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Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-03-23 · 12 (23.3.1928) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
12 (23.3.1928)
Date
1928-03-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Hinaus bekannten Antiquitätensirma I. & S. Goldschmidt, seinen 70. Geburtstag. Einer alt-eingesessenen Frankfurter Familie entstammend, trat er früh in die Firma ein und verstand es, durch seine große Tatkraft und seine kaufmännischen Fähigkeiten auf das wesentlichste zu dem internationalen Ansehen beizutragen, das dieses Haus seit Jahren genießt. Neben seinen beruflichen Pflichten widmete sich Julius Goldschmidt aber vor allem der Pflege kultureller Dinge. Bei der Gründung der Frankfurter Universität hat er mit erfolgreichem Eifer deren Zustandekommen gefördert. Vor allem sei aber hier der großen und allgemein anerkannten Verdienste gedacht, die sich der edle Mann um den Aufbau und Verwaltung des Äumpertzschen Krankenhauses, der Männer- und Frauenkasse, des Waisenhauses in Diez und mancher anderen Institutionen der sozialen Fürsorge erworben hat. Als Mitglied dcS V o r ft a n d e s der jüdischen G e in c i n d e, als Vorsitzender des Vereins zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler und zahlreicher WohltätigkeitS- und Wohlfahriseinrichlungen ist Julius Goldschmidt unverdrossen tätig. Mögen ihm zum Segen seiner Vaterstadt und zum Wohle seiner Glaubensgenossen noch lange Jahre unermüdlichen Wirkens beschicdcn sein. Gelnhausen. (7 5. Geburtstag.) Krcisvorsteyer K. Moritz konnte vorletzten Sonntag in körperlicher und geistiger Frische unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde seinen 75. Geburtstag feiern. Als ehemaliger Gemeindevorsteher und seit ll> Jahren als Kreisvorstehcr der jüdischen Gemeinde des Kreises hat der Jubilar, der außerdem seit mehr als 50 Jahren Mitglied der Ehctvra Kadischa ist und dieserhalb kürzlich besonders geehrt wurde, den gemeinnützigen Institutionen mit großem Eifer und vorbildlicher Selbstlosigkeit gedient. Hannover. (Sitzung des R e p r ä s e u t a n t e n l o l l e g i - ums.) In der Sitzung vom 14. März berichtete unter „Mitteilungen" der Vorsitzende, Herr Kommerzienrat Berliner, daß auf Antrag der Saal des Alten Rathauses der Synagogengemeinde zur Abhaltung des Ncbengottesdienstes an den Hohen Feiertagen 1028 gegen eine Mietgebühr von 750, - Mk. und eine Pauschalsumme von 300, - Mt. für Kleiderablage, zusammen 1050, Mk., überlassen worden sei. — Durch Vermittlung des Vorstandsmitgliedes Herrn Rudolf Hcrzberg hat die Zionloge ihre GesellschaitSräume für die Abhaltung des Jugend- Gottesdienstes an den Sonnabenden gegen eine Gebühr von 10, Mk. vro Sonnabend zur Deckung ihrer Auslagen überlassen. Aus Zweümäßigkeitsgründen hat der Vorstand die sechs Haupt- und Hilfslehrer der Gemeinde, ferner den Chordirigentcn und dessen Stellvertreter gegen persönliche Haftpflicht im Berufe zu dem mäßigere Prämiensatz von insgesamt 24, - Mk. pro Jahr versichert. - Nach langivicrigen Verhandlungen hat das Amtsgericht die Eintragung des HausgrundstückeS und deS demselben angcschlossenen Friedhofes An der Strangricde 55 im Grnndbuche vorgenommen. - Mit Schreiben vom 14. Januar 1928 beantrage» drei Mitglieder des RcpräsentantcukollegiumS, die Erfatzmitglieder in den einzelnen Kommissionen in allen ihren Rechten und Pflichten den ordentlichen Mitgliedern