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Jüdisch-liberale Zeitung · 1929-03-01 · 9 (1.3.1929) · page 4

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das ®<rfKJÜcii dem andern Gcjchlech: gegenüber mit Entrüstung ab lehaen müssen. Wir leben nicht in Safet oder Krokau, sondern in Betzlin, nicht in Palästina, sondern in Deutschland. Deutschland ist unsere Heimat, unstre Religion ist das Judentum, und unsere Sitten sind Derech Erez, also deutsche. Aus der Bewegung <-»v« Generalversammlung der Kölner Vereinigung für das liberale Zudenlum Tie Versammlung fand am Donnerstag, den 21. d. Mts., in der Rhemlandloge statt. Ter 1. Vorsitzende, Herr R.-A. Tr. Siegfried Kaufmann, erstattete den Jahresbericht und knüpfte ihm Betrachtungen über wichtige Vorgänge in der Kölner Gemeindepolitik und im Gesamtjudentum an. Insbesondere befaßte sich der Redner mit bcu Gründen, die »Mt Bildung der „Gemeinschaft" geführt haben. Sie sei aus der Ueberzeugutlg herausgeboren, daß etwas Entscheidendes zu geschehen habe, wenn nicht wertvolle Kräfte dem Judentum verloren gehen sollten. Tie „Gemeinschaft" stehe nicht etwa außerhalb der liberalen Bewegung, sondern sie füge sich als ein besonderer Flügel ein. Wie schwer es dem Liberalismus in Köln gemacht werde, das zeigte Herr Tr. Kaufmann an den Vorgängen innerhalb des Gemeinde- Parlamentes, die sich an die Fragen der „Reformen" in der Roonstraße und der „Jawne" knüpfen. .Herr Tr. H. Frank glaubt, die „Gemeinschaft" werde der liberalen Bewegung neue Impulse geben. Es müsse mehr für die Jugend getan werden. Im Gemcindeparlament sei zu fordern, daß der konservative Protest gegen das Frauenwahlrecht zurückgenommen werde, damit auch die Frauen endlich in der Verwaltung tnitarbeiten könnten. Air die Darlegungen der beiden Herren knüpfte sich eine rege Aussprache. - Ter gesamte Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Neu hinzugewählt wurden Frau Geheimrat Auerbach und die Herren Paul Meyer und Rechtsanwalt Tr. Moritz Weinberg. - In der Vereinigung wird am 11. April Herr Tr. Simchowitz über das Thema sprechen: „Was hat der Liberalismus für die jüdische Wissenschaft getan?" Breslau. (Jüdisch-liberaler Jugcndvcrein „Abraham Geiger".) Aus der umfangreichen Vereinsarbeit in den Monaten Januar und Februar sei nur das Bedeutendste genannt. So hielt am 9. 1. Herr Prof. Dr. ing. Alfred Grotte einen Lichtbildervortrag über „Rothenburg ob der Tauber und sein Rabbi Mcir", in welchem uns ein anschauliches Bild der Geschicke dieser S.adt und seiner jüdischen Bewohner gegeben wurde. Am 16. 1. sprach Frau Paula Ollcndorsf in groß angelegten Ausführungen über „Disraeli und Rathenau". Sie zeigte die geistige Verwandtschaft .ckcfer dem Judentum entstammten Männer, die auch beide seinen Wert zu beurteilen verstanden. Herr Studienrat Dr. Willy Cohn sprach am 6. 2. über „Jüdische Sozialreformcr und der soziale Gedanke im Judentum". Nach einer Uebcrsicht über die soziale (sieschgebung im Judentum zeichnete der Vortragende die Auswirkung dieses sozialen Geistes und des Gerechtigkeitssinnes an den Lebensbeispielen von Jesus, Lassallc, Marx mnd Rathenau. Der 13. 