Mannheim
Compact Memory

Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-11-16 · 46 (16.11.1928) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
46 (16.11.1928)
Date
1928-11-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2613366-2613947-2613993--2934-2620463
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

sorger Tr. P. Lehmann vorangegangen sein werken. Es folgt dann als Abschluß der Reihe ein Vortrag des Herrn Tr. Karl Mennicke- Berlin über „Die sozialistische Weltanschauung in ihren Beziehungen zu den gegenwärtigen Kulturausgaben der Frau". -.Da sich die Drilnehmerschaft bei diesen Winterkursen aus ernststrebendcn Menschen zusammensetzt, wird von der Veranstaltung eine wertvolle Förderung des Friedens unter den Bevölkerungsgruppcn erhosst. / Leipzig. (lOOjähriges Bestehen der Verlagsbuchhandlung M. W. Kauffmann.) In diesem Monat begeht die über Leipzig und Deutschland hinaus bekannte jüdische Verlagsbuchhandlung M. W. Kauffmann das Jubiläum ihres hundertjährigen Bestehens. Der Jubiläumstag ist aus den 15. November festgesetzt. Die Anfänge der Buchhandlung im Jahre 1828 gehen in die Zeit zurück, wo den Juden, mit verschwindend wenigen Ausnahmen, ein dauernder Aufenthalt im Lande Sachsen, also auch in Leipzig, noch nicht gestattet war. Auch der Gründer des Geschäftes, Wolf Kausfmann, konnte vorerst keinen dauernden Sitz in Leipzig nehmen, sondern reiste einmal im Jahr mit seinem ansehnlichen Lager in hebräischen Büchern von seinem Wohnsitz .Hamburg zur Leipziger Messe, um seine zahlreichen, dorthin aus aller Herren Ländern strömenden Glaubensgenossen damit zu versorgen. Anfang der 60cr Jahre zog sein Sohn Moses Wolf Kauffmann endgültig nach Leipzig. 1803 findet sich die Firma erstmalig im offiziellen Buchhändler-Adreßbuch. In diese Zeit fallen auch die ersten größeren Berlagsiverkc in Gebetbüchern usw. 1895 verkaufte M. W. Kaufsmann sein Geschäft an Max Kalmann. Dieser baute die bereits vorhandenen internationalen Beziehungen lveiter ans und widmete sich auch mehr dem verlcgerischen Zweig der jüdischen Wissenschaft und Belletristik. Abraham Geiger, Kayserling, Gust. Karpeles, Jgn. Ziegler, Max Löhr, Lion Wolfs, andcrnteils Herzberg, sowie auf dem Gebiete der Prcdigtlireratur Namen >vie Nobel, Steckelmacher, Joel, Philippsohn, Feuchtwanger, Mühsam u. a. m. sind einige von den vielen Auroren der Firma. Klassiker der Tynagogenkomposition wie Sulzcr, Naumbourg, Weinlraub, Löwenstamm konnten in immer neuen Auslagen erscheinen^ Ferner wurden kantorale Werke von Kürschner, Zivi, Weill, .Heule, Sittcrs u. a. m. erworben. 1926 ging die Firma in den Besitz von Oscar PorgeZ über. Aus Anlaß des Jubiläums gab die Firma einen „Führer durch die neue jüdische Literatur 1828—1928" heraus. Lissa i. P. (S a n i t ä t s r a t T r. Simon S ch^e r b e t.) Am 26. November feiert Herr Sanitätsrat Dr. Simon Schcrbel seinen 70. Geburtstag. Er ist ein treuer Mirarbciter unseres Blattes. Schon frühzeitig, bald nachdem er sich im Jahre 1883 in Lissa i. P. als Arzt niedergelassen hatte, entfaltete er eine rege schriftstellerische Tätigkeit, die sich, nach dem Borbilde von Aron Bernstein, nicht nur auf Popularisierung der Wissenschaften erstreckte — er hat viele Bücher herausgegeben, die zum Teil mehrere Auflagen erlebten —, sondern auch mit besonderer Vorliebe jüdische . Probleme umfaßte. So hat er in seinem Buche „Ueber Ehen zwischen