Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 10 (1930)
- Issue
- 2 (8.1.1930)
- Date
- 1930-01-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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eine finanzielle Unterstützung anfordern, die uns fokalen und jüdischen Gründen nicht versagt werden darf. Ebenso wenden wir uns an olle sührenben Persönlichkseiteu des jüdischen öffentlichen Lebens, uns bei dem wirtschaftlichen Aufbau eines strebsamen handwerklichen Nachwuchses behilflich zu sein. Wer unserer Jugend Hilst, hilft dem deutschön Judentum. Unfetc Zukunft liegt in der Heranbildung körperlich und geistig tüchtiger Menschen, die mit Kops und Hand den Kamps um ihren wirtschaftlichen Bestand aufnehmen können. Hier muß endlich einmal Schluß mit denr sattsam fcefaunteu Wohlwollen gemacht werden. Wir rnsen alle, die guten und ernsten Willens sind, aus „zur Tat". Sprechsaal ji* Dir diese Rubrik übernimmt die Schriftlritung lediglich die Pech» aeiedliche Berantwortuua. Der Berliner Gemeindeempfang der Habima Offener Brief an den Herrn Gemeindevvrsitzenden. Sehr geehrler Herr Gemeiudevorfitzender, Ihre Eintadüng zum Empfang der Mitglieder der.Habima, die Sie als „Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin" an mich richteten und zu der Sic den Repräsentantensitzungssaal bestimmten, habe ich mit der allerdings kurzen Begrün düng abgelehnt, daß mir Notwendigkeit und Bedeutung eines solchen Empfangs ckicht klar sei. Sie hielten es darauf für angemessen, mir gleichfalls auf einem Bogen des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde mitzuteilen, daß „es beu bisher üblichen gesellschaftlichen Gepflogenheiten widerspräche, mit einer Absage eine Kritik des Verhaltens des Einladenden zu verbinden". Sie fahren fort: „ob ich eine gesellschaftliche Veranstaltung für notwendig halte, unterliegt ausschließlich meiner eigenen Beurteilung und ich muß es mir nachdrücklich verbitten, daß Sie in meine persönlichen Rechte in dieser Weise sich entmischen". Ta ich einen privaten Vorsitzenden der Gemeinde nicht kenne, der im Repräsentanteusaal aus Kosten der Gemeinde aus dem Tispofitionsfond ein Frühstück gibt und da ich auch aus anderen Gründen mit einer privaten Einladung von Ihnen nicht rechne, nehme ich als gewählter Gemeindevertreter nachdrücklich das Recht für mich in Anspruch, die Ueberzeugung meiner Wähler überall dort zum Ausdruck zu bringen, wo ich es für nötig halte. Die in Fragen der gesellschaftlichen Formen zwischen uns differenten Anschauungen sollen k stehen bleiben und ich tröste mich darüber mit dein Goethe- Bers: „Eines schickt sich nicht für alle" usw. Im Gegensatz zu einigen meiner Gesinnungsgenossen, die dem zweifellos hohen künstlerischen Wert der'.Habima allein Rechnung tragend, Ihrer Einladung gefolgt sind, habe ich in Kenntnis der Geschichte dieser Truppe wohl gewußt, was da gespielt werden würde u>rd gespielt worden ist. Bor reichlich einem Jahre gab der Kreis der Freunde der Habima eine Broschüre heraus, in der folgendes zu lesen steht: „Die Juden hörten zum ersten (!) Male die Sprache ihres eigenen Blutes in einer nie geahnten Schönheü und Größe" (Seite 4). „Das Judentum hatte zum ersten (!) Mate den Ausdruck seiner selbst gefunden" (Seite 4). Es wurde der Platt eines hebräischen Nationaltheaters gefaßt" (Seite 5). „Palästina solle in