Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 11 (1931)
- Issue
- 32-33 (19.8.1931)
- Date
- 1931-08-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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'.geregelt- Die Bestimmungen dieser Verordnung entsprechen jedoch nicht mehr den gegenwärtigen Verhältnissen. In einer vom nationalsozialistischen Abgeordneten Wilhelm Kube am 10. Juli im Preußischen Landtag gestellten Kleinen Anfrage -war behauptet worden, auf dem Gut Groß-Gaglow seien 60 jüdische Staatsbürger als Siedler angesetzt worden, und das Staatsministerium wurde gefragt, ob es diese „Neuansiedlung fremdvölkischer Staatsbürger" zu einer Zeit billige, in der die deutsche Bevölkerung infolge der wirtschaftlichen Lage ihre Scholle nicht behaupten 'könne. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst auf Grund der Antwort des Ministers für Landwirtschaft, Domänm und Forsten mitteilt, entsprechen die Pressenachrichten nicht den Tatsachen, und es bestehen gegen die Siedlung in Groß-Gaglow keine Bedenken. ' » In Krakau fand die feierliche Enthüllung einer Zam e n Hof- Gedenktafel an einem Hause der anläßlich des in Krakau gegenivärtig tagenden 23. Internationalen Esperantistenkongresses in Zainenhof-Straße umbenannten Niecala-Straßc statt. An der Feier beteiligten sich sämtliche Delegierten und Gäste des Esperantisten kongresses, die ,in geschlossenem Zuge auf dem Festplatz eintrafen. Die Tafel trägt folgende Inschrift: Zur Erinnerung an den Internationalen Esperantistenkon-greß hat der Krakauer Stadtrat diese Straße nach dem Schöpfer des Esperanto benannt. * Im Sanatorium Purkersdorf bei Wien starb im Alter von 62 Jahren nach mehrwöchiger Krankheit der Vizepräsident der Union rumänischer Juden und Vizepräsident der Bukaresler jüdischen Gemeinde Dr. Ignaz St ein hart. Dr. Steinhart lvar einer der prominentesten Führer der rumänischen Judenheit. Die deutsch-jüdische Frau in ihrem vakerland Von Regina I s a a c s o h n. Die deutsche Frau jüdischen Glauben-- wird, ohne daß sie selbst etwas dazu tut, weltanschaulich, in eine Sonderstellung hinein gedrängt. Sie wird nämlich dadurchdaß sie sich als Deutsche und als Jüdin fühlt, von zwei Seiten nicht verstanden. Erstens von den Andersgläubigen, die ihr Deutschturn mit Kriegsfanfare und Trommelwirbel nur für sich gepachtet zu haben glauben, und sich in ihrer Verblendung wie echte deutsche Helden Vorkommen. Zweitens aber von d e n Glaubensgenossen, die es für nicht möglich halten, daß jüdischen Menschen Deutschland das Vaterland ist. Den deutschen und jüdischen Nationalisten gegenüber sich würdevoll zu behaupten, ist Pflicht aller deutschen Juden und Jüdinnen. Um diese Pflicht auch bei den nach uns Kommenden zu sichern, ist notwendig, unsere Weltanschauung und die Form, wie sie sich durchsetzen kann, unseren. Kindern anzuerziehen. Gerade die Schulzeit ist der gegebene Zeitpunkt, um mit der Erziehung, auch nach dieser Richturrg, zu beginnen, da ja, wie allgemein bekannt, in diese Jahre die hauptsächlichste Entwickelung des jungen Menschenkindes fällt. Um unsere Jugend warm empfindend und doch widerstandsfähig zu machen, müssen wir zweierlei unbedingt in ibre Seele pflanzen: Die Liebe zum Mensche n überhaupt und den Stolz auf ihr I u d e n t u m. Das stolze Bewußtsein, Jude zu sein, kommt nicht von ungefähr, es muß durch Vorbild im Elternhause erlebt werden. ' Nicht alle jüdischen Häuser können dogmatisch