Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 8 (1928)
- Issue
- 43 (26.10.1928)
- Date
- 1928-10-26
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdischen Besucher erregte, davon legt nachstehend« Presseäußerung besten Beweis ab. Pier Dortmunder Genevalanzeiger schreibt: „Tisch des LaubWtcnftsteS, Wohl der interessantest« und der Allgemeinheit sonst ünbelaünte Tisch. — Dank sür Ernte und gnädiges Bewahren, der Sinn dieser srüchtegeschmückten „Laubhütte". — Entsprechend die Festtafel Mit ihren ausländischen Früchten, mit dem siebenarmigen Leuchter, deiit geheiligtest Bist und dem gesegneten Wein. Diese wirklich einzige Das«! repräsentiert alte Kultur und hat noch etwas von jenem Gebrauch, das Mahl als einen Fest- und Weiheakt zu betrachten." Elberfeld. (Mendelssohn-Verein.) Den ersten dieswinterlichen Vortrag im Mendelssohn-Berein» Verein sür jüdische Geschichte und Literatur, hielt dieser Tage der Professor Dr. Grimme von der Universität in Münster über das Thema: „Die Schriftdenkmäler des Sinai und ihre Erschließung" (mit Lichtbildern). Herr Professor Grimme ist ein Fachgelehrter allerersten Ranges ganz besonders aus archäologischem Gebiet«, so daß seine bisherigen Veröffentlichungen in den weitesten Kreisen großes Aufsehen erregten. Im langjährigen Verlauf seiner wissenschaftlichen Untersuchungen gelang es dem unermüdlichen Forscher und Gelehrten, ein Schriftsystem zu entdecken, das man wohl für das älteste der Welt halten darf. Auf Grund der von einer wissenschaftlichen Expedition im Sommer des Jahres 1927 ins Museum von Kairos eingelieferten Original-Sinai-Jnschristen wurde es ihm ermöglicht,, im Herbst vorigen Jahres diese Originale an Ort und Meile zu studieren, und es stellte sich dabei heraus, daß sie etwa aus dem» 1b. Jahrhundert vor Christus stammen. Durch die aus den Inschriften überlieferten hebräischen Namen und durch sonstige auf ihnen verzeichneten Mitteilungen religiösen Inhalts glaubt der gelehrte Redner in beinahe zweistündigem, hochinteressantem und durch Lichtbilder lebhaft unterstütztem Vortrag den Nachweis erbracht zu haben, daß die vielumstrittenen biblischen Berichte über den Sinai und die Gesetzgebung Mosis auf wissenschaftlicher Kenntnis und auf Wahrheit beruhen. — Die bedeutungsvollen Ausführungen des Herrn Professor Dr. Grimme wurden mit großem Beifall ausgenommen, und es wäre im Interesse einer weitgehenden Aufklärung zu wünschen, daß der gelehrte Redner gebeten würde, den Vortrag in allen jüdischen Literaturvereinen Deutschlands zu halten. Freodenihal (Württemberg). (D e n k m a l s w e i h e.) Den fünf aüS hiesiger kleinen Gemeinde stammenden Helden, die im Weltkrieg fielen, wurde kürzlich eine schlichte, schöne Gedenktafel im Gotteshaus« geweiht. Zur Enthüllungsfeier waren neben Mitgliedern der Gemeinde u. a. auch Vertreter der Borsteherämter, der Kriegecverein Freudenthal und der Ortsvorständ erschienen. Hätiüover. (Spenden für die neue Friedhofshalle.) Der Gemeindevorstand teilt in einem Rundschreiben den Gemeindemitgliedern u. a. mit: „Nachträgliche Auflagen der zuständigen Behörde bezüglich der Ausführung des Baues selbst, ferner die Anlage von rund 2000 Quadratmeter Zuwegung erfordern Mittel, die von den angeliehenen nom. Mk. 200 000,— nicht Mehr bestritten werden können. Die Erhöhung der Anleihe um nom. 30 000,— Mk. wird erforderlich und soll demnächst beantragt werden." Da für die Innen einrichtung der Gemeindeverwaltung keinerlei Mittel zur Verfügung stehen, so setzt sie ihre Zuversicht in den Opfersinn der Gemeindemitglieder, der in solchen Fällen noch niemals versagt habe. Zum Zwecke der Aufbringung der für das Inventar der Friedhofshalle notwendigen Mittel wird eine Opferzejt für freiwillige Spenden bis einfchl. 