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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-03-19 · 12 (19.3.1926) · page 7

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
12 (19.3.1926)
Date
1926-03-19
Page
– (sequence 7)
Language
German
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fahrtSpfleae in der Gegenwart", La» eine ftiitte von Ln. regungen enthielt. Hin Referat von Dr. Aronheim-Bielefelü. „Die jüdische Wohlfahrtspflege in den Gemeinden" Sipfelte in der Aufstellung von 8 Thesen: l , ES ist der engste Zusammenhang mit -er öffentlichen Wohlfahrtspflege herzu stellen bzw. aufrecht zu erhallen. 3. Die Einrichtungen der iüdiiÄen Wohlfahrtspflege sind -u erhalte» und anSzubauen. S. Die jüdische Wohlfahrtspflege der Provinz mutz sich »usammenschlietzen und durchgehend organisieren. ES folgte ein Referat des Herrn Dr. Kreuzberger- Berlin über Wandersürsorge. das reiches Material Wer die darin behandelte Angelegenheit enthielt. An die Referate schloß sich eine lebhafte Aussprache. Dan» kamen die Vertreter des AlterSheimS. des Kinderheims und -es Waisenhauses zu Wort, Ihre Berichte gaben die UeLerzenguna. daß zur Erhaltung der drei Anstalten noch viel zu tun notwendig ist. Eine Besichtianna des Altersheims, bei feine Räume in dankenswerter Weise zur Abhaltung der Tagung zur Verfügung gestellt hatte, hinterlietz bet allen einen vorzüglichen Eindruck, ftür die Verpflegung der Teilnehmer der Tagung Latte die Leitung dcS Altersheims in ausgezeichneter Weife Gorge getragen. Breme». (Jüdische Iugendvereinigung.') Rahmen eines Vortraaszvklus referierte Herr Dr. Woyda dieser Tage in der jüdischen Iugendvereinigung Bremen über „Liberales Judentum". Der Redner betonte, -ah eS ihm darauf ankäme. die Betrachtungsweise diese» Wernas von dem üblichen Phrasengewäsch freizumachen und an Hand der tatsächlichen Strömungen im heutigen liberalen Judentum und seines geschichtlichen Werdenklar zu zeigen, was die liberalen Juden und ihre Organisation, die Bereinigung für das liberale Judentum in Deutschland, eigentlich beabsichtiateu. Dementsprechend gab der Referent eine ausführliche Darstellung von der geschichtlichen Hut- Wicklung des liberalen Judentums in Deutschland, um dann auch die Tätigkeit der liberalen jüdischen Kreise im Auslände zu schildern. Der Bortraa endete mit -er Kennzeichnung -er Aufgaben und Ziele unserer Bewegung. Die anschließende Diskussion, in der besonders Stellungnahme zur zionistischen Bewegung, aber auch Klarheit über die Einstellung zur Reform des Gottesdienste» erbeten wurde, bewies. wie sehr in den Kreisen der jüdischen fugend mit großem Interesse und ernster Beschäftigung wieder die Fra* gen de» liberalen Judentums erörtert und erarbeitet werden. Cassel. (75. Geburtstag.! Seinen 75. Geburtstag beging am 10. d. M. der im industriellen Leben Cassels bestens bekannte Begründer der Segeltuchfabrik Gottschalk u. Co.. Kommerzienrat Moritz Gottschalk. Neben anstrengender be- -ruflicher Tätigkeit bringt der trotz seines hohen Alters rührige und arbeitSfreudige Herr allen fragen des religiösen Lebens lebhaftes Interesse entgegen. Dem Borsteheramt der Israeliten gehört er seit vielen Jahren an. und auch