in gleicher Weise aufgebaut sein, aber — in jeder jüdischen Familie muß die Religiosität als höchstes Gut gepflegt werden! Es ist wichtig, daß die Kinder fühlen, wie sehr ihre Eltern mit dem Judentum verbunden find. Wenn einem so beeinflußten Kinde im Laufe der Jahre Angriffe wegen seiner Konfession begegnen, so werden diese seinen Stolz nicht erschüttern können. Stolz ausdenäuge ft a m m t e n Glauben imponiert i m me r, entwaffnet den Gegner und trägt so dazu bei, die Seele des' jungen jüdischen Menschen nicht leiden zu lassen. — Wir deutschjüdischen Mütter dürfen uns durch unerfreuliche Erlebnisse unserer Kinder nicht verleiten lassen, sie zur Absonderung von den andersgläubigen Kindern zu veranlassen. Wir sind verpflichtet, unsere Jugend für die Welt zu erziehen, und zwar .so, daß sie mit sicheren Füßen in dieser zurechtfindet. Denn gerade unsere Kinder dürfen nicht nur für einen kleinen Teil ihrer Mitmenschen, für ihre Glaubensgenossen erzogen werden. Eine kurzsichtige Mutter, die dies täte: sie trüge die Schuld, wenn ihre Kinder im Leben sich nicht zurechtfänden. Wir wollen doch nie vergessen, daß die Juden die Fähigkeit zur Einfühlung in die Umwelt Jahrtausende im Blute tragen, und daß wir deutschen Juden den Vorzug genießen, eine zweifach hohe Kultur unser eigen nennen 'zu dürfen: unsere ehrwürdige uno vorbildliche jüdische uns dis I ffcy fort uns fort muwmenwe oeut>cye. W e l uj eine $ ü i l e herrlich>rer Kräfte und Tugenden können dadurch i n uns uno unseren N achlommen entwickelt werden!! Jede Mutter kennt ihr Kind, auch in. seinen llebertreibungen, am besten uno mutz sich daher zu unbedingter Ochettwuäl zwingen, wenn die Kinder oft nrit, oft ohne Grund, über Anse,noungen klagend, aus der Schme kommen. Es wäre nun ebenso fatsch, wegen jeder Geringfügigkeit ins Gefecht zu gehen, wre, üoerhaupt me dagegen etwas zu unternehuren. Wir wissen sehr gut, daß sticht jeder Andersgläubige, der einmal eme abfällige Aeutzerung über Juden tm, Antisemit ist. Wo nicht Bösartigleit oas treibende Motiv ist, sollten wir möglichst den Frieden zu erhalten suchen. Eine ausklärende Aussprache entgiftet Ote Atmosphäre am ehesten und ist daher sehr anzuraten. Erfolgreich wird diese Aufklärung aber nur dann sein, wenn sie auf genügend jüdisches Wissen gestützt :st und — ohne S ch ä r s e und Häßlichlert, nur m: t stolzem Nachdruck geführt wird. — Jrn eigenen Lager rnüssen wir ebenfalls, wo es notwendig ist, austlüren und ab wehren. Speziell, wenn es gilt, sich unangenehm bemerkbar machende Glaubensgenossen in die Schranken zu werfen. — Es ist nämlich m jedem Falle besser, es geschieht durch uns, als durch Andersgläubige oder gar durch Antisemiten. — Wir deutschen Jüdinnen wollen uns um unser Frauentum, um unsere Kinder und um unsere Glaubensgemeinschaft kümmern und treu zu unserer politischen Ueberzeugung stehen. Zum Wöhle der gesamten Volksgenossen aber, auch der in Deutschland lebenden Judenheit, mutz die deutsch-jüdische Frau in den täglichen Nöten des Lebens eme überparteiliche Einstellung beobachten, welche sie befähigt, mit Liebe und Toleranz zu handeln. Liebe und Toleranz sind die stärksten und schönsten Waffen, mit denen die Frau Frieden und Segen stiften kann. Wir müssen durch unser Tun, gerade in Dingen des Taktes, der Ausdauer und Zielsicherheit, unsere Kultur beweisen. Geben wir dem Ausleben unseres MutterbewußtseinS weitesten Spielraum, seien wir jede die Mutter der