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Jüdisch-liberale Zeitung · 1929-09-04 · 36 (4.9.1929) · page 7

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
9 (1929)
Issue
36 (4.9.1929)
Date
1929-09-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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und abschlachten ließ, so bäumt es sich heute auf gegen die Feindschaft der Arckber. Aber mehr Gedanken noch als die des Schmerzes um die Opfer drängen sich uns auf, wenn wir die Jerusalemer Ereignisse verfolgen; und sie sind — wenn auch auf ganz anderm Boden — nicht minder schmerzlich! Rachenau, Loudenhove-Kalergi, Briand, alle modernen Staatsmänner versuchten und versuchen, wirtschaftspolitische, zolltechnische, chauvinistische Gegensätze der Menschenbrüder auszugleichen, die große politische und wirtschaftliche Einheit zu schaffen, die zur Schaffung drängt, wir Steuerzahler, Zollastträger, Weltbürger, Idealisten unterstützen sie mit unseren Hoffnungen und Wünschen, — und da sind Juden (Priester und Träger der Religion, die das Messiasreich verkündet hat!), die ihre Mission so verkennen, daß sie — statt den Weltfrieden bereiten zu helfen — mit ihrem Chauvinismus neue Konsliktmöglichkeiten schaffen, zu den überlebten Duodeznationalismen einen neuen Nationalismus hinzufügen mit all seinen Konsequenzen der Entbrüderung! Ein Asyl will man schaffen in Palästina, „die" jüdische Heimstätte als buen retiro den Verfolgten, — aber der Schauplatz für die Auswirkungen des Judenhasses ist nur verlegt: von Osteuropa nach Palästina, von den Polen zu den Arabern, Es hat nicht sehr viel Wahrscheinlichkeit für sich, daß die Araber eine nationaljüdische Invasion nicht mit der gleichen Aufbietung generationenlanger Kämpfe abwehren werden wie jedes andere Volk das Eindringen artfremder Massen; das Palästina-Experiment würde demnach nicht den Erfolg bedeuten, alles bedrohte jüdische Leben an einer friedegarantierenden Stätte vereinigen zu können, sondern eine neue Angriffsbasis geschaffen zu haben unter gleichzeitiger Zerstörung der Resultate der Emanzipationsarbeit. Denn es darf nicht verkannt werden, daß durch die zionistische Ideologie antisemitische Argumente, die hundertjähriges Ringen um die Emanzipation zum Schweigen gebracht hatte, wieder ausgelebt sind. Die Rechtfertigung Palästinas als des jüdischen Asyls wäre demnach ein Mißgriff; bleibt ein zweites Propalästina- Argument: das, ein jüdisches Kulturzentrum schaffen zu wollen. Frage: ist das nötig und erstrebenswert? Das Judentum als Religion soll und darf nicht verloren gchen; unser ewiger Erneuerer und Lehrmeister bleibe die Bibel, seien die Propheten, wie es den Christen ihr Neues Testament, wie es den Muselmanen der Koran ist; aber b{ie Judenheit als Volksganzes ist etwas Nonexistentes, die Schaffung dieses Volks- und Staatstums wäre ein Anachronismus, ein Zurück. Unser Kräftereservoir und unser Bekenntniszentrum müssen Bibel und Propheten bleiben und die Betättgung unseres Messiasglaubens. Welch anderes „Kulturzentrum" sollten wir brauchen (ganz abgesehen davon, daß man eine „Kultur" nicht programmgemäß und vorbedacht schaffen und in Szene setzen kann!)