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Jüdisch-liberale Zeitung · 1927-12-09 · 49 (9.12.1927) · page 3

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
7 (1927)
Issue
49 (9.12.1927)
Date
1927-12-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Kreise tun?" Folgende Vorschläge Davids wurden allseitig gMlligt und zu Beschlüssen erhoben: a) Ter Rheinisch-Westfälische Rabbinerverband lenkt die Aufmerksamkeit seiner Mitglieder auf die Notlage weiter Kreise, zumal der sogenannten Sozial- und Kleinrentner, die durch Verlust ihrer Ersparnisse den letzten wirtschaftlichen Rückhalt für die Tag« des Alters und der Arbeitsunfähigkeit verloren haben und teilweise der Verzweiflung preisMeben sind. Ihnen fürsorgliche Beratung und tatkräftige Hilfe angedeihen zu lassen, erachten wir als eine der dringendsten Aufgaben des Rabbiners, dem es an der Mitwirkung edler Frauen und Männer in seiner Gemeinde nicht fehlen wird. b) Ter Allgemeine Rabbiner-Verband in Deutschland möge künftig bei der Vorberatung aller einschlägigen Gesetze geeignete Schritte unternehmen, um die Lebensbedingungen dieser schwer ringenden Bevülkernngskreise zu verbessern. Als Vertreter der Religion, die zuerst soziale Gerechtigkeit zur göttlichen Forderung erhoben hat, wollen wir auch heute unsere Stimme erheben. c) Der Rheinisch-Westfälische Rabbiner-Verband richtet an Männer und Frauen-der jüdischen Gemeinden, soweit sie Beruf und Eignung zur sozialen Betätigung in sich fühlen, die Bitte, sich den Organen der allgemeinen öffentlichen Wohlfahrtspflege zur Verfügung zu stellen, und in allen ihren Zweigen zugunsten notleidender Mitmenschen ohne Unterschied des Bekenntniss e s unverdrossen milzuarbeiten. Nach der Mittagspause begannen die wissenschaftlichen Referate. Ten Reigen eröffnete Rabbiner Dr. Eschelbacher (Düsseldorf). der „Probleme jüdischer Bevölkerungspolitik" behandelte. Rabbiner Tr. Kober ergänzte diese Ausführungen durch eine Statistik der Mischehen, insbesondere in Köln 1924-26. „Tie Offenbarung am Sinai", Exodus 19 behandelte Rabbiner Tr. Jacob (Dortmund). Rabbiner Tr. Norden (Elberfeld) lieferte eine Studie über den „Diener des Ewigen" (Gottes knecht; insbesondere Jesaja 52/53). Ten Beschluß machte Rabbiner Dr. Samuel (Essen) mit eurem Referate über „Spinozas Stellung in der jüdischen Religionsphilosophie" ^Dr^AlexanverLederer^ Der Präsident der Pester Jsr. Kultusgemeinde, Dr. Alexander Lederer, ist an den Folgen eines Herzschlags verstorben. Er kam gerade von einem Besuch beim Unterrichtsminister. In dem Korridor seines Hauses brach er zusammen und starb bald darauf. Präsident Dr. Alexander Lederer und Abg. Dr. Desi waren beim Unterrichtsminister Grafen Kuno Klebelsberg, um die Stellungnahme der ungarischen jüdischen Studentenschaft und der offiziellen ungarisch-jüdischen Körperschaften znm Numerus clausus-Streit darzulegen. Dr. Lederer nahm nochmals Gelegenheit, zu erklären, daß die ungarischen Juden eine Einmischung auswärtiger Faktoren, auch des Völkerbundes, in dieser Angelegenheit ablehnen. Daraufhin erklärte Graf Klebelsberg, er werde die Lernfreiheit der jüdischen Studenten zu schützen wissen. Dr. Lederer befand sich vor und nach diesem Besuch in einer erregten Verfassung, die offenbar seinen Tod beschleunigte. Sein