Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 9 (1929)
- Issue
- 10 (8.3.1929)
- Date
- 1929-03-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Süßkind tvurde um 1200 geboren, von seinem Leben ist nichts Näheres bekannt. Es kann ihm aber im Leben nicht gut gegangen sein, er muß mit Sorgen und Not zu kämpfen gehabt haben, davon zeugen mehrere seiner Gesänge: „Stroh sind die Armen, doch die Reichen Sind vollen Aehren zu vergleichen. Sagt selbst, wo kam' das Korn wohl her. Wenn unter chm der Halm nicht war'? Wenn's hoch sich wiegt in stolzer Pracht, Der Halm hat's in die Höh' gebracht; Drum, ist er auch ein schlechtes Ding, Zum Freund ist er nicht zu gering. Wie leicht bedarfst du seiner sehr, Bedrück ihn drob nicht allzuschwer. Denn wenn er fällt zur Schnitterszeit, Jst's aus mit deiner Herrlichkeit. Wirs nicht hinweg den schlichten Bast, ■f Wenn Säcke du zu binden hast. Stets war der Esel gut genug, Daß er dem Herrn die Lasten trug." Als es ihm ganz schlecht ging, sang er: „Herr H e b a u f und Herr Finde nichts. Wo diese weilen, da gebrichts, Da fehlet stets das Beste. Sie kommen frank und frech heran; ' Es folgt Herr Not von Darbian — , O weh, welch schlimme Gäste! Sie setzen sich um meinen Tisch, Die Kinder haben nicht Fleisch noch Fisch, Schlecht ist die Schnabelweide. Die Gäste aßen alles leer; Die Kinder sitzen und klagen sehr, Bor Hunger und vor Leide. Da kommt ein Vierter nachgerannt, Herr Dünnehabe zubenannt, Der nimmt sich Kleider und Stühle. Eh' mir das nackte Leben bleibt, Ist keiner, der die Gäste vertreibt Und fühlet, was ich fühle?" Aus einigen Liedern leuchtet auch sein Judentum hervor. Nach dem Schlußkapitel der Sprüche Salomos dichtete er einen Gesang zum Lob der Frau, dessen Anfang lautet: „Des Mannes Krön', es ist die reine Frau, Sie nennt er seinen Stolz und seine Ehre. Was war' mit aller Pracht des Hauses Bau, Wenn drinnen nicht das Weib die Seele wäre? An seines treuen Weibes Seite mag Der Mann sein Dasein selig froh verbringen; Ihr Licht erhellt ihm jedm trüben Tag, Ich will ihr Lob so lang ich lebe singen." Anklänge an das Morgengebet finden sich in folgenden Versen: „Allgütiger! Du leuchtest mit der Sonne, Du dunkelst mit der Nacht! Bon Dir kommt alles, Friede, Ruhe, Wonne, Du König aller Ehr' und Macht. Allgütiger! Des Tages goldner Schimmer, Des Sternenheeres Pracht, Sie preisen Dich, den Schöpfer, welcher nimmer Vergeht und über alten wacht!" Sein Freimut, mit dem er offen und frei seine Gedanken aussprach, die herbe Kritik, die er an den Reichen übte, gipfelten zuletzt in einem Liede, das die stolzen Herren und Ritter gewiß arg verschnupft haben muß. Es war die Antwort auf judenfeindliche Spöttereien, die ihm entgegengetreten waren: „Wer: Edles tut, den will ich edel nennen; Sein Herz ist mir der beste Adelsbrief. Doch jedes Adelskleid veracht' ich tief, Wenn drauf der Sünden Schandenmale brennen. Die Spreu verfliegt; die goldnen Körner bleiben, Hinweg drum mit dem eitlen Adelsstolz! Wer adlig denkt, der ist aus bessrem Hotz, Und wird der Menschheit bessre Früchte treiben. Und wenn auch seine Väter Bauern wären. Pocht unternr groben Wamms nur treues Blut, Und übt er alle Tugend recht und gut, Will ich als wahren Edelmann ihn ehren!" Es erscheint kaum begreiflich, daß solche Gedanken schon vor 700. Jahren ausgesprochen werden konnten, Ansichten, die erst durch die französische Revolution in weite Kreise getragen wurden. In jener fernen Zeit aber, wo der Edelmann Alles war, in denen der Bürgerstand erst anfing zu entstehen, da der Bauer noch in Leibeigenschaft seufzte, mußte solch revolutionärer Gesang in den Kreisen, in denen er erklang, höchste Erbitterung erregen, zumal es ein nur Geduldeter, ein Jude war, der ihn vortrug. Daß der Sänger nicht von den erregten Edelleuten totgeschlagen