? Soll die Judenheit mit einer chinesischen Mauer von der Arbeit der Welt abgetrennt werden? Wollen wir denn in ein Ghetto zurück? Es gibt heute keine grenzenmäßig abgezirkelte, keine „spezifische" Kultur mehr; jeder auf der Welt — jeder Künstler, jeder Techniker, jeder Wissenschaftler, jeder Wirtschaftler — greift dort in die Fugen der großen Maschinerie, wo seine Ergänzungsmöglichkeiten liegen. Haben geniale Männer wie Edison und Zeppelin und Prof. Koch andere „Kulturzentren" gehabt als eben ihre Genialität und den wissenschaftlichen Stand ihrer Umwelt? Und brauchten geniale Juden wie Ehrlich, Rathenru, Freud das Kulturzentrum Zion, um der Welt Unsterbliches zu schenken? Ebensowenig werden es kommende Große brauchen, die — ihrem Bekenntnis nach Juden — ein Wettbedürfnis erkennen, es befriedigen, die Menschheit beschenken, ohne ihre Kräfte aus Zions Boden zu saugen. Ein Faß ohne Boden ist Palästina, unendliche Mittel fließen dorthin, und da die eigenen, zionistischen versiegten, müssen nichtzioniftrsche einspnngen. Wozu? Der Weltjudenheil, den notleidenden Waisenhäusern, Krankenhäusern, den übrigen jüdischen Siedlungen der Wett, der Emanzipationsarbeit gchen diese unrentablen (oder sich doch nur in sehr geringem Maße verzinsenden) Gelder verloren. Die Gelder und vor allem die herrlichen Menschenkräfte und -energien, die die Menschheit im großen BestrÄen nach der Verbrüderung bereichern könnten. Wie ein großer Pädagoge vor 70 Jahren dachte Von Prof. Ludwig Basnizki, Heidelberg. Zu den Begründern der Pädagogik der deutschen Volksschule zählt in vorderster Reihe Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg. Als Sohn eines oranien-nassauischen Justizbeamten ward er ein Jahr nach der französischen Revolution, ein» würdige Mendelssohn Ehrung würde es sein, wenn jeder liberale Jude, eingedenk dessen, daß Moses Mendelssohn der Begründer des religiösen Liberalismus und der Emanzipationsbewegung ist, an die Organisation des liberalen Judentums denken würde. Ueberweisen Sie also noch heute für den „Hilfsfondft des liberalen Judentums*1 M. 10.— au! das Postscheckkonto der „Vereinigung für das liberale Judentum e. V." Berlin Nr. 137069. Die Namen der Spender werden in der „Jüdisch-liberalen Zeitung" bekanntgegeben. Jeder einzelne muß durch einen Beitrag zeigen, daß er mitbauen will an dem Werk, welches wir für unsere Kinder und Kindeskinder schaffen. Darum gebt allev der Vermögende mehr, der andere weniger, und — gebt schnell! * Gottesdienste * Berlin-Norden. Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162. Freitag, 6. September, 7.15 Ahr abends, Festgotlesdienst anläßlich des 20v. Geburtstages von Moses Mendelssohn. Predigt: H. Falkenberg, Sonnabend, vormittags 10 Uhr, Gottesdienst. Rabbiner Dr. Salomonski. Berlin-Westend. Liberale Synagoge Westend (LeistiloVstrahe 7, nahe Reichskanzler» platz). Freitag, 6. September, 7.15 Uhr abends, Festgotlesdienst anläßlich des 200. Geburtstages von Mofes Mendelssohn. Predigt: Rabbiner Dr. Klein. Karten zum Gottesdienst an den Hohen Feiertagen in der Aula Herder-Schute, Bayernallee 4, find in der Geschäftsstelle, Kaiferdamm 38, bei Arthur Lehmann & Co. zu haben. BerUn-Wilmersdorf. Liberale Synagoge Wilmersdorf (Cecilienschule Nikolsburger Platz). Freitag, 6. September, 7.15 Uhr abends, Festgotlesdienst anläßlich des 200. Geburtstages ovn Mofes Mendelssohn. Predigt: Rabbiner Dr. Salomonski. Gottesdienste an den hohen Festtagen. Der Gottesdienst Wilmersdorf im „Atrium" ist Ersatzgottesdienst für die nicht vollmdete Synagoge Prinzregentenstraßr. In Westend Festgottesdienste in der Aula der Herderschule, Bayernallee 4. Näheres in den demnächftige« Inseraten. Berlin. Jüdisch« Reformgemeinde, Johannisstraße 16. Sonntag, den 8. September, vormittags 