Blutsverwandten" (?. Auflage) die bedeutsame Frage der Verwandtschaftsehen nicht nur vom hygienischen und sozialen, sondern auch vom jüdischen Standpunkte aus behandelt. Bon großem Fleiße und eingehenden Studien zeugt auch sein Buch „Jüdische?lerzte und ihr Einfluß auf das Judentum". Sein warmes jüdisches Interesse bekundet er in vielen Ehrenämtern, z. B. als Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der Synagogengcmeinde in Lissa, als Vorsitzender des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur, als Vorsitzender des Kuratoriums der Wollheimschcn Stiftung (Wollhcimschcs Kranken- und Siechenhaus), der Sachs'schen Stiftung u. a. Dein vielbeschäftigten und geistig so viel interessierten Manne wünschen wir von Herzen noch ein recht langes segensreiches Wirken. Rheydt. (W i e d e r e r st e h e n der Nieder rheinischen Bczirkskonfcrenz.) Die Nicdcrrhcinische Bezirkskonserenz des Vereins israelitischer Lehrer in Rheinland und Westfalen, deren Tätigkeit seit einigen Jahren geruht hat, soll nun Wiedererstehen. Die jüdischen Lehrer am Niederrhein werden für den 21. November zu einer Zusammenkunft in Rheydt eingeladen. Einbcruser ist .Herr Heymaun- Rheydt. Waldenburg. (Todesfall.) In dem in Breslau verstorbenen Lehrer und Prediger Jakob Bähr verliert die Gemeinde glicht nur ihren ehemaligen langjährigen erfahrenen und verdienten Seelsorger, der sich während seiner mehr als 30 jährigen Tätigkeit überall, wohin ihn sein Amt rief, großer Achtung erfreute, die jüdische Beamtenschaft und der Synagogen Gemcinde-Berband Niederschlesien wie der Verein israelitischer Lehrer in Schlesien trauern um ^hn auch, wie die mannigfachen Gedenkreden an seiner Bahre bewiesen, um den treuen Sachwalter ihrer Interessen, dessen sie stets liebevoll gedenken werden Wüstensachsen. (Persönliches.) Der langjährige Vorsteher der hiesigen Gemeinde, Herr G. Buchsbaum, feierte seinen 75. Geburtstag. Als Mitglied der politischen Gemeindcverivaltung hat sich der allgemein geachtete Bürger um die Interessen der Ortsbevölkerung verdient gemacht. Zinten, Ostpr. (Jubiläum als S t a d t v e r t r e t c r.) Sein 30 jähriges Jubiläum als Stadtvertreter beging am 8. November der Ratmann Max Jacobsberg in Zinten. Namens der städtischen Körperschaften überbrachtcn Bürgermeister Weiß und stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Hildebrand die herzlichsten Glückwünsche der Stadt. Sie würdigten eingehend die großen Verdienste Jacobsbergs um die Allgemeinheit, der in selbstloser .Hingabe dreißig Jahre hindurch seiner Vaterstadt gedient habe. Ratmann Jacobsberg har eine Reihe von weiteren wichtigen Ehrenämtern inne. So ist er Vicepräsidcnt der Elbingcr Handelskammer, Vorsitzender dessen Ausschusses für Ostpreußen und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses des Einzelhandels sotvie Vorstandsmitglied der Krcissparkasse und des Textilhandelsverbandes. Auch im jüdischen Leben seiner Stadt spielt er eine führende Rolle. So ist er Vorsitzender der Gemeinde und Vorsitzender der Ortsgruppe des C. V. sowie ältestes Mitglied des Ausschusses des Verbandes der Synagogengemeindcn Ostpreußens. Er gehört außerdem der Finanzdcputalion an sowie dem Ausschuß für Gewerbcsteuerreklamation. Aus der Bewegung * Berlin. (Gemeindeaufgaben des Liberalismus.) Am letzten Montag fand eine Versammlung der B c z i r k s g r u p p e Schöncberg im Ratskeller des Neuen