wurde, verdankt er wohl nur dem Eingreifen seiner Sangesbrüder, aber mit den Minnegesängen an Höfen und in Burgen war es für ihn vorbei. Er singt sein resignierendes Abschiedslied:! „Was soll dies traurige Wandern Mit Sang und Saitenspiel Von einer Burg zur andern? Was ist mein Lohn, mein Ziel? Sie wissen, daß der Sänger Verhaßten Glaubens Sohn, Sie reichen chm nicht länger Den kargen Minnelohn. Verstummet denn, chr Lieder, Vor jedem Edelhaus, Ich will als Jude wieder Ziehn in die Welt hinaus. Will Hut und Mantel fassen Und will nach Judenart Mir wieder wachsen lassen Den langen grauen Bart. So will ich still verbringen Dm Rest, der mir beschert, Und denm nicht mehr singm. Die meiner Kunst nicht wert." Man weiß nicht, wie er sein weiteres Leben verbracht hat, aber sein letztes Lied, sein Schwanengesang, ist aufbewahrt: „Wenn ich bedenke, was ich war und bin, Und was ich werden muß, und wie die Tage Verrinnen, stimm ich an das Lied der Klage, Und alle Freude schwindet schnell dahin. Und ist's nicht jammervoll, auf diese Not Des Lebens seufzend seinen Blick zu lmken, Und an dem letzten Abend zu bedenken, Daß dieser Mühen Endziel nur der Tod? Jetzt bist du kummervoll, o Seele mein, Und warst in Sünden doch so wohl zu Mute. Vertrau' dem Herrn! Er ist der ewig Gute, Mag er auch Dir ein gnäd'ger Richter sein!" (Uebertragungen von Dr. Livius Fürst.) Der Judenhaß wuchs immer mehr, in Frankreich und Deutschland traten blutigste Verfolgungen ein, trotz der energischen Abwehr des Papstes Gregor IX. und des Kaisers Friedrich II. Die Geistlichkeit, von einigen Bischöfen abwärts, hetzte das Volk auf, andere Bischöfe aber, und namentlich die Bürger, traten für sie ein. Auch der Kaiser Rudolph von Habsburg und sein Sohn Albrecht taten ihr Möglichstes, sie zu schützm, konntm aber das furchtbare Unglück, das die Judm in Franken und Schwaben durch den Fanatiker Rindfleisch bereitet wurde, nicht verhindern. Ob Süßkind diese traurigm Ereignisse der letztm Jahrzehnte des 13. Jahrhunderts erlebt hat? Mit dem gemeinsamen Geistesleben der Juden und Christen war es für 500 Jahre vorbei, nicht zum Vorteil der deutschm Kunst und Wissenschaft, aber zum traurigm Nachteil der deutschen Judenheit, die immer mehr in geistige Dumpfheit und sittliche Verwahrlosung versank, nicht durch eigene Schuld, sondern durch den sinnlosen Haß, die wahnsinnigen Beschuldigungen, die grausamsten Verfolgungen der Andersgläubigm. Der Verlust, den deutsche Wissenschaft und Kunst durch die allen Lehren des Christentums widersprechenden Befeindungen der Juden erlitten haben mag, läßt sich nur indirekt abschätzen, wenn mann die großen Leistungen der deutschen Juden in den letzten 150 Jahren zum Vergleich heranzieht. Wir aber mögen dem einzigen uns bekannten jüdischen deutschen Dichter des Mittelalters ein ehrendes Angedenken wahren: „denn er war unser!" Sprechsaal Für diese Rubrik übernimmt die Schriftleitung lediglich die prrßaüevlicbe Berantrvortuna. Offener Brief an Herrn Professor Z. Elbogen Moritz Rosenthal. Berlin W 30, 5. März 1929. Hochverehrter Herr Professor! sie übersenden mir einen Ausruf zur Beteiligung an einer Ehrung für Herrn Professor Einstein. Es soll anläßlich seiiirc- 50. Geburtstages ein Äöald in Palästina gepstanzt werden. Nachstehende Tatsachen zwingen mich, Ihnen in einem ossencn Brief zu antworten. Professor Eiiistein, ein von der Lanzen Welt anerkannter Ge lehrter und ausgezeichneter Mensch, den zu ehren alle Tcutichen die Pflicht hätten, steht, das wissen Sie genau so gut wie ich, der jüdischen Religion ablehnend gegenüber, ihn als National Juden zu ehren, haben wir auf einem anderen Standpunkte stehenden Juden keine Veranlassung. In der letzten Nummer der C.V.