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Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-12-21 · 51 (21.12.1928) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
51 (21.12.1928)
Date
1928-12-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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v.*M :. “I Hochwohlgeboren zu bitten, mit allem möglichen Nachdruck auf eine Verbesserung des polizeilichen Schutzeder Friedhöfe aller Konfessionen und auf ein« mit allen- Mitteln durchzuführende Verfolgung der Täter hinzuwirken." Der Eentral-Verein, Ortsgruppe Harburg, veranstdltete am Mittwoch, den 18. Dezember, eine stark besucht«, öffentliche Protestkundgebung gegen die Friedhofsschänder, in der Herr Geh. Konsistorialrat Prof. P. Baumgarten sprach. Harburg. (Drei Mittäter der Friedhofsschändung verhaftet.) Der Kriminalpolizei ist es gelungen, drei der Mittäter (junge Burschen) zu verhaften, die kürzlich auf dem israelitischen Friedhof in Harburg zahlreiche Grabsteine umgeworfen und zerstört hatten. Ktttigrberg. (Repräsenta nt e n s i tz u n g.) In der letzten Repräfentantensitzung wurde dem Haushaltsplan für das Berwaltungsjahr vom 1. Oktober 1928 bis 30. September 1929 zugestimmt. Der Etat balanzierte mit Mk. 363162,—. Die Einziehung der Steuern fstr die Synagogenaemeinde wird ab 1. Januar nicht mehr durch das Finanzamt, sondern durch das Gcmeindebüro erfolgen. Zu diesem .Zweck soll für den Bürodienst eine weitere weibliche Kraft eingestellt werden. Nur die rückständigen Steuerzahler werden dem Finanzamt zwecks zwangsweiser Beitreibung aufgegeben werden. Die Versammlung ermächtigte den Gemeindevorstand, eine Umlage von Mk. 260 000,— aufzunehmen, deren Deckung am Etat fehlt. Dem Antrag des Gemeindevorstandes auf Erhöhung des Steuersatzes von 15 auf 20 o/o rückwirkend vom 1. Oktober des Jahres wurde zugestimmt, ebenso der eventuellen Einziehung einer Nachtragsrate von 2 o/o für den Fall, daß diese noch erforderlich werden sollten. Königsberg. (Todesfall einer Frauenführerin.) Hier verstarb nach langem schweren Leiden Fräulein Franziska A l t - mann, die in der Königsberger Frauenbewegung eine hervorragende Rolle gespielt hat. So war sie lange Zeit hindurch Leiterin der piesigen Ortsgruppe des Verbandes für weibliche Angestellte und setzte sich sehr intensiv für eine Besserung der sozialen Lage der Angestellten ein. Auch dem Vorstände des Nationalen Frauendienstes, des Vereins für Frauenstimmrecht und der Frauengruppe der Deutschen Demokratischen Partei gehörte Franziska Altmann an und überall wurde ihr Rat hochgeschätzt. Auch im jüdischen Leben hat sich die Verewigt« ausgezeichnet. Mit großem Interesse nahm sie lang« Zeit hindurch an den Arbeiten des Vorstandes der Ortsgruppe Königsberg des Eentral-Bereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens teil. Di« Beisetzung fand unter zahlreicher Beteiligung aus weitesten Kreisen der jüdischen und nichtjüdischen Frauenbewegung statt. Nach den Worten des Rabbiners würdigte namens des Stadtyerbandes der Königsberger Frauenvereine Frau Rektorin Kirchner die Verdienste der Verewigten um die Königsberger Frauenbewegung. In der Frauenrundschau der deutschvolksparteilichen Königsberger Allgemeinen Zeitung veröffentlicht Else Migge einen sehr warm empfundenen Nachruf, in dem sie besonders hervorhebt, daß Franziska Altmann eine durchaus überzeugte deutsche Jüdin war, die duldsam und verständnisvoll