Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 46-47 (25.11.1931)
- Date
- 1931-11-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin. (Liberal t Synagoge Norde n.) Am Sabbat ^.Wajeze" „Und Jakob zog aus" jährte sich wieder der Tag, an dem im Jahre 1923 die Liberale Synagoge Norden als erste unter den liberalen Synagogen ,,auszog", «in ihre religiöse Arbeit zu beginnen. Um an diesen Tag zn erinnern und immer wieder auss neue zur Weiterarbeit auszurufen, fand am vergangenen Sabbat iu den Räumen des Berthold Auerbachsche» Waisenhauses ein Festgottesdienst statt, und zwar sowohl am Freitag Abend als auch am Sabbat Vormittag. Beide Gottesdienste waren sehr gut besucht, ein Zeichen dafür, wie gerne inschaftsbildciid noch heute der Kreis der Liberalen Synagoge Norden ist, und welche Anziehungskraft diese Gottesdienste auf alle Beteiligten aiisiiben. Tie liberale Bewegung hat' allen Anlaß, Hermann Falkenberg und seinen Freunden dankbar zu sein, daß er dieses Werk ins Leben gerufen hat, und so waren die verschiedenen liberalen Organisationen, solvie auch die Gemei,idckörpersc1>asten bei den Fest gotbesdiensten vollzählig vertreten. Am Freitag-Abend, 20. November, Predigte Rabbiner Tr. Salomonski; er gedachte der vor acht Jahren erfolgten Grüivdung, der Männer, die die Liberale Synagoge Norden geschaffen.haben und sie führen. Im Anschluß hieran entwickelte er noch einmal das Programm dieses in die Zukunft weisenden Unter nehmcns. Am Sabbat Vormittag, 21. November, predigte Tr. Swar sensky über die Aufgaben des modernen Seelsorgers und über die Art, wie diese gerade in den kleinen Synagogen erfüllt werden. Dem Verein, dessen Wirke» in anderen Stadtteilen Berlins bekanntlich fegen volle Nachfolge gesunden hat, und der eine Keimzelle d»es religiös» liberalen Judentums ist, sprechen wir zu seinem Jahrestage auch an dieser Stelle herzlichste Glückwünsche aus. Berlin. Tie Bezirksgruppe Nordwestcn des Liberalen Vereins veranstaltete am!l. November d. I. im Cafe Gärtner eine Versamnrsnng, die recht gut besucht war und die den Anwesenden zeigen sollte, in Melcher Weise das Wohlfahrtsamt in dieser schweren Zeit seine Tätigkeit ausübt. In seiner Begrüßungsrede hemerltc der Vorsitzende der Vrzirksgruppe, Herr Direktor Äutmann, daß man das Thema für den Abend gewählt habe, weil es augenblicklich kaum eine wichtigere Aufgabe gibt als die Sorge sür die Notleidenden. Herr Direktor Heinrich Stahl sprach dann iu sachlicher, eindringlicher Art über die Arbeit des Wohlfahrtsamtes. Er gedachte dabei auch in Dankbarkeit des verstorbenen Herrn Eugen Caspary und sprach von seiner Aufbauarbeit, der eS in erster Linie z» danken wäre, daß wir heute in der Lage seien, den ungeheuren an das Wohlfahrtsamt gestellten Ansprüchen gerecht zu werden. Die Mitarbeiter, sowohl die im Wohlfahrtsamt der Gemeinde wie die in den einzelnen Bezirken, diie er bei der Uebernahme des Dezernats vorgefunden habe, seien mit ganzem Herzen bei ihrer Arbeit. Die Not, die überall vorhanden und die auch in Kreise gedrungen ist, die niemals daran gedacht haben, die öffentliche Wohlfahrt in Anspruch zu nehmen, stellt das WohlfahrtSamt vor eine besonders delikate Aufgabe, denn cs will nicht Almosen geben, sondern in individueller Art helfen. Es versorgt die Bedürftigen mit Brot, Heizmaterial und Kleidung. Ter Versorgung mit Kleidungsstücken wird besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Die Tätigkeit der Küchen ist erheblich erweitert worden. Auch sür die alten Leute ist gesorgt. Soweit sie uirijt in Altersheimen untergebracht werden können, ist sür sie eine tägliche Versorgung durch das nächste Altersheim geschaffen worden. Berlin. Unter Leitmrg des Vovsitzende», Herrn Dr. Manfred Meyer, fand am Montag, dem 