Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 44-45 (11.11.1931)
- Date
- 1931-11-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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hin, über welche in einer späteren Sitzung zu beraten sein wird, daß die Offenlegung des Berichts eine „kreditschädig ende Wirkung für die Gemeinde" haben könne; zuviel von den Dingen ist durchgesickert, an der „Kreditschädigung" sind die- -migen schuld, die diese Mißwirtschaft getrieben haben, und »ie geforderte Klarlegung kann hier nur bessern, nicht Hhädlgen. Deshalb war es auch richtig, daß der Vorsitzende oer Repräsentantenversammlung, Rechtsanwalt Stern, und ebenso Bruno W o y d a darauf hinwiesen, es handle sich hier nicht um eine Parteiangelegenheit, sondern es sei Pflicht aller Repräsentanten, das vornehmste Recht jedes Parlaments wahrzunehmen und diese Dinge zu bereinigen. Vertuschung, ob sie nun aus Furcht vor der allgenreinen Austrittsgefahr oder aus parteiegoistischen Gründen erfolge, sei hier das denkbar Schädlichste; nur wenn die jüdische Oeffentlichkeit sieht, daß mit der neuen Mehrheit auch ein neuer Geist in die Verwaltung eingezogen ist, werde auch wieder die allgemeine Gehneindefreudigkeit eintreteu, die wir uns im Interesse des Judentums wünschen müssen. Die Repräsentantenvecsammkung hat denn auch dem liberalen Anträge gemäß beschlossen, daß der Vorstand ihr den Revisionsbericht vorlegen und zugleich auch seine eigene Stellungnahme zu den einzelnen Punkten des Berichtes klarlegen möge. — Dieser Beschluß kann, wie gesagt, von jedem Starrdpunkte aus nur begrüßt werden. Gedenkfeier für Lesser llry in der 'Berliner Sezession Am 7. November, als am Tage des 70. Geburtstages des jüngst verstorbenen Lesser Ury, fand in der Berliner Sezession eine Gedächtnisfeier statt, die den nachdenklichen Menschen in gleicher Weise erschüttern und erheben konnte. — Nach stimmunggebendem Vorspiel des Rostal-Quartetts stprach Eugen Spiro als Vorsitzender der Sezession: am selben Tage utü> zur selben Stunde hätte der Vorstand der Sezession deren großem Ehrenmitgliede Blumen und Auszeichnungen dargebracht, ihm, der durch die Enttäuschungen seines Lebens so verbittert war, daß er an die späten Erfolge nicht mehr zu glauben vermochte. - Eine echte Tragik, daß mm das Schicksal selbst ihm verbot, die Erfüllung zu erleben! - Ten Vortrag zur Feier des Tages hielt Adolph Donath; in gerundeter Form ließ er ein Lebensbild erstehen, das zum Bilde eines Charakters wurde. Von seinen frühesten Anfängen impressionistischer Art, die ihn für die Zeitgenossen im Schatten eines Großen und Erfolgreicheren hielt, bis zu den liefen religiösen und sozialphilosophischen Werken (Jeremias, Moses, das Triptychon Mensch) ist dieses Künstlerlebcn ein Kampf, ein Kampf nicht mehr um Anerkennung oder Führerstellung, sondern um die reinsten Ausgaben der Kunst. So entstanden auch die religiösen Bilder, ohne irgend eine Prätention, aus echtem, unmittelbarem religiösen Gefühl und Bedürfnis. „Denn, so sagt der Redner, dessen bin ich sicher, daß Ury Ruhe und Erbauung in der Bibel suchte." - Mit einem Jnstrumentalvortrage schloß die Veranstaltung, die auch durch die Zusammensetzung des Publikums ihren eigenen Charakter erhielt. Im Krei'se der Künstler der Sezession sah man Geheimrat Justi, Direktor der Nationalgalerie, den Berliner Oberbürgermeister Dr. S a h m, Direktor Heinrich Stahl und Wilhelm Graetz