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Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-11-02 · 44 (2.11.1928) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
44 (2.11.1928)
Date
1928-11-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
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«in Weniger sich gegenüberstünden, sondern grundverschiedene Anschauungen. Das muß in der Struktur unserer Einhcitsgemeinden zum Ausdruck kommen. Insbesondere ist es ein Gebiet, auf dem noch so gut wie nichts geschehen ist: die jüdische Schule, genauer: der Religionsunterricht. Zu dieser Weltkonserenz kam ich zu spat mit meinen Bor- Mägen, die nächste Konferenz darf nicht mehr daran vorübergehcn, daß unsere Kinder orthodox oder — was noch weit schlimmer ist — halborthodox erzogen werden. Wenn es wahr sein sollte, was unlängst ein führendes orthodoxes Blatt sich aus Hamburg hat melden lassen, daß man dort die Verteilung der Lehrkräfte auf die Religionsstunden der Slaatsschulen nach dem „altbewährten" System von „Halb upd Halb" vornehmen wollte, gegen den berechtigten Widerstand der Orthodoxen, so offenbart sich hier eine wahrhaft beschämende Verständnislosigkeit. Und gleichzeitig eine Mahnung an unsere Führer, mehr zu sein, als nur Vorsitzende, sondern im Großen wie im Kleinen die konkreten Seiten unserer Tätigkeit zu überwachen und zu leiten. Ich darf hoffen, daß in einigen Monaten die ersten liberalen Lehrbücher — vom Verfasser dieses — erscheinen. Aber was hilft das alles, wenn wir keinen liberalen Religionsunterricht organisieren? Ich sage nichts gegen jüdische Einheit, im Gegenteil, ich propagiere sie und rede jeder Zusammenarbeit das Wort. Aber ich wende mich gleichzeitig gegen Verwischung unüberbrückbarer Gegensätze, wie sie zwischen unserer Bewegung und der Orthodoxie bestehen. , Wollen aber die liberalen Massen, die doch sogar in den meisten Einheitsgemeinden die Mehrheit haben, einheitlich und erfolgreich in dieser Frage Vorgehen, so muß eine zentrale Leitung führend und bestimmend vorangehen. Die liberalen Massen müssen für konkrete Ziele und Aufgaben stoßkräftig gemacht werden. Das kann nur durch eine zentrale Leitung geschehen. Wir brauchen eine Weltexekutivc und ein Wettbüro, das mehr als ein verbindendes, das ein leitendes Zentrum unserer Bewegung sein muß. III. Zum Schlüsse: die Reihe der konkreten Aufgaben ist damit sicherlich nicht erschöpft. Ich habe nur Gebiete berührt, die mir besonders naheliegen. Es ist jetzt die Aufgabe all unserer Denkenden, diese Gedanken aufzugreifen und zu bearbeiten, weiter« Ziele auszustellen und. zu beschreiben, damit eine kommende Weltkonserenz endlich dazu gelangen kann, für unser praktisches Handeln Richtlinien aufzustellen und Entscheidungen zu treffen. Wir sind eine noch junge Bewegung, das ist eine entschuldigende Tatsache. Aber wir siird auch eine verspätete Organisation, und das muß unsere ^Arbeit beflügeln. Wir können uns nicht leisten, noch mehr Zeit zu versäumen. Damit soll jedoch nicht gesagt sein, daß die Ausprägung unserer Theorie unnütz sei und auszuhören habe. Wir müssen nur die richrigen Proportionen finden, müssen das Eine ergreifen lernen, ohne das Andere zu lassen. Jetzt gilt es vor allem, den Liberalismus zu konkretisieren, eine liberale Wirklichkeit zu schassen. Hier liegt unsere allernächste Ausgabe. Hier liegt die Entscheidung zwischen liberalem Schein und liberalem Sein. Die Wahl wird nicht schwer fallen! Aus der Bewegung Berlin. (D i c K r i s i s d c s h c u t i g c n j ü dischen Menschen.) Gemeinsamer