Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 6 (1926)
- Issue
- 28 (9.7.1926)
- Date
- 1926-07-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2613366-2613841-2613869--1868-2619277- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Fragen der Entstehung und" der Verfasser bleiben absichtlich unerörtert; auch die Untersuchung der zeit geschieht, liehen Bedingtheit wird nicht in den J^reisder Betrachtung gezogen. Die Charakteristik der Einzelpersönlichfteit,’wie sie sich in den Psalmen kundgibt, steht im Mittelpunkt der Darstellung. Zwei Typen, die des Guten und des Unguten, werden herausgehoben; der universalistische Gehalt der Psalmen wird stark betont. Ein Anhang behandelt die Psalmen, über Zion und Jerusalem und über das Glück der Gottlosen. Vr. Lotte Barsrhak. Hebräische Typen und Schriftarten. Von Rafael Ffabk. Schriftgießerei H. Berthold, Abt. Privatdrncke, 1926. ' Die Dankbarkeit, von der dieses Werk Zeugnis ablegt, ist leider in der Jetztzeit bei gewerblichen Unternehmungen selten anzutreffen. Um so mehr verdient sie anerkannt zu werden. Rafael Frank starb im März 1920 im 53. Lebensjahr. „Zur Erinnerung an den verdienstvollen Förderer, des hebräischen Schriftwesens und Schöpfer der Fränk-Rühl- Hebräisch“ gibt nun die Schriftgießerei H. Berthold den vorliegenden Band heraus, der neben dem Aufsatz von Rafael Frank „Ueber hebräische Typen und Schriftarten“ (abgedruckt im „Archiv für Buchgewerbe“. 18 Jahrg., Heft 11) eine kurze Biographie des Verstorbenen aus der Feder aer Gattin und einen Aufsatz „Die Renaissance des Hebräischen“ von Di. Jacques Adler enthält. Gerade vom jüdisch-liberalen Standpunkt wird man den Bemühungen Bafacl Franks Verständnis zollen. Kommt doch nach Ansicht des liberalen Juden der Aesthetik bei der Gestaltung religiöser Formen — und zu diesen wird er auch die hebräische Schrifttype rechnen — eine erhebliche Bedeutung zu. Es war eine begrüßenswerte Absicht, eine hebräische Type zu schaffen, bei der „die krasse Scheidung zwischen horizontaler Dicke und vertikaler Dünne einer vermittelnden und ausgleichenden Struktur. Platz mache, so daß eine Type entstehe, die in strenger Einhaltung der überlieferten Form, durch Ruhe und Stetigkeit erhöhte Leseflüssigkeit sichert“. Durch die Verwirklichung dieser Absicht und ein zweckentsprechendes Verhältnis von Schrifthöhe zur Schriftbreite ist ein gefälliges, klares Satzbild entstanden. Bedauert werden muß, daß dem für jeden wertvollen Aufsatz Franks ein zionistischer Parteiartikel angefügt worden ist. Man hätte hier lieber eine wissenschaftliche Abhandlung gesehen. Trotzdem bleiht dieses Werk ein Verdienst, auf das die Bcrthoid-Schriftgießcrei stolz sein darf. Moritx Simon. Hilfsbuch für den Unterricht in der narhbiblinchen jüdischen Geschichte von Robert Hirschfeld. 1926. Verlag von M. Poppelauer, Berlin. Der bekannte Berliner Schulmann und eifrige Verfechter liberaler Interessen bietet uns hier ein neues Lehrmittel, das wir mit lebhafter Freude begrüßen. Nach des Verfassers Worten soll es dazu dienen, „das im Unterricht Empfangene-in der häuslichen Arbeit zu befestigen“ und dein Lehrer eine Anleitung sein für Stoffauswahl und Verarbeitung. Es zeugt von feinem pädagogischen Takt, daß der Verfasser nicht aufdringlich seinen Standpunkt vertritt, sondern streng objektiv auch den entgegengesetzten würdigt. Wenn wir einige- Ausstellungen zu machen uns gestatten, so geschieht dies, um in einer hoffentlich bald notwendig