-Zeitung berührt Herr Rabbiner Dr. Jacob ein Thema, das sicher Ihnen sowie Herrn Rabbiner Dr. Baeck besonders am Herzen liegt, die Erhaltung der jü dischen Hochschulen und Lehrstätten. Sie selbst, sehr geehrter Herr Professor, der sie doch gemeinsam mit dem von uns allen hochgr schätzten Herrn Dr. Baeck an der Spitze der Hochschule stehen, schicken Herrn D. in die Welt hinaus, um für Ihr Institut sammeln zu lassen. Wäre es nicht viel richtiger, anstelle des Ausrufs an die deutschen Juden zur Sammlung für einen Wald in Palästina und anstelle der Kundgebung für den Kercn-Hajessod, bei welcher als erster Redner Herr Dr. Baeck mitwirkt, -einen Ausruf zu einer Sammlung für jüdische Hochschulen und Lehrstätten an die deutschen Juden hinausgehcn zu lassen? Wenn mit derselben Energie, mir der für den Keren-Hajessod gearbeitet wird, für die Hochschulen ge sammelt würde, wären diese für lange Zeiten von allen Sorgen befreit. Nun ein Letztes, hochverehrter Herr Professor. Am gleichen Tage, an dem ich Ihren Aufruf erhielt, wurde von der Berliner Gemeinde der Grundstein zu einem neuen Altersheim gelegt. Ein sich anschtie ßendes Frühstück tvurde von der Gemeinde gegeben, um bei dieser Gelegenheit einer Anzahl prominenter Juden einmal klarzulegen, wie wichtig es ist, daß für unsere Wohlfahrtsbestrebungen in großem Maße gespendet wird. Beispielsweise ist es mangels genügendem Gelder unmöglich,das Siechenhaus, das unbedingt aus der Stadt verlegt und erweitert werden müßte, hinaus zu bringen. Wenn Sir sich von dem Vorsitzenden unseres Wohlfahrtsamtes und dem Vor sitzenden der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden aufklären lassen würden über die Not unter den deutschen Juden, so würden Sie sehr schnell zu der Erkenntnis kommen, daß jede Mark in Deutschland zur Linderung deutscher Not gebraucht wird. Hochverehrter Herr Professor, wenn Sie sich diese Tatsachen vor Augen halten, bevor Sie Ihre Unterschrift für anßerdcutsche Zwecke geben, so bin ich überzeugt. Sie werden einsehen, daß man vielleicht zu Ehren Einsteins für eine Stiftung zugunsten armer jüdischer Studenten sammeln könnte, aber keinesfalls für die Pslan zung eines Waldes in Palästina. Ich bitte Sie, hochverehrter Herr Professor, diese Offenheit sr zu verstehen, wie sie gemeint ist, und bin Ihr ganz ergebener Moritz R o s e n t h a 1. * Zusammensihen von Männern und Frauen auch ohne Repräsentanlen-Diskussion In der letzten Repräsentantenversammlung wurden, wie schon an dieser Stelle berichtet tvurde, von verschiedenen Gegnern des Libc ralismus unzeitgemäße Ausführungen gegen das Zusammensitzen von Männern und Frauen in der Synagoge Prinzregentenstraße gemachl. Diesen Herren, die durch ihre rückständigen Worte nur Lachen der Tribünenbesucher hervorgerusen haben, sei einmal geraten, sich den Freitagabend oder Sabbatgottesdienst in der Synagoge Fasanenstraße anzusehen. Dort findet der Gottesdienst nun schon mehrere Male im. kleinen Vortragssaal statt: links sitzen die Herren, rechts die Damen, und da Platzmangel herrscht, sitzen vielfach beide zusammen. Es geht sehr gut, jeder ist zufrieden, und es gibt „keine hochstehende Frau, die im Gottesdienst sich beengt fühlt". Warum der Gottesdienst nicht in der Synagoge selbst stattfindet? Weit nicht genügend Kohlen vorhanden sind, um die große Synagoge zu heizen. Unter diesen Umständen muß man cs eben verstehen, mit den Verhältnissen mitzugehen und sich auf die außergewöhnlich kalte Zeit umzustellen. Es ist der große Fehler der Gegner des Liberalismus, daß sie cs nicht verstehen, zeitgemäß die jüdische Religion und den jüdischen Kultus umzugestalten. Wer den erwähnten Gottesdienst in der Fasanenstraßc besucht hat, der sieht, daß sämtliche von der Gegenseite angeführten Argumente wie ein Kartenhaus in sich znsammcnsallen. H e i n z L e v y. Lucke Dezember kommt als Neuerscheinung auf den, Büchermarkt das JHisdn) (UreBnäi HrmeriUi heraus. Das