G e m c i n d e a bc n d der Bezirksgruppe Wilmersdorf des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin und de: Liberalen Synagoge Wilmersdorf. Unter sehr zahlreicher Beteiligung fand am 30. Oktober d. I. im Logenhaus Kleiststraße der erste Gcmeindeabend statt. Der zahlreiche Besuch — es waten etwa 350 Personen erschienen — zeigte, wie notwendig der persönliche Zusammenschluß zwischen Vorstand und Mitgliedern und zwischen den Mitgliedern untereinander ist. Der Synagogen-Chor, unter Leitung des Dirigenten Martin Epstein, der sich um die Veranstaltung des Abends besonders verdient gemacht hat, brachte einleitend den Lerchen Gesang von Mendelssohn zum Vortrag, worauf der 1. Vorsitzende, Dr. Leo Caro, die Erschienenen begrüßte. Sodann sang der Vorbeter der Liberalen Synagoge Wilmersdorf, Herr Hanns John, mit vollendeter Künstlcrschaft einige Lieder, unterstützt von dem Organisten der Liberalen Synagoge Wilmersdorf, Herrn Kapellmeister Schwarz. Im Anschluß daran sprach Herr Rabbiner Dr. Salomonski über: „Die Krisis des heutigen jüdischen Menschen". Ter Bortrag führte etwa Nachstehendes aus: Die heilige Schrift zeige uns in allen großen Gestalten Wesen aus Fleisch und Blut, deren bestes Teil die Unvollkommenheit sei. Durch Irrtum und Schuld gehen Menschen rvie Jakob und David zur besseren Erkenntnis und zur hohen Reinheit. Die Bibel, welche man vielleicht ein Lexikon der jüdischen Seele nennen könne, in dem alle Eigenheiten und Feinheiten unseres Typs schon in der Anlage sichtbar sind, bietet uns eine Prägung des Menschen, der sich in Schamhaftigkeit und Natürlichkeit nach Aufrichtigkeit und Heiligkeit sehnt. Aus der Einkapselung des Ghetto ist der jüdische Mensch nun in die Umwelt getreten. Er hat aber die Elastizität, und das ist ganz natürlich, nicht behalten oder noch nicht lviedergefunden. Tie Verlegenheit, für die anderen immer das Objekt der Betrachtung zu sein, lastet auf ihm und gibt ihm nicht selten einen Mangel an Selbstsicherheit, der sich bis zur Zaghaftigkeit und sogar zur Feigheit verstärken kann. Das ist keine Anklage, sondern eine Klage. Auf diesem Umwege kommt der Jude wahrscheinlich zum Weltschmerz und wird seelisch und religiös zerklüftet. Er kann und will nicht robust sein, und wenn er rustikal wäre, dann würde cs am meisten stören, weil tvir von ihm verfeinerte Art gewöhnt sind. Darüber hinaus findet der Jude immer weniger Freunde auch in seinen eigenen Reihen, die ihm selbst ähnlich sind, und da ist es schließlich kein Wunder, wenn er einsam, egozentrisch und hartnäckig wird. Wenn der Jude die Welt seines Denkens, Fühlens und Hosscns in Schassen, Lieben und Glauben immer stärker umgcstaltcn wollt«, dann würde er sich vom Skeptizismus frei machen. Daß allerdringendste hierbei ist die seelische Bereicherung seiner Glaubenswelt und die eigene Erarbeitung des Kultes. Er muß aus der Unverständlichkeit zum Verständnis und zur Würde geführt werden und in Schlichtheit und Ehrlichkeit die durch das Leben Belasteten und Beladenen zu neuem Vertrauen führen. Nur die Echtheit des Gottesdienstes und die aktive Teilnahme aller an ihm können jenen Idealismus in uns stark machen, vor dem die seelische Kompliziertheit die Waffen streckt. Wir Juden sollten oft daran denken, daß auch der alt gewordene nur alt erscheint, aber in sich die Seele des Kindes trägt. Wir sollten als Motto unseres Lebens die bezcichnete Begrisfsprägung hinaus nehmen, daß wir „Kinder Israels" sind. Nach einem humorvollen Dankwort, das Herr Justizrat C h o d - ziesncr, der 1. Vorsitzende des