2. sah Herrn Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein als Redner über das Thema .jüdische Apostel", der in interessanten Ausführungen den Begriff „Apostel" und seine Rolle im Judentum untersuchte. Erwähnt sei neben unserer Arbeitsgemeinschaft „Die Propheten" und einer Führung durch das israelitische Krankenhaus, das; auch unsere im Dezember gegründete Jüngeren Gruppe eine erfreuliche und intensive Arbeit leistet. Am 22. Februar fand aus unsere Anregung wiederum eine Freitagabendspätandacht nach Art derer, über die hier bereits seinerzeit berichtet wurde, statt. Auch sie tvar ein voller Erfolg und bestätigte die in sie gesetzten Erwartungen. Nach dieser Andacht versammelten sich im Restaurant Schaal zum ersten Mal über 10 Mitglieder zu einem gemeinsamen Freitagabendessen. Diese Neueinrichtung, die wiederholt werden soll, will unsere Mitglieder nicht etwa dem Familienkreis entziehen, vielmehr ist sie vor altem für diejenigen b>." stimmt, die keinen eigenen Familienkreis besitzen oder mit Wirt schaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Der Verein hat darum einen besonderen Fond gegründet und trägt, da nur ein geringer freiwilliger Unkostenbeitrag erhoben wird, den größten Teil der Kosten. Vor Beginn der reichhaltigen Mahlzeit sprach unser 1. Vorsitzender, Herr Religionslehrcr Davidsohn, ein deutsches Gebet und verrichtete den Kiddusch. Im weiteren Verlauf dankte Irene Rosenthal mit schönen Worten allen Erschienenen und sprach den Wunsch nach tvciteren derartigen Veranstaltungen aus. Herr Davidsohn wies in zu Herzen gehender Rede auf die Bedeutung der Neueinrichtung für unseren Verein hin. Die Gemeinschaft unserer Mitglieder müsse durch sie noch enger werden, auf daß wahre Freundschaft, die ja das .Höchste bedeute, die einzelnen das Leben hindurch verbinde. Auch Alfred Berger sprach einige humorgewürzte Worte. Nach der Mahlzeit wurde Schir hamaalaus gesungen und mit deutschen und hebräischen Partien das Tischgebet gesprochen. Um einen ftüchtereichen Nachtisch hatte sich besonders Frau Grete Bial vom Liberalen Hauptverein verdient gemacht. Noch tauge blieb man in angeregter Unterhaltung zusammen. Dortmund. l„R e l i g i o n und Lebe n.") Am 11. Februar erössneie die hiesige Ortsgruppe der Liberalen Vcrernigung die Reihe der geplanten Diskussionsabende mit einem einleitenden Referat über: „Religion und Leben" des Herrn Rabbiirer Dr. Appel. - In wissenschaftlich objektiver Betrachtung analysierte der Redner das moderne Leben, in dem er folgende Vorgänge beobachtet: 1. Die Differenzierung aller Wissen- und Wertgcbicte, 2. den Individualismus, 3. den Rentabilitätsgedanken, unter dem die Gesamtkultur leidet. -- Diesen Erscheinungsformen steht die Religion gegenüber. Sie braucht den modernen Anschauungen nicht nachzurcnnen, muß aber den Ausgleich schassen. — An der Differenzierung wird die Religion nichts ändern können, aber sie darf sich nicht selbst differenzieren lassen. Religion ist nichts für Berufene, sondern umfaßt alle und alle Zeit. Religion ist nicht Dienst in der Synagoge, sondern geistige Einstellung des Menschen, die universell die Totalität des Denkens und Fühlens umfassen muß. -- Sic muß sich in Einklang mit den anderen Lebensgebietcn bringen oder die Dinge bewegen, sich in Einklang zur Religion zu stellen. Nach Ucberivindung des Kampfes zwischen Religion und Naturwissenschaft z. B. besteht heute mehr der Kampf zwischen Wirtschaft und Religion. - Hier muß sich die Religion die Achtung der Wirtschaft erringen, daß sie ihr in den Forderungen folgt. — Das Judentum kennt keinen Gegensatz zum Individualismus. Aber gegen die Form des heutigen Individualismus muß die Religion Stellung nehmen, Einzclmensch im heutigen Sinne sein, heißt religiös verdorren und versanden. Religion muß Gemeinschaftsgeist pflegen und aus dem Gefühl der Verbundenheit der Menschen reiches, seelisches Innenleben des Einzelnen erblichen lassen. -- Auch über den so stark in Erscheinung tretenden Rentabilitäis-- gedanken muß Religion siegen. Wir müssen uns in Demut fügen, haben nicht nach Rentabilität und Ziveckhafiigkeit zu fragen. — Die Förderung und Pflege der seelischen Kräfte durch die religiöse Idee muß über allen