Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 5 (1925)
- Issue
- 47 (20.11.1925)
- Date
- 1925-11-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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! BÜCHERSCHAU Samuel Levin: chuiidiselie Legende, deutech von Arno Nadel, mit 7 Holzschnitten von J. Budko: Enphorion-Verlag. Berlin. „Ein Mensch darf sich nicht vor Gott versteifen. Wenn die Zeit da ist, wird der Messias erscheinen. Was vor der Zeit kommt, ist nicht gut, ja ist nicht einmal zu wünschen.“ Das sind die Worte des Reb Jacob Wolf von Meseritz, einer von den Heiligen, ein Gelehrter, der mit so vielen Anhängern der chassidischen Rabbis zum alten Kosker fährt und nicht mehr zum Lubliner, weil er mit seiner Weltanschauung, etwas von Gott ertrotzen zu können, nicht einverstanden ist. Das ist auch das Motto dieser einzigartigen chassidischen Legende, die uns den Schrei nach Erlösung kündet, die die geplagte und zermürbte Judenseele hervorstößt, jener Schrei jedes tiefreligiösen Menschen nach Erlösung, der sich im Judentum zu der Gestalt des Messias verdichtet. Dieses gewaltige Sehnen nach Erlösung im religiösen Sinne ist jedem tiefreligiösen Menschen eigen, besonders aber dem jüdischen Menschen. Es ist der stete Kampf des Juden mit der Umwelt und seiner Innenwelt. Wozu all das Leben? Warum all das Leid? Warum gibt uns Gott nicht jenen Frieden der Seele? Warum immer Ahasver und nicht Mcsaias? Und wie gewaltig ist dieses Sehnen in der Seele des jüdischen Volkes? Und doch — „Was vor der Zeit kommt, ist nicht gut; ein Mensch darf sich nicht vor Gott versteifen.“ Wer denkt dabei nicht an die zionistische Bewegung! Ist nicht diese Legende ein Memento für alle die, die vom Zionismus die mesaianische Zeit erwarten? Bei der Lektüre dieses Büchleins konnte ich diese Gedanken nicht unterdrücken. — Für uns nüchtern denkende Menschen tut sich hier eine ganz neue, eigenartige Welt auf, eine Welt des naiven Glaubens, der kindlichen Hingabe an einen Gedanken, ein tiefes Erleben. Aber nur ein Erleben! Rabbiner Dr. Straßburger, Ulm. Ernst Sellin, Geschichte des Israelitisch-Jüdischen Volkes. 1. Teil; Von den Anfängen bis zum babylonischen ExiL Quelle & Meyer, Leipzig, 1-24. An der Bibelkritik, wie sie von Wtiflhausen und seiner Schule vorgenommen worden ist, ist in der letzten. Zeit immer stärker Kritik geübt worden. Sellin gehört zu den christlichen Gelehrten, die Einzelstellen der Bibel und einzelne Abschnitte der israelitischen Geschichte vom Standpunkt der kritischen Schule eingehend untersucht haben. Es gehört zu seinen Vorzügen, daß er dem Text ein starkes Maß von schuldiger Ehrfurcht entgegenbringt und darum — das tritt hier stärker als in seinen früheren Arbeiten hervor — nicht zu den Forschern gehört, die rücksichtslos und wild Stellen der Heiligen Schrift ändern und auslegen und verbessern und die für alle Schwierigkeiten in ihrer Unfehlbarkeit eine Lösung gefunden zu haben behaupten. Weil Sellin diesen Anspruch nicht erhebt, wird er auch anderen Gelehrten gerecht und gibt einen Ueberblick und eine Einführung in die Fragen, die noch nicht geklärt und Gegenstand der Untersuchung und