Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 10 (1930)
- Issue
- 16 (16.4.1930)
- Date
- 1930-04-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Charakter hatten wie oie van Mr. Bonac Law an die Bergarbeiter." Inzwischen ist MacToualo selbst Premierminister geworden und hat sich davon überzeugen müssen, daß auch 'die gewiß wohlmeinende Labour-Regierung die Balfour-Dettaratiorl nicht restlos erfüllen kann. Deshalb Hilst sich der Herr Premierminister mit neuen Versprechungen, von denen man, wollte man gehässig sein, mit seinen Worten meinen könnte, daß sie „wertlosen Charakter" besitzen. So scheint es leider, als ob weder die zionistischen Kreise noch oie britische Kolonialmacht aus den Unruhen des vergangenen Jahres gelernt haben. Und die Befürchtung Reibt, daß endgültiger Frieden in Palästina noch lange aus sich warten lassen wird. Umschau Das Ili-Programm Kareski scheidet aus dem Engeren Rat des Preußischen Landesverbandes aus. Herr Direktor Georg Kareski, Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin, hat, wie die Jta erfährt, infolge Arbeitsüberbürdung sein Amt im Engeren Rat des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden niedergelegt. (Dieser Rücktritt unmittelbar nach dem Berbandstag muß außerordentlich befremden, da auf dem Verbandstag im wesentlichen entsprechend dem Vorschlag von Kareski der Etat für das Jahr 1930/31 angenommen wurde, für dessen Durchführung Herr Kareski nunmehr die Sorge seinem Nachfolger überläßt.) Raibbj Mattuck empfiehlt eine judrsch-arabische Zusammenkunft in London. „Times" veröffentlichen ein Schreiben von Rabbi Mattuck, Rabbiner der Londoner Liberalen Synagoge, und einem der Führer des Weltverbandes für das liberale Judentum, in welchem die Abhaltung einer Beratung zwischen den maßgebenden jüdischen und arabische,: Führern in London zur Anbahnung eines jüdisch-arabischen Ausgleichs empfohlen wird. Rabbi Mattuck schreibt: Ter Teil des Berichtes der Palästina-Kommission, der eine Zusammenarbeit zwischen Arabern und Juden fordert, wird allgemeine Znstimmmrg finden. Ungeachtet der nicht wegzuleugnenden großen Schwierigkeiten werden die beiden Völker einen Weg finden müssen, um in Frieden und mit gebührender Anerkennung der beiderseitigen Rechte nebeneinander zu leben. Es will scheinen, daß gerade der gegenwärtige Zeitpunkt die besondere Gelegenheit bietet, die erste Anstrengung zur Herbeiführung einer solchen Zusammenarbeit zu machen. In London weilt gegenwärtig eine arabische Delegation aus Pa lästina. In der vergangenen Woche haben in London das Administrative Committee und die Executive der Jewish Agency .getagt; einige der Mitglieder der Jewish Agency weilen noch heute in London. Für den ersten Schritt zu einer Zusammenarbeit ist der Boden in London weit günstiger als in Jerusalem. Sollte man nicht die beiden Gruppen offiziell einladen, sich über ihre Position gegenseitig auszusprechen? Beide Parteien sind es der Mandatarmacht schuldig, keine Anstrengung zu scheuen, um ihr bei der Durchführung des Mandates behilflich zu sein. Wenn sie zu irgend einem Uebereinkommen nicht gelangen, so wird dies die Lage gewiß nicht schwieriger gestalten, als sie es schon ist. Wenn es ihnen aber gelingt, sich zu verständigen, so würde das von ihnen in London getroffene Uebereinkommen die Basis bilden für eine geklärte Politik in Palästina, für die durch guten Willen der Weg zum Erfolg geebnet werden kann. Ueberdies würde eine Poliiik, über die sich Araber und Zionisten geeinigt haben, wahrscheinlich die Unterstützung vieler weiterer jüdischer Kreise sür die Arbeit in