das Kuratorium des Waisenhauses zähll ihn zu (einen eifrigsten Mitarbeitern Am Geburtstage wurden dem über bewun dernswerte Irische verfügenden alten Herrn mancherlei Aufmerksamkeiten zuteil. Danzig. (I u b i I ä u m der Israel. Sterbek ass e.l Auf sein 60jähriges Bestehen blickte im Monat Februar dieses Jab res der Verein „Israelit. Sterbekasse zu Danzigs zurück. Slus diesem Anlaß fand am 26. Februar in der Neuen Snnagoge zu Danzig ein Festgottesdienst statt, bei dem in der Festrede der Wirksamkeit des Bereinö innerhalb der Gemeinde und seiner Mitarbeit um die würdige Bestattung und Fürsorge für die Hinterbliebenen besondere Erwähnung getan unz da» Andenken der »et* fifl$öcttctt Gönner und Freunde des Vereins geehrt wurde. Dam vom Vorstand deö Vereins hevausgegebenen Verwaltungsbericht entnehmen wir. daß Ser Verein im Jahre 1886 mit einer Mitgliederzahl von 84 Personen begründet wurde. Der Mitgliederbestand ist rm Lause der Jahve auf ea. 500 Personen airgewachsen, unter denen stch auch Mitalieder befinden die nach ihrem Fortzug von Danzig weiterhin dem Verein die Treue bewahren. Die Kaste dient dem Zweck, die Mittel zur Bestreitung eines würdigen Begräbnisse» auszubrinaeu bzw. den Hinterbliebenen zur Verfügung zu stellen. Im Einvernehmen mit der Chewra Ka- -ischa zu Danzig sorgt der Verein ..Israelit. GterbeSaffen" »ach wie vor durch Zahlung einer den Zeitverbältmsten angevaßten Summe für die Erfüllung des letzten Liebesdienstes an seine Mitglieder. Gs verdient hervoraeboben zu werden, daß der Verein in den sechs Jahrzehnten seines Bestehens nur drei Vorsitzende hatte, deren fetziger. Herr Carl Lichtenfelö. gleichzeitig mit dem Vereins iubiläum ein solches begehen konnte, da er dem Verein eine treue Mitarbeit von drei Jahrzehnten gewidmet hat Hofheim (TaunuSl. (S vnagvgeneinweihu n g.'j Am Freitag. den 6. ö. M-. hat die Einweihungsfeier der renovierten Synagoge unserer Gemeinde stattgefnnden. Dank der Mithilfe der staatliche» Behörden und deS Landesverbandes jüdischer Gemeinden, dank des Ovserwillens unserer Glaubensgenossen war eS uns möglich, die Arbeiten so zu Mördern, daß wir die Snnagoge nach halbjähriger Unterbrechung wieder ihrer Bestimmung übergeben konnten. Die Snnagoge ist ein kulturhistorisches Denkmal. Sie ist ein FestungS-Wachturrn aus der Zeit Kaiser Karl IV. (1352s und ca. 280 Jahre im Besitz der jüdischen Gemeinde. Bei einer ßachmännischen Besichtigung wurde die unbedingte Nntwen- »igkeit einer Renovierung sestgestellt. da Gefahr drohte, daß »aS Gebäude einstürze. Die Leitung der Arbeiten hatte ehrenamtlich Herr KreiSvaumeister Astheimer übernommen, der es verstand, un» wieder ein schönes und würdiges Gotteshaus herzustellen. Die Einweihungsfeier fand unter Teilnahme der staatlichen und städtischen Behörden, sowie von Vertretern der beiden Kirchengemeinden und solchen der jüdischen Gemeinden der gan-en Umgogen-d statt. Sie wurde durch einen Chorgesana „Mah taurvoh" eingeleitet. alSbann begrüßt« der Vorsteher der Gemeinde. Herr Ad. Ovvenhetmer. die Erschienenen und dankte allen, die ihm ihre Unterstützung in jeder Hinsicht verliehen haben. Herr KreiSvaumeister A. übergibt sodann die Snnagoge der Kultusgemeinde mit dem Wunsche, daß sie für die Gemeinde ein Segen, ftir die Stadt eine Zierde sein möge. Herr K. Levi. Höchst a. M.. beglückwünschte die Gemeinde als Lehrer der hiesigen Religionsschule. anknüvfend an die Worte des Propheten Haggai 3. 