letzter Weg im Leben galt einer jüdischen Sache. Dr. Alexander Lederer hat ein Alter von 75 Jahren erreicht. Als er Ende Oktober d. I. seinen 75. Geburtstag beging, war er Gegenstand großer Ehrungen nicht allein seitens der jüdischen Körperschaften, sondern auch seitens der staatlichen und der städtischen Faktoren. Sein unter tragischen Umständen erfolgtes plötzliches Hiuscheiden hat in der ungarischen Judenheit Trauer und Mitgefühl geweckt. Dr. Alexander Läerer war ein heißer ungarischer Patriot und wandte sich als solcher oft gegen das nationale Judentum. Die ungeheure antisemitische Welle, die^ Ungarn in den Nachkriegsjahren überspült und ihren gesetzlichen Ausdruck in dem Numerus clausus gegen die jüdische studierende Jugend gefmrden hat, hat seinen Lebensabend verdunkelt. Versammlungskalender Aachen. > Vereinigung für das liberale Judentum. Raddiuer Dr. Sch»«, derger beginnt am 14. Dezember feinen Vortragszyklus über: „Wachse, und Werde« der Judentums-. VerliN'Rordeu. Liberale Synagoge Korden (im Auerbachscheu Waisenhaus, Schön» Hauser Allee 162): Freitag, den 9. Dezember, abends 7.15 Ahr, Gottesdienst. Predigt: Rabbiner Dr. Salvmvnsli. Svnvabend, de» 10. Dezember, vormittags 10 Uhr, Gottesdienst. Breslau. Jüdisch-liberaler Jugeudvereiu „Abraham Seiger". Vorsitzender: Rabbiner Dr. Halpersoh«, Moritzstraße 50. Montag, den 12. Dezember, abends 8.15 Uhr, in der Log« „Gerhart Hauptmann", Schweidnitzer Stadtgraben 9. 1. Einführung der neueingetretenen Mitglieder. 2. Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Rellhaur: „Bilder aus dem jüdischen Prag". Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erbeten. Gäste willkommen. Frankfurt a. M. Jüdisch-liberale Jugendgemeinschast. Wir machen nochmals aus den am Sonntag, den 11. Dezember, abends 7.29 Uhr, in den Raumen der Franlfurt-Loge stattjindenden diesjährigen Jli-Lal» ansmerksam. Außer Tanz in mehreren Sälen, sorgt im kleinen Saal ein Labarett für Unterhaltung. Bewährte Kräfte haben ihre Mitwirknng zugesagt. Karten im Vorverkauf sind znm Preise von Mt. 2,— einschl. Steuer bei Wronker, Olga vom Hagen und Lina Schott erhältlich; außerdem sind an der Abendkasse Karten zu Ml. 3,— erhältlich. Dr. Alexander Lederer wurde am 24. Oktober 1852 in Felegyhaza (Ungarn, Pester Comitat) geboren. Nach Absolvierung der Universitätsstudien in Budapest und Berlin (hier als Staatsstipendist), trat er 1878 in den Staatsdienst ins Handelsministerium. Seine Werke „Die landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften" und „Der landwirtschaftliche Kredit" erregten großes Aussehen, er avancierte außerlourlich zum Ministerialsekretär. 1888 wurde er von der ungarischen Regierung nach Brüssel zur Weltausstellung als offizieller Vertreter Ungarns entsendet, wo er sich sehr bewährte. 1890 trat er aus dem Staatsdienst und in den Dienst des ungarischen Judentums. Er gründete den „Verein ungarischer Juden" mit dem Wahlspruch: „Zurück zum Judentum". Er forderte intensiven Religionsunterricht und religiöses Gemeindeleben. 1919 wurde er Präsident-Stellvertreter der Pester israelitischen Religionsgemeinde, die er reorganisierte. Er teilte die Gemeinde in 5 Tempelbezirke, von denen jeder einen würdigen Bezirkstempel mit dem Bezirksrabbiner und einer Talmud-Thoraschule erhielt. Er reorganisierte das gesamte Kaschruth-Wesen und hob den Gottesdienst aus eine ungeahnte Höhe. Tie Chanukah-Tage organisierte er als allgemeine Feiertage der jüdischen Gesellschaft. 