vom Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, Dr. Max O s b o r n und manch anderen für die Kunstwelt bedeutsamen Kopf. Dr. Fritz S a l o m o u s k i. Zur Steuer der Wahrheit über Lesser Ury Es gibt Pflichten, denen man, und sei es aus noch so edlen Motiven, sich nicht entziehen darf. Nichts Widerwärtigeres gibt es, schon im bürgerlichen Leben, wenn cs sich nm materielle Erbschaften handelt, als den Streit im Hause des Todes. Solchem Street aber vermag ein edler Mensch sich zu entziehen: er verzichtet auf die Erbschaft nnd nimmt dadurch dem Gegner den Anlaß seines Streitens. Wenn aber der Verstorbene «in Genius und seine Hinterlassenschaft ein Geisteswerk tvar, so bleibt diese Hinterlassenschaft des Meisters Eigentum auch nach dem Tode. Um ihn handelt es sich, nicht nm uns, seine Erben. Und deshalb dürfen wir nicht verzichten, weil das, »voraus zu verzichten uns zugemutct wird, nicht uns gehört; deshalb dürfen wir nicht schweigen, wenn der Versuch gemacht ivird, das Werk des toten Meisters zu beschlagnahmen sür eine Partei, mit der er nichts gemein hatte. Bor einer Anzahl von Jahren wurde der Schreiber dieser Zeilen, 'ls er aus einer Gesellschaft einmal vyn seinen hebräischen Studien gesprochen hatte, gefragt: „Ach, Sie treiben Hebräisch, da sind Sic wohl Zionist?" Auf der Stufe dieses Fragers, nur daß nicht ahnungslose Naivität, sondern bewußte Partei.Agitation obwaltet, steht es, wenn cm der Bahre Lesser Urys gesagt wurde, was nun durch alle jüdischen Blätter geht: „Sein Jeremias und sein Sterbender Moses werden künftigen Geschlechtern sagen, ivcr Lesser Ury gewesen: einer der größten jüdischen Maler, dessen Zionslicbe ihn immer wieder zu höchstem Schassen begeistert hat." So widerwärtig im Hanse des Todes der Streit: hier ist eine Pflicht, der man sich nicht entziehen darf; hier darf nicht geschwiegen, hier muß gesprochen werden, um des großen Toten nnd um der Wahrheit wellen. Hier muß gesagt werden, daß, tviewenig Einer ein Zionist ist, tveil er die Bücher der Propheten tu der heiligen Ursprache, liest, so wenig ein Geistesheros sür die politische Partei des Zionismus in Anspruch genommen werden darf, »veil die Propheten ihm Stoff zu seinem Schaffen, übrigens nur eines Teiles desselben, gaben. Nun sagt man freilich, Lesser Ury habe im November vorigen Jahres einen zionistischen Wahlaufruf unterschrieben. Eben dies aber >st es, worauf unsere Zionisten sich nicht hätten berufen dürfen, tväre ein Schimmer von Takt und von Ehrfurcht vor dem großen Toten ihnen eigen. Es ist ja bekannt genug, daß sehr »st große Künstler so vollkommen ihrem Werke leben, daß sie gänzlich abseits den Dingen der Weit bleiben, ahnungslos wie Kinder und hilflos wie diese, wenn, sie doch einmal in den Strudel des Lebens und in den Streit der Parteien hineingezogen werden. Daß Lesser Ury solcherart ein Weltfremder und Abseitiger gewesen, ein Einsiedler, das bestätigeir alle, die ihn kannten. Und deshalb kann es auch sein Andenken nicht schmälern, kann iveder die Größe seines Lebenswerks, noch die Meisterschaft seiner Kunst, noch das Herocntum seines Charakters beeinträchtigen, wenn hier einer Erklärung Raum gegeben wird, die der langjährige Vorsitzende des Kunstausschusses der Berliner Logen U.O.B.B., Hugo Wittenberg, Herrn Dr. Kurt Fleischer, dem Vorsitzenden der Liberalen Fraktion der Berliner Repräsentantenversammlung, mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt hat, indem er seinem