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Jüdisch-liberale Zeitung · 1931-12-09 · 48-49 (9.12.1931) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
11 (1931)
Issue
48-49 (9.12.1931)
Date
1931-12-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Habe» bereits mehrere Vereine Gebrauch gemacht. Eine schlichte Frier soll zu Chanukkah dem Hause die Weihe geben. Esst». (Todesfall.) VI m Montag, dem 23. November 1931, lvurdc der Senior unserer Gemeinde, Herr Jakob Geldern, unt/r un gewöhnlich starker Beteiligung der jüdischen und nichtjüdischen Bürger scherst zur letzten Ruhe gebettet. Herr Rabbiner Tr. Hahn gedachte in seiner groß ungelegten Gedciilrcde der besonderen Verdienste, die sich der Verewigte um die Stinagogengeinein.de und deren Beneine erworben hatte. Auf seine Initiative sind viele Einrichtungen unserer Gemeinde zurttckzusührm. Er mar der eigentliche Organisator der Chewrah Kadischa, deren Vorsitzender er ein halbes Jahrhundert lang gewesen ist. Während dieses laugen Zeitraumes Hai er manche Not in der Gemeinde lindern geholfen. Als Vorsitzender der Chewrah war er natürlich gleichzeitig an allen Arbeiten des Wohlfahrtsausschusses der Gemeinde aufs eifrigste beteiligt. Es gab in früheren Zeiten wohl keine Sammelaktion, bei der er nicht in vorderster Reihe gestanden hält!?. Der Repräsentantenversammlung gehörte er jahrzehntelang an und wurde bei seinem Ausscheiden zum Ehrenmitglied ernannt. Bis vor einem Jahre hat er in allen Beschlüssen dieser Körpersckwst in entschiedener Weise mitgewirkt. Der Ncuban unserer Synagoge war mit sein Werk. Jhin genügte es aber nicht nur, einen würdigen Bau nach außen hin zu errichten, sondern er war, so lange cS ihm möglich war, gleich zeitig auch einer der eifrigsten Besucher unseres Gotteshauses. Auch in nichtjüdischen Kreisen genoß er großes Ansehen. Fransturi a. M. (Neues jüdisches A l t e r s h e i in.) Tie Verwaltung der Georgine Sara von Rothschild Stiftung plant, bei der für Januar 1932 bevorstehenden Ncuerösfiuing ihres unigebauten und modernisierten Hospitals in dem schön gelegen en Nachbarhause, Röderbergwcg 93, ein Jüdisches Altersheim cinziirichtcn, um dieser Haus zweckentsprechend.zu verwerten. Bermögcnsrechtlich ist das .Hospital voll kommen selbständig und zu den Kosten des Umbaus lind daher Ge meindemitiel in keiner Weise verwendet worden. Krlseniirchen. (G o l -d c n e H o kh z c i t.) Am 22. November 1931 konnten die Eheleute Hartog und Henriette tzeyman ihre goldene Hoch zeit in seltener geistiger unb körperlicher Frische im Kreise ihrer 7 Kinder und deren Familien begehen. Das Fest wurde am voraus gehenden Sabbat durch eine besondere gottesdienstliche Feier in er hebender Weise eingeleitet. In herzlichen Worten würdigte Herr Rabbiner Tr. Galliner die Bedeutung des Tage» für Jubelpaar und Gemeinde. An der offiziellen Feier im .Hause nahmen der Vorstand und die Repräsentanz, der Herr Heyman angehört (längere Jahre als Repräsentanten Vorsteher), die Vertretungen des Männer und Frauen Vereins, des Synagogenchorcs, der Schule, des Central-Vereins, der Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, des Jugend verein» und Turnvereins Hatoa, sowie zahlreiche Mitglieder der Gemeinde teil. Hamburg. (R < p r ä s e n t a n 1 e n K o l l e g i n IN d e r D c it t s ch Israelitischen Gemeinde.) In der letzten Sitzung des R.