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Jüdisch-liberale Zeitung · 1929-10-16 · 42 (16.10.1929) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
9 (1929)
Issue
42 (16.10.1929)
Date
1929-10-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Aus den Gemeinden turtta. (5 0. Geburtstag.) In dieser Woche begeht unser i , Herr Wilhelm Graetz, seinen 50. Geburtstag. Wir glauben rem Sinne zu handeln, wenn >vir von einem besonderen, .sartitel zu diesem Tage absehcn. Ein Hinweis aus sein riches Wirken als Vorsitzender der deutschen „Ork"-Gesellschaft n Erinnern an seine stete Hilssbereitschaft bei der.Klärung ~~ „.iftigeit Probleme des liberalen Judentums, sein Eintreten mir Rat und Tat für jüdisch-religiösen Liberalismus, machen den Wunsche ihn noch recht lange in gleicher Krast in unserer Mitte' wirken zu sehen, zu eener Selbstverständlichkeit. Wir wünschen ihm auch für die weiteren Jahrzehnte daS Glück eines schöpferischen Wirkens in der Oeffentlichkeit und in seinem Familienkreise. Berlin. (2 y n a g o g a l c Musik im Rundfunk.) Am 10. Oktober vermittelte der Rundfunk seinen Hörern die Bekanntschaft mit jüdischen Melodien, nachdem tagS zuvor Rabbiner Dr. Weiße einen Bortrag über die Herbstfeiertage gehalten hatte. Arno Radel als Kenner und Spezialist führte daS Publikum in die besonderen Schönheiten und den Charakter der synagogalen Musik ein. Ter Chor der Synagoge Lützowstraße unter Alexander Weinbaum tat sein Bestes; er wurde unterstützt von dem Organisten Arthur Zepkc. Als Solist war Leo Gollanin gewonnen tvordcn, der unsere herrlichen alten Weisen mit wahrhaft vollendeter Meisterschaft vortrug. Berlin. (Professor E l b o g c n bleibt in B c r l i n.) Professor Jsmar Elbogen von der Hochschule für Wissenschaft des Judentums, der vor kurzem den ehrenvollen Ruf erhalten hat, als Professor für jüdische Geschichte an die Columbia-Universität in New Port zu gehen, hat sich entschlossen, seinem Berliner Lchramtc treu zu bleiben und den Ruf nach New?)ork abzulehnen. Berlin. (Jüdische B e i l c i d s k u n d g c b u u g e n zum Tode D r. S t r e s c m a n n s.) Tic Jüdische Gemeinde Berlin hat aus Anlaß des Ablebens des Reichsministers des Auswärtigen Tr. Strcscmann ein Kondolenzschreiben an die Rcichsregierung gerichtet: Ter Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden hat an die Reichsregierung, zu Händen des Reichskanzlers, das folgende Telegramm gerichtet: „Das Hinschciden des um das Vaterland hochverdienten Reichsaußenministers Tr. Stresemann hat auch uns mit tiefer Trauer erfüllt. Wir sprechen zugleich auch im Namen der Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände des Deutschen Reiches der Rcichsregicrung hierdurch unsere herzlichste Teilnahme aus. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden." Breslau. (O rg e l ei nw e i hu n g.) Am Freitag, den 4. Oktober, wurde in der Reuen Synagoge die neue Orgel im Abendgottes., dienst des 1. Neujahrstages zum ersten Male in Gebrauch genommen. Die Orgel wird von Sachverständigen als ein hervorragendes Kunstwerk bezeichnet. Auch der Laie mußte zu dieser Ausfassung gelangen, als er die vom Organisten Schaffer auf ihr gespielten Melodien hörte. Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein fand in seiner Predigt für diese besondere Bedeutung des Abends tveihevollc Worte; ebenso für das neue liberale Einheitsgebetbuch, das auch an diesem Abend zum ersten Male in Gebrauch genommen wurde. Breslau. (De n k ma ls we i he.) Am Sonntag, den 6. Oktober, fand hier die Einweihung des Denkmals der Schlesischen Landwehr statt, das vor dem neuen Stabsgebäude errichtet ist. Zu der feierlichen Weihe war auch der Gemeinderabbiner Tr. Vogelstein als Vertreter der jüdischen Geistlichkeit geladen. Dr. Bsprach in wirklich zu Herzen gehender Weise von dem, was die gefallenen Landwehr-- leute durch ihr Leben und Sterben bewiesen haben; von ihrer Pflichterfüllung, von ihrer Selbstaufopferung, von ihrer Treue bis zum Tode, von diesen Eigenschaften, die uns, die Ueberlebcnden, lehren sollen, die Menschheitsliebe, ans der die Welt beruht. Dresden. (Todesfall.) Wieder ist ein weit über seine Heimatstadt Dresden hinaus bekannter Finanzmann dahingegangen, Bankier Alfred Maron, Vorstand der Dresdner Börse. Der nur 59 Jahre alt Gewordene chat dieses Amt nach Julius Heller, der ihm vor wenigen Monaten voranging, nur kurz bekleiden können. Welche Sympathien auch er genoß, zeigte die Trauerfeier im Krematorium. Maron entstammte einer alteingesessenen Dresdner Familie, er war nach dem Tode seines Vaters der Scniorchef von Bondi & Maron und hat sich in den letzten Jahren auch innerpolitisch, als Demokrat, stark betätigt. Dresden. (Aus dem Gemeinderat.) Die Verhandlungen mit „Adaß Jeschurun" haben endlich zu einer Einigung geführt. Der Verein lvird aufgelöst, der Gemeindegottcsdienst nach altem Ritus erhält fortab den Zusatz Adaß Jeschurun, die orthodoxe Kultuskommission wird paritätisch zusammengesetzt, so daß den Vorsitz abwechselnd ein Mitglied jeder Partei führt. Die schwierige Finanzlage der Gemeinde macht zu ihrer Behebung Maßnahmen besonderer Art notwendig. Die vom Vorstand eingeleitete Aktion ist nach nicht abgeschlossen, doch haben bereits eine Anzahl Gemeindemitglieder größere Beträge als Darlehen zur Verfügung gestellt; man wird über den Fortgang dieser für die Gemeinde einer großen Stadt höichst bedauerlichen Sanierung lveiteres hören. ,Wohl unter dem Zwange dieser Verhältnisse ist der Vorstand jetzt darauf zurückgekommen, nunmehr die sogen. Forensensteuer zu erheben. Sie betrifft alle außerhalb des Bezirkes der hiesigen Religionsgemcinde wohnhaften Juden, die aber einen Gewerbebetrieb oder Grundbesitz im Dresdner Bezirk besitzen. GKItingrn. (Ehrenmal für die jüdischen Gefallen e n.) Am Sonntag, den 22. September, wurde auf dem jüdischen Friedhof in Göttingen ein von der Ortsgruppe Göttingen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten gestiftetes Ehrenmal jür die 19 Gefallenen aus der Göttinger Jüdischen Gemeinde eingewciht. Eine große Gemeinschaft der jüdischen und christlichen Bevölkerung ivohnte dem feierlichen Akte bei. Eingeleitct wurde die Feier mit der „Egmont- Ouvertürc". Dr. Pohly begrüßte den Vertreter der Regierung, den Kurator der Universität Geheimrat Valentiner, den Oberbürgermeister Tr. Jung, die Vertreter des Bürgervorstehcr-Kollegiums und Abordnungen za^rcicher Vereine. Weiter begrüßte er Rabbiner Dr. Rosenthal-Berlin, der es übernommen hatte, das Ehrenmal zu weihen. Dr. Pohly übergab im Namen der Ortsgruppe des R. j. F. das Denkmal der Obhut der Jüdischen Gemeinde. Oberbürgermeister Dr. Jung legte einen Lorbecrkranz nieder, es folgten Kranzniederlegungen der militärischen und Kameradschaftsverbändc. Hörde. (S y n a g o g e n r e n o v i e r u n g.) Schon seit mehreren Jahren war die hiesige Gemeinde bemüht, ihrem