entrüsteten Erstaunen über die taktlose Parteirede des Herrn Dr. Klee a»v Grabe von Lesser Ury Ausdruck gegeben hat: In edler Bescheidenheit beginne ich mit mir selbst, denn die Leser kennen mich ja nicht: Ich gehöre keiner Partei an, habe intime Freunde sowohl unter den Zionisten, als auch aas dem entgegengesetzten Lager, ichachte jdde Ansicht und Anschauung, wenn sie auf Wahrheit und Ueberzeugung gegründet ist. Dem Maler Lesser Ury, dem jüngst verstorbenen großen jüdischen Künstler, stand ich jahrzehntelang nahe, sicher in den letzten Jahren tvar ich neben Lothar Brieger bestimmt derjenige, welcher allerengste Fühlung mit ihm hatte: Mindestens einmal in -er Woche waren trfir stundenlang beisammen and es verging kaum ein Tag, an dem er nicht mit mir telefonierte. Auch in seiner Todesstunde w« ich bei ihm und durfte ihm die Augen zudrücken. Aus dieser gründlichen intimsten Kenntnis heraus weiß ich, daß Urt> ganz und gar kein Politiker war und keiner Partei nahestand, er klagte sehr oft, daß die scharfen politischen Gegensätze auch im Judentum die Menschen statt zueinander gegeneinander führen. Daher tvar mein Erstaunen groß, als bei der Beerdigung Herr Dr. Klee ihn als Zionisten feierte, und meine Verwunderung wurde noch größer, als ich lesen mußte, seine Zionssehnsucht hätte ihn zu seinen biblischen Monumentalgemülden angeregt und daß die Volkspartei eine gesoirderte Trauerfeier für Ury veranstalte. Ury stand allerdings bei den letzten Wahlen auf der Liste der Volkspartei. Aus welchem Grunde er sich da mit ausschreiben ließ, gebe ich hierdurch unter meiner persönlichen vollen Verantwortung bekannt, es waren Urys eigene Worte, die ungefähr lauteten: „Sie wissen, daß ich mit Herrn und Frau Kareski seit Jahren bekannt bin, sie haben mir vielfach Bilder abgekaust und mich öfter zu einer Tasse Bouillon ungeladen, grade jetzt hat die Jüdische Gemeinde, deren Vorstand Herr K. ist, mir durch Dr. Karl Schwarz; einige teure Bilder abgetanst, was in der heutigen schweren Zeit besonders willkommen ist. Da konnte ich cs ans Dankbarkeit gegen Kareski nicht ablehnen, mich ans die Liste setzen zu lassen." Ury war ganz bestimmt kein Zionist und cs scheint mir nicht würdig, nun einen Gefeierten, der sich nicht mehr erklären kannß sür sich zu beanspruchen. Ich frage mich „Cui bono und hat die Partei es wirklich nötig, derart konstri. :iv Jemanden zu sich herüberzuziehen?" Bemerken will ich noch, daß ich gen..u in der gleichen Weise Stellung genommen hätte, wem: eine andere Partei diesen großen Toten, für sich in Anspruch genommen hätte. Ter unsterbliche Ury gehört der ganzen Menschheit, freuen wir uns, daß er Jude war r»nd vermeiden wir tvenigstens in solchem Falle die unselige, verderbliche Sektiererei. Hugo Wittenberg. Die ganze Naivität und Harmlosigkeit eines großen, aber Weltabgewawdt lebenden Künstlers spricht ans den Worten, die Wittenberg hier nach dein Gedächtnis wiedergibt: diese Worte erst vermögen aber auch ein Bild davor» zu geben, wie man deir Meister mißbraucht hat und noch jetzt mißbraucht, anstatt in Ehrfurcht zu verstummen, da er selber nicht mehr reden kann. Indessen gibt es eine Handlung, mit der der Verewig!e auch jetzt noch zu uns redet. In der Traueransprache an seiner Bahre hat .Herr Rabbiner Dr. Lehmann von der Liebe des Meisters zu seiner deutschen. Heimat uni> zn seiner märkischen Scholle gesprochen. Das tvar nicht, was nur ein Bösgesinnter hier einwenden