Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 34-35 (2.9.1931)
- Date
- 1931-09-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der M-Vewegung verantwortt.: Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Zugendvereine Deutschlands Redaktion: Dr. Ellen Littmann, Berlin! A. Döblin: Wisse« und Verändern (Ein Dichter beantwortet die Fragen nach Politik und Weltanschauung.) Ein junger Student hat sich in dem Labyrinth politischer Programme verirrt. Das Gefühl, auf einsinkenden Boden zu stehen, läßt in dem jungen Menschen den Wunsch aufkeimen, endlich sicheres Land zu gewinnen, und dieser Wunsch verdichtet sich zu einem Ruf an den Dichter, an Alfred Döblin. Diese Verwirrung — alltägliches Geschehen! Darum soll hier auf ein Buch, das auf diese Fragen zu antworten versucht, 'hingewiesen werden. Es wendet sich an die Gebildeten, die Kopfarbeiter, die „intellektuelle Schicht", die „viel für andere tut, aber wenig an sich und für sich denkt". Es ist geschrieben von Einem aus dieser Schicht. Ein junger Student wirst die Frage auf, welche der vielen Wahrheiten nun „die" Wahrheit sei, er verlangt nach einer heilenden Formel, an die er sich halten kann. Und Döblin antwortet: Die große Anzahl der „angepriesenen Wahrheiten" braucht den jungen Menschen nicht zu verwirren, unter Berücksichtigung der Tatsache, daß alle diese Lehren auf verschiedenen Ebenen liegen. Es wird mit Bedeutung gesagt: „auf Ebenen", da sie sich nur in einer Richtung bewegen, und Ausblicke in Höhe und Tiefe verhindern. Eben das Große der heute so viel geschmähten Religion liegt darin, daß sie Ausblicke nach allen Seiten gestattet, daß sie eben „tief" ist. Man wird und mau soll nicht verlangen, daß alle Fragen durch einen einzigen Satz, in einer mathematischen Gleichung gelöst werden. „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern." Nein, eben darauf kommt es heute an, nicht mehr wahllos zu handeln, sondern vorher zu denken, zu überlegen, zu ordnen. Lange genug ist das „Denken" in den Hintergrund gestellt worden mit dem Satz, daß die veränderte Wirtschaft einen Wechsel in der Weltanschauung und der Kultur notwendigerweise im Gefolge haben müßte,. Dagegen ist auf das heftigste zu protestieren, und es ist zu wünschen, daß die voraussebende Neberlcgung wieder die Hanolung, das Geschehen bestimmt. Der „Lobpreisung der Tat" soll einmal das „Denken" gegenübergestellt werden. Kapitalismus und Sozialisinus sind zunächst die beiden Pole. Die allgemeine Unordnung, die grausame erschütternde Tatsache der verschiedenen sozialen Klassen und ihres Kampfes gegeneinander, es gibt nichts, was mit der Dringlichkeit dieser Frage gleichgestellt werden kann. Spontan tritt mau als geistiger Mensch aus die Seite der Unterdrückten. Kapitalismus, dasist Drang nach Expansion, Machtzuwachs. Sein einziger Sinn üst der des leeren Gewinns und der regellosen Güterproduktion. Ein System, gnadenlos gegen andere und gegen sich selbst. Die Folgen sind Armut und Unterdrückung. Und dach ist dabei das System gezwungen, zur Hebung des Absatzes die Begehrlichkeit in den Massen zu steigern, so daß es erniedrigend wird, arm zu sein, durch die planmäßige Bewußtmachung des Arm-Seins. Dieses ungesunde System muß durch ein anderes gesundes ersetzt werden. Es wird versucht von der Arbeiterpartei! Ihr Rüstzeug ist der Klassenkampf, das Ziel: Gerechtigkeit! Wie steht es damit? Der Klassenkampf kann wohl die kapitalistische Klasse zertrümmern, aber daß daraus klassenlose Gesellschaft, daß Sozialismus hervorgeht, ist unmöglich. Rußland als Beispiel: Aus dem Klassenkamps entwickelt sich dort großartig angelegter Staatskapitalismus, ein despotischer Staat, dessen Gegner rücksichtslos vernichtet werden. Für uns aber bedeutet Sozialismus: Freiheit, spontaner Zusammenschluß der