Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 8 (1928)
- Issue
- 33 (17.8.1928)
- Date
- 1928-08-17
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Umschau Für den Sozialismus in Palästina. Am Donnerstag, den 9. August, wurde in Brüssel im Zusammenhang mit dem Kongreß der sozialistischen Internationale in Gegenwart von 40 Persönlichkeiten der 2. Internationale eine Palästinakonferenz abgehalten. Auf Grund eines Vorschlages von Emile Vandervelde wurde einstimmig eine Resolution angenommen, die ungefähr besagt: Tie Leistungen der neuen jüdischen Gemeinschaft in Palästina werden anerkannt, insofern sie auf dem Prinzip der Arbeit, der sozialistischen Umformung und der internationalen Solidarität beruhen; diese Arbeit verdient die Unterstützung und Förderung seitens aller Sozialisten. Die Versammlung wählt ein Komitee, das sich ausschließlich ans Sozialisten zusammensetzt und das einen dauernden Kontakt mit beu Poale Zionisten als den Vertretern der palästinensischen Arbeiterschaft unterhält. Das Komitee wird regelmäßig die Internationale über seine Arbeiten sowie über die Fortschritte der palästinensischen Arbeiterschaft auf dem Lausenden Hallen. Dem von der Konferenz gewählten Exekutiv-Ausschuß des Palästina-Komitees gehören u. a. aus Deutschland Eduard Bernstein, Tr. Breitscheid, Hermann Müller und Dr. Loebe am Entwicklung der jüdischen Gemeinden im fernen Osten. In der Mandschuren-Hauptstadt Mukden, der Residenzstadt, des während seines Rückzuges aus Peking ermordeten Diktators Tschang-tso-Lin, hat sich in den letzten Jahren eine ansehnliche jüdische Gemeinde entwickelt, die bereits über eine Synagoge und mehrere Wohlsahrlsanftalten verfügt. In den letzten Tagen hat sich dort ein jüdischer Gcmeindeausschuß konstituiert. Mehrere der jüdischen Einwohner Mukdens sind Vertreter großer Oel-, Zigaretten- und Fellfirmen. Die Gemeinde vermehrt sich durch Zuzug von Angehörigen aus Rußland von Tag zu Tag. In Sambesz, an der großen mongolischen Wüste, etwa 350 Kilometer von Manchouli entfernt, ist eine neue jüdische Siedlung entstanden; sie liegt an der nach Urga, der Hauptstadt der Mongolei, führenden Straße. In Sambesi' leben mehr als 100 Juden, die im Handel der Mongolei eine ansehnliche Rolle spielen. ‘ * Mischer Frauenbund und Agunoth Eine Zuschrift. Jüdischer Frauenbund N. 24, Monbijonplatz 10 Berlin, den 10. August 1928. An die Redaktion der Jüdisch-liberalen Zeitung Berlin Wilhelmstraße 147 Wir danken Ihnen bestens für die Einsendung (von 10 Exemplaren) der letzten Nummer Ihrer Zeitung, in der, wie wir Ihnen schon mitteilten, der Leitartikel über die Notwendigkeit einer Reform des jüdischen Eherechts unser be* sonderes Interesse findet. Aus dem Kreise unseres Vorstands werden wir gebeten. Sie zu bitten, in einer Notiz Ihres geschätzten Blattes mitzuteilen, daß der jüdische Frauenbund in Deutschland diesen Fragen seit Jahren das allergrößte Interesse entgegenbringt und aus den verschiedensten Wegen versucht und versucht hat, sich für Erleichterungen der in diesem Artikel erwähnten Schwierigkeiten einzuschen. Vor allem hat die Gründerin und langjährige Vorsitzende unseres Bundes, Fräulein Bertha Pappenheim, das Interesse des Jüdischen Frauenbundes sofort nach Kriegsende auf die Agunoth hingelenkt und hat selbst durch Korrespondenzen mit maßgebenden Frauen im Osten, durch Unterredungen