Diskussion sind. Diese Ausführungen, in Kleindruck in den Text hineingearbeitet, ermöglichen es im Verein mit den reichlich beigefügten Literaturangaben, sich selbst in Einzelfragen zu vertiefen und zu ihnen Stellung zu nehmen. Das Buch ist in sehr flüssigem Stil, die Darstellung bei aller Wissenschaftlichkeit fesselnd, so daß die Lektüre nicht nur reiche Belehrung gibt, sondern auch ein Genuß ist. Sie kann daher sowohl dem Fachmann, als auch jedem Gebildeten, der für die Geschichte Israels wie für die Fragen der Bibelkritik Verständnis und Interesse besitzt, warm empfohlen werden. Der Vorzug des Büches ist, daÖ es eine Fülle des Wissenswerten bietet, zugleich aber auch den Leser anregt, selbst Stellung zu nehmen und sich ein Urteil bilden, Rabbiner Dr. Stein thal, Münster. Kurt Sternberg; Die Geburt der Kultur aus dem Geiste dev Religion. Entwickelt an Ges-hart Hauptmanns Roman „Die Insel der großen Mutter oder das Wunder von Ile des Dames“. Verlag Dr. Walther Rothschild. Berlin- Gruuewald 1925. Brosch. 92 S. Kommentare sind immer gefährlich; insbesondere wenn sie sich keine verwickelten Gesetzeswerke oder alte, längst historisch als wertvoll beglaubigte Standardwotks der Weltliteratur zum Gegenstand wählen. Moderne literarische Erzeugnisse wollen vom „gebildeten" Leser selbst verdaut werden und vertragen höchstens eine Feuilletonkritik oder Erwähnung in An hie Freude. Ueberseht (zum zweitenmal) von Baruch Schönselö, 1825. Die Ideale, von I. $. Landau. Krakan, 1895. Resignation. UeVersetzt von I. B r ü st i g e r, Lein, berg, 1884, und von K o n st a n t i n A. Schapira, 1886. Eine dritte Uebersetzung erschien in Warschau 1885. Die Zerstörung von Troja. Ueberseht von Mich ah Josef Lebensohn, Wilna, 1846. Gehnsucht. Uebersetzt von Nathan Meller, 1862. Der Pilgrim. Uebersetzt von Moses Schul - vaum, 1862, und von Hermann Mayer, 1866. Der Jüngling am Bache. Ueberseht von Jacob Weidlnger. 1856, und von M. Schulbaum, 1864. Berglied. Uebersetzt von M. Schulbanm, 1862. Der Ring de- PolykrateS. Uebersetzt von M. E. G t e r n, 1851. Hero und Leander. Uebersetzt von David Ra. povort. Lemberg, 1852. Die Bürgschaft. Uebersetzt von Isaak Kanbia, Warschau, 1829, und von I. S., Lemberg, 1852. Der Taucher. Ueberseht von Israel Rall (JaroSlaw, Galizien) 1847. Der Handschuh. Uebersetzt von LouiS Lewi n, Berlin, 1862. Die Teilung der Erde. Uebersetzt von Hirsch Bauer, 1824. Das Mädchen auS der Fremde. Uebersetzt von David Rapoport, Lemberg, 1851. Das Lieb von der Glocke. Uebersetzt (bruchstückweise) von Salomon Jehudah Rapoport, 1826 und 1826, von Gimon Bacher, 1847, von I. L. Gordon, von Salomon Pnndi, 1556. (Auherdem von Letterie und Rabener in den oben erwähnten Sammlungen). Hoffnung. UeVersetzt von Jssacher Vdr Schlesinge r, 1826, und von Leon Adler, 1848. Die Worte deS Glaubens. Uebersetzt von Hirsch' Bauer» 1824. Don den Dramen wurden übersetzt: Die Räuber, von MoseS Sch ulbaum, Lemberg, 1871. FieSeo, von Samuel A. Avfel, Droüobycz, 1889. Don Carlos, von David Rabner, Wilna, 1879, zweite StereotypouSgabe 1888. Maria Stuart, von Salomo Kowner, Wilna, 1879. Die Braut von Messina, von Jacob Lew in, Drody, 