Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-11-05 · 45 (5.11.1930) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
45 (5.11.1930)
Date
1930-11-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2613366-2614053-2614098--3777-2621407
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Was andererseits die Repräsentanten,vas»len anb-etrifst, so können wir in eine Verschiebung derselben auf zwei Jahre nicht willigen. Wir sind oer Auffassung, daß der zurzeit t>e.r stehende Notstand, der eine kurze Verschiebung auf höchstens ein Jahr gerechtfertigt hätte, nicht dazu führen darf, mn emc undemvkratische Maßnahme vorzunehmen, durch die au> Jahre hinaus eine Willenskundgebung der Gcmeindenütglie» der verhindert werden würde. Hätten sich die Parteien auf eine Einheitsliste geeinigt, so wäre es Lache der Gemeinde.. Mitglieder gewesen, diese Maßnahme der Parteiführer zu billigen oder durch eigenes Vorgehen zu verwerfen. Völlig unzulässig erscheint es aber, daß die Parteiführer und die augenblicklich im Amte befindlichen Repräsentanten und Gemeindevorsteher auf Jahre hinaus die augenblickliche Zusammensetzung der Gcmeuwekörpersch asten über den Kops der Gemelndemitglieoer hinweg verlängern. Eine derartige Maßnahme erscheint um so weniger statthaft, als die Gemeindekörperschaften selbst durch Statutenänderung eine Vergrößerung der Repräserrtantenversammlung und des Gemeindevorstandes beschlossen haben, eine Reform, derer: Durchführung durch Annahme des Vorschlages unmöglich werden würde. Völlig unzulässig erscheint uns die Vertagung der Wählen auf mehrere Jahre hinaus vor all'nn auch deshalb, weit uns in immer steigendem Maße gerade in den letzten Tagen der Wunsch der Gerneindemitglieder zugetragen worden ist, auf' eine Aenoerung der Verhältnisse in der Berliner Jüdischen Gemeinde hinzuwirken. Insbesondere wird von uns gefordert, schon mit Rücksicht auf die Gemeindesinanzen unbedingt auf die baldige Schaffung eirrer Mehrheit zu dringen, die die Ausgaben in der Gemeinde auf den Ausgabenkr'eis einer Religionsgemeinde beschranken, und mit Rücksicht auf die politischen Verhältnisse eine Klärung bezüglich der bisherigen national-indischen Führung herbeizuführen. Nachdem die Jüdische Volkspartei unsere Vorschläge z»lr Einigung abgelehnt hat, hat sie mit der Einleitung des Wahlkampfes bereits begonnen. Trotz uitserer Anregung, die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Jüdischen Gemeinde nicht obne zwingende Notwendigkeit an die nichtjüdische Oeffenllichkeit zu bringen, wird heute zu den ersten Wahloersammlungen der Jüdischen Bolkspartei durch Plakate an den Litfassäulen ausgefordert. Unter diesen Umständen ist es unmöglich, den Gemeinde- Mitgliedern heute noch zu sagen, daß wir nach Ablehnung aller unserer Vorschläge in die Verlängerung der beanstandeten Zustände auf mehrere Jahre gewilligt haben. Wir dürfet: wohl in diesem Zusannnenhattg, damit unsere Zeilen nicht falsch gedeutet werden, darauf Hinweisen, in welchen: Maße wir unseren Verständigungswillen bekundet haben. Denn leider müssen wir feststellen, daß Sie, sehr geehrter Herr Doktor, in die maßgeblichen wichtigen und sachlichen Verhältnisse doch nicht im Einzelnen eingeweiht sind und infolgedessen zu einem gewiß gutgemeinten Vorschlag gelangen, der jedoch keinen Ausweg darstellt. Wir haben bei den Verhandlungen zwei Vorschläge unterbreitet gehabt, die von sämtlichen Parteien angenommen wurden und nur an dem Widerstand der Jüdischen Volkspartei scheiterten. Wir halten vovgeschlagen, die Wahl um ein Jahr zu vertagen, was unseres Erachtens allenfalls zur Zeit vertretbar war, oder aber eine Einheitsliste unter Zugrundelegung des bisherigen Wahlergebnisses aufzustellen. Beide Vorschläge wurden von der Volkspartei abgelehnt, ohne paß dieselbe irgendwelche triftigen Gründe dafür gellend gemacht hat. Von unserer Seite bedeuteten sie ein außerordentliches Entgegenkommen, da sie ja die Liberalen weiterhin als