Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 10 (1930)
- Issue
- 47 (19.11.1930)
- Date
- 1930-11-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Am 30. November Liste 1 Beerdigungen, ferner das Fortfallen des Chores bei Sologesängen in den Synagogen anläßlich Trauungen, die sehr einschneidend gewirkt: haben. Wenn der Vorstand glaubte, den Gemeindemitgliedern damit entgegen kommen zu müssen, so durste dieses keineswegs ans Kosten der schlecht bezahlten Chorangestellten geschehen, sondern es mußte durch entsprechende Gehaltserhöhung ein gewisser Ausgleich geschaffen werden. Und wie steht es nun mit den Anforderungen, die an die Chorangestellten gestellt werden? Es ist selbstverständlich, daß jeder im Besitz eines großen und gut geschulten Stimmaterials sein muß. Er muß sehr musikalisch und möglichst Blattsänger sein. Hierbei ist zu bemerken, daß die Chöre in -er Zeit nach dem Kriege um etwa die Hälfte ihres Bestandes reduziert wurden. Ein weiterer Abbau ist natürlich unmöglich. Wenn inan bedenkt, daß in den Riesensynagogen wie Fasanen-, Oranienburger Straße nur 14 (früher 26) Sängerinnen und Sänger, in den kleineren Synagogen sogar nur 12 tätig sind, so kann man leicht ermessen, welche großen stimmlichen Anforderungen au den Einzelnen gestellt werden, und welche Anstrengung der Dienst erfordert. Es ist auch naturgemäß, daß das Betriebskapital des Sängers, die Stimme, durch diese großen Anforderungen schneller abnimmt und somit ein Ausgleich durch bessere Bezahlung geschaffen werden muß. Laut statistischer Feststellung verdient der Chorangestellte jetzt bei stundenweiser Berechnung zirka 1,60 Mk. pro Stunde, und das ist eine Bezahlung, die wir bei unserer als gehoben anerkannten Beschäftigung weit von uns weisen müssen. In Anerkennung dieser Umstände hatte die Repräsentantenversammlung bei den Etatsberatungen für 1930 den Vorstand ersucht, eine entsprechende Summe für die Erhöhung der Gehälter der Chorangestellten jn den Etat einznstellen. Dieser Antrag wurde vom Gemeindevorstand abgelehnt. Immer und immer wieder hat der Verband versucht, mit dem Vorstand ein Uebereinkoimnen zu erzielen. Alles vergebens. Auch die bescheidensten Forderungen wurden nicht bewilligt. Schließlich kam der Vorstand aus den .Gedanken, etwa der Hälfte der Chorangestellten einen rückzahlbaren Vorschuß von RM. 50,— aus eine evtl, kommende Gehaltserhöhung anzubieten. Die Glücklichen waren aus der Reihe der Chorangestellten herausgesucht, und als solche bezeichnet, die von ihrem Gehalt leben müßten. Der Verband mußte diese Lösung, die vom Vorstand als sozial bezeichnet wurde, ablehnen. Der Verband hat laut Statut für die Gesamtheit seiner Mitglieder einzustehen und kann die Begünstigung Einzelner nicht annehmen. Bei den Chorsängern tut Jeder denselben Dienst, Jeder trägt diesewe Verantwortung für seine Arbeit und eine unterschiedliche Bezahlung würde die größte Mißstimmung hervorge.- rusen haben, außerdem wäre es zu einer Spaltung des Chorverbandes gekommen und schließlich wäre auch die L-eiftungssähigkeit der Chöre beeinträchtigt worden. Man würde sich schwer gehütet haben, an andere Beamten- oder Angestelltenkategorien das gleiche Ansinnen der nnterschiMichen Bezahlung zu stellen. Bei den Chorangestellten glaubte man es versuchen zu dürfen. Wir können dem G e m e i n d e v o r st a n d nicht das Recht zugestehen, sich mit der Bezahlung des einz elnen Cho rangestellten danach zu richten, was dieser außerhalb seiner dienstlichen Tätigkeit