könnte, Inanspruchnahme sür eine Partes sondern cs war der Hiniveis auf die allbekannte und schlichte Tatsache, daß nur der national verwurzelte Mensch ein übernationales Werk zu schaffen vermag, und auch Dr. Lehmann hat die biblischen Werke des Meisters gewürdigt, gewürdigt als das, ivas einzig sie sind: Ausdruck von Urys geistigem Judentum. Daß diese Auffassung der Persönlichkeit Lesser Urys aus intimster, mehr als dreißigjähriger Freundschaft und persönlicher Kenntnis stammt, ist uns bin cf) Lesser Ury selbst verbürgt worden, da er Herrn Tr. Leh mann zn seinem Testamentsvollstrecker eingesetzt hat. Schlimm genug, daß man uns zwang, dies alles hier auszu wühlen. Aber die Oeffentlichkeit hat ein Recht, die Wahrheit zu er fahren, und sie ivird sich nun selbst das Urteil bilden. Sprechsaal * Für diese Rubrik übernimmt die Schriftleitung lediglich die prtfr gesetzliche Verantwortung. Verletzter Berufsstolz In der B.J.Z. (Berliner Jüdische Zeitung) vom 30. Oktober beklagt sich Herr „Mars" darüber, daß ich als nichtzünftiger Journalist es gewagt habe, einen Bericht Aber die Versammlung der Jüdischen Volkspartei in der Stadthalle und über die Rede des Herrn Kareski zu geben. Wir wollen mit diesem kriegsgöttlichen, offenbar approbierten Journalisten nicht rechten... Wer Ohren hat, zu hören, wer seit mehr als 10 Jahren politische Versammlungen als Redner, Zuhörer und auch Leiter besucht hat, wird wohl noch beanspruchen dürfen, über eine Versammlung einen Tatsachenbericht abgeben zu können. Bisher war es aber das Zeichen eines guten Journalisten, Angriffe — und seien sie noch so witzig — auf Tatsachen zu stützen. Herr Mars kann aber gegen meinen Bericht nur allgemeine Redensarten ansühren. Ja, er sagt selbst, daß er „nur einen kleinen Teil jener Stellen zu Gehör bekam". Immerhin ein wertvolles Zngeständnis, zumal er bisher nicht in der Lage war und auch weiterhin nicht in der Lage sein ivird, zu widerlegen, daß die von mir wörtlich wiedergegebenen Schimpfereien des Herrn Kareski gefallen sind. Die Zuverlässigkeit der Berichterstattung des „Kollegen" Mars wird hingegen am besten durch die Tatsache dokumentiert, daß er aus einer Rede, die ich in der Repräsentantenversammlung gehalten haben soll, wörtliche Ausführungen wiedergibt, die nichts weiter als Phantastereien sind. Darüber gibt der stenographische Bericht der Repräsentantenversammlung Auskunft. Ein so routinierter Journalist sollte sich aber eines merken: Ueber Aufsassungen läßt sich streiten — genau wie über den Geschmack. Tatsachen dadurch verdecken zu wollen, daß man jemanden persönlich zu ironisieren versucht, ist eines anständigen Journalisten unwürdig. Wir sind bereit, Entgleisungen in Reden, wenn sie gls solche zugegeben werden, zu entschuldigen, die Schimpfereien des Herrn Kareski waren mehr als solche Entgleisungen. Sie sind Zeichen eines bedenklichen Mangels an Disziplin und Sachlichkeit. „Laß' gut sein" — dieser Mars „regiert" glücklicherweise nicht „die Stunde" - sondern nur die B.J.Z.! Martin S o b o t k e r. * Aus der Bewegung * Hinweis. Am. Sabbat „Wajeze" „Und Jakob zog ans" jährt sich wieder der Tag, an dem im Jahre 1923 die Liberale Synagoge Norden als erste unter den liberalen Synagogen „auszog", um ihre religiöse Arbeit zn beginnen. Um an diesen Tag zu erinnern und immer wieder aufs neue! zur Weiterarbeit aufzurufen, findet an diesem Sabbat ein Festgottesdienst statt. (Freitag abend um 7.15 Uhr, Sonnabend