Palästina, die heute diesem Werte noch mit Zweifeln gegenüberstehen, finden. Der 100. Gedurlstag von Camills Pissarro. Ueberall in der Welt wird gegenwärtig der 100. GÄurtstag des großen jüdischen Malers Camille Pissarro gefeiert, der neben Joseph Israels und Max Liebermann eines der drei jüdischen Malergenies der letzten Kunstepoche gewesen ist. In Paris wurde aus diesem Anlaß in dem Musee de l'Orangerie eine große Gedenkausstellung der Gemälde Pissarros veranstaltet. Die Kunstkritiker huldigen ihm als einem der bedeutendsten Schöpfer des Impressionismus. Der Direktor der National Gallery of British Art, I. B. Manson, widmet Pissarro eine Monographie, in der er ihn als eines der größten künstlerischen Naturgenies bezeichnet. Er besaß keinerlei akademische Vorbildung und malte mit intuitiver Treue die Dinge, die ihn umgaben; die Bauern auf dem Felde, das einfache Volk in den Straßen, die Flüsse und Häfen Frankreichs. Camille Pissarro wurde 1830 in St. Thomas, Dänisch- Westindien, geboren, kam im Alter von 20 Jahren nach Paris und starb dortselbst 1903 im Alter von 73 Jahren. Bei den Unruhen in Paris im Jahre 1870, die im Zusammenhang mit der Besetzung der Stadt durch die Deutschen entstanden, sind zahlreiche Gemälde Pissarros vernichtet worden. Drei seiner Söhne und zwei Enkelinnen sind bekannte Maler bezw. Malerinnen. Oswald Spenglers Urteil über die Hitler-Jugend. In einer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zitiert die „Kölnische Zeitung" eine Aeußerung Oswald Spenglers, in der die völkische Bewegung mit der aus der französischen Revolution bekannten jeunesse doree verglichen wird. Es heißt da: „Die kurze Geschichte dieser Bewegung ist noch nicht geschrieen, aber der Mangel an Verständnis war damals der gleiche wie heute, wo er Realpolitik auf Rassegefühle aufbauen möchte." Dies und die kindlichen wirtschaftlichen Ansichten und Utopien seien so michelhaft und provinzial, daß diese völkische Bewegung dadurch vollkommen abgeschnitten werde von allem, was durch Begabung, Erfahrung, Macht und Beziehungen politisch und wirtschaftlich ernst zu nehme-,: ist. Sie scheine bestimmt zu sein, den Boden aufzuwühlen, aber nur um einer gefährlichen Gegenströmung Platz zu machen. Wie klein, flach, beschränkt und unwürdig stehe neben dem -englischen Satz: Wright or wrong, my country! der deutsche: Juden hinaus! Die Nationalsozialisten rühmen als Herzstück ihres sogenannten Wirtschaftsprogramms die Befreiung von der Zinsknechtschaft. Spengler sagt, in Deutschland würde der geringste Versuch, die bestehenden Formen der Kreditverzinsung zu erschüttern oder die b-estchenden Finanzmächte nicht als Mächte zu behandeln, zu einer Katastrophe führen, die uns in einigen Wochen in dieselbe Lage brächte, in der Rußland sich besuchet. Er spricht weiter von einem Mangel an Intelligenz und von ererbten Vorurteilen, denen die Gegenseite die klügeren Köpfe gegenüberstelle. „Es kommt in der hohen Berlin. Gemeinsame veranstattnng. Fahrt nach Mecklenburg am Donnerstag, den 17. April. Treffpunkt: Stettiner Fernbahnhof um 2.45 Uhr. Aelterengruppe: Donnerstag, den 24. April, abends 8.15 Uhr, bei Helmut Galliner, Sybelstraße 19. Paul Heinrichsdorff: Urber Psalmen. Pankow-Vsten. Dienstag, den 22. April, abends 8 llhr, im Heim, Mondijouplatz 10. Thema: Hervdes und Mariamm. Oliva und Neu-Charkottenburg. Donnerstag, den 24. April, abends 8 Uhr, bei Hilde Bach, Schöneberg, Kufsteiner Straße 13. Thema: Pantheismus. Westen. Donnerstag, den 17. April, abends 8 Uhr, bei Anni Zacobfohn, Charlottenburg, Schlüterstraße 31. Südende. Mittwoch, den 23. April, nachmittags 