Menschen, die der Liebe und Führung bedürfen, und fragen wir dabei nur nach Einem — der M e n s ch e n w ü r d e. Unser H a n d e l u [ei bewußt ethisch, dann verhelfen wir unserem Judentume zu der Stellung, die ihm infolge der ihm innewohnenden Kraft und Milde zukommt. Kleinarbeit wird es sein, doch müssen gerade wir deutsch-jüdischen Frauen und Mütter sie leisten. Es geht doch um die Zukunft unserer Kinder in unserem Vaterlande! Es gilt aber auch, aus allen Seiten Unkenntnis und Mißverständnisse zu beseitigen, und die wurden noch immer am ehesten mit der Frauenpsyche erfühlt und besiegt. Sehenden Auges, fühlenden Herzens, gestählt und anpassungsfähig durch vielseitiges Wissen und guten Willen, so wollen wir deutsch-jüdischen Frauen unser Vaterland und unser Glaubensbekenntnis liebend Hochhalten. Wir wollen unserem Judentum Ehre machen, indem wir unsere Kinder dazu erziehen, wie unsere Vorfahren, bereit zu sein, für chre Ueberzeugung zu kämpfen, überall wo sie leben, überall wo sie sich zuhause fühlen und ein Recht auf dieses Zuhause besitzen. „Langweilige" Statistik Von Herbert P h i li p Ps t h a l. Bei der Beratung des Etats für das Gemeindeblatt wurde in der Breslauer Gemeindevertretung geäußert, daß langweilige statistische Aufsätze nicht mehr gebracht werden sollen. Man will also öffentlich nicht mehr erörtert sehen und erfahren, ob die jüdische Bevölkerung zunimmt oder sich vermindert, die Mischehen ein beängstigendes Maß zeigen, so daß die Schwierigkeiten ständig wachsen, daß ein jüdisches Mädchen auch einen jüdischen Ehepartner bekommt: Betrachtungen über Schulen und Schülerzabl und, hierauf fußend, Feststellungen über Notwendigkeit der Errichtung jüdischer Schulen oder auch nicht usw. usw. All dies und vieles Andere kommt für Breslau gar nicht mehr in Frage. Man hat wichtigere Probleme als Geburten-, Ehe-, Schulfragen, Studentenseelsorge, Austritte zu behandeln. Weiß man wirklich nicht, daß ohne zahlenmäßige Fundierung oder, anders aus-gedrückt, ohne „langweilige Statistik" die Gemeindevertretung aus fast allen Gebieten des Lebens im Dunkeln tappen muß? Wir wollen uns nicht von der Breslauer Gemeindevertretung beeinflussen lassen, sondern uns ausnahmsweise ein-- mal einige interessante Zahlen, die uns auf den Schreibtisch geflogen sind, ohne inneren Zusammenhang dem Leser und der Leserin vor Augen führen. In der Zeit von 1922 bis 1930 sind in Groß-Berlin 8000 Juden mehr gestorben als geboren. Die Geburtenzahl in Deutschlands Hauptstadt betrug im Jahre 1930 1127 Inden, es wurden dagegen 2453 zu Grabe getragen. In Breslau 184 und 364 und so in allen übrigen Städten Deutschlands. Die kommende Volkszählung wird die jüdische Seelenzahl in Deutschland stark vermindert zeigen. Im Jahre 1930 gingen in Groß-Berlin 1508 jüdische Männer und nur 1296 jüdische Frauen eine Ehe ein. Die Differenz ist auf die Mischehe zurückznführen. In Breslau 171 und 143, in Leipzig 77 und 66. In ganz Deutschland heirateten 1929 3985 jüdische Männer und nur 3585 jüdische Frauen. Es entsprossen den 984 evangelisch-jüdischen Mischehen des Jahres 1928 überhaupt 500 Mischlinge im Jahre 1929. Fast die Hälfte dieser Mischehen ist also kinderlos. Von diesen 500 Sprößlingen wurden 352 evangelisch getauft. Ein anderer, nicht unbeträchtlicher Teil dürste religionslos geblieben sein, so daß nur ein geringer Bruchteil der jüdischen Religionsgemeinschaft zngeführt wird. Zur evangelischen Kirche