Gotteshause eine würdige Innenausstattung zu verleihen. Rach langen Beratungen entschied sich die Gemeinde aus den eingegangeueu Entwürfen für den Entwurf des Professors Jökcr in Dortmund. Herr Kirchenmaler Wigger in Hörde wurde zur Ausführung des Entwurfes bestimmt. Beide Künstler haben hier ctivas Großes, wahrhaft Künstlerisches geschaffen. Das .Hauptgewicht wurde auf die Ausstattung des Allerheiligsten und der das gesamte Innere beherrschenden Kuppel gelegt. Diese beiden Teile sind mit Gold- und Silbersolicn — das sind aus Aluminium äußerst fein gewalzte Platten —, dem Neuesten auf dem Gebiete der Äirchenmalerei, belegt. Durch die ungeheure Lichtfülle der Folien ist das Innere des Gotteshauses von einem friedvollen, andachtsstimmenden Farbenlichtspiel umwoben. Aus dem reichen Gold- und Silberschmnck, der den Raum des Allerheiligsteu ziert, tritt, in dunklen Farbentöneu gehalten, ein wuchtig wirkender siebenarmiger Leuchter hervor, dessen Kerzen die Inschrift halten: Adannoj auri jis-chi. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil." Auch in der lichtgesiUlten Knppel erstrahlt aus blauem Bande in goldenen hebräischen Lettern ein Psalmwort, die Verse des 24. Psalms: „Wer darf besteigen den Berg des Herrn, wer weilen auf Deiner heiligen Stätte? Wer rein an .Händen und lauteren Herzens ist, wessen Seele nicht nach Eitlem strebt und wer nicht zum Truge schwört." Wenige Tage vor dem Neujahrsfeste war das Werl beendet, und am Morgen des 1. Neujahrstages wurde im Rahmen des Roschhaschonoy Gottesdienstes die Weihe vollzogen. Nach dem Einheben hielt der Prediger der Gemeinde, Herr Lehrer Stern, die Weiheredc, die von Gesängen des Tynagogeuchors stimmungsvoll umrahmt wurde. Der Prediger sprach den Mitgliedern der Baukommission, sowie Herrn Prof. Jökcr und Herrn Kirchcnmaler Wigger den Dank der Gemeinde für das hier geschaffene glanzvolle Werk aus. Mit Gebet und Segen und dem Vortrag des 65. Psalms seitens des Synagogenchors endigte die erhebende Feier. Köln. (Gemeinde und P a l ä st i n a h i l f s f o n d s.) Das Präsidium des Keren hajcssod hat den Vorstand der Gemeinde in einer Eingabe um Bewilligung eines Beitrages zum Palästinahilsssond gebeten. Das Kölner Jüdische Wochenblatt, das über die internen Verhandlungen des Vorstandes trefflich informiert wird, weiß von starken Widerständen seitens der Liberalen zu berichten und gibt der Ansicht Ausdruck, daß wahrscheinlich die Eingabe ohne Erfolg bleiben ivird, da die Petenten aus einstimmige Bewilligung des Beitrages Wert legten. Köln. (S a l l y I s a a c s. A.) Im 81. Lebensjahre starb hier der hvchangcsehene Menschenfreund und Wohltäter Sally Jsaac, der lange Jahre in einer großen Anzahl von Wohlsahrtsinstitutionen unserer Gemeinde au führender Stelle tätig war. Er gehörte früher dem Vorstand und dann der Repräsentanz als konservatives Mitglied an. Leipzig. (Gemeindesitzung.) Bei Eröffnung der am 10. d. Mts. stattgesundeuen Gemeindesitzung brachte der Gemeindevorsteher seine herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsels zum Ausdruck und gedachte im Anschluß daran tiefbewegt der Opfer, die die Unruhen in Palästina gefordert haben. Alsdann gedachte er in Worten tiefster Trauer des Verlustes, den die Gemeindevertretung durch das Hinscheiden ihres Mitgliedes, der Frau Regina Pfesferblüth, erlitten hat und begrüßt den an ihre Stelle einberufenen Herrn Sachs. Hierauf dankte er im Namen der Gemeinde