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Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-04-02 · 14 (2.4.1930) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
14 (2.4.1930)
Date
1930-04-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Aus der Bewegung AteklUe Pesfach-HRgada. Die Liberal« Synagoge Norden zu Berlin hat eine moderne Hagada für die Sederabend« herausgegeben, die von Hermann Falkenberg bearbeitet worden ist. Dies« Hazada ist allen denen gewidmet, welche die Erinnerung an di« Weihe des Sederabends im Herzen bewahrt haben, zu denen aber die herkömmliche Form nicht mehr spricht, oder die nicht mehr imstande sind, den Sederabend ihrer Jugend in den eigenen Kindern zu erwecken. Sie wendet sich ferner an diejenigen, denen der Sederabend bisher fremd geblieben ist, damit er auch ihnen vertraut und lieb werde. Wir uctv weisen auf das Inserat in dieser Nummer. Berlin. (Wahl des 1. Vorsitzende „.) In einer am 26. März 1830 im Bortragssaal der Synagoge Fasancnstraße einbernsenen Mitgliederversammlung, die außerordentlich stark besucht war, wurde'Herr Landgerichtsrat Dr. Martin Lesser einstimmig zum Vorsitzenden des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin E. B. gewählt. Der Leiter der Mit-- gliederversammlung, der bisherig« stellvertretende Vorsitzende des Ber-- «ins, Herr Dr. Jul. L. Seligsohn, führte aus, daß bei der Wahl des Bestandes des Vereins, am 29. Oktober 1929, der Arbeitsaus-- schuß beauftragt worden war, eine geeignete Persönlichkeit für diesen Posten ausfindig zu machen, da Vorschläge von der Mitgliederversammlung nicht Vorlagen. Diese Aufgabe ist nun in der Gewinnung des Herrn Dr. Lesser gelöst worden. Herr Dr. Lesscr hatte provisorisch die Leitung der Geschäfte bereits im Januar ds. Js. übernommen. Er ist in liberalen Kreisen bekannt durch seine wirksame Tätigkeit als Vorsitzender der Vezirtsgruppc Halensee-Grunewald. Ueber den im Anschluß an die Mi-gliederversammlung stattsindcnden Vortragsabend berichten wir in nächster Nummer. Berlin. (G e s e l l s ch a f t s a b c II d.) Anläßlich der Diesjährigen Tagung des „Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden" veranstaltete der Liberale Verein für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin E. V. am Sonnabend, den 29. März, im großen Saal des Hotels Kaiserhos einen Gesellschaftsabend, um den aus ganz Preußen antvesenden liberalen Delegierten Gelegenheit zu geben, unsere Berliner Mitarbeiter in ungezwungener Geselligkeit kennen zu lernen. Der Abend wurde zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Landgerichtsrat Dr. Lesscr, begrüßte die Festteilnchmer, insbesondere die auswärtigen Gäste, und sprach die Hoffnung aus, daß alle einen recht ang-enehmen Abend verleben mögen. Unter Leitung von Herrn Harry Hauptmann sorgte ein ausgezeichnetes Kabarett für gute Unterhaltung. Es wirkten n. a. mit: Eugen Rcx, Kurt von Aolowsky, Lola Polajcwer, Bicky Werkmeister und Harry Hauptmann selbst. Das Vorstandsmitglied des Vereins, Herr Dr. Werner Rosenberg, übernahm die Rolle , des Conferenciers und verstand es ausgezeichnet, die Künstler dem Publikum nahe zu bringen. Fröhlicher Tanz hielt die Irgend bis zu den frühen Morgenstunden