werdenden zweiten Auflage Irrtum er zu berichtigen. Es irrt der Mensch, solang’ er lebt und strebt. Also mit Verlaub! Seite 21 nicht „Channukkah",, sondern Chanuka. Seile 23 nicht „Kenaim“, sondern Kannaim (Eiferer). Seite 57: Erst im 19. Jahrhundert gelang cs einem deutschen Gelehrten, nachzuweisen usw„ wohl besser: einem jüdischen Gelehrten (Salomon Munck) nachzuweisen, daß Avicatron identisch ist mit ihn Gabirol. Seite 61 u. Jff.: Maimonides nannte sein Werk nicht Jad hächasaka, sondern Spätere, Seite 80 ist das „wurde“ allzuviel gebraucht; siehe auch p. 94. Seite 89; „eine neue Sprache, die man heute ..jüdische nennt“, richtiger „jiddische“. Seite 98: „Sein (Mendelssohns) wichtigstes Werk war die Uebersetzung der Bibel ins Deutsche“, richtiger oder genauer: des Pentateuchs und der Psalmen. Seite 106 nicht Philantropin und nicht Jacobsohn, sondern Phiianthropin und .Tnckobson.. Seite 115 nicht Philippsohn, sondern Philippson. Daselbst heißt es weiter: „Er war 1811 in Magdeburg geboren und lebte als Rabbiner in Magdeburg und Bonn , Pli. ist in Dessau geboren und lebte als Emeritus in Bonn. Seite 117 müßte doch wohl neben Steinthal auch Lazarus als Begründer der Völkerpsychologie angegeben werden. Diese Besprechung habe ich in der Sommerfrische, ohne weiteres Material zur Hand zu haben, geschrieben. Dr. M. Spanier, Magdeburg. I. Babel: Geschichten aus Odessa- Malikverlag, Berlin. Brosch. 1,80 M. Lest! Das ist der kategorische Imperativ, den ich jedem Freund des Absurden, Horrenden, Amüsanten und Paradoxen zurufen muß. Jüdische Räuberhauptleute ä la Schinderhannes und Konsorten, aber mit dem eigenartigen Timbre jüdischer Chuzpe, jüdisch-wehmütigen Humors, menschlicher Größe und russischer Ungebundenheit, Maßlosigkeit und Wildheit leben also, leben in Odessa, jenem Brennpunkt zwischen Süden upd Norden, wo sie zwischen Kaufleuten, Reichen und Armen, Polizisten und Staatsbeamten, Matrosen und Dirnen ihr buhtes Handwerk treiben, lügen und stehlen, saufen und lieben. Sie sind bewunderns- und liebenswert, diese echten Gestalten, die auf der Stirn den Stempel der ^Wirklichkeit tragen und sicher keine Geschöpfe müßiger 'Phantasie sind. Ihre Grandezza, ihr Stolz, ihre Gerechtigkeit, ihre Macht sind unausdenkbar. Viel Seele lebt in Ihnen und unauslöschlicher Wille. Der bunte Inhalt ist nicht immer geschickt geschildert, die Erzählung holpert bis, weilen, was vielleicht auf das Konto der Uebersetzung zu schreiben ist, aber das einzige, was einem wirklich leid tu:, ist doch nur, daß die Geschichten so schnell zu Ende sind. Man möchte mehr von dieser pikanten, amüsanten und erfrischenden Kost. Dr. Erwin Scligman, Frankfurt a. M. Das Juniheft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums bringt an erster Stelle eine eingehende Auseinandersetzung von Professor 1. Elbogeu mit Dubnows Weltgeschichte des jüdischen Volkes, Band 1 bis 3. Gerade weil die Besprechung in streng sachlicher Weise gehalten ist und das Bestreben zeigt, der bedeutenden Leistung eines andersdenkenden Mitforschers voll gerecht zu werden, treten die Unterschiede der Betrachtungsweise beider Historiker sehr deutlich hervor; die Besprechung wird daher zu einer wichtigen und anregenden Erörterung der letzten Grundfragen jüdischer Geschichtsforschung. Im gleichen lieft bringt Fritz Baer seine Unter, suchungen über eine jüdische Mcssiashoifnung und deren Einfluß auf christliche Kreise zum Abschluß. Rudolf Eisler und Gerhard Scholem