Menschen, Ablehnung jeden Zwanges. Die Leitsätze sind: Menschlichkeit, Toleranz, friedliche Gesinnung. Marx hat zwar klassenkämpferische Aufklärung gegeben, er hat uns Wort und Rüstzeug gegeben, er hat aber es uns überlassen, wie man zur Gerechtigkeit den Menschen findet. Der Klassenkampf wird ausgetragen zwischen zwei Parteien, Großbürgern und Kleinbürgern, die sich Proletarier nennen. Der Sieg der Proletarier führt uns nicht aus dem Altbürgerlichen mit seinen Begriffen: Krieg, Gewalt, Unterwerfung, er ergibt höchstens Staatskapitalismus. Dieser Kampf zwischen Großbürgern und Kleinbürgern, so gerecht er sein mag, darf nicht unterstützt werden durch Einordnen des Intellektuellen in die proletarische Front. Der Intellektuelle hat die urkommunistische Forderung nach menschlicher, individueller Freiheit, nach spontaner Solidarität der Menschen, der Widerwille gegen Neid, Haß, Unrecht, Vergewaltigung: Diese Ideen, elementare Triebe im Menschen, hat die geistige Schicht an ihrem Platz zu vertreten. „Offen ist die Trennung von Sozialismus und Klassenkampf zu vollziehen, der Sozialismus wieder als Utopie herzustellen, als reine Kraft, Element in uns, seine Verwirklichung oder die Annäherung an ihn mit neuen Mitteln zu versuchen. Dies ist die Aufgabe, die Generallinie der Bewegung, die uns gestellt ist, und die wir zu erfüllen haben." Die Generallinie der Bewegung beginnt mit Luthers Vorstoß gegen die Mittlerschaft des Priesters zwischen Mensch und Gott. Aus der betenden Ehrfurcht vor dem Jenseits wird die stolze Verantwortung des Individuum vor Gott. Dem Sieg der Unmittelbarkeit Gott—Mensch stellt jedoch Luther nicht einen ebenbürtigen Sieg des Untertan gegen die Obrigkeit zur Seite. So entwickelt sich aus der patriarchalischen Form der Bevormundung des Bürgers durch den Landesfürst die Veruntertanung des Deutschen, die heute im feindlichen Gegenüberstehen der Minorität der Kapitalisten gegenüber der Majorität der Kleinbürger, die wir Proletarier nennen, ihren Ausdruck findet. Die deutsche Freiheitslinie, die Luther mit seinem Vorstoß gegen die Mittlerrolle der Kirche begonnen hat, und die Luther dann umgebogen hat, indem er den Fürsten über den Untertan setzte, wird 1848 von den Bürgern verlassen, indem sie gegen Anerkennung der Obrigkeit die Vorrechte der Feudalklasse, des Kapitalismus, erhalten. Nach dem Anschluß' der Großbürger an die Feudalität gleitet die Idee zu den Arbeiter hinüber, die die Gerechtigkeit, den Sozialismus — alte Worte von 1789 — auf ihre Fahnen schreiben. Die Linie zeigt ein Absmken der Geistigkeit — wobei Geistigkeit hier jenen Jdeenkomplex um den Sozialismus als absolute Forderung zu bedeuten hat — aus dem Großzum Kleinbürgertum. Heute zeigt die Lage ein Untergehen dieser Idee unter der Idee des Klassenkampses, die jede Geistigkeit zu verschütten droht; es ist daher an uns, unsere Aufmerksamkeit auf die Proletarier zu richten, an die Seite der Arbeiterschaft zu treten gegen Feudalität und Scheinbürgertum. Die Aufgabe des Intellektuellen liegt darin, dem zu einer ökonomischen Freiheitsbewegung verengten Sozialismus die Weite und den Idealismus zu geben. Denn neben der wichtigen wirtschaftlichen Aufbesserung muß auch die geistige Renaissance stehen. Sonst besteht die Gefahr, daß eines Tages die Klassen ausgehört haben, aber nur noch — Barbaren — vorhanden sind. Der Luthersche Vorstoß hat politisch mit der Beruntertanung geendet, jedoch einen Wert hat er geschaffen: Auf dem Wege, den man einschlug, um die Mittler zwischen Mensch und Gott auszuschalten, geriet man in die Aufklärung, in den Naturalismus. Von Gott blieb nichts übrig als das Faktum des „Dasein" und dessen Anerkennung sowie die eigene Verantwortlichkeit. Das Denken entwickelt sich zu einem rastlos treibenden Motor, der zur inneren ^Verantwortlichkeit antrieb. Dann war es das Gewissen und die Wahrheitsliebe. Ueber Kant, Hegel kommt man zum vorläufigen Schluß: „Die natürliche Welt ist die eigentliche, reale, das „Jenseits" eine gedankliche Zurcchtmachung für menschliche Bedürfnisse. Auf den Gegensatz Luther—Marx sei noch einmal hingewiesen. Luther kämpft für geistige, religiöse Freiheit unter Mißachtung der wirtschaftlichen und kulturellen Forderungen, Marx drängt auf ökonomische Freiheit und Entwicklung und glaubt, damit gleichzeitig die Geistessreiheit zu gewinnen. Es bleibt aber bei der Oekonomie; der Klassenkamps wird darunter zur Ersetzung des feudalen Bürgertums durch das feudale Proletariat, d. h. ein Proletariat, das seine geistigen Idem, seine Lebenshaltung, aus dem Feudalismus übernimmt. Aufgabe der intellektuellen Schicht ist es, diese Oekonomie auszuweiten, neben sie den Geist, den neuen Geist zu setzen, den natürlichen Menschen. Es geht darum, sich als einfaches Wesen der Natur gegenüberzustellen. Es kommt darauf an, den menschlichen Gedanken wieder mit der Natur vertraut zu machen, den die Materialisierung vollkommen davon abgewendet hat. Man wird erleben, daß diese Dinge, Baum, Pflanze, Himmel, das ganze Dasein zum Menschen spricht, und daß die Menschen die Sprache verstehen. Es ist aber im Menschen ein Thron — Verantwortung —, der besetzt sein will! Bei Tod und Leben, Geburt und Hochzeit wünscht er führende Hände, Sicherheit. Es könnte Religion sein. Döblin setzt an diese Stelle die ^Natürlichkeit. Döblins Zielsetzung liegt also in einer Neubelebung des Sozialismus vom Geistigen her, in der Idee eines sittlich verankerten Sozialismus, der seine Forderungen aus den menschlichen Urtrieben in Verbundenheit mit der Natur zieht. Es bleibt die Frage, ob dieses Ziel, ausgestellt von einem Intellektuellen, auch dem Proletarier genügend Werte bietet, um die er ringen will. — Ich habe das Buch von Döblin einem Proletarier gegeben, ich habe es Zurückerhalten mit den Worten: erst der Bauch, dann der Geist. Ich weiß nicht, ob die Forderung nach der Natürlichkeit, nach der Herrschaft des Verstandes, des Geistes, ob diese Forderung in seiner Durchführung eine Hebung der Lebensführung mit sich bringen muß. Bleibt aber der Lebensstandard auf der gegenwärtigen Stufe, so nützt doch wohl nur die radikalere Methode der Frust, des Klassenkampfes. Trotz dieser grundsätzlichen Bedenken ist dieses Buch wertvoll, weil hier einmal versucht worden ist, unter Ausschaltung persönlicher Standesinteressen, dem Sozialismus ein neues Profil zu geben, das neben die Hebung der materiellen Lage in gleicher Stärke die Betonung des Geistes setzt, und in Verschmelzung beider den neuen Menschen mit der Zielsetzung der Natürlichkeit und Naturverbundenheit, der Einfachheit zu setzen bemüht ist. Fritz Michaelis, Ju-Berlin. Nachwort zur Antwort des «Proletariers" Es mag dahingestellt sein, wie weit dieser Methode, die dre. Antwort eines Einzelnen zur Allgemeingültigkeit erhebt, Beweiskraft zusteht. Ich könnte hierzu die Unterhaltung, dre ungefähr zur gleichen Zeit mit einem Arbeiter stattfand, ansühren, in der nänrlich behauptet wurde, daß die Sozialgesetzgebung, da Armut und Reichtum etwas von Gott Eingesetztes sind, ein Werk des Bösen ist.