Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 7 (1927)
- Issue
- 16 (22.4.1927)
- Date
- 1927-04-22
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Sinn unseres Succoth-FesteS auf, baS schon so viele Jahrtausende vor Rousseau dem Stadtmenschen eine vorübergehende „Rückkehr zur Natur" zur Pflicht gern acht hat. Die Gestaltung bes Aeutzeren der SLöchenerG- Hänschen hat man, ivie erwähnt, der Laien-Phanlaste Überlassen. die ja auch ganz schöne Lösungen gefunden yat, wie die ausgestellten Modelle zeigen. Mt der Füllung beS Innern haben sich inzwischen die Fachleute dar Möbel- und anderer Jndustrieon beschäftigt, und zwar gleichfalls mit anerkennenswerten Resultaten. Schiller würbe beim Anblick dieser Ausstellungsobjekte staunen, was alles Raum hat in der kleinsten Hütte . . . Schließlich seien noch die ausgestellten Kunstwerke» die irgendwie auf die WochenenöSrhoumg Bezug nehmen, erwähnt. Leider befindet sich kein einziges darunter, bas die Wethe des jü bischen Savvatsestes veranschaulicht. Und das ist ein grobes Versäumnis. Es fehlt büch ganz gewiß nicht an wertvollen Bildern, die gezeigt hätten, wie die biblische Mochenend"-Feier selbst in- Elend LeS GHsttvlebens einen Schimmer von Verklärung gebracht hat, Und daß diejenigen, die diese Verklärung des Alltags allen arbeitenden Menschen erschließen wollen» unbewußt auf den Svuren des Judentums wandeln. Ein« solche Belehrung des Publikums wäre sehr zu begrüßen gewesen. BÜCHERSCHAU Richard Edoh: Se. Hochwürden der Jude. Roman zweier Rassen. (Salzer-Verlag, Wien.) Roman zweier Rassen. Also eine fesselnde Problemstellung denkt man und greift interessiert nach dem geschickt auf gern achten gelben Bande: hoch ragen die Türme und Kuppeln der russisch-katholischen Kirche; schlicht leuchtet darunter im Strahlenkränze der Mögen Dovid. Unbekannt der Name des Verfassers, unbekannt der Name des Verlages; vielleicht ein Großer oder ein Junger, der mit neuer Kraft den alten Rätseln zu Leibe rückt, sie gar löst oder zum mindesten gestaltet? O nein. — Das Beste an diesem Buche ist leider nur der Titel „Seine Hochwürden der Jude“, ein Titel, der die Kaspar Haußer-Frage, für das Jüdische begrenzt, stellt: wie entwickelt sich ein von Geburt jüdischer Mensch, der seine Abstammung nicht kennt, in rein christlichem Milieu? Gibt es eine Stimme des Blutes in puncto Itasseuzugeh öiigkcit, und kann diese Stimme stark genug sein, um Trennungen und Bindungen an Menschen und Überzeugungen zu bestimmen? Eine Interessante Frage, aber .... Ich weiß nicht, ob Herr Edöti Jude ist, ob inan sich also eventuell bei ihm für eine objektive, ja humane Schilderung seiner jüdischen Romanfiguren bedanken muß — auch das wäre schon heute, wo wir nicht durch gerechte oder gar freundliche Betrachtungsweise verwöhnt sind, etwas; aber ... Aber, das wäre auch der einzige Dank, den man dem Autor für dieses Buch schuldet. Der Inhalt: der uneheliche Sohn einer jüdischen Gouvernante, die kurz nach der Geburt des Kindes stirbt, wird von einer russischen