Liberalen Vereins, an die Mitwirkenden richtete, erschien dann Herr Oberkantor Leo Gollanin, dessen Gesangsvorträge Beifallsstürme hervorriefen; am Flügel begleitete ihn seine Gattin, Frau Jda Gollanin. Der Vortrag dcS Psalm 150 in Vertonung von Lewandoivski durch den Synagogen-Chor brachte einen erhebenden Abschluß des offiziellen Teiles, worauf der 2. Vorsitzende, Herr Dr. G a ch, mit einem Wort aus den Zusammenhang der kleinen Gemeinden und die Notwendigkeit des Ausbaues sowie den Zusammenhang mit der Einhcitsgemeindc hinwies. — In dem darauffolgenden gemütlichen Beisammensein, bei dem Tee und Gebäck gereicht wurde, erfreuten die Mitglieder des Synagogen-Chors, Frau Ring, Herr Dr. Banasch und Frau Lössel die Anwesenden durch gesangliche Darbietungen, Frau Erna Feld brachte einige Rezitationen. Der gelungene Abend befriedigte ein seit langem seitens der Mitglieder der liberalen Synagoge Wilmersdorf empfundenes Bedürfnis. Ihm werden im Winter noch einige weitere Gemeinde-Abende folgen. Berlin. (Ausgaben des liberalen Judentums.) Am 24. Oktober veranstaltete die Beztrksgruppe Halensee - Grunewald in den Johann - Georg - Festsälen ihre erste öffentliche Veranstaltung. Eingelcitet wurde der Abend durch musikalische Darbietungen des Herrn Obcrkantor Leo Gollanin, von seiner Gattin, Frau Jda Gollanin, am Klavier begleitet. Das Künstlerpaar erntete stürmischen Beifall. Sodann gab der Vorsitzende, Herr Landgerichtsrat Dr. L e s - s e r, einen kurzen Abriß der jüdisch-liberalen Weltkonserenz. Als Hauptredner des Abends sprach Herr George Goctz über „Aufgaben des liberalen Judentums". Anknüpfend an das Hauptreferat der Weltkonserenz führte er aus, daß die Orthodoxie das „Orna-, mentale" des Judentums von dem „Konstruktiven" nicht zu trennen pflegt. Daher werde Religion vielfach für nichts weiter als Kultus gehalten. In Wahrheit ist der Religionsbegriff viel umfassender. Das Judentum müsse in den menschheitbewegendcn Kultursragen der Gegenwart mitreben: Friedenssrage, soziale Fragen, Arbcitsrecht, Frauensrage, Schulfragen, Kirche- und Staat-Problem, Strafrechtsreform (hauptsächlich Sexualverbrechen und Todesstrafe), Bevölkerungspolitik, Bodcnrccht. Das könne aber nur ein liberales Judentum tun, denn nur dieses sei vorwärts und auswärts geivandt. Aus diesem Grunde sei von den Einheitsgemeindcn zu fordern, daß sie jeder Richtung innerhalb der Gemeinde gerecht werden. Die verschiedenen, in der Berliner Gemeinde in letzter Zeit seitens der Liberalen gestellten Forderungen: religiöse Tonntagsvorträge, Zusammensitzen von Männern und Frauen seien u. a. durchaus im Zusammenhang mit den bereits besprochenen Kulturausgaben des Judentums zu verstehen. Das Judentum müsse heraus aus dem Winkel der Weltgeschichte, in dem es bisher noch immer lebt. — Der Vortrag fand lebhaften Beifall. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Horn, Rechtsanwalt Dr. Karger und der Vorsitzende. — Die Versammlung, zu der mehr als 120 Personen erschienen ivaren, bildete einen verheißungsvollen Auftakt der bevorstehenden Winlcrarbeit. Breslau. (Die Weltkonserenz des liberalen Judentums — ein Rückblick und Ausbli ck.) Welch großes Interesse die „Liberale Weltkonserenz" immer noch bei der deutschen Judenheit genießt, zeigte die am 29. Oktober in der Lessinglogv stattgefundene Versammlung, in der der Vorsitzende der „Vereinigung für das liberale Judentum", Rechtsanwalt Heinrich Stern, Berlin, über Verlauf und Eindruck der Tagung sprach. Es war die erste Veranstaltung des Winterhalbjahres; Herr Erich Bayer, der Vorsitzende