mit rabbinischen Autoritäten an Ort und Stelle dauernd den Gesichtspunkt vertreten, daß es Pflicht der jüdischen Frauen aller Länder sei, sich für das schwere Schicksal der Agunoth verantwortlich zu fühlen, allerdings muhte immer wieder die Erfahrung gemacht werden, daß die unumgänglich notwendigo rabbinische Hilfe nicht in dem nötigen Maße zu finden war. Seit Jahren ist der Jüdische Frauenbund durch Frau Ernestine Eschelbacher in dem „Verein für Verbesserung der gesetzlichen Stellung der Jüdinnen", der seinen Hauptsitz in London hat, vertreten und auch von dort aus werden dauernd Versuche unteniommen, die Schwierigkeiten des jüdischen Gesetzes, an die die Frauen unserer Tage noch gebunden sind, aufzudecken und zu mildern, selbstverständlich auch hier immer gemeinsam mit gesetzlichen Autoritäten. Um diese und andere Fragen gerade mit den jüdischen Frauen des Ostens eingehend erörtern zu können, hat der Jüdische Frauenbund im Oktober dieses Jahres in Breslau eine Tagung festgesetzt, an der sich aus den verschiedensten Ländern des Ostens die jüdischen Frauenvereine beteiligen werden. Auch aus der Festsetzung dieser Tagung, deren Programm schon seit Monaten vorbereitet wird, können Sie das von dem Verfasser Ihres Leitartikels vermißte Interesse für unsere „minderbegünstigten Schwestern" anerkennen. Wir bitten Sie nochmals, den Inhalt dieser Zeilen in Ihrer Zeitung zur Kenntnis zu bringen. In größter Hochachtung Hannah Karminskr Helene Meyer-Stargard Ges ch ästsstelle. Sch atzmeisterin. Abraham Jbn Esra Von Joseph Kauffmann. Mitten in Spanien, in der alten, berühmten Stadt Totedo, die malerisch hoch über dem Tajosluß thront, erstand ein Mann, der ein gewaltiger Gelehrter, Forscher und Dichter wurde. Mit besonderer Begabung ausgestattet, hatte er die gesamte Bildung seiner Zeit voll in sich ausgenommen und sich dann selbständig weiter gefördert. Bon seinem Leben wissen wir wenig, nur aus Andeutungen in seinen Werken lassen sich einige Tatsachen ersehen. Abraham Ben Meir Jbn Esra (auch Aden Esra) wurde im Fahre 1093 geboren. Wenige Jahre vor seiner Geburt, 1085, hatte König Alfons VI. von Kastilien Toledo und Umgegend den Arabern entrissen und die alte Festung zu seiner Hauptstadt gemacht. Aber die arabische Sprache und Kultur hielt sich noch lange in ihren Mauern, verschmolz erst nach und nach mit der romanisch-kastilischen. Die Jugendzeit Jbn Esras ist ganz in Dunkel gehüllt, erst von seinem, vierzigsten Jahre an kennen wir seine Lebcnsgeschichte. Widrige Umstände veranlaßten ihn, mit seinem schon erwachsenen Sohne sein Vaterland zu verlassen, es begann für ihn eine unstet« Wanderung von Ori zu Ort und von Land zu Land. Dreißig Jahr« dauerten seine Reisen, endlich trieb ihn die Sehnsucht nach seiner Heimat zurück, doch er erreichte sie nicht. An der Grenze zwischen Spanien und Frankreich ereilte ihn der Tod, im gesegneten Alter von i 75 Jahren. Seine Reisen hatten ihn über Nordasrika nach Aegypten, von dort durch Palästina und Syrien nach dem Irak und Persien, geführt, dann kehrte er nach Europa zurück und ging durch Süditalieir nach Nom. Hier verfaßte er das älteste Werk, das wir von ihm besitzen. Von früheren Werken ist nichts bekannt, man wußte in Spanien nur, daß er ein bedeutender Mathematiker und Astronom sei. In Italien weilte er mehrere Jahre, abwechselnd in Rom, Salerno, Mantua