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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-08-13 · 33 (13.8.1926) · page 5

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
33 (13.8.1926)
Date
1926-08-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Mmnme- Ä3 Beilage 38. «ttgdfi'4&6 ^^ünijiiwb kern ttltEtiollürv» yttdeisttt«. ach! «Ktt «G Witt mwrnatwnakes Gewissen und -kein 'menmmat& Älll- ^ttrbvwüßtsesst! Mibe rn kvöttzleichsn.!sv Würbe -tM-DÄ, Kser Motzen Manuel nicht Mär M elrtüvbkischer -Lräüermd Wn^ fondern die 'grsaMw mttmtätt würbe 'schEgM». Wk, Urchtig und Sorvsternkel/r haltend ktn 'der Batz/c MjÄ Geiste^rlesen stehen. Mc. wie Ettge Zetlgeuvssüß, 'Jtt* ZLM^i/t der ^Mlschhett Mmpfw. der matsches wvy 'dem -MitfertzaftMewattlZen an sich. Hütte, Satz vor -JaMau senden «»»l Mqelttlfchen Propheten tzw histdVtsch-kuktuEe ^euchtgttffc i&nfi — Zangwill mr 4ift Titan, ilttmn wtibe 'ich Superlative an: .'M settsnsn Fällen zwiM schlichte «M. lache«seststyMyg 'sie ftü gSV-käuckM. Sv Sker. Äattgwill mar -mnwöifekhäft dox O-ützfc HWlsche BMkSr uttfE Sekt.' ''e^ige spezwll-jüdtsche Post der Gdwart. doftsn 3»=; itzeMitzkeit czttr Wektlttsrütttr allgemein ästreMnnt witd,! «vn dem am ulvisten Usbersetzungen in EschwWWn Kultav- Machtzn Vorlagen Br 'war zuMsich äbtzefeyen won feilten Mdifchen Dichtungen <ekner der Besten und Bedeutendsten - detz -mrchernen angelsächsischen Dckvifttnms. «der üNübMehbttt:! Dlvl Seistnngerr von bkeibendem ÄSM hervörgeSEt 'hat. ■ 'Er war schueßlich ei» scharfsinniger tzvkMschvr Denier mnd i ein an vtzzisisttschtzn JdeateN hängender -GdMMdagoäc. 5<ft' bereits ein Jahrzeyltt vor Ausbruch tzes ÄSelÜrtetzeS 'den ethischen Zttsamenbruih 'der sogenamMy ^modernen fcttb; ' Bvraussah und mit allen m<igkichen Mitteln, 'vor allein Aufgabe jeder eitzenen Bequem ttch5M Nnd Nutze <£l$ unermüdlich durch trte ganze Welt weisender Mdner. all - -Dichter, als Journalist als Tetzdenzdramattker mnö-Schrift-! Itsller die furchtbare Enrwicklnntz äuszuhalten versnchte. Schott feine Betätigung auf e i new dieser idrei Gebiete! rvnade für sich a l lei n genügen, um iynl AN gewisses Matz ' von UnsterbLichkekt zu sichert».; Vine ganz reine, makellose, auf höchster sittlicher Stufe flehende Persönlichkekt! -Hin märchenhaft fleißiger Mann.! -er 'Mehr als hundert Bücher 'geschrieben hat. Tritte umfangj reichen Broschüren und Theate'rstü'cke eingerechnet. obwostl er nu-r sil Jahre alt -geworben ist. Gäbe es so etwas 'wie > "einen „Genius der Menschheit", er würde bei idem Tod dieses fdMnen Mannes ergritten das Haupt senken! Aber die .meisten uiMeuglifchon Leitungen, vor allem die deutschen, brgchteil leider nur kurze Notizen über seinen Hingang, wöhrend sie spaltenlange Berichte Über Sie neuesten Boxrämpfr uttb AN'rorcrrNvn addruMen. — Auch bin Seichsn S«: Seit! — Zangwill würbe in London '1WZ als Oirrd ganz armer Dstjndtzn geboren Nach schwerer, bedrängtest^ Jugend, in der er alle Nöte der Arm-üt und Entbehrimg kennenlernte, konnte er schlietzlich die berühmte Stiftung sich ule der Hon- -oner Juden besllchen, wurde Lehrer, trieb als Antodtdakt allerlei Stndren an der Universität und wandte sich frülft zeitia der Schriftellerei zu. Und nun begann ein Schaffen. oaS Ehrfurcht erweckt. -— Natürlich find nicht alle Bücher, von ihm gleichwertig.. Ebenso wie die fruchtbaren Dichter Balzac. Strindberg. Zola