Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 7 (1927)
- Issue
- 51 (23.12.1927)
- Date
- 1927-12-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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und heiter ist der Gottesgtaube. Wie könnte den das Kleine rühren, der etwas wahrhaft Großes in sich hat." Wer aber diese Heiterkeit will, die „Nähe Gottes" erlangen möchte, der soll sich die Stunden vor allem schaffen, in denen man wirklich vergessen kann - der suche den Tag und suche die Nacht. Den Tag - mit dem Meer und dem Wald und dem Buch, mit der Musik und mit der Jugend, d. h. der lebendigen, lachenden Zukunft. Den Tag — mit der freudeerfüllten Arbeit, dem Schaffen an all den Kulturwerten gerade, die imstande sind, uns das Vergessen zu lehren. Und er suche die Nacht — nicht rauschend und lärmend, nein in dem Geiste jenes Psalmisten, den die „Nächte die Treue / Gottes" lehren, er suche die Nacht mit Sternen und Stille. Er suche sie in dein Geiste Kants, den „'der gestirnte Himmel" mit immer neuer Ehrfurcht erfüllt; im Sinne Humboldts, der einmal schreibt: „Ich könnte darum stundenlang mich nachts in den gestirnten Himmel vertiefen, weil mir diese Unendlichkeit fernher flammender Welten wie ein Band zwischen diesem und dem künftigen Dasein erscheint." Und im Sinne des Dichters, der einmal singt: „Heilig ist die Sternenzelt, öffnet alle Grüfte. Strahlende Unsterblichkeit wandelt durch die Lüste." Man kennt die Geschichte von Jakob und Esau, die Geschichte ihrer Feindschaft, aber auch die ihrer Versöhnung. Rubens hat das zweite Thema zum Vorwurf eines Gemäldes gemacht. Und er hat damit auch auf seine Weise die Predigt des Vergcssens gehalten. Als ein glücklich Lachender erscheint Esau, er. der jetzt zu Jakob die Worte sprach: „Ich habe genug, mein Bruder, bleibe dein, was dein ist", der vergessen hatte, wie er in gewaltigem Neid einst seinen Bruder' töten wollte seinen Bruder, den die zwanzig Jahre der Trennung, den alle Erlebnisse in der Zeit wahrhaft die Kunst des Vergcssens gelehrt, der eine Nacht vor der Begegnung mit Esau so abgewandt allem Irdischen ist, daß er die Worte aussprechen darf: „Ich have^Gott ge sehen, von Angesicht zn Angesicht, und meine Seele ist ge rettet worden", und der von der Versöhnungsstimmung Esaus so überrascht wird, daß er, ergriffen, in die Worte ausbricht: „Dein Angesicht erschien mir wie G o t t e s Antlitz. So gnädig hast du mich angenommen." Ja das ist die letzte Wirkung der Kunst, bit' wir die Kurest, nein mehr, die Frömmigkeit des Vergcssens nennen. Das große Du es stellt sich ein. Wir erlebet! das Brudergefühl von neuem, wir finden den Menschen und durch ihn Gott wir finden Gott und durch ihn den Men scheu, wir sehen den einen und sehen den andern. Und so stimmen wir ein in das Wort des Psalms: „Wen habe ich im Himmel? Und neben dir begehr ich nichts auf Erden. Die Nähe Gottes, das iß mein Glück." Wiener Frauen Cäcilie von Eskeles und Fanny von Arnstein. Unter den Frauen der Emanzipationszeit, die das Berliner Saloirleben mit nach Wien brachten und chreu Einfluß auf das gesamte geistige Leben ausübten, ragen sie hervor, diese beiden gleichen und doch ungleichen Schwestern Cäcilie und Fanny Jtzig. Beide waren sie Töchter des reichen Berliner Bankiers Daniel Jtzig, den Friedrich der Große zum Oberrat von Berlin und Oberältesten sämtlicher jüdischer Gemeinden Preußens ernannte; seine Familie