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Jüdisch-liberale Zeitung · 1927-12-16 · 50 (16.12.1927) · page 8

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
7 (1927)
Issue
50 (16.12.1927)
Date
1927-12-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
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…/2613366-2613895-2613944--2525-2620007
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Fördert die jüdische Statistik Tie SEion für Wirtschaft und Statistik des Jüdischen Wissenschaftlichen Instituts zu Berlin hat sich an die jüdischen Organisationen in TeutMand mit einem Schreiben gewandt, in welchem ansgeführt wird: Bekanntlich sind von der Volkszählung in Deutschland 1925 nur einige summarische Ergebnisse veröffentlicht worden, die sich aus die AM und Geschlochtsverteilung der Jitüen in den einzelnen Ländern und Provinzen beziehen. Wie wir vom Statistischen Reichsamt und dem Preußischen Statistischen Landesamt bei unseren Verhandlungen mit diesen erfahren haben, bestand von vornherein die Absicht, lediglich die oben erwähnten statistischen Angaben zu veröffentlichen. Tie Bearbeitung des Materials inbezug auf den demogra- -phisichen, beruflichen, sozialen und kulturellen Aufbau der jüdischen und anderen konfessionellen Gruppen der Bevölkerung Deutschlands ist im Arbeitsplan der genannten Aemter nicht vorgeschen, weil das Finanzministerium die dazu erforderlichen Zuschüsse verweigert hat. Es erübrigt sich der Beweis, daß dadurch die Wissenschaft des Judentums, die praktische.Tätigkeit der Gemeinden und der verschiedenen öffentlichen, beruflichen und Wohlfahrtseinrichtungen der deutschen Juden schwer betroffen werden. Seit 190? 1>esitzen wir gar leine Materialien über den beruflichen und sozialer: Aufbau der Juden in Teutschland, sodaß uns jede Nebersicht schilt über die Wandlungen, die die Zusammensein ng der deutschen Juden durch die Kriegsnot und die Ereignisse oer Rcvolutions- und Inflationszeit erfahren hat. Ebenso vermissen wir irgendwelche Anhaltspunkte zur Beurteilung der in der deinographischen Struktur der deutschen Judenhnt eingetretenen Veränderungen infolge der ungünstigen Bilanz der natürlichen Bevölkerungsbewegung. Kein Kampf gegen den Geburtenrückgang ist ohne'diese Taten denkbar, solange die Wunde nicht aufgedeckl wird, wo sie am schlimmsten ist. Kein Schulnetz für jüdische Kinder in Teutschland kann entworfen werden, ist die Zahl der schulpflichtigen jüdischen Ktnder des Landes unbekannt. Vollauf undenkbar ist 'die Erschließung eines beliebigen wirtschaftlichen Problems, wenn uns jede Vorstellung von dem beruflichen, sozialen u. a. Gefüge des deutschen Judentums abgeht. Ta die Auswertung des Gesamtmaterials des Preußischen Statistischen Landesamtes ungeheuere Unkosten erfordert - das Landesamt hat einen Selbstkosten -Anschlag von 1500t' Mark unterbreitet — wendet sich die tvirtschaftsstatistische Sektion des Jüdischen Wissenschaskichen Instituts an die jüdischen Organisationen mit der B'tte. durch B'isteuer an der Verwirklichung des Werkes Anteil zu nehmen. ★ BÜCHERSCHAU ★ Unsere jüdischen Anstalten im Zerrspiegel unserer Erziehungstheorien Wie sich aus der häßlichen Raupe nach oft mehrfacher Verpuppung der liebliche Schmetterling entwickelt, so hat 'das vorliegende Buch1) mehrere Häutungen erfahren, ehe es seine definitive, für die Öffentlichkeit bestimmte Gestalt erhielt. Die Proteste hagelten nämlich von so vielen Seiten a<uf die Verfasserin nieder wegen ihrer absprechenden und jugendlich hastigen Urteile, daß sie den von ihr selbst (?