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Jüdisch-liberale Zeitung · 1926-01-08 · 2 (8.1.1926) · page 7

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
6 (1926)
Issue
2 (8.1.1926)
Date
1926-01-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
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H. f) \ i l Vj ' *;' - § xo^io^i'k.ecttL 6ra. zwischen der Wüste von Zenkral-Afrika und Europa zu schaffen, und dies war auch der Grund, daß ihm diese Auszeichnung zuteil geworden ist. Zum Schluß muß auch der bekannte junge Flieger Frendenberg erwähnt werden, der zum General der französischen Armee ernannt wurde. Dieser jüdische Gelehrte, der aus dem Elsaß stammt, hat vieles auf dem Gebiete der Physik und Arathematik geschaffen, aber besonders hat er sich als Flieger an der marokkanischen Front ausgezeichnet: dort hat er die ganze Luftflotte befehligt. Diese Auszeichnungen haben nicht nur bei den französischen Juden Begeisterung hervorgerufen, sondern die ganze französische Presse hat diesen Menschen große und warme Artikel gewidmet. Vor dem Zusammenschluß der jüdischen Gemeinden Galiziens. Die Repräsentantenversammlnng der jüdischen Gemeinde Lembergs beschloß die Einberufung einer Konferenz aller jüdischen Gemeinden Galiziens mit dem Doppelzicl, eine einheitliche Wahlordnung für alle Gemeinden auszuarbeitcn und einen Zusammenschluß der galizischen jüdischen Gemeinöen-cherbeizuführen. Sprechsaal Synagogale Musik. Ist es ein Zufall, daß in einer Woche drei jüdische Zeitungen vier Artikel bringen, die sich io ziemlich mit den gleichen Fragen befassen- Oder sollten diese Artikel Diskussionsstoff bieten, für die in Aussicht stehende Kantorenversammlung? Oder sollte gar das Bedürfnis vorhanden sein, diesen Fragenkomplex eingehender erörtern zu wollen? Mir will cs scheinen, daß das letzte zutrifft. Eine Erscheinung bestätigt mir diese Annahme. Es vergeht fast keine Woche, wo nicht eine jüdische Zeitung die Mitteilung bringt: in £ oder A hat ein Synagogenkonzcrt stattgefunden, das allgemeinem Interesse begegnete usw. usw. Warum diese Veranstaltungen? Wenn auch nicht alle „lischmvh" — um der Sache willen — isiehe die Programme!) gemacht werden, so darf wohl von den meisten gesagt werden, daß sie aus ehrlicher Absicht ganz bestimmten Zwecken dienen sotten. Ich will nur einen von diesen herausgreisen, weil er hier zur Debatte steht (ein andermal mehr über Synagogenkonzertc). Gute s y n a g o g a l e M n s i k soll einer breiten Masse zu Gehör gebracht werden. Es gibt gute synagvgale Musik, und wenn diese Gemeingut aller Synagogen werden würde, so wäre eine solche Gleichheit oder „Uniformierung" meiner Ansicht nach nur zu begrüßen. Der Goitesdienstbesuchcr wäre erfreut, znm Gottesdienst cingcstimint. wenn er anderwärts dieselben Melodien und Klänge Horen würde. Ich weiß ganz gut. daß dies nur bis zu einem gewissen Grade möglich ist. Gewiß wäre es lächerlich, wollte man behaupten: mit Lewandowski und Sulzcr sei die Entwicklung des Synagogcnaesanas abgeschlossen, oder nur s i e hätten das Beste auf diesem Gebiet geschaffen. Aber noch lächerlicher wirken Anpreisungen (Kritiken!) von Neuerscheinungen, die nichts weniger als „gute Musik" sind, ganz abgesehen von dem Dilettantismus, der ihnen vielfach anhaftet. Der KvmpositionSschwangerc sollte seine „Mappe" nicht nur einem guten Freund, der „auch" Kantor ist, zur Besprechung vorlegen, sondern einem Komponisten oder einer Kantorenkommission. die wiederum nur aus solchen besteht, welche das ganze in Betracht kommende Gebiet (Kompositionslehre. Kontrapunkt usw.) verstehen und beherrschen und nicht verknöchert sind. Was vor einem solchen Forum für „gut" befunden wird, wird einen Verleger und Absatz finden. Und dann! Wie eng oder wie weit soll der Begriff „s ynagogale Musik" gefaßt werden? Sollen nur „traditionelle" Musik oder solche Kompositionen, die das sogenannte Steiger-System zur Grundlage haben, gehegt und gepflegt werden? Die Tradition muß und soll geehrt werden. Aber gerade das Steckenbleiben in diesen Traditionen ist meines Erachtens mitschuldig an der Spärlichkeit guter Synagogenmusik und der Stagnation auf diesem Gebiete. Jene Ueberliefcrnngen geben die Ausdrucksformen lvon denen wir nicht einmal mit Bestimmtheit sagen können, daß sie „ur jüdisch" sind oder ausschließlich im Tempel und in Synagogen Berwenduna fanden) der damaligen Zeit wieder und können als Stil dieser Synagogenmusik betrachtet werden. Kann unsere Zeit nicht auch gekennzeichnet sein durch einen besonderen Stil? Warum sollte ein Gcbetstück, mit modernen Ausdrucksformen vertont, nicht auch der Würde des Hauses entsprechen und gottesdienstlich wirken können? Man entgegne mir nicht, das ist „chukas hagoj" oder kirchlich oder sonst weiß was. Ich frage zurück: „Sind denn Rossis- Kompvsrtionen — geschrieben im damaligen Kirchenstil — nicht auch gesungen worden?" Viele nuferer Synagogcnbesuchcr befriedigt die vorhandene „eiugeführte" Synagvgenmusik nicht mehr. Gebt die Schranken frei, und es werden sich auch mehr Nichtlantorcn-Komponisten diesem Gebiet zuwenden. ZaMZl Fa#*« ■*> Spezialverfabren vollendetster Schmerzlosigkeit Herzleidenden und Nervösen besonders empfohlen! Beiesiiw& loser Zähne Goldainalgamplomhen 3 Hk. jetzt Dessauer Straße 2, pt. Ecke Königgrätzer Str. Telephon: Kurfürst 6931 (Trianonfilm) Humanste Berechnung Und wenn die „maßgebenden" Männer in der Gemeindeverwaltung verharren in der Ablehnuna solcher Auffrischungen. und wenn kein Geld bewilligt wird für Neuanschaffungen von Snnagogenkompofitionen. dann machet es so. wie ich es gemacht habe. Ein sangesfrohcr Chor steht immer hinter euch Kantoren und will vorwärtsschrciten. Veranstaltet auber-gvttesdienstliche Aufführungen von synagogaler Musik und verwendet den Erlös aus Eintrittskarten für diesen Zweck. Ihr werdet Ueberraschungen erleben. Die beiden größten werden sein: erstens, daß manche Nummer aus diesen Aufführungen in das ständige Nepertoir des Gottesdienstes ausgenommen wird, weil sie sogar dem eingefleischtesten Gegner jeder Neuerung gefallen bat und zweitens werdet ihr finden, daß Fabisch recht behält. Denn sowohl beim Kantor wie beim Publikum liegt ein wirkliches Bedürfnis vor für wertvolle Neuschöpfungen auf dem Gebiete der Synagogenmusik. Darum, ihr Kantoren: werbet und sorget für gute (alte und neue) synagogale Musik! Und. ihr Gemeindeverwaltungen. lasset euch das Mittel nicht entgehen. durch diese Hebung des Gottesdienstes die Zahl der Gottcsdienstbesucher zu erhalten und zu vergrößern. Obcrkantor Leo Adler. Stuttgart. Jüdische Bauernsiedlungen in Deutschland. Gegen den Aufsatz des Herrn Dr. Meüler über jüdische Bauernsiedlunaen in Deutschland in Nr. 52 sind erhebliche Bedenken geltend zu machen. Das Ziel, Juden iy Deutschland dem landwirtschaftlichgärtnerischen Beruf zuzuführen, wird im allgemeinen anerkannt werden. Ter Weg dazu ist lang und schwierig. Gerade daß dieser Weg als einfach dargestellt wird, zwingt znm Widerspruch. Zunächst ist Siedlung in Deutschland überhaupt noch ein alühenöes Eisen. Die staatliche Siedluna vor und nach