Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 10 (1930)
- Issue
- 26 (25.6.1930)
- Date
- 1930-06-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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fielen bet Gemeinde, zu fordern - nachdem dgs JugcndwaUrecht be schlossen worden ist, war der Hoden bereitet für die günstige Aufnahme des Gedankens eines Jugend-- und Gemeindeheims. Die Repräsentanten iperr Bernhard Meier und Herr Sally Goldmann nahmen sich derselben iatlrästig an und unterbreiteten dar.> Repräsentanz cru detailliert ausgearbeitetes Projell, in welchem aüch die Geldsrago «günstig gelöst war. Der Billigung dieses Projektes durch Vorstand und Repräsentanz stimmte die Gemeindeversammlung zu. 4>as neue Heim wird Räume für die Religionsschule, Versammlungsräume für die Vereine sowie ganz besonderst für die McranstaR tungen des Jugeudbundes enthalten. Zugleich besteht die Absicht, die dringend notwendige Renovierung der Synagoge vorzunchmen. Die ernannte Kommission hofft die neuen Räumlichkeiten der Gemeinde schlüsselferiig zu den Herbst seiertagen übergeben zn können. Heidelberg. (Jubiläum.: Im benachbarten Malsch beging Lehrer Lewin sein 50 jähriges Amtsjubiläum. Ueber zwei Jahrzehnte hat der Jubilar im Dienst der kleinen Gemeinde gestanden, die ihrem geschätzten Beamten au seinem Ehrentage ihre Sympathie zum Ausdruck brachten. Hersfeld. (Jubiläum. Im benachbarten Lchenklcngsield beging Lehrer und Kantor Grünewluo sein 30 jährigcS Orisjubiläum. Die Gemeinde ehrte ihren Beamten durch einen Fcftgottcsdicnst, bei dem Provinzialrabbiner Dr. Kahn, Fulda, in einer die Verdienste des Jubilars würdigenden Ansprache die segensreiche erzieherische und seelsorgerische Tätigkeit des allgemein geachteten Jugcndbildners dankbar anerkannte. Auch der Vorsteher L. Tannenberg sprach dem Jubilar den Dank der Gemeinde aus, die auch durch Ueberreichung eines sinnigen Geschenkes ihre Sympathie für den Gefeierten zum Ausdruck bringen ließ. Am Schlüsse dankte der Jubilar in bewegten Worten für die ihm bereiteten Ehrungen. In einem gemütlichen Beisammensein prägte sich nochmals die Verehrung aller Gcmcindcmitlglieder für Lehrer Grünewald aus. Karlsruhe. (Verurteilung eines Hakeukreuzlcrs.'< Der Redakteur der nationalsozialistisäzcn Zeitung „Der Führer", Moraller, wurde vom hiesigen Amtsgericht wegen Beleidigung des taubstummen jüdischen Buchdruckers Häußler in Werlheim zu 300 RM. Geldstrafe, Tragung der Kosten uud Publikation des Urteils ver urteilt. In skrupelloser Weise hatte der völkische Hetzer den wegen seines körperlichen Gebrechens zu bedauernden, durch einwandfreies moralisches Verhalten aber allgemein geachteten jungen Mann als eine öffentliche Gefahr" bezeichnet, ihm sittliche Verschlungen nachgcsagt, und von den Behörden gesagt, daß sie von der Taubstummheit des Juden angcsteckt zu sein schienen. Der angcbotene „Wahrheüs»- berpeis" mißglückte vollständig. Nationalistische „Belastungszeugen" ergingen sich in phantastischen Bemerkungen, im übrigen wurde dem Kläger das beste Leumundszeugnis ausgestellt. Nur dem Umstand, daß der Angeklagte nicht der Verfasser des Artikels war, trug das Gq> richt durch Verhängung einer durch die Schwere der Beleidigung hoch bemessene Geldstrafe Rechnung, während die Beleidigung an und für sich mit Gefängnisstrafe hätte geahndet werden müssen. München. (Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden.) Am 29. und 30. Juni werden die Verbandskörper-- schäften des Bayerischen Israelitischen Gemeindeverbandes im Alten Rathaussaale in München zusammentreten, um den Haushaltsplan zu beraten und zu wichtigen Vorlagen Stellung