Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-05-28 · 22 (28.5.1930) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
22 (28.5.1930)
Date
1930-05-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2613366-2614053-2614075--3586-2621193
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

* Aus der Bewegung * Lerli«. (G e m e i n b c a b c n b d e r Bezirksgruppe Norden.) Am Donnerstag, den 15. Mai, fand in den Unions-Festsälen. Greifswalder Straße 221-223, ein Gemeindeabend der Bezirksgruppe Norden statt. Das Thema des Abends lautete: „Was uns bewogt" und wurde von 5 Repräsentanten der Jüdischen. Gemein, e nach verschiedenen Gesichtspunkten behandelt. Die Versammlung war so stark besucht, daß der Saal vollständig überfüllt war. Nach stimmungsvollem Gesang des Herrn Oberkantor Manfred Lewandowski mit der Begleitung des Herrn Alfred Löwy sprach zuerst Herr Moritz R o s e n t h a l über das Thema „Gcmeindepolitik und Finanzverwaltung" und führte etwa folgendes aus: Die beste Gemeinde- Politik ist eine solche ohne jede Politik. Unsere Gemeinde ist eine Religions- und keine, Voltsgemeinde und hat daher keine Politik zu treiben. Alle religiösen Richtungen seien in der Gemeinde gleicheberechtigt und könnten ver gingen, daß ihre Forderungen erfüllt wer.- den. Leider ist dies jetzt nicht immer der Fall. Die Liberalen haben, als sie an der Spitze waren, das Bestreben gehabt, nach Möglichkeit allen Richtungen gerecht zu werden. Jetzt, wo sie in der Minderheit sind, wird ihnen das Leben schwer gemacht. Die Ostjuden sollten daran denken, daß Deutschland einmal das Vaterland ihrer Kinder sein soll, den Liberalen liegt es fern, einen Unterschied zwischen Ost- und Westjuden zu machen. Jedenfalls ist die Politik, die unsere Gemeinde heute treibt, so, wie sie eine Religionsgemeinde "nicht treiben dürfte. Tie Gemeinde hat nicht das Recht, sich mit wirbschaftlichen Unternehmungen zu befassen. Ties könne nur dazu fuhren, daß der Gemeinde Verluste entstehen, die sie nicht wieder einbringcn kann und daß dem notleidenden jüdischen Mittelstand die letzten Existenzmöglichkeiten genommen würden. Zum Schluß seiner Ausführungen weist Herr Rosenthal darauf hin, daß die Steuern, die heute für den Etat ausgebracht werden müssen, mindestens zur Hälfte aus den Zahlungen eines kleinen Kreises großer Steuerzahler bestehen. Und diese sind über die Verwendung der Steuergeldec verärgert, daß ihr Wille zur Einheit der Gemeinde bedenklich geschwächt ist, und auch darum muß eindringlich davor gewarnt werden, die heutige Politik weiter fortzusühren. Herr Studiendirektor Tr. G u t m a n u sprach dann über „Gottesdienst und Schule". Alles das, tvas den Gottesdienst seit 100 Jahren -anziehend gemacht hat, so führte er aus, verdanken wir liberalen Bestrebungen. Man brauche nur die Memoiren des früheren Vorstehers Hcimann nachzulesen, um eineu Eindruck von der Wandlung zu bekommen, die sich unter dem Einfluß des Liberalismus im Gottesdienst vollzogen hat. Seit zirka 60 Jahren hat aber der Liberalismus auf diesem Gebiete wenig Fortschritte mehr gemacht. Herrn Falkenberg haben wir es vor allen Dingen zu verdanken, daß mir einen Schritt weiter gekommen sind, indem nicht nur Neuerungen ausgenommen wurden, sondern Altes in verfeinerter Form dem liberalen Gottesdienst eingefügt wurde. Ausgabe der Rabbiner^ wäre cs nun, sich zu fragen, was von den Gottesdiensten der Liberalen Synagoge die großen Synagogen übernehmen können. Tie Gemeinde müßte cs sich angelegen sein lassen, jüngere, zur Umstellung noch fähige Rabbincv anzustellen, die sich mit der Durchführung dieser Ideen befassen. Die Besucher einer Synagoge müßten viel stärker das Gefühl haben, eine Gemeinde zu bilden. Die Einführung des Parochialsystems würde hier «ine Besserung schaffen können. * Um Schwierigkeiten bei Abänderungen des Ritus aus dem Wege zu gehen, müßten nach dem Wunsche der Liberalen zwei