Rathauses am Rudolf Wilde-Platz statt. Der Vorsitzende, Tr. Landenbergcr, begrüßte die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste. — Als Hauptredner des Abends sprach Landgerichtsrat Dr. Arthur Lilient h a l. Er referierte über die Aufgaben des Liberalismus innerhalb der Berliner Jüdischen Gemeinde. Die kurze ihm zur Verfügung stehende Zeit erlaubte ihm nur in großen Zügen all die Fragen zu streifen, die innerhalb der Berliner Jüdischen Gemeindakut sind. Er griff u. a. die Sorge für die Jugend, die verschiedenen Zweige der Wohlsahrtsarbeit und die Ausgestaltung des Gottesdienstes unter Berücksichtigung der liberalen Wünsche heraus. Insbesondere befaßte er sich mit dem Rcformbedürsnis im Gottesdienst und erklärte, daß die Liberalen unter sich einmal Klarheit schaffen müßten, wie weit das Resormbedürfnis gehe. Den Aendcrungen des Gottesdienstes darf nicht dort Einhalt geboten werden, wo das Reformbedürfnis des einzelnen Juden aushört, sondern Liberalismus bedeute lausenden Fortschritt. Er sähe auch aus diesem Grunde in dem jetzt neu herauskommenden Einheitsgebetbuch noch keine Verwirklichung wahren liberalen Gottesdienstes, sondern er betrachte dieses Gebetbuch nur als einen Auftakt für immer anhaltenden Fortschritt. Er bedauerte, daß der Antrag der Liberalen Fraktion der Berliner Rcpräsentantcn-Versammlung auf Schaffung religiöser Feierstunden am Sonntag vormittag zu Fall gekommen sei. Tann streifte er die Frage der Einheitsgemeinde im Gegensatz zur Parochial-Gcmcinde und glaubte, daß die Einhcitsgcmeinde wohl zum Segen der Allgemeinheit erhalten bleiben könne, wenn der alte Grundsatz: Gleiches Recht für alle wieder von allen Parteien befolgt werden ivürde. Wir Liberalen werden nicht hincinrcdcn in die Kultusbestimmungen der Orthodoxen, aber auch diese sollen uns unser Selbstbcstimmungsrech: über die Orgelsynagogen lassen. Ein Anfang zur Verständigung sei bereits gemacht, denn der Ritus der im Bau befindlichen Synagoge Prinzregentenstraße sei uns freigestellt worden, und ist zu hoffen, daß in diesem Gotlcshause eine Trennung der Geschlechter während des Gottesdienstes nicht stattsindcn wird. Ter Vortrag fand lebhaften Beifall und gab Veranlassung zu einer äußerst regen und inhaltsreichen Diskussion, die sich fast bis Mitternacht hinzog. Insbesondere beteiligten sich daran die Herren Moritz R o s c n t h a l, Stadtrat Herzberg, Silber st ein und Dr. L o e w e n b e r g. Auch jugendliche Besucher, u. a. die Herren Bacr und Gundersheim, nahmen das Wort. Diese hoben besonders hervor, daß sie selten einer Versammlung der älteren Liberalen beigeivohnt hätten, in der so viel jugendlicher und fortschrittlicher Geist geherrscht hätte. Ganz besonders wurde in der Diskussion immer wieder aus die Nolivendigkeit der religiösen Erziehung der Jugend in der Schule und im Elternhanse hingewiesen. — Die Versammlung bildete einen verheißungsvollen Auftakt zur erfolgreichen Weiterarbeit. Berlin. (P r a k t i s ch i s soziales I u d e n t u m.) Am 6. November leitete die Bezirksgruppe „Süden" des liberalen Vereins unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Manfred Meyer ihre Winterveranstaltungen mit einem gut besuchten Vortragsabend in den Kammersälcn ein. Den harmonischen Auftakt bildeten Gcsangsvorträge des Konzcrtsängers Dr. Fritz Salomonski. Hauptthcma des Abends war: Praktisches soziales Judentum. Der Redner, Herr Arthur