31. Dezember 1928 festgesetzt. Beim Aufruf zur Thora ist das Spenden sür diesen Zweck während der Dauer der Opserzeit gestattet. Äuch die schcnkungsweise Hexgabe von Zimmer-Einrichtungsgegenpänden, Beleuchtungskörpern, Bänken, Stühlen usw. ist erwünscht. Die Namen der Spender sollen in angemessener Wjeise sür alle Zeiten sestgelegt werden. Kassel. (Nachklänge zur Gemeindewahl.) Von der unterlegenen Gruppe Fischer war gegen das Ergebnis der Gemeindewähl vom 9. September Protest eingelegt worden, der von dem im Wtchlstatut vorgesehenen Wahlgericht als unbegründet zurückgewiesen wurde. Die neun Gemeinde-Acltesten gelten also als gewählt und werden nach behördlicher Genehmigung in ihr Amt eingeführt werden. — Als Nachfolger für den verstorbenen Kommerzienrat Gustav Plaut ist Rechtsanwalt Dr. Weisbecker als Mitglied des Borsteheramts der Israeliten in Vorschlag gebracht worden. Königsberg Pr. (Vorsitzendenwahl im Äorstand der Königsberger Synagogengemeinde.) Die unter großer Spannung in allen Kreisen der Gemeinde erwartete Wahl des Vorsitzenden der Königsberger Synagogengemeinüe wurde in einer Sitzung des Gemeindevorstandes am 17. Oktober vollzogen. Zum Vorsitzenden wurde Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Hugo Falkenhcim gewählt, der in jahrzehntelanger ehrlicher Arbeit sich große Verdienste um das jüdische Leben der Königsberger Gemeinde und darüber hinaus ganz Ostpreußens erworben hat. Geheimrat Falkenheim gehört dem Vorstände seit 31 Jahren an. Die Königsberger Ortsgruppe des Centrälvcreins leitet er fast seit ihrem Bestehen. Er ist Ehrenvorsitzender des ostpreußischen Landesverbandes des Centralvereins und Ehrenmitglied des Hauptvorstandes. Um die Bekämpfung des Antisemitismus hat er sich besondere Verdienste erworben, so ist er Hauptvorstandsmitglied des Vereins zur Abwehr des Antisemitismus. In religiöser Beziehung steht er der liberalen Richtung sehr nahe. Zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden wurde der zionistische Großkaufmann Arthur Cohn gewählt, der sich um das jüdische Leben ebenfalls, viele Verdienste erworben hat. Zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Bankdirektor Hermann Marx, der Sohn des in weitesten jüdischen Kreisen Deutschlands und der Oststaaten bekannten kürzlich verstorbenen Kommerzienrats George Marx, gewählt. Krefeld. (Aus dem Gemeindeleben.) di« beiden durch Pensionierung der Inhaber sreigewordenen Stellen an der hiesigen israelitischen Volksschule konnten immer noch nicht besetzt werden. Die Unterklasse wird seit mehr als einem Jahr durch einen nichtjüdischen Lehrer versehen. Die Leitung, der Unterricht in der Oberklasi« wie die Erteilung des gesamten Religionsunterrichtes werden zunächst Noch von Hauptlehrer Andorn wahrgenommen. Seine Dienstzeit war zwar am 1. Oktober d. I. abgelaufen. Die Schulbehörde hat ihn aber ersucht, seine Tätigkeit sortzusetzen, bis ein Nachsolger gesunden ist. — Früher waren Stellen an össentlichen Volksschulen leichter zu besetzen. Die hiesig« Synagoge, die zum Teil neue Fenster erhalten hat. wird zur Leit auch im Jnnenraum einer Erneuerung unterzogen. Für kurze Zeit mußte daher der Gottesdienst in den Sitzungssaal der Gemeindevertretung verlegt werden. Die Kriminalpolizei erneuert das Belohnungsausschreiben sür die Ermittlung der „Helden", welche die von Thorn-Prikkrr entworfenen Fenster an der Synagoge beschädigt haben. Krefeld. (Todesfall.) Am 19. Oktober wurde das Mitglied der Gemeindevertretung, Herr Adolf Leven, zu Grabe getragen. Er war auch Vorsitzender des Chorvereins, dessen Mitglieder freiwillig zur Hebung des Gottesdienstes beitragen. Krelizburg. (Neuer jüdischer Friedhof.) In schlichter, aber feierlicher Weise nahm die jüdische Gemeinde Kreuzbnrg die Einweihung ihres