des hiesigen liberalen Hauptvereins, leitete sie mit einigen bemerkenswerten Worten der Begrüßung ein. Er ging vom letzten Wochenabschnitt aus, in dem an Abraham die Ausforderung ergeht, das Land seiner Väter zu verlassen. Gerade der Liberalismus könne und müsse aus dieser Bibelstelle lernen und die Kraft anfbringen^ Ueberaltertes und Uebcrlcbtes ohne Acngstlichlcit aufzugebcn, wenn die Entwickelung der Religion es fordere. Heinrich Stern erhielt dann das Wort und schilderte zunächst kurz den Verlaus der Tagung. Dann kam er zu den ihm gewordenen gedanklichen Eindrücken und setzte sich mit dem Inhalt einiger besonders bemerkenswerter Reden auseinander. Bier Punkte hätten Referate und Diskussion ergeben. 1. Betonung des Rechtes des Individuums gegenüber einer religiösen Allgemeinauffassung. — 2. Gewisse Begrenzung dieses Individualismus. Synthese zwischen Individuum und Gemeinschaft. Unterschied zwischen Deutschland und den angelsächsischen Ländern; bei uns Einheitsgemeindcn, dort freie Gemcindebildung. — 3. Judentum und Religiöses überhaupt; Religion und Leben keine getrennten Bezirke. — 4. a) Rationalismus und Irrationalismus, b) Wertung der Formen. Zum Schluß der Rede schilderte der Redner die Charaktere und das Wirken von Lili M o n t a g u und Claude Montefiorc, dieser beiden Menschen, denen nicht nur das liberale, sondern auch das gesamte Judentum, namentlich das Englands, so viel zu danken hat, und deren Aufopferungsfähigkeit für die Idee auch uns deutschen Juden vorbildlich sein kann. Der Beifall der Versammlung dankte dem Redner; eine Diskussion fand nicht statt, da keine Wortmeldungen erfolgten. Danzig (Au sgaben des liberalen Judentums in' Gegenwart und Zukunft.) Am Sonnabend, den 20.. Oktober, fand in der hiesigen Ortsgruppe der seit langem geplante Bortrag des Vorsitzenden der „Verein^ung für das liberale Judentum e. B.", Herrn Rechtsanwalt Heinrich Stern (Berlin) statt. Di« hiesige Ortsgruppe will, wie ihr Leiter, Herr Georg Berg hold, einleitend sagte, sich den posi^ tiven Aufgaben zuwenden, die der Liberalismus in Danzig nach dem erfolgreichen Kampf bei der letzten Gemeindewahl zu verwirklichen hat. Als Auftakt zu solcher Arbeit schien cs notwendig, Herrn R.-A. Stern um sein Persönliches Erscheinen zu bitten, damit die Arbeit mit einem Höhepunkt begonnen werde. In höchst dankenswerter Weise unterzog sich der geschätzte Redner seiner Ausgabe und bot seinen Hörern ein abgerundetes, stimulierendes Bild von den „Aufgaben des liberalen Judentums in Gegenwart und Zukunft". Wer erwartet hatte, einen Kampsvortrag gegen Orthodoxie und Zionismus zu hören, sah sich in erfreulicher Weise enttäuscht, denn von einer höheren Warte aus ging dtt Redner an sein Thema heran und gab lediglich in der Einleitung eine Abgrenzung gegen die andern jüdischen Weltanschauungspartcien. Wenn uns die Ausbreitung des Judentums am Herzen liegt, so gilt es, bei uns selbst religiös-sittliche Entwicklung zu pflegen. Stellt der Liberalismus zunächst einmal Forderungen an das Individuum, so lassen sich dann auch leicht die Gemeinschastsaufgaben skizzieren, dse die Weltkonserenz in Fülle aufgczeigt hat. Es gälte, einen innerlich wahrhaftigen Gottesdienst zu schaffen, häusliche Feiern müßten wieder die Familien vereinigen, und das Wich tigste sei die soziale Gemeinschaftsarbeit. Zuletzt verbreitete sich der Redner über die Aufgaben der liberalen Vertreter in der Gemeinde und stellte die Forderung auf: Jeder baue auf seinem Acker; keinen Kampf in Nebenfragen; Frieden, soweit es nur möglich ist und