zn nehmen. Der Verband blickt jetzt auf eine zehnjährige ernste Arbeit zurück. Die Israeli»- tische Kultusgemeindc München veranstaltet während der Tagung eine Ausstellung jüdischen Kunstgutes. Ein Teil der Beratungen wird im Anschluß an den Etat die Mittel und Wege suchen, um der wirtschaftlichen Not Rechnung zu tragen. Den lvesentlichsten Raum in den Verhandlungen wird die auf die Schaffung einer Rabbinatsverordnung abzielende Vorlage cinnchmen. Der Verband will mit dieser Vorlage sein gesetzgeberisches Wert vorläufig zum Abschluß bringen. Stuttgart. (Aus dem Israelitischen Vorstehera.m t.) Nachdem der israelitische Friedhof auf der Prag nur noch für eine kürzere Reihe von Jahren ausreichen wird, Hai die Israelitische Gemeinde vor einiger Zeit ein neues Friedhofgclände von der Stadtgemeinde erworben; die für die Israelitische Gemeinde günstig abgeschlossenen Verhandlungen wurden damals durch das Mitglied des Vorsteheramtes, Rechtsanwalt Dr. Tänzer, geführt. — In der Sitzung vom 28. Mai beschloß nun das Vorsteheramt, für die Anlage des neuen Friedhofs ein Preisausschreiben zu veröffentlichen, damit die schöne architektonische Bebauung des Friedhofs gewährleistet werde. Vs wurde vorgesehen, Professor Dr. Wetzet von der Technischen Hochschule als Sachverständigen bei dem Preisgericht zu gewinnen. Für später wurde vorgesehen, daß Mitglieder der Friedhofskommission Friedhöfe in anderen Gemeinden und deren Anlage persönlich in Augenschein nehmen werden. Wiesbaden. (Verurteilung eines völkischen Hetzers^) Das hiesige erweiterte Schöffengericht beschäftigte sich dieser Tage mit einer bemerkenswerten Angelegenheit, die ursprünglich in Mainz verhandelt werden sollte. Angeklagt war Schriftleiter Habicht, der im „Nassauer Beobachter" Rabbiner Dr. Levi, Mainz, für die Unruhen in Nastätten verantwortlich machte, bei denen Nationalsozialisten Hauptbeteiligte waren. Dabei wurde die ungeheuerliche Beschuldigung durch Habicht ausgesprochen, als sei Dr. Levi der geistige Urheber der Unruhen und als solcher auch verantwortlich für den Tod eines Nationalsozialisten, der bei den Unruhen sein Leben cinbüßte. Die Staatsamvaltschast Mainz hatte den Klageantrag Dr. Levis wegen Beleidigung in öffentlichem Verfahren abgelehnt. Auf eine Beschwerde bei der hessischen Generalstaatsauwaltschaft wurde die Angelegenheit der Wiesbadener StaatsaNwaldschaft überwiesen. Dr. Levi, der als Nebenkläger zugelassen war, wideclegre die Behauptung des Angeklagten, daß die Versammlung von ihm einberuscn sei: er habe in Nastätten überhaupt nicht gesprochen, weil die Versammlung schon vor seinem Eintreffen aufgelöst worden war. Bei der Verfassungsfeicr in der Stadthalle zu Mainz, so führte Tr. Levi weiter aus, habe er auf Einladung des Mainzer Oberbürgermeisters Tr. Külb gesprochen. Der Staatsanwalt betonte die ungerechte Kritik des Beklagten und kcnnzeichnetc den gegen Dr. Levi erhobenen Vorwurf als ungeheuerlich. Er beantragte eine Geldstrafe von 200 RM.; das Gericht verurteilte H. zu 50 RM. Geldstrafe und verfügte die Veröffentlichung des Urteils in einigen Zeitungen. In der Urteilsbegründung sprach das Gericht die Tatsache aus, daß Rabbiner Dr. Levi mit den Nastätter Unruhen überhaupt nichts zu tun habe. Schneidemühl. Hauptversammlung des Provinzial v e r b a n d e s für jüdische Wohlfahrtspflege der Grenzmark.) Ter Vorsitzende des Provinzialvcrbandes, Herr Bezirksrabbiner Tc. Rosenzwcig, eröffnet die Tagung und begrüßte die Vertreter der Gemeinden, Chewros und Frauenvercine, die Vertrauensleute des Provinzialvcrbandes, die Vertreterin der Zentral.