10. November, in der Hezirksgruppe Tempelhos des Liberalen Vereins eine Versammluirg statt. Herr Landgerichtsrat Dr. Martin Lesser und Herr Moritz Rosenthal hatten die Referate für den Ab-cird übernommen. Herr Landgerichtsrat Dr. Lesser sprach iu interessanter Weise über,„Gemeindcpolitische Fragjen". Er gab einerr Ueberblick über die Zusammenfetzmrg der beiden Ge meinde-Körperschaften, deren Aufgaben und Arbeiten, über die Ziele der liberalen Gemeinde-Politik und über die Gegensätze der leiden großen Parteien in der Gemeinde; er betonte derr Charakter her Jüdischen Gemeinde als religiöse Einheitsgcmenrde uud zeigte auf, auf tvelchem Gebiete bisher ein reibungsloses, einmütiges Zusammenarbeiten möglich gelvesen ist und voraussichtlich auch in Zukunft ermöglicht wenden kann hum Wähle der Jüdischen Gemeinde und der gesamten deutschen Judenheit. Ueber die „Gemcindevenvaltung" sprach dann eingehend Herr Moritz Rosenthal. Er schilderte die Gemeinde- Verhältnisse und den schweren Stand der jetzigen liberalen Berwaltung, die alles in einem sehr schlechten Zustand übernommen habe. Es sind viele organisatorische Verbesserungen durchgeführt worden, damit eine ordnungsmäßige Durchführung der Gemeindearbcitcn gewährleistet ist. An dem Abend kam besonders zum Ausdruck, wie sehr es an einem liberalen Gottesdienst in Tempelhof fehlt. In der Diskussion, an der sich Herr Neustadt, Frau Schweriner, Herr Rabbiner Dr. Elsas, Herr Klein, .Herr Arnold uud.Herr George Goetz beteiligten, wurde immer ivieder daraus hingewiesen, daß gerade die Tempelhosj.'r liberalen Juden nur mit großen Schwierigkeiten uud Zeitverlusten einem liberalen Gottesdienst beiwohnen könnten. Der Vorsitzende der Bezirks^ gruppe versprach danu, ohne d-cr Gemeinde zur Last zu fallen, einen liberalen Freitagabend-Gottesdienst in Tempelhos einzurichten. Herr Gustav Zamory sprach dann über die Wohlsahrtsarbeir iw Bezirk Nordwesten. Damit jeder seine Wünsche persönlich vor bringen kann, sind Sprechstunden eingerichtet worden. Es wird alles getan, um nach Möglichkeit jedem gerecht zu werden. Zn dem Thema „Gemeindeverwaltung" sprach Herr Moritz Rosenthal. Herr Rosenthal betonte besonders, daß es der jetzigen Verwaltung in der Hauptsache daran liege, zu einem Frieden mit allen Richtungen innerhalb der Gemeinde zu kommen. Es ivird dafür gesorgt, daß alle religiösen Richtungen zu ihrem Recht komme». -Lei der WohlsahrtS. arbeit dürfe nicht gespart werden. Doch zwinge die Finanzlage dcrGemcinde dazu, dort abzubauen, wo es sich um Einrichtungen handelt, die nicht zu den Aufgaben einer Rcligionsgemeindc gehöre». Jedenfalls Nj.'rde die Berivaltung trotz der schwierigen Situation, in der sich die Gemeinde befindet, bemüht bleiben, iu der Gemeinde wieder Verhältnisse zu schaffen, wie sie früher waren. Vor allen Dingen »verde alles getan werden, um die Finanzen in Ordnung zu halten. Aus der angeregten Diskussion könnte man entnehmen, mit welchem Interesse die Ausführungen der drei Redner aufgenonunen worden waren. Es beteiligten sich daran die Herren Landgerichtsrat Tr. Lesser, Professor Wölbe, Dr. Earl Rosenthal, Dr. Mar Giusbcrg, De. Lamm, Rektor Reschke, George Goetz und Landes. Berlin. (Liberaler Verein sür die Angelegenheit teil der jüdischen Gemeinde zu Berlin.) In unserer Bezirksgruppe Süden sprach um 18. November im Deutschen Hof, Lnckauer Straße, Heer Wilhelm Marcus über das Thema „Ein Jahr nach der Wahl". Herr Marcus wies in seiner einleitenden Rede aus die jüngsten Ereignisse hin, die sich bezüglich der Wahlen im Deutschen Reich zugetragen haben und im Hinblick darauf bemerkte er, ob wir Juden in der Jetztzeit überhaupt das Recht haben, uns gegenseitig so zu bekämpfen, wie dies in letzter Zeit der Fall war. In der letzten Wahl ging