1868. Wilhelm Tell, von David Radner, die eingestrenten Gedichte von Israel Frankel, Wilna, 1878, -weite Stereotypausgabe 188L UNSERE RÄTSEL-ECKE Bilderrätsel. hebräischen Sprache, 10. König von Inda, 11. Nachs kommen her aus Spanien vertriebenen Juden, 18. kürznng einer bekannten Zeitung für das Judentum, 17. Staot in Palästina, 20. „Du" in der hebräische» Sprache, 21. Aus G«m Eden Vertriebene, 32. Landschaft in Unterägypten, 23. Vorfahren, 24. Zweiter Stamm* vater der Menschheit, 25. Jüdischer Priester. Senkrecht: 1. Mutter Jsmaels, 2. „Joch" in der hebräischen Sprache, 4. Vater von Moses, 5. Minister des altpersischen Reiches, 7. Provinz in Aegypten, 8. Größter Stamm Israels, 12. Ein Seidenstoff, 14. Aeltester Bruder von Moses, 15. Berühmter Rabbiner, 16. Innerer Körperteil, 17. Nachfolger von Moses, 18. Aeltester König von Aegypten, 19. Dom Himmel gesandte Speise. Die Anfangsbuchstaben von 19 senkrecht, 15 senk^ recht, 11 wagerecht zweimal, der Endbuchstabe von 9 rvagerecht und die Anfangsbuchstaben von 10 wagerecht und 11 wagerecht ergeben den Namen des ersehnten Erlösers der Juden. Kreuzworträtsel. ES □■■■■■■■ES - eriHB mm > , Kli □■■■ Die Worte bedeuten: Wagerecht: 1. Männlicher Vorname, 3. Stehendes Gewässer, 6. Sagenhafte Figur des jüdischen Mittelalters, 8. König von Israel, 9. „ich" in der Auflösungen der Rätsel von voriger Nummerr 1. Kreuzworträtsel. SABA Bund — es 2. Silbenrätsel. Lade. Bundeslade. 3. Einer für immer. ABBA: das erste und zweite vom „ABO", vor und zurück gleich, bedeutet „Lieber Vater". 4. Bilderrätsel. Auszug der Kinder Israel. neuesten Literaturgeschichten. Niemand läßt sich gerne Dinge ausdeuten, die er selbst besser zu verstehen meint. Gefährlicher noch sind philosophische Ausdeutungen von Romanen. Das freie Spiel der dichterischen Phantasie, das zufällig oder absichtlich gewählte Vorbild, die Lust am Fabulieren, die Erfordernisse der dichterischen Aesthetik und das Bedürfnis, Spannung zu erzeugen, beschwingen, treiben, beeinflussen den Romanverfasser und so wird kaum je der vielleicht vorgefaßte philosophische Gedanke in seiner Reinheit entwickelt. Am gefährlichsten aber ist es, wenn schülerhafte AufsaAzkomposition, schwerfällige Handhabung der Sprache und kitschige Stilistik an der Wiege eines Buches stehen. An diesen drei Klippen ist der Sternbergsche Versuch, man muß schon sagen: kläglich gescheitert. Der philosophische Grundgedanke ist annehmbar, daß Religion als idealer Inbegriff des Wahren, Guten und Schönen die Vorwegnab me alles kulturellen menschlichen Strebens bedeute, als einzige Absolutheit von Wille. Gefühl und Verstand gleichmäßig erzeugt und getragen. Diesen Gedanken aber an dem in seinem literarischen, künstlerischen und gedankenmäßigen Werte sehr zweifelhaften neuen Hauptmannschen Roman zu entwickeln, ist schon von vornherein ein verfehltes Unterfangen. Es ist hier nicht der Platz darüber zu streiten, ob Hauptmann sein Buch nicht ganz Macbeth, vvn Isaak Barb, Drohovycz, 1883. Turandot terstcr Auszug), von Josua Atlas, Przemysl, 1879. Eine Ucbertragung der Jungfrau von Orleans soll vor nicht langer Zeit erschienen sein, doch konnte ich ihrer