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Jüdisch-liberale Zeitung · 1928-01-06 · 1 (6.1.1928) · page 5

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
8 (1928)
Issue
1 (6.1.1928)
Date
1928-01-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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T. Jahrgang Rümmer 1 (MMwemeÄeimg Beilage ‘ 6. Zanuar 1S2S Jto ValWua- Md L.-v. Von Hugo ostberg. I. : vraov C.-B.! > Die C. B.-Zeitung vom 30. Dezember 1927 veröffentlicht er der Ueberschrift „Bedenkliche Reden" den folgen- Artikel: „Der deutsche Zionismus hat große Tage hinter sich. Die uner- Dveutichen Erörterungen der Krise und ihrer Auswirkung, die auch jlt die Zehnjahresseier der Balfour-Deklaration den kaum zu über- «henden düsteren Hintergrund abgaben, haben eine wohltuende Unterbrechung erfahren. Unter bedeutendem Aufwand von körper- Ucher und geistiger Arbeitsleistung hat Professor Weizmann fast Amtliche großen und einig« der kleineren Gemeinden Deutschlands Besucht, um eine großzügige Keren-Hajessod-Aktion durchzuführen. Feierliche Empfänge, Aussprachen im vertraulichen Kreise, Massenversammlungen folgten einander in fast atemloser Hast, und als «hender Pol blieb allein Weizmann mit seinen Begleitern — rnhig, skeptisch, überlegen. Nicht ihm, der in heiß umkämpfter Höhe, umweht vom unsteten -Winde der großen Politik, seinen gefahrvollen Weg geht, gelten «lsere kritischen Betrachtungen. Andere Erscheinungen sind es, die hie notwendig machen. In Köln hatte man der Weizmann-Ber- »nstaltung die Form einer Kundgebung des Pro-Palästina-Komitees >eg«ben, und sie fand, dem Sinn dieser Gesellschaft entsprechend. Unter Teilnahme eines überwiegend nichtjüdischen Publikums statt. Der Streit um den neutralen oder nichtneutralen Charakter des Pro-Palästina-Komitees ist so lange müßig, wie es sich dabei um «inen Streit um mehr oder minder unbestimmte Worte handelt. <r wird dann zu einer Frage von praktischer Bedeutung, wenn Tatfachen vorliegen, die seinen Sinn eindeutig in einer Richtung sestzulegen geeignet sind. Eine solche Tatsache liegt vor in dem Echo, Als die Kundgebung in der nichtjüdischen Außenwelt Kölns gesunden hat; sie liegt ferner — wenn auch nicht in organisatorischer, ho doch in gedanklicher Beziehung — vor in der Beurteilung, die die gesamte Presse als Sprachrohr der öffentlichen Meinung der Palä- Gina-Aufbauaktion Weizmanns hat zuteil werden lassen. Wir entnehmen der „Kölnischen Zeitung" folgende Sätze, die die Ausführungen des Rektors der Universität, Professors Dr. W a l b,0 wiedergeben: Die zionistische Bewegung sei im wesentlichen eine geistige Bewegung. „Ohne ein Heimatland zu besitzen, seien die Juden in steter Gefahr, in einer fremden Kulturgemeinschaft aufzugehen. Darin sieht Wald die Tragik in ihrem nationalen Leben. Im Angesicht dieser Tatsache, daß das Judentum nur auf die Tradition angewiesen, ihm also die Berührung mit der Muttererde verwehrt sei, sei nun der Zionismus der letzte menschliche Versuch, in das Chaos des Judentums eine sinnvolle Ordnung zu bringen." Wir wissen nicht, an welchen Tatsachen Professor Walb seine gewagten Thesen zu erweisen versucht hat, wir wissen auch nicht, sb es einer der Redner, die nach ihm zu Worte kamen, für nötig Gesunden hat, seine weitgehenden Behauptungen mit dem in neueren Erklärungen vertretenen offiziellen Standpunkt des Zionismus in Einklang zu bringen. Wir sehen nur, daß hier ein christlicher Geßehrter seine Sympathie für das jüdische Palästina-Werk mit einer Auffassung