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Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-10-15 · 42 (15.10.1930) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
42 (15.10.1930)
Date
1930-10-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Frankfurt a. M., And Herr Dr. Köbner, Ludwigshascn, neu gewählt. Zuschriften sind an die E.A. Frankfurt a. M., Eschersheimerlandstraße 29, zu richten. Gaffel. (Zum Fall B l ü t c n t h <i I.) Gegen das srcisprcchende Urteil des hiesigen Landgerichts, das dem nationalsozialistischen R.-A. Dr. O. Freister wegen seiner Acußcrung: „Der jüdische Trick eines jüdischen Anwalts", die er in 'Bezug auf Tr. Blütenthal, Frankfurt a. M-, gebrauchte, den 8 193 zubilligte und ihn desl>«lb von der Anklage der Beleidigung freisprach, ist von der Staalsam waltschaft und dem Nebenkläger Berufung eingelegt worden. Kassel. (Todesfall.) Hier starb im 62. Jahre der Metzger- Meister Louis Baruch, ein in jüdischen und nichtjüdischen Kreisen hochgeachtetes Mitglied unserer Gemeinde. Mehr als 25 Jahre war er ehrenamtlich als Beamter der städtischen Wohlfahrtspflege für das Wesertorvicrtel tätig. Tie Stabt Kassel hat ihn anläßlich seines Jubiläums durch ein in anerkennenden Worten gehaltenes Schreiben und durch Ueberrcichung eines wertvollen Bildes geehrt. Die Bei setzungsfeier des bei seinen Berufsgenosseu beliebten Bürgers fand unter starker Beteiligung von Freunden und Vereinen, die mit ihren Fahnen erschienen waren, statt. Landrabbiner Dr. Walter zeichnete ein lebenswahres Bild des Entschlafenen, ein Vertreter des Vereins, der Jäger und Schützen rief dem beliebten Kameraden innige Ab schiedswortc nach. Stuttgart. (P l e n a r s i tz u n g des Vor ft e h e r a m t e s.) Die erste Sitzung nach den Ferien halte ein größeres Arbeitsprogramme Der erste Punkt der Tagesordnung befaßte sich mit der Regelung von Spenden. In der hiesigen Gemeinde wurde bisher dem alteir Brauch gehuldigt, daß derjenige, der bei der Thoravorlesung aufgcrufen wurde, für die einzelnen wohltätigen Vereine Geldbeträge spendete. Sowohl aus der Milte der Gemeinde wie auch von Seilen des Vorsteheramtcs wünschte man das Schnoderu abzuschaffcn, und es war bereits vor einiger Zeit ein dahingehender Beschluß seitens des Vorsteheramtes gefaßt tvorden. Tie Vereine jedoch hatten beim Oberrat Beschwerde eingereicht, da sie fürchteten, daß durch Wegfall der Spenden ihrer Licbcstätigkcit Grenzen gesteckt ivürdcn. Nach verschiedenen Beratungen mit den Vereinen wurde dann folgendes festgesetzt: Die zur Thora Aufgerufencn erhallen seitens der Gemeinix ein Schreiben, mit welchem sie zum Spenden aufgesordert werden. Die eingehenden Beträge werden nach einem Schlüssel dann den Vereinen übermittelt werden. Beim Ausrllsen selbst wird über die Spende nichts gesagt, doch tverden die Namen der Spender jeweils in der Gemeindezeitung bekanntgegeben. Die Angelegenheit des „Sprechen von Frauen auf dem Friedhof" fand jetzt auch ihre Erledigung. Ter Israelitische Oberrat machte rinen Vermittlungsvorschlag, dem das Vorstehcramt zustimmt. Es ist jüdischen Frauen erlaubt, Verstorbenen einen Nachruf zu halten. Der amtierende Rabbiner muß jedoch rechtzeitig davon verständigt werden, damit er, falls er aus religiösen Gründen damit nicht einverstanden ist, von dem Amtieren bei dem Begräbnis Abstand nehmen kann. In diesem Falle dürfte jedoch ein anderer Rabbiner oder ein Religionstehrcr die Beerdigung vornehmen. Die Fürsorgerin Fräulein Wcizfelder aus München wurde vorläufig probeweise eingestellt. Auf Anregung des Israelitischen Lberrates wird das Borste Heramt in der Angelegenheit „Kalenderreform" ein