vormittag, um 10 Uhr.) Festpredigten: Freitag, den 20. November: Rabbiner Dr. Salomonski. Sonnabend, den 21. November: Prediger Dr. Swarsenski. Dortmund. Der ztveite Bortrag im Cyklus „Jüdisch-liberale Bewegung" wurde am 26. Oktober von Herrn Konrektor Em. Goldschmidt geheckten. Mit großer Sachkenntnis führte der Redner sein Referat: Das Zeitalter des Eintritts in die deutsche Bildung (die Schulen) auS. Er führt« die Hörer vom Cheder der Bormendelssohnschen Zeit über die Gründung der ersten Volksschulen, die von liberalen Männern im Kamps gegen die Reaktion errichtet wurden, zu den Schulen der Neuzeit. Interessant war es für uns, zu vernehmen, daß viele jüdische Schulen hier im Westen auch von christlichen Kindern besucht wurden, bis Unduldsamkeit von beiden Seilen die Trennung herbeiführte. Bon den 70 jüdischen Schulen -er Vorkriegszeit bestehen jetzt noch 34 in Westfalen, die all« genau wie die anderen konfessionellen Schulen im Westen der Stadt oder dem Staate gehören. — Ein Abend, der den Hörern sehr viel gegeben hat. Am 9. November sprach Herr Konrektor Andorn über die Kultus-- r e f o r m (Gebet nnd Gottesdienst). * Das Jli'Programm Berlin. «rmvivfame Veranstaltungen. Sonntag, den 15. November: Fahrt nach Potsdam—Wildpark. Treffpunkt: 9 Uhr Zoo. Führung: Gerhard Kauffniann. Kosten zirka 60 Psg. Sonntag, den 22. November: Fahrt nach Friedrichshagen. Treffpunkt: S Uhr Aleranderplatz. Führung: Hans Loemrnberg. Kosten zirka Sv Psg. Montag, den 30. November, um 8 Uhr, Rosenstraße 2-4, Zimmer 23: Referat Dr. Mar Vogelstein: Monotheismus, Auserwiihltheit. Messianismus. Anschließend Diskussion. Gruppe Saoigny. Mittwoch, den 18. November, abends 7.30 Ahr, bei Schlesinger, Prinzregentenstraße 53. Thema: Staat und Religien. Mittwoch, den 25. November, abends 7.30 Uhr, bei A. Jaeotfohn, Schlütrrstraße 31. Thema: Leonh. Frank, Der Mensch ist gut. Grupp« Pankow-Osten. Donnerstag, den 12. November, 8.15 Uhr, bei Hilde Safier, Krautzuickstraße 15. Donnerstag» den 19. November, 8.15 Uhr, bei Ilse Cohn, Schönhauser Allee 132. Freitag-Abendfeier 27. November bei Erwin Zimet, Winzstraße 63. Treffen 7 Uhr „Liberale Synagoge Norden". Gruppe Südwesten. Dienstag, den 1v. November, bei Eva Segall, Giesebrechtstraße 8. Thema: Stephan Zweigs Leben und seine Werke. Der nächste Heimabend wird dann festgesetzt. Gruppe Westen. Montag, den 16. November, bei Hildegard Neumann, Prinzregentenstraße 7, um 8 Uhr. Thema: Hauptmann, vor Sonnenaufgang. Montag, den 23. November, bei Jacobsohn, Schlüterstraß« 31, um 8 Uhr. Thema: Hauptmann, Bor Sonnenaufgang. Gruppe Oliva. Mittwoch, den 18. November, um 8 Uhr, bei Eva Marcuse, Tannusstrahe 23. Mittwoch, den 25. November, um 8 Uhr. bei Herbert Schlvarz, Jagowstraße 431. Berlin. Jugendgemeinschaft der Jüdischen Reformgemeinde. 1. Gemeinsame Veranstaltungen: Montag, den 23. November, abends 3 Uhr» im Logenhaus, Kleiststraße 10: Teilnahme am Kontradiktorischen Abend im Rahmen der Freien Jüdischen Volkshochschule: „Sabbat und Sonntag", Ministerialrat Hans Goslar — Bruno Woyda. Eintrittskarten durch das Büro der Jüdischen Resormgemeinde, Johannisstraße 16 (D 1 5150). Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr, im Moffe-Haus, Leipziger Straße 15, Bortrag des Gerichtsreferendar Lewinski über: „Gefangenensürforge". Anschließend Diskussion. 