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Jüdisch-liberale Zeitung · 1927-11-18 · 46 (18.11.1927) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
7 (1927)
Issue
46 (18.11.1927)
Date
1927-11-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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habe, in Zeiten der Not die Arbeit sortzusetzen, und schloß mit f einer Aufzählung der wissenschaftlichen Publikationen der Gesell- ' Schaft und einer Charakterisierung ihres zukünftigen Aufgabengebietes. »- Namens des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden und des Vorstandes der Berliner Jüdischen Gemeinde sprach Herr Kammergerichtsrat Wolfs der jubilierenden Gesellschaft die wärmsten Glückwünsche aus und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sie auf ihren bisherigen Wegen erfolgreich sortschreitet. Prof. Heinrich Loewe sprach im Namen der Repräscntantcnversammlung der Berliner Jüdischen Gemeind« und rühmte die Gesellschaft als ein Institut voraussetzungsloser Forschung, die bei aller Freiheit der Kritik doch nicht den Boden der Pietät für das Judentum verläßt. Prof. Guttmann sprach im Namen der Hochschule und der Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Er charakterisierte die Ziele und das Werk dieser beiden Institute, die an der Gesellschaft für die Wissenschaft des Judentums engsten Anteil nehmen. Dr. Grünberg sprach im Namen des Berliner Rabbinerseminars. Dr. Heinemann, Dozent am Breslauer Rabbinerseminar und Redakteur der Monatsschrift der Gesellschaft für di« Wissenschaft des Judentums, überbrachte die Grüße des Breslauer Seminars, das mit der Gesellschaft in dem Ziele verbunden ist, die ewigen Werte des Judentums in die jüdischen Häuser zu bringen. Hierauf hielt Professor Elbogen ein großangelegtes Referat über „Ziel und Leistung der Gefellschaft zur Förderung der Wiffenschast des Judentums". Es folgte dann ein Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Tassilo Hoffman» über sein Werk „Jacob Abraham uird Abraham Abramson Berliner Medaillenkunst 1755 -1810". Der Verfasser, ein Nichtjude, hat sich in die künstlerische Persönlichkeit des Juden Jacob Abraham, der sich aus kümmerlichsten Verhältnissen zu dem Medailleur bon Hof und Gesellschaft der zweiten Halste des 18. Jahrhunderts «mporgerungen, und seines in künstlerischer Vollendung ihm überlegenen Sohnes Abraham Abramson, des Medailleurs der führenden Köpfe dieser Epoche, eingefühlt. Er erzählte den bislang kaum bekannten Lebenslauf der beiden Medailleure, sowie ihre Wertung innerhalb des Kunstlebens der Zeit und bot so ein Slück Geschichte jüdischen Emanzipationsstrebens in der Epoche von Moses Mendelssohn. Abraham Abramson wurde als erster Jude zum Mitglied der Akademie der Künste ernannt. Er modellierte Mendelssohn und Goethe, und Goethe gelbst scheute sich nicht, Abramson eine Visierung für die Wieland- Medaille zu zeichnen, Abramson begann seine Medaillensuite „auf die besten Köpfe Deutschlands", ein Vorhaben, das er durch frühen Tod nicht mehr zum Abschluß brachte. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden zuteil. Zum Schluß »ercinigten ein zwangloses geselliges Beisammensein die Mitglieder und Gäste der Gesellschaft. Berlin. (Unterstützung der Erdbebe nopfer in Patästina durch die jüdische Gemeinde.) Der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde hat für die Erdbcbengeschädigten in Palästina den Betrag von 6000 Mark zur Verfügung gestellt, von dem 3000 Mark für besondere Zwecke des alten Jischuw zur Verfügung gestellt werden sollen. Berlin. (Ge s e 1 l s cha fts a b e n d d e r Jüdischen Altershilf«.) Ein gesellschaftliches Ereignis dürfte die Veranstaltung werden, die am Dienstag, den 6. Dezember ds. Js„ zugunsten der Jüdischen Altershilfe Groß-Berlin im ) „Kaiserhof" stattfindet. Es ist ein Konzert mit anschließendem Gesellschaftsabend vorgesehen, zu dem die Herren Professor Dr. Albert Ein- Hein, Jacob Goldschmidt und Generalkonsul Landau eingeladen haben, sUnter anderem hat Frau Sigrid Onegin ihre liebenswürdige Mitwirkung zugesagt. Berlin. (Vom Verein selbständiger Handwerkerjüdischen Glaubens.) Der Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens, E. V., Berlin, veranstaltet am Mittwoch, den 7. Dezember 1027, in den Kammersälen, Toltower Straße 1-4, sein Z2. Stiftungsfest mit eigener Tombola nur wertvoller Geschenke. Auftreten namhafter Künstler. Beginn 8 Uhr, Eintrittspreis incl. Steuer Mk. 2,—. Gäste herzlichst willkommen. ' Bielefeld. (2 6. Gemeindetag des Verbandes der Synagogen-Gemeinden Westfalens.) Der Verband der Synagogen-Gemeinden Westfalens hielt am 13. November d. I. in Bielefeld seinen 26. Gemeindetag ab. Vertreten waren 26 Gemeinden, darunter alle größeren mft ca. 60 Delegierten. Nach Eröffnung der Tagung durch den Verbands-Vorsitzenden Herrn M. Liebenseld-Bochum wurde der stellvertr. Vorsitzende Herr Rechtsanwalt Dr. Katzenstein- Bielefeld zum Leiter der Versammlung gewählt. Es war eine umfangreiche Tagesordnung zu erledigen. Zunächst erstattete Herr Dr. Katzenstein den Geschäftsbericht. Er berichtete unter anderem, daß der Gemeinde-Verband im Jahre 1926 10 Gemeinden subventioniert «nd dadurch ca. 35 Kindern den Religionsunterricht vermittelt habe. Der Preußische Landesverband habe zwar die im Jahre 1926 dafür «ufgewendeten Mittel restlos erstattet. Da aber der Provinzialverband den Unterricht zunächst selbständig eingerichtet habe und die Mittel auch selber in jedem Jahre ausbringen müsse, ohne genau zu wissen, wie weit sie ihm vom Landesverband wiedererstattet würden und da sich für ihn infolge seiner individuellen Beziehungen zu den Verbandsgemeinden ein reicheres Tätigkeitsgebiet eröffne, habe der Pcovinzialverband trotz des Bestehens des Landesverbandes auch weiterhin noch viele und wichtige Ausgaben, die der Vortragende kurz skizzierte, zu erfüllen. Der Redner kritisierte am Landesverbände, daß bei ihm die Lebensinteressen der Kleingemeinden nicht immer gebührende Berücksichtigung finden. Aus dem weiteren Bericht ist zu bemerken, daß die Mitgliederzahl durch den Beitritt von 4 Gemeinden auf 66 Gemeinden angewachsen ist und daß der Verband 2 Gemeinden für ihre Lehrer den Anschluß an die Beamten-Pensionskasse der Provinz vermittelt hat, die nach den geltenden Bestimmungen den Anschluß für sich allein nicht erreicht hätten. Nach Erstattung des Kassenberichtes durch Herrn Rabbiner Dr. Kronheim-Bielefeld, und Erteilung der Entlastung, referierte Herr Rektor Goldschmidt-Dortmund über die Tätigkeit des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Die auf der Tagesordnung stehende Frage einer Neuauflage des Westfälischen Gebetbuches wurde mit Rücksicht auf den Stand der Arbeiten im liberalen Kultusausschuß zurückgestellt und «in aus 3 Rabbinern und 2 Lehrern der Provinz bestehender Ausschuß gewählt mit dem Aufträge, das vom Landesverband herauszugcbende Einhcitsgebetbuch auf seine Eignung für die westfälischen Gemeinden zu prüfen und bei längerer Verzögerung seiner Fertigstellung unverzüglich eine Neubearbeitung des Westfälischen Gebetbuches in die Wege zu leiten. Alsdann erstattete Herr Rabbiner Dc. Kronheim-Bielefeld den Bericht über die Tätigkeit des Sozialen Ausschusses für jüdische Wohlfahrtspflege in Westfalen. Der Ausschuß umfaßt den wesentlichen Teil der Provinzial-Gemeindcn. Im Mittelpunkte seiner Tätigkeit stand die Fürsorge für die Wohlfahrtsanstalten der Provinz, sowie die Linderung der Not in den Kleingcmeinden. Der Referent gab einen kurzen Ueberblick über die Aufwendungen, die ihm durch die Beiträge der Gemeinden und vor allem durch die Zuschüsse aus Staatsmitteln ermöglicht worden sind. Mit den Behörden der Provinz sowie mit der Zentrcil-Wohlsahrtsstelle stand der Ausschuß in ständiger Fühlung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab Herr Dr. Katzenstein ein ausführliches Referat über den vorliegenden Entwurf eines Preußischen Judengcsetzes. In der darauffolgenden allgemeinen Aussprache kam eine sehr starke Verstimmung vieler Kieingemeinoen gegenüber dem Landesverband zum Ausdruck. Einstimmig gelangte folgende Resolution zur Annahme: „Der am 13. November 1927 in Bielefeld stattfindende' Gcmeindetag des Verbandes der Synagogengemeinden Westfalens stellt mit großem Bedauern fest, daß der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden bei der Verteilung der ihm zur Verfügung stehenden Mittel die leistungsschwachen Gemeinden viel zu wenig berücksichtigt. Nach der Ausfassung des Gemeindetages ist die Unterstützung leistungsschwacher Gemeinden zur Erhaltung des Religionsunterrichts und zur Ausbesserung der Lehrgehälter die erste und wichtigste Aufgabe des Landesverbandes, die auch dann erfüllt werden muß, >oenn die Staatsbeihilfcn dazu nicht ausreichen. Bleibt die Regelung der Ausgaben des Landesverbandes wie bisher, so wird die Auflösung zahlreicher kleinerer Gemeinden die unausbleibliche Folge sein. Wegen der vorgerückten Zeit mußte die weitere Aussprache, die sicher noch manche wertvollen Anregungen ergeben haben würde, vorzeitig abgebrochen iverden. Den Abschluß bildete ein vor einem größeren Publikum gehaltener interessanter Vortrag des .Herrn Dr. Norbert Einstein-Berlin über „Die Stellung der Juden im deutschen Wirtschaftsleben". Mit diesem sehr beifällig ausgcnommeuen Vortrag fand der Gemeindetag, der mit seinem schönen Verlauf zweifellos dem Gemeindcleben in der Provinz Westfalen neue Antriebe geben wird, einen harmonischen Ausklang. Annahme von Bestellungen auf die Jüdisch-liberale Zeitung bei allen Postämtern Deutschlands auiiiitimmiitiiiiuiiiuuiiminutiiiiiiiimmiiiiiiiiiiimittitiiiiitatiiiiiiniiiimiiiiiitiuiiiiiiiiiit Braunschweig. (Gemeindewahl e n.) Bei der am 30. Oktober stattgesundenen Neuwahl sind zu Gemeindeverordncten gewählt Frau Flora Miclziner und die .Herren Eduard Reinhaus, Richard Schmandt, Koppel Spindel. Dresden. (Zunahme der jüdischen Bevölkerung in Sachsen.) Nach dem jetzt rcichsamtlich bestätigten Ergebnis der örtlichen Verteilung der Inden in Deutschland wohnten in Sachsen aus Grund des Ergebnisses der Volkszählung von 1925 23 552 Juden. Das kommt einem Anteil von 