-K. fand die Neuwahl de» ersten Vorsitzenden des Kollegiums anstelle des aus dem Kollegium auSgcschiedcnen Herrn Alfred Lisser statt. Gewählt wurde Hirrr Rechtsanwalt Tr. Ludwig Frankel als Vertreter der stärksten Fraktion, der jüdisch-liberalen Partei. Herr Tr. Frankel nahm die Wahl an und erklärte, daß er das Amt nach den bewährten Grundsätzen seines Vorgängers zu führen bestrebt sein werde. Er rverde bemüht sein, bei der Führung der Geschäfte Objektivität ivalten zu lassen, die Rechte des Kollegium» zu wahren und das vorbildlich harmonische Verhältnis zwischen Gemeindcvorstand und R. Kaufrecht zu erhalten. TaS Ausscheiden des bisherigen bewährten Vorsitzenden falle in eine Zeit, in der die Gemeinde vor schwere Aufgaben gestellt sei. Er hege aber die Zuversicht, daß e» den Bemühungen der Gemeindevertretung gelingen wird, die Gemeinde auch durch die jetzig Zeit glücklich hindurchzusührcn. Herr Tr. Fränkel übernahm alsdann den Vorsitz. - Es wurde daraus über einen Antrag des Vorstandes beraten, der der Tarlehnskasse einen wetteren Betrag von RM 7500,- zuführen sott. Da allgemein die Notwendigkeit anerkannt wurde, dem Mittelstand zu helfen, wurde der Antrag angenommen. Das gleiche Ergebnis hatte ein weiteren Antrag des Vorstandes, der die Einrichtung einer Tischler-Werkstatt in einem der Gemeinde gehörigen Häusern zum Ziele hat. Es soll damit jugendlichen Erwerbslosen Gelegenheit zur Beschäftigung gegeben »verden. Die von einem Vertreter der Wirtschastspartei geäußerten Bedenken wurden von Frau Tr. Meyer- Wedett (lib.) zerstreut. Die Kosten der Einrichtung belaufen sich aus ca. RM. 630,--, von denen der Israelitische-Humaintärc Frauenverein RM. 300,- - übernommen hat. — Es erfolgte dann eine Wahl in die Friedhofs-Kommission, die auf Herrn R. Bachrach fiel. An die öffentliche Sitzung schloß sich eine geheiine Sitzung an. Plauen i. B. (Gem eiude r a t ssiHu ng.) Die Gemciuderat» srtzung am 24. November, die erste seit dem Tode unseres Predigers Emanuel Hermann, stand im Zeichen einer Gedächtnissitzung für den Verstorbenen. Der Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Goldberg, hicll einen längeren Nachruf auf den Verstorbenen und pries ihn als den Mann, der in jeder Weise sein Leben und Wirken in den Dienst der Gemeinde gestellt hat und dem die Gemeinde Unendliches zu verdanken hat. Anschließend tvurden eine Reihe Kundgebungen der Trauer und des Mitgefühls verlesen, die der Gemeinde von den Behörden, wie Kreishauptmannschaft, Stadtrat und von den beiden christlichen Kirchengemeinden, sowie von vielen jüdischen Organisationen zugegangen waren. Der Vorsitzende wies besonders daraus hin, in welch reichem Maße der Verstorbene Achtung und Wertschätzung bei seinen christliche,i Kollegen genoß, was sich besonders dadurch zeigte, daß der hiesige Superintendent Franke bei der Sonntagspredigt in der Kirche de» „frommen Mannes" gedachte, dessen Vertust die Israelitische Gemeinde zu beklagen habe. An die Trauerkundgebung schloß sich eine Geschästssitzung an. Da der Bosten des Predigers der Not der Zeit gehorchend eingespart werden soll, machten sich erhebliche Veränderungen im Religionsschulbetriebe nötig. Durch das verständnisvolle Eingehen der beiden anderen Lehrkräfte ist cs ermöglicht worden, einen alle Kreise befriedigenden Unterricht zu schassen. Durch das Ableben verringert sich auch der Etat für das Jahr 1932, welcher vom Vorstand neu ausgestellt wurde und zur Beratung stand. Es würbe seitens der Mehrheit der Äemcindeverordnetcn scharf gespart und u. a. alle Vereinsbcihilfen abl gelehnt. Der Etat wurde schließlich mit Mk. 34 543, in Einnahmen und Ausgaben angenommen und zur Deckung desselben ein Zuschlag von 15 o/n aus die Einkommensteuer bewikligt. Tie Gemeinde hat