1922 wurde er zum Präsidenten der Gemeinde erwählt. Die großen Resultate seines Wirkens zeigen die folgenden Zahlen: er übernahm die Gemeinde mit 17 000 Steuerzahlern, heute sind es 62 000. Er baute 3 große neue Tempel, 7 alte wurden umgestaltet, im Bau sind 2 große neue Tempel. Ständiger Gottesdienst wird in 42 Tempeln abgehalten; Religionsunterricht genießen 30000 Schulkinder, davon 5600 in den eigenen Gemeindeschulen. — Tie im Monat Juni 1927 abgehaltene Generalversammlung votierte 4,5 Millionen Goldmark für Errichtung eines Kulturpalais, neuer Mädchenschulen und Gymnasien, für Ausbau des jüdischen Spitals, Bau von drei großen neuen Tempeln und anderer Institutionen, welche für die Größe der Pester Gemeinde ewig zeugen werden. Der zionistische Delegiertentag Oesterreichs (Ban unserem Wi-encr Berichterstatter.) „Allenthalben herrschen krisenhafte Zustände und man muß leider feftstellen, -daß der politische Zionismus, welcher im Sinne Herzl die große Arbeitsgelegenheit für das jüdische Volk bilden sollte, zum reinen Lippenbekenntnis geworden ist." Diese Worte sprach der Präsident des österreichischen zionistischen Landeslomitees Dr. Goldhammer aus dem zionistischen Dele- SCHOKOLADE PRALINEN giertentag, der vor kurzem iir Wien stattgefunden hat. Dieser Anschauung, die auch von führenden Zionisten geteilt wird, können auch wir zustimmeri. Ein Lippenbekenntnis ist der Zionismus deshalb geworden, weil er, fern der wahren Wirklichkeit, ein System weltfremder Ideologen ist. Ein Lippenbekenntnis ist der Zionismus, zumal der österreichische, auch deshalb geworden, »veil er eben nur ein „politischer" sein will, d. h. statt sein Augenmerk vor allem auf Palästina zu richten, sich in inner- und außerparteilichen Gezanken erschöpft und so seine besten Kräfte vergeudet hat. Die ganze Unfruchtbarkeit und - wir haben keinen anderen Ausdruck dafür Ziellosigkeit des österreichischen Zionismus kam so recht auf dem Delegierlentag zum Ausdruck, der sich trotz der großen Mißerfolge auf diesem Gebiete vor allem mit Angelegenheiten der „L a n d e s p o l i t i k" beschäftigte. Wir wiederholen wohl hier oft Gesagtes, wenn wir dazu abermals feftstellen, daß damit nicht die Politik jenes Landes gemeint ist, welches, wie man glauben sollte, dem zionistischen Gedanken am nächsten steht, sondern die Politik, lvelche die zionistische Partei in Oesterreich einschlagen soll. An die Stelle von Zionismus ist bei uns Nun t iNmal der jüdische Nationalismus getreten, an die Stelle einer gefühlsmäßigen Bewegung, die einem Jdealzlveck dienen soll, trat ei» dem jüdischen Herzen vollkommen entfremdeter Intellektualismus, welcher insbesondere der jüdischen Jugend nichts anderes zu bieten vermag als Phrasen und Schlagworte, die keine reale Bedeutung besitzen. Und so dürfen wir uns nicht wundern, wenn der österreichischen zionistischen Partei vor allem die Jugend, auf die sie sich bisher so stark stützte, vollkommen entschwindet. Als Gründe für diese Erscheinung wurden natürlich von unseren jüdisch-nationale» Politikern ganz andere als die wirklich triftigen