gleichzustetten. Ta »ach längerer Aussprache eine Einigung über diesen Antrag nicht erzielt werden kann, wird dieser Punkt für die nächste Repräsentantensitzung zurückgestellt. Zwei der Antragsteller erklären, unter den gegenwärtigen Umständen in keiner der Gemeindekommissionen als Ersatzmann verbleiben zu »vollen. Zn Punkt 2 der Tagesordnung „Uebergaugsbestimmuugeu zum neuen Preußischen Judengesetz für die Provinz .Hannover" führt .Herr Tr. Sch.eisner aus, das; der vorliegende Entwurf keinesfalls als endgültige Stellungnahme der Gemeindeverwaltung anznsehen sei. Er sei lediglich als Grundlage für Verhandlungen gedacht. Man fei im Kolleg, in» Ausschuß und in den Versammlungen des Provinzialverbandes zu de»; Entschluß gelangt, die Einrichtung des LanorabbinatS in einer den heutigen Verhältnissen entsprechenden Form beizubehalten. Zu diesem Beschluß hätten die für die Provinz Hannover in Frage kommenden Landrabbiner setbst beigetragen, die die ihnen durch das Gesetz von 1842 und 1844 eingeränmten Rechte nicht mehr als den Zeilverhültnissen entsprechend ansehen. So hätten z. B. sämtliche Landrabbiner erklärt, von dem ihnen zustehenden Rechte der Aussichtssührung in ttzemeindevertvaitniigSangetegenheilen und der Ueberwachung von Gemeindebeamten keinen Gebrauch machen zu ivollen. Sie hätten aber darauf bestanden, daß die ihnen im Gesetz zugcstandeueu Rechte bezüglich Kultus und Ritus weiter belassen bleiben. - In ausgiebiger Aussprache werden die einzelnen Punkte des vorliegenden Enttvurss kritischer Betrachtung unterzogen. Einige Herren sprechen sich dasür aus, das Landrabbinat überhaupt anszuhebcn. Es wird die Ansicht vertreten, daß, da es zu den hauptsächlichsten Ausgaben des Preußischen Landesverbandes gehöre, die Interessen der ihm angesch.ossenen kleinen Gemeinden zu lvahren, cS die Tynagogengemeinde Hannover nicht nötig hätte, einen Landrabbiner hierfür zu bestellen und zu besolden. Im Gegensatz zu den Zeiten, in denen die Landrabbinate geschassen tvorden seien, tvären heute die Gemeindeverwaltungen der größeren Gemeinden wohl in der Lage, ihre Interessen auch nach außen hin und auch den Behörden gegenüber tvürdig und zu Nutz und Frommen der Gemeinden zu vertreten. Der Vorsitzende berichtet, daß ihm soeben ein Schreiben des Landrabbiners Dr. Freund zugegangen sei, mit welchem dieser dagegen schärfsten Protest erhebt, daß ihm von seinen durch das Gesetz von 1842 und 1844 verbürgten Rechten lediglich das Recht der Aussicht über das Schächtwesen und die Anstellung der Schächter belassen werden solle. (Der Entwurf wird das Kolleg noch des öfteren beschäftigen.) — Zum Punkt „Bewilligungen" wird beschlossen, zur Deckung der Mehrkosten an Gehältern für die Beamten der Friedhofsverwaltung, der Zinsen der Friedhossanlcihe, der Sachunkosten ustv. die Gebühren für Pflege der Gräber zu erhöhen. Ta keine zuverlässigen Zahlen über die in Pflege befindlichen Reihengräber und Erbbegräbnisse vorliegen, ivird die endgültige Festsetzung der Erhöhung im Rahmen der heutigen Vorschläge (für Reihcngräber von 5, Mk. aus etwa 7,50 Mt., für Erbbegräbnisse von 7,00 Mk. auf etwa 12, - Mk.) dem Vorstand überlassen.