aber noch ein Defizit, hcrvorgerufen durch den ungeheuren Rückgang der Einkommen unserer Gemeindemitglieder. Tie Gemeind-everordneten glaubten in dieser Sitzung keinen weiteren Zuschlag znr Deckung des Defizits bewilligen zu sollen. Es wurde vorgeschlagen, nach dem Muster einer süddeutschen Gemeinde eine srciwillige besondere Umlage zu erheben. Der Vorstand ist beauftragt worden, in eine Erörterung mit den beteiligten Kreisen einzutreten. Tollte dadurch kein befriedigendes Ergebnis erzielt werden, dann muß sich die nächste Gemeinderatssitznng über die Art der Deckung dcS Tefizites entscheiden. Die ur sprünglich für .Ende November beschlossene Genieinderaiswahl wurde aus Sonntag, den 31. Januar 1932, verlegt. Schloß der Sitzung l;]>2 Uhr nachts. Rimbach. (S y n a g o g e n s ch ä n d n n g.) Im Anschluß an eine nationalsozialistische Versammlung wurde die Synagoge in Rimbach im Odenwald von bisher unbekannten Tätern mit Hakentreuzen und Sprüchen wie „Juda verrecke" beschmiert. * Aus der Bewegung * 40)ähriges Jubiläum des „Freisinnigen Vereins Frankfurt" Eine schlichte Feier vereinigte am Mittwoch, dem 2. Dezember, abends Mitglieder und Freunde des „Freisinnigen Vereins für jüdisches Gemeindeleben" im Empfangssaal der Wester,dsynagoge, um das 40jährige Jubiläum des Vereins zu begehen. Der Vorsitzende, San.-Rat Dr. E t t l i n g e r, begrüßte die Erschienenen, die im Gefühl treuer Verbundenheit von dem Willen beseelt seien, das 40jährige Erbe weiter zu pflegen und zu erhalten, er begrüßte insbesondere die Ökmeindevorstet)er und Gemeindevertreter, die liberalen Rabbiner, die Vorstände der liberalen Synagogen und Synagogen vereine, sowie der liberalen Jugendgemeinschaft, vor allem aber gedachte ec der Führer und Begründer, von denen Justizrat Tr. Blau und Geheimrat Dr. Rosen in eher erschienen waren, und schloß mit den Wünschen, daß im Gerste dieser Männer das Wort Abraham Geigers „Aus der Vergangenheit schöpfen, in der Gegenwart leben, für die Zukunft wirken" allen ferneren Bestrebungen voranleuchteu möge. Ein herzlich gehaltenes Glückwunschschreiben vom Vorstand der „Vereinigung für das liberale I u d e n t u m" wurde verlesen. Tie Festrede hielt Rabbiner Dr. Lazarus. Er zeigte in überzeugender Weise, wie Entstehung und Entwicklung des Vereins innigst zusammenhängt mit dem Strömungen im Judentum, mit den Zuständen innerhalb der Frankfurter Gemeinde und mit den Zeitströmungen überhaupt. Offenbar aus einer ähnlichen Gesinnung heraus begründet wie der K.C. und der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, sie sind säst um dieselbe Zeit entstanden getragen also von der Abwehrgesinnung gegen den Antiseniitismus, hat der Freisinnige Verein sich von Anbeginn nicht wie jene Bereinigungen nur als ein „Trutzjudentum", als politischwirtschaftlich-gesellschaftliche Kampsorganisation gefühlt, sondern hat wie der politische Liberalismus, dem ja das Judentum ein gut Teil seiner staatlichen und gesellschaftlichen Stellung verdankt, sich eingesetzt für das Recht des Individuums, das der Liberale aus dem Humanismus, der Jude aus b'er. Humanität der Bibel herleitet. Einer der Begründer und Führer des Vereins, Fritz Anerbach, hat wie auch andere die Persönlichkeitskultur des Humanismus als stärksten Wert seines Lebens empfunden und hat sie als Jude zu verwirklichen gestrebt; ein universalistisches Judentum aber — seine tiefste Sehnsucht erschien ihm nur möglich, wenn die Religion sich mit der Freiheit vereinigte. Damit war die Zauberformel gefunden, die neues Leben schaffen sollte. Im Judentum