nicht habhaft werden. Eine prachtvolle llebersehnng der Kapnzincrpredigt aus Wallensteins Lager veröffentlichte M. 9f. Klausner, Berlin, 1898, ans dem Nachlaß seines Vaters B. W. Klausner, die Uebersetzung stammt aus dem Jahre 1857. Bon den prosaischen Schriften sind meines Wissens nur folgende übersetzt worden: Philosophische Briefe, von Dr. Salomo n Rubin, Lemberg, 1851. Der Spaziergang n n te r den Linden, von Kalman Schulmann, Wilna, 1817, zweite Stereotppausgabe 1864. Die Sendung Moses wurde — man staune — ebenfalls ins Hebäiscbe übersetzt, und zwar zweimal, nämlich von Eli ahn L cwi u, Wilna. 1806, und von Me ir Stockmann, Lemberg, 1878. Beide Uebersctzungen sind übrigens mit ausführlichen, ebensogut geschriebenen wie naiven Kommentaren versehen, die sich alle redliche Mühe geben, Schiller zu widerlegen, beinahe möchte man sagen. Schiller selber, so viele Jahrzehnte nach seinem Tode, von der Grundlosigkeit seiner abfälligen littet 1c über das jüdische Volk ntid der Irrigkeit seiner Lehren über die; Offenbarung au überzeugen. Diese ziemlich unbedeutende Abhandlung Schillers, die den Rationalismus seiner Zeit widerspiegelt. aber manchen psychologischen Tiefblick enthält, wurde non den beiden Uebersetzern furchtbar ernst genommen. Hätte irgendein König, ein Minister oder ein Professor so etwas gesagt, man brauchte sich nicht viel daraus zu machen, aber ans dem Munde des vielgeliebten Schiller, „unseres Schiller"', solches zu hören, das tat in der Seele weh. Was die Inden des Ostens so mächtig zu Schiller binzog inid ihn ihnen so lieb und teuer machte, mar, abgesehen von der Zcitstimmung — der Sehnsucht nach Freiheit und Gleichheit —, von der sie in der ersten Hülste des vergangenen Jahrhunderts beherrscht waren, und der Schiller i einen so grandiosen Ausdruck verlieh, noch etwas ungleich Tieferes und Dauerhafteres. Es war Schillers warme und echte Religiosität, die, frei non allen beengenden Schranken, die ganze Menschheit umsvannte. Es war ferner die herbe Reinheit und Keuschheit seiner Gesinnung, bei aller Glut der Liebesempfinöung, die den Lesern ans fernen Gedichten und Dramen entgegenweht. Es war sein sonniger OvtimiS-» muS, der der Zuversicht entquoll, daß der endliche Sieg in ironisch, zeitverachtend gemeint hat und von all den schöne» Gedanken, die Sternberg ihm unterschiebt, gar nichts wußte und wollte. Es kommt ja auf des Dichters Absicht nicht so sehr an. Aber das Werk, auch losgelöst vom Verfasser, hat keinesfalls die monumentale Bedeutung, nun an ihm seine Philosophie zu erproben. Es läßt sich, und das versteht Sternberg, aus Allem Alles hinein- und hinauslesen. Und so kann durch Unterstreichung dessen, was paßt und Weglassung des Unzutreffenden auch Hauptmanns Roman ganz nach den Stembergschen Ideen zurechtgepflückt werden. Aber die Ah»» sicht verstimmt allzu sehr.?