0,4 °'o an der sächsischen Gesamtbevölkerung, die 1925 -1092 320 betrug, gleich. Gegenüber 1910, wo der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung Sachsens ebenfalls 0,4 °/o ivar, beträgt mithin die absolute Zunahme der Inden in Sachsen 5665, die relative 32,2 o-o. Frankfurt a. M. (Verstaatlichung der Rothschilds ch e n Bibliothek.) Der Schulausschuß der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt a. M. ist der Magiftratsvor'.age beigetrrten, nach der die Verstadtlichung der Freihcrrlich von Rothschildschen Bibliothek vorgeschlagen wird. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Vereinheitlichung des Frankfurter Bibliothekswesens geschehen. Der Wert der Büchcrsammlnng, die 93 090 Bände umfaßt, wird auf 700 000 Mark geschätzt; ferner fallen der Stadl damit Liegenschaften zu, deren Friedenswert man aus 900 000 Mark angibt. Bekanntlich wurde vor einiger Zeit aus maßgebenden Bibliothekarkreisen die Anregung gegeben, die Rothschildsche Bibliothek zu einer Deutschen Reichsbibliothek — bis heute fehlt cs noch an einer solchen -- mit dem Sitz in Frankfurt auszugestalten. Hildesheim. (Jubiläum.) In voriger Woche konnte Landrabbiner Dr. Lewinsky auf eine 35 jährige Tätigkeit als Stadtuud Landrabbiucr in Stadt und Regierungsbezirk Hildcsheim zurückblicken. Durch sein segensreiches Wirken hat sich der Jubilar bei den Angehörigen der verschiedenen Gemeinden große Sympathien erworben. Karlsruhe. (Rabbiner ta gung.) Vom 30. Oktober bis zum 1. November waren in Karlsruhe die Rabbiner von Baden, Bayern, Hessen und Württemberg und aus angrenzenden Orten versammelt, unter ihnen als einziger Ausländer Rabbiner Dr. Littmann aus Zürich. Vom Oberrat der badischen Juden war eine Art Fortbildungskursus für die Rabbiner ihres Landes eingerichtet worden und die Rabbiner der benachbarten Länder hatte man ausgefordcrt, daran teilzunehmen. Man kam zu bestimmten Stunden in den Räumen des Oberrats zusammen, um die Lehrvorträge anzuhören. An die Vorträge schlossen sich kurze Diskussionen. Allgemein wurde der Erwartung Ausdruck gegeben, diesen ersten Versuch auch itt anderen Ländern erfolgreich durchzuführcn. Kassel. (Völkische Hetze vor dem Berufungsgericht.) Die Große Strafkammer verhandelte als Berufungsinstanz über die Berufung des völkischen Buch- und Kunsthändlers Herbert Edler v. Doleisch-Dolsperg, der im Juni d. I. vom Schöffengericht wegen Beschimpfung der jüdischen Religionsgemeinschaft zu 500 Mark Geldstrafe, die an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von 1 Monat trete» sollte, verurteilt worden war. Der Borwurf des jüdische» Ritualmordes, so wurde aber vom Gericht ausgesührt, stelle eine schwere Beschimpfung in grober gehässiger Form dar. Der „Judenspiegel" »volle als ständige Rubrik in der Zeitschrift die antisemitische Tendenz des Blattes betonen und die Schaustellung der Bilder könne dazu führen, daß unvorsichtige Worte auch Gewalttaten Hervorriesen. Neben dem durch die verössentlichten Bilder erwiesenen Vorwurf eines allgemein gehaltenen Verdachts gegen die Juden, der auch für die Gegenwart ausgesprochen sei, war auch, wie die erste Instanz schon sestgestellt hatte, der Tatbestand der schweren Beschimpfung als gegeben krachtet worden. Die Bilder-Affaire dürste aber auch noch eine dritte Auflage erleben, weil der' Verteidiger des Beklagten erklärte, Revision einlegen zu