Minderheitspartei hätten entgegen der tatsächlichen Zusammensetzung der Berliner Judenheit bestehen lasser: und von der Volkspartei sachliche Bindungen irgendwelcher Art abgelehnt worden waren. Dieses Entgegenkommen ist nicht gewürdigt worden. Die Jüdische Volkspartei har sich dahin entschieden, wenn sie nicht die Erfüllung ihres Machtstrebens erreichen kann, die Wählen trotz der Schwere der heutigen Zeit zu wagen. Wir können die Antwort auf diese Einstellung nicht schuldig bleiben und sind gezwungen, uns auch unsererseits auf die Wahlen einzustellen. Wir haben aber den berechtigten Wunsch, der sicherlich von Ihnen, sehr geehrter .Herr Doktor, geteilt werden wird, daß die Wahlbewegung in der würdigsten und einer den Interessen des Judentums nicht schädlichen Weise geführt wird. Auch nachdem die Volkspartei mit Anschlägen an den Litfassäulen vorangegangen ist, erklären wir uns bereit, zur Entgiftung des Wahlkampfes folgende Vorschläge zu machen und durchzuführen: Die ersten liberalen Kundgebungen am Montag, dem 10. Itovember abends 8 Ahr im großen Festfaal bei ft roll (Eingang Große Querallee) P r o g r a m m: 1. CuöCi'M'a'e zur Dpev „Iphigenie in Ehr. A. Gluck Berliner Linfouie-Orchcster, Dirigent: Dr. Hermann Schildberger. 2. Begrüßungsansprache Lcuidgerickusral Dr. Marlin Messer, Vorsitzender des Liberalen Vereins. 9. Arie aus dein Oratorium Elias: „Es ist genug" Felir Mendelssohn Bnrthoivy Opernsänger Friy Lechner^ niir Orchesterbegleitung. 1. Ansprache Polizeivizepräsibein Tr. Bernhard Weiß. 5. a: Wir haben ein Rech, Johanna Wolfs b) Greis und Jüngling Davin Schönberger Edith Herrustadt Oettingen. <>. Ansprache Rechtsanwalt Heinrich Stern, Vorsitzender der Vereinigung für bas liberale Judentum. 7. VII. Symphonie, 2. Satz Ludwig von Beethoven Berliner Sinfonie-Orchester. Dirigeni: Dr. Hermann Schilbbergcr. 8. Ansprache der Spitzenlandidaten für die Wahlen zur Berliner Repräsentantenversamrnlung Direktor Tr. h. Iran Bertha Faltenberg. 9. Ans „Jeremias" Edith Herrnstadt Oettinge». 10. a, Gebet (Herr schicke, was du tuiUft, b) Arioso Opernsänger Fritz Lech »er. 11. Ansprache Bruno Woyva. 12. ArönungSmarsch aus der Oper „Der Prophet^ Berliner Sinfonie-Orchester, Dirigent: Dr. Hermann Schildberger. im Bach-Saal (Lützowftraße 76) Progra m m: 1. Präludium Es Dur Paul Mania Orgelfolo: Paul Mania. 2. Begrüßungsansprache Der Vorsitzende. N. Andante aus dem^E-Moll-Drio MendelSsohn-Bartholdy Prof. Mayer-Mahr, Alfred Wittenberg, Eva Heinitz. 1. Ansprache Polizeivizepräsident Dr. Bernhard Weiß. Wilhelm Kleemann, Siesan Z>veig Hugo Wolf G. F. Händel Giacomo Meyerbeer 5. Die Allmacht Paula Lindberg. i>. Ansprache Bruno Woyda. 7. a> Mennell aus dem IX. Orgelloitzeri bi Capriccio Es-Tur Orgelsolo: Paul Mania. 8. Ansprache Dir. Tr. Joseph Gulnrann. 9. Erster Satz des B-Dur-Trio Prof. Mayer-Mahr, Alfred Wittenberg. Eva Heinitz 10. Ansprache Dr. Salli London. 11. a) Arien aus dem Eiras Wey ihnen, daß sie voir mir weichen Sei still dem Herrn und ivarte auf ihn t>) Arioso „Dank sei Dir, Herr" Paula Lindberg. 12. Ansprache Rechlsanivatt Heinrich Stern, Lorsitzender der Vereinigung für das liberale Judentum. 13. Ehacanne mit Variationen Karg Clerk Orgelioto: Paul Mania. Franz Säiubcrt Händel Händel Beethoven Mendelssohn-' Bartholdy Händel Die beiden Sale fassen zusammen 3500 Personen. Da bei Drucklegung dieser Zeitung, wie wir erfahren, bereits 7000 Eintrittskarten angcfordert worden sind, ist beschlossen worden, die Kundgebung am Montag, dem 17. November in folgenden Sälen zu wiederholen: Bach-Saal, Marmor-Saal im Zoo, Kaiser-Saal im Zoo. lieber weitere Kundgebungen in den anderen Berliner Stadtteilen wird an die beteiligten Kreise noch direkte Mitteilung ergehen. 1. Es unterbleiben Plakate aller Art, die zu jüdischen Ereignissen Stellung nehmen oder zu jüdischen Versammlungen einlader: an den Berliner Anschlagsäulen. 2. Alle Parteien verzichten darauf, Plakatträger vor die Wahllokale zu stellen oder Plakate in oder vor dem Wahllokal anzubringen. 