Ä'ultuskommissionen eingerichtet werden. Dann würde jede Richtung zu ihrem Recht kommen. Das Religionsschulwesen hat sich in den letzten Jahren gehoben. Einesteils ist das durch Erfüllung eines alten Wunsches der Liberalen nach Bestellung von Schulinspektoren geschehen, nicht zum wenigsten aber auch durch die Schaffung des Postens eines Schulreferenten, der mit dem liberalen Herrn Hirschfeld besetzt worden ist. Damit aber liberale Lehrer auch ungehindert einen liberalen Religionsunterricht erteilen, muß die Schulverwaltung in ihrer Majorität liberal sein. Dann werden nicht nur die Liberalen, sondern auch alle übrigen Richtungen zu ihrem Rechte kommen. Herr Louis Wolfs lenkte in seinem Referat „Mittelstandsfragen" den Blick auf „Die Tragödie des jüdischen Mittelstandes". Es ist Aufgabe der Gemeinde, hier helfend einzugreifen, nicht in der Verabreichung von Almosen, sondern durch eine geordnete soziale Wohlfahrtspflege, wie z. B. einen starken Ausbau der bestehenden Darlehns- und Kreditkassen. Tie rücksichtslose Steuergesetzgebung, sowie das starke Eingreifen der öffentlichen Hand in die Privatwirtschaft haben diese Wirtschaftskrise in besonderem Maße fühlbar gemacht. Neben dem wirtschaftlichen Boykott gibt cs nicht wenige jüdische Firmen, die sich dagegen sträuben, jüdische Angestellte zu beschäftigen. Auch hier liegt eine Aufgabe der Gemeinde, sich an ihre Bekenner zu wenden, um die Solidarität der jüdischen Bevölkerung wiedcrherzustellcn. Wenn der Wohlfahrtsetat der Gemeinde ein Drittel des Gesamtictats ausmacht, so ist das ein Beweis für die Verelendung der jüdischen Wirtschaftskreise. Der jüdische Arbeitsnachweis ist überlastet von Arbeitssuchenden; hier muß eine planmäßige Propaganda in jüdischen Kreisen getrieben werden, um das Heer der Erwerbslosen einzuschränken. So notwendig eine Berufsumschichtung auch sein mag, so ist dies doch ein Gebiet, das erst in die Zukunft weist. Tie täglich steigende Not aber erfordert schnelle und durchgreifende Hilfe. Wenn aber die Gemeinde sich mit dem Gedanken trägt, Eigenbetriebe einzurichten, so wird sie auf den schärfsten Widerstand des gesamten Mittelstandes stoßen, denn Aufgabe der Gemeinde soll und muß es sein, Leben und Religion in Einklang zu bringen. Dr. London legte seinem Referat „Abwehr und Gemeinde" seine kürzlichen Ausführungen in der „Jüdisch-liberalen Zeitung" zugrunde und betonte, daß ein Abwehrvercin eine geistige Grundlage haben 'müsse, wie sie der Ideologie des Centralvercins eigen sei. Er wies an Hand von Reden führender Zionisten und an Artikeln in der zionistischen Presse nach, daß das Heimatrecht der deutschen Inden von einem großen Teil der Zionisten anders beantwortet wird als vom Ccntralvcrein. Dadurch entstünden Konstiktstoffe für die Gemeinde und eine Gefahr für die Einheitsgcmeinde. Trotzdem gäbe es eine Ieihe von „Einzelfragcu", die eine neutrale Abwehr gestatten. Redner wies dies an Hand von Beispielen aus dem heutigen Stand der uationalsozialistischen Bewegung nach. Ties erfordere aber einen politischen Kampf, in den die Gemeinde als „Behörde" nicht hinabsteigen dürfe. Äus diesem Grunde würde es auch einer Arbeitsgemeinschaft der Landesverbände oder einem zu gründenden Reichsvcrband nicht zustehen, sich in den politischen Kampf zu mischen. Deshalb müsse es dem Centralverein auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen überlassen bleiben, den Abwehrkamps weiter zu führen» zumal der Erfolg dieser Arbeit der Gesamtjudenheit zugute komme. Außerdem sei jedem Gelegenheit geboten, sich an der Kleinarbeit des neutralen Reichsbunbes jüdischer Frontsoldaten zu beteiligen. Frau Bertha Falkenbcrg berichtet über den Jugendpflegeausschuß und geht aus die Vorgänge ein, die sich in jüngster Zeit abgespielt haben, und die grell beleuchten, in welcher Situation mir Liberalen uns jetzt befinden. Bei der Besetzung der Dezernentenstellcn. des Jugendpflegeausschusses