^ — Der Zentra.ivohlsahrtsstelle wird wegen der erhöhten Ausgaben anläßlich des Pessachfestcs ein einmaliger Sonderzuschuß vvn 2000, - Mk. beivilligt. Hannover. (A n s s ch u ß s i tz u n g des H a n n o v rr s ch e n P r o v i n z i a t v e r b a n d e s.) Am 18. März fand im Sitzungssaal der Synaqogengemeindc Hannover eine Ausschußsitzung des Provinzialverbandes Hannoverscher Synagogcngemcinden statt. Tie Herren Landrabbiner von Hannover, Hildesheim und Emden waren zugegen. Vertreten waren die Gemeinden: Hannover, Hildeshcim, Emden, Nienburg, Göttingcn, Hameln, Wesermünde, Meppen, Osnabrück und Verden. Herr Rechtsairlvatt Tr. Schteisner hatte in Gemeinschaft mit dem Vorstand der Synagogengemcinde Hannover einen Entwurf betr. Ucbergangsbeziv. EinsührnugSbestiminungen für das neue Judcngesetz ausgearbeitet, der dem Ausschuß zur Beratung und evtl Beschlußfassung vorgelegt lvurde. Eine ausgiebige, zum Teil sehr erreg. e Debatte entspann sich über die Artikel 5 und 6 des Eiiiwurges: Artikel 5. Tie Landrabbiner haben innerhalb ihrer Bezirke das Aussichtsrecht über den Gottesdienst, das Knttnswesen und den Religionsunterricht. Irgend ein Aussichtsrecht über die Verivattung des Synagogengcmeindcn steht ihnen jedoch nicht zu. Artikel 6. Tie Gemeinden haben Beschlüsse, soivcit sie den Gottesbienst, das Kuttuswejen und beit Religionsnnterricht betreffen, dem zuständigen Landrabbiner zur Kenntnis zu bringen. Gegen solche Beschlüsse steht den Landrabbiner» innerhalb eines Monats ein Einspruchsrecht zu, ivelches ausschiebende Wirkung har. Aus den Einspruch hin ist die betreffende Angelegenheit innerhalb der Gemeinde unter Zuziehung des Landrabbiners erneut zu behandeln. Ter atSbann erfolgende Beschluß der Gemeinde ist endgültig. Es handelt sich also um die Beibehaltung der Laudrabbinate unter Beschränkung ihrer Kompetenzen. Der Entivurf will leinesivegs die Landrabbiner zu besoldeten Angestellten der Gemeinden inachen. Er tvi.l aber erwirken, das; künftig die Gemeinden in ihrer BeivegungSfrciheit weniger gehemmt sind. Tn aber namentlich die Vertreter der kleineren Gemeinden sich mit dem Entwurf in seiner jetzigen Fa^nng nicht befreunden können, rvurde eine siebenköpsige Kommission gebildet, die innerhalb der nächsten sechs Wochen den Enttvurf zu überarbeiten uns dein Ausschuß erneut zur Beschlußfassung vorzulegen hat. Um die Arbeit des Provinziatverbandes zu intensivieren, wurde die Anstellung eines nebenamtlichen Geschäftsführers einstinimig beschlossen. Harburg.!,B e r i ch l i g n n g.) In unserem vocwvchigeu Bericht ist ein Druckfehler stehen geblieben. Bonr E. V. wurde nicht der Schülerbibtiothek Der „Rabbinerschule", sondern Der „O b e r r eai - schule" eine größere Anzahl indischer Schriften, u. a. Hermann Eohens jüdische Schriften usiv., überwiesen. Königsberg Pr. (R e p r ä s e n t a n t e n v e r s a in m l u n g.) Tie letzte Repräsentantenvcrsaminiuug hatte sich mit der Eiatsveratung zu beschäftigen. Im wesentlichen ivurde der Etat nach dem Voranschlag angenommen. Einen großen Raum nahm die Frage der Unterstützung der hebräischen Sprachschute ein, die von dein Zionisten Dr. Leviirsohn geleitet wird. Tie Vertreter der Liberaien ivie der Jüdisch-: e.igivftn Mitietpartei ivandteu sich gegen eine Unterstützung, da Tr. Leviirsohn in einem kürzlich in der Jüdischen Rundschau erschieneueu Artikel ausdrücklich betont habe, daß die Pflege der hebräischen Sprache nicht nach philologischen, sondern nach nationalen Gesichtspunkte» erfolgen müsse. Schließlich ivurde die Unterstützung angenommen. Ans Antrag der jüdischen Tarlehnskasse wurden Anteilscheine in Höhe von 3750, Mk. für die Kasse übcrnominen. Die