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Jüdisch-liberale Zeitung · 1930-01-15 · 3 (15.1.1930) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
10 (1930)
Issue
3 (15.1.1930)
Date
1930-01-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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kommen, daß hier mit größter Freizügigkeit die Besetzu.ng dieser Referentenposten der Jugend selbst überlassen worden ist, ja daß auch nur der provisorische Jugendpflege-Ausschuß entscheidend hierbei mitgewirkt hat. Beides trifft nicht zu. Hötte man überhaupt nur die Frage aufgeworfen, ob das Referat 3) aus Gerechtigkeitsgrü'nden mit einem Nichtzionisten besetzt werden soll, oder kann, so hätte sich unschwer eine geeignete Persönlichkeit auch im liberalen Lager finden lassen, sogar eine, die von der Jugend als geeignet betrachtet tvorden wäre. Ob freilich auch vom (^emeindevorstand, ist eine andere Frage. Tenn die Argumentation, daß eine liberale Persönlichkeit „so lange ungeeignet bleiben wird, atö das CMc meindeparlament zionistisch regiert wird" (vergl. Artikel von Tr. Fleischer in Nr. 19 der „Jüdisch liberalen Leitung"), ist ebenso durchschlagend >vie nnangrcifbar vor allem vom Sachlichen her. Tie zweite Behauptung von ftemt Ca spart) ist ebenso falsch, nur deshalb noch bedntierlicher, weil er die ivahren Verhältnisse zu genau iennl, als dast er hierin haue irren dürfen. Herrn Cafvary sitid die „jugendlichen Liberalen, die sich Führerstelten errungen und noch inne haben", genau bekannt. Cr mag sie bewerten >vie er will. Ta er als ein ziges Kriterium hier das Vertrauen der Jugend gelten lassen muß, waS er ja auch tnr, so m » ß ilp.il die Tatsache, dast diese jugendlichen Liberalen Führerslellttiigen gerade im ^nr desans schuß der jüdischen Jugendverbiiiide Berlins inno l,a ben, genügen. Cs fehl: die objettive Cirundlage für die Behauptungen von .Herrn Casparh, das? »nr ans Mangel an nichtzivnistil'chcn Persönlichkeiten diese drei Referenten aus zionistischen Kreisen gewählt rverderr mußten. Soweit die Richligstellnng der seltlerhnsten Behanprun gen von Herrn Casparh. Cs lammt aber vor allem noch aits etwas anderes an. < Tatsächlich wird ja durch die Behanpurngen von Herrn Casparh der Parteienstreit in den Vordergrund geschoben. Tenn, wenn die Jugeitd auch bei freiester und selbständigster Entscheidung die Referate so besepl hätte, wie sie tatsächlich besetzt worden sind, weil sie hierfür die Persönlichkeiten für geeignet hieu, uub sie haue sich hinterher von dem unparteiischen Borsinende» des Jllgeildamres össenllich den Vorwurf machen lassen müssen, daß ein Teil dieser In genö bei dem Vorschläge ztt loyal, d. h. zu sachlich nn,d zn wertig parteiisch gewesen sei, dann würde das, positiv ans gedrückt, bedeuten, daß die Jugend iiiitrr allen Um stau den die Partei Ariihmelik an die Spitzle ihrer Betrachtnngeii bei der Wahl geeigneter Persönlichkeiten stellen innige. Und das ist doch rvohl gerade das lGegeiileil von dem, tvas Herr Caspary wnnschl und tvas vor allem rrnch die Jugend bisher getan hat. Ta einmal alle diese Dinge von dieser Seite her beleuchtet werden mußten, erscheint es notwendig, ans