mehr als einem Sinne das geistige Zentrum des Wellludentums bildert" (Seite 6). Diese Zitate lassen sich leicht vermehren, auch aus dem Buche Habima (Verlag Heinr. Keller), und beweisen die gewollte national-jüdisch kulturelle Tendenz dieser Bühne, deren materielle Unterstützung aus Steuergeldern wir seinerzeit verhindern konnten. Die neutiche Festaufführung im Lessingtheater krönte darrn auch folgerichtig zum Ikrstaurren nur derjenigen, die derr Zweck der Habima sticht kannten, eine zionistische Agitationsrede, aus der laut Bericht der E. V.-Zeitung hier nur eine Stelle folgt: „Wir mußten hören, daß die Habima der Ausdruck jüdischer Zukunstshosfnung sei, daß sie in einer Zeit, in der das Judentum nach den, eigentlichen Kern seines Wesens suche, allein durch ihr Spiel dieses Imaginäre verkörpere, daß sie dazu berufen sei, dem Zionismus geistigen Auftrieb zu geben, ja, man konnte sogar heraushören, daß die Habima eine ^Angelegenheit des Zionismus selbst wäre." Sie, Herr Gemeindevorsitzender, konnten scheinbar in Ihrer oft betonten Neutralität und obwohl sonst in zionistischen Parteiangelegenheiten besonders erfahren, nicht ahnen, wie dieser Ihr „privater" Empfang verlaufen mußte. Sie hielten die neutrale Eröffnungsrede. Das andere besorgte dieses Mal, wohl doch im Aufträge des Festunternehmers, Herr Dr. Prinz. Dieser führte nach dem Berichte des Hamburger Familien-Blattes aus, „daß für ihn urrd die Generation junger Rabbiner der Zionismus wie ein persönlicher Muschiach gewirkt habe. Jedem jüdischen Milieu entfremdet, ohne Verhältnis zu jüdischer Art ausgewachsen, 'habe der Zionismus wieder d,e Brücke gebaut zu jüdischem Erleben und zu jüdischem Handeln. Die Vorstellungen der „Habimah" seien nach seiner Meinung Jungbrunnen für die Erweckung jüdischen Gefühles. Er habe persönlich hundert Schüler aus Kreisen, die ihr Judentum schon beinahe vergessen hatten, in eine Vorstellung des „Dhbuk" geführt und diese jungen Menschen haben durch die „Häbimah" ihr jüdisches Gefühl neu entdeckt." Daß es für einen Religionslehrer nur mittels der .Habima möglich ist, jüdisches Gefühl neu zu erwecken, sollte den Herrn^ veranlassen,^ Mer diese Tatsache nachzudenken. So ist also dieser „neutrale" Empfang, wie vorausgesehen werden mußte, zu eiuer zionistischen Agitationsversammlung geworden, die von Ihnen, Herr Gemeindevorsitzender, veranstaltet und aus Gemeindemitteln bezahlt wurde. Den Protest gegen diese Parteiangelegenheit an Ort und Stelle einzulegen, ist nicht möglich, das wußte ich und blieb ihr fern. Daß Sie die große Fritzi Massary als besonderes Decorum gerade dieser Versammlung eingeladen haben, bleibt Ihr besonderes Verdienst. Frau Massary ist aus der Wiener Gemeinde ausgetreten und fühlt sich nicht gezwungen, ihr Scherflein Steuern aus ihren Revenuen abzugeben, mit dem so manche Träne getrocknet werden könnte. Ste ist in Berlin nicht Gemeindemitglied. Jeden nichtjüdischen Künstler hätte ich in diesen Räumen lieber gesehen. Sie wollen, sehr geehrter Herr Gemeittdevorsitzender, aus diesen Ausführungen meine Berechtigung herleiten, dem für alle Geradeausblickenden offiziellen Empfang der Habima iernzubleiben. Versammlungskalender Dortmund. Mittwoch, 8. Januar 1930, abends 20.30 (8.30) Uhr, im Gemeindehaus, Märkische Straße 11, Dortrag George Goetz (Berlin), Generalsekretär der Vereinigung für das liberale Jndenkum E. v.: „Um was geht es bet unseren Repräsentanten-Wahlen?" Berlin-Norden. Liberale Synagoge Norden (Schönhauser Allee 182). Freitag, 10. Januar, 7.15 Uhr abends, Gottesdienst. Predigt: Prof. Dr. Wölbe. Sonnabend, vormittags 10 Uhr, Gottesdienst. Berlin-Osten. Liberale Synagoge Osten (Kaiserstraße 29-30). Freitag, 10. Januar, 7.15 Uhr abends, Gottesdienst. Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Berlin-Westend. Liberale Synagoge Westend (Aula Leistilowstraß« 7, naht Reichskanzlerplaß). Freitag, 10. Januar, 7 Uhr abends, Gottesdienst. Predigt: Dr. Swarsenfky. _Berlin-Wilmersdorf. Liberale Synagoge Wilmersdorl ~ (Cerilienfchule, Rilolsburger Platz). Freitag, 10. Januar, 7.15 Uhr abends, Gottesdienst. Predigt: Dr. Andorn. Berlin. Jüdische Reformgemeinde, Johannisstraße 16. Gottesdienste am Sonntag, den 12. Januar. Johannisstraße 16: vormittags 10.30 Uhr: Gottesdienst der Jugend. Der Gottesdienst wird von jungen Menschen ausgesührt. Ansprache: Al» Blumenfeld. Kleiststraße 10: vormittags 10.30 Uhr; Predigt: Dr. Jelski. Uebrigens sind wir über die Verwendung des Dispositionsfonds des Herrn Vorsitzenden gleichfalls verschiedener Meinung. Er dient ausschließlich zur Linderung der Not in besonderen Fällen, und wenn es jüdische Künstler sein sollen, so kann ich Ihnen Hunderte von in Berlin hungernden Schauspielern, Musikern, Malern u. a. namentlich - es sind nicht die schlechtesten darunter ansühren. Mit Hochachtung Dr. Kurt F t e i sch e r. Rot der jüdischen Künstler Unter dieser Ueberschrift ist in der Nr. 51 unserer Zeitung Über die Sitzung der Gesellschaft von 1845 zur Unterstützung jüdischer Künstler uird Hmtdwerker am Sonntag, den 15. Dezember 1929, im „Kaiserhof" ausführlich berichtet worden. Dabei ist unter voller Anerkennung der Leistungen dieser Gesellschaft eine gewisse Zweifelsfrage aufgetaucht, nämlich nach dem Bestehen einer besonderen Notlage des j ü d i - schon Künstlers. Demgegenüber muß darauf hingewiesen werden, daß die Tatsache einer allgemeinen Notlage der Künstler noch nicht berechtigt, ein Unterfangen in Zweifel zu ziehen, das einem bestimmten Teile dieser Künstlerschaft versuchest will, Hilfe zu bringen, und es ist naheliegend, daß der jüdischen Künstlerschaft auch jüdische Kreise zu helfen berufen sind. So berechtigt also wohl die allgemeine Notlage die Sonder Hilfe. Aber darüber hinaus könnte man vielleicht sogar eine besondere Notlage der jüdischen Künstler feststellen. Es soll nicht Ausgabe dieser Zeileit sein, das erschöpfend zu tun. Mer wenn man zum Beispiel bedenkt, daß das Mäzenatentum, ohne das eine Ausbildung junger und ein Weiterexistieren kämpfender Künstler außerordentlich erschwert ist, gerade in den jüdischen Kreisen im letzten Jahrzehnt sich sehr eingeengt hat, stärker eingeengt als in anderen Kreisen, weil die Ausdehnung früher größer war als bei anderen Stellen, so ist hier schon eine Sondersituation geschaffen. Es Hai sich schließlich verengt - wenn man von dem Platz Berlin spricht - auf einen fast immer gleichen Kreis. Dadurch wird natürlich der bedachte Teil, selbst bei allergrößter Anstrengung, kleiner. Man könnte sich vorstellen daß davon Maler und Bildhauer, Graphiker und Kunstgewerbler, manch trauriges Lied zu melden wissen. Verteilt sich nuit nicht noch diese Hilfstätigkeit bestimntter Leute