begründete, die die selbstverständlichen -Grundlagen unseres Daseins in Abrede stellt. Es soll hier keine Ueberprüfung dieser deutschjüdischen Kulturgemeinschaft, deren Wert er leugnet, in der er nur ein Aufgehen schwächerer jüdischer in stärkeren „fremden" deutschen Inhalten sucht, »ersucht werden. Sie ist uns zu nahe, sie bedeutet zu sehr „wir selbst", als daß wir die Behauptung ihres Daseins der Verneinung Walbs entgegensetzen könnten. Wir haben nur zu hören und zu lesen gelernt. Und wir verstehen, daß sich in solchen Worten d i e ibedenkliche Genugtuung christlicher Kreise darüber kündtut, daß sie di« Judensrage durch den Zionismus als gelöst Betrachten dürfen. Ist die Sammlung wirklich beträchtlicher Teile des „jüdischen Volkes" in Palästina möglich oder nicht — es genügt das Palästina der Idee, um sich für immer von dem peinlichen Alpdruck der unbeantworteten Judenfrage freimachen zu können. Die »unmehr erlaubte und sogar geforderte Betrachtung der Juden als „Volk", ihre Bezogenheit auf die national oder kulturell aufgefaßte Heimstätte, sie besticht durch Einfachheit und begegnet eigenen Gedanken. Die sich so anspruchsvoll gebärdende „ältere" Richtung, die die Anerkennung der Juden als vollwertige Deutsche forderte, die ihre Zugehörigkeit zur deutschen Kultur mit allen Kräften des Verständnisses und der Liebe errungen zu haben behauptete — die ist damit endgültig zur Utopie gestempelt. Diese SOußfolgerungen sind leider nicht übertrieben. Sie werden uns nicht nur beim Lesen der Worte Walbs deutlich, der < i n Redner unter vielen war. Sie drängen sich uns auf nach den Ansprachen anderer Mitglieder des Komitees, sie werden uns bestätigt durch Zeitungsberichte, die sich, angeregt durch die Weizmann-Bersammlungen, mit diesen Fragen beschäftigen. Die Verwirrung der Geister, die durch die Propaganda in dieser und jener Form eingerissen ist, bedarf der gewissenhaften und durchgreifenden Gegenwehr. Sonst drohen mühsam erarbeitete Quellen reineren Wassers, bevor es noch gelang, sie in fest ummauerte Brunnen zu fassen, für unabsehbare Zeit verschüttet zu werden." II. Äfatet Kars. Die Erkenntnis, daß die Grundlage unseres Kampfes für die Gleichberechtigung der jüdischen Deutschen durch die zionistische Propaganda und durch das Pro Palästina-Comite erschüttert wird, hat sich Bahn gebrochen. Es ist Klarheit geschaffen: „Die Verwirrung der Geister, die durch die Propaganda in dieser und jener Form eingerissen ist, bedarf der gewissenhaften und durchgreifenden Gegenwehr. Sonst drohen mühsam erarbeitete Quellen reineren Wassers, bevor es noch gelang, sie in fest ummauerte Brunnen zu fassen, für unabsehbare Zeit verschüttet zu werden." Für mich bedeutet der Centralverein die Zusammenfassung aller wahrhaften jüdischen Deutschen, die mit der Treue zum Judentum das nationale Bekenntnis zum Deutschtum verbinden. Von dieser Auffassung war ich geleitet, als ich vor Jahresfrist nach der Gründung des Pro Palästma- Comites im Aufträge der Bereinigung für das liberale Judentum eine Aussprache mit dem Hauptvorstand des Centralvereins hatte. Ich forderte den Hauptvorstand des Centralvereins auf, sich mit allen nichtzionistischen Organisationen . in Verbindung zu setzen und mit ihnen über gemeinsam zu ergreifende Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Pro .Palästina-Comites zu beraten. In der Bereinigung für das .