zufällig verdient, und wir glauben auch nicht, daß diese Art der Bezahlung in irgend einen: Betriebe, wo es auch sei, ein Beispiel hat. In der Repräsentantensitzung vom 9. Oktober 1930 kam es nun zu einer großen Debatte. Die Repräsentanten aller Parteien waren sich darin einig, daß eine Ausbesserung der Bezüge der Chorangestellten unbedingt erfolgen müsse, die unterschiedliche Zahlung der Mk. 50,—, die inzwischen vom Vorschuß zur Beihilfe um gewandelt worden waren, wurde abgelehnt und das Gleiche für Alle verlangt. Ebenso wurde eine Gehaltserhöhung von etwa 10,— Mk. monatlich ab 1. Januar 1931 angenommen. Diese Beschlüsse der Repräsentantenversammluna erfolgten einstimmig, trotzdem der Vorsitzende des Gemeindevorstandes, Herr Direktor Kareski, die Versammlung vorher befragte, ob sie angesichts der Finanzlage den Mut ausbringen würden, die erforderlichen 30000,— Mk. zu bewilligen. Nun, sämtliche Repräsentanten, die sicherlich auch genaue Kenner des Etats, und sich auch bestimmt ihrer Verantwortung voll bewußt sind, haben den Mut ausgebracht, — aber der Vorstand hat abgelehnt. Wenn das Gemeindeblatt richtig berichtet, hat Herr Kareski gesagt, es wäre ein Verbrechen, wenn man einem Chorangestellten, der davon leben müßte, RM. 76,— bezahlen würde. Es sind aber vom Vorstand selbst 80 Chovangestellte herausgesucht, die davon leben müssen, und wir können hier die Versicherung abgeben, daß diese Liste sehr unvollständig und willkürlich ist. Es sei gern zugegeben, daß Einzelne, die aber für die Gesamtheit garnicht in Betracht kommen, durch anderweitige größere Einnahmen nicht zu den Bedürftigen gehören. Aber die große Masse der Chorangestellten ist absolut auf die einzige f este Einnahme angewiesen, außerordentlich bedürftig, und an diesen Feststellungen können alle vom grüiren Tisch aus angefertigten Listen nicht rütteln. Wir hoffen bestimmt, daß Herr Direktor Kareski, nach den hier erfolgten Ausführungen, seine Behauptung, die Chorsänger seien hinreichend bezahlt, einer Nachprüfung unterziehen wird. Am 30. November 1930 finden die Wahlen statt. Schwe-- ren Herzens werden die Chorangestellten mit ihrem Anhang an die Wahlurne treten, denn sie sagen sich mit Recht, was nützt uns eine Repräsentantenversammlung, die nicht einmal die Macht hat, ihre Beschlüsse durchzusetzen und uns zu helfen, wenn der Gemeindevorftand dafür kein Verständnis ausbringt. Aber wie die Wahlen auch aussallen mögen, das Probten: der Chorangestellten schwebt, und keiner der kommenden Männer wird sich der Lösung dieses Problems entziehen können. Deshalb bitten wir den Gemeindevorstaud an dieser Stelle nochmals, den Beschlüssen der Repräsentantenversanunlung, die zwar keine vollkommene, aber doch immerhin eine vorläufig annehmbare Lösung der Frage bringen, beizutreten. Berggruen, 1. Vorsitzender des Verbandes der Chorangestellten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Aus der Bewegung;j * Wiesbaden. (Aussprache-Abend über „Das Wesen der Gemeinde".) Die hiesige Vereinigung sür das liberale Judentum widmete ihre erste Veranstaltung in dieser Saison am 17. Oktober der Auseinandersetzung über das jüngst von Dr. Ehrmann (Frankfurt a. M.) im Rahmen der Altisraelitischen Kultusgemeinde in ungewöhnlicher Form behandelte Thema: „Das Wesen der jüdischen Gemeinde". Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Lazarus leitete seine Ausführungen mit dem Wunsche nach weiterer Zusammenarbeit mit der nun einmal bestehenden Austrittsgemeinde sür das gemeinsame geliebte Judentum ciu. Jüngst entstandene Differenzen sinh glücklicherivcise in diesen Tagen beigelegt worden. v Nach Untergang des jüdischen Staates, so führte der erste Referent weiter aus, wurde die äußere Form jüdischen Zusammenschlusses die Gemeinde, die K'hillas Hakaudesch. Sie sollte es dem Einzelnen ermöglichen, ein jüdisches Leben zu führen, nnterschieden von der nichtjüdischen Umwelt. Wo sich ein Minjan zusammensand, übernahm es daher nach nnd nach die Einrichtung eines geregelten Gottesdienstes, die Sorge für den Unterricht der Jugend, die Belehrung der Erwachsenen, sür jüdisches Essen: Schechita, Mazzot, Lulawim, sür eine Mikwa usw. Die Gemeinde verband den Juden mit der Judenheit, der Einzelne fühlte sich verantwortlich für die Gemeinde, stellte also etwaige Forderungen an sich selbst, nicht an andere. Vorsteher war der aktivste Familienvater. Von diesem Ideal, das in Kleingemeinden vor fünfzig Jahren noch möglich sein mochte, entfernte sich bereits die Mittelgemeinde und glitt zur Großgemeinde hinab. Der organische Zusammenhang wird zerrissen, die Gemeinde wird zu einem mit großer Mühs mangelhaft verwalteten Mechanismus. Der Steuerzahler verlangt von ihr, daß sie die rituellen Institutionen für den Fall, daß er ihrer einmal bedürfen sollte, für ihn möglichst in der Form bcrcithält, die er von Haus aus gewohnt ist: Synagogenjudentum. Und doch gehören der jüdische Mensch und seine Gemeinde zusammen; denn sic verbindet ihn immer von Neuem mit dem jüdischen Idealismus in Stimmung, Denken und Leben. Die Gemeinde hat gerade heute, wo alles als „christliche Kultur" dargestellt wird, die Ausgabe, jüdische Atmosphäre zu schaffen. Die Wirkung von Synagoge und jüdischem Familienleben versagt immer mehr. Aber es geschieht nicht nur aus Scheu vor dem Antisemitismus, sondern auch aus Lethargie in der jüdischen Gemeinde viel zu wenig, um die Mitglieder zu verjuden, um jüdische Werbung gleich der „katholischen Aktion" unbekümmert und freimütig, doch taktvoll ins Leben hinaus zu tragen. Das Jüdische Lehrhaus soll Mittelpunkt aller jüdischen nichtpolitischen Erörterungen sein. Seinen Beschluß auf Errichtung eines Gemeindehauses mit Jugendheim auszusühren, ist der hiesige Gemeindevorstand nur durch die jetzige schwierige finanzielle Lage gehindert. Er, Dr. Lazarus selbst, will in jenem Sinne Auneg- Schabbos-Vcranstaltungcn cinrichten, zu denen er die Jugend heranzuziehen hofft. Er forderte schon 1923 die „Gcmcindezeitung". — Die hier erscheinende ist „nur" eine jüdische Zeitung. — Damit jeder Jude sich in der Gemeinde wohl fühlt, muß die Schechita den strengsten Anforderungen entsprechen, muß sür orgellosen Gottesdienst — wie bereits jetzt an den jomim nauroim — und entsprechenden Religionsunterricht gesorgt, »muß der Klal-Gedanke gepflegt werden. Wer sich ettva immer noch mit dem Gedanken des Austritts aus der Gemeinde tragen sollte, lese die Aussührungeß Rabbiner Dr. Unnas (Mannheim) im Jahrgang 1926 der Zeit schrist „Jeschurun". Der jüdische Liberalismus wirkt nicht zerstörend, sondernder hat Emanzipation erkämpft, die jüdische Wissenschaft, die großen Wohlfahrtsorganisationen, die Rcligionsschule, den geordneten Gottesdienst und vieles andere unter großen Opfern geschaffen. Er will die Einheit der Gemeinde, die kämpft sür Wahrheit und Frieden Ergänzend legte nun der Vorsitzende der liberalen Vereinigung, Direktor Dr. Goldstein, dar, was ihn, den liberalen Laien, nicht nur von der Trcnnungs-, sondern auch von der