/ Hergestellten Text mehrfach bessern mußte. Die buchhändlerische Ausgabe der Schrift sieht daher anders aus als die eingereichte Dissertation, die auch wesentliche Aenderungen gegenüber dem ursprünglichen Druck aufweist. Wir legen zur besseren Charakterisierung des Unternehmens den unverkürzten definitiven Reindruck zu Grunde und werden, soweit es die Besprechung betrifft, im Einzelnen mitteilen, wo später geändert worden ist. Die Schrift ist unter wohlwollender Förderung sachlicher wie geistiger Art seitens der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden in Berlin2) entstanden, wie die Doktorandin im Vorwort betont. Die Arbeit atmet daher auch, mehr als Verfasserin zu ahnen scheint, deren Geist, und Fräulein C. sieht die Dinge durch die Brille ihrer Helferinnen in der genannten Stelle an. Der Text ist nach dem üblichen Schul- Aufsatz-Schema eingeteilt in: Einleitung; Ausführung: 1 ter, 2ter, 3 ter Hauptteil; Schluß. Die Einleitung gibt einen historischen Ueberblick über die Entwicklung des jüdischen AnstaltsWesens. Die Hauptteile befassen sich 1. mit den Heimen für normale und anormale Jugend, 2. mit den verschiedenen Formen der jüdischen Heime und 3. mit ihren fördernden und hemmenden Momenten. Der Schluß will Anstaltserziehung und Familienerziehung gegen einander abwägen. Das Thema wäre wohl wert, von einer gründlich^ vorgebildeten und unparteiischen Persönlichkeit behandelt zu wer- . den. Leider hat die Verfasserin keine der beiden Qualitäten, was bei ihrem jugendlichen Alter auch nicht besonders überraschen kann. Die Sicherheit ihres (oder fremden?) Urteils über viele Anstalten steht daher in einem unangenehm zu empfindenden Gegensatz zu ihrem sachlichen Können. Eigene pädagogische Erfahrung kann Verfasserin selbstverständlich noch nicht haben; sie akzeptiert aber wohl infolge ihrer Veranlagung oder fremder Beeinflussung das zionistischkommunistische Erziehungsideal, das ihr, trotz mehrfach geäußerter Bedenken, doch als das allein seligmachende erscheint. An diesem Maßstab werden nun die behandelten Heime gemessen. Dafür Beispiele: Auf S. 55 f ihrer Schrift belehrt uns Fräulein C. über Lehrlingsheime. Sie sagt: „Mehr oder weniger ähnlich der Lebenseinsteilung in den Waisenhäusern ist diejenige, die in den Heimen für die Jugendlichen herrscht. Wie in der Waisenanstalt hängt es vor allem von der Einstellung des Leiters und oftmals des Kuratoriums ab, ob da* Zusammenleben einer freien Gemeinschaft gleicht oder ob es von dem Gedanken der Autorität beherrscht wird, der seinen Ausdruck in der starken Gegenüberstellung von Erzieher und Zögling findet. So verkörpert das neue Berliner Lehrlingsheim eine Art der Arbeitsgemeinschaft, wie wir sie ähnlich in den Siedlungen kennen lernen. Es nimmt Lehrlinge jeder Art auf, und die Zahl von neun Lehrlingen im Anfang ist heute schon auf 15 gestiegen. Man lebt in der freien Zeit miteinander, man teilt das eingehende Geld unter sich — kurz, der Leiter, der früher in landwirtschaftlichen *) Henni Coblenz: Die Erziehung der Schulpflichtigen und Jugendlichen in jüdischen Heimen. Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen geschlossenen Jugendvvohlfahrtspflege in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung ihrer sozialpädagogischen Bedeutung. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde einer hohen Philosophischen Fakultät der Universität Köln 1927. 88 S. a) Darunter ist in dieser Besprechung die (frühere) Organisation verstanden, die sich jetzt in der Umgestaltung befindet. Jugendsiedlungen gearbeitet hat, versucht mit den Jungen eine kleine Gemeinschaft zu bilden, in der sie selbst in ebensolchem Maße ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen wie er, obgleich er sie nur allmählich zu diesem Geiste der Selbstverwaltung erziehen kann und erst langsam geistige Interessen zu wecken vermag. Die übrigen Lehrlingsheime, das Pankower, Düsseldorfer und das Kölner, stehen in starkem Gegensatz hierzu, da sie zu der ersten Gruppe der Heime mit traditioneller Erziehung gehören. Besonders das Kölner Lehrlingsheim ist nach dem Willen des Kuratoriums durchaus von konservativem Geiste beherrscht und vertritt den Grundsatz: „der Leiter hat das alleinige Verfügungsrecht“ .