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Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-08-17 · 33 (17.8.1928) · page 6

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
33 (17.8.1928)
Date
1928-08-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Wellreisebureau Union Agentur von Thos. Cook & Son Berlin W 8 Hamburg 1 Unter den Linden ZZ Alsterdamm 7 Verkauf von Fahrkarten und Fahrscheinheften für Eisenbahnen, Dampfschiffe und Flugzeuge nach allen Teilen der Welt Akkord-Reisen (Reisen zu einem festen Pauschalbetrag) Gepäckabfertigung / Spedition ■ Geldwechsel / Kreditbriefe Telegraphische Überweisungen nach dem Auslande Vermietung eleganter Automobile Aufomobil*Rundfahrien in Berlin und nach Potsdam diligs KU einer allgemeinbildenden Anstalt entwickelt hat. Er hat durch jeine Reformbestrebungen auj dem Gebiete des Kultus Neuerungen in der Gestaltung des öffentlichen Gottesdienstes geschaffen, die noch heute bis hinein in die Kreise der Neu-Orthodoxie ihre Geltung mehr oder minder behalten und in oer ganzen Welt bei allen, denen die Erhaltung nnd die Weiterentwicklung unseres religiösen Glaubens am Herzen liegt, Eingang gefunden haben. Von den sichtbaren Werken, Die Israel Jacobson hmlerlassen hat, ist die Jacobsonschule leider ein Opfer der Inflation geworden. Geblieben ist noch als einziges sichtbares Denkmal der Jacobson'schen Lebensarbeit die auf dem Schulgrundstücke stehende Synagoge, die von Jacobson im Jahre 1810 etbaut und in pietätvoller Erinnerung an seinen Vater „Jacobstempel" genannt wurde. Das ist die historische Stätte, wo zum ersten Male in einem jüdischen Gottes- Hause eure deutsche Predigt und zwar von Jacobson selbst gehalten wurde, wo zum ersten Male unter Orgelklängen weihevoller Gemeindegesang die Beter erhob. Diesem durch mehr als hundertjährige Erinnerung geweihten Gotteshause, einem von Kunstkennern bewunderten, schlichten Bau in den edlen Formen des Klassizismus (Empirestil), droht nunmehr der Untergang, wenn nicht schleunige Erneuerungsarbeiten den Verfall aufhalten. Eigentümerin des Tempels ist die noch rn Seesen bestehende Jacobsonstiftung, die den Tempel an die jüdische Gemeinde in Seesen verpachtet hat. Weder die Jacobsonstistung, noch die kleine Gemeinde sind bei ihren äußerst beschränkten Mitteln in der Lage, die Kosten der Instandsetzung allein auszubringen. Es fehlen noch etwa 10000 Reichsmark, um das Gebäude und die historische Orgel rn würdiger und dauerhafter Weise instandzusetzen. Der Mahnruf hat bei unseren amerikanischen Gesinnungsgenossen einen Erfolg verheißenden Widerhall gefunden. Soll da das deutsche liberale Judentum beiseite stehen? Man dar) erwarten, daß die Vereinigung für das liberale Judentum anläßlich der Welttagung in Berlin es sich nicht nehmen lassen wird, für die gute Sache tatkräftig zu werben. Es gilt, die Geburtsstätte des positiven jüdischen Liberalismus vor dem Untergange zu bewahren; es gilt, ein jüdisches, bedeutsames Baudenkmal zu schützen; es gilt, der kleinen, aber ältesten jüdisch-liberalen Gemeinde in Seesen und den jüdischen Schülern der Jacobsonschule die Synagoge zu erhalten. Es gilt, das Andenken Israel Jacobsons an fernem 10 0. Todestage zu ehren! Prof. D. Frredland, Obcrstudienoirektor an der Staatlichen Oberrealschule (ehem. Jacobsonschule) zu Seesen. Anmerkung der Schriftleitung. Wir befürworten warm obigen Aufruf und bitten, Beiträge auf das Konto der „Jacobsonstistung" an die