liebe dienen und keinen Augenblick zögern, für die Vergrößerung Rumäniens, als desjenigen Landes, das die Gräber ihrer Eltern birgt, und wo die Wiege ihrer Kindheit stand, ihr Leben zu opfern; in Anbetracht der Tatsache, daß die Mehrzahl dieser jüdischen Soldaten sich dennoch nicht aller bürgerlichen und politischen Rechte als rumänische Staatsbürger erfreut, erlaube ich mir, an die Regierung die Anfrage zu richten, ob sic gewillt ist, einer Forderung der allgemcinen Gerechtigkeit entsprechend, in offener Parlamentssitzung zu erklären, daß sie nach der De- Mobilisierung alle rumänischen Soldaten jüdischen Glaubens als gleichberechtigte Söhne des Vaterlandes betrachten und behandeln wird. Finauzministcr Marghiloman, der in Vertretung des Ministerpräsidenten Majorescu der Scno.tsitzung beiwohnte, erhob sich sofort zu folgendcr Beantwortung dieser Interpellation: Die Regierung ist gern bereit, allen Söhnen des Vaterlandcs jüdischen Glaubens, die gemäß dem Mobilisierungsbesehle zu den Fahnen gerufen wurden, alle tunlichen Erleichterungen zur schleunigeu Erlangung der vollen Staatsbürgerrcchte nach der.Tcmobilisierung cinzuräumeu. Hcbräisdic Spradiknrsc in Jaffa. Tie Organisation für hebräische Sprache und Kultur, die ihren Sitz in Berlin hat, richtel im Herbst d. I. in Jaffa einen hebräischen Sprachkursus ein. Ter Unterricht wird von den besten hebräischen Lehrkräften Palästinas nach einer bewährten, schnellfördernden Methode erteilt werden. Innerhalb eines Zeitraumes von sieben Monaten (vom 15. September bis zum 15. April) sollen die Teilnehmer des Kursus befähigt werden, die hebräische Sprache in Wort und Schrift vollständig zu beherrschen. Die Kurse sind namentlich für die studierende Jugend berechnet, und man hofft, daß so mancher Studierende der westeuropäischen Hochschulen,: insbesondere die aus Osteuropa stammenden jü-1 difchnational gesinnten Studenten, gern ein Semester opfern werden, um die hebräische Sprache an einem Orte zu erlernen, wo sie zu neuem Leben erwacht ist und von Hunderten als einzigc Umgangssprache gesprochen wird. Ter Unterricht wird vollständig unentgeltlich sein, da die Organisation für hebräische Sprache die gesamten Kosten bestreitet. In einem Flugblatt, das das Kartell zionistischer Studenten aus Rußland (Berlin) an seine Mitglieder versendet, KONKURS. In der hiesigen Gemeinde ist der Posten eines Oberkantors zu besetzen. Nähere Auskünfte erteilt geeigneten Bewerbern, die spätestens bis Mitte August ihre mit Belegen und Angabe der Gehaltsansprüche versehenen Gesuche einzureichen haben. Das Sekretariat der Kultusgemeinde Triest. Triest, am 30. Juli 1913. Bei der israel. Kultusgemeinde in Virovitica, Slavonien, gelangt die Stelle eines Schächters (ש'ו#כ) und Vorbetcrs, der auch die Agenden der Chcwrn Kadischa zu versehen hat, zur Besetzung, Gehalt jährlich lOOO K, freie Dienstwohnung und entsprechende Nebencmolumente. Bewerber unter :15 Jahren wollen ihre Gesuche, in denen sie auch genaue Angaben über ihren Familienstand zu machen haben, samt Zeugnissen an den gefertigten Vorstand einsenden. Ter Vorstand der israel. Kultusgemeinde zu Virovitita, Slavöniew Krakauer mcbrelreltigr UerLlcderungr-SerellrcdaN. Gegründet im Jahre 1860. GeschästSergebnisse vom 1. Jänner ISIS bis 31. Dezember 1912 In der Feuer-Abteilung wurden 578 854Polizzen aus» gefertigt im Bersichrrungswerle von K 2.470,042 588 Einnahmen an Prämien und Zinsen 14,624.762 ״ Feuerschäden samt Schadenreserve 627 9,327 ״ Reservefonds und Prämienreserve 606 13.731 ״ Jahresgcwinn Jahre im 1912 1.550.883 ״ Prümien-Rückersatz (Dividende) 12°/, In der Hagel» Abteilung: Versicherungswert. K 105,862.272 Einnahmen an Prämien u. Zinsen 2,350.471 ״ Hagel-Schäden. 1,646.429 ״ Reservesond. 2,957.357 ״ In der Lebensabteilung: Zn Kraft bestehende Polizzen mit 1. Jänner 1913: 42.460 Stück, auf Kapital .... K 127,210.311 auf Rente. 195.192 ״ Reservefond und Prämienreserve . 41,100.511 ״ Auskünfte erteilen bereitwilligst die allerorts errichteten Agenturen, sowie auch die Henerat-Hiepräsentanz, in Brünn, Bahuring 10. -liois kaum krunn Neustiftgasse 12, Zöbelgasse 1. empfiehlt sein reichhaltiges Lager Spezarel und Kolonialwaren, Delikatessen, Südfrüchte, Mineralwässer etc. etc. ״Spezialität" Wiener Kaffeemischung stets frisch gebrannt Freie Zustellung ins Haus, prompte und solide Bedienung. Um zahlreichen Zuspruch ersucht Alois Baum Brünn

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