Bäuerin als eigen angenommen und zum Geistlichen bestimmt. Er heiratet eine leichtsinnige Frau, die ihn mit einem jüdischen Filmgewaltigeu betrügt, gar übermäßiger Putzsucht frönt und statt seinem Innenleben Beachtung zu schenken, Kinos und Konditoreien allzuhäufig frequentiert. Tu seinen Träumen — er träumt sowohl romanhaft als auclwomantisch — spielen Juden, Ghetto, Synagoge, alte Riten eine große Rolle. {Achtung, Stimme des Blutes — oder der falsch verstandene Freud?!) Aber den Träumen winkt die Realisierung: er verliebt sich in eine Jüdin, die er um Goties und der reinen Liebe, willen unterstützt, indem er Pogromschriften verfaßt So „opfert er alle für die eine“. Unnötig zu sagen, daß Lucia, die Jüdin, als ihr die Erwerbsquelle ihres edlen Wohltäters bekannt wird, ihn von sich weist, was ihnen — relativ genommen — zum großen Glück ausschlägt; denn zufälligerweise ist Lucia Wangkas Halbschwester. Er aber, zum entscheidenden Bekenntnis gezwungen: hic Christ, hie Jude, tötet sich. Schält man aus diesem überladenen Kitschronian die ursprüngliche Fabel heraus, die packend ist wie alles, was an das tiefste und geheimnisvollste — das Blut — rührt, so jfjj versannnlungskalender I jttttVtatfritttett, Averale Synagoge Norden. Schönhauser Allee IW lAverbachscheS Waisenhaus). Gottesdienst, Freitag, den «. April, abends 7.15 Uhr; Sonnabend, den S». Avril, vormittags 10 Uhr, avenb» 7.15 Uhr. Sonntag, de« 24. April, vormittags 10 Uhr, mit Seelenfeier. Predigt a« allen Gottesdienste« Rabbiner Dr. SalomonsN. Breslau. Jli „Abraham Geiger". Gchlnstversanimlnng heS Kinder» semesters Mittwoch, den 27. April, abends 8.8« Uht, im Beretnslokal Restaurant Schaal. Eingang Anger. 1. Einführung der neu eingetreteuen Mitglieder. S. Bortrag des Herrn Direktor Glaser: Die Grundlagen der jüdischen ÄohlfahrtSpslege. Sonntag, den 1. Mai: TageSansflng OVerniak—Dyhernfort. Führung: Ludwig Freund. Rendvrfstr. St; Fernsprecher: Stephan 80820. ÄonntagSfahrkarte vierter «laste nach Dvhernfnet mit dem Vermerk: Zur Rückfahrt auch von Obernigk gültig, bitte« wir selbst ** löse«. Abfahrt 8.52 Uhr Hauptbahnhof. Treffpunkt 8 Uhr vorm, vor dem Nordhotel. Gäste bei allen Zusammenkünften willkommen. erstaunt man. wieviel Untalent dazu gehört, um ein so schlechtes Buch daraus zu machen, wie es liier geschah. Allerdings sind Fragen angeschnitten, zu deren Lösung ein Denker nötig wäre, Stimmen erklingen, zu deren Versinnbildlichung ein Dichter hätte aufhorchen müssen* statt dessen ist ein kleiner, unbeschwingter Handwerker an der Arbeit, der selbst nichts von der Flüssigkeit in den Adern hat, die man nun einmal braucht, tim das Mvsterium der Geburt, der Verkettung der Geschlechter und Bassen zu gestalten. T. Rosenthal. 