^liberale Judentum war man sich sofort nach seiner Begründung Kar darüber, daß die Teilnahme nichtjüdischer Persönlichkeiten der deutschen Oeffentlichkeit am Pro Palästina- Comite und vor allem die Mitunterzeichnung der von diesem ^.Comite ausgegebenen Aufforderung an alle deutschen Juden, f-sich am Palästina-Aufbau zu beteiligen, eine Einmischung in »innerjüdische Streitfragen war. In der Jüdisch-liberalen Berit einigung erkannte man sofort, daß durch die fortgesetzte Hinßlenkung der Oeffentlichkeit auf Palästina als der Heimstätte Ädes jüdischen Volkes der Eindruck erweckt werden mußte, als lob die Juden nach Palästina gehören oder zum mindesten »Deutschland ihnen nicht das Gleiche bedeute wie den Nicht- '.juden. Ich führte in jmer C.V.-Sitzung aus, daß die Gründung des Comites ein Akt von erheblicher, weittragender, politischer Bedeutung ist, da alle Beteiligten seitens der Zio- ^nisten als „Freunde des Zionismus" ausgegeben werden. -Ich hielt es für gefährlich, daß unter diesen Umständen Hauptvorstandsmitglieder des Centralvereins mit führenden nichtjüdischen Persönlichkeiten des öffentlichen, vornehmlich des politischen Lebens und den leitenden Herren des Keren Hajessod» »sich zusammenfanoen in einem Comite, das — sei es nun den 'einzelnen Comüe-Müglieöern bewußt oder unbewußt — der . Entwurzelung der deutschm Juden Vorschub leistet. Ich ^verwies auf die eingehenden beachtenswerten Artikel der Jü- ^disch-liberalen Zeitung, die Nar und richtunggebend' aMsühr- [ tm, daß der Aufbau Palästinas heute in erster Linie nicht * ein Werk „menschlicher Wohlfahrt und Gesittung", sondern ein Werk jüdisch-nationalen Wollens ist. — Unsere jüdische Religion und unsere Zugehörigkeit zum deutschm Volk führten uns zu erneuter Ablchnung des Zionismus. Wir schrieben damals in der Jüdisch-liberalen Zeitung: „Unser deutsches * Ich aber zwingt uns, zu arbeüen für die deutsche Nation, »zu der wir gehören, und nicht für die Schaffung einer jüdischen Nation, die uns zwangsläufig unserm Deutschtum entk fremden muß." Und ferner: „Als Deutsche beobachten wir mit Besorgnis das Sympathisieren führender deutscher Männer mit einer Bewegung, die in der Oeffentlichkeit die Vorstellung erweckt, als ob die Juden nach Palästina gehörten". Obwohl in jener Sitzung Herrm wie der unvergeßliche, leider viel zu früh verstorbene erfahrene Politiker Paul Nathan und der jetzige 2. Vorsitzende des Centralvereins, Herr Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil mit zwingender Logik und in vorausschauender Erkenntnis die Wichtigkeü des Problems anerkanntm und auf die Gefährlichkeit der zionistischen Propaganda hinwiesm, kam der Vorstand des Centralvereins damals nach erneutm Beratungen zu dem Entschluß, dem Pro Palästina-Comite gegenüber zunächst eine abwartende Haltung einzunehmen. Wie sehr mich diese Entschließung, die m. E. zu stark taktischen Augenblickserwägungen Rechnung trug und leider einen Verzicht auf politische Führung an die Stelle des notwendigen sofortigen Handelns setzte, enttäuschte, wül ich hier nicht weiter ausführen. Um so größer ist meine Freudje, daß der Centralverein in dem eingangs abgdruckten Artikel aus der Stellung des Abwartens heraustrüt und Kar erkennt, wie gefährlich ein weiteres Zuwarten sein würde. Die Auswirkungen des Pro Palästina-Comües liegen vor. Die von der C.B.-Zeitung zitierte Rede des Proft Dr. Walb ist nur eine der zahlreichen Wirkungen, die d« Liberale Bereinigung bei der Gründung des Comites voraussah, und durch deren Eintreffm nunmehr auch die Cmtralvereins-ZeÜung von der Gefährlichkeit des Comites überzeugt worden rst. Man kann nunmehr hoffm, daß der Centralverein zur „gewissenhaften und durchgreifenden Gegenwchr" schreüen wvcd. Die deutsche Judenheu sicht mit Spannung der Hauptversammlung des Centralvereins entgegen, welche im nächsten Monat in Berlin stattfindet. Diese Äet> sammlung muß die Konsequenzen aus der jetzigen Erkenntnis der C.B.