9. größer möge sein die Herrlichkeit dieses zweiten Hauses, eck» die des ersten" usw. Die Weiherede hielt Herr Bezirksrabviner Dr. Lazarus-WieSbaden. Ausgehend von dem Worte: .cklnd Hoffnuna besteht für Deine Zukunft führte Herr Dr. L aus. daß Hoffnung der Grundstein eines jeden Menschen, uttiersr jüdischen Gemeinschaft, einejeden Volke» sein soll." Seine Ausführungen vinterließen auf alle Anwesenden einen tiefen und nachhaltigen Eindruck. Nach einem Chorgesang Werbrachten noch Glückwünsche die Herren Lanbrat Zimmermann für den Kreis Höchst. Bürgermeister Menrer für die Stadt Hofheim. Pfarrer Bergsevot für die evangelische. Kahler für die kath. Kirchengemeinde, Rektor Kunz für die Schule. Marschand. für die jüdische Gemeinde Wiesbaden. M. Ettinghausen für die israelüische Kultus« gemeinde Höchst a. M. Mit einem Schlntzchor schloß die erbebende Feier. die allen Teilnehmern in Lester Erinnerung bleiben wird. Rasteubnrg. (In den Ruüestaud.l Am Sonntag verabschiedete sich Kantor D a v i ü s o h n nach einer Feier für die im Weltkriege gefallenen Helden in der Synagoge von seiner Gemeinde, in der er fast 37 Jahre in den verschiedensten religiösen Funktionen gewirkt Kat. um einem Jüngeren Platz zu machen. Br hat eS verstanden. Lurch seine Uneigennützlgkeit. durch seinen biederen und vornehmen Charakter sich Freunde zu erwerben, die auch außerhalb seiner Gemeinde stehen und die ihn wegen seiner Charaktervorzüge außerordentlich hochschätzen. Wie die Gemeinde selbst zu ihrem Beamten stand, bewiesen die Ehrungen, die sie ihm anläßlich der verschiedensten Jubiläen, zuletzt noch zu seiner goldenen Hochzeit, hat zuteil werden lassen. — Sein Nachfolger. Kanior Hecht. hot sein Amt bereit» angetrete«. Schueldemühl. (Amtseinführung unseres Rabbiners.! Am 1. März trat der für unsere Gemeinde gewählte Rabbiner Professor Dr. Rosenzwetg au» Stuttgart sein neue» Amt an und am Freitag. Le» 5. März, abends 6 Uhr. wurde er feierlich in sein Amt eingeführt. Die Synagoge war für diesen Zweck festlich geschmückt und stark besucht. — Nach dem Minchagebet geleitete der GemeinLevorstand Herrn Rabbiner Dr. Rosenzweig unter Chorgesana nach dem mit Blumen geschmückten Platz. Nachdem Herr Oüerkantor HelischkowSki die Feier mit einem entsprechende« Gesang eröffnet hatte, begrüßte Herr Iustizrat Soldin im Namen LrS Vorstandes den neuen 'Rabbiner mit herzliche» Worten und übermittelte jk>m die Glückwünsche der Gemeinde. Er streifte kurz die Pflichten eines Seelsorgers und Neligionslehrers und legte ihm ganz besonder» die Fürsorge der jüdischen Jugend anS Herz, da diese ein ganze» Jahr — seit der Uebersiedlung deS Rabb. Nobel nach Berlin — des Religionsunterrichtes entbehren mußte. Nun bestieg Herr Dr. Rosenzweig die Kanzel zu seiner Antrittsrede. Er legte derselben die Worte Salomos zugrunde: „So gib deinem Knechte ein weise» Herz und einen verg^drqen Sin", dein Volk zu richten rn zwischen Gutem und Bösem" Mir dem größten Interesse