8. Poljakoff: Sabbatai Zcwi. Heinebund. — Gabe. fWcltverlag Berlin.) Die jüdische Buchgenieinschaft „Heinebund“ bietet ihren Mitgliedern für einen geringen Preis 4 jüdische Bücher im Jahre; kürzlich erschien als erste Veröffentlichung dieser Organisation, gar prächtig gebunden und gedruckt, sowie ausgezeichnet übersetzt der Sabbatai Zewi-Roman des russischen Dichters 8. Poljakoff, der sich in der liberalen Vorkriegspublizistik Rußlands einen guten Namen gemacht hat und der gegenwärtig in Amerika int Exil lebt. Als nächste Gabe wird der Heinebund seinen Mitgliedern ein neues Buch des bekannten liebenswürdigen Gelehrten Prof. I s m a r Elbögen : „Gestalten unrl Momente aus der jüdischen Geschichte“ überreichen. Poljakoff s Roman behandelt eine der interessantesten und erschütterndsten Perioden aus der neueren jüdischen Geschichte. Wie ein Meteor flammte im 17. Jahrhundert die historische Erscheinung Sabbatai Zewi’s auf, der sich für den Erlöser Israels ausgab und die immerdar unter der A'sehe glimmende messianische Schwärmerei der damaligen Juden zu loderndem F euer an fachte. Wieviel F reudentränen sind damals geweint worden, was für eine Welle aus tiefster Seele kommender religiöser Inbrunst und Sehnsucht ging zu jener Zeit durch die ganze Judenheit, bevor die große Enttäuschung und der furchtbare Rückschlag kam! — Sabbatai Zewi’s Charakterbild ist von der geschichtlichen Forschung bisher nicht eindeutig fixiert worden. War er der reine, gutgläubige Visionär oder war er wirklich ein halber Betrüger, der nur im Banne einer mentalen Suggestion handelte? — Wer will das heute entscheiden? — Die historische Leuchtkraft seiner Persönlichkeit ist jedenfalls groß genug und war zu seinen Lebzeiten viel größer, als die seines Zeitgenossen Spinoza, der erst nach seinem Tode ein gleichmäßig leuchtender Fixstern am geistigen Himmel der Menschheit wurde. Die Sabbatai- Zewi-Epoche war für die J uden von einer seltsam-fieberhaften Vitalität erfüllt, die uns nüchternen Rationalisten von heute fast rätselhaft erscheint. Viele Dichter hat sic schon gereizt. Wundervoll hat sie Jakob Wassermann in seinen „Juden von Zirndorf“ im „Vorspiel“ geschildert. Poljakoff hat ein gut lesbares Volksbuch geschrieben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Figur der weiblichen Hauptgestalt, Sarah, ist etwas im üblichen Klischee steckengeblieben, dafür aber ist der Held, .»Gottes Hirtch“. knapp, anschaulich und plastisch gezeichnet. Der Dichter hat diesen tragischen“ Menschen mit der großen, echt jüdischen Erlösungsscxhnsucht wohl intuitiv richtig gesehen, ihn uns jedenfalls glaubhaft gemacht. Auch die Freunde Zewi’s, Primo, Pinheiro, Nathan, werden v«t unseren Augen lebendig. Die Komposition des Gähzch ist von jener sympathischen Primitivität, die eben nur bei Volksbüchern anheimelnd wirkt. — Eine doppelte Schwermut iiberw kommt einen bei der Lektüre: zuerst, — was für einer Ehrfurcht gebietenden metaphysischen Sehnsucht wären die europäischen, doch so gedrückten und unglücklichen Juden des 17. Jahrhunderts noch fähig. — Sie waren ja — verglichen mit den modernen — beinahe Heilige, die Gott UÄd den Himmel auf die Erde herunterreißen wollten! — und dann, — was sind die Juden uriserer Zeit dagegen! —- Menschen, die das Höchste nicht mehr oder nur noch