10 Uhr, Gottesdienst: Mofes Mendelssohn-Gedenkfeier. Predigt: Dr. Lehmann. also 1790 geboren. Sein Tod fällt in das Kriegsjahr 1866. Er durchlebte somit jene Zeit der Gärung in Europa, in welcher es nicht ganz ungefährlich war, eine freiere Meinung zu äußern, als sie durch bürokratische Staatsorgane vorgeschrieben wurde. Für uns Heutige ist es nicht uninteressant zu hören, wie dieser große deutsche Schulmann sich zur Judenfrage stellte, und wie er speziell die völlige Gleichberechtigung der Juden im April und Mai 1860 im preußischen Abgeordnetenhaus vertrat. Zur Debatte stand die Zulassung von Juden als Richter und Gymnasiallehrer. Diesterweg verachtet den beschränkten Blick und das enge Herz. „Was die Humanität fördert, fördert auch das Christentum; auf diesem Grundsätze ruhen meine Ansichten. Sie erinnern sich, meine Herren, daß der Herr Minister des Innern, Graf Schwerin, die Mitglieder dieses Hauses direkt ausgefordert hat, den unter den Bewohnern unseres Staates inbetreff der Juden noch vorhandenen Vorurteilen nach Kräften entgegenzuwirken. Ich halte diese Aufforderung für eine zeitgemäße, wohl zu beachtende. Denn eine Menge von Vorurteilen passiert noch in unserer christlichen Bevölkerung gegen unsere Mitbürger jüdischer Konfession. Diese Vorurteile wirken höchst schädlich und sie sind für unsere Kultur und die Fortschritte der Zeit entehrender Art. Deren Ursprung kennt jedermann; sie sind so weit verbreitet und so festgewurzelt, daß man nur denken kann: die Menschen wachsen unter dem Einfluß dieser Vorurteile, der Antipathie gegen die Juden, auf; ehe man denken und prüfen kann, ist man damit erfüllt, und das spätere Nachdenken, Grundsätze der Humanität und der Aufklärung, sind bei den meisten nicht stark genug, um die gleichsam mit der Muttermilch eingesogenen Vorurteile zu bewältigen. Die Erziehung wirkt ihnen nicht kräftig genug entgegen. Denn viele Lehrer, selbst an Universitäten und höheren Schulen, sind von diesen Vortzneinungen ,angesteckt, und von ihnen gehen sie auf die Schüler über, wenigstens werden sie durch deren Wirken nicht verbannt und ausgetrieben." Aus diesen allgemeinen Gesichtspunkten heraus, und sich frei wissend von den niederen Vorurteilen, befürwortet Diesterweg die Zulassung der Juden zu Richterstellen und zu den Universitäts-, Gymnasial- und Real-Lehrerkollegien. Das Bekenntnis Diesterwegs liegt fast 70 Jahre zurück, und doch mutet es uns an, als wäre es gestern erfolgt. So notwendig erscheint es uns in heutiger Zeit. Mögen es sich jene christlichen Volksgenossen, die noch von den mittelalterlichen Vorurteilen gegen die Juden belastet sind, recht gründlich einprägen: „Was die Humanität fördert, fördert das Christentum", und führt zum Frieden unter allen Konfessionen dieser Erbei. ★ BÜCHERSCHAU Jakob Seifensieder: Moses Mendelssohn, Das Märchen seines Lebens. Berlin 1929. Philo Verlag und Buchhandlung G. m. b. H. 96 Seiten. Preis Mk. 2,50 br., Mk. 3,50 geb. Gerade rechtzeitig zum Mendelssohn-Jubiläum erscheint dieses Lebensbild, mit bewährtem Können dargestellt von dem bekannten Biographen Gabriel Rießers, der nun also auch ein Biograph Mendelssohns ist. Er wendet sich, ganz ebenso wie Mendelssohn mit Leben und Schaffen getan hat, gleicherweise an das Deutsche Volk wie an die jüdische Gemeinschaft und entrollt nicht nur ein Lebens- und Charakterbild Mendelssohns, sondern zugleich auch des Kulturzustandes von Deutschland zur Zeit Mendelssohns. Der Kreis um Lessing