angegeben. So sagte Dr. Goldhammer: „Der gegenwärtige Zustand der menschlichen Gesellschaft, der immer stärker zu dem Entscheidungskampf um die künftige Gesellschaftsordnung hindrängt, übt einen Zwang zur. starke» Parteinahme aus, insbesondere auf die Jugend. Das Gegen- Roscnthatiana in Amsterdam, im British Museum und vor allem in der Bibliotheca Bodleiana zu Oxford. Tie Handschriften sind in hebräischer Kursivschrift oder in der rabbmischen Schrift, einer Abart der Ouadratschrift, gehalten. Die Bücher sind im allgemeinen unsauber und auf schlechtem Papier gednickt, voll von Fehlern. Nach diesen mehr allgemeinen Vorbemerkungen wollen wir itttit die einzelnen Gattungen der jüdisch-deutschen Literatur näher ins Auge fassen und hier und da uns durch eine Probe den Geist und Stimmungsgehalt deutlicher zu machen suchen Ter gegebene Anknüpfungspunkt für das Schaffen einer eigenen Literatur bot den deutschen Juden naturgemäß die Bibel. Wir besitzen deutsche Uebersetzungen des Pentateuch schon aus früher Zeit, ebenso Vokabularien und Kommentare (Pentateuch Konstanz 1543). Schon 1500 entstand eine Uebersctzung der Psalmen. Doch nicht die Uebersetzungen interessieren uns eigentlich in unserer literarischen Betrachtung; uns gehen hier mehr die poetischen Paraphrasen an. Tie historischen. Bücher, also Josua, Richter, Samuel und Könige, mit ihrem epischen Charakter reizten besonders zur poetischen Bearbeit tung; und welches Versmaß konnte da angemessener sein, als das episch-breite des Nibelungenliedes? In diesem Versmaß ist das Samuelbuch von 1612 gehalten, aus dem ich als Probe einen Teil der Absalom-Erzählung geben möchte: „Aüschotom und sein Volk musten fliehn bei zeit, Zweinzik tausent Helden derschlugen sie mii streit. Got saut die bösen tier, daß sie sie Anrissen, mer den zwcinzik tausent hatten btc tier znbissem Joab und die seinen,!n olles nach zoch, Aüscholom Und Jisrael sehr vor ihnen vloch; swald, Abscholom vloch auf einem Maulesel durch einen großen Ta waren!m Davids knecht auf dem fus noch bald. Er rant unter ein linden, die in dem Wald waren, Ta blieb er an einem zweig behengen mit den haaren. Aso gar geschwinden der Maulesel unter nn ging, Tas maulesel lus geschwinden, Abscholom do hing Zwischen Himmel und erden an einem baumes ast. Er kont sich nü ablösen, er war verworren fast; Er wall sich mit seinem schwer! abgeschnitten hon, Ta sach er das geheimem unter nn offen ston." In dieser Art finden wir auch den Pentateuch und das Buch Jona bearbeitet, „im Tone des Schmuelbuches", wie es heißt. Besonders verbreitet war eine Paraphrase des Buches Daniel, von der» uns Auflagen von 1588, 1609, 1673, 1675 und noch 1730 überkommen sind. Tas Buch Esther haben wir in gereimten BearbeiUmgen unter Benutzung des Midrasch 1544'und 1631. Tie „Sprüche der Väter" tauchen 1697 als „Lange Perakim" (d. h. große Sprüche) selbständig ans, viel früher aber schon als Anhang zu Gebetbuch Übersetzungen. Tie deutschen Uebersetzungen der Gebete waren wohl ausschließlich für die Frauen bestimmt, die ja noch tief chis ins vorige Jahrhundert hinein meist des Hebräischen unkundig waren. So haben wir denn auch Machsorübersetzungen schon aus dem 15. Jahrhundert. Auch die Haggada finden wir 1553 'übersetzt. Besondere Frauengebetbücher