♦ Zumal die stilistische Unfähigkeit an vielen Stellen geradezu grotesk wirkt. Kein Satz fast ohne hübsche schuknäßige Ueberleitung mit; „aber, jedoch, allein, darum, so, ja, nämlich usw." Der Fragen, besonders der so beliebten theoretischen mangelt es nirgends Mit „fürwahr und bekanntlich" werden die gewagtesten Behauptungen aufgestellt und mit falschen Konjunktiven dann wieder gemildert. Ich widerstehe der Versuchung, einige Stilproben zur Er«» heiterung der Leser hier anzuführen, sondern schließe die Betrachtung mit dem verwunderten Koplschütteln darüber, daß in unserer Notzeit noch so viel gutes Papier für solche Bücher vorhanden, ist. Dr. Erwin Seligmann - Frankfurt a, M. der Welt dem Göttlichen und Guten gehört. ES war schließlich das Zwiefache und scheinbar Gegensätzliche in Schillers Wesen: er, der nationalste unter den größten deutschen Dichtern, war zugleich so universell. Er verstand und liebte die Menschen so vieler Zeiten und Völker, und Gott gab ihm, zu sagen, was sie litten. Schiller machte den Inden keine Komplimente, er kannte sie nicht und schilderte sie nicht. Er bestach sie auch nicht etwa durch Anklänge an die Bibel, die man z. B. bei Goethe so häufig antrifft. Gleichwohl fühlten sie, daß in ihm ein Geist lebte, der in seinen tiefsten Tiefen den Geisteru aus der Mitte ihres eigenen Volkes verwandt war, die sie von der Urzeit her verehrten. Darum liebten sie so innig und herzlich „daS schönste Derz, das in Deutschland gelebt und gelitten". Goethe ist in der hebräischen Literatur bis aus die neueste Zeit viel weniger zu Worte gekommen. Außer der oben erwähnten Faust-Ucbcrsetznng von Letteris, die viel bewundert und viel getadelt wurde, besitzen wir noch eine wunderschöne Uebersetzung von Hermann und Dorothea, von Morde ch a j Rothenberg. Warschau 1857. M i g n » n wurde vvn A. E h r e n t h a l 1846 nachgebildet, den Sänger übersetzte Jakob N. Löw 1863. Schäfers Klagelied wurde von Cbajim Ginzberg 1825 überseht. Eine sehr schöne Uebersetzung deS Prometheus lieferte I. L. Landau, Krakau, 1898: der E-rlkonig wurde meisterhaft von Lebensohn dem Jüngeren, Wilna, noch in den vierziger Jahren deS vorigen Jahrhunderts übersetzt; neuerdings übertrug der hochbegabte Lyriker Saul Czernichorvski „Ueber allen Gipfeln ist R u h" ins Hebräische, aber die Heber* setzung ist mittelmäßig. Alles in allem sehr wenig. Kein Wunder. „Goethereif" waren ja von jeher nur die wenigsten. Zu diesen wenigsten gehörte der Oberrabbiner von Zolkiew in Galizien, Hirsch Chajoth, eine der ersten talmudischen Koryphäen des 16. Jahrhunderts, von dem man erzählt daß er an einem Sabbatmorgen im Jahre 1833 tz-Zbctriibt in die Synagoge kam und mit dem Anfang de- Gottesdienstes ungebührlich zögerte, da man ja nur tu fröhlicher und gehobener Stimmung beten darf. Als matt ihn befragte, was die Ursache seines Kummerwäre, antwortete er seufzend, er habe soeben einen Brief erhalte«, der ihm berichte, Goethe sei gestorben. „Ach, Rabbi Goethe ist gestorben'/ ging es alsbald von Mund zu Mund in der Versammlung. „Rabbi Goethe ist gestorben!" Und man sprach die beim Vernehmen einer Trauerkunde vorge« schriebene Benediktion. Wenn ihr Oberhaupt um Goethe . dauerte, muvtr es mindestens Rabbi Goethe sein. Doch war er, wie gesagt, in Wirklichkeit nur der Rabbt der allerwenigsten. Schiller dagegen wird das ganze jüdisch« Volk al§ einen seiner Erzieher zur Kultur, als einen seiner größten Wohltäter stets mit dankbarer Verehrung neun-«.