einer notwendigen Selbstachtung heraus hcrvorzuheoeu, daß gerade in den letzten Jahren bei allen gemeinsamen Aktionen der Berliner jüdischktl Jugend die liberalen Führer ebenso das Vertrauen der Jugend aller Kreise sich erworben haben, wie die Jugendführer anderer Richtungen uub daß sie nur von diesem Vertrauen getragen, über ihren eigenen Kreis hinaus Arbeit für die gesamte Jugend leisten konnten. Wenn aus den Worten von Herrn Casparh positiv gefolgert werden darf, daß künftighin der Wille der in dem Landesausschuß znsammengeschlossenen jüdischen Jugend Berlins auch in der Richtung der Selbstverwaltmiq der durch die Anregungen dieser Jugend geschaffenen Institutionen mehr geachtet wird, und daß durch Beseitigung büro kratischer und autokratischcr Hemmnisse das Zusammenarbeiten zwischen den (Gemeinde Instanzen und der Gcsamtorganisation der jüdischen Jugendbewegung gefördert wird dann sind trotz der vorher gekennzeichneten bedauerlichen Fehler die Ausführungen von Herrn Casparh sehr zu begrüßen. Tie Jugend selbst, das darf noch einmal versichert werden, hat gezeigt, daß sic über alle Parteigrenzen hinweg eine gemeinsame Basis gefunden hat. Tie wünscht, daß die Grenzen, soweit sie durch den Unterschied in den Grundan schauungen gegeben sind, erhalten bleiben. Sie wünscht aber, daß darüber hinaus das gemeinsame Ziel: Tie Heranzie chung der jungen jüdischen Generation für jüdische -lrbeit und zur Erhaltung des Judentums die vorhandenen Kräfte vereint. Tr. Ludwig Tietz. ü * \ Aus der Bewegung f * i . . ... Berlin. IUI i b c r a 1 c 2 » II n fl o fl f C st c II.) Du' als nicrtiv regelmäßiger Freitagabend Olottesdienst der liberalen Synagoge Berlin am 20. Dezember v. I. begründete liberale 2ynagoge Osten in der Aula der jüdischen Mädchenschule, Kaiserstraste 20, hat in kurzen Wochen bereits die günstigste Entwicklung zn verzeichnen. Die bisherigen Gottesdienste waren alle aus Vas Beste besucht, und die gefüllte Aula bewies die Liebe und Teilnahme aller Erschienenen zu der stimmuiiflsvolleii echt jüdischen Andacht. 2chou heule erweist sich, daß diese neue Gründung einem wirklichen Bedürfnis des dicht bevölkerten Ostens entgrflenkommt und zu arbeitsfreier Stunde vielen .Hunderten Erbauunfl und Belehruufl flewährt. Auch der wohlgelniigene erste Gemeindeabend der Stznagoge Osten in den Eoneordia Sälen in der AndrcaSstraße brachte einen außerordentlichen Besuch und alle Darbietungen der Veranstaltung, ein Vertrag des Herrn Gemeinderabbincrs Dr. Salomonski, Chor und Sologesänge und verschiedene Ansprachen fanden ein interessiertes und dankbares Piiblikuui. Duisburg. tzVorlrag.) Am 6. Januar 1000 sprach Herr Generalsekretär George Goctz aus Berlin im Jüdisch liberalen Gemeinde- Verein Duisburg über „Bedeulung und Ziele des liberalen Juden tumS". Cr ging davon ans, daß unter vielen Liberalen Unklarheit herrsche über die Ziele und Zwecke des liberalen Judentums. Viele Liberale seien der Ansicht, daß das wesentlichste Merkmal des liberalen Inden sein Gegensatz zum orthodoxen Juden sei. Man dürfe jedoch das liberale Judentum nicht nur allein negativ ausfassen. Um zn einem positiven liberalen Judentum zu gelangen, sei