Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 8 (1928)
- Issue
- 52 (29.12.1928)
- Date
- 1928-12-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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rneindemitglicdcr cingeladen waren, über den „Weltkongreß des libc ralen Judentums". Redner entwickelte aus seinem Bericht heraus die Ideen und Ziele der liberalen Bewegung. In einer von Juden und Nichtjuden gleichmäßig besuchten Versammlung des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus sprach vor überfülltem Saal die Reichstagsabgeordnete Dr. Marie-Elisabeth Lüders über: „Politische und kulturelle Verwilderung". Anschließend referierte Professor Ziegler (Hannover) über: „Herder und Fichte im Lichte des Antisemitismus und im Lichte der Wahrheit". Beide Vorträge wurden mit Begeisterung ausgenommen. In der kurzen Diskussion machte sich ein nationalistischer Jüngling, der behauptete, von „närdlich-östlich-westlicher" Abstammung zu sein, denkbar lächerlich. Frau Dr. Lüdcrs antwortete ihm mit einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrig ließ. Das Anfang November ins Leben gerufene Jüdische Lehrhaus hat von seiner überraschend starken Anziehungskraft nichts eingebüßt. An dem Geschichtskursus beteiligten sich nach wie vor etwa 150, am Talmudkursus etwa 50 Hörer. Leider weist der Kursus Einführung ins Hebräische von Anfang an einen schwächeren Besuch auf. Kassel. (Wohlfahrtsveranstaltung für den Jsr. Kinderhort.) Ter Jsr. Kinderhort, dessen finanzielle Lage besonders ungünstig ist, der okcher dringender Hilfe bedarf, soll durch eine Wohlfahrtsveranstaltung, die für den 22. Januar unter die Devise „Das Kind in der Kunst" gestellt wurde, größere Mittel erhalten, um allen an ihn gestellten Ansprüchen zu genügen. Eine solche Hilfsaktion ist umso notwendiger, als gerade die Chanukahfeier im Kinderhort den Beweis erbrachte, daß die unter der gegenwärtigen Leiterin stehenden Kleinen tatkräftige Förderung erfahren haben. Kassel. (Goldene .Hochzeit.) In seltener körperlicher und geistiger Frische begeht das Josef Spangenthalsche Ehepaar am 30. Dezember die goldene Hochzeit. Königsberg. (Tödlicher Unfall einer Königsberger Frauenführerin.) Nachdem die Königsberger jüdische Frauenbewegung erst vor kurzem durch den Tod Franziska Altmanns einen schweren Verlust erlitten hat, hat sie nunmehr ein tödlicher Unfall, von dem Frau Betty Striemer, Gattin des Justizrats Albert Striemer, betroffen wurde, in tiefe Trauer versetzt. Frau Striemer wurde auf der Straße von einem infolge der durch den Frost eingetretenen Glätte abgleitenden Lastauto erfaßt, geriet unter die Räder und wurde in entsetzlicher Weise verstümmelt, so daß der Tod bald nach dem Unfall eintrat. — Die Verewigte hat sich durch ihr mildtätiges Wesen ganz besonders ausgezeichnet. Den Schwesternbund der Kantloge im U.O.B.B. leitete sie Jahre hindurch und hat auch hier mit großer Anteilnahme sich besonders zur Behebung der Leiden ihrer bedürftigen Mitschwestern eingesetzt. Auch in überkonsessionellen Organisationen arbeite Frau Striemer mit. Während des Krieges leitete sie eine Arbeitsstube für Strickwaren im Nationalen Frauendienst, in der 659 Strickerinnen beschäftigt wurden; sie gehörte auch dem Arbeitsvorstand des Nationalen Franendienstes an und nahm an seinen Beratungen regen Anteil. Das tragische .Hinscheiden dieser in weitesten Kreisen beliebten Frau erregt innerhalb Königsbergs allgemeine Teilnahme. Mannheim. (Jubiläum des S y n a g o g e