Schreiben, das die Besorgnis der Juden gegen eine Reform zum Ausdruck bringt, an die zuständige Stelle nach Zürich gehen lassen. Der Vorsitzende Oskar Rotschild nahm dann Anlaß, das Vorsteheramt um Genehmigung zur Abänderung des Etats zu bitten. Er führte aus, daß durch die schwierige wirtschaftliche Lage äußerste Sparsamkeit dringende Notwendigkeit sei. Stichproben, die aus Anregung der Israelitischen Lberrats über die Skciierkrast der Gemeindemitglieder von den Jahren 1926 und 1929 gemacht wurden, hätten ergeben, das; wohl ein kleiner Teil Aerzte und Rechtsanwälte 10 bis 17 o/o Mehreinkommen ausweisen könnte, das; jedoch der größere Teil der Gemcindemitglieder, der sich ans Fabrikanten und Kaufleuten rekrutiert, verminderte Einnahmen z'.vischen 19 und 31. feststellen konnte. Nachdem die Genehmigung zur Abänderung gegeben war, referierte der Vorsitzende der Jinaiizkominission, .Herr Karl Levt), über die Ausgaben, die einzujparcn wären. Er. glaubt, 8000 Mark weniger cinsetzen zu können. Diese Summe setzt sich zusammen ans 3000 Mk. Wegfall eines Beamteugehaltes,^ 4000 M. sollen in der Rubrik „Außerordentliche Ausgaben" gestrichen werden, 1000 Mk. glaubt .Herr Eduard Weil, Vorsitzender der Friedhosskommission, in diesem Jahre vom Etat absetzen lassen zu können. So sehr die Notwendigkeit der Beschaffung eines Jugend- Heimen besteht, so hofft Herr Tr. Tänzer doch, einen Teil der nötigen Mittel dafür durch Werbetätigkeit zu erlangen, um den Gr meindehaushalt nichr zu belasten. Aus der Berichterstattung der Friedhofstommission (Vorsitzender Eduard Weil) ging hervor, das; nunmehr mit der jüdischen Gemeinde Gmünd ein Verrrag zustande gekommen sei. der der Gemeinde Gmünd dir Bcnutznng des hiesigen Fnedhoss für z'.vanzig Jahre zusichert, für die Berechnung der Grabstätten wurde ein Modus festgelegt. Tie Gmünder Gemeinde will die Nichteinhaltung der Zahlungen der S:n tgaricr Gemeinde für jedes Grab mit den festgesetzten Sätzen haften. Weiter wurde in Friedbofssachen beschlossen, das; nnnmepr zwecks Bebauung des neuen Friedhofs ein Preisausschreiben herausgehen soll. Tas Preisrichterkollegium soll sich ans dem hiesigen Pros. Wetzet (Dozent an der technischen Hochschule) und zwei noch zu bestimmenden jüdischen Architekten znsaminensetzen, dem sclbstversländ lich außer dem Vorsitzenden des Vorsteheramtes noch einige Kommissionsvorstände angehören sollen. Ter Wettbewerb wird insofern etwas beschränkt sein, da die Zahl der Wettbewerber möglichst nicht über sechs Den beckeutencltteo iolei-arnoimleo HOnüTSSSGIl lind AllSStBllllll96ll Akademische Sprechen-Dienst Berlin NW 7, Frledrlshstr. 150II ®M Oorameenstr.) Fernsprecher; A 4 Zentrum 5457 / Bürozeit: 9—21 lThr seine bewährten uehersetzer und Doimotscher für 4a Fremdsprachen zur Verfügung, Leiter ignaz E. Floersheim Erste in- und ausländische Referenzen aus Wissenschaft, Industrie, Politik u. Handel. uebersetzungen, sprachzirkei und Einzel-Unterricht Mitarbeiter fein darf. Ter Friedhofskontmist'ion ist der Besuch verschiedener deutscher jüdischer Friedhöfe zur Beurteilung gestattet. Wolshagen. (Persönliches.) Ter Gemeindeälteste Salomon Krön konnte am Anfang des Monats sein 25 jähriges Jubiläum als Gemeindeältester feiern. Eine aus den ältesten Mitgliedern und Lehrer Katzenstein bestehende Abordnung überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und den von den Gemeindemitgliedern gestifteten silbernen Pokal. Lehrer Katzenstein hielt eine Ansprache und lvürdigte die Verdienste des Jubilars, der als erster Gemeindeältester dieses Jubiläum begehen konnte. Kreisvorsteher Möllerich überbrachte ein Tiplom des Krersausschusses und ein