war es den Eingeweihten von vornherein klar gewesen, daß im Interesse gewisser Kreise der Gemeinde es sich nur darum drehte, in die Jugend das Samenkorn des Zionismus zu säen. Die Jugendgruppen in den einzelnen Bezirken werden von Jugeirdlichen geführt. Hier wurde eingesetzt, und zwar zunächst im Bezirk Prenzlauer Berg. Der bisherige Jugendführer wurde vom zionistischen Dezernenten abgesägt. Warum? Er ist eben kein Zionist. Gründe sind billig ivie Brombeeren. Es wurde also ein ausgesprochen zionistischer Jugendführer der Gruppe zugeteilt. So geht es konsequent weiter. Gegen diese terroristische Art, die Jugend unter ausschließlich zionistischen Einfluß zu stellen, gilt es nicht bloß zu protestieren, sondern mit allen Mitteln entgegenzuarbeiten. Auf die Referate, die allseitigen Beifall hervorriefen, folgte die Diskussion. Herr Hans Klee als erster Diskussionsredner lehnte unter lebhaftem Widerspruch der Versammlung jede Kritik an der Verwaltung der Gemeinde ab und verteidigte sowohl die allgemeine wie auch die Personal-Politik der gegenwärtigen Mehrheit. Ten wesentlichen Kern der Arbeit der Jüdischen Gemeinde sieht er in der Aufbauarbeit eines Nationalheims in Palästina. Herr Landgerichtsrat Dr. Lesser betonte, daß er seit seiner Ernennung zum 1. Vorsitzenden des Liberalen Vereins zum ersten. Male einer Versammlung der Bezirksgruppe Norden beiwohne und sich darüber freue, daß die Versammlung so gut besucht sei. Gegenüber den Ausführungen des Herrn Haus Klee bemerkte er, indem er die Worte unseres englischen Führers Montefiorc zitierte, er sei pro Palästina und Antizionist, daß wir Liberalen ebenfalls nichts gegen Siedlungsbestrebungen in Palästina einzuwendcn hätten, aber Antizionistcn sind, solange die Idee, Palästina als Nationalhnm zu betrachten, nicht aufgegebcn wird. Herr Ludwig Hcrrmann vertrat den Standpunkt unserer Jugend. Gegenüber einer manchmal auftrctenden Resignation, weil unsere Ziele scheinbar nicht positiv genug seien, ist es unsere Aufgabe, der Jugend zu zeigen, daß religiöses Leben, ivie wir es erstreben, positive Tat ist. . Das ist der Weg. auf dem wir die Jugcitd finden. In seinem Schlußwort bemerkte .Herr Rosenthal, daß, >venn wir alle unsere Pflicht und Schuldigkeit tun und dafür sorgen würden, daß unsere Freunde zur Wahlurne gehen, cs uns dann gelingen muß, die Mehrheit wieder zu bekommen. Herr Falkenbcrg schloß dann die Versammlung mit dem Ausdruck der Befriedigung über den erfolgreichen Verlauf und gab der Ucberzeugung Ausdruck,daß der Norden und Nordosten wie stets seine Pflicht tun wird, wenn zum Kampf für die liberale Entwicklung unserer Berliner Gemeinde aufgerufen werden wird. Margot Knoller Hanns Loewenstein C'harl offenbar jj, im Mai 1930. Kaiserdamm 13. Sybelstrasse 55. Empfang bei Eduard Qrowald, Kaiserdamm 13, am Sonntag, den 1. Juni. Rechtsanwalt Dr. Kurt Weber und Frau Ilse geb. Grabower Vermählte danken zugleich im Namen ihrer Eltern für die ihnen anläßlich der Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten Ratibor, im Juni 1930 (z. Zt. auf Reisen) Heinz Simonsolm Herta Simonsohn g<* Falk Vermählte, danken für die ihnen erwiesenen Aufmerksamkeiten. z. Zt. auf Reisen. seht uns Familien- Anzeigenl Nach langem, schwerem Leiden verschied in dieser Nacht unser geliebter, treusorgender Sohn, Vater und Bruder Hugo ostberg Berlin W 30, den 22. Mai 1930- Hohenstaufenstraße 43. Frau Emilie osuierg. Susanne ostberg. Emma ostberg. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. verm. kostenlose Feuerbestattung Haus- ' Verwaltung odnuHür Reisezeit übernimmt m. Ia Referenzen und bekanntem Erfolge Bruno Kantorowicz Charlottenburg, Schillerstr. 