gegenüber allen Andersdenkenden eingestellt war. München. (Pfarrer als Jude verprügelt.) Der protestantische Pfarrer Glcnk aus Melkendorf bei Kulmbach traf vor kurzem in der Nähe seines Pfarrdorfes aus ein mit Hakenkreuzlern besetztes Auto, dessen Insassen ihn nach dem Weg« fragten. Als der Pfarrer, um Auskunft zu geben, an den Wagen herantrat, rief einer der Hakenkreuzler plötzlich: „Das ist ja ein Jude!", worauf die ganze Bande sich über den Pfarrer stürzte und ihn fürchterlich verprügelte. Die „Münchener Post" macht für diese und ähnlich« hakenkreuzlerische Ausschreitungen in Obersranken den Regierungspräsidenten von Bayreuth, von Stößenreuther, verantwortlich. Plauen. (Bau einer Synagoge.) Die Israelitische Religionsgemeinschaft wird auf einem käuflich erworbenen Grundstück an der Senefelderstraße Straße in Plauen eine Synagoge erbauen. Die Pläne, die bereits die Genehmigung des Bauausschusses gefunden haben, stammen vom Architekten Dipl.-Jng. Fritz Landauer, München, der als Spezialist auf dem Gebiete des Synagogenbaues gilt und erst kürzlich bei einem Preisausschreiben in München die beiden ersten Preise erhalten hatte. Ihm wurde auch die Bauleitung übertragen. Mit dem Bau wird in nächster Zeit begonnen werden. Potsdam. (Entfernung einer antisemitischen Inschrift.) Der Landwirt Emil Hewerer in Bergholz bei Michendorf (also etwa 1 Stunde von Berlin entfernt) hatte an seinem Gutshof eine Tafel mit folgender Inschrift anbringen lassen: „Juden, Agenten, Hausierern und Musikanten ist das Betreten meines Hauses untersagt!" Die Republikanische Beschwerdestelle Berlin wandte sich an den Landrat in Belzig. Dieser gab den Vorgang an den Oberstaatsanwalt in Potsdam. Der Oberstaatsanwalt lehnte ein Einschreiten ab,, da 8 130 St.G.B. nicht verletzt sei. Auf eine erneute Vorstellung bei dem Landrat, die Tafel auf dem Verwaltungswege mit polizeilichen Mitteln entfernen zu lassen, erwiderte der Landrat Dr. Bohne in Belzig ablehnend. Darauf wandte sich die Beschwerdestelle an den Regierungspräsidenten in Potsdam und wies darauf hin, daß die Auftchrift ztveifellos geeignet sei, die jüdische Bevölkerung zu provozieren und sie in den Augen ihrer Mitbürger verächtlich zu machen. Der Regierungspräsident in Potsdam hat unter dem 5. Dezember folgendermaßen entschieden: „Auf di« dortige Eingabe vom 19. v. M. ertvidere ich, daß ich den Landrat des Kreises Zauch-Belzig angewiesen habe, das Erforderliche zur Beseitigung der Verbotstafel an dem Bauerngehöft in Bergholz zu veranlassen. Recklinghausen. (WerbeWoche des jüdischen Jugendvereins.) Zu einer überaus spontanen Kundgebung gestaltete sich diese seitens des Jugendvereins veranstaltete Werbewoche. Es zeigte sich bei dieser Gelegenheit klar und deutlich, daß in den mittleren Gemeinden heute gerade die Jugendvereine es sind, die als di« Träger des geistigen und religiösen Lebens angesprochen werden müssen. Die Werbewoche war tn 5 Abende eingeteilt. Im Mittelpuntt der Veranstaltungen stand eine musikalische Abendfeier in der Synagoge, bei der der Synagogenchor daS „Ma Tauwo" und „Zadik Katomor" in überaus eindrucksvoller Weis« zu Gehör brachte. Frau Rhee sang „Das Jerusalem" von Mendelssohn-Bartholdy, daS den Beifall der Hörer in sehr starkem Maße fand. Prediger Horwitz hatte es übernommen, den Abend mit einem Bortrag über die Bedeutung der synagogalen Musik einzuleiten, während Alfred Aron di« Begleitung am Harmonium in dankenswerter Weis« übernommen hatte. Die Feier hinterließ den nachhaltigsten Eindruck bet allen Teilnehmern. Am Freitagabend schloß sich im engeren Kreise für die Mitglieder des Jugendbundes eine Freitagabendfeier an, die zeigte, wie irotwendig es unseren hier nicht beheimateten Mitgliedern das Elternhaus zu«ersetzen. Auch dieser Abend verlief in schönster Harmonie. Der Hauptabend innerhalb der Werbewoche fand am Samstag, den 24. 