und Lucca, dann trieb ihn sein Wandergeist weiter, nach Frankreich, England und zurück nach Frankreich. Allerorts wohin er kam, brachte er seinen Glaubensgenossen die Kunde von der in Spanien erwachten Kultur der Juden, von dem freieren Geiste, der neben der treuen Anhänglichkeit an die Vorschriften der Religion dort herrschte, von dem gewaltigen wissenschaftlichen Streben, das dorr entstanden >var. Aber er »var allenthalben fremd, umhin er sich auch »vandte. Seine Sprachen, hebräisch, arabisch und spanisch, tvurdcn nicht verstanden, er verstand nicht die Reden der Italiener, Franzosen und Engländer. Während er ans sehr hoher Bildungsstufe stand und ein tadelloses, grammatikalisch richtiges .Hebräisch sprach, waren seine Glaubensgenossen, namentlich in Italien, ziemlich ungebildet und konnten sich, mit Ausnahme weniger Gelehrten, nur unvollkommen hebräisch mit ihm verständigen. Sein unstetes Leben beruhte jedoch nicht etwa nur auf äußeren Umständen, sondern entsprang auch seiner seelischen Unruhe und Zerrissenheit, seinem Durst nach Wissen und Forschen. Zwei Seelen wohnten in seiner Brust, zivei Naturen waren ihm eigen. In seinem Wesen und Schassen war keine Einheit, auf der einen Seite ivar er streng altgläubig fromm, ans der anderen freigeistiger Kritiker, der den Zwiespalt zwischen Glauben und Wissenschaft in sich auszugleichen suchte. Ec war tiefschürfender Philosoph, tüchtiger Mathematiker und Astronom, Grammatiker und Bibelerklärer, aber auch Dichter und Astrolog. In jedem dieser Fächer leistete ec Bedeutendes, für uns liegt seine Hauptbedeutung jedoch in seinen Bibelforschungen und seinen mehr als 150 religiösen Gedichten. Diese letzteren sind meistens religionsphilosophische Betrachtungen über das Schicksal und die Bestimmung des Menschen, Ermahnungen und Weisheitslehren, Trauergesänge und Stimmungslieder. Auch weltliche Gedichte hat er versaßt, Scherz- und Liebeslieder, Spottgedichte und Rätsel, aber darin liegt nicht seine Stärke, er reicht hierin nicht an seine Zeitgenossen Gabirol und Jehuda Halevi heran. Seinen Reisebcobachlungcn entsprang folgendes Lied: „Die Lieder aus der Araber Mund Besingen süßer Liebe holden Bund. Edom (Rom) singt nur von Kämpfen und von Kriegen, Bon blut'gcn Heldentaten, Rachesiegen. An Witz und Geist ist Hellas Muse groß, Und Rätsel kommen aus der Inder Schoß. Doch Lieder, die zu Gottes Ruhm erklingen, Vermag allein nur Israel zu singen." In einem anderen Liede, dem die Verstimmung über sein zerfahrenes Leben zugrunde liegt, verspottet er sich selbst: „Himmelssphäre, Sternenheere, Haben schon, als ich geboren Wider mich vereint verschworen. Bringt darum mir nichts Gewinn, Was ich immer auch beginn. Wollt' mit Licht Geschäft ich treiben, Bliebe ewig Sonnenschein, Kauft' ich Leichenkleider ein, Würden All' am Leben bleiben, Klopf' ich an des Fürsten Tor: „Ist im Begriffe auszureiten." Komm' ich abends wieder vor: „Ist dabei, sich auszukleiden." Ich Aermster muß von dannen scheiden. Bleib' nach wie vor bei meinen Leiden." Größeres Interesse, als diese Lieder, bieten seine religiösen Gedichte, von denen einzelne noch in den Gebeten für den 9. Ab und die Bußtage, mehrere in dem sefardischen Machsor aufbewahrt sind. Einen Beweis seiner tiefen Religiosität finden wir in folgendem Gebets wenn auch die Uebersetzung nur ein schwaches Bild bietet: „O Herr