Glückwunschschreiben deS Landrats, der infolge seines Urlaubs am Erscheinen verhindert >var. Namens der Stadt gratulierte Bürgermeister Kilian, der außerdem als Geschenk im Auftrag des Magistrats eine Chronik der Stadt Wolfhagen übermittelte. Das Vorsteheramt der Israeliten in Kassel hatte ebenfalls schriftlich gratuliert. Worms. (9 0. Geburtstag.) Am 12. Oktober feierte eins der ältesten Mitglieder unserer Gemeinde, .Herr Samuel Guggenhein, in guter Gesundheit seinen 90. Geburtstag. Weite Kreise nahmen an dieser Feier teil, da der Jubilar, der einer durch hohes Alter ausgezeichneten Familie entstammt (sein Vater starb kurz vor Erreichung des 100. Lebensjahres), dem Vorstande der israelitischen Religionsgemeinde viele Jahre angehörte, auch in verschiedenen Wohltätigkeitsanstalten der Allgemeinheit diente und endlich im Wormser Kreisausschnsse sich gemeinnützig betätigte. BÜCHERSCHAU Hans Ostwald: Das Liebermann - Buch mit 270 Bildern von Max Liebermann. Paul Franke Verlag/, Berlin. 500 S. Seinem Zille-Buch hat der Verfasser dieses Liebermann-Buch folgen lassen, das mit derselben Unmittelbarkeit zum Leser spricht wie jenes. Mit der Absicht, „dem Volke eine Brücke zur Kunst zu bauen“, ist auch dieses Buch geschrieben, darum läßt er — so viel wie nur immer möglich — den Künstler selber sprechen, sich offenbaren — in Werken und in Worten. Eine schier unerschöpfliche Fülle von Anekdoten, von mündlichen und schriftlichen Aeusserungen über künstlerische und menschliche Dinge ist hier zusammen getragen, locker aneinandergereiht und mit zahlreichen Reproduktionen nach Bildern, Zeichnungen, Litographien, Holzschnitten anschaulich belebt, von denen manche hier zum ersten Male erscheinen. Aus vielen Einzelzügen baut sich so das Bild des großen Meisters und bedeutenden Menschen vor uns auf. Er tritt uns in seiner ganzen Originalität so lebendig, so unmittelbar entgegen, daß wir seine leicht gebückte Haltung, seine hastigen Bewegungen zu sehen, seine explosive Stimme zu hören vermeinen. Manch feine, kluge allgemeine Bemerkungen leiten einzelne Abschnitte (Herkunft und Kindheit, Wander-, Lehr- und Mannesjahre, der Organisator, Arbeitsbilder, Landschaften, Selbstbildnisse u. a.) ein und erheben das Buch über das Niveau einer Anekdotensammlung. Wie Liebermann Welt und Menschen sieht, erfährt man hier aus seinem Munde wie aus Pinsel und Stift, aber auch wie die Menschen ihn sehen und — wie er von den Menschen gesehen werden möchte. Fr hat mit großer Freigebigkeit den Vers, mit Material für dies populäre Buch unterstützt und ihm erklärt: „Es ist die höchste Befriedigung des Künstlers, wenn sein Schaffen ins Volk dringt“. Nun, Liebermanns Popularität braucht nicht mehr erkämpft zu werden, ln Anlehnung an Goethes Worte schrieb er mir vor kurzem: „Was inan in der Jugend begehrt, hat man im Alter die Fülle“. Gewiß, er hat lange darum gerungen, hat sie aber erreicht, und so ist dieses Buch von Ostwald vor allem eine Feststellung der unbestrittenen Popularität Max I jedermanns, die auf der Größe seiner Leistung und auf der Eigenart seines Menschentums beruht Mit vieler Liebe und gutem- Verständnis ist hier alles Charakteristische zusammengetragen und zu einem unterhaltenden und erquickenden Buche vereinigt. Es wird gewiss viele Leser finden Dr. A. üaliiner. Vereinsnachrichten Tie Schule der Jüdischen Jugend .beginnt ihre diesjährige Herbstarbeit mir einer Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend, den 18. Oktober, abends 8 Uhr, in der Aula der Mädchenschule, Kaiserstraße 29 30, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Tr. Gustav Krojanker: „Eine Reise durch das jüdische