cs erforderlich, von den vier Grundbegriffen anSzngeheii, der Religion, der Reform, der Assimilation und der Cmanzipation. Ter Referent verstand es vor Stilen Dingen, diese vier Begriffe plastisch herauszuarbeiten. In der zlveileii Halste seiner Ausführungen gab dann der Referent »och einen Urberblick über die praktische Seite des Liberalismus. Er teilte die Liberalen in zwei große Gruppen ein, in die Liberale» mit Tradition, d. h. diejenigen, die noch Fühlung mit der Tradition haben und diese fruchtbar machen wollen, und in die traditionsloscn Liberalen, die zu den jetzigen Formen ohne jede Beziehung sind. Das Hauptziel müsse stets bleiben, beide (»truppen beim Judeuluin zu 'halten und durch .Heranziehnng des Einzelnen zur Gcmciiidelatigkeit das Interesse jedes Juden, auch des zur Zeit indisserentsten ivieder zu beleben. Cr forderte Verwirklichung der Religio» im Leben und vor allem Lebensnahe der Religion. Ans geschichtlichem Rückblick müßte man die Religion vorwärts und sorienlivickeln. Wesen und Formen seien nichts Prinzipielles, das Wichtige sei der Inhalt. Politisch sei die Cmanzipation der Inden in allen ihren Heimatländern auch in den Ländern des Ostens das ivtchtigsle.. Ziel. An de» Vortrag, der einen tiesen Cindrncl ans alle Antvesenden machte, schloß sich eine lnrze Distussion an, in der von einem Redner vor allem die Beiühriiiigspnn'kte ziv,scheu Liberalssiiin-- und Zionismus in den Vordergrund gestellt wurden mir der Aitregniig, ein gemeinsames Arbeiten der liberalen Zionisten tnit dem Liberalisnuis zn besürworle.11. In einem kurzen Schluß ivorl lehnte der Aeserent diese Bestrebungen ab. Dnisblirg. i l g I i e d e r v e r i a »l m l u n g.! Im Anschluß an den Vortrags und Dislnssionsaoend, über den rvir oben berichte» und der auch von Nichtmitgliedern besucht >var, fand ain «i. Januar eine kurze Miiglii derversammliing «'lat!. Ja dieser ivnrde über das 'Angebot beraten, der liberale Gemeiiidebereiii möge einen Herrn namhaft machen, der den z. Zt. offenen dritten Porstandsposten der 2miagogenge:ncinde übernähme. Trotz der Bedeuten, die sich insbe sondere ans der augeubttenichen Zusammensetzung der Repräsenlaiucu veriamiliuitlg ergaben, ivnrde »ach längerer Debatte beschloisen, das Angebot anzunehinen. Der Vorsitzende unseres Verein\ Herr Rechts nnwall Dr. Sal:y Üansman», wurde alsdann gebeten, das angeboterie Vorstandsann aiizuiiehiiien. Seine Wahl durch die Repräieiiiainen Versammlung ist als gesichert anzusehe». Frnnksurk a. M. A „ s der Tätigkeit der (0 e „i eind e v e r t r e l u » g.> Der Freisinnige Verein Air jüdisches (gemeinde- 80 gut körnite man alle Kämpfe, die im Laufe der Jahrhunderte um das Heilige Land geführt wurden, darsteile» und würde damit Bände füllen. Genau so wenig gehört eine Rundfrage über den Zionismus hinein. Der Standpunkt des Berichterstatters ist judenfreundlich, begreiflich und selbstverständlich bei dem Manne, der seit langem für das Recht Heines auf ein Denkmal in seiner Vaterstadt Düsseldorf kämpft. Wie alles, was Eulenberg geschrieben hat, - ich denke da besonders an seine „Schattenbilder“ - , ist dieser Reisebericht prickelnd und interessant, ein