Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 44-45 (11.11.1931)
- Date
- 1931-11-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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!£er Veransteltunq wohnten u. a. Ricarda Huch, die ehemaligen Minister Dernburg, Hamm, Koeth, Moldenhauer, Rad bruch und Wendorff sowie die aktiven Staatssekretäre Abcgg, Pünder und Schäfscr, ferner zahlreiche Persönlichkeiten der Politik, der Wissenschaft und der Wirtschaft bei. Es sprachen noch die beiden Preisträger der Rathenau-Medaille, Ministerialdirektor (&auä und Friedrich itaijfjtev. Kayßler las aus eigenen Werken, Gaus sprach über den Ausbau der internationalen Rechtsordnung. Der Preußische Landesverband war durch Äannnergerichtsrat Wolfs vertreten. Kundgebung zur Abrüstungskonferenz 1932 Die Völker schmachten unter der Rot der Zeit, inner einer ungeheuren wirtschaftlichen, materiellen und ideellen Rot. In diesen Monaten vor dem Beginn der großen Abrüstungskonferenz, die am 2. Februar 1932 in Genf zusammentreten wird, erwarten die Völker, daß alle moralischen und ethischen Kräfte der Welt zusammengesaßt werden, um den letzten Kamps um eine neue Gestaltung von Zeit und Gegenwart aufzunehrnen. Auch die Religionen fordern die völlige und allgemeine Abrüstung. Das Judentum sieht in diesem gigantischen Ringen eine Auseinandersetzung, die im Geiste unserer erhabenen prophetischer! Lehren dazu führen soll, Schwerter und Lanzen und jegliches Kriegsgerät in Instrumente friedlicher Aufbauarbeit umzuschmieden. Darum begrüßen wir den Gedanken der Abrüstunge-konferenz. Aber wir fordern entschiedene und kompromißlose Arbeit, denn wir wollen nicht, daß die Massen der Völker sich weiter vou den Grundsätzen der Religion abkehren und iunner wieder in neue Enttäuschungen hineingestürzt werde»!. Es geht un» die Verwirklichung Gottes ans Erden, um die letzte Konsequenz, um die Ehre und das Ansehen der Religion. Im Sinne des Judentums rufen wir den verantwort lichen Männern, die in Genf vor den Massen der Völker Rechenschaft ablegen müssen, zu: Als wahrhaft religiöse Men scheu und als junge Kämpfer, die einst der Zukunft gegenüber Rede und Antwort stehen lnüssen, verlangen wir endlich den Anfang eines Shsteßis der Gesittung, des Weltfriedens, der Sicherheit und dev Gerechtigkeit, und darum die restlose Durchführung der Abrüstung i» allen Ländern und eine Erzieh!,ug, die in allen Teile» den erhabenen Forderungen der Bibel und der Religion auch wirklich entspricht. Wir »'arten aus die Tat! Kreis juligjüdischer Pazisisten. Warnung! Unter Mißbrauch »reines Nanrens sucht ein anscheinend absichtlich schäbig gekleideter Mann Charlottenburger Glaubensgenossen auf, unr von ihnen Kleidungsstücke zu erbetteln, offeusichtlich, um diese daun werterzuverkaufen. Ich bitte, Leuten, die sich beim Beiteln auf urich berufen, nichts zu geben. Es wäre wünschenswert, den Mann seststellen zu lassen, da durch ihn andere, die ivürdiger und bedürftiger sind, geschädigt werden. Dv. Alfred Earo, Westend, Ahornallee 29. LEHRGÄNGE für jüdisch-soziale Ausbildung und Fortbildung für Sozialardeiter, Rabbiner, Lehrer und in der Ausbildung zu diesen Bcrlrfrn Stehende veranstaltet von der Zentralwohlsahrtsstetle der deutschen Juden, der Hochschule sür die Wissenschaft des Judentums und dem Wohlfahrts- und Jugendfrirsorgeamt der Jüdischen Gemeinde Berlin. 4. Lehrgang Winter 1931-32 Themen: Soziale Lehren im Judentum (Rabb. Tr. Wiener), Jüd. Wohlfahrtspflege (Tr. Oltendorff), Jüd. Sozialpolitik (Tr. Kreutzberger), Milicukunde der jüdisch-sozialen Arbeit (Tr.Lubinsli). Ab. Januar 1932: Fürsorgerecht in der Krisenzeit (Min. Rat Tr. Wittelshöfer), Praktische Arbeit im jüd. WohlsahrtS und Jugendsürsorgeamt (Tr. Lamm). Dauer: 15. Nov. 1931 bis März 1932, Ort: Kantstraße 15811, Auskünfte, Lehrpläne, Anmeldungen: Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Kantstraße 158II, Bismarck 10(53—(55. Er öff n u n gs vo rtr ag Sonntag, 15. November, 11 Uhr vormittags, Borirag-saal Synagoge Fasancnstraße 79:80. Prof. Dr. W i l l i a ui Stern (Hainburg): Die neuere Psychologie und ihre Ergebnisse sür die Jugendarbeit. Teilnahnre un Lehrgang und Portrag unentgeltlich. ALLIANZ UND STUTTGARTER Die größte Gesellschaft des europäischen Kontinents gewährt Ihnen zu besonders günstigen Bedingungen bei denkbar geringen monatl. Einzahlungen ein ausreichendes Sterbegeld (auch für die vor Ihnen sterbende Ehefrau) oder einen Betrag für die Berufsausbildung des Sohnes bzw. die Aussteuer der Tochter. Heimsparkassen kostenlos! Bereits 10 Pf. als tägliche Rücklage genügen, um Ihnen für den Bedarfsfall eine nennenswerte Auszahlung zu sichern. 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Das dringendste Kapitel dieses kleinen, unerhört gedankenreichen und sprachgewaltigen Buckes behandelt den Judenhaß, den Judenwahn, den Brunner geradezu mörderische Weise — und man darf nicht anders mehr als mit dem Hammer philosophieren mit dem Hexenwahn des Mittelalters parallelisiert.“ Leo Hirsch im „Berl. Tagebl.“. „Gotteslästerung? Nein.1" Rabb.Dr.N erden in der,,Jüdischliberalen Zeitung“ „Dankbar hören wir di& Worte des Führers, der vom Geiste her das schwere Sein zu erleichtern unternimmt.“ Dr. Rva Re ichman n - J u ngman n in der „C.V.- Zeitung“ D. Czollak Berlin S W 68 Zimmerstraße 60 Telefon A 7, Dönhoff 1965 Qualität in Möbeln ist alles! Möbel - Kiwi Ladet zur Besichtigung Chaussee-Strasse 60 seiner Ausstellung von bietet Ihnen Vorteile in Mustern. Qualitäten, Preisen u. Zahlungsbedingungen 200 " ein! 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