Gemeinde-Orthodoxie trennt. Er glaubt, daß die Formen, so notwendig sie auch grundsätzlich sind, hinter den Inhalt des Judentums stark zurückzutreten haben, daß das in allen Religionsgemeinschaften akute Problem der Lebensnahe der Religion unserer, die Menschen in nie vorausgesehenem Ausmaße in den Kampf ums Leben einspannendcn Zeit für das Judentum nur durch Wertung der Formen, Untersuchung aus ihre Zeitbcdingtheit der Lösung näher gebracht werden kann. Er glaubt deshalb, daß dem liberalen Judentum die Zukunft gehört. Aber — er kann nicht sagen, daß die Nichtliberalcn im Unrecht sind, und nennt diese Auffassung Toleranz, die er auch von anderen fordert. Ueber die Intoleranz geistiger Inquisition sollte die Judenheit nach ihrer' Geschichte hinaus sein. Tatsächlich ruht die ganze Last der Gemeindcarbeit aus den Einheitsgemeiwden. Ihre Wohlsahrtscinrichtiingen fragen weder nach Gcmcindezugehörigkeit noch nach Geburtsland. Das ist jüdisch und liberal. Nachdem 6,5 Millionen nationalsozialistischer Stimmzettel die deutsche Judenheit not.- dürftig geeint haben, darf nicht zu neuer Spaltung .gusgerusen werden. Für Wahrheit und Freiheit, in der die Geister sich regen, die Seelen emporstreben können! Tic beiden Diskussionsredner erklärten sich im allgemeinen einverstanden mit den Referaten, forderten aber aktive Toleranz gegenüber der hiesigen Gemeinde-Orthodoxie. Ter erste, Zwi Kanel, präzisierte, die Einheitsgcmeinde aus ihren überritncllcn Aufgaben begründend, die gewünschte Entwicklung: von der ganz überwiegend liberalen zur ivirklicheu Einheitsgcmeinde durch Autonomie der religiösen Gruppen. Als Keimzelle der orthodoxen Autonomie denkt er sich die Kaschruth-Koinmission, die bald einen orthodoxen Rabbiner u. a. m. nötig machen werde. Ferner liegt ihm an einer vor allem quantitativen Verbesserung des Religionsunterrichtes, überhaupt der Gelegenheit zum Lernen als eines Teils der Praxis des Judentums, nnd allgemein an mehr Aktivität. D. Rabinowicz plädierte sür die Mikwa. Den größten Beifall des Abends erzielte nun Bertram Steril durch seine Erklärung: Mit ihm lehne die Mehrzahl der Mitglieder der Altisraelitischen Kultusgemeinde die Ausführungen Dr. Ehr. manns ab. Sie stehe vielmehr auf dem Boden der Einhcitsgemeinde und lasse die Hoffnung aus Vereinigung nicht schwinden. Dr. Goldstein versicherte, daß die Hauptgemeinde die Hand, die sich ihr einmal entgegen strecken sollte, nicht zurückstoßen wird. Nach seinen Informationen legt übrigens der Vorsitzende der Trennungsgcmeinde großen Wert darauf, daß die Angelegenheit des oft genannten Vortrags sich nicht zu einem ernsthaften Streit der Gemeinde auswächst. Mit dem Ausdruck der Befriedigung über das Gelingen konnte der Vorsitzende den Abend frühzeitig beenden. — Wenn von den bei Gelegenheit dieser nun wohl abgeschlossenen Auseinandersetzung über das Wesen der Gemeinde vorgebrachten Absichten und Wünschen etwas verwirklicht wird, so geht di« Gemeinde- Orthodoxie, das will ungefähr sogen: die Ostjuden, als lachende Dritte aus der Angelegenheit hervor. Was ihnen durchaus Lu gönnen ist. L. L. Das Ili-Programm * uJ Berlin. Gemeinsame Veranstaltung. Donnerstag, den 11. Dezember, Synagoge Jasanenstraße: Referat Rabbiner Dr. Leo Laeck. Jli-Singkreis. Donnerstag, den 20. Rooember, abends 8 Uhr, bei Ilse Fintel, Charlottenburg, Niebuhrstratze 58. Aelterengrvppe. Donnerstag, den 20. November, abends 8 Uhr, bei §klle» Littmann, Charlottenburg, Neue Kanlstraße 6, bei Joseph. Breslau. Hauptgruppe: Mittwoch, den 26. November, 20.15 Uhr, Jugendheim: Besprechung von Jli-Frage«. — Gemütliches Beisammensein. — Arbeitsgemeinschaften und Studienkreise: Um 20.15 Uhr im Jugendheim: Grundlagen und Ausgabe« des religiös-liberalen Judentums, Montag, den 24. November. Hebräisch sür Anfänger, Montag, 24. November. Die Entwicklungsgeschichte des deutschen Judentums feil der Emanzipation, Donnerstag, den 27. November. Judentum und Christentum, Donnerstag, den 20. November. — Haupt- und Jüngeren- Grnppe: Freitag, de« 21. November, 20.30 Ahr, im Jugendheim: Freitagabendfeier. — Sonntag, den 23. November, 17 Uhr: Abeudgottesdienst in der Hauptfynagvge. — Jüngeren-Gruppe: Dienstag, den 25. November, 16.30 Uhr, Jugendheim: Bortrag von Heinz Silbermann: „Nationalsozialismus". — Jüngsten-Gruppe: Montag, den 24. November, 16 Ahr, im Jugendheim. Frankfurt a. M. Jli-Jugendgruppe. Samstag, den 22. November, 16 Uhr, bei Paul Hirschberg, Bäckerweg 9. Spielnachmittag. Sonntag, de« 23. November, Ausflug in den Spessart, Sonntagsrückfahrkarte Kahl, Treffpunkt 8.25 Uhr. Abfahrt 8.39 Uhr. Rückkunft gegen 19 Uhr. Samstag, den 29. November, 16 Uhr, bei Wolfgang Edinger, Gärlncrweg 55. Arbeitsgemeinschaft Kunstgeschichte. Samstag, den 6. Dezember, 16 Uhr, bei Karl Zedner, Sophienstraße 12. Anssprache: Aktuelle Tagesfragen. Samstag, den 13. Dezember, 16 Uhr, bei Siegfried Stiefel, Reuterweg 59. Aussprache: Abwehrsragen. Samstag, den 20. Dezember: Lhannukah-Feier. (Ort nnd Zeit wird noch bekanntgegeben.) Dienstag, den 25. November 1930: Weihestunde, Rabbiner Dr. Arnold Lazarus spricht über „Moritz Lazarus". Liegnitz. Am Montag, den 24. November 1930, abends 8.30 Uhr, spricht im Sitzungszimmer des Gemeindehauses, Bäckerstraße 16, Erich Bulla«, Jli-Bresläu, über: Zeitfragen des deutschen Judentums. In Anbetracht der Persönlichkeit unseres Gastes erwarten wir von unsere« Mitgliedern rege Beteiligung. — Gleichzeitig machen wir daraus aufmerksam, daß zu unseren Veranstaltungen nur noch in besonderen Falken schriftliche Einladungen verschickt werden. Das Programm ist immer unter dieser Rubrik rechtzeitig angegeben. Wir erwarten auch ohne besondere Einladung weiter rege Beteiligung. Magdeburg. Am Dienstag, 25. November, 3. Abend der Kurzarbeitsgrmeinfchafl „Grundlagen der Politik". Leitung Herr Paul Crohn. Ratibor. Sonnabend, den 22. November, sprechen Erich Vulkan und Fred Fabian ans Breslau bei uns über: Die augenblickliche Situativ« des deutschen Judentums. um nieder Berliner Gemeinde Von Moritz A. Loeb,-Berlin Die kleine Schrilt kritisiert in scharfer aber durchaus sachlicher Weise die derzeitige Führung der Berliner Grossgemeinde durch die Jüdische Volkspartei. Preis Mk. 1.— NI alenanh Aitfml7ii kaufen nasur.li!a hli llkliiiuii mvvwviiib ein gebrauchtes Klevier (Kein Flügel!) mit gutem, vollen Ton; gegen monatliche Ratenzahlungen. Angebote unt. L. G. 4921 an die Expedition der Jüdisch-liberalen Zeitung, Berlin SW 11, Hallesche Str. 1. Renovierung von Wohnungen, Geschäfts! okalen, Trepp^nflnren und Fassaden. Robert Outhelm Berlin W 50 Kulmbacher Strasse 7 B5 Barbarossa 6260 aebt uns Famiiien- Anzelgenl Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. rann, kostenlose Fenerkestettuf Annahme W SS, LQtsowstraBe 44, Telefon: Lfltiow 960-61 Bezug durch alle Buchhandlungen und den Verlag Ernst Nickel & Co. Berlin NW 23 (Postscheckkonto 19379) V Berlin SW. 29. — 2 vruck: Hermann Weaner 8r Eo., Bcrim-Mariendorf. Verlag: Bereinigung für das liberale Judentum e 6 59