11., statt. Die Gemeindemitgliedcr und zu unserer großen Freude die Jugendlichen, hatten sich in sehr stattlicher Anzahl cingefunden. Der Saal war kaum imstande, alle Besucher zu fassen. Zu unserer besonderen Freude konnten wir die Vertreter der Stadt und zwar den Dezernenten des Städtischen Jugendamtes, Herrn Stadtrat Dünnebacke, begrüßen. Anwesend waren ferner die Kreisjugendpflegerin Fräulein Overkamp und der Stadtjugendpfleger Herr Oberlehrer Marx. Herr Amtsgerichtsrat Dr. Stern begrüßte die Erschienenen, insbesondere die städtischen Vertreter und den Redner des Abends, Herrn Rabbiner Dr. Hahn-Essen. Es folgten zunächst Ansprachen der Vertreter sämtlicher Behörden und Gemeinden. Es war bereits 10 Uhr geworden, als Herr Rabbiner Dr. Hahn das Wort zu seinem Referat „Die Not der jüdischen Jugend" nehmen konnte. Innerhalb seines Referats behandelt« er alle Fragen, die geeignet waren, die Not unserer heutigen jüdischen Jugend aufzudecken und kargte auch nicht mit ernsten Ermahnungen an das Alter, ihr Interesse mehr wie bisher der Jugend zu weihen, um den Trägern der Zukunft di« Möglichkeit zu geben, das, was unsere großen Vorfahren geschaffen haben, hinaus zu tragen in eine bessere und glücklichere Zukunft. Als besonders erfreulich soll hier erwähnt werden di« Tatsache, daß seitens der Stadt und deren Dezernenten Herrn Dünnebacke uns ein Bauplatz zur Errichtung eines Jugendheimes in Erbpacht gegeben worden ist. Die Vorarbeiten, daß unser Werk gelinge, sind im Gange und wir wollen hoffen, daß dieser Abend dazu beigetragen hat, alle Mitglieder unserer Gemeinde aufzurufen, dem Jugendverein zu dem zu Helsen, was ihn einzig und allein dauerhaft gestaltet: Ein eigenes Heim. Den Abschluß der Werbewoch« bildete ein gemütlicher Abend, der allseitig« Befriedigung auslöste. Ulm. (Goldene Hochzeit.) Die am 24. Dezember ds. Js. stattfindend« goldene Hochzeit des Leopold Essingerschen Ehepaares, einer der ältesten und angesehendsten Familie unserer Gemeinde, verdient auch in diesen Blättern wegen seiner selbstlosen und wohlwollenden Betätigung auf den verschiedensten Gebieten der Nächstenliebe rühmende Erwähnung. Leopold Efsinger war Zeit seines Lebens an den Geschicken der Israelitischen Gemeinde Ulm stark interessiert und übernahm im Jahre 1881 das Ehrenamt eines Mohel, das er bis 1. 10. 1919 innehatte. Mit Glück konnte er 350 Beschneidungen ausführen. Dem Israelitischen Wohltätigkeitsverein gehört Herr Essinger seit dem Jahr 1881 an. Er war 1b Jahre im Ausschuß, 25 Jahre Vorstand und ist seit 8 Jahren Ehrenvorsitzender des Vereins. 1907 erhielt er eine öffentliche Anerkennung durch Verleihung der Karl- Olga-Medaille in Silber; auch sonst wurde ihm anläßlich des 75jährigen Bestehens des Wohltätigkeitsvereins manch« Ehrung zuteil. Von 1913—1923 war Herr Essinger Mitglied des Vorsteheramtes, der Israelitischen Gemeind« Ulm und mußte damals wegen Krankheit ausscheiden. Aus der Bewegung Fraukfurt a. M. (Generalversammlung des FreisinnigenVereinsfürjüdifchesGemein beleben.) Am 6. Dezember, um 19 V* Uhr, eröffnet« der Vorsitzende, Herr San.