Buch für jeden < iebildeten. Prüf. L)r. (i o 1 i n s l< Jüdischer Kalender für 1930 (5690 9k), herausgegeben vom. Verein „Freunde der Taubstummen — Jedide llmim“. Der Kalender wirbt für den Verein, der die seit 50 Jahren bestehende Israelitische Taubstummenanstalt für Deutschland in Berlin-Weißcnset unterhält. Dem Kalender ist aber keineswegs nur wegen seines löblichen Zweckes weiteste Verbreitung /n wünschen; vielmehr sind Bilder und Text sowohl nach seiten des aiisgewählten Stoffes miü Inhalts als' auch nach seiten der technischen Ausführung so ausgezeichnet, daN allen denen, die /u Rösch Haschanah versäumt haben, sich mit einem Kunstkalender „einzudecken“, empfohlen werden soll, sich diesen, am 1. Januar 1930 beginnenden, jüdischen Kunstkalender anzuschaffen, der ein guter Führer sowohl durch das bürgerliche als auch durch das religiöse Jahr sein wird, durch wertvolle Bilder und Texte erfreut und überdies, wie gesagt, einem sehr förderlichen Zwecke dient. — tz. Das IN-vrogramm IO lebe » E. V. , Fr «NI fs UN a. M.. i, A'.'e, ermuttgl dar eh den Erfolg, den der Osten der S tad! abgehaltene! Reseratabend hatte. die Reihe d ieser Res eser Tage fort, in dieser dies die ülorde Stad! ivotzaeadeu best Wie sitzende A. Ettling »gs: ille, beabsictv.igl der diese | Ave gewissen Abständen beizubehalte», da ein l sie 'ich hiers letzt Endes auch diese Reimmübende ws Anita0 zn den im Herbst dieses Jahres stattfindendeu Wahlen betrachtet werden sollen. Ter Referent des Abends, Herr Tr. Mar Maine,er, sprach über das ^hema: „Aus der Tätigleit der Gemeiudevettrelnug", welches ihm Gelegenheit bol, eine ganze Reihe von Punkten, die die Allge meinheit interessierei!, ans dem Gebiet der Getneiiideverwattung, ins besondere die Tätigkeit der Gemeindevertretung, ansiührlich zu be handeln. Ter Referent verstand es in ansgezeichnett'r Weise, sich dieser Ausgabe zu entledigen und das vielseitige Gebiet, welches ihm das Thema bot, in kurzen Umrissen in klarer und anschaulicher Weise zu behaiidetn. Tos Interesse, das die zahlreich erschienenen Zuhörer dem Vortrag enlgcgenbrachien, wurde durch die sehr lebhafte und anregende Diskussion, an welcher sich eine große Anzahl der Zuhörer ausgiebig beteiligte, erwiesen. Die Diskussion, welche sich bis Mittee nacht hinzog, berührte eine ganze Reihe von Punkten wie Urnensriedlios, Friedhossatrlage, Schulsrage, Kultnssragen usw. Der Vorsitzende schloß die Versainmlung mit Dankesworleu n» die Erschienenen und stellte in Aussicht, daß der Verein baldigst einen weiteren derartigen Reseratabend folgen lassen wird. Ratibor. iV v r I r a g S a b e n d.) 'Am 7. Januar veranstaltete der liberale Verein, Ortsgruppe Raltbor, einen Vortragsabend. Der I. Vorsitzende, Herr G. Wachsner, begrüßte die Anwesenden. Der Referent des Abends, Herr Rabbiner Tr. Dienemanil aus Ofscnbach, der lange Zeit Teeisorger der hiesigen Gemeinde war, sprach über das neue EinhcitSgebetbuch. Der Redner verstand es j» fesselnder Weise die Gründe darzulegcn, die zu der Schaffung eines Einhoits gebetbuches geführt haben. A» Hand des allen Gebetbuches verglich er das neue Buch und betonte seine Vorteile. Einige Gebete wurden