auf eine größere Zahl, weit der Zuzug ostjüdischer Künstler besonders nach Berlin der Not des jüdischen Künstlers ein erneut vergrößertes Ausmaß verliehen hat? Not ist Not, und man wird nicht immer gleich nach der Nationalität fragen. Rechtfertigt das nicht auch schon, von einer eigenen veränderten Notlage der jüdischen Künstler zu sprechen? Denkt man fernerhin an die jüdischen Bühnen und Filmschauspieler, Musiker und dergleichen, so ist - ohne dies verallgemeinern zu wollen — durch die Verstaatlichung und Verstadtlichung großer Bühnenhäuser, durch die Konzernierung int Filmwesen reaktionären und antisemitischen Tendenzen die Möglichkeit eines stärkeren Einflusses eingeräumt. Außer —- vielleicht, aber nur vielleicht — den sogenannten „Stars" werden das Hunderte und Tausende unserer Künstlerglaubensgenossen bestätigen können. Ist anderen Künstlerkreisen durch den Einfluß der Kirche als Kaufinteressentin mancher ihrer Werke eine gewisse Plattform geboten — und in katholischen Kreisen ist diese Plattform nicht unerheblich —, so liegen diese Versuche in jüdischen Kreiset: noch erst in den Anfangsstadien. Empfindet nun aber schließlich eine an sich schon sensitive Künstlerfeele, wenn sie noch aus jüdischem Hause ist, Not nicht doppelt schwer? Sollte das nicht allem schon Grund sein für eine Sonderhilfe? Die Jüdisch-liberale Zeitung wird sich verdient Mächen, werm sie weiterhin in liberalem Sinn die jüdische soziale Not des deutschen jüdischen Künstlers unterstreicht; damit, verleiht sie der „Gesellschaft von 1845" eine weitere Stößkraft bei ihrem Hilfswerk zum Bohle der jüdischen Künstlers - - -V.»"' ©v' - Jüdische Grabsteine als Baumaterial Parchim, den 30. Dezember 1929. An die verehrt. Schriftleitung der Jüdisch-liberalen Zeitung, B e r l i tt. Zu dem Artikel „Indische Grabsteine als Baumaterial" in der letzten Nunrmer Ihrer Zeitung teile ich Ihnen mit, daß das Fundament der hiesigen St. Marienkirche im nordwestlichen Teil fast ganz aus solchen besteht. Im Mittelalter bis zur Vertreibutrg der Juden aus Mecklenburg im Jahre 1492 nach dem Sternberger Blutbad (anlässig angeblicher Hostienschöndungen) besattd sich hier eine gtoße jüdische Gemeinde. Die Synagoge besattd sich in dev heute noch so genannten Tempelstraße. Ter Friedhof, im Süd etc der Stadt, wurde in meiner Kindheit im Volks munde Judenkaiser (verballhornisiert aus Judenkewer) genannt. Bor etwa 45 Jahren wurde derselbe anläßlich eines Straßenbaus ftcigelegt. Tie Mariensirche wurde um etwa 4250 erbaut und nach der Vertreibung der Juden wahrscheinlich ausgebessert und dazu die Massebahs verwandt. Matt sieht im Innern der Kirche.noch die Inschriften. Im vorigen Jahre wurde hier ein Grabstein aus dem Jahre' 1250 ausgesnnden und der Gemeinde überwiesen, wir haben ihn aus unserem Friedhose aufgestellt. Derselbe beweist, daß gleich, nachdem Parchim im Iahte 1226 Stadtrecht verliehen worden wat, hier eine jüdische Gemeinde bestand. Nach Ansicht des bedeutenden mecklenburgischen Altertumsforschers, Herrn Pros. Wossidlo, mit welchem ich darüber sprach, sind das nicht rheinische, sondern griechische, trazische etc. Juden gewesen, die aus dem „Bernsteinwege zur Ostseeküste gekommen seien. Erst um 1740 haben sich datut hier wieder Judett angesiedelt, darunter auch einer meiner Urgroßväter. Ich ttehme an, daß diese Angaben vielleicht