-Rat Dr. Ettlinger, di« Generalversammlung. Laut Punkt 1 der Tagesordnung wurden zuerst der Geschäfts- und der Kassenbericht verlesen und dem Kassenführer Entlastung erteilt. Hierauf setzte sofort, unter Umgehung der übrigen Punkte der Tagesordnung, eine lebhafte Diskussion ein, in der man über das zukünftige Tätigkeitsprogramm des Vereins beriet. Besonder« Erwähnung verdienen die Reden der Herren Dr. Geiger, Justizrat Blau und Rechtsanwalt Dr. Hoffmann, die in überaus lebhafter und eindringlicher Weis« gründliche und eingreifende Aenderungen gegenüber dem bisherigen Verhalten verlangten und zu aktiver und reger Mitarbeit in der Gemeindepolitik drängten. Hierzu brachte Herr Justizrat Dr. Blau den Antrag ein auf allmonatliches Zusammenkommen und Diskutieren aller aktuellen Fragen, damit der weitaus aktiveren konservativen und zionistischen Fraktion in der Gemeinde zukünftig eure starke, geschlossene liberale Gruppe entgegengestellt werden könne; der Antrag wurde mit überwiegender Mehrheit angenommen. Einzelne Diskussionsredner verbreiteten sich ausführlich über Themen wie die liberal-jüdische Konfessionsschule (wie wir sie in Frankfurt im „Philantropin" besitzen), über Bau und Anlage des neuen Gemeindefriedhoses usw., — alles Fragen, die vom Standpunkt des liberalen Judentums von unschätzbarer Wichtigkeit sind, deren Erörterung aber natürlich in das Arbeitsprogramm des ganzen Jahres gehört und nicht in die Generalversammlung, di« über die Jahresarbeit Bxricht zu erstatten hat. Durch die Ausdehnung, die die Erörterung der genannten Fragen gewann, verging so viel Zeit, daß man zu dem Hauptpunkt des Abends, der Wahl neuer Vorstandsmitglieder, nicht mehr kam und dies« Wahl auf die erste der geplanten monatlichen Zusammenkünfte — die dann wieder als offizielle Generalversammlung zu fungieren habe — verlegte. Kurz behandelt wurden Fragen der sehr dringend gewordenen Propaganda; man sprach davon, di« Jüdisch-lib«rale Zeitung zu solcher Propaganda zu benutzen, und faßte ferner die Veranstaltung eines von «in«r bedeutenden Persönlichkeit zu haltenden jüdisch-liberalen- WerbevortrageS ins Auge. Schließlich bestimmte man Fräulein Edith Falk als regelmäßige Berichterstatterin über die vom Verein geleisteten Arbeiten für di« Jüdisch-liberale Zeitung. Den Abschluß der Beratungen bildet« ein« mit Begeisterung vorgetragen« Red« des Herrn Dr. Hugo Hoffmann, der die reg« Arbeit der jüdisch-liberalen Jugend hervorhob, di« im Jli zusammengeschossen lebhaftes Interesse für all« jüdischen Fragen zeige. Dr. Hoffmann beantragt« di« Aufnahme zweier Jli-Mitglieder in den Vorstand des- Freisinnigen Vereins; der Antrag wurde angenommen. Es darf gesagt werden, daß mit d«r vierstündigen Diskussion dieses Abends ein neuer, ftischr Geist des festen Willens zu positivem Handeln in den Verein eingezogen ist. Es bleibt zu wünsch«, daß der Funkegezündet hat und zur ^Flamme begeisterten Arbeitens anwachse! Lieguitz. (Chanukah-Feier des Liberalen Vereins.) Am Mittwoch, den 12. Dezember, hielten wir, wie alljährlich, in den Räumen der Silesia-Loge unsere Chanukah-Feier ab,, an welchr, zu unserer Freude, annähernd 100 Personen teilnahmen. Herr Kantor Sommerfeld vollzog die Lichterweihe, und alle Anwesenden sangen das „Moauszur", erst den hebräischen und danach den. deutsch« Text. Hieraus begrüßte unser 