folgten die andächtigen Zuhörer den zu Herzen gehenden, für sedermann verständlichen Ausführungen ihres neuen Seel-- sorgers. Mit dem Pricstertegen für die Gemeinde und einem vom Oberkantor HelischkowSki mit viel Fleiß und Verständnis eingeübreu Chorgesana schloß die erhebende Feier. Wien. (Zum St ad trem p el-Iubilä um.l Am 9. März waren es 100 Jahre, seitdem der offizielle Wiener Tempel in der Inneren Stadt eingcweiht wurde. In diesem Zusammenhang sind die folgenden geschichtlichen Reminiszenzen interessant: Im Jahre 1792 erhielten die Wiener Inden beschränkte Rechte einer religiösen Gcmcim'ckifr: sie. dursten sich als .Kolleg der gebildeten Klasse hiesiger Israeliten" organisieren. 1811 gestattete Kaiser Franz I. durch ein Edikt den Erwerb eines Grundstücks in der Inneren Stadt zwecks Errichtung eine» Tempels. 1820 zählte Wien 187 tolerierte Juden, die mit ihren Familieivangchörigen ungefähr 500 Seelen airsmachten. Dazu kamen mehrere sogenannte „Dienstjuben" (angeblich bei den Tolerierten Diensttuendes, sowie einige „fremde" Juden mit zeitweiligem Ausenthaltsrecht. Jeder Untolerierte »rußte sich zweimal im Monat Seim Iudencrmt um da» Aufentbaltsrecht bewerben: eine Ausnahme wurde nur bei Emil Rothschild gemacht. Das Iirderramt war am Tareingana durch das Schild gekennzeichnet: „Für Juden. Sesselträger und Iraker". Wollte ein Tolerierter heiraten, so mußte er warten, bis ein Familienober- Haupt verstorben ist. dann mußte er im voraus die dreijährige Toleranz-Tare entrichten. Es war leichter, den Adelsbrief als den Toleranz-brief zu erhalten. Die vollen Rechte, eine religiöse Gemeinde zu bilden, erhielten die Wiener Juden erst nach Einführung der Konstitution im Jahre 1818. Konstitutionell verankert wurden diese Rechte erst im Jahre 1867. | fj j Aus der Bewegung f ff j Frankfurt a. R. (Jüdisch-liberale Jugendgemeinschaft.l Am letzten Samstag veranstaltete die Jüdisch-liberale Iugendgemeinschaft in der Frankfurt-Loge ein Purim-Fest. im» in allen Teilen als wohlgelungen bezeichnet werden kann. 'Nachdem in dem einen Jahr des WicderbcsteLenS des Ili in wachsendem Matze positive Arbeit geleistet worden war. hatte man sich zu einer Veranstaltung in größerem Stil entschlossen: wenn auch für Purim infolge des Volkstrauertages etwas verspätet, so herrschte dock die richtige Vurimstimmung. Kein Wunder, daß von vornherein die Laune aanz vorzüglich war. wurde doch der Abend durch eine Revue eingeleitet, die in jeder Hinsicht, aus künstlerischer Höbe stand, wobei besonders anzuerkennen ist. daß alle Beteiligten aus eigenem Kreise stammten und keine BcrufSkünstler viitwirkten. Als Textdichter zeichneten Hans Benario und Max Gundershei«. Sie hatten eine Reihe teil» bezüglicher, teils aktueller Schlager verfaßt, zu welchen Eli Samsonowitsch eine Musik von zündendem Rhythmus und erfindungsreicher Melodie komponiert hatte, die das Publikum io mitriß. daß sämtliche Schlager wiederholt werden mußten. Dazwischen waren Tanznummern ernaesüat. von welchen vor allen Dingen die Tiller-Girls hervorzuheben sind. Iran Mosel Bergmann hatte die Einstudierung übernommen, und es war eine Freude. wie die rassigen jungen MäöelS in schwungvollem Rhythmus ihre