4.30 Uhr, bei Rosemarie Deutschland, Berlin-Steglitz, Heinrich Seidelstratze 6. Fronkiurt a. M. Dienstag, den 22. April, 20.45 Uhr, Heimabend, Westensynagoge. Pfarrer Taesler spricht über: „Der Leitgedanke in Goethes Faust." Am 29. April, 20.45 Uhr, Heimabend, Westendsynagoge. Referat Dr. Srelig: „Ardeitsnot." Politik nicht auf Langschädel an, sondern auf das, was drin ist." Die „Vossische Zeitung", die die gleiche Aeußerung Spenglers wiebergibt, knüpft an dieselbe die folgende Bemerkung: Oswald Spengler ist nach dem landläufigen Sprachgebrauch ein scharfer Nationalist und Machtpolitiker, er verdammt Liberalismus, Demokratie nicht minder als den Pazifismus und sieht das Heil Deutschlands in einem neuen Cäsarismus, in der unumschränkten Herrschaft des großen Einzelnen. Gerade darum ist sein vernichtendes Urteil über den nationalsozialistischen Geist so ausführlicher Wiedergabe wert. Aegyptens Freiheitskampf Von Ibrahim I.?) o u s s e s. Aegypten tiegt zwischen zwei politisch ganz gegensätzlichen Weltsphären: aus oer einen Seite das größtenteils imperialistische Europa, aus oer anderen Seite fast völlig versklavt oie Erdteile Afrika und Asien. Durch diese Lage wuroe Aegypten schon von jeher zur Verteidigung und zur Abwehr bestimmt, denn seine Ausgabe war, Schutzwall sür oie unterdrückten afrikanischen und asiatischen Völker zu sein, weil Aegypten cen Kolonisatoren einen bequemen und sicheren Weg in diese Länder geboten hätte. So wurde das Nilland im Kamps um seine eigene Freiheit der ewige Kämpfer gegen oen Imperialismus, so kämpste es in der Gegenwart gegen das Kolonialreich E::g1a>:d. Die politischen Zwistigkeiten zwischen c lesen beiden Ländern begannen nicht etwa erst in der heutigen Zeit oder vor erst 50 Jahren, als die britischen Scldatei: Aegypten ollupierten, sondern der Kamps fing an schcn in der Zeit, in der Englands koloniale Machtgelüste sich aus die Länder außerhalb Europas auszudehnen begannen. Ter Freiheitskampf Aegyptens wirkte sich in zwei militärischen Aktionen aus, oie von ausschlaggebender historischer Wichtigkeit sür die internationale Politik sind. Tie "eine war der kollektive Kampf der Großmächte Europas mit England an der Spitze, in dessen Verlaus in: Jahre 1849 die Versenkung oer ägyptischen Flotte erfolgte und der damit endigte, daß die ägyptische Armee aus ein Minimum reduziert wurde. Der Antrieb zu diesem Kampf war die Absicht der Erschütterung der ägyptischen Stellung als Großmacht am Mittelmeer, einer Großmacht, die die Befreiung der Nilländer, Arabiens, Palästinas, Syriens, des Irak und Kleinasiens erstrebte und teilweise auch erreichte. Man fürchtete Aegypten, das neben den: politischen Aufstieg eine derartige industrielle und wirtschaftliche Entwicklung vollzogen hatte, daß es sich auf dem europäischen Markt konkurrenzfähig zu betätigen vermochte. „Die Fortschritte Aegyptens waren im Lause von 70 Jahren bis 1875 so groß wie die anderer Länder in 500 Jahren", schrieb der amerikanische Generalkousül in Kairo. Miaue dir Mm istdieForderung, die zuerst vom liberalen Judentum erkannt und erhoben worden ist. Sie kann nicht erfüllt werden, wenn wir einengende Formen für das Wesen des Judentums halten oder wenn wir die Aufgaben des Judentums außerhalb unserer eignen Heimat suchen. Darum: unterstützt und fördert den „Hilfsfonds des liberalen Judentums“! Die Namen der Spender werden fortlaufend in der „Jüdisch-liberalen Zeitung veröffentlicht. — Alle, die ihren Sanderbeitrag noch nicht geleistet haben, werden gebeten, sogleich Mk. 10.— auf das Postscheckkonto der „Vereinigung für das liberale Judentum e. V.