spinnen ihre — von Gelehrten aller Bekenntnisse stark beachteten — Untersuchungen über den Einfluß der Kabbala auf die Alchemie weiter. Auch für den Laien von Interesse ist die ausführliche Besprechung von S c h e f 1 e 1 o w i t z’ Buch über altpalästinischen Bauernglauben durch A. Marmorslein, gerade weil der Vorfassev. wie der Rezensent zeigt, über sein Thema hinausgeht und Volksbräuche aller Zeiten und Länder in (ten Kreis seiner Betrachtung zieht. äaientariumf&rMc Bett vom io. 7. b.17.7.1926. Juli 1926 Ab 5688 Sonnabend 10 23. Neumondweihe Wochenabschnitt: Maiteuß umaßei Hastarah: Jeremia 2, 4—28; 3, 4; 4, 1 und 2 Sabbat-Ausgang: 9,27 Uhr Sonntag 11 29. Nolch Chodefch Montag 12 1. Dienstag m 2. Mittwoch 14 3 Donnerstag 15 4. J-reltag 16 5. Sonnabend 17 6. Sabbat Chason Wochenabschnitt. D'worim Hastarah: Jesaja 1, 1—27 Sabbat-Ausgang: 6,17 Uhr Dauer-Inserate sind besser als Vertreter u. Mitarbeiter Konditorei und Cafe Feinbäckerei Werner Kumrow Inhaber Paul Donner BERLIN W, Matzstraße 70 u. Haberlandstraße 8 ToUziSiity neu rmovtert! Tel.: Noiiendorf 3164 AnftflMtmer Mofkult SPEZI ALITÄT: Wasser-Barches Pfd. 50 Pt. Butter - Barches Pfd. 80 Pt in allen gewünschten Größen Baisers-Torten 4.-, 6.- u. 8.-1 Gefrorenes Liter 6.00 Torten aller Art von 5.00 an | Fürst Püdiler Liter 5.00 ff. Bl&tterieig-Gebäck: KlUeitanfen, Bouillons fangen etc. loeoooooaotfoaoooeooeaoo«#*******V Hans Bellevue form. Penslio Msück&r Inh. J. Heppner / Tel. 71 bietet Kuru. Erholung»- bedürßigenengenebtnsten Aufenthalt. Vofhtflndig renoviert! Erittduiife Küche Ua'er Aufsicht d, Breslauer Rfbh. pecteUmiaa werde« jederseit entgegeaienonunei Lieferug frei Itu VereiBförFeflßMfttM ii Bertfii voi 18U e. V. Kosteetnse ftoerkeitaftmi Annahme AnlinllstraOe 5. Telefon Hasenlieidc 3MI n. Chnrloffcuburg, KanislraBe l.">4a. Kcke Kutanenstrafte. Telefon Steinpilz und Feioniätterei PAOLMILME / KftpenicK GrOnauer Strafte 18 liefert blendend weifte, im Freien getrocknete Wäsche zu soliden Preisen. Abholung und Lieferung kostenlos durch Auto. mtSm r-———n Modernste Villenbauten, Umbauten aller vorhandenen Gebäude einschließlich Inneneinrichtungen sowie moderne Fassaden nach aUc künstlerischen Malerarbeiten, Maureru. Zimmerarbeiten, Bjui- und Mtfbcitischlcrarbeiten, Schlosser und Klempnctarbeiten, Stukkateur und bildhauerarbeit, Oien und Ilcuungsanlagen etc. führt aus Geschoß- und Fabrikbanten G.m.b.H. Berlin W 35, Potsdamer Str. 118 c. Telefon: Lüttow 2764. -- Kulante Abzahlungsbedinprungen. . — Bearbeitung von schriftlichen Auflagen innethalb von 24 Stunden. Ins WM Haas - las iOlisdie Badi Sonderangebot an die Leser der „WiM-iib. Zeitung“. Bei direkter Bestellung bei der „jüdisch-liberalen Zeitung“, Berlin SW48, Wilhelmstraße 147, können nachstehende Bücher zum angegebenen bezogen werden: Vorzugspreis SELIGMANN: bewegung Vorzugspreis: M. 3.- Geschichte der jüdischen Reforra- -0—0 . . . .... . geh. PHILIPPSON: Die Entwicklung der religiösen Idee im Judentum, Christentum und Islam . . , . SEIFENSIEDER: Gabriel Riesser, ein deutscher Mann jüdischen Glaubens . . . geh. GRÜN WALD: Spinoza in Deutschland, gekrönte Preisschrift . . . . STECKELMACHER: Das Prinzip der Ethik vom philosophischen und jüdisch-theologischen Standpunkt aus betrachtet . . . .... WIENER: Die jüdischen Speisegesetze nach ihren verschiedenen Gesichtspunkten geordnet und kritisch beleuchtet . . . . ... ZIEGLER: Die Königsgleichnisse des Midrasch, beleuchtet durch die römische Kaiserzeit STEIN: Schrift des Lebens, III. Teil, herausgegehen von Cäsar Seligmann . ... geh. GOSSEL: Was ist und was enthält der Talmud? Der Betrag ist unter Angabe des Zweckes auf das Postscheck-Konto der Vereinigung für das liberale Judentum E. V., Berlin NW 7, Nr. 137069 zu überweisen. 