-Zeitung zichen. Sie muß das Schiff des Emirat Vereins im geraden Kurs, der kein Ausbiegen kennt, steuern, dann wird der Centralverein wieder die Führerrolle im deutschm Judentum übemchmen, die chm zukommt. Und die. Verspätung eines Jahres wird hoffentlichnicht zu sehr ins Gewicht sallm, wenn nunmchr den entschlamm Worte« ebmso entschiedene Taten folgen. Dazu gchört ganz selbstver* stündlich m. E. auch der Austrüt von Vorstandsmitglieder« des Centralvereins aus dem Pro Palästina-Comite. Würde dieser Austrüt nicht ersolgm, so wäre in der weitm OeffeM lichkeü der Eindruck unvermeidbar, daß einer Karen Erkenntnis, nicht chre entschiedme Durchführung folgte. Die Romantik die manchen zum Eintritt führte, hält vor der klaren Logik nicht ftanb. Auch in der Stellung zum Zionismus wird der Centralverein die Folgerung aus seinm Erkenntnissen zichen müssen,' Der Syndikus des Centralvereins, Tr. Alfred Wiener, hat vor wmigen Wochen das Ergebnis seiner Paläftinareiße in einer äußerst lesmswerten Schrift veröffenllicht. Dari« kommt er zu dem Ergebnis: „Die Besiedlung Palästinas wie sie der Keren Hajessod und die zionistische Organisation anstreben, kann nur national sein. Wäre die zionistisch» Siedlungsarbeü nicht national, wäre sie ein großzügiges? phllantropisches Hilfswerk, so würde ihr das Rückgrat fj# krochen". Ferner: „Die Mitarbeü von Nichtzionisten im Kerm Hajessod, wie er gegenwärtig gestaltet ist, bedeutet bei dieser Karen Sachlage Mitarbeü an einem rein jüdisch-national^ Unternehmen." Verträgt sich mit oieser Erkenntnis die Tatsache, daß man gleichzeüig im Hauptvorstand des Centralvereins und im Keren Hajessod sein kann? Verträgt sich mit ihr die Forderung des Hauptvorstandsmüglittres Rechtsanwalt Fow« rer (Breslau), welcher Neutralüät gegenüber Palästina-Aufbau und Keren Hajessod verlangt? Nein. Gewiß kann au« ein Zionist deutscher Staatsbürger sein. Sein Verhältnis zum Deutschtum jedoch ist nicht das des jüdischen Deutschest! Sein Deutschtum ist Gewohnheü und Loyalität, unser Deutschtum Bewußtsein und Einssein. M. E. wird das Buch des prominentm Zionisten Max Kollenscher „Jüdisches aus der deutsch-polnischen UehergalkgSM" viel zu Wmig als konsequentes Ergebnis zionrstischer Denkart gewertet. Man lese in diesem Buche die AE führungen über die Auseinandersetzung zwischen DeutschtüU und Polentum. Es heißt dort: „Uns Nationaljuden ,war,. Unsere Parole im Nationalüätenkampfe gegeben; sie lautet^ „Jüdisch". Die „Jüdische Rundschau" wird zwar bei pap sender Gelegenheit sicherlich wieder einmal chr Deutschtunr beteuern, Tatsache ist aber, daß sie die Politik Kollenschets im Kampfe der deutsch-posener Juden restlos vertechigt. .. (,r Daß, wie so oft von seinen Verteidigern behauptet, der Zionismus in neuester Zeit eine andere Entwicklung eingeschlagen habe, wird widerlegt durch Veröffentlichungen noch der atterjüngsten Zeü. Man lese den Äuffatz von Arno Nadel im „Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionsM meinde zu Leipzig" vom 30.12.27. Es genügt hier die Wi.dergahch des Satzes: „Natürlich gibt es russische Juden, holländische unb deutsche Juden, — alle sind sie Juden, wie alle Auslands-- deutschen Deutsche sind." Am gleichen Tqge, an dem Nadels- Aufsatz erschien, konnte