der Kamps hauptsächlich darum, ob die Berliner Jüdische Genreindc eine Religionsgemeinde bleiben oder vfi Sinne der Zio nisten zur Volksgemcinde umgewandelt werden.soll. Die Majorität haben, heißt eine ungeheure Verantwortung übernehmen. Wir tragen jetzt die Verantwortung für die ganze jüdische Gemeinde und darüber hinaus für das gesamte deutsche Judentum. Infolgedessen steht die jetzige -Verwaltung unter der Kontrolle der jüdischen Ocssentlichkeit und unser Tun muß von großer Verantwortung getragen sein. Die Arbeit, die sie übernommen hat, ist nicht gering, doch wird man es nicht an Mühe und Fleiß fehlen lassen, um alles wieder ins rechte Geleis zu bringen. Alle Ausgaben sür Zwecke, die nicht in den Bereich einer Religionsgemeinde gehören, müssen ausgerwerzt werden. Dem sachlichen und interessanten Vortrag des Herrn Marens schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Herr Sanitätsrat Domke unterstützte den Redner in der Ansfassung, daß die Gemeinde ökonomisch und sparsam wirtschaften müsse und daß im Hinblick auf die letzten Vorgänge nicht die Zeit sei, schwach zu sein. Es muß Rücksicht auf die Steuerzahler genommen werden, und darum ist es unbedingt not wendig, daß die liberale Fraktion ihre»! Programm gemäß die Arbeiten in der Gemeinde durchführt. Im Schlußwort bemerkte Herr Marcus, daß die Liberalen deu Frieden wolle» und daß sie die Hoffnung nicht aufgebe, auf der Gegenseite Leute zu finde», mit denen sie sich ver ständigen könne». Dortmund. (Bortrag.) In der Vortragsreihe über die jüdischliberale Betvegung innerhalb unserer Ortsgruppe hielt Herr Konrektor Andorn den 3. Bortrag über das Thema „Das Zeitalter der Kultusreform" (Gebetbuch und Gottesdienst). In großen Zügen zcich uete er zunächst das Zeitalter der Opfer mit den kurzen Gebeteir, dann die Zeit der Anhäufung der Gebete, das Mittelalter, mit einem Bilde ans Heines „Rabbi von Bacharach", sodann die Neuzeit, auch hier mit Mendelssohn einsetzend. Jacobsons Neueinrichtungen, der Hamburger Tempelstreit, Westfalens .Hauptgebetbuch (Vogclstein) bis auf das neuste „Einheitsgebetbuch" werden in längerer oder kürzerer Ausführung geschildert. Sodann zeigte der Redner an der Hand der „Richtlinien zu einem Programm sür das liberale Judentum", wie die dort nicdergelegten Anforderungen bezüglich des Gebetbuchs und des Gottesdienstes zu einem großen Teil in .hiesiger Gemeinde bereits ver wirklicht sind. - Immer und immer muß die Mahnung ergehen: der Ort des religiösen Gemeinschafts- und Vereinslebens ist die Synagoge; besuchet sie fleißig. Mit einem Bonmot von unserem Selig mann, das verdient der Vergessenheit entrissen zu werden, schloß der Redner seinen mit lebhaftem Beifall ausgenommenen Vor trag: Als Seligmann 1902 iu Frankfurt seine Aiitrittspredigt hielt, so erzählt er, „standen hinten zwei Juden aus der separatistischen Orthodoxie, und als meine Predigt zu Ende war, sollen sie zn einander gesagt haben: „Haben wir wunder gemeint, was er predigen wird, was wir alles aufgeben sollen; - kommt heraus, hat er vom lieben Gott gepredigt." So - fuhr Herr Andorn fort — ivird man auf meine heutigen Ausführungen zusammenfasseiid sagen: Wir sollen in die Synagoge kommen! An eine kurze Ausspräche schloß sich an die Kaffeetafel ein geselliges Zusammensein. Liegnitz. (N e u g r ü ix.d u n g einer liberalen I u K t n b - gruppe.) In der Hauptversammlung des Liberalen Vereins der Synagogen Gemeinde zu Liegnitz (einschließlich der Jugendgruppe) ist.einstimmig beschlossen worden, die Gründung eines selbständige» liberalen Jugeudvereins mit dem Namen Jüdisch-liberale Jugendgruppe Moses Mendelssohn vorzunehmen. Tie Versammlung war außerordentlich gut besucht, und zlvar sowohl von Mitgliedern des Haupt- Vereins, als auch von der Jugendgruppe. Die neuen Statuten beider Vereine haben eine enge Verquickung beider Vereine vorgesehen. Ein Vertrauensmann des Vorstandes des Hauptvereins wird in den Bvrstand der Jugendgruppe gewählt, während umgekehrt ein Vertrauensmann des Vorstandes der Jugendgruppe in den Vorstand des Haupt- Vereins gewählt wird. Zum Vertrauensmann im Vorstand der Jugendgruppe ist der Vereinsvorsitzende R.