Schweriner, fand tvarme Worte über den sozialen Gedanken im Judentum und verstand es, in klarer Weise einen Ueberblick und Einblick in dies umfangreiche Gebiet zu geben. Er wies auf die religiöse Grundlage des sozialen Gedankens hin, denn von Gottes wegen, der als Vater erkannt wird, ist jeder Mensch unser Bruder. Oberster Grundsatz für jeden sozial Denkeirden ist die Achtung vor der Menschenwürde. Die Sozialerhik zugunsten des Armen ergibt sich aus zahlreichen Gesetzen. Im allen Israel wurde das Land am 15. Tischri eines jeden Jobeljahrcs frei, denn nicht der Boden, der ja Gott zu eigen ist, konnte verkauft werden, sondern nur der Ertrag. So war praktischsozial das Problem des Landbesitzes gelöst. Sehr eingehend ist das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer behandelt. Der Vortragende folgt hierin den Ausführungen von Bernhard Breslauer über Recht und Rechtspflege. Tie sozial-ethischen Grundsätze für die Rechtsprechung stehen aus hoher Stufe. Alle sollen gleich be!>andclt werden, ob groß, ob klein. Sehr charakteristisch sind die Bestimmungen über Ztvangsvollstreckung zum Schutze der Armen. Ein besonders weites Gebiet des sozialen Rechts bildet die Mildtätigkeit. Nicht aus Mildtätigkeit gab man, sondern aus Pflicht. Vorherrschendes Prinzip ist die Liebe: die Wohltätigkeit wird nach dem Maß der Liebe angercchnet. Wer den Armen leiht, tut mehr als wenn er schenkt. Im Mittelalter haben die Juden bei aller Not und Bedrängnis doch nach dem biblischen Gebot den 10. Teil ihrer Habe den Armen gegeben. Selbst Eduard v. Hartmann, der dem Judentum feindlich gegcnübersteht, erkennt die große Hilfsbereitschaft, als im Mittelpunkt der jüdischen Moral stehend, an. Wenn wir nun die Gegenwart betrachten, so gibt es eine Reihe beschämender Vcrgleichsmomente. Gewiß regen sich auch heute in Berlin auf sozialem Gebiet tausende fleißige Hände, und es wird viel vollsührt. Aber ich weiß nicht, ob die neue Zeit nicht einiges Neue fordern kann und fordern muß. Die jüdische Geistlichkeit ist sicher überlastet mit all den Ncbenleistungen, aber sie müßte doch zu ihrem eigentlichen Zlveck zurückkommcn. Die Bürokratie in der jüdischen Gemeinde müßte mehr soziale Fühlung haben. Kein Pfennig darf aus Berlin heraus, solange noch hier bei uns Not herrscht. Auch in der jüdischen Familie geschieht soziales Unrecht. Die Kinder müssen zu sozialem Verständnis erzogen werden. Jeder sehe also das von der Vergangenheit berichtete praktisch umzusetzen. An den interessanten Vortrag schloß sich eine Diskussion, in der besonders Herr George Goetz und Herr Falkenbcrg längere Ausführungen machten. Frankfurt a. M. (G e s e l l s ch a f t s a b c n d.) Am Samstag, den 10. ds. Mts., veranstaltete der Freisinnige Verein für jüdisches Gcmeindcleben E. V. Frankfurt am Main im Frankfurter Hof einen Gesellschaftsabcnd. Ter starke Besuch dieses Abends bewies, daß der Verein eine große Anzahl Freunde und Anhänger besitzt; die Veranstaltung selbst nahm einen glänzenden Verlauf. Tie künstlerischen Darbietungen bestanden im wesentlichen aus der Ausführung einer reizenden Revue, welche unter Leitung von Herrn Ben Spanier und Fräulein Donalies unter Mitwirkung von 50 Damen und Herren der Gesellschaft in ausgezeichneter Weise ^gespielt ivurde. Außerdem war durch reichliche Tanzgclcgcnheit, zu welcher vorzügliche Kapellen aufspielten, sowie Bar, Moccastubc, Büffets usw. für