bedeutendste Maßnahme, mit der sich die Repräsentanz zu befassen hatte, tvar die Herabsetzung der Steuer. Es ivurde beschlossen, den Steuersatz vvn 20 » o aus 15 °'o der Staatseinkommensteuer zu reduzieren. Es folgte dann eine lebhafte Aussprache über das Vermieten der Stände, bei dem sich Mißstäude gezei.gr hatten. Künftighin soll daraus geachtet werden, das; diese vermieden werden. Einer Reihe von Organisationen ivie dem Verein für ostjüdische Krankenhitfe, der jüdischen Volksküche, dem Altersheim in Allenstein und dein Verein zur Abwehr des Antisemitismus »vnrden Unterstützungen bewilligt. Pattensen. (F r i c d h o s s s ch ä n d u n g.) Ueber eine weitere Fricdhofsschändung, die sich in den letzten Tagen zugctragen hat, wird aus Pattensen (Leine) bei Hannover gemeldet. In dem 8 Kilometer von dort gelegenen Dorfe (Nestors, in dem jetzt nur noch eine einzige jüdische Familie lebt, sind auf dem jüdischen Friedhof Grabsteine umgeworfen und zerschlagen worden. Die „Neue Deister Zeitung", das Krcisblatt des Kreises Springer, bemerkt zu dem Gcstorfer Frevel: „Hoffentlich gelingt es der Polizei, die Täter ausfindig zu machen und der gerechten Strafe für solch empörendes Werk zuzufrihren. Anscheinend handelt es sich um die Saat gewisser Richtungen, jedenfalls um ein Bild der tiefen unsittlichen Moral gewisser Kreise, sich an mit Ehrfurcht zu betretenden Orten zu vergreisen. Schneidemühk. (Aus d e in G e m c i n d e l e b e n.) Nachdem nun auch der Vorstand der hiesigen jüdischen Gemeinde vom Oberbürgermeister Herrn Tr. Krause in sein Amt eingeführt und verpflichtet ivorden ist, bei welcher Gelegenheit Stadtrat Schneider zum Vorsitzenden und Justizrat Soldin zum Stellvertreter gewählt wurden, fand nunmehr eine gemeinsame Sitzung des Vorstandes und des Repräsentanten-Kollegiums statt. Der Vorsitzende der Repräsentanten, Kaufmann Siegfried Sommerfeld, begrüßte den Vorstand und sprach die Hoffnung aus, daß dieser, wie bisher, zum Wohle der Gemeinde arbeiten und stets die Interessen aller vertreten möge. Sladtrat Schneider antwortete im Namen des Vorstandes uitd betonte, daß nur dann Ersprießliches geleistet iverden könne, wenn beide Kollegien in Frieden und Eintracht zusammenarbeiten. Nachdem noch einige Anregungen gegeben worden waren, ivurde die erste Sitzung des neugewählten Gemeindeparlaments geschlossen. - Am 18. ds. Mts. fand hicrsetbst die Telegiertenversammtung des BezirkSvecbandeS der jüdischen Gemeinden der Greiizmark Posen-Westprcußen statt. Vertreten ivaren Schneidcmühl, Deutsch-Krone, Ftatoiv, Pr.-Fricdland, Schlappe, Schtochau, Jastrow und Krojanke. Stadtrat Schneider begrüßte die anwesenden Herren und Damen mit herzlichen Worten und erösfncte die Versammlung. .Hieraus gab Bezirksrabbinec Dr. Rosenzweig den Rechenschaftsbericht, aus dem zu entnehmen war, daß die Bezirlsgemeinden zu wiederholten Malen von dem Rabbiner besucht worden ivaren, daß in den Religionsschulen Prüfungen stattgesunden haben und im Anschluß daran mit den Vorständen Besprechungen abgehalten lvurden. Tie Leistungen der Religionsschulen ivaren im allgemeinen zusricdcnslellend. Tie Geineindeir Schönlanke und Schwerin a. W., weiche dem Bezirksverband vor einigen Monaten beigetrelen waren, sind aus verschiedenen Gründen aus demselben ausgeschieden. - Schneider referierte über den Anschluß der Grenzmark Posen-Westprenßen an die Provinzial-Wohlsahrtsstelte Branden bürg. Zu