neuen Friedhofs, der sich unmittelbar an diejenigen der evangelischen und katholischen Kirchengemciinde an der Chaussee nach Kuhnau anschließt, vor. Fast vollzählig hatten sich hierzu die Mitglieder der jüdischen Gemeind« eingefunden, ebenso die Vertreter der Stadt und der Geistlichkeit der evangelischen und katholischen Kirche. Namens der Baukommission übergab Apotheken»- besitzer Prentki die Anlage in die Hände der Gemeindevertretung zu treuer Obhut. Rechtsanwalt Jablonski als Beauftragter der Gemeindevertretung übernahm mit Worten des Dankes an die Bau-- kommission den neuen Friedhof und wies daraus hin, daß in Anbetracht der Gemeindegröße und der dadurch bedingten Begrenzung der zur Verfügung stehenden Mittel, der neue Friedhof die ganz« Gemeinde mit Stolz und Freude und auch mit Genugtuung erfüllen könne. Rabbiner Dr. Bogelsteiw-Breslau hielt die Weiherede. Der neue Friedhof soll ein Ehrenplatz für die Toten sein, aber auch, gleichzeitig ein Mahner an die Lebenden zur Erfüllung ihrer Aufgaben und Pflichten. Namens der Synagogengemeinde übernahm sodann Kaufmann Tauber den neuen Friedhof mit Dankesworten an alle diejenigen, die Mittel bereitgestellt und tatkräftig sich an den Arbeiten, beteiligt haben. Frau Kaufmantr Ebstein versicherte der Anteilnahme des Jüdischen Frauenvereins an dem nun vollendeten Werk und überreichte als Angebinde einen dreiarmigen Leuchter. Kantor Rawitscher erflehte den Segen auf das Werk und alle diejenigen, die Anteil hieran haben, herab. Die Bauausführung lag in Händen von Architekt Lenz und Baumeister Janik, die ein Werk geschaffen haben, das äußerlich wie auch von innen einen sehr guten Eindruck auf den Beschauer hinterläßt.. Marburg a. d. Lahn. (Jüdisches Heiljerziehungs-- heim.) Wir werden vom Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden um nachfolgende Veröffentlichung gebeten: Wir geben hierdurch bekannt, daß das erste jüdische Hcil> erziehungsheim für schwer erziehbare Knaben in Marburg a. d. Lahn im Oktober ds. Js. eröffnet worden ist. Das Heim steht unter sachverständiger erzieherischer und fachärztlicher Aufficht. Es liegt im Interesse der gesamten jüdischen Psychopathen-Fürsorge, daß die Einrichtungen des Heims im Rahmen der verfügbaren Plätze Möglichst vollstätidig ausgenutzt werden. Wir bitten daher, bei beabsichtigter Unterbringung von schwer erziehbaren Knaben in einem Erziehungsheim dieses Instituts besonders zu berücksichtigen. — Nähere Angaben über die Berpflegungskosten und sonstige Auskünfte sind bei der Leitung des „Israelitischen Erzivhungsheims, Marburg/Lahn", zu erhalten. StadtleUgsfeld. (Persönliches.) Die erste Vorsteherin des hiesigen Israelitischen Frauenvereins, Frau Fanüy Weiß, beging unter lebhafter Anteilnahme aller Gemeindemitglieder in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 75. Geburtstag. Tann. (7 0. Geburtstag.) Frau E. Heilbronn, ein verdienstvolles Mitglied des Frauenvereins, dessen Vorstand sie auch angehört, und der Chewra Kadischa, beging dieser Tage ihren 70. Geburtstag. Auf allen Gebieten praktischer Nächstenliebe hat die Greisin an führender Stelle gewirkt und dadurch überall große Sympathien erworben. Ulm. (Wandererarmenverein.) Der Vorstand des hiesigen Wohltätigkeitsvereins, Jakob Guggenheimer, hatte in letzter Zeit eine Gemeindeversammlung einberufen, damit über Maßnahmen zu einer wirksameren Bekämpfung der Wander- und Hausbettelei beraten würde. Leopold Hilb berichtete eingehend über die derzeitigen Verhältnisse, die eine Abhilfe dringend notwendig erscheinen ließen. An Hand statistischen Materials wies Leopold Hilb auf die steigende Inanspruchnahme der Armenkasse hin, die aus freiwilligen Beiträgen der Gemeindemitglieder gespeist würde. Als besonders lästig werde die Tatsache