2. Arbeitsgemeinschaften: Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, Arbeitsgemeinschaft „Die poetischen Bücher der Bibel" unter Leitung von Herrn Rabb. Dr. Lehmann. Mittwoch, den 25. November, abends 8 Uhr, bei Walter Vmtzir, Dahlmannstrah« 29, „Collegium mustcom". 3. Jüngerengruppe: Jeden Mittwoch 4 Uhr Zusammenkunft bei Frau Hossmann, Friedenau, Wiesbadener Straße 85. 18. November (Bußtag) Ausflug. Auskunft erteilt Fra« Hoffman«, Rheingau 10606. Breslau. Hauptgruppe: Mittwoch, den 18. November, 20.30 Uhr: Gruppenabend. Mittwoch, den 25. November, 20.30 Ahr: Mobernes Wisches Geistesleben: Aus der Zweimonatsschrift „Der Morgen". Refereuttn: Ruth Tichauer. Jüngeren-Gruppe: Dienstag, den 17. November, 16.30 Uhr: Heimnachmittag. Dienstag, den 24. November, 16.30 Uhr: vuchbesprechung: Referate von Hilde Buch und Rudolf Steuer. Jüngsten-Gruppe: Mittwoch, den 18. November: Heimnachmittag im Jugendheim. Mittwoch, den 25. November: Heimnachmittag im Jugendheim. Gruppe L, May nnd Gruppe R. Steuer jedesmal Zusammenkunft um 16 Ähr, Gruppe Buch—Ollendorss um 16.30 Uhr. Sämtliche Zusammenkünfte finden im Jüdischen Jugendheim (Paula Ollenborff-Haus), Schweidnitzer Stadtgraben %8, statt. * Freitag, den 20. November, abends 7.15 Uhr, SyiitgottesdieMt in der Wochentagssynagoge der Neuen Synagoge. Frankfurt a. M. Sonntag, den 15. November 1931: Wanderung. Dienstag, den 17. November 1931: Die Bibel im Lichte moderner Auffassung (die Sintflut). Dienstag, den 24. November 1931: Dr. Fritz Heichelheim- Gießen: Bortrag: „Konservative Geisteshaltnng in der Politik". Für die „Jli"-Rubrik bestimmte Artikel und Berichte sind bis zum Freitag jeder Woche zu richten an Dr. Ellen Ltttmann, Berlin-Charlottenburg 9, Bayernallee 27. Bersammlungsanzeigen gehen direkt an die Redaktion der J.L.Z., SW 11, Hrllesche Straße 1. Vereinsnachrichlen Wohlfahrtskonzert der Jüdischen Reform-Gemeinde. Zum Besten der Berliner Winterhilfe findet im Gotteshaus der Jüdischen Reform-Gemeinde, Johannisstraße 16, am Sonnabenddem 21. November, abends 8 Uhr, ein Wohlsahrtskonzert statt, sür das sich zahlreiche Berliner Künstler zur Berfügnng gestellt haben. Neben dem verstärkten Synagogenchor unter Leitung von Dr. Herm. Schildbcrger wirken als Solisten ir. a. Mit: Josef Schmidt, Hermann Schey, Paul« Lindberg, Ewel Stegmann, Edith Herrnstadt- Oettingen, Gad Shelaso und an der Orgel Kammervirtuose Carl Stabernack. Karten zum Preise von 1,—, 3,—, 5,— und 8,— RM. sind im Büro der Jüdischen Reform-Gemeinde, Johannisstraße 16, täglich von 9—2 Uhr erhältlich. Anläßlich des 50. Geburtstages des Dichters Stefan Zweig findet «in Stefan Zweig-Abenr von Edith Herrnstadt-Oettinge» am Bußtag, dem 18. November, abends 8 Uhr, im Meistersaal statt. Die Constantm Biunner-Gesellschast zeigt Erörterungsabende über die Hcvuptgegenstände der Brunnerschen Philosophie an. Die Beranstattungen finden in den Räumen der Gesellschaft, Linkstrahe 19 (Kurfürst» 1915), statt. Es spricht Lotte Brunner über: 1. Geistige und Volk — Fakultätenlehre. 2. Absolut und Relativ — Bewegungslehre, Kausalität. 3. Psychologie — Lehre vom Egoismus. 4. Lehre vom, Geist — Pneumatologie — Attributen- und Jdeenlehre. 5. Genielehre — Mystiker, Philosophen, Künstler. 6. Juden nnL Judentum — Staatslehre. Erster Abend: Donnerstag, 26. November, 8 Uhr. Meldungen zur Teilnahme erwünscht. Die Israelische llnivt» eröffnet am 1. November d. I. ibre neue Poliklinik für Nervenkrankheiten. Nur sür Unbemittelte. Sprechstunden Dienstag und Freitag von 12—li/a Uhr. Leitung Dr. med. Gustav Machol.