usw. hat auch er Schwächeres, nur für „ twi Tag Berechnetes geschrieben: aber des Glänzenden und Vollendeten in feinem -Lebenswerk ist iutgewöhttlich viel. "'Gr begann seine literarische Laufbahn als englischer Momgneier und politischer Saliriker- — Ein echter Jude! Die Bekämpfung des ewig uUa-nKxottbaren Unrechts in -der menschlischen Gesellschaft war die erste Triebfeder feineS Schaffens. Der grotze Schlüfsel-RomM ..Pr emi ei’ Mi Niste r und Maler", den er unter dem Pseudonym % t c c m fl h Bell Ende der achtziger Jahr« veröffentlichte, -Mtzel'te das asoziale Benehmen .der britischen GrotziNdüstriedllvn, zeigte leicht erkennbare Typen des englischen Hochchdcls und machte ihn mit. einem Schlage berühmt. Selbst ssine Mgner gaben zu datz dorn Jnsolrerg, hier ein politifcher Ethiker von Rang entstanden war. versuchten aber trotz'- denr. das Werk 'totzuschweigen. Es wür vergeblich. Eine ganze Reihe ähnlicher Bücher, in denen er seinem Baterlande den Spiegel vorhielr. entstand. Der Höhepunkt ist vielleicht der zur 3dt des Buren kr reges verfatzte Roman „Der Mantel des Elijah", in dem er den Engländern sehr unangenehrue Wahrheiten sagt und daß Problem des ungerechter» Krieges behandelt Dem Friedensapostel Marshwvnt stellt er den gewissenlosen Kriegshetzer und skrupellvsen Streber Brofer dtttg'egen. Mit Proptzetifchem Scharfblick sagt er das Unglück eines kommenden Weltkrieges vor- ^.üs und beschwört die Negierenden aü^r Ngtivndn. Mbere Wege einzuschlagen und die primitivste Sittlichkeit in bdr Diplomatie nicht auszuschülten. Er beginnt Um dieselbe 3elt seine pazifistischen Dramen zu schreiben, von denen „der jkriegsgott" seines tiefen Ernstes und seiner edl^n Tendenz wegen einst ein vrelgespiLltes Londoner Zugstück wurde. Bis zum Aüsb'ruch des Weltkrieges bleibt er der nie verftümmende Mahner feines Volkes und der Ankläger eines seelenlosen Imperialismus und Jingotums. Menschlichkeit war das all seinem Schassen zugrunde liegende Gemeinsame. Das E'rstannlichste aber ist hinwiederum die Objektivität, mit der dieser sonst höchst temperamentvolle Kopf Einrichtnngen, Individuen und Sitnati-onou ersaht. um sie mit meisterhafterGestaltn'tltzSkraft humorvoll -und doch innerlich lebenswahr festznhalten. — Merkwürdig, als ihm der englische Ministerpräsident während der „großen Zeit" bedeutete, -atz ein englischer Sieg den Ostjuden grötze Erlelchterunaen bringen würde, schwieg er eine Weile mit seinen Klagen und ließ M — allerdings nur für kurze .Seit *- Sand in die Augen streuen. Obgleich er während fernes ganzen Lebens ein lcidenfchaMicher. sä faktischer englischer Patriot rvar. liebte er mit jeder Faser seines Oerzens Juden Md Judentum, diese geistigen Bezirke, denen er entstammte. Schon in den ndttnziger Jahren hatte er begonnen, eine ganz großartigeGhettoliterdtur zu schaffen. Er kannte ja das Londoner Ghetto wie kein anderer» ans ansgedehNten Mssen hatte et auch die osteuropäischen Judendörfer, die deutschen, und vor allem die amerfkanischen Derhältniste kenttengelernt. In Amerika hat er sich jahrelang aufgehalten. Ghettodichter gab es schließlich zu allm Seiten, Di« neueren, wie Schalom Asch. Perez. Anski. Rofenfeld und manche andere, tvaren jedoch bloß große Talente unter vielen anderen Talenten. Ätzer Zwantzwill wurde der jüdische Dichter, der größte Gestalter jüdischer Sehnsucht, der. erste und einzige, der das Ghetto der