und Meister Du alles Fleisches, aller Geister! Was in der Seele mir sich regt, Hat deine Weisheit ausgeprägt, Für das, was mir den Geist bewegt, - Das Wort mir in den Mund gelegt.... In deiner Hand ruht mein Geschick. Wozu mein Mund davon noch spricht? O du, mir nah in jedem Augenblick, Vor dem die Sprache mir gebricht. Des Geistes Zeugnis kündet ihn, Wie könnt' ihm wohl mein Herz entflieh'»? Du wiesest Ziel ihm unverwandt, Mit deiner Lehre, von dir gesandt Als deiner Liebe Unterpfand. Mein Will' und Wunsch ist dir bekannt. Du hast erkoren, was mir nützt, Und sinkt dein Knecht, dann deine Hand Ihn liebend richtet auf und stützt. Und mit dem Mantel deiner Huld Verhüllst du meine Sünd und Schuld. Wie hast du liebend mich, geschont, Nie Hab' ich deine Huld gelohnt!" Jbn Esra wäre schwerlich zu der Berühmtheit gelangt, der er sich in der gesamten Judenheit erfreut, wenn er nur Dichter gewesen wäre. Seine Bedeutung liegt in den Ergebnissen seiner grammatikalischen Studien und in seiner Bibelerklärung und Bibelforschung. In Italien hatte er zunächst eine Reihe grammatikalischer Schriften verfaßt, die den Juden außerhalb Spaniens überhaupt erst eine nähere Kenntnis der hebräischen Grammatik brachten. Sein in Mantua herausgegebenes Buch dieser Wissenschaft nannte er: „Buch der Reinheit". Dann begann er in Rom seinen großen Kommentar zur Bibel, den er in den Jahren 1140—1166 ausarbeitete. Zwischendurch verfaßte er auch mehrere mathematische Werke. Alle seine Erzeugnisse sind in schönster, reinster hebräischer Sprache geschrieben. Seine mathematischen und astronomischen Werke wurden später, etwa 100 Jahre nach seinem Tode, ins Lateinische übersetzt 'und gewannen großen Einfluß in Italien. Bis in die neuere Zeit galt er dort unter dem Namen Abraham Judäus, später Avenare, als Führer der mathematischen Wissenschaft. Jbn Esras Bibelerklärung beruht nach eigener Angabe aus dem Grundsätze, jedes Wort erst genau grammatikalisch zu untersuchen, WlESl;5 KAKAO g SCHOKOLADE S l . PIUIIS1N wUSBSklSi AUGWIföEiSONS .. KÖLN J/Rh. ohne Rücksicht auf masoretische Feststellungen, deren Gründe er für willkürliche erklärt, ebenso ohne Beachtung der Verbesserungen der Soferim, wohl aber unter Berücksichtigung der alten Uebersetzungen. Dadurch kommt er oft dazu, daß sein kritischer Blick aus Schwierigleiten stößt, auf die er »vohl aufmerksam macht, die er aber, im Kamps zwischen seinem Glauvcn an die Tradition und seinem tritt' scheu Verstände, doch nicht klar anssprechen will und deshalb mir häufigen kurzen Bemerkungen andentct, wie: „hier ist ein Geheimnis" oder: „der Verständige schweige". Diese Bemerkungen blieben Jahrhunderte unverständlich, bis endlich heransgefunden wurde, daß Jbn Esra der Erste war, der eine Bibelkritik gewagt hatte. Während der ganzen Zeit schöpften sotvohl Strenggläubige wie Freisinnigere Belehrung ans seinen Kommentaren, die den Sinn der Bibel in verständlicher, wenn auch etwas weitschweifiger Weise wiedergcben und die Bibclsorschung zur Wissenschaft erheben. Für das große Publikum waren seine ausgedehnten Ausführungen allerdings weniger geeignet, als für die Gelehrten, dieses bevorzugte die wert kürzeren und einfacheren, weniger tiefsinnigen Auslegungen des Rabbi Salomon den Isaak (Raschi). - Erst nach 500 Jahren war Spinoza der Erste, der es versuchte, die Andeutungen Jbn Esras ausznhellen. Er