wollen. Königsberg Pr. (Synagogen ch ä n d u u g.) Unerkannte Burschen warfen nachts die in Bln gefaßten Fenster der Synagoge Adaß Jisroel in der Synagogenslraße mit Ziegelsteinen ein und ergriffen dann die Flucht. Leider gelang es bisher nicht, der Täter habhaft zu Iverden, trotzdem die Königsberger Polizei, die die Tat mit Recht aus politische Motive zurücksührr, sich die größte Mühe gibt, sie zu ermitteln. Dieser Fall zeigt erneut, wie stark die völkische Hetze vergiftend gewirkt hat. scheuen sich doch die Täter nicht, Gotteshäuser und Friedhöfe zu schänden. Nachdem bereits früher in Rosenberg (Westpr.) und erst vor kurzem in Eydtkuhncn der jüdische Friedhof geschändet wurde, ist dies jetzt die dritte Schändung einer heiligen jüdischen Stätte in der Provinz Ostpreußen. Am Abend vor der Tat hatte in Königsberg eine Versammlung' der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei stattgefunden, zu der in stark judenhetzerischen Plakaten eingcladen worden war. Es ist möglich, daß gewisse Zusammenhänge zwischen den Teilnehmern jener Versammlung, in der besonders des mißglückten Hitlerputsches gedacht wurde, und den Tätern besteht. Marburg. (I u b i l ä u in.) Im benachbarten Scherfede konnte die israelitische Gemeinde, der auch die jüdischen Einwohner Rimbecks angehörcn, das 75 jährige Bestehen der Synagoge feiern. Das Gotteshaus war aus diesem Anlaß renoviert worden, und in besonderem Fcstgottesdienst nahm der hiesige Prediger I. Cohn Veranlassung, des für alle Gcmeindemitglieder bedeutsamen Ereignisses in eindrucksvollen Worten zu gedenken. Eine gemütliche Festlichkeit, die am Abend des Jubiläumstagcs die Gemeindeangehörigcn mit vielen Gästen vereinigte, bildete den Abschluß der harmonisch verlaufenen Feier. ★ BÜCHERSCHAU ★ J. Seelig: Die Feste des Jahres: Chanukka — Weihespiel. Im Anhang: Prologe, Lieder. Verlag Grünebaum, Die Verfasserin hätte ihr Stück recht gründlich durchsehen sollen. Es sind eine Reihe von Unebenheiten stehen geblieben. (S. 5: „bei vielen sehr mau“. S. 6: „Jontewdieke Osterhasen“ (!). S. 7: Die Erwähnung des Chanukka verwirrt an dieser Stelle. S. 8: „Recht’ne Plage — an solch7 Festestage“. S. <>: Das „Lied“ ist unmöglich.. S. 15: „Fausteshand“ — „Schiebertum“. Außerdem heißt es Schowuaus.) Sonst aber kann das Stücklein vor einem anspruchslosen Publikum seinen gutgemeinten Zweck erfüllen. Rabb. Dr. O o 11 s c h a 1 k , Frankfurt a. M. Wilh. Bolin: Spinoza. Zeit-Leben-Werk III. Aufl. neu bearb. vor: Carl Gebhardt. 9. Bd. der Sammlung „Geisteshelden“, herausgegeb. von Ernst Hofmann. A. Ziemsen Verlag, Wittenberg (Bez. Halle) 1927. Zum 250. Todestag des großen jüdischen Philosophen Baruch Spinoza sind eine Menge Werke über diesen Denker erschienen. Die „Jüdisch-liberale Zeitung“ hat ja auch zu diesem Todestage eine Reihe bedeutungsvoller Aufsätze gebracht. Das größte Verdienst um die Mehrung der Kenntnisse über Spinoza und sein Werk hat sich zweifellos der Frankfurter Philosoph Karl Gebhardt erworben. Er hat aus dem Nachlaß des berühmten Spinozaforschers Freudenthal de* 2. Teil „Spinozas Lehre“ herausgegeben. Er hat, abgesehe* von seiner Beteiligung an der Begründung der Spinoza- Gesellschaft, selbst in einem Buche von den ewigen und festen Dingen (Heidelberg 1925) das Verständnis Spinozas erleichtert, er ist der Herausgeber der jetzt allein maßgebenden Spinoza-Ausgabe und er hat