wird besonders eingehend geschildert. Die großen Fragen, welche damals die Welt bewegten, werden erläutert, die Figur Moses Mendelssohns „märchenhaft“ aus der Urkultur der damaligen Judenheit hervorquellend und in die höchsten Kulturkreise des deutschen Volkes hineinragend, sieht der Leser plastisch emporsteigen. Diese außerordentlich wesenhaften Zeitumstände, im Mittelpunkt die Figur Moses Mendelssohns, erfahren eine Schilderung, aus der die heutige Nachwelt unendlich viel für ihr Deutschtum, für ihren Charakter und ihre Zielsetzungen lernen kann. — Die deutschen Juden werden ersehen, wie in Wandel, Tat und Gesinnung einer ihrer ersten Vorkämpfer für tiefste Religiosität und echteste Kulturverbundenheit mit dem Gesamtvolke zusammengewachsen war. Die Schrift ist trefflich geeignet, weiten Kreisen, für die Mendelssohn bisher nur ein Name war, das Wesen und Wirken des großen Mannes näher zu bringen. Leopold Nathansohn. Moses Mendelssohn, der Mensch nnd das Werk. Zeugnisse, Briefe, Gespräche. Heraasgegeben and eingeleitet von Bertha Badt- Stranss. 288 Seiten, 10 Tafelnnd Textbilder, holzfreies Papier, Einband in Ganzleinen, Preis RM 7.— (Welt-Verlag, Berlin). Eine Parallelausgabe des Buches bringt für seine Mitglieder »Der Heine-Bund“, Berlin W 57, Pallasstrasse 10/11 heraus. Der Name der Herausgeberin bürgt für Gediegenheit des Werkes. In vielen Exemplaren müsste es verbreitet werden. Mit diesem Werke ist die Geschenkbuchliteratur um ein Wertvolles bereichert worden. Dank dem Verlag, Dank der Herausgeberin. D r. M. Spanier, Magdeburg Fritz Bamberger: „Die geistige Gestalt Moses Mendelssohns/* Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Nr. 36; J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M., 1929; 14 Seiten, br. RM. 0,80. Der Aufsatz gibt, nur wenig verändert, einen Vortrag wieder, den der Verfasser am 4. Juni 1928 anläßlich der Jahresversammlung der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" in Köln gehalten hat. Es wird gezeigt, wie zwischen den philosophischen Lehrmeinungen und der Auffassung von der Religion als geoffenbartem Gesetz ein Bruch bei Mendelssohn zutage tritt, wie aber seine Persönlichkeit, die in damaliger Zeit völlig „ungewöhnliche Kombination von Judentum und Weltweisheit und Humanität in einer Person" alles im Denken Auseinanderstrebende aus der Vereinzelung heraushob und auf den einheitlichen Urgrund der Gesinnung stellte, was wiederum die Erklärung für Mendelssohns Wirkung in seine Zeit und in die Nachwelt abgibt. Von dieser Wirkung wird noch gezeigt, daß sie innerhalb der Judenheit größer ist als innerhalb der allgemeinen deutschen Literatur und Geisteswelt Paul Leudesdorff. Isidor Fabian Zum 70. Geburtstag. Am 4. September vollendet der langjährige Vorsitzende der Liberalen Vereinigung Ortsgruppe Königsberg, Isidor Fabian, sein siebzigstes Lebensjahr. In Rosenberg Wpr. gckoren, besuchte er nach Uebersiedelung seiner Eltern nach Elbing das Gymnasium und kam dann als Lehrling in ein Getreidegeschäft nach Pr. Eylau. Nach weiterer kaufmännischer Ausbildung in Königsberg gründete er hier im Jahre 1892 mit seinem vor einigen Jahren verstorbenen Sozius Paul Abramowsky ein Baumaterialien- und Getrewegeschäft unter der Firma Abramowsky u. Fabian, die es p. großem Ansehen in Städt und Provinz gebracht hat. Einem vielseittgen und für öffentliche Dinge sich interessierenden Manne wie Fabian konnte die berufliche Tättgkeit allein nicht genügen, auf .politischem