einige Ihrer Leser interessieren dürfte, und bitte Sie, dieselben gegebenenfalls in Ihrer Zeitung zu verössentlichen. «Mit vorzüglicher Hochachtung Wilhelm Langsteitt. Lhmmkahbrauch Das Wahre ist schon längst gefunbeit, 1 Hat edle Meisterschaft verbunden, Tns alte Wahre saß' es an. Jeder,- der :n deti Taget!, die denr ChanukahW vorausgchen, zur Vorbereitung aus das Fest zu den Quellen zurilckgeht, dem mußten diese Goethe-Worte einsallen, als er den Vorschlag des Einsenders in der letzten Nummer las, der der Ansicht ist, es würde zur Verherrlichung und Verschönung des abendlichen Feier beitragen, wenn man schon am ersten Abend 8 Lichter entzündete. Es handelt sich nämlich hier um eine besondere Re -form, um die Wiederherstellung eines uralten Brauchs. Im Traktat Schabbos des babylonischett Talmuds, in dem ausftihrl'ch über Ehanukah gehandelt wird, heißt es: M-zwoh ist cs ftir jeben und sein Haus, ein Licht anzuzünden, (Raschr: für die ganze Familie genügt an jedem Abend ein Licht) die sich bestreben, die Mizwoh sorgfältig zu erfüllen, ein Licht für jede Person. (Auch die Frauen sittd verpflichtet, da sie beim Wunder dabei waren.) Tie besonders liebevoll um die Mizwoh bemüht sittd, nach Bes Schammai am ersten Tag 8 Lichter, an den folgenden je eines weniger. Nach der Schule Hillels zündet man am ersten Tag ein Licht, an jedem folgenden eines mehr an. Daß es sich nicht um theoretische Erörterungen handelt, beweist das folgende: Rabba b. Bar Ehana erzählt: Zwei Greise waren in Zidon, der eine tat wie Bes Schammai, der andere wie Bes Hillel. Ta die Entscheidung meist im Sinne von Bes Hillel fällt, so kennt der Schulchatt arnch, der die geltende Ueberlieferung kodifizierte, nur noch unseren Brauch. Es besteht nur der Unterschied, daß bei ben Aschkenasim nach der Ansicht des Rambam (Maimonides) jeder entzündet, und ztvar an jedem Abend ein Licht mehr, bei ktt Sephardim nur einer die Mizwoh für das gattze Haus zu erfüllen verpflichtet ist. Daß man aber auch im Mittelalter ähnlich wie der Verfasser empfand, beweist eine Stelle im Mogetr Abrohom (Kommentar zum J. Teil des Schulchan aruch). Ta wird berichtet, Jakob Weil, einer der bedeutendsten Schüler des Maharil, der zuletzt in Erfurt Rabbiner war, habe daselbst den Brauch vorgefunden, daß matt 4 oder 5 Lichter miteinander verband und daß man sie zu einetn Chanukahltcht anzündete. Er habe aber ans religionsgesetzlichett Gründen die Sitte verboten. Tr. Alex L ewitt, Hoppstädten (Nahe). * i Aus der Bewegung Aachen. (Hauptversammlung der Ortsgruppe der Liberalen Vereinigung.) Am Sonntag, den 5. Januar, fand unsere diesjährige Hauptversammlung statt. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Rabbiner Dr. Schönberger, gab in kurzen Worten einen Rechenschaftsbericht über die geleistete Arbeit. Er konnte mit Befriedigung feststellen, daß das geistige Leben des Vereins sich durchaus wieder gehoben habe, daß eine finanzielle Gesundung eingetreten sei (der Verein habe sogar dem Verband eine Sondergabe von 2460 RM. überweisen können) und daß auch ein erfreuliches Anwachsen der Mitglicherzahs zy konstatieren sei. Die Gründe, die ihn zur Ueber-- nabme des Vorsitzes s. Zt. veranlaßt haben, sind also behobenürw'-er legt dementsprechend seinen Vorsitz nieder. — Mit Worten, bet' Anerkennung für die geleistete Arbeit im Verein und des