-Dieser Ansicht steht allerdings das allgemeine Vorurteil entgegen: der Proletarier ist eben materialistisch eingestellt. Aber es muß doch einmal umgekehrt gefragt werden, wo denn der Idealismus des heute verarmten Mittelstandes bleibt, und ob sein geistiges Interesse noch über die begriffliche Formulierung seines materiellen Seins hinaus geht. Geistiges Interesse, Beschäftigung mit weltanschaulichen und wissenschaftlichen Problemen kann immer erst durch ein Mehr über das Existenzminimum befriedigt werden, aber das bedeutet doch nicht, daft von vornherein in jenen Schichten, wo nicht mal oder gerade das Existenzminimum erreicht wird, keine geistigen Interessen vorhanden sind. (Nicht umsonst haben daher große Jndustriekonzerne ihre eignen Arbeiter-Sportvereine gegründet, um Aufklärung und sozialistische Schulung während der Freizeit zu verhindern.) Es handelt sich ja nicht um das Vollpfropsen mit „Bildung", sondern um die Gewinnung eines Weltbildes, einer Geisteshaltung aus dem und durch den an sich toten Buchstaben. Auch in unfern Reihen — um ein recht naheliegendes Beispiel zu geben — mußten wir oft feststellen, daß die Mitglieder der nördlichen Gruppen diesem Bildungserlebnis eher zugänglich sind als die der westlichen. Wenn also der geistige Hochmut des Bürgerlichen gegenüber dem Proletarier völlig unbegründet ist, so bleibt die andere Frage offen, ob die ökonomischen Verhältnisse einen Einfluß aus das Denken besitzen. So gesehen, scheint aus der von Fritz Michaelis wiedergegebenen Antwort nicht nur der Geist des Bauches, der krasse Materialismus zu sprechen, es verbirgt sich dahinter, wenn man so will, überhaupt die Frage nach der Durchführbarkeit des Sozialismus. Diese Möglichkeit der Veränderung der Gesinnung durch die Umgestaltung der Wirtschaftsform gibt Döblin zu: „...bestimmt vollzieht sich im Anschluß an die klug gewählte, fundamentale Umwälzung eine gewisse allgemeine, menschliche, geistige, politische und so weiter. Die menschliche Natur richtet sich in dem neuen Gehäuse neu ein. Hält man das Gehäuse lange Zeit fest, unter der Diktatur, so muß sich auch die Menschenart unter ihr ändern." „Dies aber ist", so sagt Döblin weiter, „ein robustes Züchtungsexperiment. Wer ... züchtet, und was ist das Züchtungsideal? Kein Wort haben wir davon gehört!" Diesen Döblinschen Unglauben halte ich für unberechtigt, weil es eine Uebertreibung der „p. p. Geistigkeit" ist, allein Humanismus und liberale Gesinnung gepachtet zu haben. „Längst ist Proletariat nicht mehr eine bloße ökonomische Kategorie, eine Klassenbezeichnung ... sondern ein Bewußtsein mit Stolz und revolutionärem Rückgrat. Aber indem die Arbeiterschaft diese ökonomische Lehre komplettiert hat, hat die Arbeiterschaft und hat überhaupt die Praxis gezeigt, was der Lehre vorausgehen müßte: eine Darlegung des Menschentums, des Menschentypus, des gesellschaftlichen Systems, um das es hier geht." Die Praxis kann aber nicht etwas zeitigen, was nicht irgendwie in ihrer Theorie enthalten ist. Wir haben heute von einem sozialistischen Menschentypus eine sehr genaue Vorstellung und er kommt auf allen Gebieten, der bildenden Kunst, der Literatur sowie der Körperkultur zum Ausdruck. Diese Auswirkungen sind unmittelbare Folgen der sozialistischen Idee, da diese selbst aus dem Gedanken der Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit für alle Menschen und nicht etwa für eine bestimmte Gruppe geboren ist. Döblin zeigt hierauf warnend aus Rußland: „Es ist der Sieg der Arbeiterklasse und Kollektivismus mit Staatskapitalismus." Damit wird aber nur ein Vorwurf gegen die menschliche Natur erhoben, der mich an einen Ausruf erinnert, wie ich ihn immer wieder von Arbeitern hörte: Es gibt Kollegen unter uns, die vergessen ihre Herkunft, wenn sie durch uns zur Macht gelangt sind, sie suchen ihren eignen Vorteil anstatt unsere Interessen zu vertreten. Das Züchtungsideal ist sehr wohl in der sozialistischen Idee enthalten, nur dem „Züchter" vermag man durch sie allein keine verpflichtende ethische Gesinnung zu geben. Verantwortlichkeit und sittliches Verhalten werden zwar durch ökonomische Verhältnisse untergraben, aber keineswegs kann durch eine gerechte Güterverteitung für die ethische Gesinnung jedes Einzelnen garantiert werden. Hier beginnt der Primat des Geistigen vor der Oekonomie. Er allein gibt