Unterhaltung und Vergnügen in vorbildlicher Weise gesorgt, so daß die Besucher, als sie zu früher Morgenstunde das Fest verließen, den besten Eindruck von dieser wirklich schönen und gutgcleiteten Veranstaltung erhielten. Der Verein wird, ermutigt durch die bisherigen Erfolge, sich weiter bemühen, durch gleiche, jedoch in größeren Zwischenräumen stattfindende Veranstaltungen seine Mitglieder und Anhänger in gesellschaftlicher Weise und zu freundschaftlichem Verkehr zu vereinigen. Liegnitz. (F r c i t a g - A b e n d f c i c r.) Der Liberale Verein der Synagogen-Gcmcinde zu Licgnitz veranstaltete am 9. November in dcu Räumen der Silesia-Loge wieder eine Freitagabendseier, zu welcher diesmal außer dem „Liberalen Verein" noch Ccntral-Verein, R.j.F. und Miltelstandsvcrein gemeinsam geladen hatten. Herr Budwig machte den Kiddusch und es wurden Wein und Barches verteilt. Danach begrüßte Herr R.-A. Tr. Scheyer Mitglieder und Gäste, insbesondere den kriegsblinden Rezitator, Herrn I. Lcivinski-Köln, und erteilte diesem das Wort zu seinen Borträgen: „Ern st es und Heiteres aus dem jüdischen Familien! e b e n." Ter Vortragende begann mit heiteren Sachen und hatte bald sämtliche Anwesenden in fröhlichste Stimmung versetzt. Sein feiner Humor und glänzender Vortrag ernteten wohlverdienten Beifall. Langsam ging .Herr Lcwinski dann zu ernsten Vorträgen über und errang sich auch hiermit einen starken Erfolg. Um nur einiges aus dem reichhaltigen Repertoire zu nennen: „Schabbes", Passah v. A. Meißner. „Der alte Chasen" v. Böhm. „Nebbich" v. Wcrtheimer. „Eine bittre Gewure hat manche Frau". „Ueber choß'ud" v. Böhm usw. 11/2 Stunden trug Herr Lcwinski unermüdlich vor — mit nur ganz kleinen Pausen — und er verstand es, die Zuhörer mit fortzureißen. Das Glanzstück des Abends war Jakob Wassermanns: „Streik der Schmiede", wobei das große, tragsähige Organ des Vortragenden sowie seine ungewöhnliche Gcstaltungskunst voll zur Geltung kamen. Dazu war cs eine enorme Gedächtnis- Leistung!! Nur schade, daß der Abend nicht noch besser besucht war!! Wir zählten ca. 50 Teilnehmer. .Herr Tr. Scheyer sprach dem Redner des Abends den herzlichen Dank der Anwesenden aus. Wir hoffen, Herrn Lcwinski wieder einmal in -Liegnitz begrüßen zu können! Kalendariums, die Zeit v. 17.11.H. 23.11. 28 November 1928 | Kislew 5689 Sonnabend 17 4 Wochenabschnitt: Tauldauß Hastarah: Maleachi Kap. 1,1—1,14; 2,i_2,7 Sabbat-Ausgang: 4.57 Uhr Sonntag 18 5 Montag 19 6 Ticnstag 20 7 Mittwoch 21 8 Donnerstag 22 9 Freitag 23 10 Sonnabend 24 11 Wochcnabschnitt: Waijcze Hafiarah: Hosea 12, 13—15, 13, 1—15, 14, 1—10 Sabbat-Ausgang: 4.50 Uhr Heule entschlief, allzu früh für uns Alle, meine innigstgeliebte, herzensgute, feinsinnige Frau, unsere heißgeliebte Mama, mein über alles geliebtes Kind, unsere beispiellos geliebte Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Regina Fried mann geb. Schönberger Berthold Friedmann und Kinder Frau Rabbiner Dr. Schönberger. Nordhausen I»r. Siegfried Agchner. und Frau Irma geb. Schönberger l>r. Willi Lowinsohn und Frau iSretchen geb. Schönberger Bruno Schönberger Rabbiner Br. Bavln Schönberger. Aachen Berlin, Lindenstr. 