-A. Dr. Ernst Scheyer gewählt worden, dep aber das Amt nur bis zum Ablauf dieses Geschäftsjahres angenommen hat, um auf Grund der bisherigen Erfahrungen in beiden Vereinen auf Wunsch beider Vereine die ersten Arbeiten mir zu erledigen. Die beiden Vereine wollen bereits in der übernächsten Woche das erste Mal gemeinsam an die Oefsentlichkeit treten, und zwar mit einem Bortrage, den Dr. Scheyer selbst über das Buch von Lewisohn „DaS Erbe im Blut" hält. Die Neugründung rechtfertigt sich durch das besonders rege Lebeu vn der Jugendgruppe, die einerr An spruch darauf erheben darf, sowohl bei ihren Interessen, als auch bei der Zahl ihrer Mitglieder als selbständiger Verein zn fungieren. Vereinsnachrichten Wie im Vorjahre, veranstaltet die Jüdische Gemeiube zu Berlin auch in diesem Winterhalbjahr religiöse Feiern an den SonntagoormiitaLtN. Die erste dieser Feiern findet am 29. ds. Mts., vormittags Hi/» Uhr, iu der Synagoge Prinzregentenstraße statt. Bei der Feier wird Professor Leopold Jessner einen Vortrag halten. Die Feier wird durch Gesänge und andere künstlerische Darbietungen umrahmt. Der Lentral-Veriin deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens ladet ein zu einem „Kulturtag" am Sonntag, 29. November 1931, in den Räumen des „Bruder-Vereins", Kursürstenstraße 115-16. Ter Eintritt zu allen Veranstaltungen, auch zu der Werdeschau, ist unentgeltlich. Vormittags 11 Uhr: Aussprache der Filmregisseure, Kabarettisten, Schauspieler, Literaten über das Thema: „Selbstachtung oder Selbstverhöhnung". Nachmittags 1 Uhr: Zwiegespräch über das Thema: „Mode, Gesellschaft und Antisemitismus" (Dr. Ilse Re icke. Dr. Margarete Edelheim). Abends 8 Uhr: Kundgebung des C.-V.: „Wir jüdischen Deutschen, ein Bekenntnis und eine Anklage". Alle Veranstaltungen haben künstlerische Umrahmung. Gäste willkommen. Die diesjährige Winterveranstaltung der Jüdischen Altershils« Groß-Berlin E. V. findet am Sonnabend, dem 12. Dezember, im Marmorsaal des Zoo mit folgendem Programm statt: Künstlerische Darbietungen, Tanz, Tombola. Namhafte Künstler haben ihre Mit Wirkung bereits zugesagt. , „ Selbsthilfe der jüdischen Studentenschaft! Um der ungeheuren Nor Hunderter jüdischer Studierender zu steuern, haben sich sämtliche jüdische Studentenverbände zusammengeschlossen und veranstalten am Sonnabend, dem 28. November, abends 8 Uhr, in der Staatl. Hochschule sür Musik, Fasancnstraße l, einen Abend unter der Leitung des Herrn Tr. Kurt S^ger. Unter anderem spricht Herr Arnold Zweig über „Die Lebendlage der heutigen Jugend". Ferner wirken nlit die Damen Paula Lindberg, Irene Triesch, Marie Zweig, Bia v. Kessert und Herr Roman Totenberg, Mendelssohnpreisträger. Ter neue Bech stein-Siemens-Nernst-Flügel wird unter musikalischen Darbietungen vorgeführt. Der Reinertrag stießt ohne Abzug dem Stipcndienfond der jüdischen Studentenhilse, Roscnstraße 2-4, zu. Karten zu 1, - bis 5, - RM. im Wohlfahrtsamt der jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2 4, Norden 6711. B»zch — Bild — Spiel sür die jüdische Jugend. Ausstellung vom 29. 11. bis 3. 12. 