selten besitzen, und deren Lebenskraft sich vielfach in profansten Verrichtungen und unfruchtbaren Zänkereien erschöpft: , f , Dr. Ludwig Dmvids© ha-Berlin. - Verklungene» Leben. Biblische Novellen von Else Dahl her g. Es ist heute so, daß mir zu rasch, zu flüchtig leb&Ai so daß mir das Leben nur dann ah unser Eigenstes empfinden, menn es in der Gestalt des Leidens zu uitt kommt. Dann aber wird der Mensch zu sich selbst Ho* trieben. Sein Ich steht im Kreise des Sorns, ist kleiteer, Punkt im Sturm des Geschehens. Dieses Gefühl ver* bindet uns mit Gegenwart, Zukunft, Vergangenheit. Denn darin besteht unser sicheres Lebendig-Seini Daß mir das Gestern zum Heute machen. Wir wollen und müssen aus dem Leiden des Ich zu dem Leideh des Andern treten! Was War, ist nicht gewesen; noch klingen Schwingungen bis zu uns! Wir fangen sie auf. und, lassen sie meiteriönen — durch uns hindurch! Sara. Sacht und zart glitt Abrahams Hand über IsiUaefe Haupt, und seine durchfurchte Greisenhand hob das Kinn des Sohnes empor, daß die jungen Augen zu seinen* trüben aufstrahlen sollten. Er liebte diesen Knaben mehr als er sagen konnte und durfte, liebte ihn in Dankbarkeit schon dafür, daß er überhaupt da war, liebte ihn als Erinnerung an schwere Zeiten der Sorge und des Kampfes. Alles Innige und Zarte in ihm wandte sich dein Knaben zu, der Hoffnung seines Greisenalters, der Sonne seines Alltags. Fürwahr, es war nicht leicht gewesen, dem Sohne das Vaterhaus zu crhalten.es galt für den Vater ein Opfern Tag um Tag. Denn Ismael, der Sohn der Magd, war und blieb in den Augen Saras, seines Weibes, stets der Eindringling. Er ward der Hausfrau ein Gegenstand des Hasses, der steten Erbitterung. Hatte sie denn vergessen, wie Hagar Jsmaels Mutter geworden war? Sie selbst hatte ihm die Magd zugeführt, und er hatte Hagar genommen — Sara zuliehe. Und dann kam die Stunde, da Hagar seinen Sohn geboren. Als er hörte, welche Schmerzen sie durchleiden mußte, war alle Güte in ihm wach geworden: seinen Sohn hat ihm Hagar gegeben. Achtung und Dankbarkeit ließen ihn weichere Töne finden, wenn er mit der Einfältigen redete, hielt sie doch seinen Sohn an der Brust! Er vergaß die schwere r, Zeit vor der Gehurt des Knaben, als die SchwängSefe' in ihrer Unbeholfenheit und Verbitterung ob ihrer Leiden Unfrieden ins Haus gebracht hatte, so daß Sara die Nörgelnde und übermäßig Stolze aus dem Hause gewiesen! Wie Hagar bettelnd zurückkehrte, und er Sara um ein gutes Wort bat. und sie ihm kalten Blickes sagte: „So mag die Magd hier gebären!“ Nicht, daß Sara nun Hagar noch mit irgendeiner Dienstleistung gequält hätte oder ihr ein hartes Wort gegeben, aber sie sab weder Hagar noch Ismael an. ten und die großen Herren spielen. Allein das gelingt ihnen nicht, und menn sie sehen, daß sie sich doch nur blamieren, werden sie endlich non selber still. Dieses sind die Haushaltungsvorstände. dke hier wohnen, di« Wohnungsberechtigten und Mitglieder des Gemeinde- Vorstandes. auch der Rabbiner, die Gemeindebeautten und die Lehrer, die zur öffentlichen Schule gehören und für jedes Kind bezahlt bekommen: 1. Ich. Aron Br itzen. Wohnung-berechtigter und Steuerz-ahler, 2. Mein Schwiegersohn Jsak (Eisecki *), 3. Mein Verwandter (SHwiegerneffe) Michael Bendir *), 4. Dessen Sohn Süßkmdft. 