Herrn Eitingon, der in hochherziger Weise das Sitzungszimmer und andere Räume des Gemeindeamtes renovieren ließ. — Beim Eintritt in die Tagesordnung wird zunächst ein Antrag des Herrn Stein (orthodox) behandelt, in dem gefordert wird, daß nicht wie bisher alle zwei Jahre ein Drittel der Gemeindevertreter ausscheidet, sondern das die gesamte Gemeindevertretung alle vier Jahre neugewählt wird. Herr Tumpowsty (jüd. Volkspartei) glaubt, daß bei der jetzigen Art des Wahlrechts der ungerechte Zustand bei Annahme dieses Antrages verschärft wird, indem den Gemeindemitgliedern nur nach einem langen Zeitraum Gelegenheit gegeben ist, ihre Stimme abzugebeu. Er bittet, den Antrag abzulehnen. Es liegt außerdem noch ein Antrag Selinger (Poale-Zion) vor, der die Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts bezweckt. Es lvird beschlossen, diesen Antrag vor der Abstimmung über den Antrag Stein zu behandeln. Nach einer Begründung dieses Antrages durch Herrn Selinger bemerkt Herr Tumpowsky, daß der Antrag berechtigt sei. Tie Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts werde sich für die Gemeinde günstig aus finanziellem Gebiete auswirken, die Zahlungsfreudigkeit und freiwillige Spenden würden zunehmen. Gleichheit der Pflichten erfordere Gleichheit der Rechte. Männer, die Großes für die Gemeinde geleistet hätten, besitzen nur ein beschränktes Wahlrecht, während gänzlich Abseitsstchende das volle Wahlrecht genießen. Wenn die liberalen Äemcindevcrtreter dem Anträge nicht zustimmen könnleu, so mögsd man versuchen, ein Kompromiß zu schließen. Er beantrage daher, eine Kommission zu tvählen, die versuchen möge, einen Ausweg zu finden. Tabei denke er daran, daß man allen, die etwa 15 oder 20 Jahre Gemeindemitglieder sind, das volle Wahlrecht gebe. Herr Dr. Äoldschmidt (liberal) erwidert dem Vorredner, daß er anläßlich der Einführung des jetzt geltenden Wahlrechts bereits eine ähnliche Rede gehalten habe. Auch damals habe er versprachen, daß die notwendigen finanziellen Mittet der Gemeinde zusliehen würden, lveun das jetzt geltende Wahlrecht cingesührt wird. Die schlechte finanzielle Lage der Gemeinde könne nicht aus das Wahlrecht, sondern nur aus die große Armut, in der sich viele Gemcindemitglieder befinden, zurückgeführt werden. Bei der Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechts sei die Einheit der Gemeinde gefährdet. Um eine Zersplitterung zu verhindern, werde seine Fraktion gegen den Antrag stimmen. Auch den Antrag Stein wird seine Fraktion ablehnen, da die jüdische Volkspartei eine Verschlechterung des Wahlrechts darin sieht. Da die Stellungnahme der liberalen Fraktion eindeutig ist, zieht Herr Tumpowsky seinen Antrag aus Einsetzung seiner Kommission zurück. Ter Antrag Selinger wird mit 20 gegen 11 Stimmen, der Antrag Stein gegen 8 Stimmen abgetehnt. — In der Wahlordnung herrschen bezüglich des Stimmzettels einige Unklarheiten. Es wird eine Aussprache beschlossen, die Stimmzettel durch die Gemeinde Herstellen zu lassen und diese den auswärts wohnenden Wählern durch das Gemeindeamt zuzusenden. — Ter Gemeindevorsteher gibt bekannt, daß als Wahltag der 1. Dezember festgesetzt ist. — Von dem jüdischen Palästinawerk ist ein Antrag auf Bewilligung eines Betrages für die Hilfe durch Aufbau eingegangen. Ter Vorstand konnte sich nicht entschließen, angesichts der schlechten finanziellen Lage die Bewilligung eines Beitrages der Gemeindesitzung zu empfehlen. Es