zusammen. Man kann wohl mit Recht sagen, daß es ein wohlgelungenes Fest war. __ Stettin. Am 24. ds. MtS. fand die Generalversammlung der hiesigen Ortsgruppe der liberalen Vereinigung statt, in der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Er setzt sich zusammen ans den Herren Dr. Auerbach, Max Hirsch, Dr. Meyer, Apolant, Albert Rosenthal, Dr. Tobias sowie aus den Damen Alexander und Ries. Bor der Wahl sprach Herr Rechtsanwalt Schäfer über das liberale Einhcitsgebetbuch. * Aus der Ai-Arbeit * Ratidor. (Purimball.) Am Sonnabend, den 15. März 1930, hatten wir die Ratiborer Gemeinde und alle Freunde unserer Bewegung ans der Umgegend in den großen Saal des Bruckschen Hotels zu einem Purimball gebeten. Die Beteiligung nbertraf alle unsere Erwartungen, insbesondere begrüßten wir zahlreiche Gäste aus Gleiwitz, Cosel, Lcobschütz und Kätscher. . Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden folgte ein mit Beifall aufgenommener Prolog unserer 2. Vorsitzenden Anni Fracnket, von der Verfasserin selbst gesprochen. Die Reihe der Darbietungen wurde durch einen Sketsch „Seltsames Zwischenspiel" — versaßt von Fräulein Ruth Lindner — fortgesetzt, die zusammen mit unserem Mitglied Peter Berliner mit einer witzigen Darstellung Ratiborer Persönlichkeiten wohlverdienten Beifall erntete. In geistreicher Weise verstanden sie es, die mehr oder minder schwachen Seiten der Betreffenden mit der Sonne ihres .Humors zu beleuchten. Als Gast erfreute uns Fräulein Nanni Tichauer mit einer Arie ans der „Fledermaus" und zwei Schumann-Liedern, die gleichfalls großen Beifall auslösten. Als letztes folgte ein von dem Vorsitzenden, Rechtsanwalt Dr. Weber, verfaßtes Theaterstück, „Die Tugend lohnt sich" betitelt, das in freier Behandlung der Purimgeschichte auf alle modernen Fragen anschnitt und dank einer guten Darstellung ungeteilten Beifall bei der Zuhörerschaft fand. Der Verfasser begleitete selbst am Flügel. Zwischen den einzelnen Darbietungen sorgte eine flotte Kapelle für Stimmung und es wurde eifrig getanzt. Erst um 3 Uhr mußte die Veranstaltung infolge der Polizeistunde zum großen Bedauern vieler Teilnehmer abgebrochen werden. Die hiesige Ortsgruppe des „Jli" hat durch den Abend erfreu lichcrweise viele neue Freunde gewonnen und die liberale Bereinigung hat uns in sehr herzlichen Worten ihren besonderen Tank für die Veranstaltung ausgesprochen. * Das Ili-Programm * Berlin. Ordentliche Mitgliederversammlung am Sonntag, den 6. April, vormittags 11 Uhr, in den Räumen der Jüdischen Wohlfahrtsamtes, Svphienstraße 6; Eingang vom Hof in der Durchfahrt 8 (Röhe Hack«, scher Markt). Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes über das abgelanfene Jahr 1929/30. 2. Entlastung des Vorstandes und Neumahl. 