man im „Allgemeinen Jüdischen Fa-, müienblatt Leipzig'^ einen Leitartikel „Nationalitätenftreü unh Antisemitismus" lesen, dessen erster Absatz lautet: „Unter den vielen Fragen der jüdischen Renaissancebewegung, die einer Klärung dringend bedürfen, und zwar nicht nur der Diaspora, sondern auch in Palästina, steht in erster Linie die Klärung des Verhältnisses der Juden zu den anderen Völkern. Wie brennend eine gründliche Diskussion darüber — aber nicht unter dem Gesichtspunke momentaner polüischer Konstellationen, sondern unter dem Gesichtspunkte, der Lebensinteressen und der Aufgaben der jüdischen Gesamt-. Nation ist —, das zeigen die Vorgänge in verschiedenm Soeben erschien nach mehrjähr. Vorbereitung der erste Band der EHCVCLOPAEDIA.JUDAICA Das Judentum in Beschichte und uegenwart jP,in 15 (Bänden zu je 650 Seiten in gr. Lexikonformat] jj| Die Redaktion T besteht aus 16 bedeutenden Gelehrten und Schriltstellem Chefredakteur Dr. Jakob natzkln steilu. . Prof. Dr. I. Elttogen MH zahlreichen Illustrationen mehrfarb. Drucken, Tabellen uaw. Einbandentwurf von Professor E. R. Weiss Berlin Die Bande gelangen in etwa halbjähriger Polge zur Ausgabe Preis pro Band in Ha)bieder M. SS.—» in Ganzleinen M. 50.— Prooeheft M. 3.— (wird b. Bestellung d. Werkes zurückgenommen) Aus Urteilen der Presse Uber das Probeheft „Berliner Tageblatt-: . Es handelt sich um ein grossartiges lexikales Werk, das nicht äussere Daten und Anhaltspunkte, sondern eine Sammlung alphabetisch geordneter Monographien bringt, deren Objektivität sich aus der Fülle der Mitarbeiter ergeben wird.“ Mitteilungen der Großloge für Deutschland U. 0. B. B.: „Wir sehen dem Erscheinen des ersten Fettes im Herbst mit Freude und Dank entgegen und wünschen, dass jeder jüdische Verein und jeder deutsche Jude es sich zur Ehre anrec^nen sollte, dieses Monumentalwerk zu fördern. Es wird ans zur Vertiefung unseres Wissens sowie zur Aufklärung und Belehrung unserer nichtjüdischen Umwelt vorzügliche Dienste leisten.- Ans einem mehrspaltigen Artikel der „Frankfurter Zeitungvom 22. Mai 1927: „ Im Laufe dieses Jahres soll der erste, ca. 650 Seiten starte Band einer auf 15 Bände berechneten Enzyklopie erscheinen, die, wenn sie nach 8 Jahren komplett vorliegt, ein monumentales Zeugnis der jüdischen Renaissancebewegung bilden wird, in der wir stehen . . . Ein gewaltiges Unternehmen, an dem alle Länder, alle Erdteile Mitarbeiten werden, das junge Palästina, Amerika, vor allem Deutschland; ein Werk, in dem jeder Artikel neu und nur für diesen Druck geschrieben wird . . Druck, ein und mehrfarbige Illustrierung sind einwandfrei; dies ist umso schöner, als jüdische Publikationen sich nicht immer durch Gediegenheit der Ausstattung auszeichnen. Die Artikel sind präzis, auf kritischer Grundlage aufgebaut, mit sorgfältigen und beweiskräftigen Literaturangaben versehen .... Wenn das Werk vielgestaltig wird, wenn es schillert und nirgend uniform erscheint, ist es dann nicht ungewollt, ja wider Willen ein Spiegelbild des wirklich lebendigen, nie und nirgends geschlossen fassbaren Judentums. Macht nicht die Mannigfaltigkeit der Aspekte schon diese hundert Seiten spannend wie einen Roman, w.e den noch unabsehbaren Roman des Ewigen Juden?* Zahlungserleichterung durch Monatsraten. Prospekte durch jede Buchhandlung and durch den UEDI E er Ulf AI II mfm V« rtrlebsnblnilung „i n cyclo pan dla Judalca“ vEKiiM\9 EoVillIVli ftn*U« Marllii-Charlottanbupp 2, Blamarckatrafta lOf/7

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