n ch o r s.) Ter Klaus-Synagogenchor konnte auf eine 10 jährige Tätigkeit zurückblicken, und mehrere seiner Mitglieder haben ihin während der vier Jahrzehnte ununterbrochen angehört. Rabbiner Dr. Unna hielt bei der Jubiläumsfeier, deren liturgischer Teil vom ersten Kantor Eppstein bestritten wurde, die Festrede. Der Chorleiter Theo Bodenheim hatte zum Festtage mehrere Kompositionen verfaßt, die erstmalig zu Gehör gebracht wurden. Der Oberrat der Israeliten Badens ließ seine Glückwünsche übermitteln. Das Ereignis wurde noch durch ein Bankett festlich begangen, an dem etwa 150 Personen teilnahmen. Stettin. (Gemeindetag des Provinzialverbandes der Synagogen-Gemeinden Pommerns.) Am Sonntag, den 2. Dezember 1928, fand in den Räumen der Allemania-Loge ein Gemeindetag des Verbandes der Synagogen-Gemeinden Pommerns mit einer reichen Tagesordnung statt. Der Vorsitzende, Herr Justizrat Dr. Lewin, begrüßte die in stattlicher Anzahl erschienenen Delegierten der Provinzgemeinden, die als Gäste geladenen verschiedenen Vertreter von Organisationen, wie Lehrerverband, Provinzialverband der jüdifchen Frauenvereine Pommerns, Bezirksverband der jüdischen Jugendvereine, u. a. m., besonders auch die aus Berlin erschienenen Herren Dr. Freund vom Preußischen Landesverband, Dr. Ollendorff von der Zentralwohlfahrtsstelle und Stadtrat Zielenziger, Potsdam. Herr Rechtsanwalt Schaefer gab einen Ueberblick über die Tätigkeit des Verbandes, dem leider infolge der nicht genügenden Organisation die Geldmittel zu ausreichender Tätigkeit fehlten, indessen wäre mm M Annahme von Bestellungen aus die Züdisch-liberale Zeitung bei allen Postämtern Deutschlands doch immerhin ein Anfang geschaffen, und nach der heute zu erfolgenden Neukonstituierung des Verbandes solle eine umfassende Tätigkeit einsetzen. Gedacht sei an die Schaffung von Bezirkslehrerstellen und auch Bezirksrabbinaten. Darauf erhält Herr Dr. Jsmar Freund, Berlin, das Wort zu seinem Res. rat: „Der Preußische Landesverband und die pommerschen Gemeinden". Der Redner gibt einen kurzen Abriß der Entstehungsgeschichte des Preußischen Landesverbandes und dessen, was er erreicht hat, insbesondere die jährlichen Zuschüsse seitens des preußischen Freistaats. Eine schwerwiegende Frage sei die des Austritts, die zu einem großen Teil durch Steuerflucht hervor- ^crufen werde. Leider seien die kleinen Gemeinden diejenigen, die bei geringen Leistungen die verhältnismäßig größten Beträge ausbringen müßten. Ihnen diese Lasten verringern zu helfen, sei eine wichtige .Aufgabe des Landesverbandes, die wichtigste jedoch sei wohl die Schaffung und Erhaltung von Kantoren- und Lehrerstellen bezw. die Schaffung von Bezirksbeamtenstellen und Bezirksrabbinaten. Die Gemeinden sollten sich immer vertrauensvoll an den Landesverband wenden, der nach Möglichkeit helfend und stützend eingreisen werde. An das Referat schließt sich eine Aussprache, in der die Vertreter der Gemeinden ihre verschiedenen Wünsche zum Ausdruck bringen. Hierauf folgt ein gemeinsames Mittagessen, zu dem die Synagogen-Gemeinde Stettin die auswärtigen Delegierten eingeladen hatte. Im Verlauf der folgenden Ausschußwahl tvird der bisherige langjährige Vorsitzende, Herr Justizrat Dr. Lewin, zum Ehrenvorsitzenden, in den Ausschuß Herr Rechtsanwalt Schaefer als Vorsitzender, sowie die Herren Abrahamsohn, Auerbach, Tr. Elk, Dr. Rosenberg, Peiser, Stettin; Salomon, Schivelbein; Rosenbaum, Pasewalk; Dr. Silberstein, Stargard; Dr. Aron, Stolp; Seelig, Lauenburg; Brilles, Greifenberg, gewählt. Außerdem