überhaupt nur die Gewißheit, daß der Mensch in feinem Innern gepackt wird und sich verpflichtet. Ein System, welches aber gnadenlos gegen andere und seine eignen Träger ist, welches weder Sinn noch Ordnung vertritt, das nur daraus aus ist, auf Warenproduktion, Gewinn und Anhäufung von Geld... diesem solchen System gegenüber vermag sich auf die Dauer kein ethisches Gebot an den Menschen durchzusetzeu. Als ein solches Systenr kennzeichnet Döblin den Kapitalismus, deshalb fordert er die „Geistigen" ans neben. die Arbeiterschaft zu treten. Tenn: „Man kann nicht erwarten, daß die Macht-, Raub- und Herrschastsinstinkte, die auch in der Menschenart stecken, verschwinden, wenn man ihnen gleichzeitig den kolossalen Nährboden beläßt, den der heutige Staat und seine politisch-wirtschaftliche Organisation stellen. Man kann weder zu einem Frieden, noch zu einem wirklichen Menschentum gelangen, wenn man nicht dem alten wüsten Gewalt- und Machttrieb diese Lebensmöglichkeit nimmt." Helmut Galliner. Das Ili-Programm Berlin. Gruppe Osten. Heimabend am Donnerstag, dem 3. September, L.15 Uhr, bei Alice Wreschinski, Elbinger Straße 46. Thema: Toleranz. Heimabend am Donnerstag, dem 17. September, 8K5 Uhr, bei Ilse Cohn, Schönhauser Allee 132. Gruppe Westen. Montag, den 7. September, um 8 Uhr, bei Manfred Schwarz, Jagowstraße 43, 1 Tr. Thema: Stammväter. Montag, den 14. September, um 6 Uhr, bei Hildegard Neumann, Prinzregentenstratze 7. Gruppe Savigny. Mittwoch, den 9. September, um 7 Uhr, bei Schlesinger, Prinzregentenstraße 53. Mittwoch, den 16. September, um 7 Ahr, bei Anni Jacobsohn. Schlüterstraße 31. Gruppe Oliva. Mittwoch, den 9. September, um 8 Ahr, bei Walter Kellermann, Knesebeckstraße 56-57. Mittwoch, den 16. September, um 8 Uhr, bei Eva Marcuse, Taunusstraße 23. Hermsdors. Mittwoch, den 2. September, abends 8 Uhr, im Heim, Albrechtstrahe 10. Thema: Werfl: Realismus — Jnnerlichleit. Mittwoch, den 9. September, abends 8 Uhr, im Heim, Albrechtstraße 10. Thema: Der Tag des Gerichts und der Tag der Berföhuung. Berlin. Zugendgemeinschaft der Jüdischen Resormgemeinde. Donnerstag, den 3. September, abends 8 Uhr, im Mosse-Hans, Leipziger Platz 15: Letzter Abend der Vortragsreihe über den „Einfluß jüdischer Persönlichkeiten aus die Gegenwart"; Vortrag des Herrn Dr. Alfred Einstein über: „Jüdische Musiker der Gegenwart". Sonntag, den 6. September: Ausflug nach Groß-Gaglow bei Kottbus, verbunden mit Gottesdienst der Jugend in der dortigen jüdischen Siedlung. Fahrpreis: Hin- und Rückfahrt RM. 2,—. Anmeldungen sofort an Elsa Kriegsmann, Johannisstraße 16 (Norden 5150). Mittwoch, den 9. September, abends 8 Uhr, im Sitzungszimmer, Johannisstcaße 16, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: a) Winterprogramm, b) Beitragsfrage, c) Verschiedenes. Frankfurt a. M. Dienstag, den 8. September: Kontradiktorischer Abend: „Anti- Antisemitismus". Dienstag, den 15. September: Feierstunde: „Zwischen den Feiertagen". Liegnitz. Mittwoch, den IS. August. Referat: Manfred Haase: Deutsche Landschaften. Freiburg und der Schwarzwald. Sonntag, den 23. August: Ausflug in das Vorgebirge. Mittwoch, den 26. August: Vortrag Dr. Schryer. Mittwoch, den 2. September: Diskussionsabend: Zeitfragen. „ Sonntag, den 6. September: Trefft« mit auswärtigem Jli. Mittwoch, den S. September: Referat: Günther Riefenftld: Internationale Zusammenarbeit der Jugend. Mittwoch, den 23. September: Geselliger Abend. Mittwoch, den 30. September: Vortrag. Genaueres ist aus den Programmen, die in Kürze versandt werden, zu ersehen. Für die „JIi"-Rubrik bestimmte Artikel und Berichte sind dis zum Freilag jeder Woche zu richten an Dr. Elken Littmann, Berlin-Charlottendurg 9, Bayernallee 27. Bersammlungsanzeigen gehen direkt an die Redaktion der J.L.Z., SW 11, Hallesche Straße 1.