Aufgabe erfüllten. Der moderne Tanz wurde durch ein erstklassiges Tänzervaar (Kurt Weiß und Partnerin! zur Geltung gebracht. ES ist unmöglich, jede der einzelnen Nummern, die durch witzige Dialoge verbunden waren, zu beschreiben. Besondere Erwähnung verdienen Irl. Ieo Nußbaum, die einer echten Overettensängerin in Mimik und Stimme nichts nachgrbt. Irl. Liefe! Jederlei». welche ebenso durch drastische Komik wie durch ihre aeschulte Stimme gefiel. Bon den Herren sind zu erwähnen Alfred Kasiewitz und Erich Leopold, die eine die heutige Zeit in origineller Weise parodierende Szene brachten. Max Federlein. der durch Humor und glänzenden Vortrag auffiel, sowie Mirschi Wolfsberg, öeffen angenehmes Organ hervor* znheben ist. Alle übrigen Mitwirkenden, die einzeln aufzuführen Ser Raummangel verbietet, hatten ebensallS mit Lust und Liebe ihr Bestes geleistet und auch ihnen gebührt für ihre vorzüglichen Darbietungen innigster Dank. Zn erwähnen bleibt noch die vorzügliche Regte, die die Verfasier selbst übernommen hatten, und das Bühnenbld sowie die Beleuchtung von Paul GunderSheim. Besondere» hatte die Kegie nock im Finale zu leisten, wo an dem von Hans Henschel schmissig vorgetragenen „Purim-Marsch" das gesamte Ensemble teilnahm und dessen Schlußresrgin: „Im Ili. im Ili, da war die Ireude groß. Es amüsierten alle Leute im Ili sich famoS" wirklich nicht zuviel sagte. Nach der Ausführung hielt der sich anschließende Tanz die Anwesenden biS in die frühen Morgenstunden in bester Stimmung vereint, Verkaufsbuden sorgten, daß Hunger und Durst gestillt werden konnte. Liegnitz. (Liberaler Verein der Snnagogen- Gemeinde zu Liegnitzü Am 26. Iebruar fand bei uns wieder eine -er so beliebt gewordenen Ireitagabend- Feiern statt. Unser 1. Vorsitzender. Herr Dr. S-ckeyer. hielt diesmal feMt den Kidbusch ab und verteilte dann Dein und Garches. ES waren etwa 45 Teilnehmer erschienen und auch dieser Abend verlief wieder in schönster Harmonie. Nach der Teetafc-l cab es noch mnsikaliiche Genülle (Irl. Lilli und Magda LicbrechI und hierauf iolgiallgemeine Unterhaltung bis 11 Uhr. Es herrschte eine recht frohe, behagliche Stim-nuilg. Am Schluß des Abends machte Herr Tr. Scheuer aus den am 3. März stattfindenden Lautenabend von Irl. Lilli Liebreckt aufmerksam, über den wir noch berichten werden. Potsdam. (Iüdisch-liberalerIugendverein.) Anfang Januar fand bei uns eine Geueralversammllurg statt, in der der alte Vorstand zurücktrat. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzende: Margot Hirschbruch. 2. Vorsitzende: Ilse RubinSki. 3. Vorsitzender: Siegfried Blumcnthal. Am *2o. Januar sprach Herr Dr. Laserstein über: »Ta» Judentum ist der Friede". Näheres darüber wurde schon an dieser Stelle mitgereilt. — Am 8. Februar hielt Herr Rabbiner Dr. Schreiber einen Vortrag über: »Die Irredensidee bei Romain Rolland", zu dem auch die Genreinde selaüen wurde. Die hervorragenden Ausführungen de» Herrn Vortragenden wurden mit großem Beüall ausgenommen. Der Aöeud roar für nnserrr Ili ein großer Erfolg. IUI Versammlungskalender |||i Berlin. (Liberale Svuagoge Norde u.l Schönhauser Allee 162. AuerbachscheS Waisenhaus. Gottesdienst am Freitag, den 19. März, abends 7^ Mir. Predigt: Rabbiner Dr. Salmnonski. Sonnabend, den 26. Äiärz. vormittags 16 Ubr. Einsegnung. Berlin. (Liberale Snnago ge Norde».) Ter nächste Gemeindcabend sinder am 25. März in der?1ula der Köni-gstädtisÄen Dberrealschule. NO 55, Pasteurstratze 4M0, 8 Uhr pünktlich, statt. Inr musikalischen Teil werden Mitwirken die Herren: Oberkantor Wilhelm Iriedmann (stzesaugi. Alfred Olschki (Rczitationl. Gerhard Lunbgreeu (Oraeli. Mar Kohn (Violine' und der verstärkte Snnagogen- (S(m (Leitung: Mar Kohns. In der Mitte des Abend», dessen Gedanke e'ucer Vorberettung aui das Pessachfest gilt, steht ein Bortrag von Herrn RaSbiner Dr. Salouwniki über „TaS moderne jüdische Ehevroblem." , .. Breslau, (Jüdisch-liberaler I u g e u d v e r e kn>s. „Abraham Geige r") Mittwoch, den 21. Mirz, abends SV^ Uhr. bei Tich-ruer. Bahnbosstraße 32, Gruppe „Süden" Fortsetzung der Aussprache über unsere Stellungnahme zu den Richtlinien des liberalen Judentums. BereinSmirglieder, die der Gruppe nicht angehören, als Gäste willkommen. Iraukfurt tu M. iIreifinniger Verein für jüdisches Geme lud eleben.j Aus unserem Vortragszyklus: «Das Judentum innerhalb der Kultur der Gegenwart" sprich: am Mittwoch, den 21. Mär?. 1826. abends 8 Mit, im Saale des Dr. Hochschen Konservatoriums Herr Rabbiner E. Aronbeim über: „Was beißt und zu welchen! Ende studiert man jüdische Geschichte?" Karten im Vorverkauf bei B. Iirnüevg vder an der Abendk-asse erhältlich. AuS Ser Bewegung. — — — — Gohlfahrisunrechi. Mein Aufsatz in der letzten Nummer der „Iüdisch.liberalen Zeitung" hat einem der darin Genannten Veranlassung gegeben, besoldete und Ebrenbeamte des Wohlfahrtsamtes der Berliner jüdischen Gemeinde gegen die Jüdisch-liberale Zeitung aufzuhetzen. Ich (oll in dem Aussatz diese Beamten angegriffen haben. Dazu kann ich nur folgendes erklären: Ein Teil des in dem Aussatz verwerteten Materials stammt, nach der ausdrücklichen Angabe im Artikel, von Mitarbeitern der jüdischen SSohlsahrtspflege. Ich konnte diese also uickt gut angreifeu. Im iibrigcn ist es mir niemals eingefallen, zu bestreiten» daß eine große Anzahl von Beamten und daß fast alle ehrenamtlich tätigen Damen und Herren mit außerordeuttichem Takt und starkem sozialen Empfinden die schwierigen Aufgaben zu lösen versuchen. Sie handeln damit nach dem alten Talmudsatz in Baba Bathra. daß. wer wenig mit Ireundlichkeit gibt, außerordentlich viel fein: Bekämpfung der Not tut. Dr. Botho Lafersteiu. Frau Müller: Nun, meine liebe Frau Schulze, heute so lustig? Frau Schulze: Ja, liebe Fron Nachbarin, denken S"'. seitdem mir den Wärmofir: haben, ist mein Mann von seinem Rheumatismus geheilt und wieder arbeitsfähig. Frau Müller:?? 7 Frau Schulze: Der Wärmofix ist der neueste elektrische Heizapparat und nach 3 Minuten Stromanschluß gebrauchsfertig. Er kostet fast nichts. Wir können ohne Wärmofix nicht mehr auskommen. Wenn Sie einen kaufen wollen, so schreiben Sie an Erich Burberg Berlin SA61, Gitfchinex Straße 107. ORIGINAL PALÄSTINAWEIN resTf-ms liefert in beKannfer vorzüglicher Qualität die elfe Import-Gesellschaft Palästina Tel.: Merkur 1197 Berlin SW19, KurStr. 39 Preislisten kostenlos >

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