solange Jeder Jedem sein Recht läßt, aber keinen faulen Frieden, der der inneren Wahrhaftigkeit in den Grundfragen nicht entspricht. — Die gedankenreichen Anregungen und sein pointierten Formulierungen fanden reichen Beifall, und der Versammlungsleiter konnte dem Vortragenden den herzlichsten Dank des Auditoriums und den Wunsch nach baldigem Wiedersehen aussprechen. — Anschließend fand eine Generalversammlung der Ortsgruppe statt, bei welcher der Vorstand neu gewählt wurde. Der Ortsgruppenvorstand setzt sich nunmehr aus folgenden Persönlichkeiten zusammen: die .Herren Bnutdirektoren Berghold, Weinkrantz und Ansbach, Justizrat Fabian, Gustav R a b o w , Dr. Schopf, Oberkanlor Air; Frau Dr. F r a n f- Hcimann. —11. Vereinsnachrichten Freie Jüdische Bolkshochschule. Julius B a b: Goethes Verhältnis zum Judentum (2. Vorlesung), Sonntag, den 4. November, 1/2I2—1 Uhr, Fasanenstraßc 79-80. Rabbiner D r. Emil Cohn: Jehuda Halcvi (Zyklus: Jüdische Cha rakterköpfe), Donnerstag, den 8. November, 8—10 Uhr, Synagoge Levetzowstraße 7-8, und Das Moskauer jüdische akademische Theater (Zyklus: Jüdisches Theater), Mittwoch, den. 7. November, 8—9 Uhr, Fasancnstraße 79-80. (Siehe auch Inserat dieser Nummer.) Dr. Kurt Ziclcnziger: Jüdische W i r t s ch a f t s f ü h r e r. (6 Stunden, Montag 4—5 Uhr, Rosenstraße 2-4, Beginn 22. Oktober.) Die Bedeutung der Juden für die moderne Volkswirtschaft. Aufstieg im 19. Jahrhundert (Rothschild, Mendelssohn, Blcichröder). Zeit wirtschaftlicher Blüte (Rathenau, Ballin). Nachkriegszeit (Konzern gründer, Köpfe der Jetztzeit). Die angelsächsischen Länder (England, Vereinigte Staaten). Die romanischen Länder. Verein ehem. Hörer der Hochschule für die Wissenschaft drs Judentums. Donnerstag, den 8. November, abends 8 Uhr, spricht .Herr Studienrat Dr. Paul Michaelis in der Aula des Hochschule über: Juden und Judentum in den baltischen Randstaatcn (unter besonderer Berücksichtigung des jüdischen Schulwesens). Gäste sind willkommen.. Der Vorstand. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin. Am Sonnabend, den 10. November 1928, veranstaltet ber Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (Ortsgruppe Berlin) einen Gesellschaftsball in den Gesamträumcn bei Kroll, zur Förderung seiner Ziele. Prominente Vertreter aus Kunst und Wissenschaft, aus Bühne und Film werden an diesem Abend als Gäste erscheinen. Sport-Gruppe im R.J.F. Berlin. Mitglied des Verbandes Brau dcnbnrgischer Athletik-Vereine E. V. Hallentraining: Männer: Montag 8—10 Uhr Turnhalle Blumenstraße 77, Trainer: Sportlehrer Kam. Goß; Montag 8—10 Uhr Turnhalle Alt Moabit 23, Trainer: Kam. Lesser; Dienstag 8—10 Uhr Turnhalle Wassertorstraße 31, Trainer: Herr Wilhelmi. Jugend: Montag 8—10 Uhr Turnhalle Wassertorstraße 31, Trainer: Herr Wilhelmi. Damen: Dienstag 8—10 Uhr Turnhalle Litauerstraße 18, Trainerin: Frl. Auerbach. Mädchen: Dienstag o 1/2—71/2 Uhr Turnhalle Kaiserstraße 29-30, Trainerin: Frl. Auerbach. Waldlauf für Alle: Donnerstag, abends 8 Uhr, Restaurant „Zum Eichbusch", Treptow, Neue Krugallee 33, Leitung: Kam. Naher. Waldlauf und .Handballtraining für alle: Sonntag, vormittags 10 Uhr, Restaurant „Waldschänke", Sadotva, direkt am Bahnhof, Leitung: Kam. Herbert Sänger. Zu den Hand ballspielen des B.B.A.V. gehen den betreffenden Kameraden rechte zeitig Benachrichtigungen zu. Die Sportleitung. Geschäftsstelle Burg straße 26, Zimmer 10, II Tr., Norden 8903. Sprechstunde Montag und Donnerstag von 9—5 Uhr. Trainingstage der Jiu-Jitsu-Gruppe des R.J.F.: Kampfmannschaft jeden Montag ab 8.30 Uhr, Fort geschrittene jeden Mittwoch ab 8.30 Uhr, Anfänger jeden Donners tag ab 8.30 Uhr. Trainingsräume: Schöneberg, Hohenstausenstr. 