empfunden, daß die Wanderbettler nicht nur die Kasse in Anspruch nehmen, sondern auch Hausbettelei betreiben. Die Ausführungen des Referenten fanden die lebhafte Zustimmung der Versammlung. Es wurde beschlossen, den Wanderbettlern zwar nach wie vor eine Unterstützung zu gewähren, ihnen jedoch Merkblätter zu überreichen, in welchen über die zukünftige Art und Weise der Unterstützungsgewährung genaue Angaben gemacht werden. In den Merkblättern werde vor allem darauf hingewiesen, daß jede künftige Zuwendung die Einstellung jeglichen Hausbettcls zur Voraussetzung habe. Den Gemeindcmitglicdcrn lvird daher dringend nahe gelegt, aus solidarische wie erzieherischen Gründen die praktische Auswirkung genannter Maßnahmen weitgehend zu unterstützen. Es wurde ein besonderer Ausschuß für den Wandererarmenverein gewählt. Der Borsitz wurde Rabbiner Dr. Cohn übertragen, zu seinem Stellvertreter wurde Resigionsoberlehrer Adler bestimmt. Der »Orthodoxe" Bei meinem letzten Bortrag in B. wurde folgendes Gespräch zwischen zwei Ehegatten belauscht: Sie: „Jedes Wort, das er sagt, unterschreib ich." Er: „Ja, er hat mü allem sehr recht." Sie: „Da kommt der Mann mit der Anmeldeliste; wir wollen uns gleich einschreiben." Er: „Wie kann ich in die Liberale Bereinigung eintreten?! Ich bin doch orthodox." Sie: „Ja — schön orthodox bist du: am Sonnabend fährst du, und am Jomkippur ißt du!" Mehr hat der Lauscher nicht erlauscht. Aber es genügt auch. Gtz. Vereinsnachrichten Verein Jüdisches Lehrhaos Stuttgart. Neben dem laufenden Arbeiisprogramm ist als Sonderveranstaltung eine Reihe von ösfen1-> lichen Gesprächen über Judentum und religiöse Fragen der Gegenwart vorgesehen, die von Dr. Martin Buber und verschiedenen namhaften Persönlichkeiten geführt werden und folgende Einzelthemen behandeln sollen: mit Dr. Hermann Hefele, Stuttgart: Form und Freiheit, am Svnntag, 18. November, abends 8 Uhr, im Oberen. Museum; mit Direktor Th. Bäuerle, Stuttgart: Religion und Revolution, am Sonntag, 17. Februar 1929, Ort und Stunde wird noch bekannt gegeben; mit Prof. Wilhelm Hauer, Tübingen: Thema wird noch bekannt gegeben, voraussichtlich 3. März. Weitere Gespräche sind geplant. Unsere Mitglieder und Hörer erhalten gegen Borzeigen der Mitglieds- und Hörerkarte bei der Geschäftsstelle Gntrittskarten zum ermäßigten Preis von 50 Pfennig. Für sonstige Besucher wird für die Eintrittskarte 1 Mark erhoben. Der Verband Berlin des Jüdischen Frauenbundes e. B. hat eine unentgeltliche Beratungsstelle eingerichtet, an der sich Eltern, Erzieher und Jugendliche in Familien- und Erziehungsschwierigkeiten und allen Fragen seelffcher Not vertraulich wenden können. Sprechstunde: Münchener Straße 37 Mittwochs 10—11 Uhr. Jüdischer Vorklub „Maccadi". Am Sonnabend, den 24. November 1928, findet im Etablissement Kroll das 6. Stiftungsfest des Boxclub Mattabi statt. Kapelle Dajos Bela. Eintritt nur in Gesellschaftstoilette. Karten lediglich im Vorverkauf in den Trainingshallen des „Maccabi", bei den Herren des Vorstandes und der Festleitung sowie im „Maccabi"-Sekretariat, N.W. 87, Jagowstraße 6, Pt. r. (Hansa 5268). Gesellschaft für jüdische Familirnsorschung. Am Dienstag, den 30. Oktober 1928, abends 8 Uhr, im Blauen Saal des Brüdervereins-Hauses, Kurfürstenstraße 115-116, Bortrag mit Lichtbildern, Dr. Karl Schwarz, Leiter der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde: „Die jüdische Familie in der Kunst". Beginn pünktlich 8 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Nach der Versammlung ist ein Beffammensein im Restaurant des Brüdervereins geplant, zu dem auch die Gäste des Abends geladen sind. Reichsdund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Berlin. Am Sonnabend, den 10. November 1928, veranstaltet der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (Ortsgruppe Berlin) einen Gesellschaftsbau in den Gesamträumen bei Kroll, zur Förderung seiner Ziele. Prominente Vertreter aus Kunst und Wissenschaft, aus Bühne und Film werden an diesem Abend als Gäste erscheinen. Kalendarium f. die Zeit v. 27.10.b. 3.11. 