2.50 2.75 4.- 2.75 3.50 9 — 2.75 1.— ■um mn in Maism bei München, Im Isartal. E w 570 tu ü. d. M. g Ia Kinder - Erholungsheim S Streng; rituell. g AMelduge» ttr die Sommer- ■ ferien Baldigst erbeten. ■ Tagespreis; M. 5,- ■ rn Leitender Atct ständig im Heim. »» D . Prospekte etc. kostenfrei. A BAD TÖLZ Iinnt Br. Len praktiziert wieder I > IliiMin 9 Md. K.= e.. franko Dampfkäsefabrik Rondaburg Abitur. Obersekunad Vorroitugssdiule, AbendschoTe, VorbercitnnRsanstalt,' Direktor Danziger, - Berlin, Alte Jaltobsirafie 124 Sch IQ neewei wird ILn WSselic, wenn | Sie waackea la»»« in der | Groß - äschere» | Copcnick { Max Wagener jr. f Kirlitnfi 18 | —Billige Preise LI— | Abholung koztcalo* | »EDO i Pianos ii iHainogiinsi neue, auch Gelegenheitskliufe Kau? - Miete Johannes Kewilsdij Gegründet 1878 j Potsdamer Str. 27 b! Gths. Feinspr.: Noiiendort 1836 Kein Ladengeschäft Keine" (eurer! HNen eröffnet!! Confiserie Mo(z Strafte 54 Chocoloden, Pralinen Cacao, Thee, sämtl. führenden Finnen Spezial -Abteilung: Kaffee der Firma HINZ & KÜSTER Hausreparaturen Auf Abzahlung, auch günstiges Angebot für Hausbesitzer. Maler-, Maurer-, Tischler-, auch Zimmerarbeiten werden ausgeführt. Schriftliche Anfragen erbeten an Geschoßnnd Fabrikbauten G. m. b. H. Berlin W 35, Potsdamer Str. 118 c. Telefon: Lützow 2764 Maurern. Zimmerarbeiten führt laufend für alle Arten von Bauten aus bei billigsten Preisen. Freitragende Hallen bis zu 65 m Spannweite liefctt erstes Baugeschäft am Platze. Für Vermittlung von Aufträgen zahlt hohe Provision Gestfioft* n. Fabrikbauten G. m. b. H. Berlin W 35, Potsdamer Str. 118c. Telefon: Lützow 27 64. Billige Landhäuser! [üllllllllllllllllüllKi Würme und Kälte isolierend, schallsicher, aus Teilzahlung nach eigenem System (T-Ronstruk1Ion) 1 Älmmer u. Küche oh. Fundament G9N. 5275,— 2 M m ß „ tf m 6850,— 3 . « » » » » 10200,- t * « * . * » 10500, 5 » „ » » m n 18900,— 6 * m m » * m 20500,— Maßstäbliche Zeichnungen gegen 0.50 G.-M. für jeden Entwurf gegen Voreinsendung im Brief mit genauer Adressenangabe Geschoßu. Jabrilbaulen G.m.d.K. Berlin W. 35, Votsdamer Str. ua c Lützow 2764. ^||lllllllllllllllllillllllllllHIIIIIIII!lllllllll!lllllllllllllllli[lllllllll!llllllllllllll!l|||[|||||||||]|){|^ | Höchste Provision | 1 für des Nachweis von Bananlträgen ( s wird gezahlt von I. Berliner Baugeschält. §§ §j Auch werden Bauaufträge finanziert. D Angebote und Nachfragen unter Nr. 6518 1 H an die Expedition dieser Zeitung erbeten, s * Wohnhansbauten finanziert 1 — wenn Bananfirag erteilt wird — | Schriftliche Anfragen erbeten an D Geschoßnnd Fahrikbanten Cf. m.h.H. 1 Berlin W 35, Potsdamer Straße 118c. W Telefon: Lützow 2764» Z Garagen auf Abzahliinb Günstiges Angebot auch für Hauswirte zur Ausnutzung ihrer Grundstücke in Sparbauwelse Schriftliche Anfragen erbeten an: «MM-1. .. B.m.t.1 Berlin W 35, Potsdamer Sfr. 118 c, Lfitzov 2764 Bfttlaa; Vereinig«»« da» liberal« 3ut>«ntu* «.Bw Bnfta ftOM. 9 VeeanNvorMche, »rdaNeur; Didl.-Snr.V r n n» «otzd». Derlin RD 23. Druck; Drhrina » Reimer-. Lerlin SW 63. RMerstr. 78. 6 31 234848482348534890535323534848484823235348534848484823232323482353535353 62596^ 1722 0796 2244068^