“ Berlin Nr. 137069 zu überweisen. Jeder Einzelne muss durch einen Beitrag zeigen, dass er mitbauen will an dem Werk, welches wir für unsere Kinder und Kindeskinder schaffen. Darum gebt alle« der Vermögende mehr, der andere weniger, und — gebt schnell! Vereinigung lür das liberale Judentum E. v. Ta England diesen wiedergeborenen, kräftigen Staat, der seinen Machtbestrebungen feindlich war, nicht dulden tonnte und aus ehrlichen Wegen nichts zu erreichen war, verlegte es sich in allen Gebieten aus Jntriguen. Und als man in Towning-Street oie Gewißheit hatte, daß man dadurch Erfolge erzielen würde, griff England mit Militärmacht ein: britische Soldaten lmcheten aus ägyptischem Boden, um das Land zu erobern. Sie erlitten jedoch 1867 eine schmähliche Niederlage. Aber der britischen Flotte gelang es, über das Mittrlmeergebiet eine fast absolute Nachrichtensperre zu verhängen und durchzuführen. Auf diese Weise erfuhr man in Europa vorerst nichts über das Vorgehen Englands. Wenn auch Aegypten später vermochte, dem Ansehen Englands in seinen Kolonien zu schaden, so tonnte es dies doch nicht ausnutzen, da die europäischen Feinde Englands, besonders Frankreich, selbst von Kvlonisationsgelüsten nicht frei, ebenfalls den Besitz des Landes erstrebten. Machte doch schon Napoleon einen Felozug nach Aegypten, bei dem es allerdings gelang, die Gefahr der Eroberung Aegyptens abzuwenden und die Franzosen aus dem Lande zu vertreiben. Mit der Zeit gab England in Aegypten seine bisherigen Machtmittel, Militärgewalt und Jntrigue, auf und stützte sich aus wirtschaftliche Eroberungsmaßnahmen. An dieser wirtschaftlichen Invasion beteiligten sich auch andere Großmächte, die der Reichtum des Pharaonen-Landes lockte. Das aus sich selbst angewiesene Aegypten konnte so vielen Feinden und so zahlreichen feindlichen Anstürmen nicht widerstehen. Aber noch etwas anderes kam hinzu. Tie Ueberwindung des Widerstandes gegen die fremden Eindringlinge begünstigte die innere Uneinigkeit und Zerrissenheit des ägyptischen Volkes. Wenn man sich daran erinnert, daß von den verantwortlichen Staatsmännern Englands, angefangen von der Königin Viktoria und Madstone bis zu Lord Sakesbury und anderen, bei der Ehre des Staates und der Ehre der Krone geschworen wuroe, die Freiheit Aegyptens niemals anzutasten, und wenn man dann die Tatsache betrachtet, daß England den Aegyptern nicht nur oie Freiheit raubte und ihre Reichtümer mitnahm, so sieht man ganz klar, was die Ehre der Krone und die Ehre des Staates dem Briten bedeutet. Wenn auch der Streit um Aegyptens Besitz früher kaum einen Tag aus oer internationalen Kolonialpolitik verschwand, so war das Land doch noch ein unabhängiger souveräner Staat. Ties bestätigen mehrere internationale Verträge und Abkommen, die auch Englands Unterschrift tragen. Aber entgegen allen Gepflogenheiten der internationalen Politik nahm England das Land in Besitz. Ta es sich aber damit nicht begnügen wollte, übte es in der Hoffnung auf Erweiterung der Herrschaft den Grenzstaaten gegenüber äußerste Freigebigkeit, die aber nicht aus eigener Tasche bestritten wurde, sondern auf Aegyptens Kosten ging. Zuerst binmal trennte es oie gesamten sudanesischen Provinzen vom Mutterlande, weit es erkannte, daß Aegypten ohne sein Lebenseleinent, das Nilwasser nur eine starre Wüste sein, also daß mit der Beherrschung des Wassers eine Beherrschung des Landes Hand in Hand gehen würde. Bis 1884 ist! das Niltal eines Teils von Abessinien weit bis zur Küste des Indischen Ozeans ägyptisches Land gewesen. England zerstückelte es und gab einen Teil an