50, den 12. November 1928 Die Beerdigung erfolgt am Donnerstag, den 15. Nov., mittags 12 Uhr, von der neuen Halle, Weißensee. Von Kondolenzbesuchen bitten wir abzusehen. Zum 1. April 1929 ist die Stelle eines Religionslehrers an unserer Religionsschule I (liberale Richtung) zu besetzen. Erforderlich ist auch die Fähigkeit, aushilfsweise vorzubeten. Nur Bewerber, welche die zweite Lehrerprüfung bestanden haben, werden gebeten, Lebenslauf und Zeugnis abschriften bis Ende dieses Monats einzureichen Bevorzugt werden Bewerber, die sich in der Jugendbewegung an führender Stelle betätigt haben. Leipzig, den 6. November 1928 Löhrstraße 10 Der Vorstand der . . israelischen Rellglonsgemeinde zu Leipzig mserttrai w# tafln! Wir suchen zum 1. April 1929 oder früher einen 1. Kantor der auch Religionsunterricht an den höheren Schulen und die Rendantur übernehmen muß. Be soldung, Ruhegehalt und Hinter bliebenenversorgung nach staatl Grundsätzen. Reichsdeutsche Be werber wollen sich bis zum 15 Dezember unter Beifügung von Lebenslauf u. Zeugniss. melden. Aachen, den 8. November 1928 Der Vorstand der synagogen-aemeinde i 1 Die Erste umonferenz 11 liberaler Juden M B Reden, Diskussion, Beschlüsse Gründungsversammlung der World Union for Progressive Judaism London, 10. -12. Juli 1926 r p_. V Preis im Buchhandel 1.80M. “ür Mitglieder der Vereinigung, die direkt bei uns bestellen 1 M. Uerelnlgung rar das liberale Judentum Berlin SW 48 Wilhelmstr. 147 | -CT Geflügel- und fiansezemraie -ibq | Wilhelm Papelbaum Berlin, Rosenthaler Strafte 36 versendet gegen Nachnahme in nur prima Qualität Reine Ginseiiesen.m. 170 Dickes Hautfetl.F«. 1.40 Gänseschmalz pm. 170 la gesiegelte mastginse . 1,30 Stopfginse.pM. 1,30 maierarbeiten jeder Art Renovierung von Wohnungen, fieschsitsiokaien, Fassaden etc. Roher! Botheim W50.Kulmbacherstr.7 Fernsprecher: LOtzoui 0260 Kosteoanschlige gratis Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. Term, kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lfitzowstraße 44, Telephon: LQtiow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a Bcke Fasanenstraße, Telephon: Steinplatz 1835 Israelitischer Gottesdienst in Arankfurt/Al. Liberaler Ritus: Havptsynagoge. Freilag, d. 16. 11., abds. 4.30, Jugcndgottesdicnst, Rabb. Tr. Salzbergcr (nach dem Gottesdienst: Freitagabendseier). Sonnabend, d. 17. 11., morg. 9, nachm. 4, Ausgang 5.30. Wochengoltesdienst: morg. 7.30, nachm. 4. Synagoge Freiherr vom Stein-Straße. Freitag, d. 16. 11., abds. 6, Predigt, Rabb. ^Tr. Lazarus. Sonnabend, d. 17. 11., morg. 9.30, Ausgang 5.30. Wochengottcsdicnst: morg. 7.30, abds. 7. Konservativer Ritus: Synagoge am Börncplatz Freitag, d. 16. 11., abds. 4.15, Vortrag des Herrn Emil Gottlieb. Sonnabend, d. 17. 11., Frühgottcsdicnst 7, morg. 8.15, nachm. 4 Vortrag des Herrn Rabb. Dr. .Hofsmann für junge Leute: „Tie Grundlchren des Judentums im Anschluß an Maimonidcs", Ausgang 5.30. Wochengottesdienst: morg. 6.45, nachm. 4.15. Sonntag, d. 18. 11., abds. 6, Thillim-Vortrag des .Herrn Rabb. Dr. Hoffmann. Synagoge Bockcuheim. Freitag, d. 16. 11., abds. 4.15. Sonnabend, d. 17. 11., morg. 8.45, Vortrag des Herrn Rabb. Tr. Horovitz, nachm. 4, Ausgang 5.30. Wochcngottesdienst: morg. 7. Israel. Krankenhaus Gagerustr. 36. Freitag, d. 16. 11., abds. 4.15. Sonnabend, d. 17. 11., morg. 8.15, Nachmittags- und Abendgottesdienst 4.50. Verlag: Bereinigung für da« liberale Judentum «. TS., Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Woyda, Berlin NW. 23. — Druck: Hermann Wegner 6- Co., Berlin-Mariendorf. 5414952712^^^^^4987^^47^40991764^944^176608032

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.