- wohlfahrtsstclle, Fräulein Tr. Kronhcimer-Berlin, sowie die erschienenen Gäste. Daraus gedenkt der Vorsitzende des im verflossenen Jahre Hingeschiedenen früheren Schatzmeisters des Provinzialverbandcs, des Herrn Stadtrat Schneider-Schneidemühl, dessen Andenken die Versammlung durch Erheben von den Plätzen ehrt. Der Vorsitzende dankt den Vertrauensleuten für die Mitarbeit und gibt hierauf den Tätigkeitsbericht für 1029. Danach sind in dem abgelausencn Geschäftsjahr 44 Fälle bearbeite: ivorden, die sich auf alle Städte der Grenzmark verteilten und Alters-, Darlchns-, Erholungs , Berufs- und Erziehungsfürsorge sowie einmalige Unterstützungen betrafen. Als vornehmstes Arbeitsgebiet des Provinzialverbandes sind die Badekuren in Kolberg anzusehen, die im Jahre 1029 12 Personen (2 Erwachsenen und 10 Kindern) zugute kamen und für die insgesamt 1138 RM. ausgewendct wurden. Der Erfolg dieser Kuren war recht befriedigend. Alle Kinder kamen frisch und erholt zurück, und bei allen war eine Gewichtszunahme zu ver- Infolge der Reisezeit bitten wir unsere Mitglieder und Abonnerlten, schon jetzt den Beitrag ftir das 3. Quartal i 930 in Höhe von 3,- RM. auf das Postscheckkonto der Vereiniguna für das liberale Judentum Berlin 137 069 zu überweisen. zeichnen. Tie Beziehungen zu den einzelnen Gemeinden wurden durch die in den jüdischen Gemeinden ausgewählten Bcrprauens^- leute aufrcchterhaltcn, und entwickelten sich in steigendem Maße zum Besten der gemeinsamen Arbeit. Dasselbe gilt auch von den Beziehungen, die der Provinzialvcrband zu der Regierung in Schncidemühl hatte. Der Provinzialvcrband ist vertreten in der Arbeitsgemeinschaft für Wohlfahrtspflege, Jugendwohlsahrt und Gesundheitsfürsorge der Grenzmark Posen-Westpreußen, in der Grenzmärkischcn Wohlfahrtsliga sowie im Wohlfahrtsausschuß der Stadt Schneidemühl. Der Kassenbericht für 1029 ergibt ein Saldo von 282,12 RM., welches sür 1030 oorzutragen ist. Die Mitgliedsbeiträge wenden wie im vergangenen Jahre aus IV2 Prozent des Etats für die Mitgliedsgemeinden und auf 10 RM. sür je 50 Mitglieder für die Mitgliedsvereine festgesetzt. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergcwählt. Anstelle des verstorbenen Herrn Stadtrat Schneider wurde Herr Simonsohn-Schneidcmühl zum Schatzmeister gewählt. Darauf gab der Vorsitzende der Rcferentin bei der Zcntralwohlfahrtsstelle in Berlin, Fräulein Dr. Kronhcimer, bas Wort zu ihrem Vortrag über .^Vorbeugende Jugendfürsorge". Fräulein Dr. Kronheimer dankte im Namen der Zentralwohlsahrtsstelle für die Einladung zur Tagung sowie für die gesamte zukünftige Zusammenarbeit zwischen Provinzialvcrband und der Zentralwohlfahrtsstellc eine glückliche Entwicklung. Die vorbeugende Jugendpflege unterscheidet sich von anderen Arten der vorbeugenden Fürsorge darin, daß sie in hohem Maße Erziehungssürsorge ist. Die Erziehungssürsorge hat sich in demselben Maße geändert, in dem sich die Träger der Erziehung und die Generation nach dem Kriege gewandelt haben. Die vorbeugende Jugendfürsorge will Maßnahmen treffen, die den Jugendlichen so rechtzeitig erfassen und die geeignet sind, seine persönliche und berufliche Entwicklung so sicherzustellen, daß er persönlich und beruflich selbständig wird. Im eigentlichsten Sinne des Wortes „vorbeugend" wirken die innerhalb der jüdischen Wohlfahrtspflege noch ziemlich jungen Jugendberatungsstellen und Erziehungsstellen; die crsteren meist von Jugendlichen oder von aus der Jugendbewegung stammenden Erwachsenen geleitet, die letzteren hauptsächlich von Aerzten, Pädagogen, Berufsberatern, Juristen usw. Vielleicht am stärksten vorbeugend wirkt die rechtzeitig cinsetzende und .gut arbeitende Berufsberatung. Je besser