sollen noch vom Lehrerverband, Provinzial- Frauenverband und Provinzial-Jugendverband Mitglieder in den Ausschuß kooptiert werden. Herr Dr. Ollendorff, Berlin, hebt die Dringlichkeit der Schaffung einer Zentralstelle für die Wohlfahrtspflege in der Provinz Pommern hervor, und es wird beschlossen, eine solche zu gründen. Damit ist der Schlußstein der von der Zentralwohlsahrtsstelle in allen Provinzen Deutschlands begründeten Provinzialstellen gelegt. Die eigentliche Gründnngsversammlung soll im Januar 1929 in Stettin stattfinden. Einen trüben Punkt bildet die Fürsorge für die Turchwanderer. Einige Gemeinden, besonders Lauenburg, das an der Grenze liegt, klagen sehr über diese Lasten. Andererseits ist kaum eine Möglichkeit zu finden, diese Durchwanderer, die nur zu oft arbeitsscheu sind, zu einer geregelten Arbeit zu bringen. Es soll nach eingehender Aussprache eine Zentralisierung durch Bildung von 1 oder 2 Arbeiterkolonien in Pommern stattfinden. Näheres soll jedoch erst auf der Gründungs- Versammlung der Zentralwohlsahrtsstelle im Januar beschlossen werden. Der Erfolg einiger inzwischen mit Herrn Dr. Freund stattgesundener Einzelkonferenzen ist, daß 3 Bezirkslehrerstellen, und zwar in Stralsund, Labes und Greifenberg, geschaffen tverden, auch das Rabbinat in Kolberg soll neu besetzt werden. Nach diesen erfolgreichen Verhandlungen schließt der Vorsitzende mit einem Dank an die Versammlung, an die Synagogen-Gemeinde Stettin und an die Allemania-Loge den würdig und befriedigend verlaufenen Gemeindetag. Stettin. (Aus dem G e m e i n d e l e b e n.) Im vergangenen Jahr ist hier viel wertvolle Gemeindearbeit geleistet worden. Im Mai wurde eine Gemeinde-Bücherei gegründet, die Bücherausgabe erfolgt ehrenamtlich durch Damen und Herren der hiesigen Gemeinde. Die Bücherei, zu der auch der aufgelöste Knaben-Verein einen Betrag und die Allemania-Loge wissenschaftliche Judaica beigesteuert hat, umfaßt wissenschaftliche, belletristische und homiletische Werke meist jüdischen Inhalts, auch die jüdische Enzyklopädie und das Jüdische Lexikon sind vorhanden. Der Besuch ist in ständigem Zunehinen begriffen und betveift, wie notwendig und gern begrüßt diese von der Synagogen-Ge meindc neugeschaffene Einrichtung ist. Im Wintersemester sind Vorträge und Arbeitsgemeinschaften für die Gemeinde-Mitglieder eingerichtet worden. Herr Rabbiner Dr. Elk hielt einen Vortragszyklus über „Die Entstehung des Christentums und seine Loslösung vom Judentum". Herr Rechtsanwalt Schaefer gibt Kurse im Hebräischen, Herr Dr. Rosenberg bildete eine Arbeitsgemeinschaft für ims Thema „Geschichte der antisemitischen Bewegungen". Alle Veranstaltungen werden aus Mitteln des Gemeinde-Etats bestritten und sind für die Teilnehmer unentgeltlich. Am 30. Oktober 1928 fand eine Repräsentanten-Sitzung statt, in der als Steuerquote ein Satz von 12V2 o/o der Reichseinkommensteuer festgesetzt wurde. Als wichtigster Punkt wurde beschlossen, unseren jetzigen Gemeinde-Rabbiner Herrn Dr. Elk auf Lebenszeit anzustellen. Aus der Bewegung Breslau. (Chanukahfeier.) Der Liberale Verein der Synagogengemeinde in Breslau veranstaltete gemeinsam mit dem Jüdischen Liberalen Jugend-Verein Abraham Geiger am Sonnabend, den 7. Dezember, im großen Saale der Gesellschaft der Freunde eine wohlgelungene Chanukah-Feier. Nach einem von Herrn Organist Schäfser vorgetragenen Harmonium-Vorspiel sang Herr Oberkantor Borin aus dem Elias, worauf der erste