Weltliteratur eroberte. Seine JüdknbAcher atmest dtzü schweres Zauber eines fahr- 1t stensHh"der DenMe Mob WMrMan« neben itzm. Mb er hvb es mit den Wurzeln feiner. Tradimn. dem Erdtmch seiner Fremde in das Acht menfchlMen Verstehens. So entstanden die anSgezdichneten Novellew-SüMMlMg e» Linder des Gherro". „Träumer des Ghetkv^. LoRHbitzn des Hhetjo^ bef« der prächtige Mische Avmün ^der König bsr MYNEM^. -Mlt Hörzblüt schrieb & Aü' diese vtelon Mtschon Novellen UNd Beine Nömane, 'bin Seelenkündsr wbn -NttbsirstWrer Wahrh'astigkeit, 'frei -von Mer Teuhenz. -Mit einer Mftr.. etndringkichen Sympathie zu diesen BetsvkyMt MNd GeächteKn. 'zu detren «r blütSr nrch gefühlsmäßig gehörte. Pkekstsrhaftr. GestaltNNgSkrNst wiederum, subtilste psychologische Analuse. die in jsdes Eckchen M'nd Fältchen hitt- Mrleuchtet, sein ganzer überlegener -Hunsor. sein fUtenstveS Äkikempsinden. seine -über den Dingen stehende Objektivität, kurz die gttnffe ZüNgwlüsche Eigenart, matten in Siefen Wer- •Uw, Gas aber Men dttfen Büchern.ihren Ewigkeitswert verleiht, ist die große, glühende Liehe: sie 'steht '-nicht stuf Glauben -Nock 'Nasse, mickt ans Eharakt-ör noch Geschlecht. — M schlketzt Vke S'ä ng e fi elt sch h eit in sich ein und ächtet födes -Bekenntnis, wenn er nttt ehrlich ist. Ein guter Christ ist Zangwill sicherlich, lieber, als ew lsuvr -Jude. In den! Tragödiby wirb daß Thema „Väter -Und Söhne" wiederholt! Mriievt: die AMetzlc von her angestammten Tradit'tsn -der! Boeel-kerb. -die Zersetzung überkommener, elirwürdiger. religiöser Bräuche, vre -Ber-nschtüna des stoch -Vorchandenen durch den Geist der Ungeduld, dos falsch verstüNdchsen Fortschritts, ddr tvesteuropäIschen -„Küktttt" -wird in allen Nuancen gc- Mitdert Mi einer an E. T. A. Hoffmann crinnernbett PHAtttgstfk wird auch düs Dämonische irnd Unheimliche man- Mr jüdischen Persönlichkesten gezcigt. Zangwills schwer- -Müfig-resignserto-r Spott für die Pscüdvkustnr der entjudeten Juden, die. kaum dem Ghetto entronnen. Me äußerlich hohlen Gewohnheiten der großen Welt -nachäsfen und gar nicht eifrig genna im TaufwÄsser nntertauchen 'können, verschärft 'sich an vielen Stellen 'zu schnei den dem Dohn. zu unbarmher- 'Sitzer Tragik, zu gellendem Lachen. Mit aufrekzender Trauer geichnvt et Me brennende Sehnsucht des jüdischen Idealismus Nach dem „dritten Neich". mit stiller W'ehMNt. die unter Dränen lächelt, läßt et di'e Wirksümkekt der falschen Propheten, der Charta tan c Und schwadponioreuden. eitlen Großsprecher vor 'uns -erstehen. Wer -kann z. B. die MesstaS- Novettc „Die Arche Noah" je vergessen! — Ein bombastischer. .ämstrskänlfchdr -Schönredner -erläßt zu Hkttsang des 19. Jahrhundert die Proklamation: Ans einer stillen, seligeNtrsickken ZauberNisel. die eigentlich ndch dckn Indianern ae- -hört. soll ekn -Neues, geistiges Jerusalem errichtet werden. Der -putzige Aufruf atmet einen überwältigenden, tr'agiko- -Mlsch-grotoSken Humor. — Die deutschen Ghettobewotnter verlachen dns Mänifest. nur ein jüdischer Dichter folat ihm. reist dem 'trügerischen Glück entgegen, lebt einsam in dem fernen, nncntwcrhten Paradtese und findet das Ziel seiner Sehnsucht weder in der unberührten, herrlichen Natur, noch — in sich selbst . Tie aus ihrem Lande rw-rtriebenon Jnd i a n er sind ihm Brüder und Leidonsgefährton. 