“3) In einer Anmerkung auf Seite 564) muß aber zugegeben werden, daß das hochgepriesene neue Berliner Lehrlingsheim, eine Gründung der Zentralwohlfahtfsstelle, das im 4. Stock des Seitenflügels eines Fabrikgebäudes aufs Allerprimitivste untergebracht war, nach ganz kurzem Bestehen wieeder aufgelöst werden mußte, da die Zustände schnell unhaltbar geworden waren. Was bleibt da von all den hochtönenden Worten der Verfasserin zum Schluß übrig? Der „Pädagog“ genannte Leiter hatte in der Tat bis vor mehreren Jahren das Landerziehungsheim in Halbe unter dem Patronat des jüdischen Wohlfahrtsamtes in Berlin zu betreuen, das ebenfalls der Auflösung anheim fiel.5) Es braucht nicht besonders gerügt zu werden, daß die Schrift viele sachliche Irrtümer in Gründungsjahren, Art des Erziehungspersonals, innerer Einrichtung etc. der Heime enthält. Das kann Vorkommen. Aber auch die Urteile über die Anstalten widersprechen sich oft in sich selbst, und zwar nicht selten auf derselben Seite. S. 44 f gießt Verfasserin die Schale ihres (oder ihrer Gewährsleute) Unmuts über das Reich enheimsche Waisenhaus in Berlin aus, das seit 53 Jahren nicht fortgeschritten sei.6) Woher weiß sie das? Gesehen hat sie es nie. Ihre Kenntnis stammt aus älteren Jahresberichten (wie uns versichert ' wird) und Informationen aus offenbar trüben mündlichen Quellen. Es findet in seiner Erziehungsmethode keine Gnade vor ihren Augen, wie überhaupt die meisten von Männern ge- It»MMMMMMM»«MIMNNIM!MMlNMMNIIMMNM1MMN!M«MM1MM1MNkMIMI Annahme von Bestellungen auf die Jüdisch-liberale Zeikung bei allen Postämtern Deutschlands muiiiiiiiiiiimiiiiiiuiiuuiuimiiiuuiiiuiiiiiiuiiiiiiuuiiiiiiiiiiiiuiiutiuiuiiiiuimiuiimiiimi leiteten Anstalten. Diese Voreingenommenheit hat schon bei den seinerzeitigen (jetzt G. s. D. eingeschlafenen) „Erziehungskonferenzen“ der ZentralwohlfahrLstelle ihren Ausdruck z. B. durch Fräulein Berta Pappenheim gefunden. Fräulein C. findet, daß im Reicbenheimschen Waisenhaus unbedingte Autorität des Leiters herrsche (Zustände wie im „neuen Lehrlingsheim s. A.“ sind ihr offenbar lieber). Andererseits wird dfie religiöse Arbeit des Reicbenheimschen Waisenhauses aber gleich darauf anerkannt und was die Verfasserin an sachlichen Mitteilungen über die Praxis der Erziehung zu geben weiß, klingt gar nicht übel. Erkläre mir, Graf Oerindur, diesen Zwiespalt der Natur! Uneingeschränktes Lob erntet aber S. 47 ff das von einer Dame, Fräulein. Gertrud Benzian, in Hamburg geleitete Paulinenheim , eine kleine Mädchenanstalt. Was Fräulein C. an Einzelheiten über ihre Erziehungsgrundsätze uns gibt, scheint zwar nicht sonderlich verschieden von dem zu sein, was sie über andere Anstalten abdruckt. Aber die Wertung, auch kleiner Mätzchen (Festsetzung der Strafen durch Mitzöglinge — eine sehr bedenkliche Methode), ist hier eine andere. Die Sonne ihrer (d. h. ihrer Ratgeber) Gunst strahlt ungernindert über diesem Heim, offenbar, weil es eine Frau im Sinne der Anschauungen der Zentralwohlfahrtsstelle leitet. Auch das Ahawa-Kinderheim in Berlin kommt (natürlich aus dem gleichen Grunde) recht gut weg. Da es aber in der Praxis manches zu wünschen übrig läßt, orakelt Verfasserin in dieser Weise: „Dies Heim läßt besonders deutlich erkennen, wie sehr die Durchführung pädagogischer Ziele — welcher Art sie sind, wird nicht gesagt — oft gerade durch das Kindermaterial erschwert wird. (Um das zu wissen, braucht man keine Doktorarbeit). Bei jedem pädagogischen Tun ist die Tatsache beachtenswert, daß an dem Punkte, wo5 das Leben einsetzt, die Theorie mehr oder minder aufhören muß.