28 Oktober 1928 | Tlschri 5689 Sonnabend 27 L3 Wochenabschnitt: Lech l'cho Hastarah: Jesaia 40, 27—40, 31, 41, 1—41, 16 Sabbat-Ausgang: 5.32 Uhr Sonntag 28 14 Montag 29 15 Dienstag 30 16 Mittwoch November 31 1928 17 Donners: ag 1 18 Freitag 2 19 Sonnabend 3 20 Wochenabschnitt: Wajero Hastarah: II. Könige 4, 1—37 Sabbat-Ausgang: 5.19 Uhr MMr. OMMl Hier fehlt ihr Inserat OOOOOOOOOO 1 "1150 Garantiert reines ausgekochtes Gänsefett netto 41/-, kg Mk. 16.—, Gansleber in Gänsefett, netto 0.90 kg Mk. 6.50 franko Nachnahme. Restaurant Zöllner Sauerbrunn, Burgenland Vormittags-Abendschule Private Vorbereitungsanstalt. Direktor Danziger Berlin, Alte Jakobstraße 125 Empfehle meine in den besten jüdischen Kreisen eingeführte, streng diskrete Ehevermittlung Gefl. Anfr. an Frau Mimi Marcos, Köln, Richmodstrasse 13 I öoo6dööooo Festgabe für Claude Cr. Montefiore (Montefiore - Festschrift) Eine Sammlung bedeutsamer Aufsätze, anläßlich der Tagung des Weltverbandes für religiös-liberales Judentum Berlin 1928 gemeinschaftlich herausgegeben von Vereinigung für das liberale Judentum e. V. Vereinigung der liberalen Rabbiner Deutschlands Preis: broschiert 8.— Mark „Philo44 Verlag und Buchhandlung O. m. b. II. Berlin SW 68, Lindenstraße 13 Israelitischer Gottesdienst in Arankfirrt/Al. Liberaler Ritus: Hauptsynagoge. Freitag, d. 26. 10., abds. 5. Sonnabend, d. 27. 10., morg. 9, nachm. 4, Ausgang 6. Wochengottesdienst: morg. 7.30, nachm. 4. Synagoge Freiherr vom Stein-Straße. Freitag, d. 26. 10., abds. 6, Jugendgottesdienst Rabb. Dr. Gottschalk. Sonnabend, d. 27. 10., morg. 9.30, Ausgang 6. Wochcngottesdienst: morg. 7.30, abds. 7. Konservativer Ritus: Synagoge am Börneplatz Freitag, d. 26. 10., abds. 4.45, Bortrag des Herrn Dr. Jos. Heinemann, Breslau. Sonnabend, d. 27. 10., Frühgottesdienst 6.45, morg. 8.15, nachm. 4, Vortrag des Herrn Rabb. Dr. Hoffmann sür junge Leute: „Die Grundlehren des Judentums im Anschluß an Maiinonides". Ausgang 6. Wochcngottesdienst :v morg. 6.30, nachm. 4.45. Synagoge Bockevheim. Freitag, d. 26. 10., abds. 4.45, Vortrag. Sonnabend, d. 27. 10., morg. 8.45, nachm. 4, Ausgang 6. Wochengottesdienst: morg. 6.45. Israel. Krankenhaus Gagernstr. 36. Freitag, d. 26. 10., abds. 4.45. Sonnabend, d. 27. 10., morg. 8.16. Nachmittag- und Abendgottesdienst 5.20. Ein Festgeschenk ist der Roman aus altbiblischer Zeit Esther und Achardise von Hans Janson Halbleinenband, 167 Seiten stark Der Roman ist s. Zt. in der Jüdisch-liberalen Zeitung erschienen. Rabbiner Dr. Samuel,, Essen, urteilte über ihn: „Man staunt über die Anschaulichkeit, mit der manches vergegenwärtigt ist. So wird aus den wenigen Zeilen des Prophetenbuches ein ausgeiührtes Gemälde.“ Bei Voreinsendung des Betrages auf Postscheckkonto Essen 17189 El-Franzis-Verlag, Düsseldorf, und Bezugnahme auf die Jüdisch-liberale Zeitung: M. statt M. ».— lialerarieiiea iider tri Renovierung von Wohnungen, QeschansioKaien, Fassaden etc. Robert Gatheim W50,Kulmbacherstr.7 Fernsprecher: LQtzoui 6260 Kostenanschläge gratis Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. Term, kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, Lützowstraße 44, Telephon: Lfltzow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a Bcke Fasanenstraße, Telephon: Steinplatz 1835 Verlag: Bereinigung für das liberale Judentum e. 16., Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Woyda, Berlin NW. 23. - Druck: Hermann Wegner 8- Co.. Berlin-Mariendors.