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Jüdisch-liberale Zeitung · 1931-05-13 · 18-19 (13.5.1931) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
11 (1931)
Issue
18-19 (13.5.1931)
Date
1931-05-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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»tue Verjüngung de-5 ^orflaitbcj int Jiitereise rr^cr Weiterarbeit für geboten >md unterbreitet die Vvrschtäge eines vorher zusammengetretenen WahlauSschusieS, die von der Velsaniiiillliig eiustimmig angenommen werden. Ter 'Vorstand der neuen (Gruppe Norden setzt sich danach wir folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Herr Musiklehrcr Alfred Locivy, 2. trübender: Herr Joseph Weinsaft, Kassierer: Herr Schacher, I. Schriftführerin: Iran Metz, 2. Schriftführerin: Fräulein Chrlich. Beisitzer iverden: Fräulein Markus und die Herren Chotzcn, Falkenberg, Herrnstadt, Kantorolviez, Dir. Plaut, Rockmann, Eawady, Simonsohn, Martin Sobotker. Interessierte Tomen und .Herren können jederzeit kooptiert toerden. — .Hierauf entwickelt .Herr Sobotker das Arbntsprogramin für die nächste Zeit. Cs ist alle .drei Monate eine größere Veranstaltung geplant, dazwischen sollen in Abständen von 3—1 Wochen instruktive Ausspracheabende über aktuelle jüdische Themen (jüdische Schule, Einheitsgcbelbuch, Landesverband, Wohlfahrt usiv.) in kleineren Zirkeln stattfinden. — An die Generalversammlung schloß sich ein recht harmonisch verlaufener Abend, zu dein auch die Mitglieder der Bezirksgruppc Rordvsten geladen waren; Sperr Fallenberg übergab die Leitung, infolge Indisposition des Herrn Loewy, an den 2. Vorsitzenden, der zunächst dein Tank des neuen Vorstandes und der Mitglieder an den bisherigen in voller Hingebung für die Idee uitb ihre Ausgestaltung wirkenden Führer in warmen Worten Ausdruck zu geben suchte, und alle zu positiver und instruktiver Mitarbeit itu Sinne Falkenbergs cufrief. Auch Herrn Moses Gottseldt gebührt Tank für seine reiche Arbeit. — In klaren Ausführungen sprach hierauf Herr Tr. Manfred Sivarseiisty zu dem Thenra: „Tie Religion und der moderne Mensch", dessen Gcdankengänga iir diesen Blättern bereits näher ausgeführt lvorden sind. Tie religiös sittliche Idee, in Verbindung mit der in der Religiosität uird im Gesetz ihr gegebenen Ausdrucks - möglichleit, in gerade in einer Zeit voller Unklarheit und innerer lvie äußerer Verwirrung daS wertvollste Gut, nur das eigene Ich vor Verflachung und Philistertum zu beivahren, und um die Ver biudung mit der eigentliche», zcitlofeil Welt des Wirklichen nicht zu verlieren. — Reicher Beifall der zahlreich Anwesenden dankte dem ausgezeichneteil Redner. Eine würdige Umrahmung wurde diesen Gedanken dirrch Beethövenfche Tarbietungen des aus den Herren Chordirigentcu Kurt Burchard, Gert Rothstein, Soma Gutfrenno, Herm. Weil grbildeteil Streichquartetts zuteil, das ebenfalls reiche Anerkennung bei den Zuhörern fanb lind die Versammlung auch nachher noch beisammen hielt. Berlin-Tempelhof. Von der Bezirksgrnppe Süden des Liberalen Vereins ist vor kurzem Tempelhof als selbständige Bezirksgrnppe abgeleitt worden, die von Herrn Tr. Manired Meyer, als Vor sitzendem, ferner von den Herren Ernst Arnold. Kurt Bieber, .Harry Klein, S. Neustadt und Frall Else Schiveriner geleitet wird. Am Milttvoch, (i. Mai, fand von dieser Bezirksgruppe aus ein Vortragsabend im Partrestaurant, Hohenzollcrnkorso Ui, stall, an dein Herr Rechtsanwalt Tr. Max Mayer über „Wünsche mid .Hoffnungen des jüdischen Liberalismus" sprach. Anknüpsend an Aussührungeil von Hermann Eoheir in einem Vorlrag über die messianisrhe Idee führte Herr Tr. Mayer aus, daß der Begriff der Hoffnung bereits im allen Testament feinen Ausdruck als Glaube an eine göttliche Vorsehung gefunden habe, d. h. an eine Vorsehung, die nicht auf den einzelnen Menschen, auch nicht auf die einzelne Gemeinschaft, sondern aus die ganze Menschheit gerichtet sei. Tic .Hoffnung des religiösen Liberalismus fei der Glaube an die messianische Idee. Tiefe Verwirklichung einer Hoffnung sei das Ziel auch nuferer Arbeit. Nufere Wünsche zeigten uns den Weg nuferer Arbeit. Von diet'cit Gcdankcngängcn ausgehend, legte dann der Redner dar, tvie tvir dem meffiaiiischen Ideal durch praktische Arbeit, auch im kleinsten, in der Gemeinde, in der Familie und in uns selbst, näher kommen könnten und schloß mit einem Ausruf zum Optimismus, oane beit Arbeit für den religiösen Liberalismus und damit für das Judentum und die Menschheit niehl -geleistet werden könne. — An den anregenden Bortrag schloß sich eine lebhafte, auf