dem Kriege hat mehr Mißerfolge als Erfolge anfzuweisen. Und dabei arbeitet die staatliche Siedlung unter ungleich günstigeren Verhältnissen, als es eine jüdische Siedlnngsgesellsklxlft tun kann. In erster Linie steht ihr in den Rückwanderern aus den verlorenen Provinzen ein landwirtschaftlich-geschultes Menschenmaterial zur Verfügung, das meist Teile seines landwirtschaftlichen Inventars aus der früheren Wirtschaft herübergerettet hat. Aus den Fonds für Vertriebene stehen ihr bedeutende Kapitalien zur Seite. Bei der Landbeschaffuna haben die Kulturämter Zwangsmittel an der Hand, die selbst dort, wo sie nicht angewendet werden, verbilligend auf den Bodenpreis wirken. Schließlich haben die Kulturämter Vergünstigungen bei Durchführung der Auflassung. Regulierung der Schul-. Kirchen- und Wegeverhältnisse und verfügen über einen großen Apparat von erfahrenen Siedlnngsbeamten (Verwes,'ungsbeamte, Knlturtechniker, Bausachverständige, Landwirtschaftssachverständige). Selbst unter diesen günstigen Verhältnissen sind viele Siedlungen mißglückt, und auf den geglückten Siedlungen führen weitaus die meisten Siedler ein kärgliches Leben und werden Jahrzehnte brauchen, mit auf einen grünen Zweig zu kommen. Aus meinem Gut in der Provinz Brandenburg find unter meiner Mitwirkung drei Flüchtlingsfamilien aus dem Posenschen auf je 33 Morgen vom Kulturamt anaesetzt worden. Die Leute find bis jetzt nur dadurch lebensfähig, daß die Kinder z. T. in der Stadl Arbeit suchen und die Siedler selbst dnrch Lohnfuhren zuverdienen. Demgegenüber hat die jüdische Siedlung zunächst mit einem schmierigen Menschenmaterial zu arbeiten. Familien werden nur ausnahmsweise zur Ansiedluna gebracht werden können. In Palästina ist in diesem Jahr zum erstenmal in der Geschichte der neueren Siedlungen der Versuch gemacht worden, eine Anzahl ostjüdischer Familien unter Führung ihres Rabbiners anzusiedeln: bisher waren fast nur ledige Leute angesiedclt worden. Die Uebersührnng städtischer, besonders großstädtischer Familien aufs Land ist schwierig. Ich darf auch hier auf eigene Erfahrung zurückgreifen: Von vier städtischen Familien (übrigens auch teilweise ländlichen Ursprungs), die ich nach dem Kriege als Ersatz für galizische Wanderarbeiter dauernd aufs Land nehmen wollte, ist nur eine Familie eingeschlagen. Die größte Schwierigkeit liegt nicht so sehr bei den Männern als bei den Frauen, die sich schwer anfs Land gewöhnen. Kommen hiernach m. E. nnr ledige Personen für die Berufsnmschichtung im landwirtschaftlichen Berufe in Frage, so ist auch deren Ansetzung nur nach gründlicher Vorbereitung möglich. Selbst diese Vorbereitung bei Ledigen ist reich an Mißerfolgen. Erfahrungen, die ich bei Ausbildung junger Zionisten gemacht habe und die mir von zwei Gutsbesitzern bestätigt worden sind, die das gleiche tun, haben ergeben: 1. Jüdische Mädchen versagen bei wirklicher Landarbeit fast stets aus körperlichen Gründen. Für sie kommt Ausbildung in ländlicher Hauswirtschaft (Gemüsegarten. Milchvieh in mäßigem Umfang. Geflügel. Backen. Schlachten nsw.) in Frage. 