löste auch alle die Stellen aus, die Jbn Esra mit „hier ist ein Geheimnis" oder „der Verständige schweige" als Rätsel hingestellt hatte. Er stellte fest, daß alte diese Stellen den Beweis bringen sollten, daß Moses nicht der Verfasser des Pentateuchs, ivic wir ihn in Händen haben, sein könne, da Die betreffenden Sätze aus einer viel späteren Zeit stammen müßten. Jbn Esra war auch der Erste, der erkannte, daß das Buch Jesaia nicht von ein und demselben Verfasser herrühren könne, daß die ersten 39 und die weiteren 28 Kapitel von verschiedenen, zeitlich tveii getrennten Personen hcrstammcn müßten. Auch bei anderen biblischen Büchern deutete er ähnliche Tatsachen an. Jbn Esra war einer der klarsten Denker, der geistvollsten Köpfe in der reichen spanischen Glanzperiode der jüdischen Literatur, ein Stern erster Größe am .Himmel der jüdischen Wissenschaft. Er war von gewaltigem Einfluß auf das Denken und Schassen vieler Förderer der geistigen Befreiung seiner Glaubensbrüder. Daß nach ihm eine Asterwissenschaft, die Kabbalah, alle Köpfe verwirrte, jedes klare Denken, jede Entivickelung verhinderte, war nicht seine Schuld. Wer auf dem Boden des Fortschritts steht, wem an einer Bereinigung unserer Religion von allem mittelalterlichen Wust und Aberglauben, die finstere Zeiten hinzugefügt haben, gelegen ist, der muß ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Seele und die Thora (Midrasch Raba zum 5. B. Mos. Kap. 11,26.) Von Rabbiner Tr. P fing st, Nordhausen. Im Midrasch befindet sich ein Ausspruch Var Kaparas, daß Seele und Thora mit dem Licht zu vergleichen sind; denn schon Salomo nennt die Menschenseele ein „göttliches Licht" (Sprüche Salomos 20,27), und die Thora bezeichnet er als eine „Flamme" (Sprüche Salomos Kap. 6,23). Gott spricht gleichsam zum Menschen — so erklärt der Midrasch — „Mein Licht — die Thora — ist in Deine Hand gegeben, und Tein Licht — die Seele — ist in meine Hand gegeben. Wenn Du mein Licht — die Thora — behütest und bewahrst, dann will ich auch Dein Licht — die Seele — behüten und bewahren; wirst Du aber mein Licht, die große, köstliche Thora, auslöschen, dann lösche ich auch Deine lichte Seele aus, also hüte Deine Seele gar sehr!" (5. B. Mos. Kap. 4,9.) Aus dem Vergleich des Midrasch — Seele und Thora mit dem Lichte — sieht man, daß es im Judentum stets auf das helle, lichtvolle, nicht aus das finstere, dunkle Prinzip ankommt. Ter Mensch hat nach Klarheit zu ringen, seine Seele mit dem Himmlischen zu verbinden, sich emporzuheben aus den Niederungen des finsteren, bösen Elements, das zweifellos in der Materie vorhanden ist. Das himmlische Element ist die Thora. Will der Mensch seine Seele erleuchten, dann ist die Thora das Mittel hierzu. Die Thora als das Instrument, das Gott dem jüdischen Menschen gereicht hat, befähigt ihn zu leben. Alles Leben braucht Licht. Wie Leser, die verreisen können sich die „Jüdisch-liberale Zeitung“ auf kurze oder längere Zeit ins Bad oder in die Sommerfrische nachsenden lassen Der Nachsendungsantrag ist bei dem zuständigen Postamt zu beantragen. Es ist dringend ratsam, die Ueberweisung möglichst acht Tage vor der Reise zu bestellen. Auch Ihre Freunde wollen die Jüdisch-liberale Zeitung lesen! Fördern Sie das liberale Judentum durch Verbreitung der Jüdisch-liberalen Zeitung. 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