freilich war Freiheit Ausgangspunkt aller Entwicklung es ist Moses große Tat, daß er Freiheit und Religion von Anbeginn vereint hat. Aber die Geschichte, auch die jüdische, ist nicht frei von Ketzergerichten gegen freiheitliche Regungen. Freiheit ward mit Füßen getreten im Namen der Religion, und umgekehrt die Religion niedergctreten im Namen der Freiheit! Auch in unserer Gemeinde klaffte der Zwiespalt: die alte Richtung hat die Reformbewegung verketzert, und dann wieder ist das konservative Judentum nicht genügend berücksichtigt worden. Später aber, als dies zu vollem Recht gelangt war, sing das liberale Judentum in der Gemeinde an zu verkümmern, der zunehmende Wohlstand machte schlaff und gleichgültig, bif* geistige Wandlung, Materialismus und Mo- * nGmus machten nufere gebildete Schicht zu Abtrünnigen, ja zu Gegnern des religiösen Judentums. In diese Situation greift der neugegründete Freisinnige Verein mit dem: Ziel: Erweckung des religiösen Judentums durch Bereinigung von Freiheit und Religion stark und kraftvoll ein. Das religiös liberale Judentum hat damit in unserer Gemeinde eine Stätte gesunden, dem'Irrationalen war neben dem Rationalen zu seinem Recht verholfen. Rabbiner Tr. Lazarus schloß mit dem Worte, das Wunsch und zugleich Zukunstsaufgabe um faßt: „Deo servire libertas, Gott dienen ist Freiheit!" Für den Vorstand der Gemeinde, zugleich als Mitbe gründer, sprach Justizrat Tr. Blau. Er betonte, daß der Verein unter schweren Kämpfen seine Stellung errungen, daß ec sie aber zum Heile der Gemeinde auf Gerechtigkeit be gründet habe. Er dankt dem Verein, daß er niemals sich im Kamps gegen Uebergriffe anderer Richtungen sich erschöpft, sondern stets positive Leistungen im religiös-liberalen Sinne erstrebt habe, und daß er besonders bemüht gewesen, d.«je Kreisender Geineinde wiedcrzugewinnen und zu erhalten, die dem Judentum verloren zu gehen drohten, und wünscht, daß mit der Blüte des Vereins und durch dessen Wirken sein eigenes Ideal sich erfülle: „Ter jüdische Deuts che". Die Feier wurde von musikalischen Darbietungen um rahmt: von Studienrat Frank Rotschild am Flügel begleitet, sang Hans Assen heim die Arie „Herr Gott Abra hams" aus Elias von Mendelssohn und das Arioso aus „Eantata con stromenti" von Händel. Am Freitag Abend, den 27. November, hatten in den liberalen Synagogen Festgottesdienste stattgefunden, bei denen Rabbiner Seligmann und Rabbiner Salz borg er die Predigten gehalten haben. Ä. G. Hamburg. Ter j ü disch l i b r i n f r W c m c i n b c u o v c i n?. V. halte zu feiner ersten Veranstaltung am 23. November imi Vorsitzenden des Ncpräscntanteittottegiums der jüdischen Gemeinde Brr!itt, Herrn R. A. und Notar .Heinrich Stern, als Redner gewonnen. Tie Kundgebung wurde durch einleitende Worte des Vereins Vorsitzenden, Herrn Paul Korch. eröffnet, welcher nach herzlicher Be grüßung des Redners und der Versammlung, besonders der zahlreichen vertretenen Körperschaften und Heime, und nach ehrenden Worten fiir das verstorbene Vorstandsmitglied Dr. Felix Abraham kurz die Ziele und Hoffnungen des Vereins darlegte. Er sprach den Wunsch aus, das; durch rege Beteiligung, besonders auch aus dem Kreise der Frauen, und der Jugend, daS Ziel, albe liberalen Juden Hamburgs verschiedener Richtungen zu vereinen zur Vertretung ihrer in der Gemeinde gleich artigen Interessen, fortschreitend verwirklicht werden möge. Herr RA. Stern sprach dann in einem 1 >/>, ständigen Vortrag über „Liberales Judentum in der Gemeindepolitik". Ausgehend von der Ueberzeugung, daß nur die Gcmeindepolitik