Vorsitzende, Herr Erich Bayer, die Bedeutung des Chanukahfestes und den Sinn der Veranstaltung in meisterhafter Rede veranschaulichte. Das Anzünden der Chanukah-Lichtc durch Herrn Oberkantor Borin »var von dem gemeinsamen Gesang des Chanukahliedes begleitet, worauf ein Harmonium-Nachspiel den religiösen Teil der Feier beendete. Der Saal tvar bis auf den letzten Platz von allen liberalen Kreisen der hiesigen Gemeinde gefüllt und bot ein überaus festliches Bild. Nach einem von Herrn Günther Brinitzer verfaßten Chanukah- Festspiel verblieben die Festteilnehmer bis in die späten Nachtstunden bei fröhlichem Tanz beisammen. Eine rege Werbetätigkeit hat der liberalen Sache durch diese Veranstaltung, die die erste ihrer Art seitens des Hauptvereins war, etwa 100 neue Mitglieder gebracht. Frankfurt a. M. (Generalversammlung des Freisinnigen Vereins für jüdisches Gemeindeleben.) Ter in Nr. 51 vom 21. Dezember hier abgedruckte Bericht enthielt einige sachliche Unrichtigkeiten, die wir hiermit richtigstellen: Die Versammlung fand nicht am 6., sondern am 13. Dezember statt und wurde von dem Vorsitzenden des Freisinnigen Vereins, Herrn San.-R Dr. Ettlinger, geleitet. Die Aufnahme von 2 bezw. 4 Jli-Mitgliedern in den Vorstand bezw. Ausschuß des Vereins wurde nur angeregt, aber noch nicht definitiv beschlossen. Ferner ist in dem Bericht irrtümlicherweise von dem „Philanthropin" als einer jüdisch-liberalen Konfessions-Schule die Rede getvesen; in Wirklichkeit ist diese Anstalt bekanntlich eine im wesentlichen von Juden besuchte Schule mit simultanem Charakter, die den einzelnen jüdischen Richtungen gegenüber neutral ist. Als solche neutrale Schule ist sie auch von allen Diskussionsrednern der Versammlung bezeichnet worden. Kalendarium f. die Zeh v. 22.12. b. 29.12.28 | Dezember 1928 Tewev 5689 Sonnabend 29 16 Wochenabschnitt: Waj'chi Haftarah: I. Könige Kap. 2, 1—12 Sabbat-Ausgang: 4.49 Uhr Sonntag 30 17 Montag 31 18 Januar 1929 Dienstag 1 19 Mittwoch 2 20 Donnerstag 3 21 Freitag 4 22 Sonnabend 5 23 Neumondiveihe Wochenabschnitt: Sch'mauß Haftarah: Jesaia 27, 6—13; i 28, 1—13; 29, 22—23 Sabbat-Ausgang: 4.56 Uhr — Inserieren bringt Gewinn! Amtur. merseliunila Vormiilags-Abei dschule i rivate Vorbereitungsanstalt. Direktor Danziger Berlin, Ahe JaWohstraße 125 Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. venu. kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lfltzowstraße 44, Telephon: Lützow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a Bcke Fasanenstraße, Telephon: Steinnlatz 1835 r Statt Harten Oie Verlobung ihrer Coftter Herta mit Herrn Moritr Sdtjloss beehren §ich anrureigen. Wilhelm Kleemarin u. frau Lucie geb. frietUaemler Veremder 1928. Verla Mcmami Moritr Schloss Verlobte fasanenstraße 77 von der hrtjdtstraße II Zu Hause: Sonntag, den 6. Januar 1929 J Staatlich genehmigte Frauenschule aut dem Lande Wolf ratshausen im Isartal. 580 m fi. M. (Gründung des jüdischen Frauenbundes Ortsgruppe München) bildet junge Mädchen aus zu tüchtigen Hausfrauen und schafft die Grundlage zum Wirtschaftsberuf zum Sozialberuf und zum Lehrberuf Die Schule wird streng rituell geführt Prospekt, Auskunft, Anmeldung: Leitung der Schule, HannaH Bodenh imer, Wolfratshausen, Frau Recha Stark, München, nauchstrasse 12,1. Vor kurzem erschien: Los vom Zionismus Von Fritz Blankenfeld, Kimchi, Ernst Ludwig Pinner Preis Mk.2.