traten im Jahre 1929 172 Juden über, umgekehrt 36, 1928: 166 und 45, 1927: 180 und 58. Die tlebertritte sind minimal. Sie bilden keine Schwächung für die deutsche Bevölkerung jüdischen Glaubens. Anders die Mischehen nach obigen Zahlen. Auf sämtlichen Universitäteni Deutschlands wurden im vergangenen Wintersemester 3397 oder 3,7 Prozent Studierende jüdischer Konfession und deutscher Staatsangehörigkeit gezählt. Studierten sie nicht überwiegend Jura und Medizin, dürsten sie unter den 87912 deutschen Studierenden als kleine Splitter vollkommen verschwinden. Der Hochschulantisemitismus, wirtschaftlich bedingt, rührt überwiegend daher, daß die jüdischen Studierenden sich nur auf wenige Fakultäten verteilen. Unter 4498 Ausländern befanden sich 909 Juden, oder 23 Prozent. Der andauernde Rassenhaß der deutschen Studenten dürfte auch die wenigen studierenden Ausländer in Deutschland nach der Schweiz, Frankreich und Italien verscheuchen, die sie gern ausnehmen. Der ausländische Student ist in wirtschaftlicher Hinsicht vor allem sehr wertvoll. Seine schlechte Behandlung ist eine Kurzsichtigkeit ohnegleichen. An öffentlichen Volksschulen zählte man in Deutschland bei der letzten Schulzahlung 1926/1927 124 jüdische, 1921/1922 waren es noch 207. Die jüdischen Schüler gingen ebenfalls stark zurück und zwar an sämtlichen Volksschulen des Reiches von 23 333 auf 19 956. Dies hängt unmittelbar mit dein Geburtenrückgang zusammen. Daß schließlich auch die Gemeindeverwaltungen hiervon betroffen werden, bedarf keiner besonderen Erwähnung. So wird Breslau, wo im Jahre 1925 23 240 Juden wohnten, zur Zeit höchstens noch 21500 jüdische Bewohner zählen. Mit Hilfe der „langweiligen" Statistik kann man es ziemlich genau seststellen. Ob diese Feststellung nicht sehr bedeutsam für die Gemeindeverwaltung ist? Es ist natürlich keine Unterhaltungslektüre, was wir hier vorgebracht haben, sondern es sind Tatsachen, über die man Nachdenken muß. Wer aber für Wissenschaft kein Interesse hat, sei an den Spruch der alten Römer, der sich auf Kunst und Wissenschaft bezieht, erinnert: Artem non odit nisi ignorus. Aus den Gemeinden :: * Eschlociltk. (Persönliches.) Lehrer Schoemann beging sein 40 jähriges Amtsjubiläum und war Gegenstand lebhafter Arrerkennuvg ans allen Kreisen der Ortsbevölkerung. Der Jubilar ist seit 35 Jahren an der hiesigen Volksschule tätig und ehrenamtlich in Berufsvereinen beschäftigt. So bekleidet er das Amt des Schriftführers im Lehrer- und Lehrerinnen-Gesangvercin. Anläßlich seines Jubiläums sprach ihm S-chnlrat Bappert die Glückwünsche und Anerkennung der Schulbehörde aus. Die Schulkinder, die Mitglieder der Gemein-de und zahlreiche Vertreter der andersgläubigen Bürgerschaft bekundet«» .Herrn Schoemann durch Glückwünsche und Bliimenspenden ihre Sympathie und Verehrung. Forst (Lausitz). (P e r sö n Li ch e s.) Hier beging der hochangesehene Kaufmann Mar L e v v seinen 75. Geburtstag. Der Hauses durch Andersgläubige knüpfen, nicht zu hoch spanneu darf. Man redet, was die religiöse Position anbelangt, aneinander vorbei; da der Begriff „Religion" hier ein ganz anderer als dort ist. Wir kennen die großen Anssprachen zwischen den Religionen aus unserer Geschichte. So wenig die Religionsdisputationen im Mittelaller erreicht haben, so wenig werden sie in unserer Zeit ein konkretes religiöses Ziel erreichen. Man erfährt sogar zu seinem Erstaunen, daß die Reinheit und dogmatischen Weite des