31, Kellerlokal, Gruncwaldstadion. — Achtung! Die gesamte Mannschaft trainiert jeden Sonnabend nachmittag im Stadion Grunewald. Tie Sportgruppe hat ihre Geschäftsstelle nach der Burgstraße 26. Zimmer 10, II Tr., verlegt, Telephon Norden 8903. staatl. geprüft, als Fürsorgerin und für Hauspflege zum 1. Dezember gesucht. Bewerbung mit Gehaltsansprüchen a. d. Vorstand d. Synagogen-Gemeinde, Stettin 00 00000000 G \raniiert reines ausgekochtes netto 41/z kg Mk. 16.—, Gansleber in Gänsefett, netto 0.90 kg Mk. 6.50 franko Nachnahme. Restaurant Zoiner Sauerbrunn, Burgenland OO&^OQOOOO FreieJüdischeVoikshochschule In den kommenden Wochen beginnen folgende Vortragszyklen: Stud.-R. Hamm erste in: Grundprobleme des modernen Hebräisch. Fasanenstr. 79/80, 4 Std., Mittw., 7, Nov., 8 9 Uhr. Julius Kaliski: Arbeit als jüdische Pflicht und Leistung. Fasanenstr. 79/80, 4 Std., Mittwoch, 24. November. 9—10 Uhr. Rabb. Dr. Joseph Lehmann: Biblische Poesien. Fasanenstrasse 79/80, 6 Stunden, Dienstag, 6. November, 8—9 Uhr. Dr. Leo R senzwei,: Glaube und Wissen in der jüdischen Philosophie. Fasanenstr, 79/80, 6 Std , Mittw , 14. Nov., 8—9 Uhr. Rabb. Dr. M. Warschauer: Aus Bibel und Religionsgeschichte. Artilleriestr. 14, 6 Std , Montag, 5. Nov., 8—9 Uhr. Frau Siddy Wrpnsky: Wohlfahrtsprobleme der jüdischen Gegenwart. Fasanenstr.,79 80. 6Std., Dstg., 7. Nov., 9 10 Uhr. Karten für jeden Zyklus an der Abendkasse und im Sekretariat bei Goldmann, Yorkstr. 88, Bergmann 472 (siehe redakt. Notiz) Israelitischer Gottesdienst in Frankfurt,M. Liberaler Ritus: Hauptsynagoge. Freitag, d. 2. 11., abds. 4.45. Sonnabend, d. 3. 11., morg. 9, nachm. 4, Ausgang 5.50. Wochengottesdienft: morg. 7.30, nachm. 4. Synagoge Freiherr vom Stein-Straße. Freitag, d. 2. 11., abds. 6, Predigt Rabb. Dr. Saizberger., Sonnabend, d. 3. 11., morg. 9.30, Ausgang 5.50. Wochengottesdienst: morg. 7.30, abds. 7. Konservativer Ritus: Synagoge am Börneplatz Freitag, b. 2. 11., abds. 4.35, Vortrag des Herrn Rabb. Donath. Sonnabend, d. 3. 11., Frühgottesdienst 7, morg. 8.15, nachm. 4, Ausgang 5.50. Wochengottesdienst: morg. 6.30, nachm. 4.30. Sonntag, d. 4. 11., abds. 6, Thillim-Vortrag von Herrn Rabb. Dr. Hoffmann. Synagoge Bockenheim. Freitag, d. 2. 11., abds. 4.35, Borttag. Sonnabend, d. 3. 11., morg. 8.45, nachm. 4, Ausgang 5.50. Wochengottesdienft: morg. 6.45. Israel. Krankenhaus Gagernstr. 36. Freitag, d. 2. 11., aNs. 4.35. Sonnabend, d. 3. 11., morg. 8.15. Nachmittags- und Abendgottesdienst 5.10. | Jug Jugl & Wartenberg / Juweliere Feine Juwelen, Gold- und Silberwaren Eigene Werkstatt für Neuanfertigungen, Umarbeitungen, Reparaturen, sowie das Aufziehen von Perlenkoiliers NW 7, Neue Wilhelmstraße 4 (zwisch. U. d Linden u Dorotheenstr.) Telephon Zentrum 2375 fflaierirttilen ledtr Art Renovierung von Ulonnungen, Geschättslohalen, Fassaden etc. Robert Gntheim ui50.Kulmbactterstr.7 Fernsprecher: Ldtzoui 6260 Kostenanschläge gratis Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1H74, e. V. verm. kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lützowstraße 44, Telephon: Lfltzow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154a Bcke Pasanenstraße, Telephon: Steinrlatz 1835 Verlag: Vereinigung für das liberale Judentum e. °V., Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. BrunoWoyda, Berlin NW. 23. — Druck: Hermann Wegner & Eo., Berlin-Martendorf.

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