'Nicht die geschwätzigen Dvllarjäger -ür die ihre „jüdische Betätigung" stur die Answirkuna einer kuriosen Eitelkeit und Selbstliebe ist. In namenloser Enttäiischnng geht der Dichter zuletzt in einen freiwilligen Tod. Eine unendlich trübe, symbolische Erzählung! Bedeutend ist Zängwills Wirksamkeit.als Sionist. der den JrrdeN eine Freistatt errichten will, ohne sich gerade auf Palästina zu kaprizieren. In -Deutschland -wurde der Dichter nickt f-o berühmt, wie er es verdient hätte. Sein Freund, der Hockbegabta. deutsche „TeufelSjägor -und Zauberlehrling". Hanns Heinz Ew e r s übersetzte ihn ansgezeichnet, der Berliner Verlag Siegfried Evonbach druckte seine jüdischen Bücher j-n großen Auflagen auf das sorgfältigste, --- dem deutschen Judentum aber war diese Kunst anscheinend zN bedrückend, zu «echt, zn lebensnah. Welcher Mensch, dessen Antlitz durch Fehler verttnschönt wird, firfjt auch gern Itl einen Spiegel! ZangwitlS GiMamkeir in England. Amerika. Osteuropa war jedoch darunl um so größer. Ganz frappierend war die Vielseltigkeit seines Schaffens! Eine ganze Reihe seiner Drame'n Wurden in -London iurd in den amerikanischen Hauptstädten Hunderte von Malen tzespiel'tc Zugstücke. Obwohl manche Werke von der Zensur verboten wurden, wie „Dbe next rdi£icm". ein Drama, daö, von tiefer religiöser lfeberzettguna getragen, mit großem Taktgefühl und Feinheit den Auswüchsen der englischen -Kirche und britischen Bigotterie zu Leibe geht,. — Mc große Menge jubelte ihm zu. denn alle, selbst feine Feinde, fühl^ te« und mußten Mgebeu. daß hier ein Berufener. Wissender. ein großes, alliebeudes Herz zu ihnen sprach. Ein Zeitnngörcserat kann -die Tätigkeit des Dram'afikerS Zangwill auch nicht annähernd erschöpfend würdigen, manche Gestalten seiner Komödien., wie der idealistische Komponist 'Lanzelot in „Lene", der lieber hungert, als banale Gassenhauer schreibt, sind fast klassisch geworden und können Nicht vergessen werden. Es war einst ein großer Erfolg des Wiener Hofburgtheaters Erst im.April dieses Jahres führte Professor Mar Neinharü im Berliner „Deutschen Theater" seine Komödie „Nnsere Kinder" — „We modern" — mit der reizenden Grete MoSheim auf. Der grotze internationale Erfolg auch gerade dieses Stückes ist kein Zufall, denn fein Problem, ist das uralte, deshalb stets aktuelle Tbenta des Antagonismus der Generationen. Aber wie gereckt ist auch hier der Dichter! Er sieht nicht einseitig hie Jugend weiß, das Alter schwär', und er zeigt die einfache Lösung: das Kompromiß. Es gibt bei ihm niemanden, der schuldig ist oder nickt. Jeder hat von seinem Standpunkt aus recht. — Edelste Objektivität! — Den Nutzen, den er seinem Väterlande als praktischer, schriftstellernder und öffentlich dozierender Pädagoge leistete, kann erst eure spätere Zeit richtig würdigen. Auf seine Anregungen hin sind ganz neue Erziehungsmethoden in den englischen „Colleges" eingeführt morden. Mit einem in ängelsächstfchen Ländern sonst unbekannten Freimut ging er u. a. auf die so wichtigen sexuellen Problem: in der modernen Erziehung ein. Während der Jahre 1014—1018 kämpfte er leidenschaftlich für raschen Friedenssckluh,>> humanere Kriegführung. Verständigungsfrieden, auch als diese Tätigkeit noch äußerst gefährlich war — Nach dem Kriege trat er mit einer Arbeitswut und einer Leidenschaft, die wieder fast an hie alten Propheten erinnerte, für die Revision des Versailler Vertrages, für Bölkerfrieden. Völferbund und -Versöhnung ein. In seinem 1921 in Zürich -gloichzettia in vielen Sprachen erschienenen politisch-philosoitzlfchen Buck „Das Nattonalitätenprinztp" richtete er eine lammende Mahuuna an die „veruneinigen Staaten von Europa" und stellt über hie freie Persönlichkeit der Völkrr M fttte Persönlichkeit des Jn'dividüurns. . M Härte einst, löoe, in der Londoner TowN'Häll eftöe Nene Zantzwms. Ein hvchgewachsener, ernsttt. ganz englisch auMehettder Mann, dem man trotzdem den Inden ansah! Seine großen, hunrlrn, seeirnvollen Augen schienen durch feine mächtige HvrnHrme noch größer, Änd Hidse Augen Mren 'er, in Heren Psnnn 'dke W«§e BVtstMlvWns käg. Eui unvergeßlicher Nächuttttag! >- . *. Die Mtzoren Sefolge ZäUmviüS waren seSe. Mr üroß. Er hätte M^ktte« 4vn«deröv»en. schlotzärt«ck«n Landsitz er- »vorben verfügte -ÜSer tzktsige Einnahmen Mb Sefätz -die Ltebe und Verehrung feines -Vaterland»- im -Esten -Mäße. Mit röhrender Liebe und Zärtlichkeit hing tzr an seiner Familie, fetzte allen feinen Verwandten, mich den aW, entfernte«. Leträchtliche RentMl,^uS. M mtt tztz«A Landen Wohltätigen Ber^ineU -und Strstungett, Behielt -wenig für sich. -Und-dasEnde diesss Groben? - Errvchc etneT««chte»-e Flamme, die sich selbst verzehrte. - In das Stammbuch eines ihm besreunveten Parlamentari-ttS Lat er einmal vor 40 Jahren fein LebensmottL geschrieben: „Vxs»m Vaä cko!" — „Träume nnd handle". rrbox fetu HandekN konyje seme kühnen, sehnsüchtigen DrAume . ykcht tzeftitzhtzML. Hk war überarbeitet, 'war wegen doS Ganges Mancher Ungelegenheiteu und politischen EntivMlungen aMÄuscht und verbittert. -Litt feit Jahren an gnälender MlaslMgreit und konnte nttr Wach schwersten DoseN der stäMten Schlafmittel vorübergehend etwas Ruhe finden. Der vpn seinen Men Freunden schon seit länger Zeit Ängstlich 'befürchtete, -völlige Nervenzusammenbruch kam und hätte tbm laMes. unheilbares, geistiges Siechtum gebrächt, wenn ihn nM eine vlotzltch anftrttende. akute Lungenentzündung schnell vost seinen Leiben erlöst hätte. Was an Zangwill st-e r-bk-ich war. würde unter ungeh-eurer Beteiligung in voriger -Woche auf dem alten jüdischen Strayton-'Friedhof bei London Seigesetzt. Das gewaltige LebenSwerk. die.-gesgmte Wirksamkeit dieses Mannes, ist unendlich reich und wird noch tausendfältige Früchte tragen! Dies ist der ekNMe Trost bei -er t-ranrigHn Gewißheit, daß s e inestzlgi ch-est äüf Erden nicht so bald wiederkehren wird! — In echt jüdischer WeltausMung hm einst Beine sein e t h i sch e s Streben höher gestellt äls alle seine dichterischen Leistungen und votr sich geschrieben: „Ich habe Nsie großen -Wert gelegt -auf Dichtekruhm. -ob män Meine Lieber preist ober tadelt, das kümmert Mich wenig. Ab'Lr 't i n Sch wert sollt ihr mir auf den Sarg legen: Me n )t i ch w a r e i nbra - -ver So lda t im B efreiung Sfrieg d'er M-dnsch-. heit!" — — — Zangwill, der große Dichter aller jüdischen Sehnsucht, der unermüdliche, praktisch e Idealist.. tafet. wehr altz etu braver Soldat: er war schon eiü bäckst fähiger find brauchbarer 6)cneralstabsofsizier ist d'ew h'eiltgSN. nie ruhenden Kampf, den die Besten aller Völker und Zysten um eine geistige Höherentwicklung und ein ethisches E'mporkommen 'der Menschheit fühken. Tr. Ludwig D a v i d s o h n -B e r l i n. ei Mt er Sache. Georg Käreski ist der FinaNzfächmäNu dSr Mdischtzn Gemeinde zu Berlin. Hierfür können dpei GMnde "«aWebend sein. Der erste Matz in seinen guten BtzziehünsgLN Ä Geist liegen. War er doch stellvertretender Generaldirektor der Kahlbaum A.