1. Vorsitzender, Rechtsanwalt Dr. Schyer, die versammelten Mitglieder und Gäste und würdigte in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Chanukah-Festes. — Die anschließende Teetafel gab Gelegenheit zu gemeinsamer Unterhaltung, bis Herr Dr. Schyer nochmals das Wort ergriff. Er gab der allgemeinen, großen Teilnahme Ausdruck, welch die Nachrich von dem so frühen Ableben eines treuen und lieben Mitgliedes , unserer Jugendgruppe hervorgerufen hatte. Dieses blühende, junge Geschöpf, dessen Heimgang alle, die es kannten, aufs tiefste beklagen müssen, ist Magda Kamm. Zu Ehren ihres Andenkens erhoben sich, all« Anwesenben von den Plätzen und manchs Auge schimmerte! feucht. Nun erteilte^ der 1. Vorsitzende unserem verehrten Gast,. Frau Paula Ollendorff-Breslan, das Wort zu dem voll Spannung erwarteten Bericht über: „Di« liberale Weltkonferenz". Was uns Frau Ollendorff erzählt« und wie sie es tat, war unübertrefflich underweckt« stärkstes Interesse aller Hörer. Sie ließ vor unserem geistigen Auge das festlich Bild des Herrenhauses zu Berlin erstehen und schilderte uns in begeisterter Rede die hervorragendsten Persönlichkeiten , dieser Weltkonferenz, zu welchr Teilnehmer aus aller Herren Länder herbeigeeilt waren. Insbesondere gelang es der Rednerin, ihren Zuhörern di« Persönlichkeit von Claude G. Montefiore (London), dem: Präsidenten des Weltverbandes für religiös-liberales Judentum, und von Lily H. Montagu (London) zu chrakterisieren. Die Rednerin. übermittelte sodann den Grundgedanken von Baecks General-Referat.. — Der begeisterte Beifall nach dem 1 stündigen Vortrag bewies Frau: Ollendorff, mit welchm Interesse die Hörer ihrem Bericht gefolgt: waren. Der 1. Vorsitzende dankte der verehrten Referentin in überaus herzlicher Weise für das, was sie uns mit diesem Bericht gegeben, habe und sprach, zugleich im Sinne aller Anwesenden, die Hoffnung aus, Frau Ollendorff recht bald wieder bei uns begrüßen zu können. Di« Eindrücke dieses Abends werden noch lange in uns nachklingen. Es war 11 Uhr geworden, als man heimwärts ging. Vereinsnachrichten Verein Hanptfynagoge, Frankfurt a. M. Acnderung der Lehrvor träge: am 21. 12., 26. 12., 4. 1. Dr. Lazarus: Jüdisch Mystik, anschließend Dr. G o t t s ch a l k: Apokryphen, Dr. S a l z - berger: Hagiographen. Mitteilungen Ein« 40000 Dollar-Tempelstiftuug. Die Inhaber von Warner Bros., einem der größten amerikanischir Filmkonzerne — H. M. Warner, I. L. Warner und Major Albert Warner — haben für den Tempel B'nai B'rith in Los Angeles- 40 000 Dollar zur Beschaffung von Wandgemälden für den Tempelneubau gestiftet. Die Gemälde wurden von Hugo Ballin, einem bekannten amerikanischen Maler, bereits in Angriff genommen. Es dürft« bekannt sein, daß die Gebrüder Warner bereits vor etwa einem.Jahr 150 000 Dollars zur Anlage eines großen Sportplatzes für jüdisch Waisenkinder gestiftet haben. Kalendarium s. die Zeit v. 22.12. b. 29.12.28 Dezember 1928 Tewev 5889 Sonnabend 22 9 Wochnabschnitt: Wajjgasch Haftarah: Ezechiel Kap. 37, 15—28 Sabbat-Ausgang: 4.44 Uhr Sonntag. 23 10 Fasttag Montag 24 11 Dienstag 25 12 Mittwoch 26 13 Donnerstag 27 14 Freitag 28 15 Sonnabend 29 16 Wochnabschnitt: Waj'chi Haftarah: I. König« Kap. 2, 1—12 Sabbat-Ausgang: 4.49 Uhr Soeben erschien in meinem Verlag Religiös - liberales Judentum Predigt in der Neuen Synagoge zu Berlin anlässlich der Tagung de» Weltverbandes für liberales Judentum am 18. Aagast 1928 gehalten von Dr. Rabbiner C. Seligmann Preis Mark 1.