3. Alte Parteien verpflichtet: sich, ftir eine sachliche Durchführung des Wahlkampfes unter Vermeidung persönlicher Schärfen zu sorgen. Wir danken Ihnen, sehr geehrter Herr Doktor, nochmals herzlichst, daß Sie sich bemüht haben, einen Wahlkampf zu vermeiden. Wir sind gewiß, daß Sie die Gründe unseres Briefes würdigen und daß Sie aus Grund unserer Darlegungen sich davon überzeugt haben werden, daß von unserer Seite loyale und durchführbare Vorschläge gemacht worden sind. Wir hoffen, daß es nunmehr, nachdem der Wahlkampf unvermeidlich geworden ist. Ihnen möglich sein wird, für eine Entgiftung des Wahlkampfes zu wirken dadurch, daß Sie die anderen Parteien veranlassen, den von uns vorstehend angeregten drei Punkten zuzustimmen. Wir begrüßen Sie in vorzüglicher Hochachtung ergebenst Der Vorstatld. In: Aufträge: Dr. Lesser, Tr. W. Breslauer, Rofenthal, Bruno Woyda. Nunmehr steht fest, daß die Wahlen am 30. November stattfindel: werden. Wir tvollen hoffen, daß die Durchführung des Wahlkampfes die Befürchtungen, die gegen ihn geltend gemacht wurden, eittkräften wird, und daß der Ausfall der Wahlen zeigen wird, daß sie nicht zum Schaden, sondern zum Segen des deutschen Judentums gewesen sind. Gemeindeblall? - Parteiorgan! In der Berliner Jüdischen Gemeinde schienen die zionistischen Ecwalthabcr jetzt nicht einmal davor zurück, offizielle Eemerndeinstitutionen in den Dienst ihrer Parteibestrebmlgen zu stellen. So hat das Berliner Gemeindedlatt in der Oktodernummer einen Artikel des Herrn Dr. Kollenscher über jüdische Schnlsragen veröffentlicht, der offensichtlich für die zionistischen SchulsorderungM Propaganda machen sollte. Tr. Walter Breslauer, der Mitglied des Schul- und Talnmd- Thora-Borstandes der Berliner Jüdischen Gemeinde ist, reichte deshalb bei der Redaktion des Gemeindeblattes einen Artikel znm gleichen Thema ein, der eine Erwiderung vom liberale Standpunkt aus darstellte. Ter Gemrinderorstand lehnte die Veröffentlichung des Artikels ab! Dabei gab der zionistische Gemeindeoorsitzende, da die Abstimmung Stimmengleichheit ergab, den Ausschlig für die Ablehnung. Dieser Vorfall läßt erneut erkennen, wie brutal die Zionisten in der Berliner Gemeinde ihre Macht auriiden und wie sie sogar die Meinungsfreiheit unterdrücken, indem sie einem Blatt, das alten Richtungen der Gemeinde dient, lediglich die Aufnahme einseitiger zionistischer Parteiartikel gestatten. Wir bringen den „verbotenen" Aatikel nachstehend zum Abdruck. Dir Red. Was gehört zum Bereich der Schulverwaltung? Von Dr. Walter Breslauer, Mitglied des Schul- und Talmud-Thora-Borstandes. Der Vorsitzende des Schulvorstandes der Gemeinde, .Herr Dr. Kollenscher, hat in der vorigen Nummer des Gemeindeblattes einen Bericht „Aus dem Bereich der Schulverwaltung" erstattet. Soweit hier Tatsachen zur Information der Gemeinde- Mitglieder niedergelegt sind, ist der Artikel äußerst dankenswert. Darüber hinaus werden jedoch Ansichten grundsätzlicher Natur dargelegt, ein schulpolitisches Programm entwickelt. Es ist für die Leser des Gemeindeblattes von Wichtigkeit, diesen Ausführungen gegenüber in Kürze auch darüber unterrichtet zu werden, daß und aus welchen Gründen weite Kreise nicht nur der Gemeindemitglieder, sondern auch, wie versichert werden kann, ein erheblicher Teil der Mitglieder der Gemeindeverwaltung (ob Mehrheit oder Minderheit wird sich demnächst zu zeigen haben) dieses Programm ablehnt. Herr Dr. Kollenscher stellt an die Spitze seines Aufsatzes eine Wiedergabe derjenigen Bestimmungen der Gemeindesatzungen, die sich auf die Schule beziehen und die Unterhaltung des Religionsunterrichts der Jugend und Fürsorge für die bisher bestehenden Anstalten für Unterrichtszwecke verlangen. Zweifellos können veränderte Zeitverhältnisse auch Aenderungen der satzungsgemäßen Aufgaben bedingen, soweit solche sich nlit dem Charakter unserer Religionsgemeinde vereinigen lassen. Nur muß man sich über