Braunschweigische Staatsbank, Zweiglasse Seesen a. H. (Postscheckamt Nr. 10301) zu überweisen. hinwieder die Position eines Generaldirektors nicht gibt, sondern höchstens die eines Seniordirektors, der die Vorstandssitzungen leitet und in den Generalversammlungen als Sprecher figuriert. Eben als Nachfolger in der „Sprecherschaft" ist Oskar Wassermann zum natürlichen Führer und Repräsentanten des kollegialen Fachgremiums der Deutschen Bank geworden. Er hat Aeltere überflügelt, aber er jedenfalls braucht noch nicht zu fürchten, daß die Formel „Ote — toi, que je m—y mette" an ihm zur Wahrheit würde. Oskar Wassermann ist ein ungemein scharfsinniger Kopf, ein vielleicht gelegentlich etwas zu überspitzter Sophistik und Dialektik neigender Finanzmann, aber trotz seiner Genügenden Stellung in der Hochfinanz ein keineswegs nur von materiellen Interessen erfüllter Geist, vielmehr ein Wege- und Wahrh ei 1 ssuch er auf den verschiedensten Kultur -und Wissensgebieten. Und.so viel beschäftigt er auch sein mag, gehört er doch zu jenen, die immer noch Zeit und Gehör übrig haben für die Lebensinteressen anderer, ja selbst für Bittsteller und Petenten jeglicher Rasse und Klasse. Insbesondere aber ehrt ihn, daß er auf dem vorgeschobenen Posten eines Direktors der Deutschen Bank den stolzen Mut hatte, nicht nur ein guter Jude zu sein und zu bleiben, sondern auch sich zu exponieren und das deutsche Präsidium im jüdischen Palästina-Werk „Keren Hajessod" zu übernehmen. Und zwar hat er es nicht übernommen, wie dergleichen des öfteren geschieht, um das Werk etwa nur durch Hergabe seines Namens zu fördern, sondern er opfert viele Tage und Stunden seiner kostbaren Arbeitszeit für diese ihn begeisternde Idee. Er hält auch Vorträge und schreibt Artikel zu Gunsten der von ihm propagierten Schöpfung. Der „Keren Hajessod" will angeblich als neutrales Werk die deutsche Judenheit unter Ausschaltung aller parteipolitischen Momente für das palästinensische Aufbauwerk zusammenfassen. Seine Neutralität wird jedoch von den Nicht-Zionisten bestritten, die darum auch eine Beteiligung an ihm äblehnen. Oskar Wassermann ist nicht nur deutscher Vorsitzender des „Keren Hajessod", sondern er gehört auch der „Joint Palestine Survey Commission" an, die vor kurzem getagt hat, desgleichen ist er Mitglied des Ehrenausschusses des Deutschen „Komitees Pro-Palästina", das ebenfalls die Förderung der jüdischen Palästinasiedlung im Auge hat. Neben diesen Bestrebungen Oskar Wassermanns, denen unsere Vereinigung ablehnend gegenübersteht, weil sie in der Praxis vornehmlich dem Zionismus zugute kommen, hat Oskar Wassermann jedoch auch auf unpolitischen Gebieten für alle jüdischen Dinge stets ein warmes jüdisches Herz und einen klaren jüdischen Kopf. Hierzu gehören sowohl soziale jüdische Arbeiten als auch jüdisch-wissenschaftliche Gebiete. Im Verein zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums hat er die Stelle des zweiten Vorsitzenden inne. Ferner ist er Vorsitzender des Kuratoriums der Zunz-Stiftung, deren Zweck die Förderung des Druckes wissenschaftlicher Arbeiten über Juden und Judentum ist. Neuerdings setzt er sich auch sehr eifrig für Bestrebungen ein, die eine friedliche Verständigung der Völker durch stärkere Betonung pazifistischer Gedankengänge innerhalb der drei großen Konfessionen erreichen wollen. In dieser noch im Anfangsstadium befindlichen Bewegung haben bereits zahlreiche Besprechungen stattgefunden. Wassermann spielt