Egoismus siegen, der sich im Gedanken der Rentabilität breit macht. — Zusammcnfassend ist das Ergebnis: Religion und Leben gehören zusammen. Religion bereichert das Leben, darf nicht abseits stehen, muß alle Wert- und Wissensgebiete des Lebens erfassen; nicht indem sic dieselben beherrscht, aber indem sie dieselben fördert. - - Religion sei das Samenkorn für den Acker des praktischen Lebens. — Reicher Beifall der trotz der Kälte in ansehnlicher Zahl Erschienenen lohnte das stark fesselnde Referat, dem der stellvertretende Vorsitzende unserer Ortsgruppe, Konrektor a. D. Em. Goldschmidt, seinen beredten Dank aussprcchen konnte. Eine tiefgründige und ausführliche Diskussion, die alle möglichen Fragen des Themas einbezog, hielt die Versammlung fast bis zur Mitternachtsstundc vereint. — An der Diskussion beteiligten sich die Damen: Frau Ostwald, Frau Vorreuter, die Herren: Wendriner, Flörsheim, Preschet, Andorn, Dr. Ostwald, Stern, Go'dschmidt. Frankfurt a. M. (Vortrag Georg H e r m a n it.) Der Freisinnige Verein für jüdisches Gemeindekeben, Frankfurt, hatte sich am 21. Februar Georg Hermann zu seinem Vorträge „Juden als Autoren in der modernen deutschen Literatur" kommen lassen. Die zahlreich Erschienenen bewiesen, wie dankbar cs ist, einen durch Jahre hindurch bekannten Dichter persönlich sprechen zu lassen, und dazu über ein Thema, in das sich Hermann ganz anders hineinleben kann als ein „platonischer" Liebhaber der Literatur. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Dr. Ettlinger, begann Georg Hermann seine Ausführungen. Die vor vielen Jahrhunderten am Rhein angesiedeltcn Juden haben bei ihrer durch Pogrome vexursachten Flucht in den Osten die deutsche Sprache mit in die russischen und polnischen Länder gebracht; auS dem unmodernisierten, mit lxbräijchen Brocken durchsetzten Deutsch dieser von der Umwelt abgefchnittcnen Ostjnden wurde das Jiddisch, und Hermann bezeichnete diese in der jiddischen Sprech- und Denksphäre aufwachsenden Juden als die „mittelalterlich gebliebenen" Deutsch-Juden (so >vie etwa heule noch in Canada und St. Louis daS Französisch Voltaires gesprochen wird, das die Modernisierungen des heutigen Französisch nicht mitgemacht hat). Im Gegensatz zur englischen, französischen, italienischen Litera tur ist die deutsche Literatur noch sehr jung; vom Standpunkt der Weltliteratur ans beginnt eigentlich erst mit Goethe die Aera dent scher literarischer Blüte. Und - obgleich es zu Goethes Zeit nock kaum jüdische Schriftsteller gab wurde doch in jüdischen Salon, zuerst die Größe und Tief« des Goethcschen Genies erkannt (Rn ’ Varnhagen, Henriette Herz usw.); und auch während der Romantik zeit waren es mehr befruchtende Einflüsse (viele der Romantiker, besonders E. T. A. Hoffmann, hatten jüdische Frauen und Frcnn binnen), die das Judentum auf die Literatur ausübte, als daß Juden schriftstellerisch hervorgeireten wären. Erst im „jungen Deutschland" stellen sich ztvci Juden an die Spitze: Börne und Heine. Und der Jude Heine war es, der als erster Deutschlands Literatur Welk grltnng verschaffte, da seine Dichtungen als erste in die Sprocken anderer Länder übersetzt wurden. Aber immer noch waren die schriftstellerisch tätigen Inden prozentual gering, wenn sie auch ihren Einfluß als Theaterdirek toren und Schauspieler ausübten, und Dichter, wie etwa Bertho!