5. Dessen Bruder R. Jsak'). 6. R. Gumprecht Katzft. 7. Dessen Bruder R. Samuel Katz"). 8. R. Löb Norköpingft, ». R. Josef Segal lLevitV! 10. N. Hirsch ben Joel. 11. R. Jakob Warschau. 12. R. Abraham Kahnft, 18. R. Lob Santnr), 14. Dessen Bruder Aron Lamm') 1ä. Dessen Bruder David Lamm' 16. David Strelitzft. 17. Aron Weisielft. 18. Joel Zahndoktorft. 19. Moses Pakes, 20. Solomon Schwerin", 21. Jsak Drucker, 22. Jakob Danzigersift. 23. Hirsch Karlskron. 24. Löb, Schwiegersohn von David Lamm") 25. 2lron. Sohn von Löb Lamm"). 26. N. Scholaum Pach>ft, 27. R. Salmon Perlberg"), 28. SR. Löb Dömitz, 29. SR. Manes Kriwit«. 30. SR. Beno Feitel Kriwits. 32. R Samuel Bützow"), 33. «H. Scholaum (Schwiegersohn von Kaufmann). 84. SR. Hirsch (Schwiegersohn von Maneö KrkvitSL 35. 3t. Jakob Norköping (Schwiegersohn von M-aneS Kriwits). 87. R. Baruch ben Momele. 38. m. Mraham ben Berachja. - 39. R. Kaufmann"!. ,;40. R. Jsak Pach. 41. R. Jakob Segalft, 42. R. Hirsch Segalft, 48. Vt. Joses Morstrandft, 44. R. Schlomo Katzft, 48. R, Hirschel. 46. R. Tervele, 47. R. Raphaelft, 48. SR. Löb Karlsruhe. 49. SH. Abraham Karlberg'! 50. R. Jakob Karlsruhe, 61. R. Elia Malchin. 62. R. Schelomo Pople Schuhwachsmacher. 53. R. Gedalja. 54. R. Löb Schächter. 56. R. Revelft, 66. R. Meier Schammes. 57. R. Schelomo Norkllping. 58. R. Elieser. 59. R. Michel Helsingvr, 60. SR. David Malchin"), 61. R. Sussmann, 62. R. Chajim Zahnarzt, 63. R. Michel Strelitz"), 64. R. Meier Strelitz"), 65. R. Hirsch Strelitz'ft, 66. R. Jsak Strelitz«», 67. R. Chajim Schrick^), 68. R. Nathaniel Zahnarzt, 69. R. Abraham Karlsruh"). Nun bin ich meine 73 Jahre alt. Mein Schwiegersohn Jsak und meines Bruders Schwiegersohn Benbir sind meine GeschäftSteilhaber» denen ich alle Geschäfte übergeben habe. Ich habe auch ein Testament gemacht, daß nach meinem Tode sich niemand um ihre Geschäfte oder. Geschäftsbücher zu kümmern hat. denn es gibt leider auch viel Feindschaft und Mißgunst unter den Menschen. Es liegt manchem eben so im Geblüt. Ich aber habe mir schon vor Jahren voraenommen: be. saudau al towau nafschi, bikholom al techad kervaudi*). Meine Teilhaber sind Gottlob beim königlichen Soft hochangesehen. Mein Teilhaber Michel Bendir ist Seiner Majestät Hosjmvelier. Der König — lang lebe er! — kauft nicht für einen Pfennig wo anders als bei uns. Ebenso die Königin und viele hohe Herrschaften. Möge Gott unweiter seinen Segen geben. Wir sind aber Gott sei gepriesen alle redliche Menschen, die nie jemand auch nur mit dem geringsten unrecht getan haben. Doch: jehallelcho sor welo fUo**). - Bi» zum vergangenen Jahre 6561 bin ich mit meinem Teilhaber Bendir zur Leipziger Ostermefse gereist, jetzt aber, im Jahre 6662, ist Bendtx alleln zur Osiermesie gefahren, Gr versteht