als Führer der jüdischen Friedenssektion eine prominente Rolle. Wie wir schon eingangs erwähnten, kann man demnach wohl mit Fug Oskar Wassermann als einen Patrizier „kat exochen" bezeichnen. EristalsdeutscherStaatsbürger ein Patrizier und er ist es als Sohn Israels. Das heißt: er ist sich immer mit Stolz seiner Herkunft, seiner Väter, seiner Heimat und seiner Wirksamkeit bewußt. Er ist ein Mann der gepflegten Form, aber allzeit aller adligen Ueberlieferungen seiner deutschen wie jüdischen Abstammung eingedenk. Er hat offene Augen, ein offenes Herz und eine offene Hand. Vor allem aber hat er den Ehrgeiz, für die Menschheit und um der Menschlichkeit willen zu handeln. Für chn ist weder der Gottesbegriff, noch das Wort vom „Bruder Mensch" ein leerer Wahn. Höherer Ruhm kann einem Vertreter der sogenannten „materialistischen Weltanschauung" wohl kaum gezollt werden. Er widerlegt dieses Schlagwort wie manche andere Scheinwahrheit, die eilends durch die Gassen fegt, eben am überzeugendsten durch die markante und markige Persönlichkeit, die den Namen Oskar Wassermann trägt. Er ist Vorbild und Beispiel zugleich; und es wäre nur zu wünschen, daß möglichst viel Nachahmer in den Spuren dieser aufrechten und vornehmen Menschlichkeit wandelten. Opfer Von Rabbiner Dr. Gottschalk, Frankfurt a. M. In eine seltsame Welt werden wir zuweilen von der Bibel geführt: in die Welt der Opfer, die längst verklungen. So seltsam zu denken und zugleich so lehrreich, daß unsere Väter und unsere Mütter an diesen Dingen Gefallen gehabt. Wie es Priester gegeben, die geschlachtet, geopfert, Blut gesprengt und Fleisch verbrannten, alles zu Ehren der höchsten Gottheit. Und wie reich war dieser Brauch ausgebildet! Sündopfer, Friedensopfer, Speiseopfer, Brandopfer, Schlachtopfer, das sind die Dinge, welche die Vorfahren so eifrig erregten. Sie sind es, von denen in vielen Gebetbüchern heute noch gesprochen wird, sie sind es, die heute noch Juden erflehen. Aber sie sind es auch, gegen die schon früh tieffühlende Fromme Einspruch erhoben. Zwei Stellen sind es, die besonders laut reden: „Wer Dank opfert, der ehret mich", „Die Opfer Gottes sind ein zerbrochenes Gemüt." Inwiefern aber ist Dank ein Opfer — inwiefern sogar ein zerbrochenes Gemüt? „Wer Dank opfert, der ehret mich" — es ist eine tiefe Erfahrung, die hieraus spricht. Nicht umsonst hat das Sprichwort die Prägung erhalten: „Undank ist der Welt Lohn." Es ist ein Opfer, das wir uns abringen sollen und immer wieder abringen müssen: unserer Selbstsucht, unserer Ueberheblichkeit, unserer Schwäche, unserer Scham und unserer Bequemlichkeit, unserer Neigung zu vergessen und mehr sein Milche Apie Oskar Wassermann Von Doris Wittner. Oskar Wassermann, der führende Kopf und Chefdirektor der Deutschen Bank, kann als Ur- und Vorbild deutschen und jüdischen Patriziertums gelten. Seine seit Jahrhunderten in und um Bamberg ansässige Familie hat sich in Bayern stets des respektvollsten Ansehens zu erfreuen gehabt. Obwohl — oder vielleicht gerade weil — die Wassermanns stets in pietätvoller Treue dem „Alten Bunde" anhingen und zu keinen Kompromissen noch „konventionellen Lügen" jemals bereit zu finden waren, wurde ihnen die natürliche Achtung ihrer Mitbürger, auch wo sie anderen Glaubens waren, als selbstverständliches Gut des Lebens gezollt. Die Wassermannschen Vorfahren waren sämtlichst noch orthodox, hielten sich streng an alle rituellen Vorschriften ihrer Heiligen Schriften und