bemerken sei, daß über diese Angelegenheit vor einigen Wochen eine Konferenz hier staltgcsundcn hat, in welcher Frl. Weinreich und Rabbiner Dr. Sa'omonski von der Zcntral-WohlfahrtSstelle Berlin warm für den Anschluß cintraten. Warf) längerer Debatte ivurde einstimmig beschlossen, sich nicht dem Provinzialverbande Brandenburg anzuschließen. Hierauf sprach Schneider über die Gründung einer jüdischen Kreoit- und Tarlehnskasse für die Grenzmark Poseii-Aestpreilßen. Obgleich das Projekt allgemeinen Beifall fand und eine sehr lebhafte Debatte hervorries, so wurde dennoch nicht ein bindeitber Beschluß gefaßt, sondern ivurde eine Kommission, bestehenv auS Schneider und Soidin-Lchneidemühl, Litten und Simon Jaftrotv und Eohn-Tentsch Krone, geivähtt, die sich mir den Vorarbeiten beschäftigen sott. - Aus der Tagung des Verbandes ain 20. November 1927 ist zur Sprache gebracht ivorden, daß in einzelnen Gemeinden des Bezirks Beamte ohne rabbinifche Autorisation (seminaristisch gebildete Lehrer und Kantoren) rabbinifche Funktionen — Trauungen vornehmen. Es wurde damals beschlossen, dem liberalen und auch dem gesetzesteeueu Rabbinerverbande Deutschlands die Frage vorzulegen, ob nach jüdischem Rechte die Vornahme von rabbinischen Funktionen — Trauungen - von anderen Personen als von autorisierten Rabbinern zulässig ist. ES tagen Gutachten von Seligmann-Franksnrt a. M., Bondi- Mainz und Hossmann-BreStau vor. Alle stimmten fast darin überein, daß Nichtrabbiner die in Frage stehenden Funktionen ausüben dürfen, wenn sie Nachweisen können, das; sie genügende Kenntnisse der betressenden Bestimmungen und Vorschriften besitzen. ES ivurde beschlossen, nur solchen Lehrern und Kantoren die Vornahme von Trauungen zu gestatten, die ein Besähigungszeugnis beibringen können, oder denen, welchen vom Bezirksrabbiner gestattet lvird, ohne das; sic eine Prüfung ablegen, die betreffende Funktion auSzuüben. — Justizrat Soldin, stellvertretendes Mitglied des Großen Rates des Preußischen Landesverbandes, berichtete in interessanter Weise über die Arbeiten dieser Vereinigung. — Dem Waisenhaus in Schwerin a. W. wurden jährlich 100 Mark beivilligt. — Nachdem noch einige Angelegenheiten besprochen ivorden waren, schloß Schneider die in sehr anregender Weise verlaufene Sitzung. Dr. Roscnzwcig dankte Stadtrat Schneider für die Leitung der Versammlung. Die Anwesenden erhoben sich, als Zeichen des Dankes und der Verehrung für den 77 jährigen Stadtrat Schneider, von ihren Sitzen. — In der daraus folgenden geheimen Sitzung ivurden die Finanzangelegenheiten besprochen. versandaoiellung: Berlin SW 18, Leipziger Strasse Schnftl. 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Zu- ^50 sunmen früher 16,50 .letzf Gustav Frey tag, Die Ahnen, Roman. Ingo und Ingabran — Das Nest der Zaunkönige — Die Brüder vom deutschen Hause — Markus König — Die Geschwister — Aus einer kleinen Stadt. Zusammen 1720 Seiten, COO 3 starke Ganzleinenbände ... .nur 9 Karl May, Reiseerzählungen. 25 Volasausjabe, grün gebtl. Durch die Wüste-Durchs wilde Kurdistan -Von Bagdad nachStambul- Schluchten des Balkans - Land der Skipetaren-DerSchut Winnetou,3 Bdc.-Orangen u.I)atteln-01d Surehand,2Bde. - Kapitän Kaiman-Auf fremden Pfaden- Am Jenseitslm Reiche des silbernen Löwen Bd. 2,3,4 Friede auf Erden Ardistan n.Dschinnistan - -Ich“- Unter Geiern - Schatz im Silbersee Sklavenkarawane - Alte Dessauer-Aus dunklem Tann - Der Waldschwarze - Himmelsgedanken (Gedichte) - In Mekka Schloss Rodriganda — Vom Rhein zur Mapimi - Benito Juarez Trapper Geierschnabel - Der sterbende Kaiser. Jed.Bd.,sow.Vorrat 3 Russische Liebesgeschichten. ' Novellen, ausgewälilt und übersetzt von Johann von Günther. 