2. Jüdische Jungen sind ausbildbar, wenn sie den eisernen Witten haben, beim Beruf auszuhalten. Selbst dann scheiden einzelne aus körperlichen Gründen aus: auch unter den übrigen kommen unverhältnismäßig viel Krankheitstage vor. Außerdem unterliegen sie stark dem Triebe zur Unseßhastigkeit. der in der Lehrzeit nur mit großer Energie des Lehrers zu dämmen ist. Das technische Lernen und die Einsicht in den Geists der Arbeit pflegt dagegen schnelle Fortschritte zn machen. Wieweit kaufmännischer Trieb die jungen Leute später wieder vom Beruf abdrängt, kann ich nicht beurteilen. Gelegentliche Nachrichten über Erfahrungen in Ahlem scheinen dafür zu spreche«. Bezüglich der Tr. Mchlerschen Vorschläge für die Ausgestaltung der Siedlungen bestehen vom landwirtschaftlichen Standpunkt nach meinem bescheidenen Urteil erhebliche Bedenken. besonders erscheinen die Rentabilitätsberechnungen fragwürdig. Im einzelnen sind diese Fragen rein landwirtschaftlich. so daß hier nur ein Haupteinwand geltend gemacht werden sott. Die von Herrn Dr. Mehler vorgeschlagene Siedlung auf Moorneukulturen ist gegenwärtig viel teurer als der Erwerb von sertia kultivierten Böden, die bei der jetzigen landwirtschaftlichen Krise zu einem Morgenpreise mit Gehöft zn kaufen sind, der unter den bloßen Meliorakionskostcn von Neuland liegt. Tie Umschichtung von der Stadt aufs Land kann für uns deutsche Inden m. E. nur in der Weise vor sich gehen, daß möglichst zahlreiche, ausgewählte junge Leute nach der Schulentlassung in landwirtschaftliche Lehre treten. Nach drei- bis vierjähriger Lehr- und Dienstzeit kann daran gedacht werden, sie in selbständige landwirtschaftliche Arbeit zu brinaeu. Die Ausbildung kann in Bauernwirtschaften, ans Gütern oder in Lehrwictschasten. wie Ahlem. Halbe usw.. erfolgen. Die weitere Unterbringuna kann differenziert werden: selbständige oder unselbständige Gärtnerstetten. Landarbeiter-. Viehmeister- und Beamtenstellen. Kleinsiedlungen mit Gemüsebau. Imkerei und Geflügelzucht. Vollbauernstellen auf altem Kulturland oder Neusiedlung — all diese Möglichkeiten können gewählt werden je nach Fähigkeit. Herkunft und Geldbeutel, möglichst unter Bevorzugung selbständiger, grundbesitzender Stellen. Was in erster Linie augenblicklich geschaffen werden mutz, ist die Beeinflussung der Berufswahl der Schulentlassenen beiderlei Geschlechts im Sinne ländlicher Berufe durch Aufrufe. Rabbiner, Lehrer und Berufsberater. Gleichzeitig muß die Leürstcllenbeschasfnng in die Hand genommen werden. Hierfür genügen die bestehenden Lehrstellennach« weise der Landwirtschaftskammern aus naheliegenden Gründen nicht. Hier liegt eine wichtige Aufgabe für die jüdischen Landwirte und Gärtner vor. deren Zusammenschluß auch noch aus anderen Gründen so bald wie möglich -vollzogen werden sollte. (Die „Jüdisch-liberale Zeitung" würde sich ein Verdienst erwerben, wenn sie — eventuell zusammen mit dem Centralverein und sonstigen jüdischen Stelle« für die Organisation der deutsch-jüdischen Landwirte und Gärtner nachhaltig eintreten würde.) Diese Organisation hat zunächst den Berufsberatern Unterlagen zu geben Über die Vorbedingungen und Aussichten der Landberufe. Sie hat ferner einen Lohrstellennachweis zu unterhalten und Grundsätze für die Lehrausbildung in Bauern- und Gutsbetrieben auszuarbeiten. Die Erfahrung der deutschen Zionisten im Blanweiß und Hechaluz sind hierbei z>u nutzen. Ein selbständiges Prüfungsweseu für ausgebilöete Lehrlinge erübrigt sich: hierfür genügen die allgemeinen landwirtschaftlichen Institutionen. Während die ersten Ausbildungen vor sich geben, hat die deutsch-jüdische Landwirtsorganisation die Vorbereitung für die berufliche Unterbringung der Ausgebildeten zu treffen: d. h. unselbständige Stellen nachzuweisen und die Wege für selbständige Siedlungen zu bahnen. Die Landwirtschaft ist ein gelernter Berns. Je länger, je mehr werden nur die bestausgebildcten Landwirte lebensfähig sein. Das gilt doppelt und dreifach für jüdische Leute, die seit Jahrhunderten die Fühlung