dienten dem bildlosen, körperlich unvorstellbaren Gott ihres Volkes mit weithin sichtbarem Eifer. Dabei fühlten sie sich der deutschen Landschaft, in die sie dereinst eingewandert oder hineingeboren sein mochten, eng verwandt und sogen gerade aus ihrer Erdgebundenheit die starken Wurzeln ihrer Kraft und die Selbstverständlichkeit der Zugehörigkeit zu deutscher Kultur, trotzdem ihr Glaubensbekenntnis sie angeblich von der Ursprünglichkeit und Urwüchsigkeit deutschen Wesens scheiden oder sondern sollte. Die frommen und ehrfürchtigen Väter und Söhne dieser Familie wußten es besser. Sie wußten, daß, kraft Schicksalsfügung in die Diaspora gezwungen, die großen Völkerbewegungen, die alle Jahrtausende einmal stattfinden, auch Glieder ihres Stammes auf fernem und frenrdem Boden ansiedeln konnten. Da Treue jedoch — Treue ihrem Gott, ihrem Glauben und ihrer Stammesgemeinschaft gegenüber — in ihrem Blute wohnte und herrschte, so fühlten sie sich auch dem Boden, auf den ein Zufall sie verschlagen haben mochte, alsbald vermählt und verschmolzen auf Gedeiht und Verderb'. Die alle man nische Erde wurde ihnen zur Heimat und sie verschwendeten all ihre unverbrauchte Lieb es kraft an die Scholle, deren Sassen sie nunmehr geworden. Und Menschen und Erde tauschten jahrhundertelang Segen um Segen, Liebe um Liebe. Bon jedem einzelnen Wassermannschen Ahnen, der im bayerischen Lande wurzelte, konnte mit Fug gesagt werden, was Fontane dem Schottischen Lord Douglas nachrühmt: „D e r ist in tiefster Seele treu, Der die Heimat liebt wie D u!" Die weitverzweigte, vielköpfige Familie Wassermann wurde zu einem integrierenden Bestandteil des Bayerischen Landes und insbesondere der Gegend zwischen Bamberg, Würzburg und Fürth. Immerdar gläubig und ehrerbietig ihrem Gotte gegenüber, dabei aufrechten und aufrichtigen Wesens und Wirkens, ruhte auf ihrem irdischen Tun Glück und Gedeihen. Der allmählich gesammelte Reichtum des Hauses wurde klüglich gewahrt und vermehrt. Und bedeutende Persönlichkeiten, alle aber patrizisch in ihren Bräuchen und Gewohnheiten, zogen aus dem patriarchalischen süddeutschen Bezirk mit seiner jovialen Bevölkerung in die große Welt hinaus, um dort Würden und Ehren aller Art zu pflücken. Außer verschiedenen Finanzkapazitäten ist auch Augustvon Wassermann, — ein Teil der Familie wurde um seiner Verdienste willen in den Freiherrnstand erhoben — der geniale Wissenschaftler und Wohltäter der Menschheit, dem gleichen Stamm entsprossen. Einer ärmeren Nebenlinie, die in Fürth behaust war, gehört der berühmte Dichter — Mitglied der Preußischen Akademie für Dichtkunst — Jacob Wassermann an. Außer diesen geistigen Werten hohen Grades, die die Familie Wassermann dem deutschen Volke geschenkt hat, steht an der Spitze internationaler Bedeutung und deutscher Weltgeltung vor allem der Bankdirektor Oskar Wassermann, der trotz einer verhältnismäßig - noch kurzen Dienstzeit, und trotzdem ihm manche seiner Kollegen in der Leitung der Deutschen Bank an Anciennität wesentlich überlegen sind, doch unbestritten und unbestreitbar die F ü h r u n g innerhalb des Direktorial-Gremiums der Deutschen Bank inne hat. Auch Oskar Wassermann ist in Bamberg geboren, besuchte daselbst das Gymnasium und trat nach dessen Absolvierung in die väterliche Bankfirma, A. E. Wassermann, die in Bamberg und Berlin ihre Häuser unterhält, ein, um zuvörderst im Schoße der Familie seine banktechnische Ausbildung zu erhalten. Mit einer natürlichen