Jüdische Adreßbuch wird die Namen und Adressen der jüdischen Einwohner Berlins enthalten und weiter ein Verzeichnis aller jüdischen Organisationen, Vereine, Verbände bringen, sowie alle jüdischen Einrichtungen und Institutionen in Berlin enthalten. Das jüdische Adreßbuch wird weiter alle notwendigen und wissenswerten Angaben über die Berliner Judenheit bringen, bearbeitet unter genauester Kenntnis des Materials und zusammengestellt nach dem neuesten Stande, Das Jüdische Adreßbuch für Groß-Berlin wird somit ein ersten Ranges sein, daß für Jeden von unschätzbarem Wert sein wird. Es wird die Kenntnis aller kulturellen und sozialen Einrichtungen der Berliner Judenheit vermitteln. — Der Vorbestellpreis des gut ausgestatteten Werkes beträgt 12 M., der Ladenpreis nach Erscheinen ist mit 20 M. bemessen, Bestellungen auf das Jüdische Adreßbuch für Groß-Berlin sind zu richten an die veriagsgeseilschaR m. b. H., Berlin uias Schöneberger Ufer 25. Fernsprecher: Bl Kurfürst 3654. Postscheck-Konto-, 4620t). Yerein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. Y. Term, kowtenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lützowstraße 44, Telephon: Lützow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a Bcke FasanenstraSe, Telephon: Steinplatz 1835 Geht uns Familien- Anzeigen Zum schnellstmöglichen Antritt gesucht: Für Scheveningen (Holland) in kleinem gutbürtrerlichen liberal - jüdischen Haushalt, eine Stütze für die Hausfrau. Zuschr. mit Zeugnisabschriften u. Photographie versehen, erbeten mit. 43 an dieses Blatt. Die Erste uieitHonferenz 1 i Die AI "h ■ M Reden, Diskussion, Beschlüsse Gründungsversammlung der World Union for Progressive Judaism London, 10.-12. Juli 1926 r%t. Preis im Buchhandel 1.80M. Für Mitglieder der Vereinigung, die direkt bei uns bestellen 1 M. t Vereinigung für das liberale Judentum Berlin SW 48 Wilhelmstr. 147 SONNABEND, DEN 16. MÄRZ IM KAISERHOF BALL 1929 KABARETT: Ove Behrens Thea Degen Fritz Grünbaum Theo Körner Rosa Valetti C< JNFERENCIER : EGON JACOBSOHN FÜR DEN TANZ: WEINTRAUBS SYNCO- PATERS U. BALALAIKA-BAND Aeußerst reichhaltige Tombola Auskunft u. Tischbestellungen im Büro dar Gesellschaft ,,ORT“, Bülowstr. 90, Lützow 4986 Justizrats Ehepaar, Berlin Nähe Tiergarten, nimmt, da Wohnung zu groß geworden, zwei |g. Mädchen die zur Ausbildung nach hier kommen wollen, in volle Pension. Meldungen erbeten unter Ziffer H. H* an die Expedition dieses Blattes. Israelitischer Gottesdienst in Arankfurt/Al. Liberaler Ritus: Hanptsynagoge. Freitag, den 8. März, abends 6 Uhr. Sonnabend, den 9. März, morgens 9 Uhr, Predigt Rabbiner Dr. Salzberger, nachmittags 4 Uhr, Ausgang 7.05 Uhr. Wochengottesdienst: -morgens 7.80, nachmittags 4 Uhr. Westendsynagoge Freitag, den 8. März, abends 6.30 lUhr, Jugendgottesdiertst Rabbiner Dr. Lazarus, Sonnabend, den 9. März, morgens 9.30 Uhr, Ausgang 7.05 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.30, abends 7 Uhr. Konservativer RituS: Synagoge am Börneplatz Freitag, den 8. März, abends 5.50 Uhr, Sonnabend, den 9. März, Frühgottesdienst 6.45 Uhr, morgens 8.1 o Uhr, Predigt, nachmittags 4 Uhr, Ausgang 7.05 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.45 Uhr, nachmittags 5.45 Uhr. Synagoge Bockrnheim. Freitag, den 8. März, abends 5.50 Uhr. Sonnabend, den 9. März, morgens 8.45 Uhr, Predigt Rabbiner Dr. Horovitz, nachmittags 4 Uhr, Ausgang 7.05 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7 Uhr. Israel. Krankenhaus Gagernstr. 36. Freitag, den 8. März, abends 5.50 Uhr, Sonnabend, den 9. März, morgens 8.15 Uhr. Nachmittags- und Abendgottesdien 6.25 Uhr. Verlag: Bereinigung für das liberale Judentum e. V., Berlin SW. 48. — Verantlvortkicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Woyda, Berlin NW. 23. — Druck: Hermann Wegner 6c Co., Berlin-Mariendors. 1964