5 Die RahbMsiejiel in unserer Ge- | meinde ist neuzubesetzen I Gehalt nach Tarif Hb, AusfÜhrl. Bewerb, sind zu richten an den J Vorstand der Synagogen- . Gemeinde Oppeln | SanltBtsrat Dr. Schlesinger Unerwartet hat uns der Tod unser Vorstandsmitglied Hugo Ostberg entrissen. In den schweren Jahren der Nachkriegszeit, in denen er sich trotz der Ueberlastung mit Berufsarbeit dem Wirken für unsere Gemeinschaft zur Verfügung stellte, bat er sich überall betätigt, wo es galt für seine Ueberzeugung einzutreten. So schafft sein Veilust zahlreiche Lücken. Sein uneigennütziges Streben, sein offenes Wort, sein warmes Herz sicherten seinem Wirken überall Anerkennung. Wir, seine Freunde, aus deren Kreis er hervorgegangen, werden sein Andenken ehren und seiner stets mit Stolz gedenken. Liberalor Verein für die Angelegenheiten der jOd. Gemeinde zu Berlin Landgerichtsrat Dr. Martin Lesser Dr. Hermann Berlak Am 22. Mai verschied das Mitglied unseres Repiäsentanten-Kollegiums, Herr Direktor Hugo ostberg Mit selbstloser Hingabe widmete er sich den Interessen unserer Gemeinde und stellte seine reiche Lebenserfahrung in ihren Dienst. Wo um die Förderung religiösen Judentums in den Formen der Gegenwart gerungen wurde, selzte er sich mit der Krall seiner Persönlichkeit für die Durchführung dieser Bestrebungen ln tiefer Trauer nehmen wir von einem Mann, mit dem uns gleiches Streben verband, Abschied. Sein Andenken wird bei uns fortleben. Vorstand und der jüdischen Reiorm-fiemeindo PlRcus Dr. fiaiiiner Atn heutigen Tage ist Herr Hnldor Hugo osiherg verstorben. Er gehörte in den letzten Jahren der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde an, in der er sich an hervorragender Stelle betätigte. Das grosse Ansehen, das er durch sein hohes Interesse für alle Angelegenheiten des Judentums, durch seine lautere Gesinnung und seine reiche Lebenserfahrung sich in der Gemeinde erworben hat, sichert ihm ein dauerndes ehrendes Andenken in unserer Mitte. Berlin, den 22. Mai 1930 Vorstand dar Reprasentantenuersemmiung der jüdischen Gemeinde zu Berlin Hiermit erfüllen wir die traurige Pflicht, von dem Hinscheiden unseres Ratsmitgliedes, Herrn Hugo Osiherg Kenntnis zu geben. Der Verstorbene hat sich mit größtem Eifer und unter Verwertung seiner reichen Erfahrungen in den Dienst unserer Sache gestellt und ist besonders als Dezernent für Wohlfahrtsangelegenheiten u. stellvertretender Finanzdezernent tätig gewesen, Seine tatkräftige Mitarbeit und seine lautere Gesinnung sichern ihm ein dauerndes Andenken in unserer Mitte. Preußischer Landesverband indischer Gemeinden Wolf f. Berlin-Charlottenburg, den 22. Mai 1930. Rühriger Welches solides Unternehmen welche seriöse Organisation bietet rührigem und ideenreichen jungen» Herrn Gelegenheit, sich als Propagandist oder Geschäftsführer eine .zu ernten? Baldgefl. Zuschriften erbeten an die Expedition dieses Blattes unter R. UL 537' sucht möglichst in Direktionsbüro. Baldgefl. Zuschriften erbeten an die Expedit, ds. Blattes unter Ha Ha 365 Malerarbeiten Renovierung von Wohnungen, Geschäftslokalen, Treppenfluren und Fassaden. Robert Butheim Berlin W 50 Kulmbacher Strasse 7 B5 Barbarossa 6260 WERKSTÄTTEN FÜR GRABMALKUNST S. WEISS GRABDENKMÄLER U. ERBBEGRÄBNISSE BERL1N-WE1SSENSEE LOTHRINGERSTR. 8 - TELEPHON: WEISSENSEE 407 Wir beabsichtigen an einigen Hauptplatzen Deutschlands so in: Elberfeld, Essen, Bochum, Dresden, Chemnitz noch weitere aeschdttsstellen zu errichten und erbitten Bewerbungen von bewährten, erfolgreichen Fachleuten, sowie von Assekuranz- und Bankfirmen, die in Angliederung an ihr Unternehmen Interesse für das Mandat einer finanziell starken schweizerischen Gesellschaft haben. Weltbewerbsfähige Tarife, gute Provisionssätze und feste Bezüge bilden die Grundlage für eine aufsteigende Entwicklung. Die Schweiz ums u. gnMiWMiwB-tnsiisiM Direktion tor das Deutsche eeich, Franiuuri a. m„ Kaiserstrasse 61 lötiluß: «li.migu», fflt da» lib-ialc Judmlum «. Bttli« SW. 11. — Vi,»»llv»«lich-r R-dall-m: DiPl.-J»«. 811m» W nyda, Bulin SW. LS. — »ruill Hermann Aegn» S> S»., »«rlm-Marmid-rs. 500355 ^8230425

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.