- ,,Diese Bekenntnisse dürfen nicht nur als documems humains gewertet werden. Sie sind vielmehr die Widerlegung des zionistischen Dogmas durch Spruchbefugte und Spruchberechtigte“. (C. V. Zeitung) ,, , . . neue Waffen für unsere alten Kämpfe“ . . , (Jüdisch-liberale Zeitung) Zu beziehen d. alle Buchhandlungen oder direkt vom J. Kauffmann Verlag Frankfurt a./M., Schillerstr. 19 Dr. Ing. Ludwig magnus Charlotte magnus geh. Fachs Vermählte Berlin-Wilmersdorf, im Dez. 1928 z. Zt. auf Reisen maierarbeiien lener Irl Renovierung von Wohnungen, ßescnattsioHalen, Fassaden etc. Robert Gntheim wso, Kulmbacherstr.7 Fernsprecher: Ldtzoui 6280 Kostenanschläge gratis In unserer Alterversorgungs-Anstalt Lxerzierstraßc ist zum 1. April 1929 die Stelle des Inspektor-Ehepaares neu zu besetzen. Die Anstalt hat über 100 Insassen und wird nach den Bestimmungen des Religions-Gesetzes geführt. Die Besoldung richtet sich nach der staatlichen Besoldung: ordn ng, Gr. IV e bzw. Gr. VIII. Personen, die sich für geeignet haben, einem solchen Heim alter Menst hen vorzustehen, wollen ihre Bewerbung mit Lebenslauf und Angabe von Aller und Familienverhältnissen bis zum 20. Januar 1929 an den Vorsitzenden des Kuratoriums, Herrn James Goldschm.dt, Berlin NW, Levetzowstraße 12, richten. Berlin, im Dezember 1928 Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Berlin Beka nntgnachung Für unsere Volksschulen (Knaben u. Mädchen) su hen wir zum 1. April 192g Je 2 Lenrer und Lehrerinnen Einer Lehrerin soll evtl, die provisorische Leitung der Schule übertragen werden. Die Gehaltsregelnng erfolgt nach Staat». Grundsätzen. Bewerbungen sind, unter Beifügung eines Lebenslaufes und Zeugnissen, bis zum 4. Januar 1929 an das SchutbUro O-anlenburgerst. 29 einzureichen. Berlin, den 20. Dezember 1928 Vorstand der Jüdischen Gemeinde Die Kreisrabbinerstelle der Israelit. Religionsgemeinde Bingen (liberal) ist baldigst zu besetzen. Die Besoldung erfolgt entsprechend der sta; tl. Besoidungsordng oder nach Vereinbarung Geeignete Bewerber werden gebeten. Zuschriften mit Lebenslauf, Zeugnissen und Ge'iatsansprüchen au den Vorstand z. H des Herrn Justizrat Dr. Marx in Bingen a. Rh. zu richten. Der Vorstand der isr. Religionsgemeinde Bingen a. Rh. Israelitischer Gottesdienst in Frankfurt/7N. Liberaler Ritus: Hauptsynagoge. Freitag, d. 28. 12., abds. 4.30, Lehrvortrag Rabb. Dr. Lazarus. Sonnabend, d. 29. 12., morg. 9, nachm. 4, Ausgang 5.25. Wochengottesdienst: morg. 7.30, nachm. 4. (früher Synagoge an der Freiherr von Steinstraße.) Synagoge Freiherr vom Stein-Straße. Freitag, d. 28. 12., abds. 6, Predigt Rabb. Dr. Gottschalk. Sonnabend, d. 29. 12., morg. 9.30, Ausgang 5.25. Wochcngottesdienst: morg. 7.30, abds. 7. Konservativer Ritas: Synagoge am Börnepiatz Freitag, d. 28. 12., abds. 4.10, Vortrag des Herrn Dr. Unna. Sonnabend, d. 29. 12., Frühgottesdienst 7.15, morg. 8.15, nachm. 4, Vortrag Rabb. Dr. Hosfmann, für junge Leute: „Die Grundlehren des Judentums im Ansch uß an Maimonides", Ausgang 5.25. Sonntag, d. 30. 12., Thillim-Vortrag Rabb. Dr. Hossmann, abds. 6. Wochengottesdienst: morg. 7.10, nachm. 4. Synagoge Bockenhelm. Freitag, d. 28. 12., abds. 4.10, Bortrag Rabb. Dr. Köhler. Sonnabend, d. 29. 12., morg. 8.45, nachm. 4, Ausgang 5.25. Wochengottesdicnst: morg. 7.10. Iiracl. Krankenhaus Gagernstr. 36. Freitag, d. 28. 12., abds. 4.10. Sonnabend, d. 29. 12., morg. 8.15, Nachmittags- und Abendgottesdienst 4.45. Bering: Vereinigung für das liberale Judentum e. ’S., Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Woyda, Berlin NW. 23. — Druck: Hermann Wegner 6- Co., Beriin-Mariendorf. 87418969