endlich auch die vorliegende Schrift von Bolin neu bearbeitet. Berlins Buch gibt einen leicht verständlichen Ueberblick über das Leben und im letzten Kapitel auch über das Lebenswerk Spinozas und zeichnet sich durch Schlichtheit und Klarheit besonders aus. Gebhardt hat das in erster Auflage erschienene Buch Berlins an Hand der neusten Forschungen sorgfältig berichtigt und ergänzt. Rabbiner Dr. A. Kahlberg. BLUMEN** .AU//TELLUNG BERLIN WCÖ MAUERSTR.7Q FERNRUF: ZENTRUM 5023 u. 5024 BLUMENSPENDEN - TRAUERSPENDEN - TAFEL- SCHMUCK - INNENDEKORATION IN KÜNSTLE¬ RISCHER AUSFÜHRUNG - 12 erste Preise Jüdische Reform-Gemeindt: Jobannisstr. IG 1. Gemeindeabend Dienstag, den 22. November abends 8 Uhr im Logenhaus Emserstr. 13 (Wilmersdorf) Thema: Bas nberaie Judentum ln seiner religiösen und kulturellen Bedeutung. Redner: Herr äan.-Rat Ur. Alfred Peyser Gewolltes und Erreichtes. Fraü Annie Heinrictisdorff. me ertönt unsere Retormgemeinde ihre hufgehe? Ansprache des Generalsekretärs der Vereinigung für das liberale Judentum, Herrn George Goetz Eintritt frei. Gäste willkommen Hier fehl! Hlllllllllllllllllllllllllll Ihr HUUUHIIIUUUUUHIUI Inserat Bekanntmachung! Auf Grund der §§ 11 ff unserer Satzung und der §§ 1 ff unserer Wahlordnung wird folgendes bekannt gegeben: Am Sonntag, den 11. Dezember 1927 mittags IIV2—13 Uhr findet findet in unserem Gemeindehaus, Johannisstraße 16 die Neuwahl von 7 Repräsentanten und 7 Repräsentantenstellvertretern statt. Wahlvorschläge, die der Wahlordnung entsprechen müssen, sind bis spätestens den 26. November beim Vorstand einzureichen. Die Liste der stimmberech'igten Gemeindemitglieder liegt im G meii debüro, Johanni strasse 16, während der Dienstslunden vom 13. bis 20. November zur Einsicht aus. Nur in dieser Zeit kann gegen die Richtigkeit der Liste beim Vurstand Einspruch erhoben werden. Berlin, 10. November 1927. Der Vorstand der jüdischen Reform-Gemeinde Israelitischer Gottesdienst in Arankfnrl/M. Liberaler Ritus: Hauptsynagoge. Freitag, den 18. 11., abts. 4.30, Lehrvortrag Robb. Dr. Salz» berger. Sonnabend, de > 19.11., moto. 9, Predigt Rabb Dr. Gottschalk. nachm. 4. Sabbat-Ausg. 5.25. Wochen goltesdienst morg 7.30. nachm. 4. Synagoge an der Königsteiner Straße. Freitag, den 18.11., abds 6.30, Jngendgottestienft Rabb. Dr. Lazarus. Sonnabend, den 19. 11., morg. 9.80. Wochengottes» dienst morg. 7 30, abds. 7. Konservativer Ritus: Synagoge am Börrteplatz Freitag, den 18.11.. abds 4.10, Bo trag. Samstag, den 19.11., Fühgottsdlensl 6.56. moru. 8.16 Predigt, nachrn. 4. Sabbat- Au«g. 6.25 Wochengvtnsdie' st morg 6.45, nachm. 4. Synagoge Bockenheim. Freitag, den 18.11.. abds. 4.10 Eo.mobend, den 19.11.. morg. 8.46, Vortrag des Herr Rabb. Dr. May, nachm. 4. Sabbat- Ausg. 6.25. Wochengottesdlenst morg. 7.16. Israel. Krankenhaus Gagernstr. 36. Freitag, den 18.11 abds. 4.10. Samsrag, den 19.11., morg. 8 U'>r, nachm. 4 Uhr. Verein für Feuerbestattung in Berlin von 1874, e. V. Kostenlose Feuerbestattung Annahme W 35, LdtzowstraBe 44, Tel phon: Lfltzow 960-61 und Charlottenburg, Kantstr. 154 a Ecke Pasanenstraße, Tekphon: Stein latz 1835 11111111111» in III vertag: Vereinigung für daliberale Judentum e. v-, Berlin SW. 48. — Verantwortlicher Redakteur: Dipl.-Jng. Bruno Wo yd a, Berlin RW. 23. — Druck: Hermann Wegner fr Eo., Verlin-Mariendorf. 3873

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