— J. Kautlmann Verlag. Franhlurt am main Verein für Feuerbestattung ln Berlin von 1874, e. V. verm. kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, LUtzowstrafie 44, Telephon: Lfltzow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a Bcke Fasanenstraße, Telephon: Steinplatz 1835 SM. mnetuife Inserieren bring« Oewinnt Vormittags-Abendschule t rivate Vorbereitungsanstalt. Direktor Danziger Berlin, Alte Jakobstrafle 125 naierarbeliee mar tn MamvMraita von wonntingM, •osMRsionieii, Fassaden oto. Robert eathelin woo.KuHnhactierstr.7 FeraspracMr: uitzov 6281 Rostenanschisgo gratis aemeinschalt Hefte für die religiöse Erstarkung des Judentums Herausgegeben von der liberalen Synagoge Norden in Berlin Heit 18 enthalt u. a.: Rabb. Dr. Seligmann-Frank* furf/M.: Moses Mendelssohn als Reformator. Rabb. Dr. M. Salomonski-Berlin: Mendels sohn und Chanukah. Herrn. Falkenberg-Berlin: An der Grabstätte MosesMendelssohn Berichte Ober die liberalen Synagogen Norden, Wilmersdorf, Westend Erhältlich kostenlos durch: Hermann Faikeneero Berlin, lottanstraue 22 Staatlich genehmigte Frauenschoie ad dam Lande Wolfratshausen Im Isartal. 580 m fi. M (Gründung des jüdischen Frauenbundes Ortsgruppe München) bildet junge Mädchen ans su tüchtigen Hausfrauen und schafft die Grundlage sum Wirtschaft«beruf sum Sozialberuf und su«n Lehrberuf Die Schule wird streng rituell geführt Prospekt, Auskunft, Anmeldung: Leitung der Schule, Hanna - Bodenh imer, Woliratshausen, Frau Recha Stark, München, Kauchstrasse 12, L Vor kurzem erschien: Los vom Zionismus Von Fritz Blankenfeld, Klmchl, Ernst Ludwig Pitiner Preis Mk.2.- „Diese Bekenntnisse dürfen nicht nur als docnments humains gewertet werden. Sie sind vielmehr die Widerlegung d s zionistischen Dogmas durch Sprnchbefugte und Spruchberechtigte4*. (C. V. Zeitung) „ . . . neue Waffen für unsere alten Kämpfe“ . . . (Jüdisch-liberale Zeitung) Zu beziehen d. alle Buchhandlungen oder direkt vom ck Kauffmann Verlag Frankfurt a./M., Schillerstr. i9 Israelitischer Gottesdienst in Arankfurt/M. Liberaler Ritus: Himptsyvagoge. Freitag, d. 21. 12., abds. 4.30, Lehrvortrag Rabb. Dr. Lazarus. Sonnabend, d. 22. 18., morg. 9, nachm. 4, Ausgang 5.20. Wochngottesdienst: morg. 7.30, nachm. 4. Synagoge Freiherr vom Stein-Straße. Freitag, d. 21. 12., Freiherr vom Stein-Straße, abdS. 6, Predigt Rabb. Dr. Seligmann. Sonnabend, d. 22. 12., morg. 9.30, Ausgang 6.20. Wochngottesdienst: morg. 7.30, abds. 7. Konservativer Ritus: Synagoge am Börvepiatz Freitag, ü. 21. 12., abds. 4.05, Bortrag des Herrn Ehrenfeld. Sonnabend, d. 82. 12., Frühgottesdienst 7.16, morg. 8.15, nachm. 4, Vortrag des Herrn Rabb. Dr. Hoffmann für junge Leute: „Dir Grundlehren des Judentums im Anschluß an MaimonideS", Ausgang 5.20. Wochngottesdienst: morg. 7.10, nachm. 4. Synagoge Bockenheim. Freitag, d. 21. 12., abds. 4.05, Vortrag deS Herrn Rabb. Dr. Horovitz. Sonnabend, d. 22. 12., morg. 8.45, nach«. 4, Ausgang 5.20. Wochngottesdienst: morg. 7, nachm. 4. Israel. Krankenhaus Gagernstr. 36. Freitag, d. 21. 12., abds. 4.05. Sonnabend, d. 22. 18., nwrg. 8.15, Nachmittag- und Abendgottesdienst 4.40. Verlag: Vereinigung für das liberale Judentum e. TB., Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jug. BrunoWoyda, Berlin RW. 28. — Druck: Hermann Wegner & Co., Berlin-Rartendorf. 8059

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