gekürzt, andere, besonders diejenigen, die den Opscrdienst verlterrlichen, gestrichen, da diese mit der Anschauung der jetzigen Zeit nicht mehr im Einklang stehen. Die gute deutsche Uebersetznng, für diejenigen, die die hebräische Sprache nicht verstehen, ist vor allein ein sehr großer Fortschritt. Ta sich auch die hiesige Gemeinde mit der Einsührung des Einheitsgebetbuches beschüftigt, war dieser Vor trag für die sehr zahlreich erschienenen Geineindemitglieder besonders interessant. Eine rege Diskussion beschloß den Abend. Erika Rechnitz, Schriftführerin. Herbert Fuleuderg, Palästina. Eine Reise ins gelobte Land. Mit 35 Abbildungen. 203 8. Rembrandt-Verlag, Berlin 1929. Reiseberichte über Palästina mit allem Für und Wider sind heute nichts Seltenes. Aber dieser Bericht hat seinen eigenartigen Reiz, weil er wie ein bunter Teppich mit Reminiszenzen an das Alte und Neue Testament durchwirkt ist, ein Buch ebenso stark erfaßter Gegenwartsbedeutung wie liebevoll betonter Vergangenheitswerte. Ein richtiger Eulenberg: sarkastisch, schmunzelnd, ironisierend, ungläubig' spöttelnd und doch voll großer Ehrfurcht vor dem Lande, das die Wiege dreier großer Religionen ist. Nicht mir ein Reisebericht, sondern auch eine Darstellung der Kreuzzüge, dieser ansteckenden „Völkerkrankheit“. Diese Schilderung der Kreuzzüge, die einen breiten Raum entnimmt, steht eigentlich nicht in direktem Zusammenhang mit dein Reisebericht. Eben- Berlin. Pankow-Osten. Sonntag, den 19. Januar, Fahrt nach Buch. Dressen uiu 9.30 Uhr Stettiner Vvrorwahnhos. Donnerstag, den 23. Januar, abends 8 Uhr, bei Alice Wrrschinski, Elbinger Straße 46. Thema: Sokrates Oliva nnd Neu-Charlvttenburg. Donnerstag, den 16. Januar, bei Hildegard Lach, Ktifsteiner Straße 13, 8 Uhr abends. Thema: Gesetznnd Strasreform. Hermsdors. Sonnabend, de» 18. Januar, Gruppe 1, abends 5 Uhr: Joseph,' Gruppe 2, abends 7.39 Uhr: Todesstrafe. Brerlaa. Mibw'ch, den 15. Januar, 20.30 Uhr, iu der Religionsschule ii, Anger o, zweiter Eingang: Vortrag von Frau Dr. Else Meiduer: „Bon Barbusse bis Remarque kUeber die Kriegsbücher)". Jünge-ren- Gruppe: Dpnuersiag, den 16. Januar, 16.30 Uhr, im Restaurant Tchaal, Tauenhienstraße 12: Vortrag von Hans M. Danziger: „Gibt es eine jüdische Kunst?" — Freitag, den 17. Januar, 19.30 Uhr, in der Wochenlagssynagoge. Anger 8: Freitagabendspätandacht. Frankfurt a. M. Samstag, den 18. Januar, 17 Uhr, „Faust", bei Dr. H»ffntfliut, Uiiiermainanlage 7. Dienstag, den 21. Januar, 20.45 Uhr. Westendsynagoge, Heimabend, Zeitungsschau. Dienstag, den 28. Januar, 20.45 Uhr, Heimabend, Westcu-synagoge. R.-A. Klibansip, Dr. Salomo», Dr. Hofsmann: Dreigespräch: „Das Recht im Judentum und der (tzegemvart unter Berücksichtigung der neuen Rechtssorm". Jugeudgrnppe: Samstag, den 18. Januar, 16 Uhr, bei Hirschberg. Bäckerweg 9, Aussprache: Was bedeutet »ms Judentum. Leitung: Otm Stein. Samstag, de» 25. Januar, 16 Uhr, bei Jucker, Bornwiesenweg 1, Referat Karl Jucker: „Bulgarien". Ratibor. Am Mittwoch, den 15. Januar 1930, Vortrag des Herr», Bäudel: „Mensch und Natur". Am Sonntag, den 26. Jannar: Gemeinsame Wanderung. Jiel noch unbekannt. Vereinsnachrichten Syuagogenverein