und sozialem GÄiet suchte und fand er ein reichliches Arbeitsfeld. Lange war er Vorstandsmitglied der Fortschrittlichen Volks- und späteren Deutsch-demokratischen Partei, wo seine llugen, abgeklärtem Wesen entspringenden Ansichten oft williges Ohr fanden. Seine besondere Liebe schenkte er aber jüdischen Angelegenheiten. Lange war er im Vorstand der Synagogengememde ünd seit einigen Jahren gehört er der Repräsentantenversammlung an. Als Vorsitzender der Liberalen Ortsgruppe stcht er naturgemäß an sichtbarer Stelle. Ohne ausgesprochene Kämpfernatur zu sein, geht er fest ruf das einmal gesteckte Ziel los, ist Skeptiker jedem Kompromiß gegenüber, das er nur eingcht, wenn es unvermeidbar erscheint, und besitzt die nötige Zivilkourage, ohne Rücksicht auf die Kritik der Freunde und die Angriffe der Gegner. Mit zunehmendem Alter ist er nicht kampfmüde geworden, sondern elastischer und unbeirvter als je. Freudigen Herzens ging er zu den Weltkongressen nach London und Berlin und kehrte gestärft im Glauben an den sieghaften Gedanken des Liberalismus zurück. Freund einer vernünftigen Tradition und Form, verwirft er jeden den Kern erstickenden Ballast ltnb sicht er die Zukunft und Erneuerung des Judentums — unter Zurückweisung aller nationalistischen Forderungen — in der Betreuung der hehren Flamme des jüdischen Gottesgedankens. Mütterlicherseits verband ihn Verwandtschaft mit dem verstorbenen berühmten Kunsthistoriker Fritz Stahl (Lilienthal), seit fast dreieinhalb Jahrzehnten lebt er in glücklichster Ehe mit Frieda geb. Baerwald, einer Tochter des verstorbenen, hochangesehenen Lesser Baerwald aus Rakel. Seine Söhne sind eins mit dem Jubilar in seinen Bestrebungen für alle jüdischen und vaterländischen Angelegenheiten. Dank und Gruß dem jungen Siebziger und der Wunsch an ihn, noch lange in Rüstigkeit und Frische unser Führer zu sein, an die Jugend, ihm nachzueifern — in gleicher Arbeitssreudigkeit und Lauterkeit. O. E. * Aus den Gemeinden * Dieburg. (Todesfall.) Hier verstarb plötzlich der in allen Kreisen der Bürgerschaft geschätzte Vorsteher der israelitischen Gemeinde, Abraham Löb. Die vor mehreren Wochen geweihte Synagoge war größtenteils der Anregung und dem unermüdlichen Eifer Löbs zu verdanken. Hier wurde auch seine sterbliche Hülle vor der Uebersührunzum „guten Ort" ausgebahrt. Eine stattliche Trauergemeinde, m der sich Vertreter von Behörden, Mitglieder von Vereinen und langjährige Frtunde des Verstorbenen befanden, gab ihm das letzte Geleit. Provinzialrabbiner Dr. Merzbach, Darmstadl, zeichnete in zu Herzen MOSES MENDELSSOHN SESkNIDIELTE SCHRIFTEN JUBILÄUMSAUSGABE veranstaltet zum 200. Geburtstage Mendelssohns im Aufträge der Akademie fürdie Wissenschaft des Judentums und der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Gemeinschaft mit einem Ehrenausschuss und mit Unterstützung des Hauses Mendelssohn u. Co. unter Mitwirkung von F. Bamnerger, H. BorodiansHi, 5. Rawidowlcz, B. Strauss, L strauss herausgegeben von I. ELB06HI . ü. 6UTTMAHII. E. RIITTUIOCH 16 Bände 3 Bände erscheinen am Jubiläumstage, je 3 weitere Bände jährlich. DIE BUBBKBIPTIDH IST ERÖFFBET Subskriptionspreis: Ganzleinen . . M. 12.— (statt M. 15,—) pro Band Halbfranz . . M. 15.— (statt M. 18.75) pro Band Luxusausgabe auf holl. Bütten (Bogen in Kassette). M. 30.— pro Band. Einzelbände werden nicht abgegeben. Verlangen Sie Sonderprospekt 1 AKADEHIIE-VERLAB . BERUH W 35

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