^ Auerbach — dem man sein Judentum wenig genug anmerkt standen auf keiner besonders hohen Stufe. — Aber je mehr wir uns der Gegenwart nähern, umsomehr jüdische Namen fließen in die Literaturgeschichte ein; erst waren es hauptsächlich Milieuschilde:': (für Wien Schnitzler und Altenberg, für Berlin Hermann selbst), die kraft der jüdischen Sensibilität sich nachformend in den CharoLer des sie umgebenden Milieus cinzusnhlen vermochten. Aber allmäö lich zeigte es sich, daß cs fast zur jüdischen „Natur" gehört — zu schreiben; der Jude gibt, schreibend, seinem Ausdrucksbedürsnio. seinem Formungsbedürfnts nach, und allerseits schießen wertvolle jüdische Begabungen hervor; und die jüdischen Schriftsteller wiederum sind es, die am meisten übersetzt werden (Emil Ludwig, Wassermann), da sie mehr als die nichtjüdischen (nach der Meinung Hermanns die Saiten der Weltseele berühren. Werfel, Kafka, Max Brod er schließen Prag dem Weltinteresse, interpretieren Prag, wie Schnitzler Wien interpretiert hat; Feuchtwanger, Neumann, Döblin, Waste: mann — verschiedenartigste, doch jeder in seiner Eigenart geniale Romanciers, Sternheim der Dramatiker, Hosmannsthal, Becr-k'os mann, die Laster-Schüler Lyriker von ttefstem Sprachverständnis. Kerr und Polgar als Kritiker fast mit Börne und Heine vergleichbar, und Maximilian Harden mit der Fülle seines sprachlichen Bilder Materials seiner Zeit — die ihn als snobistisch empfand — um bis 30 Jahre voraus. Aus alledem schließt Hermann, daß wir Juden, wir jüdistd. Deutsche zutiefst deutsch sind, denn die Seele eines Volkes ist iy: Sprache, die Seele der Sprache ihre Literatur, und die Literatur 0 das Gewissen und das Bewußtsein ihrer Epoche; und da wir Juix literarisch unserem Land Vorkämpfer sind, die das Neue suchen (an,r revolutionierend wie etwa Toller, Landauer), ist es ein Widersinn, unsere Deutschheit nicht anerkennen zu wollen. - Nachdem die Zuhörerschaft dem Dichter dankbar und leb::?,« zu seinen wertvollen Ausführungen zugestimmt hatte, las er noch zwei kleine, unendlich reizvolle Erzählungen, die mit feinem Humor das Milieu, aus dem er stammt, schildern. Zum Schluß danltt Herr Dr. Ettlinger dem Redner für den interessanten und gennü reichen Abend. Plaue« i. B. (O r t sg r n pp c n g r ü n d NN g.) Im Anschu', an einen mit starkem Beifall ausgenommenen Bortrag des Herrn. Generalsekretär George Goetz über „Die Bedeutung des religiösen Liberalismus im Judentum" ist in Plauen i. Vgtl. eine Ortsgruppe der Vereinigung für das liberale Judentum am 19. Februar 1929 gegründet worden. Bisher sind 36 Mitglieder beiaetreten. Zun: 1. Vorsitzenden wurde Herr Landgerichtsrat Dr. Egon Löwenthal, zum Schriftführer der Kaufmann Herr Moriz Binder, zum Kassenwart der Kaufmann Herr Max Perl gewählt. Die Geschäftsstelle befindet sich beim 1. Vorsitzenden, Plauen i. Vgtl., Kaiserstraße 45III. beim HuMewen oder bei uerspäteter Zustellung der Zeitung bitten wir, sich sofort an den Zusteller oder dcschwcräcMrcnd au die zuständige Zustellpostanstalt zu wenden und erst, wenn dies keinen erfolg hat, uns davon Mitteilung zu machen. vertag der fUdtsch-iiberalen ZcUung Freie Jüdische Volkshochschule Liederabend LEO GOLLAKIII Sonntag, den 3. März, 8 Ohr. Brüderverein, Norfürstenstr. 11516 r mieiteiHHir vsnrag von er. s. Karten am.2.mk. an der Abendkasse % # # Ami.Oktober ds. Js. ist die Stelle des DIREKTORS des in der Nähe von BOriill zu errichtenden neuen tonischen für männl. schulentlassene Jugendliche zu besetzen. Besoldung und Anstellung nach staatl. Grundsätzen (Besold.-Gr. 2d bezw. 2c der Reichsbes.-Ordnung). Bewerbungen mit Lebenslauf usw. an Deutsch-israelitischer eemeMdenund, Berlin ui Steglitzer Strafie 9 Julius Simon Kunstu. Bauglaserei Bilder-Einrahmungen Charlottenburg Eosander Strasse 8 Wilhelm 8157 % Die Erste Weltkonferenz liberaler Juden (Reden, Diskussion, Beschlüffe) Gründungsversamuüung der World Union for Progressive Iudaism London, 10.-12. Juli 1926 Preis: im Buchhandel M. 1.80 für Mitglieder d. Vereinigung, die bei uns direkt bestälen M. 1.