1931 einschließlich im Trausaal der Synagoge Levetzowstraße 7 unter Mitwirkung der jüdischen Schulen, des Jüdischen Frauenbundes, der Berliner Logen U.O.B.B., geöffnet von 47 bis 22 Uhr. Lichtbildervorträge, Kinderaussührungen, Mär chenvorlesungcn, jüdische Musik. Der Eintritt ist frei. Bemeindeabend Montag, den 30. November, abends 81/» Uhr in den Union-Festsälen, Greifswalder Sir. 221 ‘223. Der Vorsitzende des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Dr. h. c. Wilhelm Kleemann spricht über: „Mittelstand und Genosscnschaftsbewegung“. Frau Bertha Falkenberg: „Die Wohlfahrtsarbeit der Gemeinde.“ Musikalische Darbietungen: Ofcerkantor Leo Gollanin. Eintritt frei! Vorstand der .llldischen Bemeinde. Erster religiöser vonrag Sonntag, den 29. November, vormittags 11 Va ^hr in der Synagoge Prinzregenten-Straße 69'70 Herr Professor Leopold Jessner spricht über: „Religion und Charak ter“ Vor und nach dem Vortrage: Chorgesang und Kammerorchester. Eintritt frei! Vorstand der Jüdischen Bemeinde. Chanukah»Geschenk l Soeben erschien! An der Grenze Kulturgeschichtliche Erzählung von Heinrich Kurtzig in Geschenkganzleinenband M. 3.50 Verlag Gustav Engel, Leipzig Thomas Mann schreibt: „Ich freue mich über dieses Buch, das mit soviel Kenntnis, Natürlichkeit und Wärme von einer garnicht fernen und doch so fremden Menschen well berichtet.“ eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Berlin H. 24. Oranienburger Sir. 3 Fernsprecher: D2 Weidendamm 0852 Annahme von Spar- und Depositengeldern gegen vnrteilhaite Verzinsung Scheckverkehr AueiOhrung sämtlicher uankmaoigen Vormittags-Abendschule Private Vorbereitumrsanstalt. Oirekior Danziger Berlin, W 50 Nürnbergers raße 35/36 JurisieniocMer aus altangesehenster jüdischer Familie 30, sehr hübsch, feingebildet, bescheiden, wirtschaftlich u. anpassungsfähig sucht entsprechenden Galten in gesicherter Position bis 50, auch in Kleinstadt. 25000 mitgm, komplette Einrichtung, Aussteuer. Vermittler verbeten. Ausführliche Zuschriften erbeten u.^N 23" a. d. Exped. dieses Blattes- CONSTANTI N BRUNNER Von den Pflichten der Juden und von den Pflichten des Staates ca. 300 Seiten - broschiert RM 6.-, geb, RM. 8.- Höre Israel! und Höre Nicht - Israel! (DIE HEXEN) ca. 80 Seiten - kartoniert RM 2.- GUSTAV KIEPENHEUER VERLAG, BERLIN „Wer Ohren hat, der hörel Die Tatsachen des gegenwärtigen Lebens in Deutschland, die Miasmen dieser Zeit, sind nie treffender, schärfer, einfacher gezeigt worden. Das dringendste Kapitel dieses kleinen, unerhört gedankenreichen und sprachgewaltigen Buches behandelt den Judenhaß, den Judenwahn, den Brunner auf eine geradezu mörderische Weise und — man darf nicht anders mehr als mit dem Kammer philosophieren - mit dem Hexenwahn des Mitleialters parallelisiert.** Leo Hirsch im „Berl.TagebL“. * „Ja, er will und kann unserm Judentum ein Helfer sein, denn er ist in Wahrheit ein .Grosser in Israel*, eine Bezeichnung, mit der wir oft ein wenig zu freigebig verfahren; he, Brunner ist sie am Platze. Die Juden aber, mögen sie hören oder es lassen, denn ein Haus der Widerspenstigkeit sind sie, so sollen sie doch wissen, dass ein Prophet unter ihnen ist.1' Rabbiner Dr. Norden in der „Jfldisch-liberalen Zeitung“ * „Dankbar hören wir die Worte des Führers, der vom Geiste her das schwere Sein zu erleichtern unternimmt.“ Dr. Eva Reichmann-Jungmanninder „C.V.- Zeitung“ Aller, nicht veralleier Globus zn kaufe» gesucht. Rnrh Bergmann 3358/59. Jüngere Herren zur Werbung von Mitgliedern gegen Provision von jüdischer Organisation gesucht. Herren mit jüdisch-liberaler Gesinnung, die Interesse für eine solche Tätigkeit haben, werden gebeten sich zu melden. Zuschriften erbeten unter L- B. 66 an die Exped. ds. Bl. Große«, gulmodliertes Zimmer, Stadtbahn, Untergrundbahn, bi.lia zu vermieten. Anfragen unter B. I. 4485 an die Exped. ds. Blaues. Fotvarbeiten Foloiechnikum, Großbeerenstr. 28 d. Tanz-Kapelle auch Allein Pianist, empfiehlt sich zu allen Gelegenheiten. 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