der Jugendliche über die Berufsarten aufgeklärt wird, desto sicheret kann er sich sür einen seinen Neigungen und seiner Begabung entsprechenden Beruf entscheiden. Trotz der Einengung des Arbeits- Marktes ist, durch die allmähliche Lockerung der Voreingenommenheit gegen bestimmte Berufe, die Auswahlmöglichkeit sür den jüdischen Jugendlichen heute größer. Zum Schluß gebt Fräulein Tr. Kronheiiner aus die spezifisch jüdischen Heime sür erzieh,mgsschwicrigc Jugendliche kurz ein: Wolzig, Cöpenick, Isenburg, Marburg, Beelitz, Idstein. Im Zusammenhang damit wird dargestellt, intviefern die Erziehung gerade der schwierigeren Jugendlichen im Einklang steht mit den heutigen Erkenntnissen der Psychologie und der Erziehungswissenschaft: die Heime lernen und müssen lernen, aus einen schnellen Erfolg und Effekt dort zu verzichten, wo nicht die äußeren Formen der Verwahrlosung, sondern tiefer sitzende Entwicktungsfchädcn geheilt werden müssen. Dr. Rosenzweig dankte in herzlichen Worten der Referentin, Frl. Dr. Kronheimer, sür die anregenden und mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen, die insbesondere den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Grenzmärkischen jüdischen Jugendvereine einen inertvollen Einblick in die Jugendfürsorge boten, und schloß nach nochmaligem Dank an die Erschienenen und die Rednerin die Tagung. ★ BUCHERSCHAU ★ Quellenbuch zur jüdischen Geschichte und Literatur. — Von Dr. Julius Höxter. V. Teil: Neueste Zeit, 1789 bis zur Gegenwart. Verlag Kauffmann, Frankfurt a. M. 1930. — 169 Seiten. Gebunden 1,80 M. Mit seinem soeben erschienenen Werk beschert uns Höxter, dessen bisher bearbeiteten Quellenbücher dem Lehrer ein kostbares Hilfsmittel zur Steigerung des Interesses geworden sind, eine Gabe von ganz besonderem Wert. Jun Bild der lebendigen Gegenwart, quellenmäßig dargestellt, ersteht vor .uns. Die Emanzipation der Juden in Amerika, Frankreich, der Schweiz, Deutschland, England, der Türkei, Rußland und Rumänien lernt der Schüler durch die geschickt und voller Wärme zusammengestellte Auswahl von Kernstellen geschichtlicher Dokumente kennen. Ebenso führt die Lektüre des wertvollen Buches in das innere Leben der Juden ein. Man gewännt einen genauen Begriff vom Familien- und Gemeindeleben, bewundert jüdische Wissenschaft und Dichtung und findet die Hauptvertreter auf dem Gebiete der Liturgie, Geschichte, Mystik und der Dichtkunst aus ihren Werken zu uns reden. Die verschiedenen Richtungen religiöser Bewegung und somit die Entwicklungskraft des Judentums eröffnen uns die Quellen. Die Vielseitigkeit des pulsierenden Schaffens auf dem Boden jüdischer Kulturbestrebungen wird auf wenigen Blättern gezeigt. Politische Strömungen, die das innere Leben der Juden bewegen, verstehen wir durch das Quellenmaterial des Buches viel besser, und es drängt sich uns unwillkürlich die Frage auf, ob der Antisemitismus für die Belebung jüdischer Werte nicht eine gewisse Bedeutung hat. Die Zeichnung großer Linien jüdischnationaler Gedankengänge und ihrer Etappen bis in die jüngsten Tage bilden den Ausklang des vorzüglich gelungenen Buches. Es sind so viele Möglichkeiten für den Lehrer und auch für populär und streng wissenschaftlich gehaltene Bestrebungen der Allgemeinheit wie selten in einer Quellensammlung geboten. Rabbiner Dr. Arthur R 0 s e n t h a I, Berlin-Lichtenberg. Vereinsnachrichten Schule der Jüdischen Jugend, Lützowstraße 16. Dienstag, den I. Juli, abends 81/4 Uhr, in der Aula der Mädchenmittelschule der Jüdischen Gemeinde, Kaiserstraße 29-30, kontradiktorischer Abend: Hochkapitalismus oder Spätkapitalismus? (Gegenwärtige Situation und Aussichten). Referenten: Prof. Georg Bernhard, Fritz Naphtali. Am Dienstag, den 1. Juli, veranstaltet die Ortsgruppe Berlin des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten eine große öffentliche Kundgebung „Gegen Juden-Pogrome" in der Stadthalle Klosterstraße, abends 8.30 Uhr. Es sprechen: Professor Dr. Georg Bernhard, M. d. R., Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, Herr Direktor Kareski, Vertreter der Reichsregierung und der preußischen Regierung. Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Am Mittwoch, den 25. Juni, 8 Uhr abends, hält die Akademie für die Wissenschaft des Judentums in den Räumen des Logenhauses, Kleiststraße 10, ihre II. Jahresversammlung ab. Ueber die Aufgaben und Leistungen der Akademie referiert Professor Dr. Julius Guttmann, Leiter des Forschungsinstitutes der Akademie, der soeben von seinen Gastvorlesungen am Hebrew Union College in Cincinnati zurückgekehrt ist. Ueber die materielle Entwicklung der Akademie wird der Generalsekretär Dr. Israel Auerbach Bericht erstatten. Der Schluß des Abends steht im Zeichen des Gedenkens an Franz Rosenzwcig, dem Mitbegründer der Akademie. Dr. Ernst Simon-Jerusalem hält einen Vortrag über „Franz Rosenzweig und das jüdische Bildungsproblem". Die Versammlung ist öffentlich, Gäste sind willkommen. Leon Rosenthal Ilse Rosenthal ged. Marcuse Vermählte danken gleichzeitig für erwiesene Aufmerksamkeiten. Berlin-Charlottenburg, im Juni 1930 Schlosstrasse 40 zur Zeit auf Reisen Dame in schönem Außenvorort nimmt für die großen Ferien zu ihrem 10 jährigen Knaben ein Kind in Pension Telefon: Breitenbach 2463 Herren- und Damenpistze Jüan Kurant er. 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ERBBEGRÄBNISSE BERUN-WEISSENSEE LOTHR1NGBRSTR. 8 - TELEPHON: WEISSENSEE 407 VICTORIA zu BERLIN ALLGEMEINE VERSICHERUNGS-ACTIEN - GESELLSCHAFT Bilanz für das Geschäftsjahr 1929 Aktiva Reichsmark Passiva Reichsmark Forderungen an die Aktionäre für Grundkapital. 5.000.000 noch nicht eingezahltes Aktien- Gesetzlicher Reservefonds . . . 1.200.000 kapital . 1.500.000 Prämienreserven und Ueberträge 137.181.849 Grundbesitz. 20.681.804 Schadenreserven . 2.906.087 Hypotheken. 88.414.780 Gewinnreserven. 20.428.524 Wertpapiere. 23.620.689 Verwaltungskostenrücklage . . . 2.236.897 Darlehen an Versicherte .... 13.013.779 Sonstige Reserven. 37.113.679 Beteiligungen an anderen Ver- Guthaben von Banken u. a. . . 6.925.552 Sicherungsunternehmungen . . 2.260.907 Aufwertungsreserve . 16b.726.l75 Guthaben bei Banken u. a. . . 19.976.890 Sonstiges. 4.959.224 Außenstände bei Agenten . . . 11.207-990 Ueberschuß . 10.212.624 Teilprämien, fällig 1930 .... 17.211.265 Rückständige Zinsen und Mieten 3.550.603 Bare Kasse und Postscheckguthaben . 131.411 Aufwertungsfonds. 156.726.175 Sonstiges. 26.594.318 1 384.890.611 384.890.611 Aus dem Ueberschuß wurden den mit Gewinnanteil Versicherten der Lebensvfcrsicherungs- Abteilungen RM. 9.452.274 zugewiesen; es beträgt die Dividende in der Abteilung der größeren Lebensversicherungen für die Versicherungen nach dem alten und dem Bm Gewinnplan 3V*°/o (ge8en u- 3 /* (0 » ^en Vorjahren) nach dem Gewinnplan Bo/n.r-/o°/o (gegen 2,6% u. 2,5°/° m den Vorjahren) von der bedingungsgemäßen Summe der gezahlten gewinnbexechtigten Prämien und in der Lebensversicherung ohne Untersuchung (OU 281/2° 0 der Jahresprämie (gegen 27/p u. 26/o in den Vorjahren). mahme von Bestellungen tote Mllch-IIb-r-l- 3ettona Verlag: Bereinigung für ixt* liberale Judentum «. Rv Berlin SW. 11. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Wo yda, Berlin SW.29. — Druck: Hermann Wegner ft To., Berlin-Martendorf.