Italien, eine:: anderen an Frankreich, einen dritten an Belgien, und behielt das übrige sür sich selbst!. Jedoch alle Verträge, die es mit diesen Ländern geschlossen hatte, berechtigten in keiner Weise zu einer Besetzung des ägyptischen Sudans. Der angloägyptische Sudan-Vertrag von 1899 wurde von der ägyptischen Regierung unter Zwang unterzeichnet. Da der Vertrag von keinem Parlament gebilligt worden war, und das Volk seine Meinung durch die Erschießung des verantwortlichen ägyptischen Ministers kunotat. wollten die Engländer mit allen Mitteln eine Regelung in ihrem Sinne herbeisühren. Alle Bemühungen waren jedoch vergebens. Selbst! während des Krieges, als das britische Protektorat über Aegypten proklamiert und Gewaltpolitik in höchstem Ausmaße getr:eben wurd, kam es zu keinem endgültigen Vertrag zwischen England und Aegypten. Tie wirtschaftlich und politisch unerträgliche Lage drohte eine Revolution hervorzubringen. Kompromißlerische Politiker aber verstanden die Bewegung emzuoämmen. Zagloul Pascha, der anfangs das Protektorat über Aegypten in einem Vertrag mit etwas milderer Formulierung festlegen wollte, mußte unter dem Truck der Radualisten sür die völlige Unabhängigkeit Aegyptens und des Sudans eintreten. Da dieser demagogische Führer jedoch! von Natur ein Reaktionär ist, kam er immer wieder aus seine alte Forderung zurück. Nach dem Weltkrieg trat er für den von England ausgearbeiteten Vertragsentwurf ein und forderte die Zustimmung der nationalen Volksversammlung mit der Begründung, daß die Unabhängigkeit Aegyptens größtenteils gesichert sei. Nach Ablehnung dieses Vertragsentwurfes durch das Volk gestand er ein, daß dieser nichts anderes als ein verschleierter Protektoratsvertrag gewesen war. Nach dem Scheitern dieses Versuches köderte England das ägyptische Voll mit dkd^ berühmten Unabhängigkeits-Erklärung. Dadurch wurde Aegypten nominell ein souveräner Staat, mit einem König, einem Parlament und einem ägyptischen Ministerium, doch durfte es keine Politik treiben, die nicht den Interessen des gesamten britischen Reiches entsprachen. Außerdem hatte England sich Vorbehalten, daß folgende Punkte wie bisher bleiben, bis eine endgültige Lösung gefunden wird. Diese sind: 1. die Sudansrage, 2. die militärische Besatzung, 3. die Mrndecheitensrage, 4. die Rechte der Ausländer, 5. die Frage des Suez-Kanals, 6. die Verteidigung Aegyptens. Mitteilungen. Seit Generationen wird die Heranwachsende Jugend von dem altbekannten Hause Arnold Müller, Leipziger Straße 95 und Tauerchienstraße 8, geschmackvoll und preiswert eingekleidet. Eltern können ihren Kindern keine größere Freude zu den Feiertagen bereiten, als ihnen von Arnold Müller für Ostern und für die Schule gediegene Kleidung zu schenken. Tie Möbelmesse, die in den Funkturmhatten am Kaiserdamm bis zum 22. April stattsindet, stellt seit 16 Jahren zum ersten Mal wieder eine Publikums-Möbelschau dar. Führende Firmen zeigen auf 20 000 Quadratmeter Hallenfläche jeden Bedarf für das neue Heim. Kein Berliner sollte versäumen, in den Osterfeicrtagen der Möbelmesse einen Besuch abzustatten, zumal in den interessanten Sonderausstellungen auch eine kulturhistorisch äußerst interessante Schau von Möbel und Mode im Wandel der Jahrhunderte gezeigt wird. Ostergeschenke von Hillbrich sind eine alte Tradition nicht nur in der City in der Leipziger Straße, sondern auch am Kurfürstendamm sind bei Hillbrich in allen Preislagen geschmackvolle Ostergeschenke erhältlich. Zu allen festlichen Gelegenheiten bietet das Haus Hillbrich sei: Jahrzehnten in altbewährter Qualität seine stadtbekannten Spezialiläten.