folgt eine Aussprache, in der für und ivider die Beivilligung Gründe geltend gemacht lverdcn. Schließlich findet ein Antrag Annahme, nach dem 500,— RM. bewilligt werden. — Ter Gemeindevorsteher gibt bekannt, daß Herr Moritz Pscfserblüth eine Moritz und Regina Pfefferblüth-Stiftung mit einem Kapital von RM. 500,— in bar und zwei Aktien jm Nennwert von je RM. 500,— errichtet habe, deren Zinsen am Jahrzeittage seiner verstorbenen Gattin zu verteilen seien. — Ein Antrag des Herrn Selinger, jeder Partei, die eine Liste für die bevorstehende Wahl einreicht, zu gestatte», ihr Programm im Gemeindeblatt bekannt zu geben, wird abgelehnt, um den neutralen Charakter des Gemeindcblattcs zu wahren. Mainz. (Einführung des neuen Rabbiners.) Tie Israelitische Religionsgesellschast hat ihren neugewählten Rabbiner Dr. M. Bamberger in feierlichem Gottesdienst, dem auch auswärtige Rabbiner beiwohnten, cingesührt. Der Vorsitzende Tr. Schlesinger begrüßte Dr. Bamberger und wies auf die bedeutenden Männer hin, die als Führer der Mainzer Gemeinde wirkten. Dr. Bamberger gab in seiner Aiurittspredigt der Hoffnung Ausdruck, daß die auf ihn gesetzten Er>vartungen sich erfüllten. Gebet uub Charge sang beschlossen die eindrucksvolle Feier. Mansbach (Bez. Kassel). (Todesfall.) Ter seit mehr als 28 Jahren an der Spitze der Gemeinde stehende Herr Jakob Nußbaum ist gestorben und unter allgemeiner Beteiligung zu Grabe getragen worden. An seiner Bahre erkannten Provinzialrabbiner Dr. Kahn aus Fulda und Lehrer i. R. Stein das gemeinnützige Wirken des Verstorbenen an. Moers. (Persönliche s.) Nach Erreichung der gesetzlichen Altersgrenzen ist Lehrer A. Kahn in den Ruhestand getreten. Tie Gemeinde bereitete ihrem langjährigen Jugcnderzieher und Seelsorger eine würdige Abschiedsfeier. Ter Vorsteher der Gemeinde, Herr A. Koppel, richtete an den Scheidenden Worte des Dankes für die stets bewiesene edle Selbstlosigkeit und Gelvissenhaftigkeit im Amte. Bei der Abschiedsscier im Gemeindesaal sprachen die Vertreter des Männer- und Frauenvereins sowie der Vorstand der Ortsgruppe des Centralvereins dem langjährigen geistigen Führer ihren Dank und ihre Wünsche für einen ungetrübten Lebensabend aus. Schulrat Meyer übermittelte den Dank der Regierung und Beigeordneter Dr. Koschade als Vorsitzender der Stadtschuldeputation den Dank für fast 40 jährige ersprießliche Arbeit im Schuldienst der Stadt. Auch Dr. Bähr sprach herzliche Worte für den Elternbeirat der Schule. Der Amtsnachfolger Hes Scheidenden, Lehrer Frohsinn aus Essen, wurde gleichzeitig in sein Amt eingeführt. Nassau. (Enthüllung einer Gedenktafel.) Den im Weltkriege gefallenen Söhnen unserer Gemeinde ist nun auch eine Gedenktafel geweiht worden. Einer Begrüßungsrede des Vorstehers M. Rosenthal folgte der Enthüllungsakt durch Studienrat Gabriel aus Offenbach und die Ansprache des Bezirksrabbiners Dr. Weingarten aus Ems, der aus das harmonische Verhältnis unter den verschiedenen Glaubensgemeinschaften hinwies. Mit einem Gebet des Rabbiners endigte die schlichte und eindrucksvoll« Feier. Borchert-HOte Kernst 1929 höchste Qualität und Eleganz C. W. Bordiert Benin «. Medrtchstr. 157 situse Kaufleute, die in ihrem Gremeindebezirk gut bekannt sind, auch Studenten, die einer Beihilfe bedürfen, finden guten Verdienst. israelitische Buch - eemsinschaft Manchen, isartorplatz 1 Wo fehlt Stütze des Chefs? 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