“ (Das geht noch eine halbe Seite in diesen Gemeinplätzen weiter.) Auf S. 50 zeigt Verfasserin, wohin ihre (oder ihrer Gewährsleute) Liebe geht: „Das Ahawa-Heim neigt sehr starkn zu den Ideen der Jugendbewegung und eines gemäßigten (!) Kommunismus nin. Der jungjüdische Wanderbund — eine zionistisch orientierte Jugendbewegung — veifkehrt viel im Hause und einer der l.I.W.B.-Jungen erteilt auch hebräischen Unterricht. Ebenso sind im Heim meist einige Chaluzoth (d. h. weibliche Pioniere für Palästina) beschäftigt.“ Da haben wir es also! Das muß gelobt werden. Schließlich wird aber festgestellt, daß mit jdem Kindermaterial, groß wie klein, nichts Rechtes anzufangen ist!7) Warum nicht? wird nicht gefragt. Aber der nahe liegende Schluß auf die falsche Erziehungsmethode dämmert im Gehirn der Verfasserin nicht einmal! Wir können nicht alle schiefen, schülerhaften Beurteilungen von Anstalten hier wiedergeben. "Einige große Anstalten werden überhaupt nicht erwähnt. Sind sie nicht charakteristisch? Oder wird ihnen Schonung gewährt? Das Schlußkapitel: Bewertung und Bedeutung der jüdischen Anstalterziehung gegenüber der FamLienerziehung behandelt die verwickelte Frage oberflächlich unter Zugrunde- 3) Fehlt in der definitiven Ausgabe. *) Nachtrag. Leider mußte das Heim, das sich nicht mehr halten konnte, aufgelöst werden. Die Kinder wurden in das Pfmkower Leh.rlings.heim überwiesen. Die Tatsache, daß sie sich dort so schwer eingewöhnen können, läßt sich aus dem starken Gegensatz der beiden Heime erklären.-— 6) (Anm. von oben): Auch aus dem Pankower Lehrlingsheim mußten diese jungen Leute zum Teil wegen Ungehorsams und Auflehnung wieder entfernt werden. — 6) Mit der Leitung der Heime scheint es bei den Gründungen überhaupt zu hapern. Vgl. Mitteilungen des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände, Nr. 2 (1. XII. 27): Das Jugendheim Seesen ist bekanntlich am 12. Juli eröffnet und am 24. Juli feierlich eingeweiht worden.... Das Heim ist leider nur bis Mitte September in Betrieb gewesen. Das liegt einmal daran, daß wegen der späten Räumung erst im Juli eröffnet werden konnte, das andere Mal daran, daß die Frage der Heimleitung in diesem Jahr noch nicht befriedigend gelöst gewesen ist. Wir müssen bei aller Kritik gegen uns selbst feststellen, daß die Schwierigkeiten, die wir in diesem Jahre in Seesen gehabt haben, fast ausschließlich Schwierigkeiten in der Leitung gewesen sind. 7) Fehlt in der definitiven Ausgabe. legung eines Zitates aus W y n e k e n’s Schriften auf etwas mehr als einer Seite. Hier scheinen der G.m.b.H. zar Herstellung der vorliegenden Schrift die Gedanken völlig ausgegangen zu isein. Wollen wir zum Schluß ein zusammenfassendes Urteil über die unreife und tendenziöse Arbeit abgeben, so kann es nur lauten: diese „Dissertation“ wäre besser ungeschrieben geblieben. Es ist uns überhaupt zweifelhaft, ob die Schrift im Sinne einer Dissertation als selbständiges Produkt der Verfasserin gelten kann. Hat die philosophische Fakultät der Universität Köln sie überhaupt von einem seriösen Fachmann begutachten lassen, che sie sie zuließ? Dem als Referenten genannten Prof. Kahl wird die Materie ja wohl fremd sein. H a e rotic us. Der Mutter Traum. Chanukah-Märchen in einem Aufzug von Dr. Siegfried Keßler. Verlag B. Heiler, München. Preis RM. —.80. Ein liebenswürdiges Spielchen, aus der Zeit für die Zeit geschrieben. Eine dem Judentum gänzlich entfremdete Mutter wird von ihrem Kind für das Judentum zurückgewonnen, nachdem das Kind durch die Schule für das Judentum gewonnen wurde. Wie oft erleben wir derartiges gerade in unserer Generation. Hier ist unsere Wirklichkeit in ein hauchzartes poetisches Gewand gekleidet. Die Traumerscheinung des Propheien Elia und der Reigentanz der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets machen das Spiel vollends zum Märchen und geben ihm doch auch eine im besten Sinne des Wortes lehrhafte Note. Die Verse sind leicht einprägsam und treffen just den für Kinder richtigen Ton. — Wir haben keine allzu große Auswahl an Kinderstücken jüdischen Inhaltes; aber hier ist eines, dem man wüschen möchte, daß es recht viel in Schulen, Kindergärten und Familien gespielt, oder daß zumindest das freundliche Büchlein verbreitet und gelesen werdte George Goetz. * | Rätsel-Ecke j * f Zahlenrätfel. 