zählte dreizehn Kinder, zu deren jüngerer Schar die beiden Schwestern gehörten. Cäcilie oder Zippora wurde 1760 in Berlin geboren. Sie genoß eine vorzügliche Ausbildung, heiratete mit sehr jungen Jahrert nach Wien den Bankier Bernhard Eskeles, der später dadurch, daß er unter Aufopferung seines Privat- Vermögens dem öfterreichischelt Staate viele Millionen in den französischen Kriegen rettete, in den „Ritter-- und Freiherrnstand" erhoben wurde. Mit diesem zusammen führte Cäcilie ein gastliches und sehr wohltätiges Haus. Ihr „Salon" zeigte die auserlesenste Ausstattung; ihre Gesellschaften und deren Eleganz waren in Wien berühmt. Dichter und Philosophen, Künstler, vornehme Bürgerliche und Adlige, in- und ausländische Schrift- * t versammlungskaleuder * Liberale Synagoge Norden (im Auerbachschra Waisenhaus, Schönhauser Allee 162s: Channkah-Gollesdienste. Freitag, den 23. Dezember, 7.15 Uhr, Abendgoltesdieaft mit Predigt. Sonnabend, den 24. Dezember, 10 Uhr, Gottesdienst mit Predigt (Sabbat-Chauokah und Neumond). Sonntag, den 25. Dezember, Chanukah-Morgenseier mit Predigt. Predigt an allen Gottesdiensten Herr Rabbiner Dr. Salomoasli.! Berklti-Wilmersdocf-Schöneberg. Liberal« Synagoge Wilmersdorf (in der Aula des Werner Siemens Realgymnasiums, Hohenstaufenstraßc 47-4L. Ecke Münchner Straße): Freitag, den 23. Dezember, abends 7.15 Uhr, Chanulah-Gottesdienft. (Liberaler Ritus, Chor und Orgel.) Predigt Herr Rabbiner Dr. Galliner. Freitag, den 30. Dezember, 7.15 Uhr, Gottesdienst mit Predigt. __ Breslau. I1» Abraham Geiger. Sonntag, den 25. Dezember, abends 7 Uhr, in den Räumen der Loge „Kerhart Hauptmann", Schweidnitzer Stadtgraben 9 I, Chanukah-Frst mit anschließendem Ball. Lichterweihe: Herr Kantor Wartenbergrr. Festansprache: Herr Rabbiner Dr. Halpersohu. Künstlerische Darbietungen. Chanukah-Reoue. Eintritt M. 1,60 einschließlich Steuer an der Abendkasse, Mk. 1,10 einfchl. Steuer im Vorverkauf bei A. Roth, Papierhandlung, Gartenstraße 31. Wir bitten um rege Beteiligung und pünktliches Erscheinen. steller, Männer der Wissenschaft und der Kunst konnte man bei ihr sehen. Während des Wiener Kongresses war ihr Haus Mittelpunkt der berühmtesten Politiker. Aber nicht nur, daß sic es verstand, in vornehmer Geselligkeit „Ver Mittlerin" der großen Welt zu sein, war sie erfüllt von einer großen warmen Menschenliebe. Galt cs Not und Krankheit zu lindern, galt es Talente zn fördern, Künstler zu unterstützen, war sie sofort mit so viel Liebe, Klugheit und Verständnis dabei, daß Hilfe und Erfolg immer sicher waren. Als nach dem französischen Kriege Hospitäler und Krankenwesen viel Geld für ihre Verwundeten brauchten, spendete sie allein 7000 Gulden für die Schwesternvereinigung der Elisa betherinncn, die, ohne Unterschied von Konfession, Kranke pflegten. Cäcilie von Eskeles starb 1886. Sie hinterließ viel Geld für wohltätige Einrichtungen; ihr Name wird genannt werden, wenn edler, jüdischer Frauen gedacht wird. Geistig bedeutender, bis in die höchsten Kreise gefeiert, war Fanny, genannt „Bügele", die um drei Jahre ältere Schwester. Auch sie genoß eine überaus gute Erziehung, zeigte schon in frühester Jugend eine Liebe zu den fremden Sprachen, so daß sie französisch fast wie ihre Muttersprache beherrschte. Sie heiratete ebenfalls sehr jung den Wiener Bankier Arnstein, der später auch in den Adelsstand erhoben wurde. Fanny von Arnstein gehörte zu den interessantesten