großen Begabung ausgestattet, hat Oskar Wassermann schon frühzeitig seine Interessensphären nicht nur auf berufliche GÄiete, sondern auch auf schöngeistige und kulturelle Ebenen ausgedehnt, wobei er die größte Förderung durch seinen Vater erhielt, der mit einer inbrünstigen Frömmigkeit ein universales Wissen verband. Da die wirtschaftlichen Verhältnisse des Vaters für die damaligen Begriffe — Oskar Wassermann steht heute im besten Mannesaller, ungefähr Mitte der Fünfzig — außerordentlich günstige waren, lernte Oskar Wassermann schon in der Jugend alle Annehmlichkeiten und Genüsse des Lebens kennen. Und es ehrt ihn, daß er trotzdem weder ein spielerischer Genießer, noch ein seichter Müßiggänger geworden ist. Er brauchte sich in d e n Jahren, die für die Entwicklung menschlichen Geistes und menschlicher Seele ausschlaggebend zu sein pflegen, keinen Wunsch zu versagen, genoß aber das Leben nur mit verfeinerten Wahlinstinkten, mit Fingerspitzennerven und mit größter Kultur. Bis etwa zum zwanzigsten Lebensjahr vertrat Oskar Wassermann — treu den Traditionen seiner Herkunft — auf religiösem Gebiet einen äußerst orthodoxen Standpunkt, gehörte er zu den Glaubensgenossen von der allerstrengsten Observanz. Dieser Kurs erfuhr erst eine Aenderung, als Wassermann zu seiner weiteren beruflichen Ausbildung nach dem Auslande ging, und zwar zuerst nach Paris, dann nach Brüssel und schließlich nach London. Allenthalben erkannte man in ihm sehr schnell einen ungewöhnlich befähigten Menschen, dem auch, auf Grund seiner alten, ehrwürdigen und allgemein geachteten Familienüberlieferungen, im Auslande alle gesellschaftlichen Kreise — bis zu den höchsten „Sphären" hinauf — sich gastlich auftaten. Er wurde von den „Represantative men" der westlichen Demokratien mit offenen Armen empfangen, noch ehe er selbst Gelegenheit gefunden, sich als der Meister der „Haute Banque", der er heute ist, zu legitimieren. Oskar Wassermann trat alsdann wiederum in die väterliche Firma ein, verlegte seine Tätigkeit aber sehr bald in die Berliner Filiale, wo Max und Sigmund von Wassermann ihre vornehme Privatbankfirma umsichtig leiteten. Aber Oskar Wassermann war eine größere Zukunft beschieden, als nur im Rahmen des Familienstammhauses zu wirken und walten. Sein Pfad führte — nach mehreren unbedeutenden Zwischenetappen — geradenwegs in die repräsentativste Bank des wirtschaftlich immer stärker emporblühenden Deutschen Reiches, in die D e u t s ch e B a n k, einem der größten Organisationszentren Deutschlands. Dieses Institut, in dessen Annalen die Namen von Siemens, Hansemann und Helfferich glänzen und an dem späterhin ein Arthur von Gwinner schöpferisch gewirkt hat, an dem ein Herr von Strauß seinen bisweilen überschüssigen Unternehmungsdrang zu betätigen wußte und weiß und an dem eine Fülle hochbegabter Persönlichkeiten, wie beispielsweise Eillington — Hermann, Oskar Schütter und viele andere eine großzügige Finanzpolitik betreiben, bot die geeignete Stätte für das Ingenium eines Oskar Wassermann. Nach dem Tode des Direllors Mankiewitz wurde er zuerst Börsendirektor und alsdann „Sprecher" der Deutschen Bank, eine Charge, wie von allen deutschen Bankinstituten ausschließlich die Deutsche Bank sie kennt, bei der es Jede elegante 9rau ist 3Kundin von fiedßeri JEevy f 'fie&bert £CVU kleidet Sie am modernsten< Potsdamer Strasse 6 am besten und am billigsten! Murfürstendamm 29

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