3. Adolf Marcufe und Herbert Schwarz sprechen Üher: ,,War wollen wir vom Jli?" Der Landesausschuh der jüdische« Jugendoerbäude »eranstaltet am Montag, den 7. April, abend» 8 Uhr, in der Rosenstrahe 2*4, einen Ausspracheabend mit dem Themar „Die Wirtschaftsfituatiou der deutschen Juden!" Das Referat hält: Adler-Rudel. Eine Reih« von Distnfsionsrednern ist vorgesehen. Pankow-vftan. Dienstag, den 8. April, abends 8 Uhr, im Heim, Mvubijouplatz 19. Sieglitz. Sonnabend, de« 5. April 1939, um 6.45 Uhr adends, bei Eva Srartz, Dahlem, Erlenbnfch 4. Thema: Amos und Hosea. . Oliva und Nen-Tharlottenburg. Mittwoch, den 9. April, von 8 bis 9.45 Uhr abends, bei Rose Seligsohn, Gruuewald, Douglasstraße 39. Thema: Baeck, Wesen des Judentums. Südende. Heimabend am Sonnabend, den 5. April, nachmittags 4.30 Uhr, bei Rosemarie Deutschland, Berlin-Steglitz, Heinrich Seydelstraße 6ß Breslau. Hauptgruppe: Mittwoch, den 9. April, 20.15 Uhr: Uuterhaltimgsabend. Jüugereu-Gruppe: Donnerstag, den 3. April, 13.15 Uhr: Referat von Stefan Baron: „Die Propheten des Cri's". T.e Vera» stoltungen beider Gruppen finden von jetzt ab im Jüdischen I.:aeud° heim, Schweidnitzer Stadtgraben 28, statt. — Sonntag, den 13. April (2. Sederabend), 20.15 Uhr, im Saal der Gesellschaft „Eintracht", Tauentzienstraße 12: Gemeinsame Sederfeier. N i./rres s. Programm. Frankfurt a. 9k. Dienstag, den 8. April, 20.45 Uhr, Heimabend. Wcstendsynagoge. Aktuelle Tagesfragen und Zritungsschan. Am 13. April gemeinsamer Sederabend. Näheres wird noch bekauntgegeben. Dienstag, den 15. April, 20.45 Uhr, Heimabend. Westrudfyuagoge. Fräulein Cohn vom Ortsausschuß für Jugendpflege spricht über: „Jugend und Elternhaus". Jli-Jugendgruppe. Samstag, den 5. April, bei Herrn Dr. (Sottschaff, Humboldtstraße 5«. Referat: Herr Dr. Gottschalk: Buddhismus. Religiöser Vortrag tonnlag« den 6. April 1930, vormittags u> ., Uhr, im Saale des Brüdervereinshauses, Kurfürstenstr. 115/116. Arnold Zweig: „jüdische Selbsterkenntnis“ Vor und nach dem Vorttag: Chorgnsaitg Jüdische Gemeinde an bekanntem südwestdeutschen Börsenplatz übernimmt Vertretungen, Wahrung von Schiedsgerichts-Terminen, Sachverständigengutachten etc. Gel!. Anfragen erbet, unt. Nr. K Z 47 an die Expedition dieses Blattes 1—2 junge Mädchen, die sich stndienhalb. in Dresden auShalten. finden gute Pension (nicht rituell) hei feingebild. Dame. (Flügel vorhanden.) H. Seligmanit, Bergstr. 58 p. Heidelberg Gebildete Daine ad. Herr (Student) find, in gut. jüd. Hauseals Pensionär (in) Aufnahme. Eiiinger, Häusserstraßc 4 Vormittags-Abendschule Private Vorbereitungsanstalt. 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Freilag, v. 10—1 Mädchen: Montag u. Donnerstag v. 10—1 Für Schüler: Knaben u. Mädchen: Montag, Dienstag, Mittwoch v. J/a4— 5 Für Bewohner des Westens und der westlichen Vororte Berlins: Knaben u. Mädchen: Donnerstag, v. 3-6 im Synagogengebäude Fasanenstr. 79 Wir suchen noch handwerkliche Lehrstellen Arbeitsgemeinschaft der JOfliscRien Arbeitsnachweise Abteilung Berufsberatung Renovierung von Wohnungen, Geschäftslokalen, Treppenfluren und Fassaden. Berlin n 2«, Auguststrasse 17 Telefon: Norden 9130 u. Weidendamm 5936 Robert Guthelm Berlin W 50 Kulmbachev Strasse 7 B 5 Barbarossa 6260 Verein für Feuerbestattung In Berlin von 1874, e. Y. ,era. kostenlose FenerUeotAttuns Annahme W 35, Lötxowsiraöe 44, Telephon: UMznw %0-bl Backe mH ai/n/n dem naturreinen Cocos-Speisefett Verlag: Bereinigung für bas liberale Judentum e. B-, Berlin SW. 11. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Woyda. Berlin SW. 29. — Druck: Hermann Wegner Co., Berlin Mariendorf. 2^924 2905

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