mit dem Landlebe» und der Landarbeit verloren haben. Rudolf- S. - M o s s e, Gut S t a n g e n h a g e n. Bersammlungskalender Berlin. (Liberale Synagoge Norden.) Schönhauser Allee 102. Auerbachsches Waisenhaus. Gottesdienst am Freitag, den 8. Januar, abends VA Uhr. Predigt Rabbiner Dr. Salomonski. Sonnabend, den 9. Januar, vormittags 10 Uhr. Neumvndsweihe. Breslau. (Jüdisch-liberaler Jugendverein „A b r a h a m G e i g e r".) Voranzeige: Mittwoch, den 20. Januar 1926, abends 8 Uhr. bei Kornhäuser. Freiburger Str. 9, Generalversammlung. Geschäfts- und Kassenbericht. Neuwahl des Vorstandes. Festsetzung des Beitrages für das laufende Geschäftsjahr. Anträge und Unvorhergesehenes. Abends 9 Uhr: Vortrag des Herrn Gemeinderabbinec Dr. Vogelstein. Frankfurt a. M. (Freisinniger Verein für jüdisches G e m ei n d e l c b e n.) Der Freisinnige Verein für jüdisches Gemeindeleben (Ortsgruppe -de^W«vehkiylEittV7 für das Liberale Judentum e. V., Berlin) macht daraus aufmerksam. daß der 3. Bvrtrag des Zyklus „Das Judentum innerhalb der Kultur der Gegenwart" am Montag, den 11. Januar 1926. im Saal des Dr. Hoch'schen Konservatoriums stattfindet. Herr Studienrt Dr. Kurt Joachim Grau spricht über „Die Bibel in der neuen deutschen Ballade" (mit Rezitationen). Karten sind im Vorverkauf und an der Abend- . kassc erhältlich. Eine zahnärztliche Neuerung. Das „8-Uhr-Abendblatt" brachte in seiner ersten Jahresnmnmer am 2. Januar 1926 die Abbildung eines Apparates mit dem Wortlaut: „Eine menschenfreundliche Erfindung" und fügte hinzu: „Ein Berliner Zahnarzt, der seine Zahnpraxis in der Tcssauer Str. 2 ausübt, hat einen neuen Zahnvohr- Maschinenapparat erfunden, welcher eine totale Schmerzlosigkeit durch gleichzeitige lokale Betäubung erzeugt." Wir sind in der Lage, den Namen des Erfinders dieses Apparates zu nennen. Es ist der geniale Zahnarzt, Herrmann Falkenstein, welcher trotz aller kollegialen Angriffe, seine Erfindung durch sachverständige Autoritäten als wissenschaftlich und lauter voll anerkannt erhalten hat. Dem Erfinder ist es gelungen, ein Medikament in die zahnärztliche Praxis einzuführen, welches ohne Einspritzung in Dampfform bei unserer Mundtcmperatur übergeht, daher unschädlich und selbst bei Herzkranken und Nervösen anwendbar ist. Ein Besuch ist daher sehr zu empfehlen. Der diesjährige Inventur-Ausverkauf der Ba er Sohn A.-G., alleinige Verkaufsstelle in Berlin. Ehausseestr. 29/30, ist von dem Willen der Direktion diktiert, die Preise möglichst herabzusetzen. — Die enormen Bestände, Herren-. Jünglings- und Knabenbekleidung, die Vorräte moderner Darnenmäntel sowie die ungeheuren Massen Woll-, Web- und Wirkwaren und die erstklassigen Erzeugnisse der für Mode und Industrie maßgebenden Kleiderwerke bieten wie nie zuvor Gelegenheit zu vorteilhaftem Einkauf. Die von der deutschen Automobilauöstellung noch verbliebenen Modelle für Herren und Damen: Sportbekleidung. Sportvelze, Chauffeurpelze. Edelpelzc aller Sorten sind znm Ausverkauf bereitgestellt. In einer besonderen Abteilung werden Stoffe und in einem anderen Rayon Gummimäntel für Herren und Damen sehr billig feilgeboten. Der Ausverkauf hat am Sonnabend, den 2. Januar, begonnen. Mtavia*o ÜUT von la Siopfgänsen in 5n. UUUI ml v 10- Pfund - Postpaketen la reine Ganseliesen Pfd. 2.30 Ia Darmfett, beste Qualität „ 1.60 la Gänsehautfeit „ 1.40 Garant, reines Gänseschmalz in 4-Pfund-Dosen „ 2.10 Versand nur gegen Nachnahme. Georil HYeigerrf Berlin NO 18 Landsberger Str. 18 05 857142

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