sind gleichfalls schon vorhanden, die „Tcchinnoth", Privatgebete. Tie Gattung der Fabel finden wir vertreten in dem sogenannten „Kuh-Buch" des Moses Wallich den Elieser aus. Worms, erschienen 1687. Moses Wallich gibt darin eine Uebersetznng der „Fuchssabeln", die Berachja Crespia um 1240 zusammengestellt hatte; seine Quellen waren hauptsächlich Aesop und Talmud, daneben brachte er aber auch viel Eigenes. Tie Fabeln dieses südfranzösischen Dichters übertrug nun Moses Wallich ins Deutsche, um der Verderbtheit seiner Zeitgenossen den Spiegel vorzuhalten. Tie Parabeldichtung findet ihre größte Verbreitung in den beiden Rahmenerzählungen „Königssohn und Nasiräer" und „Die sieben weisen Meister". „Ben hammelech w'hannasir" hatte Abraham ibn Chisdai sein Buch genannt, das er um 1240 aus dem (Arabischen ms Hebräische übertrug. Es wird darin geschildert, wie ein weiser Lehrer einen heidnischen Königssohn durch Parabeln und Gleichnisse bekehrt. Diese Parabeln, aus dem Orient stammend, traten durch Vermittlung der Araber in Spanien auch in den Kreis der europäischen Literatur ein. Jq Deutschland erscheinen sie in der Erzählung „Barlaam und Josaphat", die Rudolf von Ems um 1230 schrieb. Diese Parabeln haben nun auch in der jüdisch-deutschen Literatur eine große Verbreitung gefunden: Die erste der uns bekannten Ausgaben stammt aus dem Jahre 1557, die letzten noch 1847 als „Prinz und Derwisch", und im ostjüdischen Jargon Warschau 1870. Auch von den „Sieben weisen Meistern" haben wir verschiedene Ausgaben: 1600 wurden diese Parabeln in reinem Hochdeutsch, aber mü hebräischen Lettern gedruckt, 167? jüdischdeutsch von Jakob Meir aus Maarßen bearbeitet; sie sind „gelustig un kurzweilig wider der Weiber Untreu zu lesen", wie es heißt. Trugen die Fabeln und Parabeln schon halb lehrhaften Charakter, so wird dies zur herrschenden Tendenz in der jüdisch-deutschen Spruchdichtung, in dm „SittenbÜchern". Tie frühesten Werke dieser Art bllden einfache deutsche Umschreibungen biblischer Stücke, wie etwa des Buches Sirach; dies zeigt das „Buch der Zucht" von 1580. Alsdann suchte man durch selbständig geschaffene Sprüche das sittliche Gefühl zu stärken und den Weg zum glücklichen Leben zu iveisen. Ties bringt auch klar zum Ausdruck der 1680 zu Frankfurt a. M. gedruckte „Zuchtspiegel", aus dem einige Verse uns das Wesen der jüdisclpdentschen Spruchdichtung deutlicher machen sollen: „Ei du närrischer Mensch mit deinen Sorgen, Es tut dir doch niemack» Heller noch Pfennig drauf Und anders du nichts erübrigm tust, sborgen. Nur Sorg, Angst und Not, Schneid st dir selbst dein Tage ab, Bor deiner Zeit legt man dich ins Grab. Wenn du schon läufst und schlägst dm Kops widev die Wand — Derweil ist dein Unglück nit abgewandt. Hundert Sorg' wägen nit ein Quentel schwer, > Trum folg meiner Lchr: ' - Nit trachte nach verlorm Gewinn, Gedenke immer: hin ist hin... Tas Böse, as du leidest chund, . In dieser Stund, Tran nit verzag. Tmn es in die Läng' nit bestehen mag." Heute noch beherzigenswert ist folgender Spruch: „WM einer Sachar (Lohn) von der Troschoh (Predigt) hast Sott er früh derzu aan. Sott vom Anfang bes zum End sein dabei, Soll nit schlafen oder kommen, wenn aus s« schier sei." (Schluß Mt.)

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