hohem geistigen Niveau stehende Tiskusfion au. — Umrahmt wurde die Veraiistallnng von mnsikalischen Vorträgen: Herr Tr. Fritz Saloiuonski erfreute uns durch Darbietung einiger Lieder und Arien und wurde' am Flügel vo» Frau Lili Goetz begleitet. Dresden. (O csfentliche K it u d g e b u n g der V e r c in i g u u g für das l i b e v nie Iud e n l u nt.) Am Tienstag, dem >Mai, fand im Weißen Saat des Belvedere eine große öffentliche K'uildgebutig der Liberalen Vereinigung statt. "Nach einer munlalifchen Einleitung sprach .Herr Rabbiner Tr. Cäsar Selig in a n n , Frankfurt a. Wf. (Vorsitzender der Vereinigung liberaler Rabbiner), über das „liberale Judentum als religiöse Bewegung" und als Vertreter des Herrn Rechtsanwalt Stern, der leider verhindert war, .Herr George Goetz, Berlin (Generalsekretär der Vereinigung für das liberale Judentum), über „Tas liberale Judentum als politische Organisation". Nach Beendigung der Kundgebung blicb man noef: gemütlich beisammen. Wir werden iit der nächsten Ausgabe unserer Zeitung »och ausführlicher berichten. Hamburg. (Jüdisch-liberaler W e tit e i n d c v e r c i :t E. V.) Im Anschluß ait den iir unserer Zeitung veräisentlichtei» Bericht über die Vercinsgründung tragen wir heute nach, daß am 2t. April eine Sitzung des gefchäftsfnhrenden Vorstandes stattgeiundcii hat. Es wurden geivählt: zum 1. Vorsitzenden: .Herr Paul Koretz; zum 2. Vorsitzenden: Richter Tr. .Hermann Feiner; zum Schrittführcr: Rechtsantvalt Tr. Haus Levien; zum Schatzmeister: Herr Oskar Friedläuder. fäesoßicfers Angebote ttimskn im allen Abteilungen j/j.vAw MAAMEN S T R. 42 LEIPZIGER DasSoeziaihäusfür Damen u.Herren-// Kleidunc %/ ® iK* I Freie indische Monatsschau Eine Revue für Politik, Literatur, Wissenschaft und Kunst ] lerausgegeben von: JOSEF MELZEK und D( >EIS W'JTTNER Die Zeitschrift von Niveau ohne parteiliche Bindung! Die Zeitschrift für den modernen Juden! Die interessanteste Revue, in der die besten Namen der Politik, Literatur, Wissenschaft und Kunst mitarbeiten Heft 1 enthält folgende Beitrage: Zum Geleit Erich von Kahler: Juden und Deutsche Dr. (iJustav Krojanker: ,,'Kunstbetrieb und Judentrage** Eine Antwort an Dr. Paul Peehter Lion Feuelltwanger: Der historische Prozeß der Juden Doris Wittner: Die jüdischen Frauen als Dichterinnen und Denkerinnen Walther Meli ring- Ludwig Börne: Für die Juden! Lmil Ludwig: Juden bei Wilhelm II. Hichael tilold: Juden ohne Geld Puchbesprechungen, Notizen, An unsere Leser! Abonnementspreis 1 ä Jahr 10.— r2 Jahr 6.— Einzelbelt E— durch jede gute Buchhandlung oder direkt durch ueriiu „Freie; iDomair Berlin W 50, Prager Strasse 26 LEHRGÄNGE tor jüdisch-soziale Ausbildung und Fortbildung für Sozialarbeiter, Rabbiner, Lehrer u. i. d. Ausbildung zu diesen Berufen stehende veranstaltet von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Joden, de" Hochschule für die Wissenschaft des Judentums and dem Wohlfahrts- und Jugendfürsorgeamt der jüdischen Gemeinde Berlin 3. Lehrgang Sommer 1931 Einführung in die jüdische Wohlfahrtspflege (mit besonderer Berücksichtigung der Jugend Wohlfahrtspflege), Dr. Ollendorff, Mittwoch von 18-19 Uhr Grundlagen der jüdischen Sozialpolitik, Dr. Kreutzberger, Dienstag von 18-19 Uhr Ausgewihlte Kapitel aas der Gesundheitsfürsorge für die jüdische Jagend, Dr. Stahl, Dienstag von 19-20 Uhr Dauer des Lehrgangs 12. Mai bis Juli 1931. Ort: Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158. Auskünfte, Lehrpläne, Anmeldungen: Zentralwohliahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin. Charlottenhurg, Kantstraße 158, Telefon: Bismark 1063-65 Die Teilnahme am Lehrgang ist unentgeltlich nacnmiiiagssleiluni iiuiiiiiimtiiMmmiiiiiiiiiii iiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiitmiini sucht perfekte Stenotypistin Arzt, Sanatorium bevorzugt. Alle Kontorarbeilen. Lycealbildung. Referenzen vorhanden. Offerten unter L. H. an die Expedition dieses Blattes. Religionslehrer iitiitiiiitiiiitiiiiiimimiiiimiiiiiitiiiuiiiiiiitiHiitimiitiiiiiiiii mit akademischer Vorbildung gssucht, der auch befähigt ist als Prediger im ' Gottesdienst liberaler Richtung zu amtieren. Besoldung nach staatlichen Grundsätzen. Bewerbungen mit Lebenslauf und Angabe von Referenzen werden alsbald erbeten. Frankfurt a. M., Fahrgasse 146. Vorstand der Israelitischen Gemeinde. Besucht und seine AUSKUNFT durch VERKEHRSVEREIN Heulieber Jedem Leidensgefährten teile mit, wie von schwerstem Heufieber II (Heuschnupfen) geheilt wurde. U* J. Keuter, Kassel 86, Postfach 724. 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