fruchtbringend sei, die folgerichtig eine geschlossene Weltanschauung in ihrer praktischen Arbeit verwirklicht, umriß er einleitend die Gedankenwelt des religiösen Liberalismus und zeigte seine Abgrenzung gegen die Weltanschauung der gesetzestreuen Richtung und des Nationaljudentums aus. Das liberale Judentum, welches eine in ihren Aeußernngen wandelbare Religiosität als Grundlage und gemeinsames Zi>el der jüdischen Gemeinschaft ansehe, vergesse über dem Trennenden nie den Gedanken der Gemeinschaft und sei daher auch in der praktischen Gemeindearbeit bestrebt, alles zu fördern, was zur Befriedigung der religiösen Bedürfnisse beider Richtungen gehöre. Es sei daher bemüht, für die Erfüllung der drei Gebote zu sorgen, die nach dem Worte der Weisen die Grundlage bildeten: Lehre, Gottesdienst und soziale Fürsorge. Bei der Durchführung dieser Aufgaben sei entsprechend der liberalen Ueberzxugrrng vom übernationalen Charatter des Judentums auf die Erhaltung des Hebräischen als der allgemeinen Hauptgebetssprache und auf die Bermeidung allös dessen Gewicht zu legen, was eine unnötige Absp-er rung von der nichtjüdischen Umgebung mit sich bringe. Aus diesen! Gründen sei auch entscheidendes Gewicht auf die Durchführung des jüdischen Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen zu legen, während die Einrichtung und Erhaltung besonderer jüdischer Schulen prinzipiell nicht erforderlich und nur im Einzelfall aus lokalen Gründen wünschenswert sei. Der Redner schloß seine fesselnden Ausführungen mit der Aufforderungdaß jeder, der Gemeindepolitik treiben wolle: seine religiöse Anschauung festigen möge, da der notwendige Kampf zwischen entgegengesetzten Auffassungen desto reibnngs loser verlause, je durchdachter und ausgebildeter die Anschauung ihrer Vertreter sei. Nach einer kurzen Aussprache, in welcher n. a. .Herr Dr. L. Fränkel aus einige Besonderheiten der Hamburger Gemeindearbeit hinwips und einen herzlichen Dank an den Referenten, schloß der Vorsitzende di«? Versammlung. «38 IM die Gemeinde? Oemeiudeabend der Berliner Jüdischen Gemeinde Donnerstag, den lO.d. Mit*., abends 81/., Uhr, im Tiergartenhof, Charlottenburg, Berliner Straße 1 (Großer Saal) Dr. Wilhelm Kleemann: Was tut d. Gemeinde: Direktor Dr. Alexander: Die Kulturanfgaben der Gemeinde Oberkantor Hanns J ohn: Gesänge Eintritt frei! Eintritt frei! IIIIII1I1IIIM Arzt sucht für seine Nichte, 24 Jahre, gebildet, hübsch, häuslich erzogen, passenden Lebensgefährten Akademiker bevorzugt. Vermittlung verbeten, Zuschriften unter M. B. 111 an die Expedit, dieses Blattes. aus altangesehenster jüdischer Familie 30, sehr hübsch, feingebildet, bescheiden, wirtschaftlich u. anpassungsfähig sucht entsprechenden Gatten in gesicherter Position bis 50, auch in Kleinstadt. 25000 Mitgilt, komplette Einrichtung, Aussteuer. Vermittler verbeten. Ausführliche Zuschriften erbeten u. „N23“ a. d. Exped. dieses Blattes- Jüdisches Landheim Ahlem bei Hannover Eigene staatlich anerkannte Volksschule. Unterricht in kleinen Gruppen. Herrliche Park- und Spielplatzanlagen. 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Rabbiner Dr. Norden in der »Jüdisch-liberalen Zeitung" „Dankbar hören wie die Worte des Führers, der vom Oeiste her das schwere Sein zu erleichtern unternimmt.“ Dr. Eva Reichmann - Jun gm a nn in der „C.V.- Zeitnng“ *etiofl: Verkamt«, fftt ha» liberale Judentum e. Berlin «». 11. - «eranttvortlicher MtUm: George «oetz. Berlin »». 61. — Druck: Hermann Wegner ft L»„ Berlin-Mariendokf.

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