-G., wy der Geist äüf Maschen gefüllt wird und wo man den Herrn Direktor, nach seinem mehr oder Weniger freiwilligen Ausscheideit, noch iu angenehmer Erinnerung^ hat. Der andere ist wohl darin zu sehen, daß er. gegenwärtig uock Bevollmäcktiäter des zur Zeit in Parts, ych biss Frälrkenstäbilisierung bemühten „Bankiers" Jaebv Michäel ist. Die Großzügigkeit seines Brotgebers Michäel in finanziellen Fragen ist ja aus dorn Barnrat-KütiSker-Skanöäl -tzinläNglich vekänut. Trotzdem war Käreski nicht in der Lagedeshalb ist er drittens noch immer FimmzsachMmitt -Sr -Jüdischen Gemeinde - für diese erforderliches Geld zu beschaffen: da mutzte -vielinehr einer der so wst beschimpften 'LibSräben, in diesem Falle Direktvr -Kleemann -von Ser Dresdner Bank, einsprirtgeu. . Direktor Kareski sdüm dör DsrekiorLAel Wohl von Kahlvaüm.erblich verliehen worden ist) war aber bei -osr ketzten Repräsentantenwahl auch Wahlkommissar der Jüdischen Gemeinde. Was dabei unter seiner Leitung Mötzlich Mar. ist in diesem Blatte mehrfach gezeigt worden. Im besonderen war ihm die liederliche Aüfstelluntz der Wahllisten zum Borwurf gemacht. Daraufhin behauptete Kareski u. a.» die Liberalen hätten fick dadurch erst beschwert gefühlt, als ihnen daS Wahlresultät bekanntgeworden war. Ich hatte an dieser Stelle festgestellt, daß darin eine wissentliche Unwahrheit des „Direktors" Kareski zu erblicken sei. Und nun erdreistete sich eben dieser Kareski... Doch lassen wir in diesem Gatyrspiel die Urkunden sprechen. Lügen haben kurze Beine. Kareski in Nr. 68/50 der „Jüdischen Rundschau^ vom 80. Juni: „Wenn in dem Artikel de8 liberalen Blattes über die letzte Nepräsentantenversammlnng sein „Bericht" wird vorsichtigerweise deir Lesern unterschlagen) behauptet wird, ich hätte wahip heitswidrig den Liberalen vorgeworfen, daß sie sich durch die Eintragung in die Wahlliste erst beschwert gefühlt hätten, als ihnen das Wahlresnltat bekaüntgeworden war, so verbietet mir die Meinung, die ich von dem Verfasser dieses Artikels habe, mich mit ihm ausein» anderzusetzen. Ich beschränke mich diesbezüglich lediglich auf die Feststellung, daß für alle, deren geistiges Fassungsvermögen und deren guter Wille ausreichte, um meiner Rede zn folgen, es außer Zweifel stand, daß meine Bemerkung sich gegen die liberalen Mitglieder des Gemein-A-orstandes und gegen die liberale Fraktion der Repräsentantenversammlung richtete, und baß ott wahrheitswidrigen Beyaüp» tungen bestimmt nicht auf Meiner Seite liegest? So bleibt mir denn Nichck Mertet -MDtz Ml »eKttM Geist durch ettttg's kleine KaWbME a«Mfviff«t oder die Mtchattfche Geschäfts spräche 3« erkernen. Wß-yd g. a»- *Vh,Ham*r\ Doch die Wahrheit schreitet schnall. K areski Näch dem amtlicheü Be-richt -es Gem'eiüdeblaltes der ^Berliner Jüdischen GemÄnd'e vom 6. August in der Sitzung vom 15. Juni: „Die GörMstde Hai es sich 50000 Mark kosten lassen, eine gute Liste zN bekommen. Die Liberalen haben mit ihren Protesten gegen die Wählerliste gewartet, bis die Wahlergebnisse h e t a u s « a r e n. sW ider» s p r u ch.) Herr Makower hat zugegehen. daß er die von Sönnenfekd angeftthrten Oberverwaltnn'gsgerichts- Entscheidüngen . nicht, nachgeprüft hat, obwohl es sich zum Teil um Urteile handelt, die 50 Jahre zürMMtzen?

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