und vornehmsten Erscheinungen der gesamten Welt Wiens. Sie war eine schöne, überaus kluge Frau, war witzig und von einer besonderen Anmutigkeit und fesselte dadurch die exclusiven und geistigen Kreise. Mau nannte sie die „Stael Wiens". Befreundet war sie mit den Frauen: Rahel Barnhagen, Henriette und Dorothea Mendelssohn und der gescheiten Marianne Meyer-Saaling. Männer wie: Fürst von Hardenberg, Graf von Bernstorsf, Baron von Neipperg, Prinz von Hessen-Homburg, von Humboldt, Münster, Justinus Kerner, Schlegel, (und in der Zeit des Wiener Kongresses) Talleyrand und Wellington, konnte man neben anderen bei ihr treffen. Als Hörerin guter Musik war sie Mitbegründerin der „Gesellschaft der Musikfreunde" Wiens. Fanny von Arnstein war eine gute Jüdin. Sie hätte sich (im Gegensatz zu vielen anderen Frauen der Emanzppationszeit) niemals taufen lassen, ja noch mehr, sie unterrichtete selbst ihre einzige Tochter Henriette in dem Glauben ihrer Väter. Ein unangenehmer Vorfall, ein Duell des Fürsten von Liechtenstein gegen den Freiherrn von Weichs (beide umwarben die schöne und kluge Frau), brachte ihr und ihrer Familie Unannehmlichkeiten und sie zog sich lange Zeit von Gesellschaft und Geselligkeit zurück. Musik der scharfen, unverw-aschenen, der baumeisterlichen Symmetriesprache; gipfelnd in mir." „Wißt Ihr was vom Ton fall des Alten Testaments - den ich verpreußt habe?" Man lese diesen ganzen Aufsatz „Jeruschalajim", und man wird — um nun auch davon zu reden -- die Antwort finden auf die Frage der direkten und bewußten Beziehungen Kerrs zum Judentume. Nicht allein hier, sondern auch in der Besprechung einiger Stücke, die jüdische Probleme, dramatisch behandeln („Judenstücke" im Band III der W.i.Tr.), spricht Kecr sich über seine eigene Stellung zum Judentum ans. Dian muß anerkennen, daß Kerr, obwohl religiösen Problemen völlig fernstehend, stolz auf.Feine Zugehörigkeit zum Prophetenvolke ist. „Ich liebe die starker: Juden — nicht die frommen". In Jeruschalajim packt ihn die ganze Macht des heiligen Milieus, kniet sei Herz nieder vor der Größe der Geschichte und der Gestalten, nimmt er in den kürzesten Forrnulierungen Stellung zur Judenfrage, die da ist aus den: einfachen Grunde, weil — „Ihr eine Kleinzahl seid! (Und weil Ihr jemarü) seid)." Aber bei aller Begeisterung fühlt er auch in Jeruschalajim, daß er ein Deutscher ist, und in dem genannten Kritiken-Cyklus, der damit beginnt, daß er stolz feststem, daß die Jrrden das Theater Berlins geschaffen haben (mit Aronsohn-—L'Arrorrge. Abrahamsohn— Brahm, Goldmaun—Reinhardt, Oh enstein -Meinhardt, Barnowsky, Bernauer, Altmann), firwet Kerr ein Golus nicht ganz unerträglich, das seiner Seele Juliwälder, Nordseenächte, Seehnndsfahrten und Beethovenmusiken bietet. „Trotzdem soll jeder feige Vertusch-, Verkriech-, Versteckjude die Gicht kriegen, Knollen am Popo, und zerspringen!" Dieser Satz wird nicht zufällig züiert. Vielmehr gibt er Aufschluß über zwei in diesem Zusammenhänge unerfreuliche Seiten Alfreo Kerrs, die nicht unerwähnt bleiben sönnen. Kerr ist kein Versteckjude aber erinnert es nicht zum mindesten an einen V e r t u s ch u n g s versuch, wenn er sich Kerr nennt, obwohl sein eigentlicher Name den „ominösen" Wortlaut „Keinpner" hat? Diese Umtaufung wirkt um so unangenehmer, als er sie bei anderen zum Anlaß nimmt, billige Witzwirkungen zu erzielen. Maximilian Harden, der auch nicht so