jüdischen Gottesbe-, griffes, die wir immer als einen Vorzug der jüdischen Religion empfanden, als Mangel an religiösem Gefühl bewertet werden. Ja, jede Diskussion aus logischer Basis wird mit der Begründung abgelehnt, daß Religion nicht von logischen Gesetzen abhängig sei, sondern nur von der Seite des Erlebnisses her erfaßt werden könne. Nun ilingt diese Behauptung sehr richtig und scheint unbestreitbar zu sein, dennoch aber ist sie falsch. Religion entspringt sicherlich irrationalen Bedürfnissen, Religion ist nicht logisch auffindbar; sie darf aber auf keinen Fall den Gesetzen des menschlichen Denkens widersprechen. Versteift man sich nur auf das Gefühl, lehnt man logische Begriffe völlig ab, wie es hier geschah, dann ist jede beliebige Mythologie religiös wahr und logisch nicht zu erschüttern; auch Okkultismus und verwandte Gebiete kann man ohne weiteres mit den» Worte „Gefühl und Erlebnis" begründen. Sobald man die logische Grundlage zerstört, hört eine Diskussion überhaupt aus. Man verspreche sich also in religiöser Hinsicht nicht allzuviel von diesen Disputen; die Meinungen sind hüben und drüben nicht zn erschüttern. Auf der anderen Seite können diese Besuche aber sehr wvhl einen praktischen Erfolg zeitigen und zwar durch ihre aufklärende Tendenz; viele Vorurteile können im Keime erstickt werden. Manche dieser jungen Menschen werden angeregt sein, die Weltanschauung des Jndentumes vorurteilsloser zu durchdenken. Bor allen Dingen sieht der Andersgläubige zu' seinem grenzenlosen Erstaunen, daß die „christliche" Ähik wortwörtlich dem Alten Testament entlehnt ist. Schon diese Erkenntnis dürfte den Besuche des jüdischen Gotteshauses durch Nichtjuden empfehlenswert erscheinen blassen. Die „Vereinigung kür das liberale Judentum" ist die Gesamtorganisation aller derjenigen deutschen Juden, die religiös auf dem Boden des Fortschritts, politische auf dem des Deutschjudentums stehen. In diesem Sinne wirkt sie kulturell und faßt zugleich die Gemeindepolitik in allen jüdischen Gemeinden und Gemeindeverbänden einheitlich zusammen. Sie ist ein Glied der „World Union for Progressive Judaism (Wettverband für religiös-liberales Judentums" und hat, neben ihren Ortsgruppen überall im Reiche, in vielen Städten auch Jüdisch-liberale Jugendvereine (Jli'sj sich angegliedert. Die „IiiüM-lwcralc Zeitung" ist das Organ der Bereinigung und das einzige Blatt, das zugleich r eligiös -f o r t fch r it tl i ch und d e u tschj ü d i s ch ift Unsere Bestrebungen in ganz Deutschland sind die gleichen, wie sie der Hamburger Tempel, die Muttergemeinde des liberalen Judentums, seit 113 Jahren segensvoll in Hamburg verfolgt: diejenigen, die den alten Formen des Judentums unwiderbringlich entfremdet sind, durch neuzeitliche Formgebung für die alten Inhalte, für die Ewigkitswerte des Judentums zurückzugewinnen und solcherart das Judentum, altneu und lebensnah, in die Zukunft zu tragen als einen wahren und unentbehrlichen Faktor der allgemeinen Kultur. Diesen Bestrebungen müssen auch Sie sich anschließen: Bitte füllen Sie das hier folgende Formular aus und senden Sie es uns unterschrieben zu: _ .(Hier abtrennen!)_ An die Octcinigung für das liberale Judentum e. v. Berlin StP II Hallesche Straße 1 Ich erkläre meinen Beitritt und ersuche um regelmäßige Zustellung der „Jüdisch-liberalen Zeitimg". Name:.. Ort: Straße:.:. den.1931 (Mindestbeitrag einschließlich ZeitnngSbezng RM. 3,—vierteljährlich.) . . . u-j