das klar sein, was aus Herri: Tr. Kollenschers weiteren Ausführungen nicht klar hervortritt, daß der „Ausbau eines Netzes jüdischer Schulen" und zumal die Errichtung höherer jüdischer Schulen den bestehenden Satzungen nicht entspricht. Wenn von den Zeitverhältnissen die Rede ist, so wird man gleich von vornherein nicht an dem Vorbeigehen dürfen, was die wirtschaftliche Not der Zeit dringerrd erheischt. Darüber, daß die Notlage der Gemeindemitglieder zur äußersten Sparsamkeit bei der Verwaltung der GemeiNdegieDer zwingt, sollte eigentlich ein Zweifel nirgend bestehen. Herr Dr. Kollenscher wird sich aber darüber nicht im Unklaren sein können, daß die Verwirklichung seiner Pläne ohne Neuaufwendung von vielen Hunderttausenden, einmalig und lau- .fend, nicht möglich ist. Wenn er hoffen mag, daß auf dem Gebiete des Volksschulwesens diese Kosten der Gemeinde von Staat oder Stadtgemeinde abgenommen oder erleichtert werden könnte, so muß ihm jedenfalls doch so viel klar sein, daß auf dem Gebiete des höheren Schulwesens auch nicht die mindeste Aussicht für eine derartige Erleichterung der sinanziellerr Situation besteht, und daß die hohen Kosten der Einrichtung und Unterhaltung einer oder mehrerer höherer Schulen ausschließlich aus den Steuergeldern der Gemeinde zu erfolgen haben würde. Die Steuerzahler würden dann für den gleichen Zweck doppelt Steuern zu entrichten haben, einmal an ben Staat, zum anderen Male an die Gemeinde. Jedoch die finanziellen Gesichtspunkte, so lvichtig sie sind, sind nicht einmal die entscheidenden. Auch grundsätzlich kann dem, was oorgeschlagen wird, nur entschieden widersprochen werden. Dabei sind in der Darlegung die Fragen der Volksschule und der höhere:: Schule zu trennen. Jahrzehnte hindurch war es zwischeir dempreußischen Staat und der Stadt Berlin strittig, ob die Volksschulen der Stadt Berlin christlich-konfessioneller oder allgemeiner Natur seien. Nachdem sich die Ansicht der preußischen Staatsregierung über den christlich-konfessionellen Charakter der Schulen immer mehr durchgesetzt hat, hat zunächst die jüdische Lehrerschaft aus Gründen der Parität auch die Einrichtung einiger jüdischer Schulen durch die Stadt Berlin verlangt. Wenn sich dies nicht sogleich hat durchsetzen lassen, und wenn die Gemeinde in den letzten Jahren zwei private Volksschulen errichtet und. eine dritte übernommen hat, so dürfen diese Maßnahmen doch nur als Etappen zur Verfolgung eines Zieles angesehen werden. Ter Grundsatz ist und muß bleiben, daß die Errichtung und Unterhaltung der öffentlichen Volksschulen, gleichgültig, ob dieselben bedauerlicherweise als konfessionelle oder aber, was von der Zukunft zu erhoffet: ist, als allgemein geführt werden, Sache der Allgemeinheit, der Stadtgemeinde Berlin ist. In Ausführung dieses Grundsatzes hat der Schuluub Talmud-Thora-Vorstand, allerdings gegen die Stimme des Herrn Vorsitzenden, unter dem 17. September beschlossen, „bei der Stadt zu beantragen, daß die drei von der Jüdischen Gemeinde unterhaltenen privaten Volksschulen von der Stadt übernommen und in städtische öffentliche Volksschulen umgewandelt werden." Es wäre wünschenswert, daß die Gemeinde die Ausführung dieses Antrages mit aller Energie verfolgt aus Gründen der finanziellen Entlastung sowohl wie aus den dargelegten grundsätzlichen Erwägungen. Einem Mißverständnis ist hierbei vorzubeugen. Herr Dr. Kollenscher spricht hierbei von der Gefahr, daß bei der Einrichtung öffentlicher jüdischer Volksschulen die Schuljugend — wenigstens des betreffenden Bezirkes — gezwungen werden könnte, diese öffentliche jüdische Schule zu besuchen. Daß diese Gefahr unter allen Umständen im Interesse der Gewissensfreiheit zu vermeiden ist, darüber sind wohl alle Kreise der Gemeinde einig. Sie besteht jedoch aus Grund gesetzlicher Bestimmung nur dann, wenn- (aus den an sich berechtigten finanziellen Gründen) die jetzigen privaten Volksschulen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.