6 5 7 10 2 jüdischer Philosoph 7 10 4 2 10 bedeutender Dichter 1 2 3 4 5 6 7 8 9 König von Syrien 2 4 9 9 1 2 jüdischer Monat 8 11 4 1 9 Feldherr Davids 12 8 9 1 11 4 Werk des jüdischen Dichter Juda Halevy 1 11 6 7 10 biblisches Wasserfahrzeug 13 1 11 14 10 altes Saitenspiel Für die Zahlen sind Buchstaben einzusetzen, die zusam mengestellt Wörter obiger Bedeutung ergeben. Die Anfangs buchstaben der gefundenen Wörter ergeben von oben nach unten gelesen ein bevorstehendes jüdisches Fest. Zwei Mächtige. Eins zwei einen spanischen Feldherrn euch nennt, Er führte ein grausam' und streng' Regiment. Zum zwei eins oft fielen die Inden einst ab Und gruben dadurch sich ihr eigenes Grab. Herrscher und Gottheit. Mit e und e ein Gebieter voll Macht, Q und o wurden Menschenopfer gebracht. (Auflösungen in der nächsten Nummer.) Literarische Neuerscheinungen Im Verlag S. Fischer-Berlin erscheint eine Neuauflage vom „Pariser Tagebuch", das der jetzige Chefredakteur des Berliner Tageblatts, Theodor Wolfs, verfaßte. Eine eingehende Würdigung werden »vir in nächster Nuinmer veröffentlichen. Im Verlag Horodisch 6c Marx in Berlin ist soeben ein neues Buch des bekannten jüdischen Schriftstellers Max Jungmann erschienen: „Jochanan von Giskala". Das Buch behandelt eine bedeutsame Episode der jüdischen Geschichte aus der Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels; in die großen »velthistorischen Geschehnisse ist die liebliche Geschichte Jochanans, des letzten galiläischen Befehlshabers und seiner Braut Thamar hineinverslochten. Eine Besprechung behalten wir uns vor. Redaktionelle Notiz Der Schalom-Aleichem-Club veranstaltet am 17. Dezember 0. I., abends 91/2 Uhr, in den Räumen des Logenhauses, Kleiststraß« 10, einen Chanukah-Konzert-Ball, zu dem bekannte Künstler ihre Mit »virkung zugesagt haben. Näheres siehe Inserat in dieser Nummer. Geschäftliches. Boenickr-Zigarren als Weihnachtsgeschenke erhöhen die Festfreude des Rauchers! Infolge ihrer außergewöhnlichen Preiswürdigkeit und Güte erfreuen sich diese Fabrikate bekanntlich der besonderen Wertschätzung in Raucherkreisen. Sowohl das Stammhaus der Zigarre,:- Import-Firma Otto Böen icke, Berlin W. 8, Französischestr. 21, als auch deren Zweiggeschäste .Haus am Zoo (Capitol), Bayerischer Platz 9, Kochstr. 59 — außerdem die Zweigniederlassungen in Elberfeld, Königsberg i. Pr. und Leipzig — unterhalten in allen Preislagen und für jeden Geschmack die denkbar größte Auswahl in den beliebten Zigarren-Spezialmarken, Geschenkkistchen mit 100, 50, 25 und 10 Stück, Havaua-Jmporten, Zigaretten-Spezialmarken in gediegenen Weihnachtspackungen, Rauchtabaken, Pfeifen usw. Illustrierte Preislisten stehen gern zur Verfügung. Um die Auswahl mit Muße treffen zu können, empfiehlt es sich, frühzeitig einzulausen, denn da Boenicke- Zigarren das beliebteste Herren Geschenk sind, steigert sich der Kundenverkehr von Tag zu Tag. Kalendarium f. die Zeit v. 17. b. 24.12. 1927 Dezember 1927 Kisletv 5688 Sonnabend 17 23. Neumondweihe Wochenabschnitt: Wajjeschew Haflarah: Amos Kap. 2, 6—16; 3, 1—8 Sabbat-Ausgang: 4,42 Uhr Sonntag 18 24. Erew Chanukah Montag 19 25. l. Tag Chanukah Dienstag 20 28. 2. „ 3. „ Mittwoch 21 27. Donnerstag 22 28. 4. „ Freitag 23 29. 5- „ ,, Sonnabend 24 30. 1. Tag Rosch Chodesch Sabbat Chanukah Wochenabschnitt: Mikkez Hastarah: S'charja 2, 14—17; 4, 1-7 Sabbat-Ausgang: 4.45 Uh»

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