hieß, wie er heißt, allerdings auch wirklich getauft war, den er an sehr vielen Stellen in seinen Schriften am Wickel hat, wird von ihm nicht anders als mit den jargonisiercnden Formen „Schminkeles", „Patriotiwkies" usw. apostrophiert , es bleibt ein gewisser Nachgeschnrack auf der Zunge. Ter zitierte Satz zeigt aber auch zweitens, daß Kerr überhaupt gern an geeigneter: Stellen mit solchen Wendungen aus dem Sprachschatz des jüdischen Witzes operiert. Kein Mensch zweifelt daran, daß der jüdische Witz gut ist; aber so wie die jüdischen Kabarett-Komiker mit ihren Witzdarbietungen ihrer selbst spotten uno nicht wissen, wie —, genau 'so ist cs letzten Endes in hohem Maße unerfreulich und dem Antisemitismus Vorschub leistend, in der öffentlichen Publizistik solchen Wendungen zu begegnen. Schließlich ist der Kreis seiner Leser nicht mit benen geschlossen, für die das einzige, was sie vom Judentum noch halten, das — „Berliner Tageblatt" ist, und es kann kein Zweifel bestchen, daß Wendungen wie „zerspringen" - „Schlag treffen am besten Jontefs" — „gepfählter Jtzig" oder „lieber, gehenkter Antimilitarist" (Bezeichnungen für Christus!) — „Tate, sie ist ab-er umgetauft" — „Weil es in Brody Bordelle gibt; weil in Wilna verkommen-schmierige Irrten leben; weil in Plozk mancher versaute Jüd lieber anständig wäre: darum ist Herr Schalom Asch noch lange kein Dichter" , wollte sagen, daß solche Wendungen,'mögen sie noch so witzig sein, nicht geeignet sind, Achtung vor dem Judentum zu wecken und in einem unerklärlichen Widerspruche stehn zu dm singenden Wortm, die Kerr an arideren Stellen für „die starken Stehaufmänner. die dauernd Unerhörtm der Geschichte" findet. Oder besser: in einem leicht erklä rlichen Widerspruche: die Wirkung geht Kerr eben zu häufig über alles, und um der Wirkung willen schlägt er des öfteren den eigenen Stolz in seiner Brust mausetot. — Auch diese unerfreulichen Tinge mußten gesagt werden. Fragt man sich zum Schlüsse, was einem nun diesen Mann trotzdem so wertvoll macht, so ist cs die ins Zukünftige weisende Gesamt-Orientierung dieser Persönlichkeit. Kecr ist ein Diesseitiger; das Ethos dieses Schriftstellers ist: die Welt vorwärts zu wuchten in geistiger uno in praktischer Beziehung; er weiß von der Gestuftheit und seelischen Vielseitigkeit moderner Menschen, und man halt nicht zuletzt zu ihm wegen seines prachtvollen Optimismus, wegen dieser Lebensbejahung —, vielleicht ist auch das jüdisch an ihm. Er steht auf beiden Füßen auf der Erde, er weiß sowohl um die Belangfülle wie um die Belanglosigkeit der Kunst, er verströmt sich an das Leben; hier ist einer, der weiß, daß nicht die Erlebnisse, wie sie uns zufällig treffen, wichtig sind, sondern das „Erleben", die Fähigkeit,' sich hinzugeben, - wie der Freude, so auch dem Schmerz. Hier ist einer, der nach dem Grundsatz lebt: „Leever Sklaav, - bloß nich doodt", nicht um des Genusses willen, sondern weil er auch dem schn:erzreichsten Erlebnis noch dm Reiz des Erleben-Könnens 1 c H OK OL A D E P UAL I N E N Fanny von Arnstein war von einer überströrnenden Wohltätigkeit. Sic verschenkte oft Summen, die ein Vermögen bedeuteten, wenn es gal:, Elend nrrb Not der Menschen zu lirrdern. Als nach dem Kriege gegen Napoleon Wien und seine Bevölkerung Kummer und Sorgen litten, half sie, w» immer nur zn helfen war. Ja, als sich eine Gesellschaft adliger Damen zusammcntar, um die Armen und Kranken zu