— Vereinigung für das liberale Judentum E.V. Berlin SW 48, Wilhelmstraße 147 Hochschule für die Wissenschaft! des Judentums ... Berlin N 24 Artilleriestrasse 14 Bf soimner-- Montag, den 6. Mai 1929, vorm. 11 Uhr Vorprüfung: 5. u. 6. Mai, vorm. KP/o Uhr Verein für Feuerbestattung iu Berlin von 1874, e. V. TPim. kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lützowütraße 44, Telephon: l.öfzaw 960-61 und Chariottenburg, Kantstr. 154« Bcke Fasaner.gtraQe, Telephon: SteinpLatz 1835 inseriert in der! SeMtMte d. Vereinigung I. d. Hb. Judentum E. V. BOft Hr.1 Die Grundsätze des indisch religiösen Liberalismus Von Rabbiner Dr. Lewkowitz-Berlin Preis 0.50 Mk. Hell Kr. 3 in zweiter Auflage die seit ähren vergriffene Broschüre Grundlagen und Ziele des religiös-liberalen Judentums «an or. Joseph Rordm-EHwrleu preis 0.76 Mk. | Bestellungen beim Verlag der „Jüdisch-hberalen Zeitung* Berlin SW 48, Wilhclmstraße 147 Israelitischer Gottesdienst in ZrankfurtE. Liberaler Ritus: Harmtfynagoge. Freitag, d. 1. 3., abds. 5.45, Lehrvortrag Rabbiner Dr. Gott schall. Sonnabend, d. 2. 3., morg. 9, nachm. 4, Ausgang 6.55. Wochengottesdienst: morg. 7.30, nachm. 4. Westendsynagoge Freitag, d. 1. 3., abds. 7, Predigt Rabbiner Tr. Satzberger. Sonnabend, d. 2. 3., morg. 9.30, Ausgang 6.55. Wochengottcsdicnst: morg. 7.30, abbä. 7. Konservativer Ritus: Synagoge am Börneplay Freitag, d. 1. 3., abds. 5.40. Sonnabend, d. 2. 3., Frühgottesdienst 7, morg. 8.15, nachm. 4 Vortrag Rabbiner Dr. Hoffmann für junge Leute: „Die Grundlehren des Judentums im Anschluß an Maimonides". Ausgang 6.55. Wochengottesdienst: morg. 6.45, nachm. 5.30. Synagoge Bockenheim. Freitag, d. 1. 3., abds. 5.40, Bortrag Dr. Köhler. Sonnabend, d. 2. 3., morg. 8.45, nachm. 4, Ausgang 6.55. Wochengottesdienst: morg. 7.10. Israel. Kranker.starrs Gagernstr. 36. Freitag, d. L 3., abds. 5.40. Sonnabend, d. 2. 3., morg. 8.15, Nachmittags und Abendgottesdienst 6.15. vivlUlji8vk-Ubsi-a!viugvnllgvmvin8okattfranki.a.R. feiert ihr dieslfthriges Jli-Fest am Sonntag, den 3. Mira 1929 ISPi-: Uhr in den Räumen der 'Frankfurt Loge im Rahmen eines grossen Gesellschafts-Abends Der Abend ist absichtlich nicht nur als Bali gedacht, sondern soll zugleich weitesten Kreisen der Erwachsenen durch einen rern künstlerischen Teil Erlesenes bieten. Es gelangt die „Revue der Jugend“ zur Aufführung, die von Herrn Alfred Anetb ch verfasst ist und unter der künstlerischen Regie der Herren Alfred Anerbach uud Hermann Geiger steht. In Einzelbildern, die als Tanz- oder musikalische Pantomimen mit Dialogen wechseln, wird die Jugend der einzenen Zeitepochen mit künstlerischer Umrahmung und verbindenden Worten dar. estellt. (Jugend der Renaissance, Jugend des Uokoko, Jugend- Biedermeier, Jugend tanztWalzer 1800, Jugend von 1900, Jugend rebelliert, inilationsjugend 1923, Krankheit der Jugend 1928, Jugend bleibt Jugend 1929) Darsteller und Mitwirkende sind Mitglieder der Schauspielschule und Opernklasse des Dr. Hoch’sehen Konservatoriums sowie Angehörige unserer Gesellschaitskreise. Die malerische Ausgestaltung der Bühne fertigt Prl. Lotte Eichelgrün. Die Tanzkapelle wird von The Shocking Boys unter Leitung von Arnold Heinz Eichmann gestellt. Eintrittskarten sind zum Vorverkaufspreise von RM. 3.75 bei Wronker, Schatzki, der Buchhandlung Volksbildungsheitn und den Angehörigen der Jüdisch-Liberalen Jugendgemeinschaft zu haben. Verlag: Vereinigung für das liberale Judentum e. V., Berlin SW. '18. — Beraniwonltche: Redakteur: Dipl.-Ing. Bruno Woyda, Berun N^. Druck: Hermann Wegner & Lo., Beriin-Maeienbors. 79 950 ^995 ^:+++.D

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