Prinzreqentenstraße E. V. Berlin. Der 2t),uv gogenvcrein veranstaltet am 20. ds. Mts., abends 8 Uhr, im Bür gcrsaa! des Rathauses Schönederg, Rudols-Wildcplatz, einen Gemeinde abend unter Mitivirkung der Konzcrtsäilgernt Hilda Lind und des Oberkantors Manfrcv Lewandowsli, die den künstlerischm Teil be streiten werden. .Herr Architekt JutiuS Peyser spricht über den Ban und die innere Einrichinng der ihrer Vollendung entgegcngehenden Synagoge. Ein geselliges Beisammensein soll den Abend beschließen. Gäste willkommen. Der diesjährige „Ort"-BaU findet am Sonntag, den 19. Ja nuar, im .Holei Esplanade statt. Ebenso ivic in den vergangene,! Jahren verspricht er auch dieses Mal zu einem gesellschaftlichen Ereignis für das jüdisch interessierte Berlin zu werden. Zwei ausge zeichnete Tanzkapellen — Bcn Berlin nnd Balalaika Band - sin? verpflichtet lvorden. Im Kabarett Teil des Abends tritt eine Reihe von prominenten Künstlern ans, n. a. Elisabeth Grube von der Staatsoper Berlin, Paul Graetz, Fritz Gruenbaum. Else Agalhc Holzer. Tie Tombola ist reichhaltig mit wertvollen Gescheiiken .rnsgest.ttle!, darunter eine Nähmaschine, silberne Knnstgegenstände, Brillantringe und vieles andere mehr. Aiistunsr niib Tiichbestellirnge» umei Lützow 4986. Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes. Donnerstag, 16. Januar, abends 8 Uhr, BrüdervereinshauS, Kursürstenstraße lltl bis 117. Frau Helene Metier Ltargard, Vortrag mit Lichtbildern: „Vor 5000 Jahren." Oberkantor Sawrl Kwartin in Berlin. Der weltberühinte Nciv. Porter Oberkantor Saivel Kwartin, der im Mai vorigen Jahres iiach langer Pause hier in Berlin in der Philharmonie ein Konzen: mit durchschlagendem Erfolg gab, unternimmt jetzt eine Tournee über Ost und Westeuropa und wird am 80. Januar wieder im großen Saal dev Philharmonie sei» einziges Konzert in Berlin absolvieren, in dem er die populärsten Nummern seines nmsangrcichen Repertoires, wie iynagogale Gesänge, jüdische Volkslieder, Jmprovifai tionen, zum Vortrag bringen. Die glückliche Geburt unseres Sohnes zeigen wir hocherfreut an. Dr. Moritz Garbaty-Rosenthal und Frau Gerda geb. Frankfurter Berlin W 15, Knesebeckstr. 58 V_/ V ereiu för Feuerbestattung iv Berlin voa 1874, e. T, v(>rn. konteiilose FenerbpstuttaBg .vnDHhrae W 35. LCrowstruBe 44, TeU-phOD: _51iOW 960-61 ■ Sonntag, den 19. Januar ii» Hotel Esplanade ORT¬ BALL 1930 Kapellen: BEN BERLIN BALALEIKA-BAND Kabarett: ELISABETH HRUBE v. d. Staatsoper Berlin ELSE AGATHE HOLZER PALL GRAETZ FRITZ GRIENBAFM u. a. REICHHALTIGE TOMBOLA Auskunft u. Tischbestellungen im Büro der Gesellschaft „ORT“ Ab,. Deutschland Berlin, Bülowstrasse 90, Lützow 4986 Am Sonntag, den 26. Januar nachm. ~> Uhr im Logentempel, Kleiststrasse 10 Abend - weihestunde Gastpredigt: The IIon. Lily H. Montagu-London Karten zum Eintritt sendet auf schriftliche Anforderung unentgeltlich das Büro der Jüdischen Reformgemeinde, Johannisstraße lü Verlag: Vereintgung für das liberale Judentum e. B., Berlm CW. 11. — Berairlwortlicher Aedakteur: Dipl.-Jng. Bruno Wotzda, Berlin SW. 89. — Druck: Hermann Wegner & To., Berlin-Mariendorf

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