Polen" stehr. Tie Kurse beginnen am 20. Oktober und werden im allgemeinen bis zum 18. Oktober geführt. Es handelt sich um folgende Kurse: Zur ersten Annäherung an die jüdischen Probleme und zur Einführung m ihr Verständnis. Ein ausführlicher Lehrplan für das Herbsttri" mester ist im Truck erschienen. Er enthält genaue Angaben über jeden einzelnen Kurs und über die Trünahmebedingungen und ist kostenlos in allen jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen Hermann Tietz, Leipziger Straße, Alexanderplatz, Frankfurter 3111c*. Kaufhaus des Westens und in der Geschäftsstelle der Schule erhältlich. Schriftliche Auskunft erteilt die Geschäftsstelle der Schule der Jüdischen Jugend: Alice Goldmann, Yorckstraße 88, S.W. 61. Mündliche Auskunft und Rücksprache in der Sprechstunde des Leiters der Schule, Montag von 8—9, Auguststraße ll-13, ab 13. Oktober. Tie Freie Jüdische Volkshochschule beginnt ihre Hcrbstvortesungen mit einer Eröfsnungsseier in der Synagoge Prinzregenteustraße 69-70 am Donnerstag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr. Vortrag von Rabb. Dr. Max Wiener: Jüdische Bildung. Leo Gollanin: Gesang, Jüdische Orchestervercinigung unter Leitung von Leo Kops, Violine: Willy Frey. Im Oktober beginnen folgende Kurse: Prof. Georg Bernhard: Die Lage der Juden nach den Reichstcigswahlen. Sonntag, den 19. Oktober, vormittags n\2 Uhr, Kaiser Friedrich Schule, Knesebeckstraße 24. (1. Vortrag des Zyklus: Jüdische Tagesfragen.) Tr. Ernst Cohn-Wiener: Die großen Kutturzci,alter des Judentums, mit Lichtbilder-.,. Montag, 20. Oktober, 8—90, Uhr, Synagoge Fasanenstraßc 79 80. Studienrat Kurl Hammcrstein: Vom lebendigen .Hebräisch. Montag, 20. Oktober, 9—10 Uhr, Synagoge Fasanenstraße 79-80. Rabbiner Tr. Felix Goldmann: Was stcht im Talmud? Donnerstag, 23. Oktober, 8—90. Uhr, Synagoge Fasanenstraßc 79-80. Rabbiner Dr. Max Wiener: Geschichte des biblischen Schrifttums. Mittwoch, 29. Oktober, 71. - - Uhr, Synagoge Prinzrcgeiiteristtabe 69-70. Freie Aussprache über religiöse Fragen, eingcleiret von Rabbiner Dr. Max Wiener, Mittwoch, 29. Oktober, 8L>—10 Uhr, Synagoge Prinzregcntcnstraße 69-70. Sonderveranstaltung. Jüdische und' nichtjüdischc Musik, Parallelen und Gegensätze, mir Schallplatten und Klavier- Vorträgen. Vortrag: Alice Jacob-Loewenioii. Sonntag, 26. Oktober, abends 8 Uhr, Kaiser Friedrich-Schule, Änesebeckstraße 24. (Tie Platten werden von der Kultur-Abteilung der Caxl Lindström A.G. zur Verfügung gestellt.) Hörergebühr: Unkostenbeitra; für die Erostnungsskier Mk. 0,20 an der Abendkasse. Jeder' Vortragszyklus Mk. 2, . Zum Kurs „Jüdische Tagesfragen" werden auch Karten für den Einzelvortrag a Mk. 0,50 ausgcgclien. Erwerbslose haben gegen Vorzeigung des Ausweises freien Ei ttritt. Vorlesungsverzeichnisse mit näheren Angaben (im Rovoinver beginnen weitere Kurse) sind kostenlos in allen jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen Hermann Tietz, Leipziger Straße, Alexanderplatz, Frankfurter Allee, Kaufhaus des Westens ünd im Sekretariat bei Goldmann, S.W. 61, slorckstraße 88, Bergmann 472, erhältlich. Hörergebühr: Für die Eröffnungsfeier lvird ein Unkostenveitrag von Mt. .'',20 erhoben, für jeden Kurs Mk. 2,—. Zum Kursus' „Jüdische Tagesfragen" werden Karten für den Eiuzelvonrag ä Mk. 0,50 ansgegeben. Das Jüdische Volksbildungs- und Unterhaltungsheiiii iToynbee- Halle) der Berliner Logen U.O.B.B., GivSstraße 12 a, das im letzten Winter unter Teilnahme aller an jüdischen Volksbildungsfragen interessierter Kreise sein 25 jähriges Jubiläum beging, eröffnet am Sonnabend, den 18. Oktober 1930, abends 8 Ühr, seine Winterarbeit mit einem populär-ivchsenschaftlichen Vortrag. Nach einer Pause, in der kleine Erfrischungen gereicht werden, folgt ein künst- Rrischer Teil, der Rezitationen und Mnsikvorträge bringt. Tie Toynbec-Hallc versammelt an jeden: Mittwoch und Sonnabend die jüdische Bevölkerung des Zentrums zu gemütlichen Abenden. Tie Vorträge beginnen um 20 Uhr; der Saal'ivird um 19 Uhr geöffnet. Mutterschulkursus der Jüdischen Kinderhilse, N. 24, August-- 9ratze 14-1.