296 S. fl 90 Eleg. Leinenband. Früh.7,50jetzt * Edvard Munchs graphisch Kunst. Herausg. von G. Schiefle mit 92 Abbild. 1923. Halbleinen- 02 band. Früher 12,00.jetzt ® Zola, Romane. Mutter Erde. 474 Seiten. — Der Totschläger, 574 Seiten. — Ein Blatt der Liebe, ■!M)Seilen, Ilalbledcrbände. Jeder 050 Band frülier 7,0 ).jetzt w Knut Hamsun, Romane, unte Herbststerneil. Rom. 240 Seitei Gedämpftes Saitenspiel, Ron 268 Seiten. Halblederbände. Jeder 0°" lland irüber 7,00.jetzt ® Franz Werrei, Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig. Eine Novelle. 268 Seiten. Halb- 050 lederband. Früher 7,00. jetzt ** Felix Dahn, Julian der Abtrünnige. Geschichtlicher Koma' 1923. 710 Seiten starker Halb- 04 leinenband. Früher 6,00 . jetzt ä Anders Zorn als Radierer. Ilerausgeizeben von Axel Romdahl, mit 100 Abbildungen. 1924. Halb- 050 leinenband. Früher 1?,00, jetzt O Max Liebermanns graphische Kunst. Herausgegeben von Max J. Friedlände r. 1922. Mit 103 Ab- Q5C bildg. Halblbd. Früh. »2.00 jetzt ®! Triumph derLiebe. EinVenusspiegei. Die schönsten Liebcsnovellen der Weltliteratur. Gesammelt von Gurt More ck. 362 Seiten mit 32 Abbildungen, fl ti£> Eleg. Leinenbd. Früh. 4.00 jetzt ÖOCCaCCiO, gesammelte Werke. Herausg. und eingel. von Max Krell. 1924. 5 starke eleg. Hai bieder bände mit Lederrücken. Lexikon- 945C format. Früher GO,00. jetzt « j Qefäjtrüche Freundscnanen. von Ch. de Laclos. Uebersetzt von Heinrich Mann. 2 Bände. 620 Seiten mit Bildern nach Fragonard u. a. fl90 Gebunden. Zus. früher 6,00 jetzt A Amerikareise. Von Hellm. Key, Chefredakteur des Svenska Dagbladct. 254 Seiten mit 35 Abbildungen. AC 1922..Früher 5,00, jetzt v9P.. rau V. Pompadour. Ein Lehens- ■ ild nach Briefen und Dokumenten ui E. u. <i. de Goncourt. 1924. - > Seiten. Eleganter Leinenband. 19C Früher 8,00, jetzt A 1 JttSSpjerfC, E r i n n e r u n ge n. in ihm scllist. 7.44 Seiten. 1924. fl 90 h g. Leinenbd. Früh.8,00, jetzt “ iirabeau, D c I1 k w ii r d i g k e i t c n, .'schrieben von ihm seihst, sein. Vater, heim u. Adoptivsohn. 1924. 808 S. fl 9t 'eg.lialbleinenb.Früh.8,01"-.jetzt * , erinncrungen nebst anderen Dokumeiilen zu ihrem Lehen, Herausgegeb. I von B. Rhein. 1922. 300 S. Eleg. 085 : Uatblederbd. Früher 10,00, jetzt, 6 Königin Luise, Ein Lebensbild von l’aul Bailleu. 1926. ä'ts Seiten mit »•Bildtafeln. Eleg. grosser Ganz- 075 leinenband. Früher 12,00. jetzt ® :r*rr.inal- und Deiektiv-Romane Sammlung Lu tz) 25 verschiedene Bände, .'oder Band, früher 1,50 bis AE >,50.jetzt *»Pf. ^Verzeichnis der vorrätigen Titel gratis und franko) tfandarbucil für die Mark Brandenburg. Teil 1. Nähere Umgegend Berlins, 202 Seiten mit 25 Karten, (Kiessling), bearbeitet von »rofessor A1 breclit und Granjie, 1922. 0g 0iS gute SlUbe. Berliner Geselligkei. im 19. Jahrhundert. Von Ernst Heilborn. 230 8. mit 17 Bildtafeln. 0g Halblcinenbd. Früh. 4,00. jetzt DvPf. Gebunden. .Früher 9,01 jetzt artoniert. 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V., Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Wo yd a, Berlin NW. 23. — Druck: Hermann Wegner & To., Berlin-Martendorf.

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