unterstützen, baten sie Frau von Arnstein um Mithilfe und wählten sie zum Mitglied. Sie war die einzige Jüdin unter ihnen. Zur gleichen Zeit, da Cäcilie von Eskeles 7000 Gulden für das Schwesterneonvent stiftete, sperrdete sic allein 7000 Gulden für ein Krankenhaus für arme Juderr. Bis zu ihrem Tode hatte sie für alle, die zu ihr kamen, eine offene Hand und ein offenes Herz. Sie starb schon mit 61 Jahren, von vielen tief betrauert. Die Nachwelt wird diese kluge und überaus wohltätige Frau nicht vergessen. Ali Galliner. Dereinsnachnchten. Reichstuud jüdischer Frontsoldaten, Bezirk Oft. Unser diesjähriger Sytvesterdatl findet in Pen Mhambra-Frstsälen, Wallnertheaterstraße 1b, statt. Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der Knabenschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin E. B., gegr. 1900. Fernspr.: Nord 1651. Geschäftsstelle: Elsasserstraße 9. Programm Januar 1928: Ordentliche Generalversammlung - Neuwahlen Sonntag, 15. Januar 1928, vormittags 10 Uhr, Gcmeindc-H-aus, Rosenstraßc 2-4. Jeden Mittwoch Jugendabteilung; Donnerstags gemütliches Beisammensein mit Damen, Restaurant Metropole, Rosenthalcr Straße 12-14. Sonnabends Turnen der 3 Abteilungen, Große Hamburger Straße 27. Sonntags vorm. Hand- und Fußball, nachm. Waldlauf Sadowa. Gäste willkommen. abgewinnen kann; hier ist einer, oec nicht greint und weint, der nichts wissen will von der Oelrgkeit des Daseins, sondern der das Lied gesungen hat von der Seligkeit, der Seligkeit, der Seligkeit des Daseins?" Wissenschaftliche Arbeit in Palästina Ein Rockeftller-Musmm in Jerusalem. Tie palästinensische Regierung macht offiziell Mitteilung von einer großen Spende I. T. Nockefellers für den Bau eines neuen archäologischen Museums in Jerusalem. Ter Betrag, den der amerikanische Multimillionär zur Verfügung stellt, beläuft sich aus zwei Millionen Dollar (vierzehn Millionen Schilling). Das gegenwärtige palästinensische Regierungsmuseum ist sehr klein und vollkommen unzureichend, besonders mit Rücksicht auf die zukünftigen Ansgrabungsarbeiten, die viele Länder in Palästina verrichten wollen. Ta es eine der Bedingungen Rockefellers ist, daß das Museum nicht später als im Jahre 1931 vollendet sein darf, muß mit dem Bau des Museums sehr bald begonnen werden. Ein chaidaisches Prinzengrab. Das Britische Museum gibt bekannt, daß die englische amerikanische Forschungsexpedition in Mesopotamien an der Stätte des biblischen Ur der Chaldäer das Grab eines Prinzen entdeckt habe, in dem ff ich zahlreiche GoKrgeräte vorfinden, die wichtige Ausschlüsse über die Kultur jener Zeit geben. Neuer BeVäsfermlgspkm für die Wüste Sahara. Große Kriegs- und Handelsschiffe werden in der Lage sein, in das Herz der Sahara za kommen, wenn der.Plan des Dr. John Ball, des Direktors des ägyptischen Wüstenvermessungsamtes, sich verwirklichen läßt. Dr. Ball hat ein mehrere tausend Quadratmeilen großes Gebiet im Westerr der Oase Siwa entdeckt, das unter dem Meeresspiegel gelegen ist. Er schlägt vor, daß die ägyptische Regierung einen Kanal vom Mittc.ländischen Meer bis zu diesem Gebiet Herstellen lassen soll, um dieses zu überfluten und so eineiL großen Binnensee zu schassen. Er ist der Meinung, baß dies das Klima der Wüste günstig beeinflussen und Michr Re;enfalle in Westlich >ten uno oer an.roßen-aen Wüste herbüfühcen würde, so daß weite, bisher unfruchtbare Gebiete eine große Bevölkerung ernähren könnten.