-. Theoretischer und praktischer Unterricht in Säuglings- und Kinderpflege. Besprechung von Erziehungssragcn. Ter Kursus 'iwfaßt 6 Doppelstunden und findet 1 mal wöchentlich statt. Brgiun des nächsten Kurses: Dienstag, den 4. November 1930, abends 8 Uhr. Anmeldungen in der Jüdischen Kinderhilfe, Auqiiststr. 14-15, 10-12 Uhr. Neichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin, Bczir» Moabit, veranstaltet am Sonnabend, den 18. Oktober, abends '8.30 Uhr, ein Vergnüge» im großen Festsaale des „Patzenhofer", Turmstraße 25. Gäste herzlich willkommen. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin, Bezirk Nord, veranstaltet am Montag, den 20. Ot'rober, abends 8 Ühr, einen Vortragsabend im Bürgersaal, Rathaus. Referenten: Direktor Karrski, Vorsitzender der Jüdischen. Gemeinde, und Tr. Alfred Wiener. Thema: „In schivercr Zeit." Gäste herzlich willkommen. Die Ortsgruppe Köln des Jüdischen Frauenbundes, deren Arbeit :>n Mittelpunkt des jüdisch--geistigen Lebens in unserer Gemeinde steht, beginnt mi! ihrem Winterprogramm am Montag, den 20. Oktober, und zwar mit einem Bortrag vvir Herrn Rabbiner Dr. Hahn ans Eilen über: Religion und Wirtschaftsleben. Dem Vortrag geht eine Gedenkfeier an den verewigten Tr. Sascha Simchowitz vorauf. Außer den Tiskilssionsnachmittage», die allmonatlich stattsinde», sind folgende Kurse vorgesehen: .Herr Studicnrat Wolfs liest über die geistige und kulturelle Struktur des Jndentums von der spanischen Periode bis Moses Mendelssohn. Herr Studienrat Schicsmger über das ziveitc Buch Moses. Es ist zu wünschen, das; auch in diesem Winter ein großer Kreis von Jnteressentinnen an den Veranstaltungen teilnimmt und dadurch wieder Posiiives für die Vertiefung und Belebung des Jndenkilms in unserer Gemeinde geleistet wird. Das diesjährige Wintersemester des jüdischen Lchrhauses in Köln wird durch einen Vortrag Profeisvr Georg Bernhards über das Thcüna: Der Jude in Politik und Preise am 9. Oktober eröffnet. -- > Hierdurch teile ich mit, dass ich mich als Rechtsanwalt niedergelassen und zur gemeinschaftlichen Ausübung der Praxis mit den Herren Rechtsanwälten Dr. DP. fP8R und FfBlheiT lion Stein verbunden habe. Unsere Büroräume befinden sich: Berlin Ul 9, 86118- VIlBStP. 5, Fernsprecher: Kurfürst 5151/53. or. Werner Rosenberg maierarbeiten Renovierung von Wohnungen, Geschäftslokalen, Trepp^nfluren und Fassaden Robert eutheim Berlin W 50 Kulmbacher Strasse 1 B5 Barbarossa 6260 FREIE JÜDISCHE VOLKSHOCHSCHULE ErbllnungsfeierfUrdieHerbsluoriesungen Donnerstag, 16. Oktober, abends 8 Uhr, Synagoge Prinzregentenstraße 69-70 Rabbiner Dr. Max Wiener: Jüdische Bildung. Leo Gollanin: Gesang. Jüdische Orchestervereinigung unter Leitung von Leo Kopf. Willy Frey: Violine. Unkostenbeitrag Mk. 0.20 an der Abendkasse, Erwerbslose haben gegen Vorzeigung des Ausweises freien Eintritt. Vorlesungsverzeichnisse mit näheren Angaben sind kostenlos in allen jüdischen Buchhandlungen, an den Theaterkassen Hermann Tietz, Leipziger Straße, Alexanderplatz, Frankfurter- Allee, Kaufhaus des Westens und im Sekretariat SW 61, Yorkstr. 88. F 5 Bergmann 472 eihältlich. (Ueber weitere Vorlesungen siehe redaktioneller Teil). 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