nun da» Juweliergeschäst so gut wie der beste und älteste Juwelier. Gott hatte ihm Gunst ge« *) In ihrem Rat soll meine Seele nicht sein und in ihrer Bersammlung nicht mein Ansehen. **) ES soll ein fremder, nicht dein eigener Mund dich lobe«. schenkt auf seinem Wege, damit er in Frieden heimkehrte. Und auch seine Juwelen und Perlen, die er eingekauft, sind gut hier angekommen. und wir waren sehr zufrieden. Ich hätte gar viel zu schreiben, was ich für alle Juden getan habe, was so leicht nicht einer unter -er ganzen Gemeinde hätte tun können. Ich habe einem jeden alle Wohltaten erwiesen, soweit es nur sn meinen Kräften stand. Man hat mir oftmals Gutes mit Bösem vergolten, allein Gott der Heilige, gelobt sei Er, hat in Seiner großen Güte und Garmherzigkeit mir aus allen meinen Wegen Gnade erwiesen. Ende. *) Jsak Michelsou. geb. 1764. gest. '1826, Stammvater LeS Geschlechtes Michaelson. Nannte sich nach seinem Geburtsort auch Jsak Dornburg. -) ^i^^ctcX Benöix aus Bleichroda, geb. 1768, gest. 1845. Stammvater des Geschlechtes Bendicks. *) Im Original ist von Aron Jsak eine vorherige Zeile gestrichen. Man kann aber darunter noch lesen R. Samuel, i Das wäre dann Nummer 4, Süßkinds Vater, auch R. Jsaks (Nr. 5) Schwiegervater. *) Vielleicht Jsak Oppenheimer, geb. 1764, gest. 1820. Geschlecht ist tn Schweden ausgestorben. H Gumpert Hirsch, geb. 1743, gest. 1808. Geschlecht ausgestorben. °) Samuel Moses Kahn aus Kurland, geb. 1768, gest. 1822. Geschlecht lebt noch fort. *) Katz. Dieser Name ist eine Verkürzung der hebräischen Worte: kohen amore zeöek, Priester. Nachkommen des Oberpriesters Aron. ') Möglicherweise Joseph Mareus. geb. 1764. gest. 1888, Geschlecht erloschen. Abraham Kahn, geb. 1776, gest. 1822. Geschlecht erloschen. * * 3 * * * * 8 *) Levi Lamm. Kattundrucker. Stammvater des ältesten Aweiges -er Familie Lamm, ft Aron Lamm, geb. 1756, gest. 1824, genannt Blechtnrm-Lamm. Ein Zweig lebt noch in Göteborg, ft David Lamm. geb. 1742, gesL 1831. Der letzte Nachkomme Alerik Lamm, war Leutnant zur See in Christiania (jetzt Oslo). David Hirsch aus Strelitz, geb. 1741, gest. 1811. Stammvater des Geschlechtes Hirsch, ft Aron Elias Wesslig, geb. 1769, ge.st 1823. Geschlecht erloschen. ft Joel Assur, geb. 1753, gest. 1837. Ein Enkel lebt noch, ft Samuel Salomon aus Schwerin, geb. 1750, gest. 1825, Gemischwarenhändler. 10) Möglicherweise Goldschmidt aus Danzig. ") Lewin Jakob Levertin. geb. 1780, gest. 1866, Stammvater des Geschlechtes Levertin. "1 Geb. 1780. gest. 1852. Langjähriger Gemeindevorsteher (Bgl. auch Nr. 13 und Anm.). ") Auch hier ist im Original eine vorhergehende. Zeile gestrichen. Man kann noch lesen: Moses Perlberg, Dieser war der Schwiegervater von Nr. 26 und Nr. 27, Scholaum Pach ist Salomon Salmson, Graveur, aeö. 1768, gest. 1822. "1 Salomon Seelia, geb. 1761, gest. 1828. Die Kinder ließen sich taufen. "ISainuel Samuelson aus Bützow, geb. 1740, gestorben 1841. Ein Enkel, Dr. Nils A-ug. SamueH so» lebt in LandSkrone.1#) MahrfcheinliH Levin Kaufmann,